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Die kleine Ecke für Sondengänger

Die kleine Ecke für Sondengänger

10.01.2013 um 19:43
@wobel
ich verstehe und respektieren ja deinen standpunkt voll und ganz.
nur wenn das mit dem schwarz weiß zu sehr durchkommt.. das mag ich immer nicht.
auf der behördlichen seite gibts halt auch schwarze schafe wie @pipapo ja schon dezent angemerkt hat und viele hobby- archäologen haben auch anderes im sinne als nur die persönliche bereicherung.

auf beispiel schliemann zu kommen.. der ist aber auch schon ne ganz andere hausnummer!
da kann ich auch wieder den baulöwen anführen der an seiner großbaustelle auch lieber den teppich des schweigens (aus beton) über eventuelle funde gießt bevor noch sein fertigstellungstermin irgendwie gefährdet wird.


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11.01.2013 um 13:30
@nyarlathotep
nyarlathotep schrieb:auf beispiel schliemann zu kommen.. der ist aber auch schon ne ganz andere hausnummer!
da kann ich auch wieder den baulöwen anführen der an seiner großbaustelle auch lieber den teppich des schweigens (aus beton) über eventuelle funde gießt bevor noch sein fertigstellungstermin irgendwie gefährdet wird.
und soll ich dir was sagen? das kann ich absolut nachvollziehen.
da ich ja selbst schon fürs landesdenkmalamt gearbeitet habe und leider umgekehrt auch immer wieder mit dem landesdenkmalamt im clinch liege kenn ich das nur zu gut.
ich werde mich jetzt nicht konkret outen, aber ich habe erst letzten sommer mal eben stillschweigend die auflagen des denkmalschutzes ignoriert. ansonsten wär da aber mit hoher wahrscheinlichkeit bis heute ein loch in einer wand, es gäbe schätzungsweise 3 leitzordner voller briefverkehr und irgendwelche leute vom amt wären mindestens vier bis fünf mal dagewesen. zudem hätte ein architekt bezahlt werden müssen für lösungsvorschläge (selber zeichnen darf man da nicht, auch dann nicht wenn man vom fach ist) und vermutlich wär irgendwer eingebrochen wenn man nicht eine provisorische sicherung angebracht hätte, die wiederum ihrerseits in einem wochen dauernden vorgang erstmal genehmigt werden muss...
alles hat seine grenzen, und man muss auch nicht jeden fliegenschiss überbewerten.

mir geht's auch nicht um ein winziges löchlein in einem acker.
mir geht's um die fälle in denen in grossem umfang wissen zerstört wird, und das auch noch bewusst... daher auch das thema schliemann.

btw.: der von mir erwähnte ausstellungskatalog "stadluft, hirsebrei und bettelmönch - die stadt um 1300" beschäftigt sich ja gerade mit stadtarchäologie, also genau den fällen in denen mitten in einer stadt abgerissen wurde und neu gebaut werden soll bzw. sollte - was sich dann jahrelang verzögert hat weil erstmal archäologisch gegraben werden musste.
wer sich den katalog anschaut und interesse an geschichte hat wird zugeben müssen, dass es die sache wert war.
und baulöwen wissen dass sowas vorkommen kann, die bekommen ihre genehmigungen auch nur unter der voraussetzung dass die baustelle entsprechend beobachtet wird. sprich: das risiko gehen sie bewusst ein.


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Die kleine Ecke für Sondengänger

11.01.2013 um 14:03
@wobel

ich bin jedenfalls froh das du hier mitschreibst. überhaupt sind bisher zwar wenige, aber dafür ziemlich engagierte user hier unterwegs die auch ordentlich was zum thema beitragen.
danke euch allen für die tollen beiträge!

@Pan_narrans
@pipapo
@Mack74
@phenix
@Cardinal


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Die kleine Ecke für Sondengänger

12.01.2013 um 07:29
Letztens gabs einen Bericht über die Wikinger und deren Handels-/Plünder-Beziehungen zur ehemals russischen Osteseeküste bzw.. den Ostseebaltenstaaten. Es begann interessant mit einem Bericht über
etliche verborgene Schätze im Süden der Gotland-Insel vor Schweden.
Nachdem mir das Wasser schon im Munde zusammenlief und Fotos /Video-Schnipsel von zusammengeklumpten Silberschätzen im mehrere-Kilo-Bereich gezeigt wurden, kam trocken und schnell der Hinweis:
Der schatzträchtige Süden der Insel ist für archäologische Ausgrabungen mit etlichen Absperrungen versehen und die schwedische Polizei macht kurzen Prozess mit Wild-Buddlern und Sondengängern..


