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Jahrestage der Wissenschaft

204 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Wissenschaftler, Meilensteine, Jahrestage

Jahrestage der Wissenschaft

09.09.2017 um 10:18
Vielleicht ging es dem einen oder der anderen schon mal ähnlich, man steht morgens auf, liest eine Meldung über Menschen oder Institutionen, die Großartiges geleistet haben, und am Nachmittag ist alles schon wieder vergessen. Ich habe so das Gefühl, dass Vieles nur noch als Selbstverständlichkeit zur Kenntnis genommen wird, und der eigentlichen Leistung, die dahinter steht, kaum noch die verdiente Wertschätzung zuteil wird. Dabei ist das Erinnern so wichtig, einfach mal innehalten, zurückblicken auf das, was erreicht wurde, und Bilanz ziehen. Aus dem Stolz auf das Erreichte Mut schöpfen, und den Blick auf neue Ziele schärfen, und durch das gemeinsame Erinnern diejenigen ehren und lebendig halten, die die Wissenschaft zu dem gemacht haben, was sie heute ist.


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Jahrestage der Wissenschaft

09.09.2017 um 10:19
08.09.1967

Auch wenn ich einen Tag zu spät dran bin, eröffne ich den Thread mal mit einem Jubiläum,  welches für mich von besonderem Interesse ist, nicht nur weil ich nur wenige Monate älter bin, sondern weil mich das Thema "Weltraum" schon nahezu mein ganzes Leben lang fasziniert hat.

Happy Birthday ESOC.

Main Control.jpeg

Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Europas-Tor-zum-Weltraum-liegt-in-Darmstadt-Das-ESOC-wird-50-3824553.html

Als ich gerade erst das Laufen erlernte, habt Ihr bereits den ersten von bisher 80 Satteliten ins All geschickt, sein Name war Esro 2B (Iris2), und er sollte die kosmische- und solare Strahlung erforschen. Der erste Versuch mit Iris1 war leider ein Fehlschlag, der Satellit, der von der Vandenberg Air Force Base gestartet wurde, erreichte den Orbit leider nicht.  

Es folgten weitere Missionen, von denen die "älteren" unter uns sicher noch einige Namen kennen:

1. COS-B
2. GEOS 1 u. 2
3. OTS
4. Meteosat
5. ISEE 2
6. IUE
7. EXOSAT

Heute werden von Darmstadt aus 17 Satelliten gesteuert und kontrolliert, eine der spektakulärsten Projekte aus der jüngeren Vergangenheit war sicher die Rosetta-Mission, von der wohl jeder gehört hat, der sich fürs Thema interessiert.

Was die Zukunft angeht, da wird man sich wohl verstärkt mit dem Problem "Weltraumschrott" auseinandersetzen müssen, aber auch neue Herausforderungen wie z.B. autonom gesteuerte Satelliten stehen auf dem Programm. Viel Erfolg dabei.


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Jahrestage der Wissenschaft

09.09.2017 um 11:51
@Peter0167
Ich denke, das "vergessen" liegt an der Fülle von Ereignissen und eben an der Fülle der Berichterstattung heutzutage.
Man wird ja quasi geflutet von Neuigkeiten.


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Jahrestage der Wissenschaft

09.09.2017 um 12:46
@skagerak

Darum soll das hier auch keinesfalls ein weiterer Wissenschafts-Kalender werden, eher eine Alternative zum derzeitigen "News-Hype", auch wenn er sich nach Möglichkeit am Kalender orientieren sollte.

Mir geht es zunächst einmal darum, überhaupt einen Platz zu haben, an dem man diese Art von Beiträgen einstellen kann. Hinterher wäre eine Diskussion wünschenswert, in der die Beteiligten vielleicht auch einen möglichen persönlichen Bezug mit einbringen. Ich hatte z.B. vor einiger Zeit einen Beitrag in einem anderen Thread verfasst, wo es um den Todestag von Hans-Peter Dürr ging. Dieser hervorragende Wissenschaftler wurde wegen seiner zum Teil unkonventionellen Denkweise oft von Esoterikern für ihre Zwecke vereinnahmt. Dagegen bin ich schon zu seinen Lebzeiten vorgegangen, was mir zu tieferen Einsichten in seine Arbeit und sein Leben verhalf.

Und genau darum geht es mir, nicht einfach nur die Meldung zur Kenntnis nehmen, sondern sich damit auseinandersetzen, möglichst mit vielen Diskutanten, zu vielfältigen und fachübergreifenden Themen, die das Kalenderjahr so bietet.


