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Zeitreise durch Geschwindigkeit

107 Beiträge, Schlüsselwörter: Zeitreise, Geschwindigkeit

Zeitreise durch Geschwindigkeit

21.02.2014 um 01:31
@Gnupf
In die Zukunft ja. In die Vergangenheit nein.

Viele Vorgänge sind irreversible und können unter Einführung von Energie nicht einfach in den Ausgangszustand versetzt werden.

@fritzchen1
Wieso ist es keine Zeitreise?


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21.02.2014 um 01:34
ähhh schrieb:Wieso ist es keine Zeitreise?
nur weil er nicht probabilistische physikalische Gesetze voraussetzt?


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Zeitreise durch Geschwindigkeit

21.02.2014 um 01:35
....


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Zeitreise durch Geschwindigkeit

21.02.2014 um 01:37
Gnupf schrieb:Wenn ich jedes Teilchen im Universum mit der Position und dem Impuls, den es zu einer bestimmten Zeit hatte versehe, dann hab ich doch meine Zeitreise. Dazu wären gigantische Mengen an Energie nötig, klar, aber durchaus endlich
Ich hätte noch ne andere Idee, anstatt das ganze Universum zu verändern nehme ich ein kleines Teilchen das extrem schwer und klein wird, so schwer und klein das die Raumzeit sich nicht nur Krümmt sondern eine Kugel darum Bildet, somit hätte ich eine "Zeitmaschine" mit der ich überall hinkomme. Stichwort "Wurmloch".

Was spricht dagegen?


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21.02.2014 um 01:38
@fritzchen1
Ich meinte, wenn die Annahme richtig wäre, dass man die Unschärfe außer Acht lassen könnte, wäre es eine Zeitreise. Klar ist dass das nicht geht, aber ist ja auch egal.


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21.02.2014 um 01:43
ähhh schrieb:Ich meinte, wenn die Annahme richtig wäre, dass man die Unschärfe außer Acht lassen könnte, wäre es eine Zeitreise.
Ich meine eher das hier.

"Die klassische Physik, insbesondere die Klassische Mechanik verwendet strikte, nicht-probabilistische physikalische Gesetze. Die von diesen Theorien beschriebenen physikalischen Systeme erscheinen dann also determiniert. Vereinfacht ausgedrückt heißt das, dass bei vollständiger Kenntnis irgendeines Systemzustands an einem gegebenen Zeitpunkt der Zustand eines geschlossenen physikalischen Systems zu jeder beliebigen, insbesondere zukünftigen Zeit berechenbar ist. Eine differenziertere Formulierung ist, dass ein Systemzustand durch Erhöhung des Aufwandes für die Messung beliebig genau bestimmt werden kann und damit auch für frühere oder spätere Zustände eine beliebig genaue Bestimmung durch Berechnung möglich ist."


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21.02.2014 um 03:18
@Stru
HYPATIA schrieb am 09.01.2014:Wieso glauben alle, dass die Lichtgeschwindigkeit der Maßstab ist?
Weil man das beweisen kann.
HYPATIA schrieb am 09.01.2014:Weshalb behaupten einige, dass Lichtgeschwindigkeit die schnellstmögliche Geschwindigkeit sei?
Weil die Raumgeometrie nichts schnelleres ermöglicht. Das ist so wie mit dem absoluten Nullpunkt bei der Temperatur.
0°Kelvin sind die niedrigste Temperatur die es gibt, kälter gehts nicht in diesem Universum. 0°Kelvin bedeutet, dass absolut keine Teilchenbewegung stattfindet und somit keine Energie da ist, die für eine Temperatur sorgen könnte.
Lichtgeschwindigkeit ist sowas ähnliches. Das ist keine Geschwindigkeit wie 100Km/h wo man einfach noch weiter beschleunigen kann.

