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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

46.639 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Evolution, Schöpfung, Biologie ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 11:18
Nochmal Eidechsen: Ringspezies.
Wikipedia: Ringspezies

KI-Zusammenfassung für die Eidechsen:
"...
Ensatina-Salamander (Ensatina eschscholtzii): Diese Salamanderart hat sich um das kalifornische Central Valley herum ausgebreitet. Die Unterarten kreuzen sich entlang der Bergketten, aber an der Südspitze des Tals treffen die beiden extremen Formen aufeinander und paaren sich nicht mehr miteinander
..."

Gelesen habe ich das im Buch "The Genetic Book of the Dead" von Dawkinks, sehr lesenswert.

Fun Fact:
Alle Landschildkröten stammen von Wasserschildkröten ab, im Lauf der Evolution hat also zweimal der Gang ans Land statt gefunden.

Grüße
Omega Minus


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 11:38
Zitat von emanonemanon schrieb:Dann glaub dir einfach die für dich passende zurecht und werde glücklich damit.
Genau das möchte ich nicht tun, ich will einen Beweis für diese Kraft oder diese Kausalität.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 11:58
@kaktuss
Den Beweis wird dir aber niemand liefern können.
Dir bleibt aber der Glaube.
Auch der kann stark sein.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Fun Fact:
Alle Landschildkröten stammen von Wasserschildkröten ab, im Lauf der Evolution hat also zweimal der Gang ans Land statt gefunden
Ist es nicht eher so, dass alle Wasserschildkröten von Landschildkröten abstammen?
Dann wären wir eher bei: raus aus dem Wasser, wieder rein ins Wasser.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 13:10
Ich zitere mal die KI-Antwort:

"...
Die Ur-Vorfahren der Schildkröten lebten ursprünglich an Land. Im Laufe der Evolution kehrte ein Teil ins Wasser zurück (Urvorfahren der heutigen Meeresschildkröten). Nach Jahrmillionen im Ozean verließen einige Arten diesen Lebensraum erneut, passten sich wieder an das Land an und entwickelten sich zu den heutigen Landschildkröten.Dies ist ein Paradebeispiel für die sogenannte sekundäre Anpassung:
Erster Landgang: Die stammesgeschichtlichen Ur-Reptilien eroberten als reine Landtiere die Erde.
Rückkehr ins Wasser: Vor etwa 100 bis 150 Millionen Jahren passten sich bestimmte Schildkrötenlinien extrem an das Leben im Meer und in Flüssen an.
Zweiter Landgang: Später wanderten einige dieser aquatischen Linien wieder an Land zurück.
..."
So habe ich es auch im oben erwähnten Buch gelesen.

Grüße
Omega Minus


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 14:06
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:für mich muss da noch eine weitere treibende und zielgerichtete Kraft dahinter stecken, damit so eine Artenvielfalt entstehen kann.
Eventuell kannst Du diesen Befund ja als Ausgangspunkt für weitergehende Recherchen heranziehen:
Auch in den übrigen etwa 30 Entwicklungslinien mit einfacheren mehrzelligen Vertretern sind mehrzellige Verbände, nach aktuellem Stand der Forschung über die Verwandtschaftsverhältnisse, mindestens 22-mal unabhängig voneinander entstanden. Dies legt nahe, dass es innerhalb der Evolution eine gewisse Tendenz zur Viel- und Mehrzelligkeit gibt. Nach wie vor sind jedoch auch heute einzellige Organismen nicht nur vorhanden; sie besitzen im Gegenteil eine große Dichte und Artenfülle, ohne dass eine Tendenz zu ihrer Verdrängung durch Viel-/Mehrzeller bestände. Während die Tiere und die Landpflanzen ausschließlich vielzellige Organismen umfassen, existieren in allen anderen Linien bis heute alle Übergänge von Einzellern über einfache Kolonien und Verbände bis hin zu echten Vielzellern nebeneinander. Dies wäre nicht möglich, wenn das Organisationsniveau der Vielzeller in allen Belangen und unter allen Bedingungen unzweifelhaft überlegen wäre.
Quelle: Wikipedia: Entwicklung von Einzellern zu Vielzellern

