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Weiblichkeits-Feindlichkeit RSS

215 Beiträge, Schlüsselwörter: Frauen, Weiblichkeit, Frauenfeindlichkeit

zur Rubrik (Spiritualität)AntwortenBeobachtenSuchenInfos

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coelus
ehemaliges Mitglied


   

Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 18:49



JPhys und Interessierte,

Deine Aussage war ja:

“je achaischer die Gesellschaft ist, desto weniger Rechte haben die meisten Frauen.“

Dann mein Einwand:

„Diejenigen, welche sich aber mit archaischen Gesellschaften tagtäglich befassen, sehen dies aber ganz anders, nämlich gerade umgekehrt.“


“ Von welcher archaischen Gesellschaft reden wir da?“

Also der frühste Zweibeiner mit Gehirn von 750cm3, welcher „Homo“, respektive Homo habilis (der geschickte Mensch) genannt wird, geht auf ca. 2,5 Mio. Jahre zurück, dann der Homo Erectus auf 1,6 Mio. Jahre, der Homo Sapiens Neandertalensis auf 300'000 Jahre und der Homo Sapiens Sapiens auf 150'000 Jahre und die ersten Homo sapiens sapiens (Cro- Magnon- Menschen) besiedeln Europa vor rund 40'000 Jahre, eigentlich fängt es ja etwa bei 7 Mio. Jahren an, aber dies können wir ruhig für unsere Betrachtung nun ausser Acht lassen.

Das Bild, dass diese Zweibeiner Jäger waren und natürlich sich gegenseitig die Köpfe blutig geschlagen und sich gegenseitig ausgerottet haben SOLLen, ist leider immer noch weit verbreitet und gerade unter den Paläontologen Heut zu Tage, hat sich da ein völlig anderes Bild von den ersten “Menschen” durchgesetzt.

Sie waren “harmlose” Pflanzen- und Aasfresser, und sie hatten im Verlauf einer langen Entwicklung Verhaltensmuster gelernt, die ein enges Zusammenleben in kleinen, friedlichen Gruppen möglich machte. Anthropologen beschreiben, dass die allermeisten “primitiven” Menschengruppen weitgehend friedlich miteinander umgehen. Auch unter ihnen gibt es Streit, aber Spannungen wurden durch Techniken der Versöhnung, beim Palaver und beim Sich-gegenseitig-Lausen, ausgeglichen. :D

Unsere Vorfahren hatten Regeln des Zusammenlebens entwickelt, die sich von denen unserer modernen Zivilisationen grundlegend unterscheiden. Wir könnten durchaus von ihnen lernen, wie Gruppen organisiert sein müssen, die Gewalt auf ein Minimum reduzieren. Der Mensch hat “friedliche” Vorfahren. :)

Auch die Bezeichnung von Jäger und Sammler, welche aus dem 19. Jahrhundert stammt und in der Vorstellung die Begriffe für Männer stehen und nach dem Modell patriarchalischen Familien der Mann für die Nahrung sorgen SOLLe und die Frauen am Herd und für die Kinder sorgen SOLLen, so zeigt es sich heute, dass die Sammlerinnen mehr als die Hälfte der Nahrung für die Gruppe beitragen. In den meisten Wildbeutergruppen ist der Beitrag der Jagdbeute nicht mehr als 20%. Wir müssten deshalb heute von Sammlerinnen und Jäger-Kulturen reden. Jäger und Sammlerinnen, Lewis Binford S. 173

Die Sammlerinnen sind also wichtiger als Jäger und es ist auch ein Fehlschluss, wenn angenommen wird, dass der Jäger durch das Jagen Lust am Töten entwickeln SOLLe, sondern im Gegenteil, mussten sie die Herrin der Tiere beruhigen und ihr versprechen, nur so viel Wild zu töten, wie sie zum Leben brauchen, ähnlich wie bei Deinen aufgeführten Indianern, JPhys. ;)

Der Beitrag der Frauen ist also der weitaus grösste Teil der Nahrungssammlung –auch bei heute lebenden einfachen Völkern zu ersehen- und ist bei all diesen Völkern eine Tätigkeit, die von den Frauen gemeinsam unternommen wird. Frauen sammeln im Kollektiv für das Kollektiv.

