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Jahrestage der Wissenschaft

204 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Wissenschaftler, Meilensteine, Jahrestage

Jahrestage der Wissenschaft

31.12.2018 um 15:50
@mojorisin
Vielen Dank, finde ich auf jeden Fall erwähnenswert. Fristet quasi das Dasein des mittleren Kindes von dreien, oder? ;)

Dir auch einen guten Rutsch :)

Achja, und das Verbindungsstück zur Nanotechnologie wenn ich nicht irre.


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Jahrestage der Wissenschaft

03.01.2019 um 11:44
03.01.1851

Da es hier im Thread mein erster Beitrag im neuen Jahr ist, zunächst einmal das volle Programm guter Wünsche an unsere kleine aber feine Gemeinschaft. Mögen wir auch im kommenden Jahr das richtige Maß finden, um den Personen und Institutionen gerecht zu werden, die uns tagtäglich mit diesen interessanten, bewegenden, phantastischen und teils unglaublichen Geschichten aus der Welt der Wissenschaft versorgen. Ich wünsche mir auch für das kommende Jahr, dass der Thread weder einschläft, noch überladen wird, und dafür umso mehr in die Tiefe geht, ... also quasi wie bisher :D

So, heute haben wir den dritten Januar, der Tag, an dem wir unserem Zentralgestirn so nahe sind, wie an keinem anderen Tag. Das nennt sich übrigens Perihel, aber darum soll es heute nicht gehen, auch wenn mich diese Information neulich vor einer großen Peinlichkeit bewahrt hätte, wenn ich sie denn gehabt hätte.

Mein Lieblingsprofessor, Harald Lesch, hatte zusammen mit Josef Gassner vor Kurzem auf der Plattform "Urknall, Weltall und das Leben" ein Quiz gestartet, und eine der Fragen bezog sich auf den nächstgelegenen Stern. Und ich weiß noch, wie ich dachte ... ´Haah, ne Fangfrage!´... da wir Prof. Lesch ja alle noch von Alpha Centauri her kannten. Was nämlich weniger bekannt ist, der Stern Alpha Centauri ist Teil eines Dreifachsystems, und da gibt es auch noch Beta Centauri und Proxima Centauri, und wie der Name schon vermuten lässt, ist Proxima Centauri der Stern, der uns am nächsten liegt.

Also setzte ich entsprechend siegessicher mein Kreuz vor Proxima Centauri. Und nachdem ich alles beantwortet hatte, folgte die Ernüchterung auf dem Fuß, ... in Form der richtigen Lösungen :(

Lesch der alte Schlingel hatte doch tatsächlich (von mir unbemerkt) noch unsere gute alte Sonne in die nähere Auswahl mit aufgenommen, deren größere Nähe zu uns noch nicht einmal von meinen speziellen Freunden von der VTler-, Flacherdler- und Kleinhirnler-Fraktion angezweifelt wird. So ist das nun mal im Leben, verzockt ist verzockt, aber trotzdem was gelernt. Das ist eben das Schöne an den Naturwissenschaften, wir lernen aus unseren Fehlern ebenso wie von unseren Erfolgen, oder wie Harald Lesch es einmal sagte: "Wir irren uns empor".


Nun aber endlich zum Thema, der dritte Januar .... was war an diesem Tag so los? Mein Onkel hat an einem 3. Januar Geburtstag, ebenso wie Michael Schumacher, Apple stellte 1983 den ersten Büro-Computer mit Maus vor (Lisa) ... damals ging ich noch zur Schule, wo wir mit Rechenschiebern arbeiteten :D

Heute morgen landeten die Chinesen eine Sonde auf dem Mond, und zwar auf der uns abgewandten Seite. Sie wollen dort einen besonders großen Krater untersuchen, um mehr über die Entstehung der Erde zu erfahren ... und sie wollen dort Kartoffeln anpflanzen (kein Witz!).

In Frankreich geht ein Physiker in seinen Keller und führt einen Versuch durch, der auf den ersten Blick an eine Séance erinnert, in der Geister beschworen werden ...

Foucault pendulum animated
DemonDeLuxe (Dominique Toussaint) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], from Wikimedia Commons

Aber normalerweise ist das doch eher was für durchgeknallte Teenies, Neo-Schamanen und alte Hexen ... wieso pendelt da ein gestandener Physiker?

Schauen wir uns den Mann doch mal etwas genauer an. Die Rede ist von Jean Bernard Léon Foucault, dem Sohn eines Verlegers aus Paris. Fleiß und Betragen zählten nicht zu seinen Stärken, weshalb seine Ausbildung auch einem Privatlehrer überlassen wurde, nachdem ihm nahegelegt wurde, die Schule zu verlassen. Auch sein Medizinstudium brach er ab, aber diesmal aus anderen Gründen. Der Ekel beim Sezieren stellte eine unüberwindliche Hürde für ihn dar.

