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Eine Frage an die Wissenschaftler

136 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Teleskop ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Eine Frage an die Wissenschaftler

04.11.2019 um 14:01
Zitat von delta.mdelta.m schrieb:Ok, also können wir diese Aussage:

delta.m schrieb:
Die Zeitdilatation fällt in allen Inertialsystemen symmetrisch aus:
Jeder misst, dass die Uhr des jeweils anderen langsamer läuft als seine eigene.

Deiner Meinung nach für dieses Gedankenexperiment nicht verwenden bzw. sie ist nicht relevant???
Angesichts dessen, daß die Beobachtung von blauverschobenem Licht eine Tatsache ist: ja, für dieses Gedankenexperiment ist das nicht relevant und das
Zitat von delta.mdelta.m schrieb:Jeder misst, dass die Uhr des jeweils anderen langsamer läuft als seine eigene.
ist schlicht falsch. Hier jedenfalls, wo nachweislich der Dopplereffekt hinzukommt. Ohne (nennenswerte) Radialgeschwindigkeiten sieht das anders aus. Allerdings auch nur dann, wenn jeder Beobachter dauerhaft in seinem Bezugssystem bleibt. Beim Reisen von der Erde zum fernen Planeten und dann wieder zurück wird vom Reisenden das Bezugssystem aber dreimal geändert. Auch das spielt ne Rolle...


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04.11.2019 um 14:15
@delta.m
Zitat von delta.mdelta.m schrieb:Die Zeitdilatation fällt in allen Inertialsystemen symmetrisch aus:
Jeder misst, dass die Uhr des jeweils anderen langsamer läuft als seine eigene.
Die Aussage stimmt solange sich keiner von beiden in einer Beschleunigungsphase befindet (sonst handelt es sich auch nicht mehr um Inertialsysteme). Dann sieht man die Uhr des jeweils anderen langsamer gehen.

Grund: die eigene Uhr ruht und die andere ist bewegt und bewegte Uhren gehen langsamer.

Die Formel wie ein ruhender Beobachter S eine bewegte Uhr S', die sich mit der Relativgeschwindigkeit v bewegt, misst ist gegeben durch:

t' = t \sqrt{1-\frac{v^2}{c^2}}


Dabei sieht man das t' > t, das heißt die bewegte Uhr S' zeigt immer eine gößere Zeit an; einfach gesagt: bewegte Uhren gehen langsamer.

Das ist auch unabhängig davon ob sich zwei Objekte aufeinander zu bewegen oder voneinander entfernen. An der Formel sieht man das daran das die Geschwindigkeit quadratisch eingeht, d.h. auch für negative Geschwindigkeiten (v < 0) gilt t' > t.


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04.11.2019 um 14:33
@perttivalkonen
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Dopplereffekt eben. Daß bewegte Uhren via Dopplereffekt schneller ticken können, wissen wir schließlich darüber, daß wir ferne Sterne mit blauverschobenem Licht sehen können.
Das ist falsch. Der blauverschobene Dopplereffekt hat nichts mit Zeitdilatation zu tun.

Blauverschobenes Licht hat seine Ursache ausschließlich in der Relativgeschwindigkeit, sprich in der Stauchung der Wellenlängen. Das Argument müsste sonst auch für Schallwellen gelten, deren Frequenzen sich schon bei kleinen Geschwindigkeiten drastisch ändert, die Uhren aber trotzdem gleichschnell gehen

Es gibt hingegen den transversalen Dopplereffekt und dessen Ursache ist ausschließlich Zeitdilatation. Da bewegte Uhren immer langsamer gehen führt der transversale Dopplereffekt immer zu einer Rotverschiebung.
Wikipedia: Doppler-Effekt#Transversaler Doppler-Effekt

Bei relativistiscen Geschwindigkeiten bekommte man eine Überlagerung von "herkömmlichen" Dopplereffekt und einer zusätzlichen Rotverschiebung aufgrund von Zeitdilatation.
Wikipedia: Doppler-Effekt#Doppler-Effekt bei beliebigem Winkel


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04.11.2019 um 14:38
@pluss
@perttivalkonen
@mojorisin

Danke euch für die Antworten.

Der "Zeitraffer" (ob ja oder nein) ist mir immer noch nicht ganz klar.

