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Autonomes Fahren

370 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Autonomes Fahren ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Autonomes Fahren

29.08.2025 um 20:09
Zitat von Total_RecallTotal_Recall schrieb:Eine respektable Leistung, möchte man meinen. :D
Ich hätte nen Herzinfarkt bekommen...
Zitat von Total_RecallTotal_Recall schrieb:Das hoffe ich, denn only vision lebt und fällt mit der optischen Leistung der Sensoren, wir fahren aktuell einige Passagen bei Sonnenaufgang und Gegenlicht, da graust es mir als Hobbyfotograf, weil ich die optische Leistung der Kameras halbwegs abschätzen kann
Tesla hat da was erfunden, was die Blendung der Kameras verhindern soll. Die nennen das direkte Photonenzählung. Frag mich bitte nicht was das genau sein soll (klingt jedenfalls cool). Ich habe auch keine Ahnung wie das funktioniert und was der Unterschied zu dem ist was ein Kamerachip eh macht. Im Prinzip zählt so n Kamerachip ja auch bloss Photonen, je mehr desto heller.

Aber: FSD ist bei den ersten 13er Versionen bei tiefstehender Sonne oft ausgestiegen (Take over immediately) und mittlerweile scheint das weg zu sein, oder zumindest hört man nix mehr davon.

Man darf gespannt sein, ob das wirklich funktioniert.
Zitat von Total_RecallTotal_Recall schrieb:Da wird noch einiges an Ingenieursschweiß fließen müssen, wenn man verschiedene Sensorsysteme optimal vernetzen und auswerten will und muss.
Allerdings. Ich will ja auch nicht behaupten, dass des alles unlösbare Probleme sind. Aber da ist noch ein gerüttelt Maß an Arbeit notwendig.
Zitat von jorkisjorkis schrieb:Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass z.B. Mercedes und BMW ihre Fahrzeuge nicht als autonom verkauft. Es sind nur Assistenzsysteme, die nicht dazu gedacht sind, in jeder Situation korrekt zu reagieren. Keine Ahnung, wie es bei den Chinesen ist.
So wie das aussah, waren das alle Level 2 Systeme, die aber Spurwechsel auf der Autobahn beherrschen. Hat also mit autonomen Fahren nur am Rande zu tun. Ich habs trotzdem mal hier reingepackt, weil es beeindruckend den Stand der Technik demonstriert.
Zitat von jorkisjorkis schrieb:Und bezogen auf die Sensoren. Das Argument, wieso verschiedene Sensoren mehr Sicherheit bieten, ist ja, dass man verlässlicheren Input hat. Wenn ich den Input bzw. die Verarbeitung nicht im Griff habe, kann nichts Sinnvolles dabei herauskommen. Dann habe ich nichts von diesem Vorteil.
Der springende Punkt ist halt der Anstieg der Komplexität die du dir mit mehreren Sensoren einfängst. Wenn die sich Wiedersprechen, dann muss der Computer entscheiden wer Recht hat. Und das sind halt Probleme, die du mit einer Art Sensoren nicht hast.

Man hat das auch oft im Test gesehen. Zuerst stuft das Testfahrzeug den Dummy als Problem ein und steigt voll in die Eisen um dann eine Sekunde später zu entscheiden "ach alle Schick" und von der Bremse zu gehen.

Wie gesagt, es sind mit Sicherheit keine unlösbaren Probleme. Aber zur Zeit sieht es so aus als hätte Musk recht, wenn er sagt "Alles Quatsch, muss nur mit Kameras gehen, alles andere macht mehr Probleme als es wert ist". Tesla war auch nicht der einzige mit Vision only. Auch BYD hat wohl Modelle im Angebot, die ebenfalls gut gearbeitet haben.