Kurz gesagt: Wir leben in einer 4-dimensionalen Raumzeit. Alles was in dieser Raumzeit enthalten ist bewegt sich IMMER mit Lichtgeschwindigkeit. Die Lichtgeschwindigkeit ist eine festgesetzt Konstante, wie ein Naturgesetz. Das ist eben so. Wir bewegen uns auch mit Lichtgeschwindigkeit durch die Raumzeit.
Die Raumzeit besteht aus den drei räumlichen Dimensionen und der zeitlichen Dimension.
Man bewegt sich also mit Geschwinidigkeit x durch den Raum und mit Geschwindigkeit y durch die Zeit.
x+y= Lichtgeschwindigkeit(c)
Wenn man sich mit Lichtgeschwinidgkeit durch den Raum bewegt wird y=0, das bedeutet es vergeht keine Zeit.
Steht man hingegen im Raum still, also x=0,(was nicht geht, da im Universum immer alles in Bewegung ist), würde die Zeit mit Lichtgeschwindigkeit vergehen, was in diesem Universum der Unendlichkeit entspricht. Zeit würde also unendlich schnell vergehen wenn man stillsteht.
Von welchen Punkten wird ausgegangen - also wird die Lichtgeschwindigkeit als konstanter Wert ( 299 792 458 m/s ) betrachtet
Das war Einstein. Der hat das mit der Lichtgeschwindigkeit rausgefunden.
Relativitätstheorie. Ist recht bekannt, kann man nachlesen.
da bin ich mir allerdings nicht sicher, ob das nun der Wahrheit entspricht oder nicht.
Die Relativitstheorie ist eine der bekanntesten und eine der zentralsten Theorien der Welt. Gäbe es daran irgendwelche fundamentalen Fehler, dann hätte die sicher jemand vor dir entdeckt.
Ich möchte hiermit nochmal hervorheben, dass dies kein Thread sein soll, in dem darüber gestritten werden soll, dass dies und jenes nicht möglich sei - auch nicht über die Wahrnehmungen wenn man in der Zeit zurückreist, sondern einzig und allein über die theoretischen Fakten.
Fakt 1: Bewegt man sich mit Überlichtgeschwindigkeit im Raum, läuft die Zeit rückwärts.
Fakt 2: Du kannst masselose Teilchen nicht beschleunigen, die können also schonmal nicht überlichtschnell werden. Wenn sie sich aber mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, dann steht die Zeit für sie still. Für ein Photon im Vakuum vergeht also keine Zeit.
Fakt 3: Du kannst Teilchen mit Massen nicht auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen. Die benötigte Energie geht gegen Unendlich. Da im Universum aber nicht unendlich viel Energie steckt, ist es unmöglich selbst das leichteste Teilchen auf Lichtgeschwindigkeit zu bringen. Überlichtgeschwindigkeit fällt dementsprechend auch raus.

=> Fakt 1 ist irrelevant, da Überlichtgeschwindigkeit nicht möglich ist.


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21.02.2014 um 03:33
1.21Gigawatt schrieb:0°Kelvin sind die niedrigste Temperatur die es gibt, kälter gehts nicht in diesem Universum.
Vorsicht... @Z. würde behaupten, dass es auch so etwas wie eine negative Temperatur geben könne - bspw. innerhalb einer Raumzeit mit negativem Volumen... *g*
1.21Gigawatt schrieb:Steht man hingegen im Raum still, also x=0,(was nicht geht, da im Universum immer alles in Bewegung ist), würde die Zeit mit Lichtgeschwindigkeit vergehen, was in diesem Universum der Unendlichkeit entspricht. Zeit würde also unendlich schnell vergehen wenn man stillsteht.
Nö. nicht wirklich...
1.21Gigawatt schrieb:Das war Einstein. Der hat das mit der Lichtgeschwindigkeit rausgefunden.
Relativitätstheorie. Ist recht bekannt, kann man nachlesen.
Naja, so ungefähr, ja. Einstein hat die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit (bzw. deren Wert) einfach als unveränderliches Naturgesetz (bzw. -konstante) vorausgesetzt, welche(s) für jeden Beobachter unabhängig von seinem Standpunkt gleiche Gültigkeit hat.


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21.02.2014 um 03:59
@Bumbelbee
Bumbelbee schrieb:Ich hätte noch ne andere Idee, anstatt das ganze Universum zu verändern nehme ich ein kleines Teilchen das extrem schwer und klein wird, so schwer und klein das die Raumzeit sich nicht nur Krümmt sondern eine Kugel darum Bildet, somit hätte ich eine "Zeitmaschine" mit der ich überall hinkomme. Stichwort "Wurmloch".