Alle Nahrung wird ins Lager zurückgebracht und dort verteilt. Um genügend Pflanzennahrung zu sammeln, brauchen die Frauen ein riesiges Wissen über die Planzenwelt. Sie kennen so Hunderte von essbaren Pflanzen und wissen, wo und wann sie wachsen. Dieses Wissen vermitteln die Frauen ihren Kindern. Sie zeigen den Jungen, wo Frau suchen muss. Sie erzählen auch Geschichten der grossen Mutter, die alle Nahrung gibt.

In Jäger und Sammlergesellschaften sind Frauen und Männer gleichberechtigt. Keine Frau ist dem Manne untertan. Zwar gibt es durchaus Unterschiede in den Aufgaben der Geschlechter: die Frauen sammeln, die Männer jagen, und das Ansehen der Jäger ist in den meisten Wildbeuterkulturen deutlich grösser; aber es gibt keine Verfügungsgewalt der Männer über die Frauen.

Dass es weder eine Hierarchie noch Häuptlinge gibt, ist um so bemerkenswerter , als nach einer weitverbreiteten Klischeevorstellung derartige Kontrolleinrichtungen, die praktisch in allen zivilisierten Gesellschaften zu finden sind, auf ein genetisches Erbe aus dem Tierreich gründen. Die sozialen Beziehungen der Primitiven zeigen, dass der Mensch genetisch nicht für diese Art der Dominanz-Unterwürfigkeits-Psychologie angelegt ist.

Eine Analyse der historischen Entwicklung der Gesellschaft, in der fünf- oder sechstausend Jahre lang eine Mehrheit von der herrschenden Minderheit ausgebeutet wurde, zeigt deutlich, dass die Dominanz- Unterwürfigkeits Ideologie eine Anpassung an die soziale Ordnung und nicht ihre Ursache ist. Erich Fromm 1974

Am Ende des 19. Jahrhunderts entstand der Ausdruck Matriarchat. Das Wort bedeutet Herrschaft der Frau. Gesellschaftsforscher waren der Ansicht, dass in Urzeiten die Frauen über die Männer geherrscht hätten. Die Völkerkundler haben in keiner einzigen Volksgruppe eine solche “Weiberherrschaft” gefunden. Ein Matriarchat hat es nie gegeben.

Um die Ordnung in Frühmenschengruppen zu beschreiben, müssten wir eigentlich ein neues Wort erfinden: An-archat, eine Ordnung ohne Herr-schaft. Denn Herrschaft gibt es nur in Männergesellschaften. In ihnen herrschen die Priester und die Krieger über alle anderen. Wir haben in unserer “westlichen Zivilisation” diese Form von Herrschaft von unseren Vätern übernommen. Wir nennen sie Väter-Herrschaft oder “Patriarchat”. Günther Dux, Die Spur der Macht im Verhältnis der Geschlechter

Frühgeschichtler sind sich einig darüber: Die Erfindung der Landwirtschaft - die frühesten Bauernkulturen in Europa entstanden um 7000 v.Ch. - verdanken wir den Frauen. Den Krieg haben aber die Frauen nicht erfunden.

Die Prähistoriker nennen die Entdeckung der Nahrungsmittelproduktion die neolithische Revolution. Es war eine Umwälzung, die sich über 10 000 Jahre erstreckte. Wichtigstes Resultat war das Wachsen der Menschenzahl. Die wichtigsten Veränderungen betrafen die Ordnung des Zusammenlebens der Menschen: Männer fingen an, über andere Macht auszuüben, über die Frauen, über die Sklaven, über die “Dinge” der Natur.

Um etwa 6000 v. Chr. “machten” (kneteten) die Frauen Lehm und brauchten die ersten Tongefässe, um Vorräte zu sammeln. Tongefässe mussten gebrannt werden, um haltbar zu sein. In der Brennerei wurden auch die ersten Metalle bearbeitet. Um 4000 v. Chr. verbreitete sich diese neue Technik. Die Menschen waren Macher geworden. Sie schufen sich dann auch Götter, die machten, und verwandelten ihre alten Muttergöttinnen in blosse Ehefrauen der Machergötter: Fiat lux! Ein Befehl erschuf alles.