Besonders deprimierend fand ich das schlechte Abschneiden von Mercedes und VW. Die hatten ja bei jedem Test nen Unfall. Zumindest hätten da die Beteiligten überlebt, was man nicht bei jedem Chinesen behaupten kann. Aber da hätte ich schon was mehr erwartet. interessanterweise sind die immer sehr ähnlich gecrasht. Ich nehme an, die hatten identische mobileye Systeme.

Und noch interessanter fand ich das unterschiedliche Verhalten der beiden Teslas, obwohl sie ja identische Sensorik und identische Software haben.


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Autonomes Fahren

29.08.2025 um 20:41
Zitat von alhambraalhambra schrieb:So wie das aussah, waren das alle Level 2 Systeme, die aber Spurwechsel auf der Autobahn beherrschen. Hat also mit autonomen Fahren nur am Rande zu tun. Ich habs trotzdem mal hier reingepackt, weil es beeindruckend den Stand der Technik demonstriert.
Ja klar, aber Tesla konzipiert ja sein Level 2 System nicht nur als reine Assistenz, richtig? Die Frage ist, ob Mercedes und VW mit ihren Systemen diese Fälle überhaupt abdecken. Beispielsweise in einer Baustelle etc. Müsste mir aber zugegebenermaßen das Video ansehen.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Der springende Punkt ist halt der Anstieg der Komplexität die du dir mit mehreren Sensoren einfängst. Wenn die sich Wiedersprechen, dann muss der Computer entscheiden wer Recht hat. Und das sind halt Probleme, die du mit einer Art Sensoren nicht hast.
Das ist aber ein Trugschluss, denn mit einem Sensor würde man ja potentiell überhaupt nicht merken, dass man ein Problem hat, man hat es aber trotzdem. Außerdem hast du mit mehreren Kameras ja auch diese Herausforderung.

Die interessante Frage ist nur, ob man einen Mehrgewinn an nützlichen Informationen erhält, wenn man noch Radar, Lidar etc. ergänzt. Musk sagt ja nicht (zumindest habe ich ihn so verstanden), dass mehrere Sensoren zu komplex sind, sondern dass es unnötig ist, weil Kameras eh alles abdecken können.


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29.08.2025 um 21:24
Zitat von alhambraalhambra schrieb:So wie das aussah, waren das alle Level 2 Systeme, die aber Spurwechsel auf der Autobahn beherrschen. Hat also mit autonomen Fahren nur am Rande zu tun. Ich habs trotzdem mal hier reingepackt, weil es beeindruckend den Stand der Technik demonstriert.
Habe es mir Mal angeschaut bzw. überflogen. Also auf diese Systeme verlassen würde ich mich nach den Vorstellungen generell nicht.

Scheint so als ob das, was man gemeinhin "vorausschauendes Fahren" oder "gesunder Menschenverstand" nennt, eben doch schwer zu reproduzieren ist. Wäre ja nicht unerwartet.


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Autonomes Fahren

30.08.2025 um 01:39
In Burgdorf bei Hannover wurde am Freitag Geschichte geschrieben: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) drehte eine Runde mit dem allerersten autonom fahrenden Linienbus. Schon Mitte September soll der „albus“ dann richtig loslegen und im Testbetrieb zeigen, was er so draufhat.

Quelle:
https://share.google/v3JVR6KzYMXRndhQf


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30.08.2025 um 06:28
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Photonenzählung. Frag mich bitte nicht was das genau sein soll
Dazu kann ich dir 2 Diskussion in reddit anbieten, aber ich kann nur einiges davon verstehen, dazu fehlt mit zu viel Physik. Als Ergebnis nach Übersetzung erhielt ich folgenden Eindruck: "bullshit".
https://www.reddit.com/r/RealTesla/comments/1k63we0/elon_musks_robotaxi_fantasy_is_starting_to_unravel/?tl=de
https://www.reddit.com/r/EnoughMuskSpam/comments/1k5yv66/real_life_moronman_direct_photons_counting_yeah/?tl=de
Die meisten aktuellen Bildsensoren zählen keine Photonen, sondern sind analoge CMOS-Bauteile, die jede Silizium-Pixelzelle über einen Verstärker und einen A/D-Wandler messen. Vom Rauschen bis zur Sättigung. Es ist alles eine analoge Ladung.

