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Der Fall Jens Söring

28.972 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 17:54
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:hast "obtain" wahrscheinlich mit "entwenden"
übersetzt, obwohl es eigentlich erlangen bzw. erhalten heisst. Ergo mit dem Wissen des Besitzers.
Das war keine Übersetzung, sondern freie Wortwahl. Aus Textzusammenhang geht eindeutig hervor, dass S. beabsichtigte, dass Besitzer nichts davon mitbekommen sollten . Sonst anders formuliert.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Die Stelle hatten wir schon, "Our" gibt es an dieser Briefstelle nicht.
S. selbst schreibt in "Nicht schuldig" auf S. 89 "unser hässliches kleines Geheimnis", was tatsächlich schlecht übersetzt ist. In Killing for Love sagt er "our little nasty", "unsere kleine Ekligkeit".
An beiden Stellen "unser".


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 18:05
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Fazit: Wahl fiel auf Messer aus pragmatischen Gründen.
Wie leicht oder schwer es Söring gefallen wäre, an eine Schusswaffe zu kommen, ist angesichts der Verbreitung in den USA relativ leicht zu beantworten. Was er dazu sagt, ist zumindest plausibel.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Nur weil in diesen Beispielen das Wort "blood" nicht vor kommt heißt es doch nicht, dass er als Messermörder auszuschließen ist, oder?!?!?!?!!? Nein, natürlich nicht.
Nein, ausschließen kann man das nicht. Aber eben auch nicht daraus entnehmen.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Jens Söring schreibt in einem Brief an Elizabeth Hay.: „Würde ich deine Eltern treffen, hätte ich die ultimative Waffe. Seltsame Dinge geschehen in mir. Ich werde mehr und mehr zu einer Art Jesus.“ Und weiter: „Liebe ist eine Form der Meditation und die ultimative Waffe gegen deine Eltern. Mein Gott, wie ich die Abendessensszene durchgeplant habe.“
Mal die korrekte Übersetzung außen vorgelassen: Die ultimative Waffe muss hier die Bibel sein. Wenn er zu Jesus wird. Und die Abendessensszene enthält eine lange Predigt über die Liebe, nach der die Eltern Söring mit ihrer Tochter verheiraten wollen.
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:„Unser Scheußlichkeiten der Vergangenheit könnten zu groß sein, um sie zu verdrängen. Aber du kannst und wirst das Erlebte vergessen, weil du einen guten F*** möchtest“, heißt es in einem Brief von Jens Söring.
Über "our" wurde schon geredet. Die Scheußlichkeiten können alles sein, vom Holocaust über eine schlimme Kindheit und Jugend bis hin zu schlechtem Sex. Man muss diese Briefe nicht vom Messermord her denken.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Die Jury war sicherlich damit überfordert.
Natürlich. Ich finde Sörings Erklärungen sehr plausibel. Er wollte mit diesen literarischen Spielereien älter wirken, als er war, er wollte gefallen, beeindrucken, und auch sich selbst gefallen. Das merkt man auch an seinen Erklärungen, in denen er wie ein Künstler seinem ungebildeten Publikum erklärt, was der Farbklecks alles bedeutet.

An einer Stelle, ich weiß nicht mehr wo, da thematisiert er auch seine Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexe, die er damit zu kompensieren versuchte. Und so hören sich sowohl die Briefe, als auch seine Erklärungen dazu an: Da hat jemand sehr viel gelesen, auch verstanden, und nun versucht er die Welt, in der er doch irgendwie fremd und hilflos ist, mit Intellekt zu begreifen und zu umfassen. Und als ihn da ein Objekt der Begierde in einen Hormonstrudel gestürzt hat, da ging der Trip dann richtig los. Plötzlich war gedanklich alles möglich, alles erlaubt und die Gedanken wie Blätter im Wind...