Frauen wurden zum Besitz, und Frauenbesitz verschaffte Ansehen.

Für die Männerpriester konnten auch nicht mehr Frauengötter im Zentrum der Rituale stehen, sie erfanden Männer-Götter, die Donnerer und Blitzeschleuderer . Zwischen 4000 und 1000 v. Chr. veränderten sich die Religionen der Bauernvölker. Die Muttergottheiten wurden abgewertet und verschwanden in vielen Religionssystemen ganz. Es war ein Herr-gott, der die Macht übernahm.

Vormals also, wo die Frauen an der Verteilung von “Vorteilen” noch beteiligt waren, sorgten sie für Ausgleich; sie waren auf Kooperation bedacht.

Nachher also, bauen Vatergesellschaften ihre Macht auf der Konkurrenz; dort heiligt der Zweck die Mittel. Gewalt hat dort ein hohes Ansehen.

Die Gewalt der Grossen - das ist also die Geschichte der letzten viertausend Jahre.

http://www.uboeschenstein.ch/texte/boetexte/hhl2.html

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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 18:51

bitte EmmaEra spar Dir deinen wiedergeborenen Lobgesang

es ist schon klar warum Männer, sich nicht gerne von Frauen bevormunden lassen

und die psychologische Gegenreaktion die jafrael meint, auch in umgekehrte Richtung einen ihren Grund hat.

Es sind ja diese narzisstischen selbst- Lobeshymmnen und ob geistiger oder körperlicher Natur ....

die Welt hat ganz andere Sorgen, und ob nun Männer, Schwule oder Frauen dazu beitragen, dass sich die Dinge nicht ändern - spielt dabei keine Rolle oder die einen und anderen die besseren Gesellschaftsmitglieder sind...

Ein respektvolles Miteinander und ein respektvolles umgehen mit dem Rest unserer Mitwelt .. wären wirkliche Diskussionen wert

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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 18:53

Wioe immer in den Threads würfelt man alles bunt durcheinander.

Amma_Eras Darstellung hat ebenso etwas für sich, wie die Hinweise auf patriarchale Grundeinstellungen, die sehr wohl etwas mit Unterdrückung zu tun haben.

Die Hinweise auf Kulturen, in denen das patriarchale Prinzip nicht gilt werden immer wieder als falsch oder als nicht-existent denunziert - obwohl die mannigfaltigsten archäologoschen Belege dafür vorliegen dass es in diesen alten Kulturen durchaus eine hohe Bewertung und Einschätzung des "weiblichen Elements" in diesen Gesellschaften gegeben haben muss.

Anders sind ja auch die frühen Religionen nicht zu erklären, die der Rolle der Frau eine bedeutende Rolle zueigneten, die erst mit dem Aufkommen der monotheistischen Religionen abgeschafft - ja verteufelt worden ist.

Die Hinweise auf extreme positionen der "Emanzipationsbewegung" werde ich nicht negieren - sie sind heute auch von der modernen Frauenbewegung akzeptiert. Waren aber ein notwendiges Mittel zur Frauenbefreiung in den letzten beiden Jahrhunderten.

Da heute in vielen Bereichen - wenn auch noch nicht - wie hier zu lesen ist , in manchen Köpfen - die Gleichberechtigung im sozialen und politischen Umfeld grosse Fortschritte machte ist ja auch von mir nicht in Abrede gestellt.

Ist aber das Ergebnis langer politischer Kämpfe gewesen und beileibe keiner leichten.