Die Tesla HW4.0 Frontkameras sollen angeblich Sony IMX490 sein:

https://www.sony-semicon.com/files/62/pdf/p-15_IMX490.pdf

Ein normaler, rückseitig belichteter Stacked-CMOS-Sensor – kein Photonenzähler.

Photonenzählkameras gibt es zwar, und im Volksmund "zählen sie jedes Photon, das auf das Pixel trifft" – die meisten verwenden Single Photon Avalanche Diodes (SPAD) – also im Wesentlichen ein 1-Bit-Digitalpixel, das fast wie ein Geigerzähler reagiert. Jeder Photonentreffer erhöht die Pixel-Ausgabe um eins, und der Pixel-Speicher zählt unbegrenzt jedes Photon, bis er zurückgesetzt wird.

Der Vorteil ist eine sehr hohe Empfindlichkeit, sehr geringes Ausleserauschen und ein sehr hoher Dynamikbereich – man kann den "Verschluss pro Pixel" programmieren, also ist es keine variable analoge Spannung oder Ladung – sondern viele kleine einzelne Bits – wie DSD-Audio oder Sigma-Delta-Wandlung.

Der Nachteil ist, dass der Bedarf an Datenverarbeitung viel größer ist und der normale CMOS-"System-on-a-Chip" nicht vorhanden ist.

Sonnenblendung wird nicht eliminiert, da man immer noch eine Linse vor dem Sensor braucht – und interne Reflexionen verursachen Blendung und Streulicht – eine verschmutzte Linse verursacht auch Verdeckung.

SPAD wird auch in Time-of-Flight-Lidar-Lösungen verwendet, aber das ist eine andere Geschichte....
Quelle: https://www.reddit.com/r/EnoughMuskSpam/comments/1k5yv66/real_life_moronman_direct_photons_counting_yeah/?tl=de

Und dann hätten wir noch Nebel.
Blendung, Nebel und Staub sind schon ein Problem, bevor das Bild überhaupt den Bildsensor erreicht.
Quelle: https://www.reddit.com/r/EnoughMuskSpam/comments/1k5yv66/real_life_moronman_direct_photons_counting_yeah/?tl=de

Das sehe ich als den wichtigsten Fall an, wenn die Photonen schon nicht mehr da sind, bevor sie den Sensor treffen, was dann? In der Fotografie hast du die Möglichkeit, durch Stacking (Übereinanderlegen vieler Bilder) noch reichlich viel zu erreichen, in der Astrofotografie nutzt man das auch. Aber in einem sich bewegenden System sieht das anders aus. Nicht unmöglich, aber du bräuchtest wirklich schnelle Sensoren und Rechenleistung.
Zitat von jorkisjorkis schrieb:weil Kameras eh alles abdecken können
Sie unterliegen immer noch den äußeren Sichtverhältnissen. Nebel? Schnee? Regen?

BTW, da habe ich ein interessantes Detail zur Kamera IMX490 gefunden:
Sony hat einen neuen CMOS-Sensor speziell für den Einsatz im Auto entwickelt. Der IMX490 hat ein breiteres Sichtfeld, beherrscht besseres HDR für einen größeren Dynamikumfang und unterbindet das Flackern von LED-Signalen und Beleuchtung.