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Jahrestage der Wissenschaft

09.09.2017 um 15:02
Hi Peter,

hab heute eigentlich nicht viel Zeit, wollte dir aber trotzdem schreiben..
Peter0167 schrieb:Ich habe so das Gefühl, dass Vieles nur noch als Selbstverständlichkeit zur Kenntnis genommen wird, und der eigentlichen Leistung, die dahinter steht, kaum noch die verdiente Wertschätzung zuteil wird. Dabei ist das Erinnern so wichtig, einfach mal innehalten, zurückblicken auf das, was erreicht wurde, und Bilanz ziehen
Ich bin ja jetzt erst da wo du schon vor zig Jahren warst. Ich hab angefangen mir dauernd Doku`s von Prof. Lesch und Co
anzusehen (hihi, dauernd ist das Datenvolumen leer) und jetzt erst wird mir bewusst was die Wissenschaft schon alles geleistet
hat und was für große Wissenschaftler das früher waren ! :) . Schade dass ich das nicht schon früher gemacht habe, aber besser
spät als nie!  Prof. Lesch hat es mal so ausgedrückt: Wir wissen nicht alles, aber ganz schön viel ! Naja so ähnlich hab ichs in Erinnerung :D .
Peter0167 schrieb:Ich hatte z.B. vor einiger Zeit einen Beitrag in einem anderen Thread verfasst, wo es um den Todestag von Hans-Peter Dürr ging. Dieser hervorragende Wissenschaftler wurde wegen seiner zum Teil unkonventionellen Denkweise oft von Esoterikern für ihre Zwecke vereinnahmt. Dagegen bin ich schon zu seinen Lebzeiten vorgegangen, was mir zu tieferen Einsichten in seine Arbeit und sein Leben verhalf.
Ich hatte viel Zeit damit verbracht mir Interviews von Prof. Dürr anzuschauen und zu verstehen. Für mich war er auch ein
hervorragender Wissenschaftler der vor allem versucht hat auch Laien etwas verständlich zu machen. Ich hatte und tue ihn
sehr verehren. Auch wenn ich Laie bin und die Quantenmechanik nicht wirklich verstehe (ich hab aber angefangen es zu versuchen ;) )
haben mir seine Erklärungen sehr geholfen, vor allem die Beschreibungen der Wechselwirkungen in der QM (Wirk`s oder
Passierchen. Etwas Wirkt oder passiert wenn es in Wechselwirkung mit dem Universum tritt. Er hat es mit einem auf dem
Kopf stehenden Pendel verglichen. Da ist nicht vorhersehbar wohin das Pendel fällt wenn es in Wechselwirkung tritt.
Ein Pendel — man denke an das Pendel einer großen Schrankuhr — ist ein Gewicht festgemacht am Ende eines Stabes, der an seinem anderen Ende frei bewegbar aufgehängt ist. Wer das Pendel hochhebt, so dass das Gewicht senkrecht über dem Aufhängepunkt des Pendels steht, und dann löslässt, wird feststellen, dass nich vorhersagbar ist, nach welcher Seite es fallen wird — wie bei einer Schiffsschaukel, die am oberen Überschlagspunkt angekommen dort in ihrer Bewegung ganz langsam wird und sich dann aber doch entscheiden muss, da der Lage dort oben keinerlei Stabilität innewohnt. Wohin das Pendel (oder die Schiffsschaukel) dann fällt, hängt davon ab, wie genau beim Stillstehen der Punkt senkrecht über dem Aufhängepunkt erreicht wurde. Je genauer er erreicht wurde, desto größeren Einfluss nehmen aus der Umgebung kommende Kräfte auf die Emtscheidung, wohin das Pendel fallen wird. Zum Beispiel die gravitative Anziehung, die ich als Nächststehender auf das Pendel in Richtung auf mich hin ausübe. Doch auch alles andere im Raum, in dieser Stadt, auf dieser Erde, ja im gesamten Weltall  k a n n  von Bedeutung werden. Das heißt: Am obersten Schwingungspunkt angekommen wird das System praktisch nicht mehr prognostizierbar, da es mit dem gesamten Universum kommuniziert. Das Pendel erreicht dort prinzipiell unbegrenzte Sensibilität und reagiert so auf selbst noch die feinsten äußeren Einflüsse. Dies ist der Chaospunkt des Pendels, der einer Wetterlage gleicht,bei der schon der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Taifun auslösen kann. Mehr noch: Selbst diese Freiheit ist noch denkbar dürftig im Vergleich mit ähnlichen, denn sie lässt sich leicht bis ins Unendliche hin erweitern, wenn wir in den Pendelstab ein, zwei, oder viele naehezu reibungslos arbeitende Kugelgelenke einbauen. Der Pendel wird dann zu einem Mehrfach-Pendel (zu etwas, das wir heute einen Chaos-Pendel nennen). Seine Bewegungen sind erratisch und prinzipiell nicht mehr berechenbar [da die daraus resultierenden Gleichungen aufgrund zahlreicher Singularitäten nicht mehr integrierbar sind]. Dennoch spiegelt solch chaotische Bewegung keineswegs totale Beliebigkeit oder den reinen Zufall wider, sondern ein hochkomplexes Zusammenspiel von Kräften.
Für mich war das ne gute Erklärung und Prof. Zeilinger denkt ja ähnlich in die Richtung und noch viele andere Professoren auf
der Welt und ich glaub es werden immer mehr  :)
Sorry für mein blablabla..

