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Stammzellforschung im Zwielicht

96 Beiträge, Schlüsselwörter: Forschung, Klonen, Heilen, Stammzellen, Stammzellforschung, Xcell

Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 16:34
Als Stammzellen werden allgemein Körperzellen bezeichnet, die sich in verschiedene Zelltypen oder Gewebe ausdifferenzieren können. Je nach Art der Stammzelle und ihrer Beeinflussung haben sie das Potential, sich in jegliches Gewebe (embryonale Stammzellen) oder in bestimmte festgelegte Gewebetypen (adulte Stammzellen) zu entwickeln.
Ob kaputte Leber, Parkinson oder Diabetes...
Mediziner und Forscher arbeiten darauf hin, kaputte Organe einfach zu ersetzen.
Möglich wird das, so hoffen sie, mit maßgeschneiderten embryonalen Stammzellen. Sie sind zellulare Alleskönner, denn sie haben das Potential, sich wie in einem Embryo in jede beliebige Gewebezelle des Körpers zu entwickeln.

Die Stammzellforschung birgt ethische Konflikte. Embryonale Stammzellen werden aus Embryonen gewonnen, die entweder eigens hergestellt werden oder bei künstlichen Befruchtungen übriggeblieben sind. Dabei wird der Embryo zerstört.

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Die Argumentation der Befürworter:
Die Embryonen würden ohnehin vernichtet. Kritiker sprechen dagegen von der Tötung ungeborenen Lebens.

Anders:
Es werden Stammzellen vom Patienten entnommen, um in erkrankte Areale zu injizieren..
Aktuell in den Medien kursiert gerade die Firma XCell, der eine Anklage droht, da ein 2 Jähriges Kind durch einen Stammzell- Eingriff im Gehirn gestorben ist.

Die Patienten blechen ordentlich Geld, um geholfen zu werden, was haltet ihr davon aus ethischer Sicht, bzw. haltet ihr es für Abzocke?!
Vielleicht habt ihr ja sogar selber Erfahrungen damit gemacht...


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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 16:56
Ja ich merk schon, schwieriges Thema :D
Laßt euch Zeit.. :|


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emanon
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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:00
@lateral
Ja, das Thema ist heikel.
Du scheinst dich ja schon damit beschäftigt zu haben.
Wie stehst du dazu?


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eyecatcher
ehemaliges Mitglied

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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:01
@lateral

Die Embryonen werden doch gar nicht geschaffen um zu Leben, sondern dienen lediglich als Grundlage der Stammzellenforschung und sind Zellenspender.
Kann man da denn immer noch davon sprechen, dass Leben zerstört wird?

Okay es wird sehr rabiat an das Thema Leben von Embryonen herangegangen, aber immer mit dem Gedanken im Hinterkopf Menschen zu helfen und die Welt ein Stück weit zu verbessern.


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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:07
@eyecatcher
In dem Kontext gesehen wird aber ein Embryo, welches ein Stück weit schon Leben ist, zerstört...
Ein Lebewesen... Zwar noch nicht ausgereift.. aber dennoch..

Es ist wohl Ansichtssache.

Tja, was halte ich davon...
Der Grad zwischen Forschung und Menschen wirklich zu helfen ist schmal...
denn so wirkliche Erfolge habe ich noch nicht auf Papier gesehen.

Und Aktuell was die Firma betrifft.. versteh ich den Zusammenhang nicht ganz, sich in einem katholischen Haus eingekauft zu haben, Katholiken vs. Stammzellen passt nicht so ganz, oder?!

Und wenn die Mediziner Größenwahnsinnig sind/werden, ist niemandem wirklich geholfen ...


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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:09
Nicht zu vergessen, dass manche noch ein 2. Kind zeugen, um dem 1. an Krebs erkrankten Kind zu helfen...


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eyecatcher
ehemaliges Mitglied

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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:14
@lateral

Da solltest du aber bitte differenzieren.
Es gibt die Forscher wie Biologen, Mediziner etc. die solche Verfahren erarbeiten, verbessern etc.
um damit den Fortschritt voran zu bringen und um der Welt zu helfen.

Auf der anderen Seite stehen die Unternehmen/Industrie die diese Verfahren vermarkten um daraus Profit zu schlagen.

Man sollte immer bedenken, dass die Forscher, die solche Sachen entwickeln und daran arbeiten damit nicht reich werden.

Die Stammzellenforschung steckt noch in den Kinderschuhen. Zudem sind viele, weil sie hören da wird Leben getötet erstmal dagegen und hindern eher die Forschungsarbeit damit.
Große Erfolge kannste in ein paar Jahren erwarten, aber heute ist es noch zu früh.


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emanon
ehemaliges Mitglied

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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:17
@lateral
Wo/wann ensteht das Leben?
Bei der Verschmelzung von Samen- und Eizelle, beim Erwachen der ersten Empfindung?
Da hat jeder seine eigene (Schmerz)grenze.
Stammzellenforschung per se zu verteufeln, wie es einige Vertreter der katholischen Kirche tun, halte ich nicht für sinnvoll.