Der IMX490 ist ein 1/1,55 Zoll großer CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 5,4 Megapixeln aus 2.896 × 1.876 Bildpunkten. Durch das breite Bildformat soll der Sensor in der Horizontalen einen größeren Bereich als frühere Sensoren abbilden, um so im Auto verbaut zum Beispiel mehr Straßenschilder, Fahrradfahrer oder Fußgänger einzufangen. In der Vertikalen sollen dennoch auch über dem Fahrzeug auf Höhe der Haltelinie montierte Ampeln erkannt werden. Das ist vor allem in Europa von Vorteil, während zum Beispiel in den USA Ampeln auf der gegenüberliegende Seite der Kreuzung montiert werden.
Quelle: https://www.computerbase.de/news/mobilitaet/sony-imx490-automotive-sensor.66026/
Die Kamera scheint HDR direkt machen zu können. HDR = high dynamic range
Das wird bei der Fotografie genutzt, man macht mehrere Bilder von unterbelichtet bis überbelichtet, verrechnet sie miteinander und erhält ein (hoffentlich) gut belichtetes Bild. Viele Kameras können das direkt und selber, das kostet Zeit und hat auch so seine Grenzen.
Nach wie vor klingt das alles für mich wenig überzeugend für den praktischen Betrieb.


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30.08.2025 um 11:21
Zitat von duvalduval schrieb:In Burgdorf bei Hannover wurde am Freitag Geschichte geschrieben
Guten Morgen, welche Geschichte, in Bad Birnbach fährt seit 2017 ein Bus alleine durch Stadt und Land, das ist ein alter Hut


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30.08.2025 um 13:57
@ufosichter
Ich hätte schreiben müssen: Für diese Region wurde Geschichte geschrieben.


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05.09.2025 um 15:04
Zitat von ufosichterufosichter schrieb am 26.08.2025:Gucky hat wohl gedacht mit den 15 Euro Bußgeld ist es getan
Klar weiß ich, dass es nicht so ist. Das war doch ein Spaß mann (Falls das nicht rüber kam).

Gucky.


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Autonomes Fahren

14.04.2026 um 15:06
Weil der ursprüngliche Post inzwischen veraltet ist, hier ein aktuelles Update. Es hat sich einiges getan – manches davon buchstäblich in den letzten Tagen. Also hole ich mal wieder den Befilibrator raus und erwecke den Chat zum leben

Mercedes und BMW: Level 3 – gescheitert

In meinem letzten Post hatte ich beschrieben, dass Mercedes und BMW als einzige deutsche Hersteller Level-3-Systeme im Serienauto anbieten. Der Mercedes Drive Pilot im Stau bis 95 km/h, der BMW Personal Pilot L3 bis 60 km/h.

Beide Systeme sind jetzt Geschichte.

Mercedes hat mit dem S-Klasse-Facelift im Januar 2026 den Drive Pilot gestrichen. Die Hardware war an ihrer Leistungsgrenze und nicht mehr updatebar – für mehr als 95 km/h hätte es komplett neue Sensorik gebraucht. Zudem hat kaum jemand die Option gekauft, die je nach Modell zwischen 6.000 und 9.000 Euro Aufpreis kostete.

BMW folgt mit dem 7er-Facelift Ende April 2026. Auch dort fällt der Personal Pilot L3 (6.000 Euro Aufpreis) ersatzlos weg.

Beide Hersteller bieten stattdessen Level-2++-Systeme an: Das Auto fährt auf der Autobahn weitgehend selbst, der Fahrer muss aber jederzeit aufpassen und darf die Augen nicht von der Straße nehmen. BMW bietet dazu einen Autobahnassistenten bis 130 km/h für rund 1.450 Euro an. Mercedes hat ein ähnliches System namens MB.Drive Assist Pro – das auch in der Stadt funktioniert.

Level 3 soll in einigen Jahren zurückkommen, dann wohl direkt mit 130 km/h und neuer Hardware. Ob das diesmal jemand kauft, ist eine andere Frage.

Das Fazit ist ernüchternd: Level 3 als kommerzielle Zwischenstufe im Privatfahrzeug hat sich nicht bewährt. Zu teuer, zu eingeschränkt, zu selten nutzbar. Genau das hatten die Entwickler bei Google/Waymo übrigens schon vor zehn Jahren vorhergesagt – und sich daher nie die Mühe gemacht, ein Level-3-System zu entwickeln.