Muß mir das erst mal alles neu sortieren :)


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Eine Frage an die Wissenschaftler

04.11.2019 um 14:58
@delta.m
Zitat von delta.mdelta.m schrieb:Der "Zeitraffer" (ob ja oder nein) ist mir immer noch nicht ganz klar.
Die Frage im Eingangsbeispiel lässt sich auf folgende Frage umformulieren: Was passiert wenn wir zwei Uhren aus unterschiedlichen Inertialsystemen zusammenbringen? Beide können ja nicht gegenseitig nachgehen, das wäre paradox.

Um zwei Uhren zusammenzubringen muss mindestens eine der Uhren beschleunigt werden. Eine Beschleungung ist, wie du gesagt hast asymmetrisch und nicht relativ. Nur die Uhr die beschleunigt wird erfährt eine Zeitdilatation.

Wenn du z.B. beschleunigst spürst du das du es bist der beschleunigst und nicht deine Umgebung. Daher siehst du die Uhren der Umgebung schneller gehen nud die Umgebung sineht deine Uhr langsamer gehen. Das heißt dieser Effekt ist nicht symmetrisch.

Wikipedia: Zeitdilatation#Zeitdilatation durch reine Beschleunigung

Vielleicht hilft dir aber auch eine Analogie: Beim Beschleunigen wechselt man das Inertialsystem bzw. das Koordinatensystem. Das ist so ähnlich wie wenn man seinen Blickwinkel ändert. Stellt die vor du blickst auf einen Quader der von vorne quadratisch aussieht von der Seite aber rechtekig. Zuerst blickst du von vorne drauf. Willst du von der Seite drauf schauen muss du dich zur Seite bewegen, quasi eine Koordinatentransforamtion durchführen.


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Eine Frage an die Wissenschaftler

04.11.2019 um 15:46
@h3nk3r85
Zitat von h3nk3r85h3nk3r85 schrieb:Da wir ja von der Erde aus 20 Jahre zurück geschaut haben wie verhält es sich im Raumschiff, sehen wir es dann in einen Zeitraffer? Also schneller?
Du kannst dir das so vorstellen das Erde und der andere Planet zueinander ruhen. Wenn wir von der Erde zu diesem Planeten wollen, müssen wir uns zwangsläufig bewegen. Da wir zuerst auf der Erde ruhen, müssen wir beschleunigen um in Bewegung zu kommen können uns dann eine Weile treiben lassen und müssen dann abbremsen damit wir nicht auf den anderen Planten crashen. Diese Beschleunigungsphasen führen dazu das man bei der Reise von der Erde zum anderen Planeten Inertialssystemwechsel vornehmen muss die aus Sicht des Reisenden zu den "Zeitraffereffekten" führen.

Mehr Details findest du hier:

Visualisierung relativistische Geschwindigkeiten:
https://www.tempolimit-lichtgeschwindigkeit.de/ueberblick/ueberblick1.html

Vertiefung Zwillingsparadoxon:
http://www.einstein-online.info/vertiefung/Zwillinge@set_language=de.html

Das wichtigste: Eine Analogie warum der daheimgebliebene Zwilling schneller altert:
http://www.einstein-online.info/vertiefung/ZwillingeWanderer@set_language=de.html


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04.11.2019 um 15:53
Zitat von mojorisinmojorisin schrieb:Das ist falsch. Der blauverschobene Dopplereffekt hat nichts mit Zeitdilatation zu tun.
Ähm, ja? Aber wie kommst Du darauf, ich hätte irgendwo was geschrieben, er hätte was damit zu tun?

Bitte lies nochmal, was ich geschrieben habe, diesmal ordentlich, danke.
Zitat von mojorisinmojorisin schrieb:Es gibt hingegen den transversalen Dopplereffekt und dessen Ursache ist ausschließlich Zeitdilatation.
Hier gings aber darum, auf ein weit entferntes Objekt zuzufliegen, und ob man das dabei nun im Zeitraffer sieht oder nicht. Und dafür ist nun mal der Dopplereffekt zuständig, nicht die Dilatation der Zeit. Also auch nicht der transversale Dopplereffekt.

Auf Planet A und auf Planet B sind zwei Uhren, die vom je anderen Planeten gesehen werden können. Je ein Beobachter A' und B' steht auf beiden Planeten. Beobachter A' stellt seine Armbanduhr nach der Uhr B''. Nun fliegt Beobachter A' von Planet A nach Planet B mit der Uhrzeit B'' auf seiner Armbanduhr. Wenn er nach vier Jahren und einer Stunde Flugzeit für vier Lichtjahre Distanz auf B ankommt, wird für ihn nur eine sehr kurze Zeit vergangen sein. Schaut er auf seine Uhr, sieht er diese kurze Zeit. Schaut er auf die Uhr B'', sieht er acht Jahre und eine Stunde vergangen. Schaut er nun zurück nach Planet A und auf die dortige Uhr A'', sieht er diese nur um eine Stunde vorangeschritten gegenüber dem Zeitpunkt seines Startes.

