Was du schon immer schreiben wolltest, aber niemanden interessiert!
Was du schon immer schreiben wolltest, aber niemanden interessiert!
um 19:38
Ein Mädchen machte Immanuel Kant einen Heiratsantrag – sie wollte ihn heiraten! Darauf sagte Kant, er wolle es sich überlegen. Und er dachte und dachte und dachte nach. Er sammelte verschiedene Meinungen dazu, denn es gibt Leute, die an die Liebe glauben, und Leute, die der Liebe kein Vertrauen schenken; es gibt welche, die für eine Ehe sind, und welche, die sich dagegen aussprechen. Endlich hatte er alle Beweise sowohl dafür als auch dagegen beisammen. Es sollen Hunderte gewesen sein. Nun war er festgefahren. Was sollte er tun? Wie sollte er sich entscheiden? Welche Auswahl treffen?
Er dachte nach und wog alle Für und Wider ab. Doch endlich hatte sich Kant entschieden, denn er fand ein letztes Argument FÜR die Eheschließung. Das war folgendes: wenn man keine Wahl treffen kann, soll man sich für das entscheiden, was einem die größere Erfahrung einbringt.
Heiraten oder nicht heiraten? Die Argumente für und wider die Eheschließung hatten gleiches Gewicht. Aber das Leben eines Junggesellen kannte er schon. Folglich sollte er heiraten, weil das für ihn eine neue Erfahrung bedeutete. Wenn gleichermaßen Beweise auf beiden Seiten stehen, kann man sich nicht anders entscheiden. Er ging zu dem Haus, wo das Mädchen wohnte, und klopfte an der Tür.
Ihr Vater öffnete ihm. Immanuel Kant sagte:
– Ich habe mich entschieden. Wo ist Ihre Tochter?
– Zu spät, – antwortete der Vater, – sie ist schon verheiratet und hat drei Kinder.
https://freunde-kants.com/articles/bohnenrede-2018/
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