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Realität und Wunsch

24 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Philosophie, Physik, Realität ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
mastermind Diskussionsleiter
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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 16:16
Diese Frage habe ich:
Was ist der Unterschied zwischen "Realität" und Wunsch?
Jetzt sagt bitte nicht, das eine sei "real" und das andere nicht.
Wünsche sind genau so "real" wie die Wirklichkeit, Wünsche existieren tatsächlich.
Es ist extra im Bereich Wissenschaft, weil ich das mal wissenschaftlich betrachten will.

Man könnte sich auch die Frage stellen, "Was ist ein Wunsch?".
Und wenn man sich mal genau betrachtet, dass man öfter Wunschdenken hat, dass man sich die "Realität" manchmal so biegt, dass sie den Wünschen entspricht, dass wir jeden Tag unendlich viele Projektionen machen auf die Außenwelt, wie sie sein soll etc.

Es gibt tatsächlich einen Unterschied zwischen dem, was wir wollen, und dem, wie es ist.
Manche wollen etwas essen, haben aber nichts zu essen. Viele wollen nicht sterben, aber das passiert nunmal.

Doch diese Wünsche sind, wie schon gesagt, genau so real wie alles andere auch real ist. Es ist Tatsache, dass ich etwas zu essen will, auch wenn ich es nicht bekomme.
Ein Wunsch ist genau so real wie ein Gefühl, ja oft zeigen sich Wünsche sogar als Gefühle und Emotionen.

Ich denke, wenn man das Problem aufteilt, ergeben sich folgende Teilprobleme:

1.Was ist Realität?
2.Was ist ein Wunsch?
3.Wie stehen diese beiden Dinge miteinander in Verbindung?

Da gibt es jetzt verschiedene Möglichkeiten, das zu beschreiben. Mich würde besonders mal ein physikalisches Modell interessieren, sicherlich ohne die Mathematik nicht ganz einfach. Aber wenn ihr sagt, dass das bei der Berechnung so rauskommt, dann vertrau ich euch ganz einfach mal.

Das interessiert mich und ich hoffe, dass ihr schöne Ansätze gebt und diskutiert.
Lg


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 16:17
Ein Wunsch ist m.E. die Bestätigung eines Bewußtseins, daß das Gewünschte sich eben NICHT in seiner Realität befindet, wenn auch evtl. nur scheinbar nicht.


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 16:28
<<1.Was ist Realität?>>

Die Realität lässt sich nur mit folgendem Satz einigermaßen genau Definieren:

Realität ist das, was wir wahrnehmen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob das, was wir wahrnehmen nun absolut ist bzw. wahr. Denn wenn man nicht einmal glaubt, dass das, was man wahrnimmt, wahr ist, dann kann man das ganze gleich vergessen.
(Man kann alleine dieser Frage sein Leben widmen, ohne ein Ziel zu erreichen, deswegen dieser einfache Satz - mehr ist eigentlich nicht möglich)

<<2.Was ist ein Wunsch?>>

Gute Frage. Auf anhieb würde ich vermuten, dass es sich um eine deutliche Weiterentwicklung eines Triebes ist, der sich dynamisch an die Gesellschaft und Situation des Individuums anpasst.

<<3.Wie stehen diese beiden Dinge miteinander in Verbindung?>>

Nach meiner Definition von Wunsch ist das relativ einfach: Ein Wunsch ist somit das angepasste Handeln eines Individuums an seine Situation.
Ein Wunsch gibt an Ziel, dessen Verwirklichung man anstrebt.


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 16:54
Realität ist das, was wir wahrnehmen.
---------------------------------------------------------------------------------------------------
Sehe ich nicht so...

Stell dir mal vor jemand steht hinter dir und ist so frech "einen fahren zu lassen".
Aber du riechst nichts und hast auch nichts gehört. Also hast du "ihn" nicht wahrgenommen!
Trotzdem ist "er" real!

MfG
Kiko


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 16:59
Kiko-j
*gg*
Aber ein Pups, den Du in keiner Weise wahrgenommen hast, spielt doch nicht die geringste Rolle in der Beschaffenheit Deiner Realität.
Daß er tatsächlich "ist", ergibt sich schon daraus, daß ein anderer, nennen wir ihn mal den Täter, ihn wahrgenommen hat.
Realität ist etwas Persönliches, Individuelles, und so kann man keine allgemeinen Aussagen machen, die für die Realitäten aller Menschen zutreffen.


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:04
Ok, dann müssen wir zwischen persönlicher und gemeinsamer Realität unterteilen...
Oder?

MfG
Kiko


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:06
<<Trotzdem ist "er" real!>>

Sicherlich. Genauso ist auch ein Planet, der 1,5 Milliarden Lichtjahre entfernt ist, real, auch ohne das ich oder du ihn wahrnimmst.
Das "was wir wahrnehmen" bezieht sich auf die Summe dessen, was wir wahrnehmen können oder auch könnten.