LG Sonni


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Jahrestage der Wissenschaft

09.09.2017 um 16:38
@Sonni1967

Wieso "blabla"? Hier geht es ums Erinnern, und an Hans-Peter Dürr sollte man sich unbedingt erinnern, und wer ihn noch nicht kannte, sollte sich mit ihm befassen.

Sein Credo lautete: Die Zukunft ist offen – alles ist gestaltbar. Und er war einer der gestaltete. 1987, also vor genau 30 Jahren, und damit sind wir auch wieder beim Thema, gründete er den Verein "Global Challenges Network (GCN)" mit dem Ziel, ein globales Netzwerk aufzubauen, welches an Lösungen für Probleme arbeiten soll, die uns selbst und unsere natürliche Umwelt bedrohen.

Die Naturwissenschaften, und speziell die moderne Quantenmechanik sah er als Möglichkeit, unsere Lebenswelt konstruktiv zu gestalten, wobei er eine durch Macht konstruierte Ordnung immer ablehnte, er setzte vielmehr auf eine solidarische Gesellschaft, deren Handeln von Achtsamkeit und Nachhaltigkeit geprägt ist.

Kurz vor seinem Tod sagte er: „Wenn ich sterbe, habe ich kein Bewusstsein mehr, aber das, was ich gedacht habe, ist im Hintergrund aufgehoben. Es hat sich mit dem Weltgeist vermengt, hat das Gesamte als Information beeinflusst und steckt darin.“


DuerrKopie


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Jahrestage der Wissenschaft

20.09.2017 um 14:15
19.09.1867

Das Jahr 1867 gilt als das Jahr, in dem der schwedische Erfinder Alfred Nobel den Grundstock für sein Lebenswerk legte. Genau gestern vor 150 Jahren meldete er in Schweden ein Patent auf das optimierte Herstellungsverfahren eines handhabungssichereren Sprengstoffes auf Basis von Nitroglycerin an. Das eigentliche Produkt (Dynamit) benannte Nobel nach dem altgriechischen Wort dynamis (Kraft).

Einer Legende nach, gelang Nobel der eigentliche Durchbruch erst nach einem zufälligem Vorfall während des Transports von Nitroglycerin. Aus einem undichten Behälter tropfte die Flüssigkeit auf die Ladefläche des Transportwagens, der mit Kieselmehl, oder dem sogenannten Kieselgur gepolstert war. Arbeiter machten dann Nobel auf die entstandene breiartige Masse aufmerksam, und so nahm die Sache ihren Lauf....


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Auf diesem Bild ist Nobel (r) zu sehen, wie er in seiner Fabrik in Krümmel mit einem Gehilfen Dynamitstangen befüllt. Das Grundstück für seine Fabrik, welches ihm von schwedischen Kaufleuten 1865 vermittelt wurde, nachdem die Stadt Hamburg wegen Sicherheitsbedenken den Bau verweigerte, liegt direkt an der Elbe, und ist somit bestens geeignet, da der Transport auf dem Wasserweg bedeutend sicherer war, als über Land.

Im Laufe der Jahre und über mehrere Kriege hinweg, wurde die Fabrik immer weiter ausgebaut. Am Ende umfasste sie mehr als 700 Gebäude, von denen nach dem 2. Weltkrieg die Briten alle noch erhaltenen sprengten. In den 1970er Jahren wurde an dieser Stelle das AKW Krümmel gebaut, welches inzwischen wieder stillgelegt wurde.

Die "Geburt" des Nobelpreises beruht vermutlich auch auf einem Irrtum. Nach dem Tod seines Bruders schrieb die französische Zeitung "Le Figaro" am 15. April 1888 irrtümlich mit Bezug auf Alfred Nobel: "Der Händler des Todes ist gestorben.". Ob es nun der Schock über diese Falschmeldung war, oder seine Zuneigung zur späteren Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner, ist noch nicht gänzlich geklärt. Was jedoch gesichert ist, ist sein Glaube an die Verteidigung des Friedens durch Stärke, u.a. schrieb er in einem seiner Briefe an Bertha von Suttner: "Ich bin für den Frieden, aber Abschreckung ist das Beste", und mit dieser Meinung stand er bei Weitem nicht allein.