Was spricht dagegen?
Gekrümmter Raum folgt immernoch den selben Gesetzen.
Man bleibt immer unter der Lichtgeschwindigkeit und Zeit bleibt linear. (Läuft also nicht rückwärts)
Darüber hinaus kennen wir heutzutage nur schwarze Löcher. Wurmlöcher sind nur ein theoretisches Konstrukt. Niemand weiß ob es sowas gibt.
Ein weiteres Problem bei Wurmlöchern ist die Tatsache, dass auf beiden Seiten ein schwarzes Loch ist. Es ist nicht so, dass auf einer Seite eingesaugt und auf der anderen ausgespuckt wird.
Angenommen es gibt Wurmlöcher und du hast eins, dass zwei Punkte im Universum verbindet, dann bist du ewig darin gefangen.
Schwarze Löcher sind schwarz, weil kein Licht entkommen kann*. Licht bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit => Man müsste Überlichtgeschwindigkeit erreichen um einem schwarzen Loch zu entkommen, aber das geht natürlich nicht.

Bist du einmal hinter dem Event Horizont eines schwarzen Lochs, dann kommst du da nicht mehr raus. Ob du dann einmal quer durchs Universum gereist bist mit mithilfe eines Wurmlochs interessiert dich dann auch nicht mehr.

Das ist aber alles nur ein theoretischer Versuch. Praktisch gesehn wird jede Materie in ihre Bestandtteile zerrissen lange bevor sie den Event Horizont eines schwarzen Lochs erreicht.
Selbst Moleküle zerreist es irgendwann, weil die eine Seite eines Moleküls so viel stärker angezogen wird als die andere.


*Der aufmerksame Leser wird sich hier fragen wieso Licht von einem schwarzen Loch angezogen wird, wenn es doch keine Masse hat.
Die Antwort ist, dass Photonen(Licht) keine Ruhemasse haben. Wenn sie sich aber mit Lichtgeschwindigkeit bewegen kann man ihnen eine "Masse" zuordnen. Sie haben einen Impuls.
Masse muss man beschleunigen. Photonen nicht. Dank dem Impuls haben immer Lichtgeschwindigkeit drauf im Vakuum. Treten sie in ein andere Medium ein werden sie langsamer, kommen sie wieder ins Vakuum haben sie wieder Lichtgeschwindigkeit, ohne beschleunigt werden zu müssen.

Deswegen spricht man bei der Lichtgeschwindigkeit auch von einer Naturkonstanten.


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21.02.2014 um 11:30
ähhh schrieb:Viele Vorgänge sind irreversible und können unter Einführung von Energie nicht einfach in den Ausgangszustand versetzt werden.
Das ist ein Punkt, über den ich mir auch schon häufig nachgedacht habe. Ich würde sogar soweit gehen, dass ALLE Vorgänge irreversibel sind. In populärwissenschaftlichen Sendungen wird oft behauptet, es wäre alles nur eine Frage der Energie. Wenn man unendlich viel Energie zur Verfügung hätte, könne man damit exakt die Zustände reproduzieren, wie sie zu einem früheren Zeitpunkt vorlagen. Aber wie man das konkret anstellen soll, da wird kein Wort drüber verloren. Ich könnte mir gerade noch vorstellen, dass sich alles komplett "resetten" lässt, also das man mit "unendlich" viel Energie (die es ja bekanntlich nicht gibt), den Zustand erzeugt, wie er beim Urknall war, mehr aber auch nicht. Mit dem Beginn von Raum und Zeit wurde ein Prozess in Gang gesetzt, der unumkehrbar ist, und die Entropie gibt die Richtung vor.

Letztlich sollte man das Thema Zeitreisen dort belassen, wo es ursprünglich auch herkommt, nämlich in den Bereich Science Fiction. Vermutlich sind so ziemlich alle hier im Forum von diesen phantastischen Geschichten rund um das Thema Zeitreisen begeistert, aber wir dürfen nicht den Fehler machen, zu glauben, es könnte Realität werden.