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12.01.2013 um 11:19
pipapo schrieb:Letztens gabs einen Bericht über die Wikinger und deren Handels-/Plünder-Beziehungen zur ehemals russischen Osteseeküste bzw.. den Ostseebaltenstaaten. Es begann interessant mit einem Bericht über
etliche verborgene Schätze im Süden der Gotland-Insel vor Schweden.
Nachdem mir das Wasser schon im Munde zusammenlief und Fotos /Video-Schnipsel von zusammengeklumpten Silberschätzen im mehrere-Kilo-Bereich gezeigt wurden, kam trocken und schnell der Hinweis:
Der schatzträchtige Süden der Insel ist für archäologische Ausgrabungen mit etlichen Absperrungen versehen und die schwedische Polizei macht kurzen Prozess mit Wild-Buddlern und Sondengängern..
Solche Aussagen sind es dann auch, die bei mir größte Zweifel aufkommen lassen, dass Sondler wirklich vorrangig an der Geschichte und nicht an finanziellen Gewinn interessiert sind.


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13.01.2013 um 02:39
wenn es hier immer nur auf den einen streit rauslaufen soll wird dieser thread hier schnell wieder verschwinden. das hab ich mir schon bissel anders erhofft!


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13.01.2013 um 11:13
@nyarlathotep
naja weisste - sätze wie dieser hier:

@pipapo
pipapo schrieb:Nachdem mir das Wasser schon im Munde zusammenlief ...
sind halt leider doch sehr, sehr eindeutig und lassen an der motivation der sondler wenig zweifel, oder?


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13.01.2013 um 14:52
@wobel
schon, aber in @Pan_narrans antwort darauf sind es gleich wieder "die sondler".
die sondler sind immer die bösen. ist wohl wie bei den nazis.
nur weil man das immer und immer wiederholt wird es nicht unbedingt wahrer.


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13.01.2013 um 14:56
@nyarlathotep
sagen wir's mal so:
bisher hat hier noch kein sondler erzählt wie er brav den fund gemeldet hat...


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13.01.2013 um 15:34
Als Mitglied des Heimatmuseums soll ich an der Früh- und
Urgeschichte mitarbeiten. Mein Beitrag sind Bodenfunde aus der Umgebung
und die Besiedlungs-Rückschlüsse daraus. Ich beschränke mich auf eine
einzige Gemeinde. Meine Funde werden, nachdem ich sie von den
Archäologen wiederbekommen habe, in den Vitrinen unseres Museums ihren
Platz finden. Das hat den Vorteil, dass sie nicht bei mir im Karton ver-
schwinden. Diese Teile bleiben als Dauerleihgaben jedoch mein Eigentum
Hier mal ein positiv Beispiel, wie das eigentlich laufen soll.

Ich hoffe dass dies auch als solches angesehen wird.


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13.01.2013 um 15:44
@phenix
da steht aber nicht wie die grabung als solche vorgegangen ist...
übrigens find ich's hervorhebenswert dass die fundstücke hier (ohne zusammenarbeit mit archäologen) im karton BEIM SONDLER verschwunden wären - etwas das du bisher ja den archäologen vorgeworfen hattest...


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13.01.2013 um 16:33
@nyarlathotep
Weil ich bisher von keinen Sondler eine Argumentation gehört habe, die nicht in die Richtung ginge.
Vielleicht gibt es ja wirklich irgendwo in einer Einsiedelei einen Sondler, der wirklich an der Geschichte und nicht den finanziellen Gewinn interessiert ist. Nur habe ich noch nie von diesem gehört.

Die Sondler, die sich hier zu Wort melden, sind es ja offenbar nicht.


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13.01.2013 um 18:14
ich glaube das hat er nur ein wenig verkehrt ausgedrückt, mit der kiste


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13.01.2013 um 18:17
@phenix
ahso.... nenn mal die quelle, damit wir's nachlesen können...


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13.01.2013 um 19:25
Ich hoffe es geht klar, wenn man hier andere Foren als Quellen angibt :)

Wenn nich einfach löschen.

http://schatzsucher.de/


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13.01.2013 um 20:06
@phenix
kannst du vielleicht bitte auf den beitrag direkt verlinken?
ich kann da jetzt wirklich nicht das ganze forum danach durchsuchen...


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13.01.2013 um 22:42
http://www.schatzsucher.de/Foren/showthread.php?t=75329 bitteschön aber Vorsicht das ist ja quasi die Quelle allen Übels ;)


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14.01.2013 um 13:23
@nyarlathotep
nyarlathotep schrieb:in vielen nachbarländern ist es auf gut deutsch auch $ch€ißegal wer wann wo buddelt, obwohl da auch viel kulturell wertvolles für immer draufgeht (nicht das ich das gutheißen möchte).
Die Ur- und Frühgeschichtlerin meines Vertrauens würde gerne wissen, welche Nachbarländer Du damit meinst?

