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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

46.587 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Evolution, Schöpfung, Biologie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

30.12.2025 um 17:24
@all

Ich möchte auf einen offensichtlichen Widerspruch zwischen Forumsregeln für die Rubrik Wissenschaft und diesem Thread hinweisen. Denn die Regeln besagen unter anderem:
- Glaube ist kein wissenschaftliches Argument und wird daher nicht akzeptiert. Religiöse/ spirituelle und esoterische Ansätze haben hier nichts verloren. Diese können in den dafür vorgesehenen Rubriken diskutiert werden. Sollten sich solche Diskussionen störend auswirken, wird die Moderation eingreifen und entsprechend reagieren.
Was wäre denn Intelligent Design anderes als
Religiöse/ spirituelle und esoterische Ansätze.
Somit haben dessen Vertreter in der Rubrik Wissenschaft von Anfang an nichts zu suchen, obwohl ich durchaus der Überzeugung bin, dass es (Intelligent Design) durchaus wissenschaftlich ist.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

30.12.2025 um 17:29
Zitat von Jedi-MaximusJedi-Maximus schrieb:Was wäre denn Intelligent Design anderes als
Religiöse/ spirituelle und esoterische Ansätze
Nichts.
Zitat von Jedi-MaximusJedi-Maximus schrieb:... obwohl ich durchaus der Überzeugung bin, dass es (Intelligent Design) durchaus wissenschaftlich ist.
Der Glaube ist bei ID-Vertretern gar nicht mal so selten.
Hier wirds ganz einfach erklärt

Youtube: Robin Ince on Creationism
Robin Ince on Creationism
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

30.12.2025 um 19:22
Zitat von emanonemanon schrieb:Hier wirds ganz einfach erklärt
Hier ebenso:
Zusammenfassung


Nichtreduzierbar bzw. funktional Komplexes erweckt oft den Eindruck intelligenter Planung. Doch das ist zunächst nur ein Verdacht. Um den Schluss auf Design zu ziehen, braucht es zusätzliches Hintergrundwissen, das den Artefakt-Charakter der Objekte stützt. In der menschlichen Technik haben wir genügend unabhängiges Hintergrundwissen, sodass wir den technischen Gegenstand, der den Design-Indikator aufweist, problemlos als Artefakt bzw. als Ergebnis von Design einstufen können.

Wo Design offensichtlich ist, müssen wir keine potenziellen Designer und Mechanismen kennen, um auf Design zu schließen. Doch bei Lebewesen ist ein Design alles andere als offensichtlich; mangels Hintergrundwissen können wir hier den Design-Schluss nicht direkt ziehen. Eine Prüfung funktioniert nur indirekt über den "Umweg" einer ausgearbeiteten Theorie. Das heißt, wir benötigen die Kenntnis potenzieller Designer und ihrer Mechanismen um beurteilen zu können, ob Design vorliegt.

Eine Überprüfung der Design-These, wie sie WIDENMEYER/JUNKER vorschwebt, ist nicht möglich. Einerseits ließe sich die Design-These problemlos so formulieren, dass auch "nicht-geistige" Evolution das Ergebnis von Design sein könnte. Solange wir über die Mechanismen von Design nichts wissen, lässt sich Beliebiges im Design-Ansatz unterbringen.

Andererseits hilft auch Evolutionskritik Intelligent Design nicht auf die Sprünge. ID-Vertretern gelingt es zwar, Lücken in biologischen Erklärungen aufzuzeigen. Die Gründe, die angeführt werden, warum die Evolution nichtreduzierbar komplexer Merkmale unwahrscheinlich sei, sind aber nicht überzeugend. Und selbst die Widerlegung der Evolutionstheorie würde aufgrund mehrerer möglicher Alternativen nicht den Design-Ansatz stützen. Aus nichtreduzierbarer Komplexität und fehlenden evolutionären Erklärungen mag vieles folgen, Intelligent Design als "beste Erklärung" folgt daraus nicht.