An diesem Ergebnis der Uhrstände ist nicht zu rütteln, da ändert auch kein Bezugssystemwechsel und keine Dilatation was. Und es läßt sich auch nicht behaupten, daß der Reisende von A nach B fliegt, dabei die ganze Zeit auf die Uhr B'' starrt und diese während der ganzen Zeit langsamer ticken sieht als seine eigene Uhr. Wo in diesem Szenario soll die Uhr BB' denn plötzlich die acht Jahre überspringen, ohne daß dies bei kontinuierlicher Beobachtung zu sehen wäre?

Es geht um "was wird beobachtet in dem Szenario des hiesigen Threads", und da wird nun mal ein Schnellerticken der Uhr beobachtet.
Zitat von mojorisinmojorisin schrieb:Vielleicht hilft dir aber auch eine Analogie: Beim Beschleunigen wechselt man das Inertialsystem bzw. das Koordinatensystem. Das ist so ähnlich wie wenn man seinen Blickwinkel ändert.
Das Beschleunigen und damit Verändern des Bezugssystems erklärt ja einiges. Aber wenn wir einen blauverschoben leuchtenden Stern beobachten, dann tickt dessen Uhr nun mal für unser Bezugssystem schneller (und unsere Uhr für den), ohne daß da für eine Geschwindigkeitsänderung während des Beobachtens stattfindet.

Zwei Objekte ruhen je in ihrem Bezugssystem, aber das je andere Objekt bewegt sich dem gegenüber, und zwar: es nähert sich. Effekt: Die beobachtete sich bewegende Uhr tickt schneller für den ruhenden Beobachter. Dopplereffekt. Ganz ohne Bezugssystemänderung.


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04.11.2019 um 16:49
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Das Beschleunigen und damit Verändern des Bezugssystems erklärt ja einiges. Aber wenn wir einen blauverschoben leuchtenden Stern beobachten, dann tickt dessen Uhr nun mal für unser Bezugssystem schneller (und unsere Uhr für den), ohne daß da für eine Geschwindigkeitsänderung während des Beobachtens stattfindet.
Es macht es für Dich also einen Unterschied, in welche Richtung eine Uhr mit hoher Geschwindigkeit fliegt? Fliegt sie auf uns zu, ticken die Uhren (entgegen der Relativitätstheorie!) schneller? Was ist wenn die Uhr von uns wegfliegt und was wenn sie sich seitlich zu uns bewegt?


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04.11.2019 um 17:10
@perttivalkonen
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Ähm, ja? Aber wie kommst Du darauf, ich hätte irgendwo was geschrieben, er hätte was damit zu tun?
Daher:
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:delta.m schrieb:
Diese Deine Aussage passt aber nicht ganz mit der Tatsache zusammen,
dass bewegte Uhren aus Sicht eines ruhenden Beobachters langsamer gehen.

Schau Dir nen blauverschobenen Stern an. Das ist ne Tatsache. Ich schrieb extra vom Dopplereffekt.
Ich denke darauf basiert auch das Missverständnis zwischen dir und @delta.m.

@delta.m
@Weide

Ich versuche das hier nochmal klarzustellen. Anhand der Frequenz des Lichtes können wir bei relativistischen Geschwindigkeiten zwei Effekten gut untersuchen:

1. Der "herkömmliche" Doppler-Effekt, d.h. Die Frequenzen des Liches werden erhöht oder erniedrigt je nach dem ob sich die Quelle entfernt (Frequenz wird kleiner --> rotverschoben) oder nähert (Frequenz wird größer --> blauverschoben)

2. Der "transversale Doppler-Effekt": Die Frequenzen des ausgesandten Lichtes werden rotverschoben wahrgenommen. Ursache: Die Zeitdilatation

Die Frequenz des Lichtes das ein Beobachter sieht ist immer das Resultat beider Effekte, das heißt die Laufzeit von Uhren wie sie gemessen werden hängt ab von dem "herkömmlichen" Dopplereffekt und dem transversalen Dopplereffekt.

-->Wenn wir uns direkt auf eine Quelle zu bewegen überwiegt immer der "herkömmliche" Anteil, die Frequenz ist blauverschoben, gehen schneller.
--> Bewegen wir uns von einer Quelle weg überwiegt natürlich der rote Anteil da beide Dopplereffekte eine Rotverschiebung produzieren.