AlfredNobel adjusted


Ein Jahr vor seinem Tod verfügte er in seinem Testament, dass nahezu sein gesamtes Vermögen (31,2 Millionen Kronen) in eine Stiftung fließt, welche die Zinserträge jährlich als Preis an Menschen vergeben soll, „die im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht haben“. Und aus meiner Sicht ist das Grund genug, heute an diesen Mann zu erinnern, auch wenn er bei vielen nicht unumstritten ist.


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Jahrestage der Wissenschaft

23.09.2017 um 15:45
Für mich einer der ganz GROSSEN :

Alexander Fleming:
Schottischer Mediziner und Bakteriologe, der Entdecker des Antibiotikums Penicillin..


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Er bemerkte zufällig am 28.09.1928 im Labor in einer seinen Staphylokokken Kulturen hineingeratene Schimmelpilze der
Gattung Penicillum, die eine wachstumshemmende Wirkung auf Bakterien hatten.

Dies kam daher weil einige seiner Proben über die Sommerferien verschimmelt waren (er hatte sie nicht rechtzeitig entsorgt
wegen Urlaub :D)  und stellte anschließend fest dass überall dort, wo sich Schimmel gebildet hatte, die Bakterien abgestorben
waren! Dadurch fand er das "Wundermittel" Penicillin.

Was für ein Glück dass ihm das aufgefallen war !!!!

Am Anfang stand der Zufall oder wie er selbst sagte:
Manchmal findet jemand etwas, wonach er gar nicht gesucht hat.
(Er hat genau hingesehen :) ).

Unzählige Menschen werden und wurden durch ihn und seine Entdeckung  vor dem Tode bewahrt.
Ich hätte als Kind schon den "Löffel abgegeben" wenn es diesen großen Wissenschaftler nicht gegeben hätte und dafür bin
ich sehr dankbar !

LG Sonni


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Jahrestage der Wissenschaft

23.09.2017 um 18:27
@Sonni1967

Ja, die Überleitung von Nobel zu Fleming hast du klasse hinbekommen. In den Geschichten der beiden finden sich viele Parallelen, aber auch Gegensätze.

Zum Einen spielte der Faktor Zufall bei beiden eine entscheidende Rolle, auch wenn das Zitat es nicht ganz richtig beschreibt...
Sonni1967 schrieb:Manchmal findet jemand etwas, wonach er gar nicht gesucht hat.
... denn danach gesucht haben beide, Nobel nach einer Möglichkeit der sicheren Handhabung von Sprengstoff, und Fleming nach einem Impfstoff gegen Infektionskrankheiten. Und beide hatten Glück, dass sie einen Player im eigenen Team hatten, der auf den Namen "Zufall" hört, was die Leistungen jedoch in keiner Weise schmälern soll :D

Am Ende seines Lebens war sich Nobel darüber im Klaren, dass seine Erfindung der Menschheit nicht nur Gutes gebracht hat, sondern auch viel Leid. Mit der Auslobung des nach ihm benannten Preises, wollte er wohl einen Gegenpol aufbauen, daher war es ihm auch so wichtig, diejenigen auszuzeichnen, die durch ihre Entdeckung "den größten Nutzen für die Menschheit" erbracht haben.

Und der Name Alexander Fleming gehört in jedem Fall auf diese Liste, egal wie kurz sie auch wäre. Seine Entdeckung war es, die eine Revolution in der Bekämpfung von Infektionskrankheiten auslöste, und damit unzähligen Menschen das Leben rettete, und ebenso viele vor Amputationen bewahrte.

Hier ist mal ein kompakter Artikel zur Geschichte des Penicillins:

http://www.newsatelier.de/html/penicillin.html

Einen persönlichen Bezug zu Fläming habe ich über meinen Vater schon seit meiner Kindheit. Für ihn war Fleming das Paradebeispiel dafür, dass etwas in unserer Gesellschaft komplett falsch lief. Er hatte es nie hinnehmen wollen, das fast jeder wusste, wer in den Top 10 der Hitparaden gerade aktuell gelistet war, aber so gut wie niemand die wahren Helden der Menschheit kannte. Er stellte zeitlebens vielen scheinbar beiläufig die Frage, wer denn das Penicillin erfunden habe, oft kam dann die Gegenfrage "Was ist Penicillin?". Die wechselnden Protagonisten der Top 10 Listen kannten dagegen die meisten.