Was eben nicht ausschließt, dass er in diesen Zustand größter Verzückung manipuliert und veranlasst wurde, einen Mord zu begehen.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:"unsere kleine Ekligkeit"
Und? Das könnte doch auch Analverkehr bedeuten.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 18:12
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:selbst
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Das war keine Übersetzung, sondern freie Wortwahl. Aus Textzusammenhang geht eindeutig hervor, dass S. beabsichtigte, dass Besitzer nichts davon mitbekommen sollten . Sonst anders formuliert.
Updike würde jetzt sagen "Objection opinion"

Ganz klar ist eben nicht ganz klar, sondern nur für denjenigen, der es sich ganz klar so wünscht bzw es so sieht. Zur Stelle. Sofern Söring nicht von entwenden spricht ist es nicht eindeutig.
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:S. selbst schreibt in "Nicht schuldig" auf S. 89 "unser hässliches kleines Geheimnis", was tatsächlich schlecht übersetzt ist. In Killing for Love sagt er "our little nasty", "unsere kleine Ekligkeit".
An beiden Stellen "unser".
Wie sie ihr Geheimnis deklarierten (siehe seine Erklärung in KfL und anderswo) war nicht Gegenstand der Textstelle im Zitat.

Ich kann mich aber gut daran erinnern, weil wir es kürzlich schon hatten.

https://subsaga.com/bbc/films/factual/storyville/killing-for-love.amp.html

"The nasty in our past could be too much to block out."


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 18:14
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Vor allem war es die Redaktion des Podkcasts, die sich bemühte Terry W. persönlich zu sprechen. Der lies dann über die Kommunikationsbrücke von Ham. zur Cousine von Hay. verlauten, es bestünde kein Interesse. Während auf Ham.s Blog die Ablehnung zur weiteren Diskussion mit STBC auf Anraten von Sörings Anwalt als ultimatives Schuld eingestehen bereits gefeiert wird, soll ein W., der auch die Konfrontation mit denselbigen scheut und dies über Dritte mitteilen lässt, völlig unantastbar bleiben? Strange.
Nicht wirklich strange. Mr. W. wurde ja nicht für einen Doppelmord verurteilt. Er muss also gar nichts sagen oder schreiben - Söring auch nicht, aber der möchte gerne seine Unschuld beweisen.
Was hier ja wohl angedeutet werden soll ist, dass der Report nicht von W. - oder nicht allein von ihm - sei. Ob dort auch andere Leute mitgeschrieben haben? Kann sein. Spielt das eine Rolle bezüglich des Inhalts? W. hat seinen Namen daruntergesetzt, er steht also für den Inhalt ein. Dass der Name nur irgendwie als Scan "einkopiert" wurde, ist ebenfalls redundant - es sei denn, es wäre eine Fälschung. Dies zu vermuten, ist lächerlich. W. hätte längst davon erfahren und sich ja dagegen wehren können.
Also, was soll diese Stilettattacken gegen den Report? Natürlich um seine Bedeutung zu schmälern, von seinem Inhalt abzulenken und die "Freunde" von Söring davon abzuhalten, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Nur darum geht es. Wo ist eigentlich eine weitgehende Auseinandersetzung des "Freundeskreises" mit dem W.-Report? Sie könnten doch eine lange Liste anfertigen mit den - ihrer Meinung nach - vorliegenden Fehlern. Haben sie aber nicht und werden sie auch nicht. Sie ignorieren den Report lieber, was freilich wenig hilft.

Überhaupt - dieser "Freundeskreis". Sind das wirkliche Freunde Sörings? Wer von denen würde sich weiter als "Freund" bezeichnen, falls Söring eines Tages sagt oder sagen muss: "OK, ich war's doch." Gibt es unter seinen "Freunden" auch einen, der ihn vor falschen Entscheidungen warnt? Ihn dazu aufruft, nicht weiter im TV aufzutreten? Einfach sein neues Leben zu genießen? Einen echten Neustart zu wagen, statt bis zum Lebensende in Dauerschleife "seinen" Fall weiterzubeackern? Das wären dann echte Freunde. Wenn er nämlich so weiter macht wie bisher, ist das wirklich "lebenslänglich". Nicht hinter Gittern, sondern im Kopf.