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deva
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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 18:59

Ich kann AmmaEra nur zustimmen.
Ich kenne so manche Frau, die sich viel auf ihre Weiblichkeit einbildet, aber nur ihren Körper meint, der Eindruck bei Männern zu machen vermag.
Doch Weiblichkeit ist ein inneres Gut und ein sehr seltenes dazu ... jedenfalls wenn es sich um echte Weiblichkeit handelt.
Eine Frau muß sich nicht beweisen, indem sie es den Männern gleichmacht, eine Frau muß nicht so sein wie ein Mann um gleichziehen zu können - was auch nicht in ihrer Natur liegt. Mann und Frau sind verschieden und sollten in ihrer Verschiedenheit als gleichwertig geachtet werden.
Ich habe oft den Eindruck, daß es eine Art Wettbewerb zwischen Männern und Frauen gibt.
Ich glaube, sie sind sich einfach nicht im klaren, wer und was sie eigentlich sind.
Es ist so vieles aus dem Lot geraten - Frauen, die aussehen und wirken wie Männer und Männer, die soviel weibliches haben, daß es rein nach dem Äußeren schwerfällt es zu unterscheiden.
Welche Seele schlummert da eigentlich vor sich hin ohne den rechten Weg finden zu können?

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ehemaliges Mitglied


   

Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 19:20

werter Jafrael

die Darstellung unserer Freundes Coelus ist eine zu verstehende und vermutlich richtige
Darstellung

es gibt aber für jede Entwicklung der Menscheitsgeschichte auch Beweggründe
und diese hast du auch angeschnitten "psychologische abwehr und Verteidigungsreaktion"

Die Menschen - früher und auch schon vor tausenden von Jahren lebten als Halbvegtarier mit einem großen und verantwortungsbewussten Umgang mit allem Lebenden - auch mit dem "Geist" der Frauen!!

bloß starben ihnen diese beim "Kinderkriegen" weg wie die Fliegen und es ist natürlich Klar, dass eine werdende Mutter keine Männlichkeitsbeweise erbringen konnte und somit schon in er Altsteinzeit die Mädchen auf ihre Rolle als Frau mit kurzer Lebenserwartung ein-erzogen wurden..

Das Sammeln und Jagen wurde bestimmt gerecht aufgeteilt

wobei man nicht vergessen sollte, dass Jagen mit den damaligen Mitteln eine körperliche Höchstleistung beanspruchte, welche sich nicht an einem gemütlichen nachmittag vollzog, sondern über mehrere Tage.

Und eine erfolgreiche Jagd - wohl auch eine besondere Aufwertung des männlichen Wertes mit sich brachte...

Es ist bestimmt nicht nur die Schuld der Männer das Frauen in der sogenannten patriarchalischen Gesellschaften zu kurz kamen, sondern es lag auch in der Natur der Frau, dass sie durch ihre Höchstleistungs und Lebensgefährlichste Arbeit für die Gesellschaft

- dem Kinderkriegen - keine all zu langen Lebenserwartungen hatte !!!

was sich daraus immer abgeleitet hat

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Sidhe
versteckt


   

Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 19:37

@ replay


replay schrieb:
bitte EmmaEra spar Dir deinen wiedergeborenen Lobgesang
Du Schelm.
Das hier ist ein Diskussionsforum :)



replay schrieb:
Es sind ja diese narzisstischen selbst- Lobeshymmnen und ob geistiger oder körperlicher Natur ....
Den natürlich vor allem wieder Du zu sehen glaubst.
Du sprichst Dich doch dafür aus, zu erkennen was IST, dann bitte bemühe Dich ehrlich darum, dies auch auf das Lesen und Interpretieren von Texten anzuwenden, es macht wirklich keinen Spaß, permanent sein Geschriebenes erklären zu müssen weil es jemand enorm mißversteht - mißverstehen will?





@ deva

Danke :)
Deinem Beitrag kann ich auch bestimmen und ihn 100%ig bejahen.
Das Hauptproblem scheint wirklich eine Identitätskrise zu sein, bei Allen, die gefördert durch falsche Ideale wird die die Menschen -leider- zu gerne nachahmen. Angebot und Nachfrage übertrumpfen sich gegenseitig, aber, wo bleibt der wahre Mensch dabei...?

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replay
ehemaliges Mitglied


   

Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 19:56

bitte AmmaEra

'Die Frau', wie sie eigentlich sein sollte, ist ein seltenes Gut geworden.
Sie könnte die wahre Krone der Schöpfung sein, stände sie an ihrem ihr von Gott zugedachten Platz.