Fun Fact: Es gibt nun eine Winkel bei dem sich beide Effekte aufheben und die relative bewegte Uhr genau gleich schnell zu gehen scheint, sprich die beiden Dopplerverschiebungen sich gegenseitig aufheben. Mehr Details:

Wikipedia: Doppler-Effekt#Doppler-Effekt bei beliebigem Winkel


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04.11.2019 um 19:38
@mojorisin
Danke für Deine Ausführungen und die Klärung sämtlicher Missverständnisse und Fehlinterpretationen hier. Mir ist das einigermaßen klar. Ich hatte allerdings ein paar Seiten zuvor die quadratische Komponente übersehen und ging fälschlicherweise davon aus, dass sich Dopplereffekt und Zeitdilatation aufheben, wenn ein Objekt direkt auf uns zufliegt.

Was beim Beschleunigen und Abbremsen genau passiert, ist mir allerdings nach wie vor rätselhaft ;-)


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04.11.2019 um 22:48
Zitat von WeideWeide schrieb:Es macht es für Dich also einen Unterschied, in welche Richtung eine Uhr mit hoher Geschwindigkeit fliegt? Fliegt sie auf uns zu, ticken die Uhren (entgegen der Relativitätstheorie!) schneller? Was ist wenn die Uhr von uns wegfliegt und was wenn sie sich seitlich zu uns bewegt?
Wie schnell die Uhren aufgrund dieser Relativität tickt, ist eine Sache, zu der mich mich schlicht nicht geäußert habe - außer, daß dieser Effekt von dem Dopplereffekt überlagert wird und deswegen irrelevant ist für die Frage in diesem Thread.
Zitat von mojorisinmojorisin schrieb:@perttivalkonen

perttivalkonen schrieb:
Ähm, ja? Aber wie kommst Du darauf, ich hätte irgendwo was geschrieben, er hätte was damit zu tun?

Daher:

perttivalkonen schrieb:
delta.m schrieb:
Diese Deine Aussage passt aber nicht ganz mit der Tatsache zusammen,
dass bewegte Uhren aus Sicht eines ruhenden Beobachters langsamer gehen.

Schau Dir nen blauverschobenen Stern an. Das ist ne Tatsache. Ich schrieb extra vom Dopplereffekt.

Ich denke darauf basiert auch das Missverständnis zwischen dir und @delta.m.
Nochmals: Wie kommst Du darauf, ich hätte irgendwo geschrieben, der blauverschobene Dopplereffekt hätte irgendwas mit Zeitdilatation zu tun?

Das Mißverständnis scheint ganz Dein Part zu sein.

Was Du dann an delta.m und Weide schreibst, ist zwar alles richtig, aber für die hiesige Threadfragestellung irrelevant, da es um ein direktes Zufliegen auf den Zielplaneten geht. Hier nun tickt die Uhr schneller - dank Dopplereffekt. Dank longitudinalem Doppler-Effekt.


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05.11.2019 um 00:18
@perttivalkonen
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Nochmals: Wie kommst Du darauf, ich hätte irgendwo geschrieben, der blauverschobene Dopplereffekt hätte irgendwas mit Zeitdilatation zu tun?
Da du auf den Einwand, das Uhren langsamer gehen, den blauverschobenen Stern als Tatsache vorgebracht hast. Dies hat zu einem Mißverständnis geführt das jetzt geklärt ist.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Was Du dann an delta.m und Weide schreibst, ist zwar alles richtig, aber für die hiesige Threadfragestellung irrelevant, da es um ein direktes Zufliegen auf den Zielplaneten geht. Hier nun tickt die Uhr schneller - dank Dopplereffekt. Dank longitudinalem Doppler-Effekt.
Natürlich ist das ist relevant. Schließlich ging es im Thread relatoiv schnell um dir Frage wenn die Reise bei 0,5 c stattfindet. Es ist richtig das man den Planeten beim zuflliegen im Zeitraffer sieht. Trotzdem macht es Sinn den Effekt den Zeitdilatation getrennt zu betrachten, um zu verstehen warum die Reise für den im Raumschiff kürzer dauert als für die Planetenbewohner.

Hier ist ein Video das eine reltivistische Reise mehrmals unter Hinzunahme verschiedener Effekte simuliert:

Youtube: Relativistic Views
Relativistic Views


Außerdem wurde noch nicht erwähnt, das ein Beobachter im Raumschiff die Distanz von sich zum Planeten schrumpfen sehen würde, wenn er beschleunigt.