Manchmal frage ich mich, ob er nicht auch hier mitliest. Die Existenz des Forums müsste ihm bekannt sein.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 18:27
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:Nicht wirklich strange. Mr. W. wurde ja nicht für einen Doppelmord verurteilt. Er muss also gar nichts sagen oder schreiben - Söring auch nicht, aber der möchte gerne seine Unschuld beweisen.
Was hier ja wohl angedeutet werden soll ist, dass der Report nicht von W. - oder nicht allein von ihm - sei. Ob dort auch andere Leute mitgeschrieben haben? Kann sein. Spielt das eine Rolle bezüglich des Inhalts? W. hat seinen Namen daruntergesetzt, er steht also für den Inhalt ein. Dass der Name nur irgendwie als Scan "einkopiert" wurde, ist ebenfalls redundant - es sei denn, es wäre eine Fälschung. Dies zu vermuten, ist lächerlich. W. hätte längst davon erfahren und sich ja dagegen wehren können.
Interessant. Dafür dass du dich gestern so dermassen darüber geärgert hast, klingt deine Relativierung bzgl. Fokussierung auf den Inhalt
gar wie ein Eingeständnis. Kannst du bestätigen, dass mehr als eine Person daran geschrieben hat,
bzw. W. halt nicht?
Und jetzt stell Dir mal vor, es hätte sich herausgestellt nicht Harding hätte das Pardon an den Gouverneur geschrieben, sondern ein Sachbearbeiter in seinem Namen. Was hätte
Ham. daraus mit 5.000 Worten gezaubert.
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:Also, was soll diese Stilettattacken gegen den Report? Natürlich um seine Bedeutung zu schmälern, von seinem Inhalt abzulenken und die "Freunde" von Söring davon abzuhalten, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Nur darum geht es. Wo ist eigentlich eine weitgehende Auseinandersetzung des "Freundeskreises" mit dem W.-Report? Sie könnten doch eine lange Liste anfertigen mit den - ihrer Meinung nach - vorliegenden Fehlern. Haben sie aber nicht und werden sie auch nicht. Sie ignorieren den Report lieber, was freilich wenig hilft.
Du irrst dich. Der Punkt war tatsächlich nicht über die Autorenfrage die Qualität zu schmälern, sondern über faktische Fehler, bzw. einseitige unbelegte Theorien die Motivation des Autors zu Hinterfragen.

Umgekehrt hiess es doch immer, beauftragte Gutachter von Söring, also muss das falsch sein.
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:Überhaupt - dieser "Freundeskreis". Sind das wirkliche Freunde Sörings? Wer von denen würde sich weiter als "Freund" bezeichnen, falls Söring eines Tages sagt oder sagen muss: "OK, ich war's doch." Gibt es unter seinen "Freunden" auch einen, der ihn vor falschen Entscheidungen warnt? Ihn dazu aufruft, nicht weiter im TV aufzutreten? Einfach sein neues Leben zu genießen? Einen echten Neustart zu wagen, statt bis zum Lebensende in Dauerschleife "seinen" Fall weiterzubeackern? Das wären dann echte Freunde. Wenn er nämlich so weiter macht wie bisher, ist das wirklich "lebenslänglich". Nicht hinter Gittern, sondern im Kopf.
Ich glaube die wirklichen Freunde sind diejenigen, die eine aufrechte bzw. aufrichtige Kontaktqualität mit ihm pflegen auf einer Basis, bei der Fall sowie Schuld keine Rolle spielen. Davon kenne ich niemanden, aber es sollte sie wirklich geben. Ausserdem ist das sein zu achtendes Privatleben.


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26.11.2020 um 19:14
Zitat von monstramonstra schrieb:Schusswaffe zu kommen, ist angesichts der Verbreitung in den USA relativ leicht zu beantworten
Das ist zu allgemein +die Gründe, die dagegen sprechen, habe ich bereits detailliert aufgezählt. Aber es entspricht der deutschen Vorstellung, was auch der Grund ist, warum er das nur gegenüber deutschen Staatsanwalt erwähnt. S. hätte sich nur über privaten Verkauf, Waffe besorgen können, aber dazu fehlten beiden die Verbindungen. Auch das hätte Spuren hinterlassen + gegfalls rückverfolgbar.

Wenn Waffe wegfällt, dann kann man im Rahmen der verbleibenden Möglichkeiten aber durchaus strategische Planung erkennen.

"If I had committed the murders, I would have committed them the way I committed the check fraud." N. Heller, The New Yorker, "Blood ties"

- hinter dem Satz mit dinner scene stehen strategische Erwägungen- in früherem Post ausführlich begründet, kein Zufall +eine der wenigen denkbaren Szenarien, in denen Einzeltäter mit 2 Opfern fertig werden könnte. Der Satz hat hohe Signifikanz.

- Angriff auf Hals auch strategisches Angriffsziel.
Auf jeder Halsseite verlaufen 2 Hauptschlagadern (=4), vorne + hinten, die vordere gabelt sich über Kehlkopf in 2 Stränge. = verletzlichste Region des Körpers. Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch Kampfunerfahrenen auf Anhieb Verwundung gelingt, die Kettenreaktion in Gang setzt. Es sind Fälle bekannt, in denen Opfer bei Verwundung Schlagader in weniger als 3 Min. verblutet sind. Physiologische Schockreaktion Opfer in kurzer Zeit zu erwarten = Opfer durch 1. Angriff nicht mehr widerstandsfähig.