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21.02.2014 um 11:34
Z. schrieb:Insofern das entsprechende G-Feld, das "Vakuum" abbildet, besser darstellt, sollte so gut wie jedes frei fallende Objekt, irgendwann kreisen, fern von den Strahlungsquellen der Gravitation.
Nö, Objekte fangen nicht einfach an sich zu drehen. Dazu müssen sie von irgendwas eine Kraft erfahren.

Von mir aus können wir mal annehmen, dass eine Gravitationswelle irgendwie (z.B. durch Gezeitenkräfte) einen Drehimpuls auf ein Objekt überträgt. Aber das ist dann auch nichts anderes, als wenn irgend ein anderes Teilchen das Objekt anschubsen würde. Hier geschieht es halt durch eine gravitative Wechselwirkung zwischen Objekten, anstatt durch eine elektromagnetische.

Durch eine zufällig vorbeikommende Welle wird das Objekt zufällig angedreht - Schön und gut, aber das ist dann kein intrinsischer Effekt in unserem Universum, wonach Objekte sich nach einer Drehbewegung sehnen. Das Gegenteil ist der Fall, Körper sind träge. Das war schon unter Newton so, und das gilt heute immer noch.

Youtube: OUT


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21.02.2014 um 11:35
Peter0167 schrieb:Das ist ein Punkt, über den ich mir auch schon häufig nachgedacht habe. Ich würde sogar soweit gehen, dass ALLE Vorgänge irreversibel sind. In populärwissenschaftlichen Sendungen wird oft behauptet, es wäre alles nur eine Frage der Energie.
Neben der Energie ist die Entropie so ziemlich das wichtigste was uns die Natur so vorstellt. :)


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21.02.2014 um 12:59
@1.21Gigawatt

Danke für den Beitrag.
1.21Gigawatt schrieb:Bist du einmal hinter dem Event Horizont eines schwarzen Lochs, dann kommst du da nicht mehr raus. Ob du dann einmal quer durchs Universum gereist bist mit mithilfe eines Wurmlochs interessiert dich dann auch nicht mehr.
1.21Gigawatt schrieb:Ein weiteres Problem bei Wurmlöchern ist die Tatsache, dass auf beiden Seiten ein schwarzes Loch ist. Es ist nicht so, dass auf einer Seite eingesaugt und auf der anderen ausgespuckt wird.
Laut Einstein-Rosen-Brücke gibt es aber auch "Weisse Löcher" welche Materie wieder ausspucken.
Demnach würde ich doch theoretisch dem schwarzen Loch wieder entkommen können oder was meinst du?
Es zeigt sich, dass es neben dem Außen- und Innenraum des schwarzen Loches noch dazu äquivalente, gespiegelte Räume gibt. Somit zeichnet sich ein möglicher Übergang zu einem weißen Loch ab, aus dem Materie zwar austreten, aber nicht in es eindringen kann.

Die Verbindung zwischen den beiden Gravitationsanomalien wird als Einstein-Rosen-Brücke und das gesamte Objekt als Wurmloch bezeichnet, speziell bei Verbindung eines Schwarzen Lochs und eines Weißen Lochs als Schwarzschild-Wurmloch, das nur in eine Richtung durchquerbar ist. Prinzipiell ist es denkbar, dass Wurmlöcher zwei Orte derselben Raumzeit oder zwei unterschiedliche Raumzeiten eines Multiversums miteinander verbinden.
Wikipedia: Wurmloch


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21.02.2014 um 13:08
@Bumbelbee
Äquivalent zu den hypothetischen Tachyonen ergeben sich Weiße Löcher, oder plakativ auch als "Kosmische Geysire" genannt, als mögliche mathematische Lösungen für die Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie. Die Tatsache allein, dass es diese mathematische Lösungsmöglichkeit für die Gleichungen gibt, bedeutet jedoch nicht, dass Weiße Löcher auch real existieren müssen.
Wikipedia: Weißes_Loch

Kanns mir irgendwie ncht vorstellen. Vor allem da wir ja einige schwarze Löcher kennen, würde man meinen, dass wir auch irgendwann mal ein weißes finden.