Autor: Martin Neukamm
Quelle: https://www.ag-evolutionsbiologie.de/html/2020/evolution-design-argument-biologie.html


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

30.12.2025 um 21:12
@Neustarter
@Jedi-Maximus
@emanon
Nehmen wir an ein universeller Geist hätte die Evolution geschaffen. Diese wird nun tätig, so wie ich dies nach Meinung von Jedi-Maximus und theorethisch verstehe.
Die Evolution wäre demnach ein spezialisierter unsichtbarer Geist oder eine Gemeinschaft von Geistern die Einfluss auf die Entwicklung bzw. Evolution nehmen können. Dann kommt der Oberste vom Evolutionsteam und sagt zum universellen Geist Team es würde so nicht weiter gehen. Man bräuchte so was wie die Liebe und evtuell den Sex usw... weil er hat keine Lust hätte jedesmal selbst Hand anzulegen, wenn sich wieder was Neues entwickeln soll. Und der universelle Schöpfer Geist schafft die Liebe etc ..
Irgendwie im Laufe der Evolution wird es dem Evolutionsteam langweilig Oder sie würden müde. Diese schufen mit Hilfe des universellen Schöpfer Geist o vielleicht Menschen die nun als Team in der Genforschung arbeiten. Denn ohne Geist geht nichts
Zu der Theorie bräuchte es Grundlagenforschung und Kenntnis wo die Geister oder in welcher Dimension sie auf Lebewesen einwirken.
🤔😓😅


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

31.12.2025 um 08:29
Nehmen wir mal an, ein universeller Geist würde alles auf der Welt herunterdrücken, damit die Dinge und Lebewesen nicht ins All entfleuchen. Die Massenanziehung wäre demnach ein spezialisierter unsichtbarer Geist oder eine Gemeinschaft von Geistern, die Einfluss auf die Massenanziehung nehmen können.
Etc.

@Phhu
Sei mir nicht böse, aber ich erkenne den gewinnbringenden Ansatz nicht.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

03.01.2026 um 22:54
@emanon
Zitat von emanonemanon schrieb am 31.12.2025:Nehmen wir mal an, ein universeller Geist würde alles auf der Welt herunterdrücken, damit die Dinge und Lebewesen nicht ins All entfleuchen. Die Massenanziehung wäre demnach ein spezialisierter unsichtbarer Geist oder eine Gemeinschaft von Geistern, die Einfluss auf die Massenanziehung nehmen können.
Etc.
Na ja zumindest würde das Team die Gesetzmäsigkeiten der Anziehung hergestellt haben.
Universell heißt ja jemand kennt nur einen kleinen speziellen Teil , weil er die anderen anderen Teile auch kennt.
Letztendlich meine ich, es ist ein Lernprozess, der nicht nur für die Menschen einen Weiterentwicklung bedeutet,, sondern auch für deren Geist, Geister sollte dieser, diese existieren Dann wâre Menschsein nicht nur das.
Weshalb gibt es in so vielen Ethnien den Glauben an Geister?
Na ja nachdem wir jetzt KI haben und Ai und auf dem Weg sind eine Superintelligenz zu schaffen, wie z.B. Herr Schmidhuber,Vater der Ki sagt, könnten wir, falls wir sie nicht unkontrolliert walten lassen, vielleicht etwas mehr erfahren über einige Themen.
Oder ist es nur ein Wettkampf für Profit? Dann beschwer ich mich beim Profitlich. Der ist ein Komiker.😁
Diese Theorie, die ich habe, ist ein leicht verzweifelter Ansatz. Ich. habe den Eindruck das da etwas nicht in Ordnung ist. Ich kann sagen Herr Schmidhuber ist Vater der Ki oder Darwin ist Vater der Evolution
Oder nur Entdecker ? Aber wo ist der Vater oder die Mutter der Liebe oder des Lichts oder ..
Ich glaube auch das Gott Mensch wurde beides sein kann.
Aber beweisen....
Natürlich bringt es kaum Gewinn. Welche Vorteile würde es bringen würde man das beweisen.
Zur Evolution gehört so viel auch ldass die Lebewesen nicht davon fliegen. außer den Vögeln.
Und natürlich die Flugzeuge etc..
Es ist ganz schön kalt heute hier.
Ein gute neues Jahr und Gesundheit
✌️