Manchmal regte es ihn so sehr auf (innerlich), dass dann Sätze fielen wie "Wenn früher die Gauckler in die Stadt kamen, nahmen die Leute die Wäsche von der Leine, als Ausgleich dafür stahlen sie dann denen die Vorbildrolle, die es eigentlich verdient hätten.". Tja, an diesem Missstand wird sich wohl auf absehbare Zeit auch nichts ändern, selbst wenn ich die "Mission" meines Vaters auch in Threads wie diesem hier fortzusetzen versuche :D

Mein Vater war es übrigens auch, der mich lehrte, immer den historischen Kontext im Blick zu haben, egal um welches Thema es geht. Nicht umsonst bezieht sich bei Wikipedia der erste Abschnitt fast immer auf die Geschichte. Wikipedia sowie as Internet gab es damals nicht für uns, wir waren noch auf Bücher angewiesen. Und genau wie damals, wo wir uns wahllos durch die Bände verschiedener Lexika gearbeitet haben, stöbere ich heute noch gerne in Wikipedia, und lande dank der zahllosen Querverweise bei super spannenden Themen, nach denen ich eigentlich gar nicht gesucht hatte :D. Und wenn ich mich in eine Thematik wie z.B. die ART einarbeite, komme ich nicht daran vorbei, mich auch mit vielen Biographien, sowie den historischen Gegebenheiten dieser Zeit zu beschäftigen. Nur so ist es möglich, umfasende Einblicke in die Thematik zu erhalten. Wer hingegen die aktuelle Top 10 anführt ... keine Ahnung :D

Danke @Sonni1967 , für das rauskitzeln dieser Erinnerungen :D


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Jahrestage der Wissenschaft

23.09.2017 um 18:52
Kleine Ergänzung: Nicht nur mein Vater hat mich diesbezüglich geprägt, sondern auch eine weitere Figur, der ich bereits als Kind extremen Respekt entgegen gebracht habe. Hier die entscheidende Szene:



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Philipp
ehemaliges Mitglied

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Jahrestage der Wissenschaft

25.09.2017 um 17:53
@Peter0167
Gänsehaut Szene. Hab ich damals noch nicht so verstanden, heute weiß ich, wie recht der Mann hatte. Großartige Serie.


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Jahrestage der Wissenschaft

25.09.2017 um 21:21
Sonni1967 schrieb:Er bemerkte zufällig am 28.09.1928 im Labor in einer seinen Staphylokokken Kulturen hineingeratene Schimmelpilze der
Gattung Penicillum, die eine wachstumshemmende Wirkung auf Bakterien hatten.

Dies kam daher weil einige seiner Proben über die Sommerferien verschimmelt waren (er hatte sie nicht rechtzeitig entsorgt
wegen Urlaub :D) und stellte anschließend fest dass überall dort, wo sich Schimmel gebildet hatte, die Bakterien abgestorben
waren! Dadurch fand er das "Wundermittel" Penicillin.

Was für ein Glück dass ihm das aufgefallen war !!!!
Ich finde es immer ein bisschen schade, wenn bei Fleming der Zufall all zu sehr betont wird (@Sonni1967 machst du nicht in deinem Post, aber es kommt vor).
Natürlich ist es Zufall, dass sich ausgerechnet dieser Pilz an der Probe "verfangen" hat. Aber es ist und bleibt die Leistung Flemings, die Probe nicht achtlos weggeworfen zu haben, sondern geistesgegenwärtig das Potential erkannt zu haben von dem, was er da in der Petrischale hatte.


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Jahrestage der Wissenschaft

25.09.2017 um 21:56
@hallo-ho
Ich finde es immer ein bisschen schade, wenn bei Fleming der Zufall all zu sehr betont wird (@Sonni1967 machst du nicht in deinem Post, aber es kommt vor).
Andererseits ist der Zufall in Wissenschaft und Technik viel bedeutender, als man meint. Newtons Gravitationsgesetz, die Vulkanisierung des Kautschuks, das Dynamit, das Penicillin, das Teflon sind alles Erfindungen/Entdeckungen, die durch den Zufall zustande kamen.
Natürlich ist es Zufall, dass sich ausgerechnet dieser Pilz an der Probe "verfangen" hat. Aber es ist und bleibt die Leistung Flemings, die Probe nicht achtlos weggeworfen zu haben, sondern geistesgegenwärtig das Potential erkannt zu haben von dem, was er da in der Petrischale hatte.
So etwas hat Harald Lesch irgendwann einmal in "Alpha Centauri" gesagt: "Entdecker sind Leute, die sehen, was alle sehen, und sich dabei denken, was sich vorher keiner gedacht hat."


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Jahrestage der Wissenschaft

26.09.2017 um 00:22
hallo-ho schrieb: Aber es ist und bleibt die Leistung Flemings, die Probe nicht achtlos weggeworfen zu haben, sondern geistesgegenwärtig das Potential erkannt zu haben von dem, was er da in der Petrischale hatte.
Das meinte ich auch damit:
Was für ein Glück dass ihm das aufgefallen war !!!
Ich meinte damit was für ein Glück für die Menschheit dass so ein großer Wissenschaftler genau hinsah und auch
die wissenschaftlichen Kenntnisse hatte das Gesehene richtig zu deuten!