- bei Schnitt Kehlkopf/ Luftröhre verlieren Opfer Artikulationsfähigkeit= keine Hilfeschreie in Nachbarschaft oder telefonisches Alarmieren Polizei durch Opfer.

Im Schemmer Fall ging die Rechnung auf, bei Soering nicht
Damals gab es Google nicht - S. hatte sein ganzes Wissen aus true crime dokus +manches zu unrealistisch eingeschätzt. Weitere Kampfhandlungen waren ursprünglich nicht geplant, aber dann blieb ihm nichts anderes übrig to "finish off"

Wenn nix geplant - wo hatte er ad hoc Messer her.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 19:56
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:aber dann blieb ihm nichts anderes übrig to "finish off"
Nochmal meine Frage an die Söring-Kenner: Was ist hier über seine Fechtvergangenheit bekannt?


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 20:06
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Wenn nix geplant - wo hatte er ad hoc Messer her.
Sorry, ich kann jetzt nicht mehr ganz folgen, schlicht auch deshalb, weil ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht habe, wie man mit dem Messer am besten tötet. Das hängt nämlich auch von der Situation ab. Hat der Täter mit einem Kampf gerechnet? Wie hatte er sich vorgestellt, mit zwei Personen klar zu kommen? Wie war dann der Ablauf? Wie mit der Schusswaffe kann man das hin und her wägen, es wird nie "knack" machen.

Wenn das Messer nicht mitgebracht worden war, dann war es vielleicht vor Ort. Ms. Hay. dürfte gewusst haben, wo die guten Küchenmesser sind... Da die Waffe unbekannt ist, gibt es einfach mehrere Möglichkeiten.
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:Überhaupt - dieser "Freundeskreis".
Scheint Dich ja ziemlich zu beschäftigen. Ich kenne niemanden, der da dazu gehört. Wenn es ihn überhaupt so gibt, wie Du Dir das scheinbar vorstellst. Es dürfte Freunde geben, sicher.
Zitat von blorgempireblorgempire schrieb:Manchmal frage ich mich, ob er nicht auch hier mitliest. Die Existenz des Forums müsste ihm bekannt sein.
Gott bewahre! Wenn er halbwegs intelligent ist, wovon ich ausgehe, dann ignoriert er diesen Käse hier. Ich würde jedenfall irre werden, wenn ich dauernd Dinge über mich lesen müsste, die hinten und vorne nicht stimmen und dann auch von Personen abgesondert werden, die wesentlich inkompetenter sind als die Juristen, die über sein Schicksal entschieden haben.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 20:15
Zitat von monstramonstra schrieb:Wenn er halbwegs intelligent ist, wovon ich ausgehe, dann ignoriert er diesen Käse hier. Ich würde jedenfall irre werden, wenn ich dauernd Dinge über mich lesen müsste, die hinten und vorne nicht stimmen
Oder er lacht sich ob dieser Unstimmigkeiten ins Fäustchen ..... 😎


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26.11.2020 um 21:43
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:- hinter dem Satz mit dinner scene stehen strategische Erwägungen- in früherem Post ausführlich begründet, kein Zufall +eine der wenigen denkbaren Szenarien, in denen Einzeltäter mit 2 Opfern fertig werden könnte. Der Satz hat hohe Signifikanz.
Erst mal zu dem Satz mit der Dinner scene, damit wir dich auch richtig im Kontext verstehen.

Die Passage in dem Weihnachtsbrief, der bereits mehrfach verlinkt wurde heisst:
Elizabeth, I love you completely, passionately, wholly. If I repeat this some more I will get out of SRAPON. Love is a form of meditation, and the ultimate „weapon" „against" your parents. My God, how I have got the dinner scene planned out. Unfortunate for you, result, dad might leave me all his loot.
Erkläre mal bitte was ist SRAPON. Und warum ist Love die ultimative Waffe und nicht etwa Hate?
Und warum sollte Söring als Folge eines Essens das Gesamtvermögen bekommen?