Im Übrigen möchte sie noch folgendes zur Diskussion beitragen:
nyarlathotep schrieb:gerade in der dokumentation hier drei posts weiter oben sind die sondengänger sehr fachkundig, haben genehmigungen, melden brav jeden fund aber nichts (!) passiert.
die zuständigen behörden haben scheinbar zuwenig zeit, geld und manpower um da an jedem fund dranzubleiben. das stimmt traurig und macht betroffen.
Zu mindestens im rheinischen Teil von NRW (Zuständigkeit des LVR) arbeiten die Denkmalämter mit Ehrenämtlern zusammen. Diese haben ein Gebiet, das sie prospektieren, Schulungen zur Denkmalpflege und bekommen regelmäßig Besuch von ausgebildeten Archäologen, die die gefundenen Dinge bestimmen.
Größtenteils werden die Schätze dann von den Sammlern behalten unter der Auflage diese im Bedarfsfall der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Manche schreiben auch selbst kleine Artikel für die einschlägigen Wissenschaftszeitschriften.
Nach meinem Wissensstand ist NRW mit dieser Regelung nicht allein.

Also bitte nicht so tun, als ginge es hier um wirkliche Wissenschaftshilfe (ja, unsere Ämter und Universitäten sind unterbesetzt. Wir können mit dem vorhandenen Personal nur die Notfälle bergen. Dennoch ist es unfair den Rest einfach aus egoistischen Motiven/ Goldgier zu zerstören, ich grab ja auch nicht die Blumen aus dem Stadtpark für meinen Balkon aus).Eigentlich geht es doch immer um den Materialwert.
Ich weiß, was wir mit den ganzen Regenbogenschüsselchen machen, wir stellen den Münztyp und somit den Prägeort fest (kommt diese Münze aus einer weit entfernten Region? Handel und Kontakt), wir bestimmen die Materialzusammensetzung (woher habe sie das Metall? Ist es legiert? Kommt es aus der Nähe? Ist es vielleicht eingeschmolzene Beute?) und nicht zuletzt neue Münztypen, die vielleicht nach eine, anderen griechischen Münztyp gefertigt wurden als die anderen (das wäre echt cool, neue Kontakte in den mediterranen Raum!).
Aber was machen die Sondengängler damit? Einschmelzen wegen des Goldwertes? Numismatisch ist der Münztyp wohl nicht so gefragt und den Prägestempel können die Meisten auch nicht bestimmen.

Diese falsche Hilfsbereitschaft und der Wille, sich an Allgemeingut zu bereichern ist bestürzend.
Echte interessierte Laien können in vielen Bundesländern mit dem Bodendenkmalämtern zusammenarbeiten (okay, BW ist nicht dabei).
Die beschweren sich aber selten.
Dieses Gejammer (und die Unterstellung wir würden die Objekte selber mitnehmen, sagt Ihr das eigentlich auch zu der Dame am Bankschalter oder nehmt ihr grundsätzlich das Eigentum eures Arbeitgebers mit? Vielleicht hätte ich doch in der Automobilindustrie anfangen sollen... ) finde ich immer nur bei sogenannten "Hobbyarchäologen" oder Sondengänglern.
Die will ich aber hiermit unterscheiden haben von Ehrenamtlern.
Wenn es einem wirklich um die Geschichte geht und man wirklich sauber arbeiten will, sollte man einfach mit den Bodendenkmalämtern zusammenarbeiten. Ist halt aber auch weniger lukrativ und glamourös als bei Nacht und Nebel auf einem keltischen Oppida ein Loch zu buddeln, oder mit der Sonde über eine laufende archäologische Ausgrabung zu gehen und alles zu durchwühlen (ja ist mir passiert, mehrmals. Macht bei Arbeitsbeginn wenig Spaß. Aber der Sondengängler wusste somit ja schon den Ort und wir waren ja auch so nett die ersten 50cm Boden ab zutragen. Außerdem haben die ja nur das Metall mitgenommen, merkt hier jemand was?).
Den großteil der Sondengängern geht es doch echt nur um Geld, Gold und Edelsteine. Vielleicht noch ein paar Waffen aus dem WWII.

TL:DR
Es gibt einen Unterschied zwischen Sondengänglern und ehrenamtlichen Archäologieinterssierten mit Metallsonde. Letztere können immer auf meine Unterstützung bauen.


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Die kleine Ecke für Sondengänger

03.03.2013 um 00:45
Hallo


Wir haben öfters was gefunden.
Bevor jemand Stress machen will:
Unsere Funde werden bei den Denkmalschutzbehörden abgegeben, evt. registriert.

http://www.fotos-hochladen.net/view/bild4038g140l9hdp.jpg
http://www.fotos-hochladen.net/view/bild4074hzg8a07kx.jpg


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03.03.2013 um 16:53
@Philipp54
das mit dem fundzusammenhang hast du aber ganz offensichtlich auch nicht kapiert, oder?


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