Anstatt achtlos die Proben im Müll zu entsorgen hatte er sofort erkannt was für ein riesiges Potential da vor ihm lag.
Wie viele würden und wären schon gestorben wenn dieser Wissenschaftler nicht gewesen wäre.
Den meisten Menschen ist das heute garnicht bewusst. Sie bekommen vom Arzt ein Antibiotikum und gut ist es.
Alles selbstverständlich :) .
Früher mussten die Menschen an bakteriellen Erkrankungen elendig sterben aber Dank der Entdeckung von Fleming
ist das heute nicht mehr so und deshalb finde ich gehört er zu den ganz großen der Wissenschaften.
:)


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Jahrestage der Wissenschaft

03.11.2017 um 17:51
02.11.2000

Gestern vor 17 Jahren, also am 02.11.2000, brachte ein Sojus-Raumschiff die erste von bisher 53 Dauerbesatzungen an Board der Raumstation ISS.

1crew
(v.l.) Sergei Krikaljow, William Shepherd und Juri Gidsenko

Wikipedia: ISS-Expedition_1

Zunächst mussten lebenswichtige Systeme wie Wasseraufbereitung, Kohlendioxidabsorber, Küche und die Toilette in Betrieb genommen und getestet werden, bevor man sich wissenschaftlichen Experimenten widmen konnte.

Der unbemannte Aufbau begann aber bereits 2 Jahre zuvor, im November 1998 brachte eine Proton-Rakete das von Russland gebaute Fracht- und Antriebsmodul Sarja in seine Umlaufbahn.

ISS June 1999

Wikipedia: Internationale_Raumstation#Unbemannter_Aufbau

In den folgenden Wochen und Monaten wurde die Station dann immer weiter ausgebaut, und nachdem die ISS-Partner einen weiteren Betrieb bis mindestens 2024 beschlossen haben, wird intensiv weiter geplant. Ende 2017 soll die Station mit dem russischen Labormodul Naúka (MLM) weiter komplettiert werden, und in den nächsten 2 bis 3 Jahren kommen noch weitere 3 Module hinzu.

Hier ist mal eine übersichtliche Auflistung aller bereits installierten, sowie der geplanten Module der ISS:

Wikipedia: Liste_der_ISS-Module

Es gäbe noch so viel mehr über diese einzigartige Station zu sagen, aber das würde hier jeden Rahmen sprengen, darum will ich an dieser Stelle auch nur noch eine Sache erwähnen, über die ich bei meinen Recherchen gestolpert bin. Der Kannadier Chris Hadfield startete im Dezember 2012 mit dem Sojus Raumschiff TMA-07M zur 34. ISS-Expedition, und übernahm dort sogar kurzeitig im Rahmen der ISS-Expedition 35 das Kommando über die ISS, bevor er dann am 14. Mai 2013 wieder zur Erde zurückkehrte.

In dieser Zeit machte Hadfield in verschiedenen Medien mit seinen Nachrichten von der ISS verstärkt auf sich aufmerksam. In einer Live-Schaltung trat William Shatner mit Hadfield als Captain Kirk in Kontak, und selbst Königin Elisabeth sendete ihm eine persönliche Nachricht. Ich wurde auf Hadfield aufmersam, als ich vor einigen Jahren sein Video auf YT sah, in dem er eine Coverversion von David Bowies Space Oddity veröffentlichte...



Mich beeindruckt bei Projekten dieser Größenordnung aber noch etwas ganz anderes. Scheinbar vollkommen losgelöst von politischen Krisen und Spannungen, arbeiten dort unzählige Menschen aus unterschiedlichsten Ländern freundschaftlich an den gemeinsam gesteckten Zielen zusammen, und das (soweitich das beurteilen kann) auch noch erfolgreich. Ich finde, dass kann an einem solchen Jahrestag ruhig mal erwähnt werden.


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Jahrestage der Wissenschaft

28.11.2017 um 16:08
28.11.2000

Heute vor 17 Jahren geschah etwas, was die Welt zwar nicht in ihren Grundfesten erschütterte, aber ich halte es dennoch für erwähnenswert.