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

16.06.2026 um 11:25
also ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie die Evolutionstheorie funktionieren soll... das was man mir beigebracht hat, sprich Mutation und Selektion,
macht für mich einfach keinen Sinn... für mich muss da noch eine weitere treibende und zielgerichtete Kraft dahinter stecken, damit so eine Artenvielfalt entstehen kann.

aber ich verstehe auch z.B. nicht wie Computerchips im Detail arbeiten um ein Spiel auf den Bildschirm zu zaubern...
auch hier kann ich mir kaum vorstellen, dass alles nur auf an und aus basierten Schaltungen basiert...

somit kann es durchaus sein, dass die Evolutionstheorie richtig ist und ich sie einfach nicht verstehe...


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

16.06.2026 um 12:58
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:für mich muss da noch eine weitere treibende und zielgerichtete Kraft dahinter stecken, damit so eine Artenvielfalt entstehen kann.
dein Stichwort "Kraft" finde ich schon mal sehr gut.
Für mich ist diese Kraft eine "Energieform" die der Mensch noch nicht erforschen konnte - also eine unbekannte Energieform - vielleicht kann man diese "Gott" nennen? ;)

Dass schon immer Energie (Kraft) da gewesen sein muss, steht für mich fest, schon alleine wegen des Energieerhaltungssatzes.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

16.06.2026 um 14:49
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:also ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie die Evolutionstheorie funktionieren soll... das was man mir beigebracht hat, sprich Mutation und Selektion,
macht für mich einfach keinen Sinn...
Wenn du willst, können wir das ja mal eine Evolutions-Simulation durchspielen, über mehrere Runden, dann kommt vielleicht die Erleuchtung. Ich habe das noch nie gemacht, ich wäre auch gespannt aufs Ergebnis.
aber ich verstehe auch z.B. nicht wie Computerchips im Detail arbeiten um ein Spiel auf den Bildschirm zu zaubern...
auch hier kann ich mir kaum vorstellen, dass alles nur auf an und aus basierten Schaltungen basiert...
Tja, ich könnte dir das von Grund auf bauen und programmieren (theoretisch angefangen bei Sand, um daraus Chips zu bauen, in der Praxis würde das in diesem Schritt aber wohl hapern, aber ab Transistoren zusammenlöten würde es klappen). Wo ich dann nicht mehr mental mitkomme ist diese abartige Geschwindindigkeit, mit der das dann ausgeführt wird.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 08:14
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:also ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie die Evolutionstheorie funktionieren soll... das was man mir beigebracht hat, sprich Mutation und Selektion,
macht für mich einfach keinen Sinn... für mich muss da noch eine weitere treibende und zielgerichtete Kraft dahinter stecken, damit so eine Artenvielfalt entstehen kann.
Was man glaube ich am meisten unterschätzt ist der Faktor Zeit. Wir Menschen leben so kurz, dass die Welt für uns statisch scheint. Die Veränderungen von Generation zu Generation sind sehr klein. So klein, dass man sie kaum wahrnehmen kann. Und doch können so über 10.000ende Generationen eben neue Arten entstehen, also sagen wir aus nem Hund ne Katze werden. Und über mehrere Millionen Generationen eben aus nem Fisch ne Katze werden... plakativ gesprochen.
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:aber ich verstehe auch z.B. nicht wie Computerchips im Detail arbeiten um ein Spiel auf den Bildschirm zu zaubern...
auch hier kann ich mir kaum vorstellen, dass alles nur auf an und aus basierten Schaltungen basiert...
Und doch ist das so. Und jetzt kann man die beiden Themen noch zusammenbringen. Stichwort genetische Algorithmen. Wenn man ein Optimierungsproblem lösen will, also eine Lösung zu finden die möglichst nah am Optimum liegt, dann bilden wir die Evolution nach.