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 22:17
Zitat von monstramonstra schrieb:Wie war dann der Ablauf?
Zitat von monstramonstra schrieb:der Täter mit einem Kampf gerechnet? Wie hatte er sich vorgestellt, mit zwei Personen klar zu kommen? Wie war dann der Ablauf?
Die "dinner scene" bietet dem Täter strategische Vorteile.
-er kann im Voraus absehen, wo sich Opfer zu bestimmten Zeitpunkt befinden +was sie machen, in einer für ihn günstigen Position.
Ablauf des Angriffs wird planbar.

- Opfer sind abgelenkt, weil mit Essen/ Unterhaltung beschäftigt.

-Wenn er dann unter Vorwand aufsteht +1.Opfer angreift, erfolgt Angriff außerhalb Sichtfeld des 1.Opfers +Täter hat Überraschungsmoment voll auf seiner Seite =wenig Gegenwehr.
( Möglich, dass D. Hay. noch im Stehen angegriffenen wurde, dann wäre auch N. Hay.s Gesichtsfeld versperrt gewesen)

- Den daraus resultierenden Schockmoment des 2.Opfers nutzt er für Angriff auf eben dieses Opfer, das 1. Opfer ist überrumpelt, mit eigenen Verletzungen beschäftigt +daher nicht so schnell wehrhaft. Dies umso mehr, wenn Opfer stark betrunken sind +Täter relativ nüchtern.

Beide Opfer sitzen nah beiander= Täter kann sich 2 Opfer schnappen, bevor dieses weglaufen kann.
( ich glaube, er ging auf N. Hay. los, bevor sie Messer holen konnte)

- Das stärkere Opfer wurde zuerst angegriffen + verletzt. Überwältigung weibliches Opfer für Täter einfacher. Sobald er das weibliche Opfer in seiner Gewalt hat, kann er dem 1.Opfer drohen, dieses zu verletzen- was S. auch so angegeben hat. Er spielt Opfer gegeneinander aus.

Damit gelingt es Täter, nur aufgrund der Strategie des Angriffs in kurzer Zeit 2 Opfer unter Kontrolle zu bringen und an Flucht zu hindern.

@Cpt.Germanica
Ich habe irgendwo gelesen, dass S. in High school Fechten hatte, aber finde Textstelle nicht mehr.
Die oberflächlichen Einstichwunden erinnern daran. Er könnte automatisch im Kampf auf Bewegungsmuster zurückgegriffen haben, die er verinnerlicht hatte.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 22:29
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Erkläre mal bitte was ist SRAPON.
Das ist eine Wortschöpfung, die er im Weihnachtsbrief erklärt. Er meint damit seine Nabelschau, das fortwährende Analysieren seiner Selbst.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 22:41
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Die "dinner scene" bietet dem Täter strategische Vorteile.
-er kann im Voraus absehen, wo sich Opfer zu bestimmten Zeitpunkt befinden +was sie machen, in einer für ihn günstigen Position.
Ablauf des Angriffs wird planbar.
Ach ja? Da sitzen einem zwei Personen auf Eck gegenüber. Die haben bei dem Essen eigentlich zwei Messer. Söring ja angeblich nur eines in der Hose. Es muss sich um ein Messer handeln, dass keine stehende Klinge besitzt, weil ansonsten Aua. Ein doppelklingiges Messer "Butterfly" welches auf Knopfdruck herausrausspringt fällt als Mordwaffe durch die Wundeigenschaften aus. Bleibt also nur ein grosses Klappmesser. Hoffentlich ging das schnell genug auseinander und er hat sich nicht die Fingernägel abgebrochen. Der Tatort Esstisch birgt in dem Fall nur noch eine Eisschale mit Löffel darin bei DH, aber noch ein spitzes Steakmesser auf Seiten von NH. Von dem aus droht also direkte Gefahr. Ausserhalb des Gesichtsfeldes?
Dem kann man nicht folgen.

Ungewöhnlich ist aber, dass Derek die Nachspeise Eis so gut wie beendet hatte, während seine Frau grade mal den Hauptgang gestartet hat. Warum ist das so?
Gab es einen Moment, wo Söring alleine mit einer Person am Tisch war, weil die andere Person ein Gedeck weggestellt hat und Söring solange wartete? Durch den Verzug der Essfortschritte der beiden ist das höchst unwahrscheinlich. Warum sollte NH seinen Teller wegbringen während sie grade beim Hauptgang war.