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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:17
eyecatcher schrieb:Man sollte immer bedenken, dass die Forscher, die solche Sachen entwickeln und daran arbeiten damit nicht reich werden.
Sorry, aber so ganz mit der Materie hast du dich nicht befasst, oder?!
Es geht nicht nur um Embryos die "getötet" werden, sondern auch darum, ob die Methodik generell was bringt...
Einem Kleinkind Stammzellen in den Ventrikel zu injizieren und warten ob sich was erholt..
hm.


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emanon
ehemaliges Mitglied

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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:19
@lateral
Ist die ganza Stammzellenforschung schlecht, wenn einzelne übers Ziel hinaus schiessen?


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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:19
Nein verteufeln sollte man es nicht.. aber man sollte wissen, was man tut und diese Therapie nicht anwenden, wenn die Sache zu heikel ist.


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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:20
Ja, ich halte es für unprofessionell gerade in diesem Bereich übers Ziel hinauszuschiessen.


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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:20
Ethnisch nicht korrekt.

Jedoch gibt es qauch unreligiöse Menschen die damit kein problem haben.
Ich bleibe dem gegenueber neutral.

Letzendlich wird die Menschheit davon profitieren.


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emanon
ehemaliges Mitglied

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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:22
@Spe11
Es gibt keine allgemeinverbindliche Ethik.


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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:28
@emanon

Heul nicht rum ;)


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emanon
ehemaliges Mitglied

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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:35
@lateral
Forschern gelang es erstmals, Stammzelllinien aus menschlichen Embryonen zu gewinnen, die dabei nicht mehr sterben müssen.

Was bisher nur mit Mäusen gelungen war, glückte nun einem Forscherteam aus den USA: Sie konnten menschlichen Embryonen einzelne Zellen entnehmen und daraus Stammzellen züchten, ohne die Embryonen zu töten. Die Methode könnte in Zukunft Forschung ermöglichen ohne die moralische Last, dass dabei ein Lebewesen zerstört wird. Bisher mussten den Ungeborenen so viele Zellen entnommen werden, dass sie dabei zugrunde gingen.

Die Wissenschaftler isolierten einzelne Zellen aus Embryonen, die zu diesem Zeitpunkt erst aus acht bis zehn Zellen bestanden. Sie konnten die Zellen anschließend zur Teilung anregen und erhielten auf diese Weise zwei Zellkulturen. Nach Aussagen der Forscher wiesen die beiden Zelllinien die gleichen Eigenschaften auf wie herkömmlich erzeugte embryonale Stammzellen.
Der Artikel ist von 2006
Weisst du, ob die Stammzellenforschung immer noch darauf angewiesen ist Embryos zu töten?


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eyecatcher
ehemaliges Mitglied

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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:39
@lateral
eyecatcher schrieb:
Man sollte immer bedenken, dass die Forscher, die solche Sachen entwickeln und daran arbeiten damit nicht reich werden.

Sorry, aber so ganz mit der Materie hast du dich nicht befasst, oder?!
Man sollte seinen eigenen Horizont nicht als absoluten Maßstab nehmen ;)
Hier ein Beispiel.
Peter Grünberg, der den GMR-Effekt entdeckt hat, ist mit seiner Entdeckung nicht reich geworden. Er hat einen Nobelpreis in Physik dafür bekommen. IBM hingegen hat das Wissen über den Effekt genommen und diesen für die Anwendung in den uns heute bekannten Computer-Festplatten gesteckt und damit (die Zahlen habe ich gerade nicht zu Hand) einige Milliarden Dollar gemacht. Nur um eines der bekanntesten Beispiele aufzugreifen in denen der Forscher vom Geld verschont geblieben ist und die Industrie der große Abräumer gewesen ist.
lateral schrieb:Es geht nicht nur um Embryos die "getötet" werden, sondern auch darum, ob die Methodik generell was bringt...
Einem Kleinkind Stammzellen in den Ventrikel zu injizieren und warten ob sich was erholt..
hm.
Ich denke schon, dass Stammzellenforschung viel Potential hat. Man sollte dieses aber nicht an Kindern testen, wenn man es zuvor an Versuchstieren durhführen kann.


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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:42
Da geht es mir ja drum..
Diese Firma agiert/e Weltweit an Menschen, ohne wirklich zu wissen, ob es was bringt.. und dafür zahlen die Menschen die nach einem Strohhalm greifen viel Geld.

Und ich nehme mein Wissen nicht als Maßstab, sondern halte mich an das Topic meines Threads.. hier gehts nicht um den technischen Fortschritt...
Eine Festplatte ist kein Wesen.


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eyecatcher
ehemaliges Mitglied

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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:45
@lateral

Es ist doch völlig egal was der gute Mann erforscht hat, mir ging es lediglich darum aufzuzeigen, dass Naturwissenschaftler egal welcher Fachrichtung nicht das große Geld machen.

Dann verteufel die Firma, aber nicht die Wissenschaft ;)


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Stammzellforschung im Zwielicht

28.10.2010 um 17:46
Hab die Firma verteufelt, und nicht die Wissenschaft ;)


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