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05.11.2019 um 01:40
Zitat von mojorisinmojorisin schrieb:Da du auf den Einwand, das Uhren langsamer gehen, den blauverschobenen Stern als Tatsache vorgebracht hast. Dies hat zu einem Mißverständnis geführt das jetzt geklärt ist.
Das hat zu keinem Mißverständnis geführt, das hast Du ganz alleine da mit eingebracht. Es war nicht unsauber oder sonst wie mißverständlich formuliert.

Die Threadfrage läßt sich komplett ohne RT, Dilatation, transversalen Dopplereffekt beantworten. Aber manche können halt nicht anders, gleich mit sowas anzukommen, ob es nun zur Sache paßt oder nicht. Und manche denken, auch gegebene Antworten müßten dieses Zeuchs gleich mitgemeint haben.
Zitat von mojorisinmojorisin schrieb:Natürlich ist das ist relevant. Schließlich ging es im Thread relatoiv schnell um dir Frage wenn die Reise bei 0,5 c stattfindet.
So ein Schwachfug! Nur weil bei 0,5c auch relativistische Effekte auftreten, ist deren Berücksichtigung dennoch nicht die Bohne vonnöten, die Fragestellung des TE zu beantworten.

Manchmal reicht aber auch der sehr ferne Beobachter und simple euklidische Metrik zum Aufklären.
Zitat von mojorisinmojorisin schrieb:Trotzdem macht es Sinn den Effekt den Zeitdilatation getrennt zu betrachten, um zu verstehen warum die Reise für den im Raumschiff kürzer dauert als für die Planetenbewohner.
Eben nicht! Es ging doch überhaupt nicht um die Dauer der Reise, sondern um
Zitat von h3nk3r85h3nk3r85 schrieb:wie verhält es sich im Raumschiff, sehen wir es dann in einen Zeitraffer?
Und da reicht ein simples: Ja, sehen wir.

Klar kann man jetzt noch auf den relativistischen Effekt hinweisen, daß der Reisende seine Reisezeit kürzer erlebt als ein ferner (seitlicher) Beobachter (oder daß de Reisende bei Hin- wie Rückflug weniger Zeit erlebt als ein auf der Erde Gebliebener). Was darauf hinausläuft, daß der Zeitraffer nur noch schneller abläuft beim Hinflug. Aber das hatte ich ja schon längst angesprochen.

Und es ändert nichts an der eigentlichen Antwort.
Zitat von mojorisinmojorisin schrieb:Außerdem wurde noch nicht erwähnt, das ein Beobachter im Raumschiff die Distanz von sich zum Planeten schrumpfen sehen würde, wenn er beschleunigt.
Zwar nicht relevant für die Beantwortung der Threadfrage, aber natürlich ne sicherlich für manchen interessante Zusatzinfo. Könnten wir nun auch noch ansprechen, daß Objekte, an denen man so schnell vorbeifliegt, verzerrt wahrgenommen werden; ein Würfel sähe nicht wie ein Würfel aus und so.


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05.11.2019 um 06:23
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Und da reicht ein simples: Ja, sehen wir.
Danke für die Bestätigung! Genau so habe ich es mir auch vorgestellt, ich weiß dass wir sowas nicht sehen können, es ging mir hauptsächlich nur um die Theorie, man könnte auch sagen "Licht ist Zeit" (=

Danke auch an die anderen die sich damit beschäftigt haben


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05.11.2019 um 09:20
Zitat von h3nk3r85h3nk3r85 schrieb:man könnte auch sagen "Licht ist Zeit" (=
???


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06.11.2019 um 14:04
Zitat von h3nk3r85h3nk3r85 schrieb:man könnte auch sagen "Licht ist Zeit" (=
Unglücklich ausgedrückt, aber ja könnte man in dieser Denkweise so sagen (als nicht wissenschaftlich).
Zur Vereinfachung: Licht ist eine Information die sich eben mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnt. Stelle es dir so vor, als sei es ein Stapel von Diabildern die zusammengesetzt hintereinender einen Film ergeben. Diese Diabilder bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit.
Diese Diabilder fliegen nun mit Lichtgeschwindigkeit auf dich als unbewegte Person zu - du siehst den Film in richtiger Geschwindigkeit, so wie er auch abgesendet wurde.
Nun bewegst du dich von den Diabildern weg
(Du <-- Diabilder <------ ) , siehst du den Film langsamer
(Du Siehst so <---- anstatt <------ )
Bewegst du dich dahingegen auf die Diabilderabfolge zu
(Du --> Diabilder <------ ), läuft der Film schneller
(Du Siehst so <-------- anstatt <------ ).