---------------------------------------------------------------------------------

erkläre zuerst DAS hier- was DAMIT gemeint ist und worauf du DOCH deinen ganzen Beitrag ausgerichtet hast?

Die Frau IST wie sie IST und es IST nicht ihre Schuld wenn sie sich nach den Regeln unserer Gesellschaft orientiert - denn das würde einen freien Willen voraussetzen,
der ja aber durch die Zwänge des Glaubens an diese Gesellschaft schon nicht vorhanden sein Kann ??!!

Du ziehst die Frau selbst in ein schlechteres Licht als ihr gebührt

wir prägen uns alle gegenseitig AmmaEra und wenn wir uns vorstellen, dass jeder selbst und nur für sich alleine verantwortlich für seine Gewohnheiten ist - egal ob gut oder schlecht dann gehen wir davon aus selbst unfehlbar zu sein

Es gibt gewisse objektive Sichtweisen, die ein Urteil ermöglichen AmmaEra,
aber Denkst Du, dass diese von Dir gemeinte wahre Krone der Schöpfung
nach dem Denken eines Gottes eine absolute objektive Beurteilung ist

oder doch nur einer unzufriedenen Idiologie entspringt?

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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 20:07

@ Johnny:

die Gesetze Gottes habe ich nicht erfunden und es liegt nicht in meiner Macht, seine Gesetze zu ändern, Gott sagt , das sich die Frau dem Manne unterordnen muss,

inwiefern die Frauen das verstehen, ist eine andere Frage.

_____________

Dann ist Gott wohl ein verdammter Sexist dem es die Meinung zu geigen gilt.

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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 20:09

geht man davon aus das der gott aus der bibel wahrhaftig ist;)

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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 20:16

Und ich möchte noch einmal betonen, dass es hierbei um keinerlei Wertung geht, welches Geschlecht denn nun das bessere sei - der Mann hat seine Stärken, die Frau hat die ihren.
Und im besten Falle, so, wie es eigentlich natürlicherweise auch sein sollte, bilden die beiden ein harmonisches, sich perfekt ergänzendes Ganzes, das als eine schaffende Einheit wirkt.

____

Eigentlich gebe ich dir recht, allerdings:

Wenn eine Frau nunmal sich in ihrer harten Rolle wohlfühlt, oder ein Mann in seiner weichen, dann ist das genauso gut oder schlecht wie umgekehrt.

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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 20:32

@Coelus

Vielen Dank für Deine ausführliche Darlegung der Frühzeit im Hinblick auf das Verhältnis Mann(Frau.

Wir sind da ja seit dem "boeschenstein-Artikel" zum Thema "Adam und Eva" auf gleicher Wellenlänge. :)



@replay

Richtig - die Frau orientiert sich nach den "Regeln der jeweiligen Gesellschaft" und die Regeln der patriarchalen Gesellschaft waren nun mal Jahrtausendelang auf Herabwürdigung des "weiblichen" Aspekts und GEGEN die Gleichwertigkeit der Frau ausgerichtet.

Das hatte Folgen - eben auch im Verhalten der Frasuen.

Ich wage im Übrigen zu bestreiten, dass die hohe Sterblichkeit bei Geburten ein Kennzeichen der alten Kulturen gewesen sein soll.

Mir erscheint das eher ein Relikt aus den Zeiten da Hygiene in den abendländischen Kulturen noch kein Thema war. also eine eher "eurozentristische" Deutung.


@all

Auch das "Weibchen-Verhalten" das hier immer wieder angeführt wird ist letztlich Ausfluss patriarchaler Bedingungen. Wo der Mann dominiert MUSS Frau Gefallsucht entwickeln.

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replay
ehemaliges Mitglied


   

Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 20:49

Mir erscheint das eher ein Relikt aus den Zeiten da Hygiene in den abendländischen Kulturen noch kein Thema war. also eine eher "eurozentristische" Deutung.

nein jafrael

das waren nur Begleitumstände und eine zudem hohe Kindersterblichkeit.
Das mag sogar als zweiter Aspekt zur Bildung der patriarchalischen Gesellschaft geführt haben

die Geschichte Abrahams könnte ein kleine Wahrheit beinhalten ;)
wenigstens worum es damals ging.