Begonnen hat alles vor 90 Jahren in Australien. Thomas Parnell, ein Professor an der Universität von Queensland (Brisbane) bereitete ein Experiment vor, dessen Verlauf über Generationen hinweg Wissenschaftler wie auch Laien gleichermaßen fasziniert. :D

Die Rede ist vom Pechtropfenexperiment. Dieser Langzeitversuch soll ein für alle mal Klarheit über das Fließverhalten von Pech bei Zimmertemperatur bringen. Wie man am Versuchsaufbau sieht, wurden weder Kosten noch Mühen gescheut...

pech

Auch wenn die Fülle an Daten kaum zu überschauen ist, versuche ich trotzdem mal eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse zu erarbeiten:

1927 - Experiment wurde vorbereitet
1930 - Trichter wurde geöffnet
1938 - 1. Tropfen fiel
1947 - 2. Tropfen fiel
1954 - 3. Tropfen fiel
1962 - 4. Tropfen fiel
1970 - 5. Tropfen fiel
1979 - 6. Tropfen fiel
1988 - 7. Tropfen fiel
2000 - 8. Tropfen fiel
2003 - Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde
2014 - 9. Tropfen berührte den 8. Tropfen

Auf Wikipedia kann man auch schon die Ergebnisse einer Analyse der bisherigen Daten bestaunen:

Graph

Wikipedia: Pechtropfenexperiment

Wie gesagt, es handelt sich hier lediglich um Zwischenergebnisse, mit einem endgültigen Ergebnis wird erst gegen Ende des 24. Jhd. gerechnet, wo hoffentlich noch ausgefeiltere Analyseverfahren zur Verfügung stehen werden.

Selbstverständlich ist ein solches Experiment immer wieder Thema in öffentlichen Diskussionen, und auch die führenden Köpfe der Wissenschaft können sich dem nicht entziehen...



Abschließend noch ein persönlicher Eindruck. Ich halte es für ein ausgesprochenes "Pech", dass es in fast 100 Jahren nicht gelungen ist, einen der fallenden Tropfen im entscheidenden Moment zu beobachten.... :D


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Jahrestage der Wissenschaft

28.11.2017 um 16:49
@Peter0167
:-D genial
Das hab ich schon ganz vergessen. Interessant wie unterschiedlich "schnell“ die Tropfen "fallen“ :-)

Danke dass Du daran erinnerst ;-)


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Jahrestage der Wissenschaft

28.11.2017 um 17:26
28.11.1967

Der 28. November scheint sich in der Wissenschaftswelt großer Beliebtheit zu erfreuen, daher hat wohl die britische Radioastronomin Jocelyn Bell sich auch genau diesen Tag ausgesucht, um den ersten Pulsar zu entdecken.

bell

Als Pulsare bezeichnet man Neutronensterne, die aufgrund ihrer hohen Rotationsgeschwindigkeit, sowie einer Abweichung der Rotationsachse von der Symmetrieachse des Magnetfeldes, entlang ihrer Dipolachse Synchrotronstrahlung im Radiobereich emmitieren. Ein Empfänger, welcher sich in einem solchen Strahlungsfeld befindet, würde ein extrem regelmäßiges, immer wiederkehrendes Signal im Sekunden- bis hin zum Millisekundenbereich empfangen.

Diese bis dahin sehr ungewöhnliche Regelmäßigkeit des Signals, war wohl der Grund, dass man in Cambridge (hinter vorgehaltener Hand) anfing über den Ursprung zu spekulieren. Inoffiziell kursierte daher schon die Bezeichnung "LGM-1" (Little Grenn Man), aber als die natürliche Herkunft geklärt war, entschied man sich dann doch für PSR B1919+21. :D

Ich selbst war damals gerade mal 10 Monate alt, ... hab also nicht viel davon mitbekommen. Ich hatte zwar schon einen Verdacht, da mir beim drehen am Regler des VHF-Tuners (auf der Suche nach der Sesamstraße - ARD Kanal 7) immer wieder diese regelmäßigen "Spikes" im Rauschen auffielen, ... hielt es damals aber eher für Anomalien in der kosmischen Hintergrundstrahlung :D


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Jahrestage der Wissenschaft

19.12.2017 um 12:29
19.12.1938

Tja, heute ist mal wieder einer dieser Tage, an denen ich froh bin, diesen Thread erstellt zu haben, denn er gibt mir die Gelegenheit, an ein denkwürdiges Ereignis zu erinnern, welches zu den bedeutendsten in der Geschichte der Naturwissenschaften zählt.

Wo fange ich da am besten an? Im Grunde fand das entscheidende Ereignis sogar 2 Tage zuvor statt, am 17.12.1938. Heute, am 19.12. vor genau 79 Jahren wurde nämlich "nur" ein Brief geschrieben, und zwar vom jüngsten Sohn eines Frankfurter Glasermeisters an die dritte Tochter eines jüdischen Rechtsanwaltes aus Wien. Ob sich der Verfasser des Briefes zu diesem Zeitpunkt bereits über die weitreichende Bedeutung seiner Entdeckung und deren Folgen im Klaren war, ist soweit mir bekannt ist nicht überliefert. Eines geht aus den Zeilen jedoch hervor, die er am späten Abend am Berliner Kaiser-Wilhelm-Institut schrieb, während er auf seinen Mitarbeiter Fritz Straßmann wartete, es war etwas bis dahin gänzlich Neues und Unerwartetes, für das es nur eine "phantastische Erklärung" geben kann.