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:09
<Ok, dann müssen wir zwischen persönlicher und gemeinsamer Realität unterteilen...>

Jein. Was eventuell notwendig ist, ist eine Unterteilung in virtuelle oder auch geistige Realität und physikalische Realität. Alles, was wir mit physikalischen Mitteln beschreiben können, fällt unter die physikalische Realität und alles das, was du vielleicht unter persönlicher Realität verstehst, was vom Individuum abhängt, fällt unter virtuelle Realität. (Meine persönliche Einteilung)


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:12
Madboy
Aber Du kennst sicherlich die philosophische Frage, ob ein Geräusch, das niemand wahrnimmt, existiert, der Knall im Wald?


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:12
Sehr, sehr schwierige Frage!
Eine Frage die mich mal wieder an eine alte Frage von mir erinnert: Hat die Natur uns Menschen vielleicht nur erschaffen damit seine (die Natur) überhaupt mal bewusst wahrgenommen wird und es somit mal jemanden gibt, der sagt: Es gibt uns!


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:14
Abgesehen davon ist die Frage, die hier im Thread gestellt wird, ja auch für die Hirnforschung interessant.
Da hat man festgestellt, daß es im Gehirn keinen Unterschied macht, ob ich gerade eine Situation aktuell erlebe, oder ob ich mich nur an sie erinnere - es sind in beiden Fällen dieselben Aktivitäten im Gehirn zu verzeichnen.
Das dürfte bei einem Wunsch ähnlich sein.


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:19
Wenn ich träume und etwas anfasse, spüre ich es auch...
Gerade beim Luziden träumen, ist alles real...
Jedenfalls hab ich diese Erfahrungen gemacht.
Darf ich das auch Realität nennen?

MfG
Kiko


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:19
<Aber Du kennst sicherlich die philosophische Frage, ob ein Geräusch, das niemand wahrnimmt, existiert, der Knall im Wald?>

Man plaziere einen Sensor im Wald, der den Knall registriert. Du sitzt irgendwo, wo du den Knall nicht wahrnehmen kannst. Nun zeigt dir der Sensor, dass er einen Knall wahrgenommen hat, am besten auch noch alle physikalischen Eigenschaften dieses Knalls. Nun gibt es 2 Möglichkeiten:
1. der Sensor gab einen Fehlalarm
2. der Sensor liegt richtig
Bei 1 existiert der Knall nicht, bei 2 existiert er. Da derart einfache Technik (Mikrophon) nicht anfällig für Fehler ist, ist bei einem Anschlag des Sensors 2. als wahrscheinlichster Fall anzunehmen. Wenn dir die Wahrscheinlichkeit zu gering ist, kannst du auch noch beliebig viele andere Sensoren hinzufügen.

-> der Knall existiert.


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:20
<<Darf ich das auch Realität nennen?>>

Nach meiner Definition fällt das unter virtuelle Realität und ist somit real - aber nur für dich ;)


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:35
Madboy
Nix Sensor - das wäre ja Wahrnehmung, denn mit dem Sensor erweitert ja irgendein Mensch seine sinnliche Wahrnehmung.


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:45
Man könnte sagen künstlich wahrgenommen. ;)

MfG
Kiko


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:45
<<Nix Sensor - das wäre ja Wahrnehmung, denn mit dem Sensor erweitert ja irgendein Mensch seine sinnliche Wahrnehmung.>>

Da liegt das Problem der Philosophie. Man baut sich selbst Barrieren in den Weg, die nicht überwunden werden können. Ich glaube, dass machen Philosophen absichtlich, um ihren Berufszweig am Leben zu halten *g*

Wenn niemand den Knall wahrnimmt, dann bedeutet das, das der Knall nicht existiert. Denn laut deiner Auffassung wäre eine Maschine, die diesen Knall feststellen kann, eine Erweiterung des Bewusstseins. Beziehungsweise kann es einen derartigen Knall nicht geben, da er gegen die Naturgesetze verstoßen würde oder außerhalb meines Definitionsbereiches "Realität" liegt.

Denn wenn ich einen Knalldetektor bauen würde, der jeden Knall entdecken kann, erweitere ich das Bewusstsein des Menschen derart, dass er jeden Knall wahrnehmen kann. Wenn du nun deinen Knall machst und ihn keiner wahrnimmt, obwohl diese Maschine existiert, dann wahr das wohl eine blatzende Traumblase *g*


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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 17:59
mastermind

Ich verstehe Deine Frage, ich sage mal ich bin mir ziemlich sicher zu wissen auf was Du hinaus möchtest.

An diese Frage möchte ich mal philosophisch herangehen.

Also was ist ein Wunsch.

