Autonomes Fahren
gestern um 20:09Ich hätte nen Herzinfarkt bekommen...Total_Recall schrieb:Eine respektable Leistung, möchte man meinen. :D
Tesla hat da was erfunden, was die Blendung der Kameras verhindern soll. Die nennen das direkte Photonenzählung. Frag mich bitte nicht was das genau sein soll (klingt jedenfalls cool). Ich habe auch keine Ahnung wie das funktioniert und was der Unterschied zu dem ist was ein Kamerachip eh macht. Im Prinzip zählt so n Kamerachip ja auch bloss Photonen, je mehr desto heller.Total_Recall schrieb:Das hoffe ich, denn only vision lebt und fällt mit der optischen Leistung der Sensoren, wir fahren aktuell einige Passagen bei Sonnenaufgang und Gegenlicht, da graust es mir als Hobbyfotograf, weil ich die optische Leistung der Kameras halbwegs abschätzen kann
Aber: FSD ist bei den ersten 13er Versionen bei tiefstehender Sonne oft ausgestiegen (Take over immediately) und mittlerweile scheint das weg zu sein, oder zumindest hört man nix mehr davon.
Man darf gespannt sein, ob das wirklich funktioniert.
Allerdings. Ich will ja auch nicht behaupten, dass des alles unlösbare Probleme sind. Aber da ist noch ein gerüttelt Maß an Arbeit notwendig.Total_Recall schrieb:Da wird noch einiges an Ingenieursschweiß fließen müssen, wenn man verschiedene Sensorsysteme optimal vernetzen und auswerten will und muss.
So wie das aussah, waren das alle Level 2 Systeme, die aber Spurwechsel auf der Autobahn beherrschen. Hat also mit autonomen Fahren nur am Rande zu tun. Ich habs trotzdem mal hier reingepackt, weil es beeindruckend den Stand der Technik demonstriert.jorkis schrieb:Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass z.B. Mercedes und BMW ihre Fahrzeuge nicht als autonom verkauft. Es sind nur Assistenzsysteme, die nicht dazu gedacht sind, in jeder Situation korrekt zu reagieren. Keine Ahnung, wie es bei den Chinesen ist.
Der springende Punkt ist halt der Anstieg der Komplexität die du dir mit mehreren Sensoren einfängst. Wenn die sich Wiedersprechen, dann muss der Computer entscheiden wer Recht hat. Und das sind halt Probleme, die du mit einer Art Sensoren nicht hast.jorkis schrieb:Und bezogen auf die Sensoren. Das Argument, wieso verschiedene Sensoren mehr Sicherheit bieten, ist ja, dass man verlässlicheren Input hat. Wenn ich den Input bzw. die Verarbeitung nicht im Griff habe, kann nichts Sinnvolles dabei herauskommen. Dann habe ich nichts von diesem Vorteil.
Man hat das auch oft im Test gesehen. Zuerst stuft das Testfahrzeug den Dummy als Problem ein und steigt voll in die Eisen um dann eine Sekunde später zu entscheiden "ach alle Schick" und von der Bremse zu gehen.
Wie gesagt, es sind mit Sicherheit keine unlösbaren Probleme. Aber zur Zeit sieht es so aus als hätte Musk recht, wenn er sagt "Alles Quatsch, muss nur mit Kameras gehen, alles andere macht mehr Probleme als es wert ist". Tesla war auch nicht der einzige mit Vision only. Auch BYD hat wohl Modelle im Angebot, die ebenfalls gut gearbeitet haben.
Besonders deprimierend fand ich das schlechte Abschneiden von Mercedes und VW. Die hatten ja bei jedem Test nen Unfall. Zumindest hätten da die Beteiligten überlebt, was man nicht bei jedem Chinesen behaupten kann. Aber da hätte ich schon was mehr erwartet. interessanterweise sind die immer sehr ähnlich gecrasht. Ich nehme an, die hatten identische mobileye Systeme.
Und noch interessanter fand ich das unterschiedliche Verhalten der beiden Teslas, obwohl sie ja identische Sensorik und identische Software haben.