Wir sollten nicht noch mehr Benzin ins Feuer gießen jafrael, denn ob die Frauen unterdrückt wurden ist auch eine subjektiver Anschauung der jeweiligen Zeitepoche - die Frauen haben sich selbst das Leitmännchen mit den besten Genen ausgesucht ;)

Im übrigen gibt es die Frauenunterdrückung - wie wir sie gerne praktiziert glauben nicht nur in den patriarchalischen Gesellschaft..

Es spielen tausend andere Faktore in dieser Entwicklung eine Rolle
unter anderem die Territoralansprüche mit Konflikten und körperlicher Gewallt

also Kriege... und das wesentlichste - die unbewussten sexuellen Bedürfnisse
welche beim Menschen nicht nur der Fortpflanzung zugrunde liegen

wie immer auch

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JPhys
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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 20:58

@coelus
Nette Geschichte aber wie ist ist die Quellenlage?
Die ist fuer die Fruehzeit eher duenn.

Ich habe gerade erst von einer Wissenschaftlichen Untersucheung eines Neandertaler gehoert die gezeigt hat dass seine Nahrung 80% Fleisch war....(aus der Isotopen zusammensetzung)

Wie gesagt die Indianer sind ja zeitlich nicht soweit entfernt und haben sowas wie eine eigene Geschichtschreibung.
Da kann man sehen das von ihnen viele jaegersammler staemme existierten. Die Patriachalisch organisiert waren.Das mit einer sehr starken quellenlage.

Es gibt gab(und gibt) besonders im Urwald durchaus indeaner die tatsaechlich die von dir beschrieben Gesellschafts ordnung hatten (und haben) Ich gebe aber zu bedenken dass gerade im Urwald wegen der Konzentration an Biomasse.
Nahrung in pflanzlicher Form leichter zu gewinnen ist als in tierischer.
will sagen Bei ebenen Bewohnern sieht die sache moeglicherweise ganz anders aus als bei Waldbewohnern.

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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 21:05

Link: www.uni-muenster.de (extern)

@Phys

Zu Deiner Darstellung eine Korrektur:

Monika Nehr
Mutterrecht und Friedfertigkeit

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ehemaliges Mitglied


   

Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 21:14

JPhys schrieb:
Ich habe gerade erst von einer Wissenschaftlichen Untersucheung eines Neandertaler gehoert die gezeigt hat dass seine Nahrung 80% Fleisch war....(aus der Isotopen zusammensetzung)

die Neandertaler sind deshalb ausgestorben werter Phys,
denn als ihr Kühlschrank zu warm wurde, haben sie verdorbenes Fleisch gegessen
und davon wird man krank

Außerdem hat die Spezies Neandertalensis nicht im geringsten mit der Spezies Homosapiens und dem modernen Menschen zu tun, welcher nachweislich aus wärmeren Gefilden stammt und beim Fleischverzehr schon immer vorsichtiger war

ums sich nicht zu Tode zu scheißen ;)

aber das hat nichts mit der Frauenfeindlichkeit zu tun, welches es "nicht" mehr gibt, aber noch immer ein Hirngespinnst weniger gutausehender Intrigantinen ist, um für ihren ledigen Unwillen die Männer zu hassen und dabei im Homosexuellenmiliö begeisterte Anhänger so wie Unterstützung finden*gg*

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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 21:16

Link: 209.85.135.104 (extern)

und das:

Der erste Weltkongress im Jahr 2003 brachte zum ersten Mal WissenschaftlerInnen aus aller
Welt zusammen, die vorher relativ isoliert zu diesem Thema gearbeitet hatten. Sie kamen aus
Europa, China und den USA. Dadurch entstand eine weitreichende, alternative „Scientific
Community“.
Dieser zweite Weltkongress von 2005 übertraf noch den Weltkongress von 2003, denn
diesmal trafen sich indigene ForscherInnen, zumeist Frauen, aus vielen heute noch lebenden
matriarchalen Kulturen. Sie kamen aus verschiedenen Kontinenten: aus Nord-, Zentral- und
Süd-Amerika, aus Nord-, West- und Süd-Afrika, aus China, Sumatra und Indien in Asien. Das
ließ den zweiten Weltkongress zu einem bedeutenden interkulturellen Ereignis werden und zu
einem einzigartigen Vorstoß, indigene matriarchalen RednerInnen aus aller Welt
zusammenzubringen. Sie korrigierten die verzerrte Perspektive, die in nicht-indigenen
Gesellschaften matriarchalen Völkern gegenüber vorherrscht, und gaben dem Publikum
Aufschluss über die gewaltfreie Sozialordnung ihrer Gesellschaften. Darin ist die reziproke
Gleichheit der Geschlechter und Generationen ist verwirklicht, und alle lebenden Wesen:
Menschen, Tiere und die gesamte Natur, werden respektiert.
Als Ergebnis der Vorträge aller RednerInnen zeigte sich ein neues Wissensgebiet, das in der
Tat zu einer eigenen Wissenschaft geworden ist und sich zu einem neuen Paradigma der
menschlichen Geschichte und Gesellschaft entwickelt hat. Gleichzeitig wurden die
kulturschöpferischen Leistungen von Frauen in der Menschheitsgeschichte während des
Kongresses auf glänzende Weise sichtbar.
Beide Kongresse wurden mit großer Begeisterung sowohl in Europa als auch in den USA
aufgenommen. In Luxemburg nahmen 450-500 Personen teil, die aus ganz Europa kamen,
und in den USA waren 300-350 Personen aus aller Welt anwesend. Die meisten von ihnen
waren Frauen, darunter viele Wissenschaftlerinnen, akademisch oder autodidaktisch
Gebildete und politische Aktivistinnen.

aus dem link

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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 21:18

Nicht nur im christlichen Glaube wird die Frau als Feindbild gesehen, dies kommt in vielen Religionen vor. Ich denke das ist so weil die Frau nun mal das stärkere Geschlecht ist.
Klar Körperlich ist uns in der Regel der Mann überlegen.
Aber überlegt mal! Die Frau ist es die nachgibt, wenn sie sieht das es dem Mann schlecht geht. Wann sieht ein Mann das es einer Frau schlecht geht? Dann wenn die Frau weint. Der Mann braucht erst gar nicht weinen, erkennt die Frau schon sein Wohlbefinden.
Die Frau ist es auch, welche dem Mann Trost spendet. Die Frau gibt dem Mann Kraft für den nächsten Tag im Job. Fast jeder große Mann in der Geschichte hatte eine starke Frau auf seiner Seite. Und nebenbei schmeißt sie locker den Haushalt und schafft es auch noch ihre Kinder mit Liebe zu erziehen.

Die Moderne Frau, allerdings kippt bei den vielen Aufgaben, welche sie Meistert sehr gerne zu Seite. Sie verlässt ihren Mann, der dem sie ein paar Jahre zuvor ewige Liebe geschworen hat. Nicht wenige kümmern sich plötzlich nicht mehr um die Nachkommen, so wie es sich gehört. Und in manchen Haushalten, denkt man hier sei eine Bombe gefallen.

Klar kommt sie mit all ihren Aufgaben nicht mehr klar. Sie versucht eine Perfekte Kopie des Mannes zu sein. Wenn ein Mann mehrere Geschlechtspartner haben darf, so darf dies die Moderne Frau auch. Wenn ein Mann sich im Job vor der Familiären Verantwortung drücken darf, so darf sie das auch. Wenn ein Mann nicht Staubsaugen braucht, so muss sie dies auch nicht, u.s.w.

Da die Frau ihre Stärken für die Schwächen des Mannes Opfert, wird sie aber bald nicht mehr als das stärkere Geschlecht gelten. Sondern das Bild das Männer uns seit Jahrhunderten einreden wollen erfüllen.
"Frauen sind das schwächere Geschlecht"

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coelus
ehemaliges Mitglied


   

Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 21:18



jafrael,

Bitteschön, werter jafrael, doch den „booeschenstein-kink“ haben wir Dir zu verdanken, damals bei „Adam und Eva“ und ich habe festgestellt, dass der Herr Boeschenstein permanent noch immer daran arbeitet und laufend neuste Entdeckungen wieder mit einfliessen lässt, das macht ihn dynamisch und bleibt aktuell auf dem neusten Stand.