Es geht also weniger um einen Verdrängungswettbewerb, statt um eine komplexer werdende Koordination und Kooperation im Rahmen von Ökosystemen, die hier im Sinne einer Komplexitätszunahme und Variantenvielfalt zum Tragen kommt. Eine Extra-Kraft muss man hier nicht eigens erfinden. Synergie-Effekte im Rahmen von übergeordneten System-Hierarchie-Ebenen sind hinreichend, um einen richtenden Charakter der Selektion als Summations-Effekt zu begreifen.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 14:28
@OmegaMinus
Moin, ich gestehe, ich habs nicht nachgelesen, sondern lediglich geteilt, was mir noch erinnerlich war.
Fehler sind da natürlich jederzeit möglich.
Vielleicht kann @perttivalkonen dazu noch was beitragen.
Er ist alt genug, um dabei gewesen zu sein ;) bzw. hat großes Wissen über Paläontologie.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 21:33
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Hatten wir die Eidechsen schon!?
Ja, hatten wir schon, hier im Thread (Mitte März '25, da warst Du übrigens auch anwesend). Und nein, das ist keine Evolution im Schnelldurchlauf. Vielmehr heiße Luft.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Nochmal Eidechsen: Ringspezies.
Ringspeziation hingegen ist mal wirklich Evolution zum Zuschauen. Auch die dauert zwar um ein Zigfaches länger als ein Menschenleben, ist letztlich so schnell (= langsam) wie jede andere Evo. Aber da sieht man immerhin, wie an den Teilstücken des "Rings" Paarung möglich ist, aber an den Endstücken der genetische Abstand bereits zu groß geworden ist (weil hier das genetische Auseinanderentwickeln schon elend lange währt). Man kann quasi mehrere Etappen gleichzeitig sehen (auch wenns n bisserl anderser ist, das tatsächliche anfängliche Auseinanderdriften ist längst vergangen).

Weit besser als jene adriatischen Eidechsen, bei denen nur längst vorhandene Varietäten in Winzpopulationen die Chance zum Dursetzen bekommen haben.
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Fun Fact:
Alle Landschildkröten stammen von Wasserschildkröten ab, im Lauf der Evolution hat also zweimal der Gang ans Land statt gefunden.
Zitat von emanonemanon schrieb:Ist es nicht eher so, dass alle Wasserschildkröten von Landschildkröten abstammen?
Dann wären wir eher bei: raus aus dem Wasser, wieder rein ins Wasser.
Die ältesten Schildkröten (egal ob als Kronengruppe Testudines oder als Wurzelgruppe Testudinata; die Schildkrötenmerkmale waren bereits komplett) lebten bereits im Wasser, für Proterochersis (Testudinata) wird allerdings auch ein terrestrisches Leben diskutiert). Wichtiger noch, selbst die Vorfahren der Schildkröten, die Vertreter der Übergruppe Pantestudines, waren wasserlebende Tiere. Am bekanntesten ist Pappochelys ("Oppa Schildkröt") mit verbreiterten Rippen statt Rückenpanzer sowie zusammengewachsenen Bauchrippen (Gastralia) als Brustpanzer. Während die Schildkröten in der ausgehenden Trias aufkamen, lebte Pappochelys im mitteltriassischen Ladinium, welches zehn Millionen Jahre nach dem Massenaussterben am Ende des Perm einsetzte. Weniger bekannt und etwas jünger ist Eorhynchochelys, wasserlebend wie Pappochelys. Eorhynchochelys hatte den Körper einer Echse, aber den Kopf einer Schildkröte, bereits mit dem typischen "Schnabel". OK, "Körper einer Echse" meint mehr den anatomischen Aufbau, nicht das Aussehen. Der Rumpf war in Draufsicht fast kreisrund (ein Leguan, der einen Fußball verschluckt hat), die Rippen waren verbreitert.

Bestimmte anatomische Merkmale verbinden nun die Pantestudines über Eorhynchochelys mit Eunotosaurus. Kurz nach dessen Entdeckung Achtzehnhundertschlagmichtot hielt man Eunotosaurus für nen Schildkrötenvorfahren, kam später aber wieder von ab. Nun wird das Viecherl doch wieder wegen diverser gemeinsamer Merkmale zu den Pantestudines gezählt. Das Besondere: Eunotosaurus lebte im obersten Mittelperm vor gut 260 Millionen Jahren.

Und er lebte an Land.