Ich setzte mal voraus, das meine Sicht der Welt und der Dinge in dieser ausreichend bekannt ist, so das ich nicht mein Weltbild erneut runter beten muss, denn natürlich baue ich darauf auf.

Erweitern wir mal die Frage und schauen was dabei so heraus kommt.

Fangen wir erstmal an und Fragen wo kann eine Wunsch sein, in welchen Kontext befindet er sich, und stellen fest, das es wohl immer wer sein muss, der einen Wunsch hat. Aussagen wie der Stein wünscht bestimmt er würde in einem schönen Haus verbaut werden, klingen doch irgendwie seltsam.

Bei einem Tier können wir es uns schon wieder leichter vorstellen, die Katze wünscht sich gefüttert zu werden, der Hund wünscht sich nicht geschlagen zu werden.

Das Wort Wunsch ist ja auch nur eine Beschreibung, und es geht darum zu erkennen, wie wir diese definieren.

Also etwas lebendiges kann sich was wünschen, einen Wusch haben, was ist mit einer Pflanze, die Blume wünscht sich gegossen zu werden, wie sieht es hier aus?

Ich denke mal, da werden die Meinungen nun auseinander driften, die einen werden sagen klar kann eine Blume sich was wünschen, die anderen werden das verneinen. Aber nehmen wir das mal so hin.

Wir können also sagen, das nur etwas lebendiges sich in unserer Vorstellung etwas wünschen kann, so wie wir es definieren, macht es wenig sind, toter Materie einen Wusch zuzuschreiben.

Aber ist das wirklich richtig so?

Und was ist nun ein Wunsch, nur dadurch das wir wissen wer ihn haben kann oder was nicht, wird er selber nicht weiter erklärt.

Ich will es nicht so lange machen, und nun alles völlig kausal begründen, und sage es mal einfacher.

Zuerst muss da eine Wahrnehmung sein, ein Erkennen, das Empfinden eines Zustandes einer Gegebenheit. Dann muss es eine Vorstellung geben, etwas das noch nicht geworden ist. Dann kann diese Vorstellung über den gegebenen Zustand gelegt werden, und man möchte das die Veränderung eben in eine bestimmte Richtung verläuft, man wünscht sich eben, das das was man sich vorstellt, geschieht und wahr wird.

Man kann nun so einen Wusch auch als eine Kraft sehen, eine Kraft zur Veränderung. Über diese Sicht, kommt man aber dann auch dahin, das man sich vorstellen könnte, das Dinge in der Natur selber auch wünschen können.

Wenn man das was ist, nicht so fragmentiert, wenn man Bewusstsein weiter definiert, oder auch in der Welt an sich erkennen gelernt hat, dann könnte man sagen, die Welt wünscht sich zu sein, die Welt wünscht sie eben sich zu verändern, die Dinge welche geschehen, müssen dann nicht nur als reiner Zufall interpretiert werden, man könnte auch unterstellen, das die Natur und die Welt selber, ja das Universum bestrebt ist, sich seine Wünsche zu realisieren.

Weiter möchte ich das im Grunde nicht beschreiben.



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Realität und Wunsch

28.12.2007 um 18:14
Ein Wunsch ist die Erfüllung eines Ziels in der Realität.
Ein fiktives Ziel soll Real werden.

zB: Ich wünsche mir ( ein Gutes leben, eine Frau, ein Kind, eine Idee, einen Gedanken )
Die Motivation eines Wunsches ist ja nicht grundlos, sondern orientiert sich an einem Ziel.


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Realität und Wunsch

29.12.2007 um 23:20
Was ist ein Wunsch?

Nichts weiter als der Drang, ein wahrgenommenes Mangel zu beseitigen.

Wie entsteht dieser Mangel?

Nachdem der Verstand ein glücksgefühlauslösendes Objekt oder Situation erkannt hat, ruft das Belohnungssystem die Sucht hervor, um stärker und länger das Glücksgefühl ausleben zu können. Ein Verlangen auf das Objekt oder die Situation entsteht. Dies löst im Verhalten Zielstrebigkeit hervor.

Der Begriff "Wunsch" bezieht sich auf Mangelerscheinungen, die einen großen Aufwand erfordern um diese zu beseitigen.

Die Realitätsverzerrungen (Wunschdenken) entstehen, wenn die Mangelerscheinung nicht beseitigt wurde bzw. nicht beseitigt werden kann, jedoch das bevorzugte Handeln der Situation entsprechen soll, wenn die Mangelerscheinung beseitigt ist.

Noch Fragen?


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Realität und Wunsch

30.12.2007 um 00:06
>Ein Wunsch ist ein Begehren oder Verlangen nach einer Sache oder einer Fähigkeit, ein Streben oder zumindest die Hoffnung auf eine Veränderung der Realität.<


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