Vereinfacht gesagt: Man erzeugt eine Menge von Individuen. Man bewertet welche Individuen am nächsten am Optimum liegen. Man läßt die anderen "sterben" und erzeugt aus denen, die nah am Optimum sind eine neue Menge von Individuen. Und dann kann man sich auf diese Art und Weise über viele Generationen an das Optimum annähern.

Das funktioniert nachweislich. also kann der Grundgedanke der Evolution so verkehrt gar nicht sein.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 08:36
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:... für mich muss da noch eine weitere treibende und zielgerichtete Kraft dahinter stecken, damit so eine Artenvielfalt entstehen kann.
Dann glaub dir einfach die für dich passende zurecht und werde glücklich damit.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 08:51
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Vereinfacht gesagt: Man erzeugt eine Menge von Individuen. Man bewertet welche Individuen am nächsten am Optimum liegen. Man läßt die anderen "sterben" und erzeugt aus denen, die nah am Optimum sind eine neue Menge von Individuen. Und dann kann man sich auf diese Art und Weise über viele Generationen an das Optimum annähern
kannst du dir vorstellen, dass diese Optimierung auch bei Menschen klappt? 😉

Wenn ich mir den allgemeinen Egoismus, das Machtstreben, die Falschheit und Aggressionen bei Vielen, die Ellenbogengesellschaft, den Umgang mit der Natur usw. anschaue, habe ich so manches Mal große Zweifel.
Natürlich gibt's auch viele altruistische und von Grund auf gute Menschen, aber ob die das Gesamtbild groß verbessern können?


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 08:57
Zitat von OptimistOptimist schrieb:kannst du dir vorstellen, dass diese Optimierung auch bei Menschen klappt? 😉
Im Prinzip ja. Genetik gilt ja auch für uns. Aber welche Zivilisation soll das über Jahrtausende durchhalten?


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 09:01
Zitat von OptimistOptimist schrieb:kannst du dir vorstellen, dass diese Optimierung auch bei Menschen klappt?
Natürlich funktioniert das auch da. Manche Menschen haben viele Nachfahren, andere dagegen gar keine. Letztere sind offenbar nicht am Optimum und deren Stammbaumlinie stirbt aus.

Biologie kümmert sich nicht um Ellenbogengesellschaft oder den Umgang mit der Natur.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 09:02
Zitat von OptimistOptimist schrieb:kannst du dir vorstellen, dass diese Optimierung auch bei Menschen klappt? 😉
Natürlich.

Aktuell steigen die Kopfumfänge bei Neugeborenen, da Dank Kasierschnitt ein größerer Kopf kein Selektionsnachteil mehr ist (Steckenbleiben bei Geburt mit fatalen Folgen).

Unsere Zähne und unserer Verdauungsapparat sind auch anders als for 100ka.

Grüße
Omega Minus


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 09:07
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Unsere Zähne und unserer Verdauungsapparat sind auch anders als for 100ka.
das leuchtet mir ein, weil sich ja auch die Ernährung verändert hat.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Aktuell steigen die Kopfumfänge bei Neugeborenen
woher weißt du das, hatte bis jetzt noch nie etwas davon gehört und gelesen.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 09:11
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn ich mir den allgemeinen Egoismus, das Machtstreben, die Falschheit und Aggressionen bei Vielen, die Ellenbogengesellschaft, den Umgang mit der Natur usw. anschaue, habe ich so manches Mal große Zweifel.
Natürlich gibt's auch viele altruistische und von Grund auf gute Menschen, aber ob die das Gesamtbild groß verbessern können?
Sind Altruismus und Co. überwiegend genetisch fixiert? Bei Artenvielfalt und der hier besprochenen Evolution geht es primär um die Weitergabe genetisch fixierter Informationen.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 09:23
Zitat von emanonemanon schrieb:Sind Altruismus und Co. überwiegend genetisch fixiert?
zumindest das Zusammenwirken einer Gesellschaft wirkt so, als könne dies genetisch fixiert sein.
Dabei denke ich z.B. an Bienen und Ameisen die zum Wohle ihres gesamten Volkes agieren. Ohne diese Zusammenwirkung hätten die auf Dauer keine Überlebenschance - wenn also jede Biene und Ameise nur auf ihr eigenes Wohl bedacht wäre...