Aber selbst wenn Eunotosaurus ne Wasserratte gewesen wäre, als Angehörige der Tetrapoda haben auch die Schildkröten landlebende Vorfahren gehabt. Alles an Wirbeltier, das nicht Neunauge, Knorpelfisch oder klassisch Knochenfisch für uns ist, hat vom Übergang Devon-Karbon an landlebende Vorfahren (bis zu dem Zeitpunkt, wo die eigene Ahnenkette wieder mal ins Wasser zurückkehrte).

Die Familie der Meeresschildkröten, Cheloniidae, jedenfalls stammt von wasserlebenden Schildkröten ab. Es mag andere wasserlebende Schildkröten geben, die von landlebenden Schildkröten abstammen, in dem Falle stammen deren Vorfahren natürlich wieder von wasserlebenden Testudines ab, welche spätestens mit Eunotosaurus und Family wieder landlebende Vorfahren besaß. Ob deren Ahnen vielleicht auch nochmal ne kurze Stippvisite ins Wasser vorgelegt haben, keine Ahnung, aber zumindest gabs auch landlebende Vorfahren, und das wie gesagt bis ins beginnende Karbon. Davor spielte sich wirbeltiertechnisch alles im Wasser ab, davor (vor der Erfindung der Knochen also) sowieso.

Weitere Fälle von zweifachem Land- und Wassergang in Folge sind mir nicht bekannt, da könnten diese Schildkröten Unikate drin sein.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

17.06.2026 um 23:02
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:10.000 Jahre sind für solch eine evolutive Durchdringung einer vorteilhaften Mutation in einer ganzen Population nicht wirklich viel Zeit. Für uns ist das schon ne Ewigkeit, aber dennoch "fast überschaubar" gemessen an den Millionen und hunderten Millionen Jahren der Evolution des Lebens ab der Kambrischen Explosion. Überschaubar genug jedenfalls, daß man sehen kann, wie das Nutzen von Milch als Nahrung in der Menschheit echte Evolution mit sich gebracht hat. Eine echte "Optimierung auch beim Menschen
Das ist alles sehr interessant.
Dieses Zitat nur beispielhaft für alles Andere was du schriebst.
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Auch das hier:
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:/kaiserschnitte-beeinflussen-die-evolution

Grüße
Omega Minus
...finde ich bemerkenswert.
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Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Und mit Egoismus vs. Altruismus hat das eher wenig zu tun.

Altruismus behindert Evolution sogar. Wenn weniger fitte Menschen mit durchgefüttert werden, haben die genauso Chancen, ihre Gene weiterzugeben wie die durch Mutation Optimierten, sodaß sich die Gene der letzteren im Genpool nicht mehr allmählich durchsetzen können
da sind wir ja nun jetzt beim Darwinismus, nun ja.
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Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Die Unterarten kreuzen sich entlang der Bergketten, aber an der Südspitze des Tals treffen die beiden extremen Formen aufeinander und paaren sich nicht mehr miteinander
ist schon erstaunlich, dass die "spüren", sich nicht paaren zu dürfen oder zu wollen.
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@perttivalkonen
Ich sehe ja nun auch, dass es dann wohl doch Evolution gibt. 😉

Wie bekommst du das eigentlich mit dem Glauben "unter einen Hut"?
Oder hatte Gott deinem Glauben nach die Lebewesen gar nicht erschaffen?

Das Frage ich ohne Hintergedanken, das interessiert mich echt, wie du darüber denkst?

Und falls dieses Thema schon mal auf kam, dann habe bitte Nachsicht mit mir, wenn ich das vergessen habe. 😉


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

18.06.2026 um 00:10
@Optimist
Immer dasselbe. Ich geh auf was Sachliches von Dir ein, und Du willst gleich über irgendwas anderes chatten, am besten ot. Ich laß mich nicht von Dir in sowas reinziehn.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

18.06.2026 um 04:39
@perttivalkonen
Schade, die Hoffnung (eine sachliche Antwort zu bekommen) starb zuletzt...

Und OT ist es keinesfalls, mein Interesse, wie ein Christ Evolution und Glauben, bzw. somit die Schöpfung unter einen Hut bringen kann.

Schau bitte auf den Thread -Titel ob's tatsächlich OT sein kann, wenn es im Titel um diese beiden "Pole" geht.