Tesla FSD: Jetzt auch in Europa – seit dieser Woche

Das ist die aktuellste Meldung: Am 10. April 2026 hat die niederländische Zulassungsbehörde RDW Tesla FSD Supervised als erstes EU-Land für den allgemeinen Verkehr zugelassen. Das Rollout per Over-the-Air-Update hat bereits begonnen.

FSD Supervised ist ein Level-2-System – der Fahrer muss also aufpassen, darf aber die Hände vom Lenkrad nehmen. Dennoch ist es dem, was BMW und Mercedes als Level 2 anbieten, weit überlegen: Es fährt nicht nur auf der Autobahn, sondern auch durch die Stadt, über Kreuzungen, durch Kreisverkehre – von Haustür zu Haustür. In den USA hat das System inzwischen weltweit über 14 Milliarden Kilometer absolviert.

Die Niederlande haben angekündigt, einen Antrag auf EU-weite Genehmigung bei der EU-Kommission zu stellen. Tesla selbst hofft auf einen EU-weiten Rollout bis Sommer 2026, realistischere Einschätzungen gehen von Deutschland eher Anfang 2027 aus. Wichtig: Ein in den Niederlanden freigeschalteter Tesla muss FSD beim Grenzübertritt nach Deutschland deaktivieren.

Tesla Robotaxi: Noch Baustelle, aber Cybercab kommt

Teslas Robotaxi-Dienst läuft seit Juni 2025 in Austin, Texas – zunächst ausschließlich mit Sicherheitsfahrer an Bord. Seit Dezember 2025 gibt es echte unsupervised Fahrzeuge: Fahrgäste sitzen allein im Auto, kein Mensch vorne. Aktuell sind es rund 94 Fahrzeuge in Austin insgesamt, davon laut Tracker etwa 11 wirklich unsupervised. Das Einsatzgebiet hat sich inzwischen auf rund 245 Quadratmeilen ausgeweitet – inklusive Innenstadt.
Zur Einordnung: Musk hatte ursprünglich versprochen, bis Ende 2025 über 500 Fahrzeuge allein in Austin zu betreiben, plus 1.000 in der Bay Area. Die tatsächlichen Zahlen lagen weit darunter. Das Muster kennt man von Tesla: ambitionierte Ansagen, schleppende Realität. Gleichzeitig ist "ein paar Dutzend Autos in einer Stadt" natürlich nicht dasselbe wie ein echtes Robotaxi-Geschäftsmodell.

Was aber wirklich spannend ist: Auf dem Gelände der Gigafactory Texas wurden Anfang April rund 60 Cybercab-Einheiten gesichtet – die größte Ansammlung bisher. NotateLaApp Der Cybercab ist Teslas eigens für den Robotaxi-Betrieb entwickeltes Fahrzeug – kein Lenkrad, keine Pedale, vier Sitzplätze. Produktion soll in diesem Monat anlaufen, Marktstart in den USA unter 30.000 Dollar für 2026 geplant (wobei Tesla bei Terminen bekanntermaßen flexibel ist).

Tesla plant außerdem die Expansion in Dallas, Houston, Phoenix, Miami, Orlando, Tampa und Las Vegas noch in der ersten Jahreshälfte 2026. Ob das klappt: abwarten.

Und natürlich expandiert Tesla auch in die absoluten Weltstädte, z.b. den Landkreis Bitburg-Prüm

Noch bevor die Niederlande im April 2026 die erste offizielle EU-Zulassung erteilten, gab es FSD Supervised bereits auf deutschen Straßen – im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Tesla betreibt dort seit Ende 2025 einen Shuttle-Dienst, der den lückenhaften ÖPNV auf dem Land ergänzt. Mit einem Tesla-Mitarbeiter als Aufpasser am Steuer, versteht sich. Aber immerhin: erstes reguläres FSD in Europa.