Und selbst wenn es die gäbe hätten wir immernoch das Problem, dass jegliche Materie in ihre absoluten Einzelteile zerlegt wird in solchen Dingern.
Wir kommen also sowieso nicht heil durch und selbst wenn, dann wären wir immernoch nicht durch die Zeit gereist.


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21.02.2014 um 13:22
@Bumbelbee
Danke für den Link zu Wikipedia. Nun weiß ich, dass es tatsächlich ein Wurmloch gibt, nämlich in Rumänien.
Bumbelbee schrieb:Demnach würde ich doch theoretisch dem schwarzen Loch wieder entkommen können oder was meinst du?
Weder theoretisch, noch praktisch. Ich frage mich sowieso, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, anzunehmen, so etwas wäre auch nur theoretisch möglich. Du, als Person, ob nun mit Raumschiff oder ohne, kommst ja nicht mal in einem Stück am Schwarzen Loch an. Die Gravitationskräfte zerreißen dich, und alles andere, was auch nur in die Nähe kommt, bis auf die atomare Ebene. Du (deine Atome) wirst so stark beschleunigt, dass ein Teil von dir direkt in Energie umgewandelt wird. Beim Rest von dem, was wirklich "durchkommt", bleiben nicht einmal mehr die Atomkerne intakt. Die werden in ihre Bestandteile zerlegt, und spielen bis ans Ende der Zeit Billard mit den Gluonen. Rate mal, warum es noch keine Reiseführer für Wurmlochpassagen gibt.


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21.02.2014 um 13:40
Eine Sache im Zusammenhang mit Schwarzen Löchern ist mir immer noch nicht ganz klar. Der Theorie nach, werden Kräfte vermittelt, indem sogenannte Wechselwirkungsteilchen oder auch Bosonen ausgetauscht werden. Bei der elektromagnetischen Wechselwirkung sind das die Photonen, bei den Kernkräften sind es die Mesonen, Gluonen, ....
Bei der Gravitation hat man nun das Graviton als Wechselwirkungsteilchen postuliert. Es wurde bisher zwar noch nicht nachgewiesen, aber trotzdem geht man davon aus, dass es ähnliche Eigenschaften wie das Photon besitzen müsste (keine Ruhemasse, unendliche Reichweite). Nun ist es ja so, Schwarze Löcher wechselwirken gravitativ mit ihrer Umgebung. Wie gelingt es dann aber den Gravitonen (wenn es sie denn gibt), dem Schwarzen Loch zu entkommen? Sind die etwa schneller als Licht? Ich glaube das zwar nicht, aber mich würde trotzdem Interessieren, welcher Mechanismus dahinter steckt.


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Zeitreise durch Geschwindigkeit

21.02.2014 um 13:51
@HYPATIA
Hallo...

Es war ein Gedankenexperiment, das zeigen sollte das ein frei fallendes Objekt selbst in einer flachen RZ/Vakuum, mit einigen Eigenschaften dieser RZ wechselwirken kann.
Das die übliche Vorstellung, die es zB. bei der Impulserhaltung belässt... ja erstmal nicht davon ausgeht... ist mir einigermassen klar..

Zudem war es auch in Bezug zu relativistischen Geschwindigkeiten, dem Thema, auf meine Mist geboren worden. Und betrifft den Sachverhalt, möglicher WW alleinig mit dem RZ/Vakuum, ohne das wir Teilchen oder Photonen annehmen müssen. Was ich mit beseitigbaren Störrungen meinte.

Die Eigenschaft der RZ, des Vakuums, sind streng gesehen, soweit ich das verstehe und herausstellen wollte, auch nicht irgendwelche Teilchen die sich darin finden liessen, sondern nur Eigenschaften die untrennbar mit diesem Vakuum verbunden sind.
Und das sind nunmal G-Wellen (deren Quelle im unendlichen liegt) und Quatenfluktuationen.

Whärend sich EM-Wellen auslöschen können, G-Wellen aber nicht, Teilchen abwesend sein können, V-Quantenfluktuationen aber nicht...