Und von Chatten kann ja wohl auch keine Rede sein, wenn ich um deine Meinung bat (Diskussionen sind ein Meinungsaustausch, dachte ich bis jetzt)

Aber schon gut, danke fürs Gespräch 😐


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

18.06.2026 um 04:48
PS (Zeit war leider um):

Vielleicht habe ich Glück und es kann mir jemand Anderes erklären, wie man diesen Spagat hinbekommt (an Gott und die Evolution zu glauben)? Interessiert mich echt.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

18.06.2026 um 08:21
@perttivalkonen
Danke für die ausführliche Stellungnahme.
Da sieht man mal, wie die Erinnerung täuschen kann, wobei wir das damals meines Wissens auch gar nicht so detailliert besprochen haben.

@Optimist
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Vielleicht habe ich Glück und es kann mir jemand Anderes erklären, wie man diesen Spagat hinbekommt (an Gott und die Evolution zu glauben)? Interessiert mich echt.
Nimm die Bibel nicht wörtlich, dann solltest du das schon passend bekommen.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

18.06.2026 um 09:53
Zitat von emanonemanon schrieb:Nimm die Bibel nicht wörtlich, dann solltest du das schon passend bekommen
danke für deine Bemühung, aber das hilft mir nicht weiter.
Denn wenn man an den Gott glaubt der in der Bibel beschrieben wird, dann steht und fällt alles damit dass es einen Schöpfer geben muss.

Natürlich braucht man es dann nicht in dem Sinne alles wörtlich nehmen, dass in 7 Tagen alle Arten geschaffen wurden.
Aber mit dem Glauben vereinbart es sich trotzdem nicht, dass alles durch Zufall entstand.

Für einen Bibel-Gläubigen (der daran glaubt, dass die Bibel kein Märchenbuch ist), muss es also zumindest eine Kraft gegeben haben, die alles ins Rollen gebracht hatte.. Als Metapher dazu::
Ähnlich wie bei "Domino-Day" wo ein Stein alles ins Rollen brachte., quasi dass es Grundarten erschaffen wurden und diese dann dem Selbstlauf überlassen wurden.

Es kann also für einen Gläubigen bestenfalls eine "MicroEvolution" geben, aber eben keine "Makro-Evolution" von dieser Evolutionisten ausgehen.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

18.06.2026 um 10:11
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber mit dem Glauben vereinbart es sich trotzdem nicht, dass alles durch Zufall entstand.
Wieso 'alles durch Zufall'?
Mutation ist zufällig, Selektion ja eben nicht.

Grüße
Omega Minus


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

18.06.2026 um 10:18
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Denn wenn man an den Gott glaubt der in der Bibel beschrieben wird, dann steht und fällt alles damit dass es einen Schöpfer geben muss.
Du musst das Rad doch da nicht neu erfinden.
Glaub halt an den Schöpfer deiner Wahl und daran, dass er alles so eingerichtet hat, dass die Prozesse, die sich nicht ernsthaft leugnen lassen, so ablaufen können, wie sie ablaufen.
Und schon passt alles
Die Bibel ist nicht wörtlich zu nehmen, das hast du doch schon eingeräumt.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

18.06.2026 um 10:24
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Mutation ist zufällig
ja, das leuchtet mir ein.
Aber dafür müsste ja erst mal Etwas ins Dasein gekommen sein, damit etwas mutieren kann (aus einem Nichts heraus könnte doch mMn nichts entstehen).
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Selektion ja eben nicht
Da die Mutation zufällig ist, bedingt die Selektion ja diesen Zufall, baut also quasi auf diesen Zufall auf.

Aber danke dir für diesen guten Gedanken, auch wenn dieses Argument für mich noch immer nicht einen ursprünglichen Schöpfer/eine Kraft (die "den Stein ins Rollen brachte") hinfällig machen konnte.
Zitat von emanonemanon schrieb:Glaub halt an den Schöpfer deiner Wahl und daran, dass er alles so eingerichtet hat, dass die Prozesse, die sich nicht ernsthaft leugnen lassen, so ablaufen können, wie sie ablaufen.
Und schon passt alles
ja, so könnte es wirklich passen - ist im Grunde das was ich mit der Metapher "Domino-Day" meinte.
Aber wie gesagt, auch wenn man SO denkt - und so denke ich tatsächlich - passt dies nicht zu dem Thread Titel, der ja nur ein "entweder - oder" zulässt (also: es gibt einen Schöpfer oder eben keinen, wenn es nur die Evolution gäbe).