220px-Foucault
http://www-obs.cnrs-mrs.fr/tricent/astronomes/foucault.htm

Die Physik bot ihm letztlich einen Ausweg, da Obduktionen hier keine signifikante Rolle spielen. Man zertrümmert zwar auch schon mal alles mögliche an Materie und begutachtet hinterher die Sauerei, aber zumindest fristeten die Probekörper auch schon vor dem Experiment ein lebloses Dasein. :D

Bemerkenswert ist aus meiner Sicht, dass er kein Universitätsstudium absolvierte, sondern den autodidaktischen Weg einschlug. Seit den 1840er Jahren arbeitete er an verschiedenen Projekten, aber richtig bekannt wurde er durch ein Experiment, welches bereits 1661 vom italienischen Mathematiker und Physiker Vincenzo Viviani durchgeführt wurde, einem ehemaligen Mitarbeiter von Galileo Galilei.

Viviani standen zu dieser Zeit leider noch nicht die Mittel zur Verfügung, die eine korekte Interpretation der Ergebnisse zuließen, daher deutete er die Ablenkung als eine Art Störung. Mit einer Änderung im Versuchsaufbau auch beseitigte.

220px-Vincenzo Viviani.jpeg
http://www.niceartgallery.com/Domenico-Tempesti/Portrait-of-Vincenzo-Viviani-1622-1703-c1690.html

So blieb es letztlich Foucault vorbehalten, die richtigen Schlüsse zu ziehen, und mit dem Pendel-Experiment von 1851 der Welt einen Beleg für die Erdrotation zu liefern. Tja liebe Flacherdler, heute ist ein rabenschwarzer Tag für eure abstruse Idee, die Erde wäre eine Scheibe. Bei mir im Skatverein würde man sagen, ... ein verdammt schlechtes Blatt!

Die Wahrscheinlichkeit einer flachen Erde ist um Größenordnungen geringer, als die Chance, einen Null ouvert mit drei blanken Assen zu gewinnen. Sucht euch besser Themen aus Politik und Gesellschaft, da holt ihr euch zwar auch ne blutige Nase, aber geht nicht gleich in der ersten Runde k.o. ... wie gegen die Physik :D


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Jahrestage der Wissenschaft

08.01.2019 um 20:54
08.01.1942

Heute wäre Stephen Hawking 77 Jahre alt geworden.

Stephen-Hawking-865x487

Das Licht der Welt erblickte er am 300. Todestag Galileo Galilei´s, am 14.03. des letzten Jahres ging er von uns, am Geburtstag Albert Einsteins.

An ihn erinnern möchte ich heute mit zwei Zitaten, die viel über diesen außergewöhnlichen Menschen aussagen ...
Auch wenn ich mich nicht bewegen kann und ich durch einen Computer sprechen muss, in meinem Kopf bin ich frei.
Schaut zu den Sternen und nicht hinab auf Eure Füße. (...) Seid neugierig, und wie schwer auch immer das Leben scheinen mag, so gibt es doch immer etwas, das ihr tun und worin ihr erfolgreich sein könnt. Es kommt darauf an, nicht aufzugeben.


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Jahrestage der Wissenschaft

09.01.2019 um 11:53
Ergänzend zum gestrigen Beitrag möchte ich hier noch eine Sache aus dem Leben Stephen Hawkings erzählen, die vielleicht nicht so bekannt ist, wie seine zahlreichen wissenschaftlichen Errungenschaften, zumindest war es mir bisher nicht bekannt.

Aus der Ehe mit seiner ersten Frau Jane gingen 3 Kinder hervor. Seine beiden Söhne Robert (1967) und Timmy (1979), sowie seine Tochter Lucy (1969). Lucy studierte in Oxford russische und französische Literatur, anschließend absolvierte sie noch ein Journalistikstudium in London, wo sie auch beschloss, sich der Schriftstellerei zu widmen.

schule-hawking

Nachdem ihre ersten beiden Romane erschienen waren, arbeitete sie zusammen mit ihrem Vater an dem Kinderbuch "Der geheime Schlüssel zum Universum", welches 2007 erschien. Darin geht es um die aufregenden Abenteuer des Jungen George, des Wissenschaftlers Eric, seiner Tochter Annie sowie deren intelligenten Computer Cosmos. Hier eine Leseprobe:

https://www.randomhouse.de/leseprobe/Der-geheime-Schluessel-zum-Universum/leseprobe_9783570219539.pdf

Später folgen dann noch weitere Bücher, u.a. "Die unglaubliche Reise ins Universum" und "George and the Big Bang", in denen Kindern die Phänomene des Weltalls vermittelt wurden und werden. Wie ich finde ein unschätzbarer Beitrag, von dem wir alle noch lange Zeit profitieren werden.

Wissen sollte nicht nur für eine priviligierte Minderheit zur Verfügung stehen, Wissen ist vielmehr ein Allgemeingut, und sollte auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich sein, angefangen bei den Kindern. Lucy und Stephen Hawking haben einen großen Teil dazu beigetragen, dass wir heute diese Möglichkeit haben, sie zu nutzen liegt jedoch bei uns.


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