Vollkommen ungeachtet von relativistischen Effekten deiner Bewegung.


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06.11.2019 um 18:51
Ich will auch mal was, stellen wir uns einen Planeten in 100 LJ vor, wir sitzen in unserem tollen Raumschiff mit WARP-Antrieb, in einer Umlaufbahn um die Erde, mit einem Superteleskop sehen wir was auf dem Planeten so vor 100 Jahren abgegangen ist.

Nun fliegen wir hin, Reise dauert 1 Jahr. Wir werden sicher nicht 100 Jahre in der Vergangenheit ankommen, wir fliegen dem Licht der letzten 100 Jahre entgegen. Klar werden wir dann alles in Zeitraffer sehen, bis wir da und dann in der "Zukunft" angekommen sind.

Das kann man sich auch ganz einfach logisch erklären, wenn dem nicht so wäre, müsste man ja 100 Jahre in der Vergangenheit ankommen.


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06.11.2019 um 19:06
Nun war ich eben schneller als c, aber auch langsamer sieht man natürlich alles schneller laufen, wenn man auf den Planeten zufliegt. Selbst ohne relativistische Effekte wie die Zeitdilatation. Durch die erhöht sich der Effekt aber noch, denn wenn man fast mit c fliegt, kann man die 100 LJ auch eben mal in ein paar Tagen abreißen, also Eigenzeit, auf dem Planeten vergehen natürlich mindestens die 100 Jahre, da man ja nur mit fast c fliegt.

Fliegt man nun schneller als mit c, dann wird es lustig, wenn man die relativistischen Effekte dazu nimmt, denn dann macht man noch was wie eine Zeitreise. Aber eventuell will @mojorisin da mal was ... :D


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06.11.2019 um 21:00
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Und selbstverständlich würde der Raumfahrer, wenn er beim Flug zum fernen Stern ständig auf die ferne Planetenuhr blickt, sehen können, daß die Uhr viel schneller tickt.
Hieße das nicht aber, dass die Photonen welche auf die Netzhaut des Raumfahrers treffen, dies dann mit Überlichtgeschwindigkeit tun?

Also z.B. fliegt der Raumfahrer mit 0,5c Richtung Planet mit Uhr.
Die Uhrenphotonen haben 1C drauf + die 0,5 C des Astronauten = 1,5C Effektivgeschwindigkeit auf die Netzhaut.

Ist es denn nicht so, dass wenn ich auf einem Zug stehe der mit 0,5 C fährt und ich eine Taschenlampe in Fahrtrichtung
einschalte, das Licht der Taschenlampe dennoch "nur" mit 1x C unterwegens ist?


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06.11.2019 um 21:46
Zitat von RogerHoustonRogerHouston schrieb:Hieße das nicht aber, dass die Photonen welche auf die Netzhaut des Raumfahrers treffen, dies dann mit Überlichtgeschwindigkeit tun?
Nein, die treffen weiterhin mit Lichtgeschwindigkeit auf - Wunder der Relativitätstheorie! Licht kommt bei jedem mit v=c an, nicht schneller, nicht langsamer.

Allerdings treffen die Photonen / trifft das Licht durchaus höherenergetisch auf, kurzwelliger. Da sollte man also nur mit ner echt fetten Brille in Fahrtrichtung schauen, weil: Röntgen- und Gammastrahlung zuhauf!

Also:

Raumfahrer von A nach B mit v=c versus Licht von B nach A mit v=c und Wellenlänge X. Das Licht trifft nicht mit v=2c auf den Raumfahrer auf, sondern mit v=c, aber mit Wellenlänge 1/2 X (also mit doppelt so vielen Wellenbergen pro Sekunde).

Wird noch schlimmer, da die die Reise eines fast lichtschnellen Piloten, die für jeden anderen Beobachter sagenwirmal ein Jahr dauert, für den Piloten selbst nur sagenwirmal eine Stunde dauert. Der Typ bekommt also Licht mit der Wellenlänge 1/(2x24x365) X ins Auge. 1/17.520 X Wellenlänge! Stinknormales Licht ist damit so kurzwellig, das kommt als Röntgenstrahlung an. Energetisch starke UV-Strahlung würde zu Gammastrahlung.


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