Wo ich das jetzt so schrieb, kam mir doch gleich in den Sinn: da haben diese Lebewesen dem Menschen doch ganz schön was voraus 😉


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 10:12
Zitat von OptimistOptimist schrieb:kannst du dir vorstellen, dass diese Optimierung auch bei Menschen klappt?
Weißt Du, warum es in sogenannten Milchwirtschaften* besonders viele Menschen mit Laktosetoleranz gibt? Laktoseintoleranz ist der Grundzustand (einzig in der Stillperiode wird der unterdrückt). In *Gesellschaften, die einen beträchtlichen Teil ihrer Protein-Nahrung aus Milch und Milchprodukten beziehen, bietet es einen Vorteil zum Überleben, laktosetolerant zu sein.

Der Milchzucker Laktose benötigt ein bestimmtes Enzym, die Laktase, um im Körper gespalten und genutzt zu werden. Dieses Enzym wird durch einen bestimmten Genabschnitt produziert. Jedoch nur in der Phase der Nahrungsaufnahme über die Muttermilch. Eine genetische Veränderung, eine Mutation, führte dazu, den Unterbindungsmechanismus selbst zu unterbinden. Das so mutierte Individuum produziert auch später noch Laktase.

Wer diese Laktasepersistenz besitzt, kann zum einen mehr Nährstoffe bzw. Energie aus dem Milchkonsum ziehen, zum anderen leidet er nicht unter den Folgeerscheinungen der Laktoseintoleranten, was unter schwierigeren Lebensbedingungen als heute zuweilen über Leben und Tod entscheiden kann. Jedenfalls in Gesellschaften, die Milch und Milchprodukte als Nahrungsmittel einsetzen, darauf angewiesen sind.

In solchen Milchwirtschaften war der Verzehr von Milch und Milchprodukten ein Überlebensvorteil, trotz aller Einschränkungen der Laktoseintoleranz. Aber die Laktasepersistenten profitierten nochmals besser davon, sodaß sie sich von Generation zu Generation immer ein bißchen häufiger durchsetzten. Allerdings ist der Prozeß noch nicht abgeschlossen. Milchwirtschaften gibt es weltweit, aber nicht seit Ewigkeiten. Die älteste Milchwirtschaft mag 10.000 Jahre alt sein. Dies ist das Zeitfenster, in dem sich die Laktasepersistenz bis heute unter den Menschen ausbreiten konnte, doch reichte es nicht zur vollständigen Durchdringung der Population. In Europa und Australien gibt es noch immer 5...15 Prozent Laktoseintoleranz.

10.000 Jahre sind für solch eine evolutive Durchdringung einer vorteilhaften Mutation in einer ganzen Population nicht wirklich viel Zeit. Für uns ist das schon ne Ewigkeit, aber dennoch "fast überschaubar" gemessen an den Millionen und hunderten Millionen Jahren der Evolution des Lebens ab der Kambrischen Explosion. Überschaubar genug jedenfalls, daß man sehen kann, wie das Nutzen von Milch als Nahrung in der Menschheit echte Evolution mit sich gebracht hat. Eine echte "Optimierung auch beim Menschen".

Und mit Egoismus vs. Altruismus hat das eher wenig zu tun.

Altruismus behindert Evolution sogar. Wenn weniger fitte Menschen mit durchgefüttert werden, haben die genauso Chancen, ihre Gene weiterzugeben wie die durch Mutation Optimierten, sodaß sich die Gene der letzteren im Genpool nicht mehr allmählich durchsetzen können.


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