Letztere gehören bei hohen Geschwindigkeiten natürlich genauso zur Überlegung, möglicher WW eines frei fallenden Test-Objektes. In diesem Falle käme noch das Phänomen der quantenpyhsikalischer Berachtung, der Unruh-Effekt dazu.
HYPATIA schrieb:Von mir aus können wir mal annehmen, dass eine Gravitationswelle irgendwie (z.B. durch Gezeitenkräfte) einen Drehimpuls auf ein Objekt überträgt. Aber das ist dann auch nichts anderes, als wenn irgend ein anderes Teilchen das Objekt anschubsen würde
Danke das du dich erstmal auf die Überlegungen einlässt.
Warum Gezeitenkräfte, wir können auch annehmen das wir starke G-Felder vorfinden die wie gesagt, nicht mehr mit nahen Massen einhergehen. Brill. Die RaumZeit selbst, kann entsprechend gekrümmt sein. Hat das Test-Objekt eine relativistische Geschwindigkeit, sollte die WW über das jew. Gravitation-Feld ensprechend starke Auswirkungen haben. Asymptotische flache RZ. Imo liessen sich solche Störrungen , bis hin zu sehr starken Feldern nicht ausschliessen oder entfernen.
HYPATIA schrieb:Durch eine zufällig vorbeikommende Welle wird das Objekt zufällig angedreht - Schön und gut, aber das ist dann kein intrinsischer Effekt in unserem Universum, wonach Objekte sich nach einer Drehbewegung sehnen.
Intrinsische Effekte.
Meinet wegen ist es keine intrinsische Eigenschaft eines Test-Teilchens-Objetkes sich drehen zu wollen. Das ist aber nicht der springende Punkt. Denn wir betrachten hier ja das Objekt.... als auch die RZ.... beides ist kaum voneinander trennbar. Und letztere RZ weisst imo sehr wohl intrinsische Eigenschaften auf, die das Test-Teilchen beeinflussen. Ebend G-Wellen und Potentiale, selbst weit ab der Quellen. Zudem Quantenfluktuationen.

Markus Pössel:
Was wir hier auf der Erde an Gravitationseffekten beobachten können - im wesentlichen: Körper, die zu Boden fallen - gehört zu dieser Art von "relativer Gravitation". Der Rest an Gravitation, man könnte ihn "intrinsische Gravitation" nennen, macht sich durch Gezeitenkräfte bemerkbar und hängt direkt mit einer ganz bestimmten geometrischen Eigenschaft zusammen: der Krümmung der Raumzeit.
Auch Gezeitenkräfte werden hier als intrinsisch formuliert, somit würden auch die G-Wellen die üblich durch die RZ propagieren (wie genannt und weit entfernt der Quelle) als intrinsische Eigenschaft der RZ selbst gesehen werde können..

Trägheit... is nochmal so ein Thema.

Wie auch immer vielen Dank für die Infos. hab zumindest dargestellt worauf ich hinaus wollte... LG


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21.02.2014 um 13:52
@1.21Gigawatt
1.21Gigawatt schrieb:Kanns mir irgendwie ncht vorstellen. Vor allem da wir ja einige schwarze Löcher kennen, würde man meinen, dass wir auch irgendwann mal ein weißes finden.
Ich will ja auch nix beweisen dachte mal ich stell paar dumme Fragen da hier einige anscheinend einiges mehr Ahnung haben als ich ;)
1.21Gigawatt schrieb:Und selbst wenn es die gäbe hätten wir immernoch das Problem, dass jegliche Materie in ihre absoluten Einzelteile zerlegt wird in solchen Dingern
Ich dachte da eher an ein sehr sehr kleines, schweres Teilchen. Natürlich würde ich als Organismus Zerrissen dass scheint mir plausibel.