Hier ein Auszug aus dem Brief:
Es könnte noch ein höchst merkwürdiger Zufall vorliegen. Aber immer mehr kommen wir zu dem schrecklichen Schluß: unsere Radium-Isotope verhalten sich nicht wie Radium, sondern wie Barium. {...} Vielleicht kannst Du irgendeine phantastische Erklärung vorschlagen.


Ich nehme an, spätestens jetzt wissen die wissenschaftlich Interessierten unter euch, von wem die Rede ist. :D

Otto Hahn
Otto Hahn (1938

Nun, die Kernphysik war zu dieser Zeit zwar eine noch recht junge Disziplin, aber man wusste dennoch schon sehr viel. So war z.B. seit den Experimenten von Ernest Rutherford im Jahre 1919 bekannt, dass sich Atomkerne durch Beschuss mit Teilchen verändern ließen. Jedoch unterschieden die entstandenen Elemente sich im Gewicht nur wenig von den ursprünglichen Elementen. Rutherford beschoss damals Stickstoff mit Alphateilchen, und verwandelte diesen in Sauerstoff.

Otto Hahn und Fritz Straßmann gingen dementsprechend auch mit vollkommen anderen Erwartungen an ihre Experimente heran, bei denen sie wie bereits 1934 in den Versuchen von Enrico Fermi, Uran mit thermischen Neutronen beschossen. Gerechnet hatten sie mit etwas, das schwerer als Uran sein sollte, einem sogenannten Transuran. Erhalten haben sie jedoch etwas viel leichteres, von dem sie anfänglich glaubten, es wäre ein Radiumisotop, was sich dann jedoch als Barium entpuppte, ein Element, welches nur etwa halb so schwer wie Uran ist.

Lise Meitner
Lise Meitner (1946)

Die Ergebnisse waren so spektakulär, dass Hahn ihnen zunächst nicht traute. Aus diesem Grund schrieb er auch diesen besagten Brief an Lise Meitner, die zu dieser Zeit bereits im Exil in Stockholm war. In diesem Brief schrieb er "Wir wissen dabei selbst, daß es eigentlich nicht in Ba zerplatzen kann.", und bat sie um eine "phantastische" Erklärung, die dann auch wenige Tage später folgen sollte.

Inzwischen veröffentlichte Hahn seine Ergebnisse als Anhang an einen Aufsatz für die Zeitschrift "Die Naturwissenschaften". Die Ausgabe erschien Anfang Januar 1939.

In einer ersten Antwort vom 21.12.1938 schrieb Meitner:
Mir scheint die Annahme eines so weitgehenden Zerplatzens sehr schwierig, aber wir haben in der Kernphysik so viele Überraschungen erlebt, dass man auf nichts ohne weiteres sagen kann: es ist unmöglich.
... und über die Weihnachtsfeiertage hinweg erarbeitete sie zusammen mit ihrem Neffen Ernst Frisch eine physikalische Erklärung auf der Grundlage des gerade erst entwickelten Tröpfchenmodells des Atomkerns. Erst mit dieser Erklärung wurden die Ergebnisse weltweit bekannt.

Otto Hahn erhielt dafür 1944 den Nobelpreis für Chemie, Lise Meitner, Ernst Frisch und Fritz Straßmann gingen diesbezüglich leer aus.

Otto Hahn Kernspaltung

Dies soll zunächst einmal genügen, auch wenn es noch unendlich viel über dieses Thema zu schreiben gäbe, insbesondere zu Lise Meitner, einer herausragenden Wissenschaftlerin, die sich trotz widrigster Umstände behauptete, und ihren Weg ging. Bei Gelegenheit komme ich ganz sicher noch mal auf sie zurück.


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Jahrestage der Wissenschaft

19.12.2017 um 13:59
Peter0167 schrieb:es war etwas bis dahin gänzlich Neues und Unerwartetes
Kleine Korrektur: so gänzlich "unerwartet" waren die Ergebnisse wohl doch nicht, zumindest nicht für Ida Noddack, eine deutsche Chemikerin, die bereits 1934 die These aufstellte, dass es beim Beschuss schwerer Kerne durch Neutronen zu einem Zerfall in mehrere große Bruchstücke kommen könnte.

ida noddack.jpeg

Wikipedia: Ida_Noddack

Dies wurde jedoch kaum beachtet, da es im Widerspruch zu den üblichen Annahmen dieser Zeit stand. Sie selbst unternahm darauf hin auch keine weiteren Versuche, ihre Hypothese zu überprüfen.

Ida Noddack wurde zwischen 1932 und 1937 zehn mal für den Chemienobelpreis nominiert, erhielt ihn aber nie. Zudem war sie an der Suche und Entdeckung neuer Elemente beteiligt.


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