So denke ich, dass uns dieser kostbare Link noch lange erhalten bleiben wird und wir weiterhin auf gleicher Wellenlänge bleiben können und es bliebe zu wünschen übrig, dass alle diejenigen, welche noch am alten Aberglauben aus den alten Schulbüchern festhalten wollen, ebenso sich zu uns gesellen können. :)

Denn von unseren friedlich Vorfahren, welche ja Regeln des Zusammenlebens entwickelt hatten, die sich von denen unserer modernen Zivilisationen grundlegend unterscheiden, so könnten wir also durchaus von ihnen lernen, wie Gruppen organisiert sein müssen, die Gewalt auf ein Minimum reduzieren und Frau sich endlich vom heutigen „Weiblichen-Verhalten“ sich auf sich Selbst zurückbesinnen lässt, wenn Mann vom Karrieregeist und Wettstreit (Gockeltum) endlich ablässt. ;)


JPhys,

Das ist nicht ein nette Geschichte, wie Du es gerne hättest, sondern das was Paläontologen, Anthropologen usf. an aktuellsten Daten auf dem Tisch liegen haben und das dies natürlich den Anhänger der „alten Schule des Patriarchen“ nicht gerne in den Kram passt, ist durchaus verständlich, aber eigentlich durchaus vernachlässigbar. :)

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JPhys
ehemaliges Mitglied


   

Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 21:23

@jafrael
Das ist keine Korrektur meiner Darstellung
Sondern Details zu coelus

Als Quellen werden da nur andere forscher wie engels angefuehrt.
Ich setehe Beweisen durch autritaeten aber grundsaetzlich sehr skeptisch gegenueber
Im Text selbst steht dass die Schrift erst spaeter entwicklet wurde.
Man hat keine schriftlichen Hinweise.
Sollte also schon sagen welche sahchinweise einen dazu fuehren.
Der Verweis auf die genanate Indeaner Kultur mag zwar richtig sein was ich schlecht beurteilen kann.
Die Sioux eine der Groessten stammesgruppen waren aber groestenteils patriachalishc organisoiert

Auch moechte ich betonen das Wissenschaft und Frieden KEINE wissenachaftlich Fachzeitschrift ist.
der Artikel also nicht notwenigerweise Wissenschaftlichen standarts genuegen muss.

UNI Muenzter ist zugegebenweise ien verhaeltnismaessig guter Name.
Aber in wieweit sich das auf alle Arbeitsgruppe erstreckt

Ich kann ja mal die Leute vom MPI fuer Antropologie fragen die arbeiten im selben Gebaeude wie wir und sollten es eigentlich wissen...

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Weiblichkeits-Feindlichkeit

28.08.2008 um 21:25

Link: www.amazon.de (extern)

Zum Thema passend auch

"Kelch und Schwert"

Riane Eisler sagt der vorherrschenden Prämisse den Kampf an, es sei die Natur des Menschen, ständig im Krieg zu leben. Sie distilliert zwei verschiedene Kulturmodelle heraus, ein friedliches und ein zerstörerisches und beschreibt diese im Detail. Es ist aber nicht so, daß das eine patriarchalisch und das andere materiarchalisch ist, sondern es ist männlich-dominant versus partnerschafltich. Wir leben seit langer Zeit in einer männlich-dominanten Welt und die Zerstörung ist groß, aber es gibt Hoffnung, denn Riane Eisler zeigt auf, daß der menschliche Wunsch nach Harmonie und Leben nie völlig erloschen ist und auch nie wird. Es gab in der Geschichte immer wieder Bewegungen hin zu einer mehr gleichberechtigten Gesellschaft, die zwar jedesmal in schlimmster Weise niedergeschlagen wurde, aber die Chancen waren nie so gut wie in unserer Zeit.



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