Aber ich gebe mich jetzt damit zufrieden, da wird man sich sowieso nicht einig werden können.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

18.06.2026 um 10:32
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Vielleicht habe ich Glück und es kann mir jemand Anderes erklären, wie man diesen Spagat hinbekommt (an Gott und die Evolution zu glauben)?
Leben ist etwas sehr kompliziertes. Die Bausteine, z.B. Aminosäuren, sind ohne Probleme herzustellen. Aber aus den Grundbausteinen auch nur eine einzige lebendige Zelle zu erschafften ist bisher noch niemand gelungen. Und doch ist es passiert.
Eine Erklärung wie das zustande kommt könnte ein bewusster Schöpfungsprozess duch eine höhere Macht sein.
Wobei sich dann natürlich die Frage stellt wie dieser Schöpfer zustande bekommen ist.

In diesem Zusammenhand noch einige Gedanken über Leben und Tod:

Leben ist eigentlich etwas höchst un-natürliches. In der Natur besteht ein ständiges Streben nach Verteilung und Vermischung, Entropie genannt. Abbau und Vermischung ist das natürliche Verfahren. Es gibt Gegenkräfte, z.B. das Wachsen von Kristallen oder die Bildung von Erdschichten. Aber kaum entstanden droht der Abbau. Und wird auch irgendwann unweigerlich eintreten.
Beim lebenden Organismus sieht es scheinbar zunächst genau so aus. Es droht der Tod des Gesamtorganismuns und damit auch der einzelnenen Zelle. Und auch der ist unabwendbar. Aber das Leben kann etwas was unbelebte Natur nicht kann: Es kann sich vor seinen Tode vervielfältigen. Entweder durch eine eine simple Teilung oder durch einen "Ableger". Und der nimmt den Bauplan seiner Vorfahren mit und irgendwann wird das Geschehen fortgeführt.
Durch diesen Trick "Pflanze dich fort bevor dich die Entropie erwischt" entgeht das Leben als Solches (nicht der einzelne Organismus) der Entropie und hat sogar die Chance größer und komplizierter zu werden. Der Unterschied zur unbelebten Natur ist ein Bauplan (Gene und Chomosomen) an denen man "herumbasteln" kann. Was duch natürliche Einflüsse (Evolution) auch geschieht.
Nun gut, irgendwann wird es auch mal das Leben - d.H. die Gesamtzahl der lebenden Organismen - erwischen. Aber es geht seit über drei Milliarden Jahren gut. Und wird wohl noch einige Milliarden Jahre so weiter gehen bis die Erde von ihrer sterbenden Sonne verschlungen wird.


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

18.06.2026 um 10:38
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber dafür müsste ja erst mal Etwas ins Dasein gekommen sein, damit etwas mutieren kann (aus einem Nichts heraus könnte doch mMn nichts entstehen).
Ins Dasein: Andere Frage, hier geht es um Evolution, oder!? Wie Leben entsteht, damit bschäftigit sich die Abiogenese.
Nichts: hast Du mal ein Nichts untersucht? Ich kenne keins ... bis jetzt wissen wir nur, dass aus 'Etwas' 'Etwas' ntsehen kann.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Da die Mutation zufällig ist, bedingt die Selektion ja diesen Zufall, baut also quasi auf diesen Zufall auf.
Nein.
Die Mutation ist zufällig, die Selektion, z.B. Umgebungsbedingungen eben nicht. Die Selektion steuert nicht die Mutation, der Selektionsdruck sorgt halt dafür, wer kann sich erfolgreicher vermehren und wer nicht.

Grüße
Omega Minus


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Artenvielfalt - Produkt der Schöpfung oder Evolution?

18.06.2026 um 10:47
Zitat von Lupo54Lupo54 schrieb:Wobei sich dann natürlich die Frage stellt wie dieser Schöpfer zustande bekommen ist.
ganz genau.
Deshalb ist für mich das einzig Einleuchtende, dass es schon immer eine Energieform gegeben haben muss (die natürlich für den Menschen nicht erforschbar und noch unbekannt ist.
Auch In diesem Sinne:
Zitat von OmegaMinusOmegaMinus schrieb:Nichts: hast Du mal ein Nichts untersucht? Ich kenne keins ... bis jetzt wissen wir nur, dass aus 'Etwas' 'Etwas' ntsehen kann
ja, wie gesagt, es muss also schon immer etwas gegeben haben.
Und dieses Etwas (für mich diese Energie) hat die Evolution ausgelöst... den Stein ins Rollen gebracht.


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