In deinem Links steht was von "Kosmischen Geysiren" sind das nicht die Strahlen welche aus dem Zentrum eines schwarzen Loches (=weisses Loch?) kommen?

fbase

@Peter0167
Peter0167 schrieb:Danke für den Link zu Wikipedia. Nun weiß ich, dass es tatsächlich ein Wurmloch gibt, nämlich in Rumänien.
Wie meinste das ich steh grad aufm Schlauch? ^^
Peter0167 schrieb: Rate mal, warum es noch keine Reiseführer für Wurmlochpassagen gibt.
:D Ja klar, im Wiki Link gibt es auch nen Abschnitt "Science-Fiction" und weshalb ich nicht durch eine Wurmloch fliegen kann wie Raumschiff Enterprise.
Peter0167 schrieb:Weder theoretisch, noch praktisch. Ich frage mich sowieso, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, anzunehmen, so etwas wäre auch nur theoretisch möglich
Ging mir eher um die Gedankenspielerei eines Laien ob ein Teilchen selbst ein solcher Wurmloch erzeugen, sich zerlegen und an anderer Stelle in Raum und Zeit wieder zusammensetzen könne, rein Theoretisch natürlich :)


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21.02.2014 um 14:01
@Peter0167
Peter0167 schrieb:Wie gelingt es dann aber den Gravitonen (wenn es sie denn gibt), dem Schwarzen Loch zu entkommen? Sind die etwa schneller als Licht? Ich glaube das zwar nicht, aber mich würde trotzdem Interessieren, welcher Mechanismus dahinter steckt.
Das ist eine kluge Frage. In der ART ist die Gravitation keine Kraft, und deswegen gibt es auch keine Austauschteilchen. Eine Quantenmechanische Beschreibung von Gravitation existiert leider noch nicht, deswegen ist die Frage schwer zu beantworten. Es ist jedoch so, dass die Quantenmechanik keine lokale Theorie ist. Das bedeutet, dass die Wellenfunktion eines Teilchens (also sein Zustand) eine Ausdehnung hat. Es kann dann dementsprechend außerhalb und innerhalb des Ereignishorizontes gleichzeitig sein. Dadurch kann zwar keine Information übertragen werden, aber trotzdem kann das Teilchen dann auch außerhalb des Ereignishorizontes wirken.

Mathematisch würde man das dann als "virtuelles Teilchen" modellieren. Das ist die mathematische Beschreibung von Quantenfluktuationen, Unschärfen und dem ganzen Gedöhns in einer Form, die sich sehr ähnlich eines "echten" Teilchens verhält. Virtuelle Teilchen unterliegen aber z.B. nicht der Begrenzung durch Lichtgeschwindigkeit. So läuft das auch bei der elektromagnetischen Wechselwirkung ab. Da wechselwirken z.B. zwei Elektronen miteinander, weil sie beide an das Photonenfeld koppeln. Die Schwingungen, die in das Photonenfeld übertragen werden werden dann als "virtuelle Photonen" dargestellt. Das ist nichts außergewöhnliches, sondern tritt tatsächlich nur als eleganter Näherungsmechanismus im Rahmen der Störungstheorie auf.

Genaueres wissen wir aber erst, wenn wir eine vernünftige Quantengravitation haben.

Wenn dich das interessiert, schau mal in Feynmanns QED rein, da hat er mal drüber geschrieben.


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21.02.2014 um 14:08
Bumbelbee schrieb:In deinem Links steht was von "Kosmischen Geysiren" sind das nicht die Strahlen welche aus dem Zentrum eines schwarzen Loches (=weisses Loch?) kommen?
Diese Jets kommen nicht AUS einem Schwarzen Loch, die entstehen außerhalb, gemäß den Gesetzen der Elektrodynamik. Ein rotierendes Schwarzel Loch akkretiert aus der Umgebung Gas. Dabei bildet sich eine sogenannte Akkretionsscheibe, wo die Gasteilchen beschleunigt werden. Ein Teil von denen (bis zu 42%) wird in Abhängigkeit von der Rotationsgeschwindigkeit direkt in Energie umgewandelt, und der Rest stürzt in das Schwarze Loch. Eine schnell rotierende Plasmascheibe induziert extrem starke Magnetfelder, wodurch wiederum Teilchen senkrecht zur Scheibe relativistisch beschleunigt werden (Jets). Das alles geschieht jedoch außerhalb des Schwartzschildradius, die Teilchen kommen also nicht aus dem Inneren des Schwarzen Lochs.


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