Waymo: Unangefochtener Marktführer in den USA

Waymo ist das einzige Unternehmen, das Level-4-Robotaxis in nennenswertem Umfang in der westlichen Welt betreibt. Stand 2026: über 1.500 Fahrzeuge, mehr als 250.000 Fahrten pro Woche in inzwischen zehn amerikanischen Metropolen – darunter San Francisco, Los Angeles, Phoenix, Austin, Atlanta, Miami, Dallas, Denver und Seattle.

Waymo setzt weiterhin auf ein teures Sensor-Paket aus Lidar, Radar und Kameras. Das macht die Fahrzeuge zuverlässiger bei Nacht und schlechtem Wetter – aber auch deutlich teurer als Teslas kamerabasierter Ansatz. Skalierung ist die große offene Frage.

Für 2026 ist außerdem der erste europäische Dienst geplant: London, mit dem Jaguar I-Pace als Basisfahrzeug.

China: Das wird unterschätzt

Das ist die größte Verschiebung gegenüber meinem letzten Post. China dominiert inzwischen beim Ausbau von Robotaxis, sowohl in der Breite als auch beim Tempo der internationalen Expansion.

Die wichtigsten Player:

- Baidu Apollo Go: Über 240 Millionen Kilometer, mehr als 17 Millionen Fahraufträge in 22 Städten. Plant 2026 über Lyft Dienste in Deutschland und Großbritannien.
- Pony.ai: Fahrerlos zugelassen in allen vier chinesischen Tier-1-Städten (Peking, Shanghai, Guangzhou, Shenzhen). Kooperation mit Bolt für europäische Städte ab 2026, mit Stellantis für autonome Fahrzeuge in Europa.
- WeRide: Expansiv im Nahen Osten (Abu Dhabi, Dubai, Riad), in Belgien bereits aktiv. Über Uber-Kooperation auch in Europa unterwegs.

Besonders bemerkenswert: Waymo und Tesla haben Anfang 2026 gemeinsam den US-Kongress um schnellere Gesetzgebung gebeten – ausdrücklich weil sie Angst vor der chinesischen Konkurrenz haben. Dass diese zwei sich sonst spinnefeind sind und trotzdem gemeinsam lobbyieren, sagt eigentlich alles über die Stimmung in der Branche.

Cruise (GM): Faktisch tot

Nach dem Unfall 2023, bei dem ein verletzter Fußgänger mitgeschleift wurde, hat GM Cruise rund 950 Fahrzeuge stillgelegt und seitdem keine ernsthafte Wiedergeburt hingelegt. Als Warnung, wie schnell ein Unfall ein ganzes Programm beenden kann, bleibt Cruise relevant.


Gesamtbild

Im Privatfahrzeug hat Tesla mit FSD das einzige System, das wirklich von Tür zu Tür fährt – jetzt auch in Europa (erstmal nur Niederlande). Was BMW und Mercedes als Level 2 anbieten, ist komfortabel auf der Autobahn, aber kein echter Konkurrent.

Im Robotaxi-Bereich ist Waymo technisch führend in der westlichen Welt – aber China skaliert mit einer Geschwindigkeit, die den Rest der Welt nervös macht. Bis 2030 werden chinesische Anbieter in europäischen Städten kommerziell aktiv sein, das zeichnet sich bereits ab.

Level 5 – vollautonomes Fahren überall und jederzeit – bleibt weiterhin Zukunftsmusik


Und hier ein Tesla in Amsterdam:

Youtube: I Tested FSD in Amsterdam's busiest streets
I Tested FSD in Amsterdam's busiest streets
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Autonomes Fahren

16.04.2026 um 15:45
Zitat von alhambraalhambra schrieb:im Stau bis 95 km/h
Ich bin im Stau noch nie so schnell gefahren :)

Gucky


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