Defakto bleibt eine nicht ungefährliche Waffe am Tisch. Wie also bitte soll man da was risikoarmes planen. Es sei denn es hätte Buchstabensuppe mit
Love and Hate gegeben oder so ähnlich. Ohne Messer.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 22:51
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:. Die haben bei dem Essen eigentlich zwei Messer
Nein, keine 2 Messer - nur ein Messer auf N. Hay.s Teller, das im Kampf nicht benutzt wurde.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:noch eine Eisschale mit Löffel darin bei DH, aber noch ein spitzes Steakmesser auf Seiten von NH. Von dem aus droht also direkte Gefahr
Nein, hat niemand behauptet.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:Gefahr. Ausserhalb des Gesichtsfeldes?
Ja, wenn S. HINTER D. Hay. stand - so wie er es selbst im Geständnis auch angegeben hat.

Das Meiste, was Du schreibst, habe ich so weder gesagt noch gemeint.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 22:54
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Das ist eine Wortschöpfung, die er im Weihnachtsbrief erklärt. Er meint damit seine Nabelschau, das fortwährende Analysieren seiner Selbst.
Und der Rest im Kontext. Schwierig nicht wahr. Wörtlich geht nich wril passt nicht und ein Code ist auch nichylt zu knacken.


Der Jury erklärt Söring das zusammengefasst so.
Die Liebe zu Hay. holt ihn aus seiner depressiv neurotischen Nabelschau heraus in der Form einer Meditation. Und deshalb ist auch Liebe die ultimative Waffe gegen ihren Vater bzw. den Problemen die sie mit ihm haben. Die Dinner Scene wird an dem Medium "Liebe" aufgehängt und er dachte an diese Zusammenkunft, die auch sein Nebenbuhler Engels zuvor genoss. Entsprechend konnte er es also kaum erwarten. Short version: der Vater wird so geflasht sein vom neuen Lebensinhalt Liebe dass er seine schräge Art vergiss und seine Kohle auch nicht mehr zum Glücklichsein braucht.

Wow megablumig. Aber immerhin beinah poetisch bildhaft. Geht es also nur so um sinnhaftig zu sein?
Dieser Nebenbuhler Engels taucht übrigens noch einmal auf. Weil Söring kurz nach den Morden eifersüchtig und quengelig wird. Und auf sein Opfer hinweist. Ob damit dann die Tat zur freien Bahn für beide gemeint ist.....


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 22:57
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Nein, keine 2 Messer - nur ein Messer auf N. Hay.s Teller, das im Kampf nicht benutzt wurde.
Du warst doch beim Planen. Also steht der Hauptgang in der Regel aus zwei Messern bei 2 Personen, die Realität habe ich dem gegenübergestellt. Immer noch genügend Realgefahr. Warum es nicht benutzt wurde weiss niemand und kann auch niemand erklären. Aber es deutet auf viele Erlebnislücken bei Söring hin genauso wie der Eislöffel zum wirbeln.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 22:57
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:@Cpt.Germanica
Ich habe irgendwo gelesen, dass S. in High school Fechten hatte, aber finde Textstelle nicht mehr.
Die oberflächlichen Einstichwunden erinnern daran. Er könnte automatisch im Kampf auf Bewegungsmuster zurückgegriffen haben, die er verinnerlicht hatte.
Hier ein Artikel in dem JS auch über seine Fechtzeit in Bonn berichtet (und so in etwa über seine verpasste Olympia-Teilnahme sinniert):

https://mobil.express.de/bonn/seit-27-jahren-inhaftiert-bonner-schreibt-12-seiten-brief-aus-us-knast-4285032?cb=1606416854675

Wurde aber auch schon weiter oben diskutiert:

Beitrag von London45 (Seite 1.317)


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 23:19
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Hier ein Artikel in dem JS auch über seine Fechtzeit in Bonn berichtet (und so in etwa über seine verpasste Olympia-Teilnahme sinniert):
In der Tat wäre das mal ein praktischer Bezug. Waffe und Punkte im Sport im zarten Jugendalter.
So wie ich Söring einschätze, hätte er Hay. in der Kennenlernphase davon erzählt. "wenn ich Gitarre spielte, dann spielte sie Klavier, Saxophon und Cello".
Vielleicht erlangte er sogar als potentieller Mörder gar eine besondere Eignung bei ihr. ABER Hay. tat alles in ihrer Prozessaussage, um glaubhaft zu machen, wie kaltblütig Doppelmörder Söring war. Er hätte sich ständig mit der Tat gebrüstet und wenn sie zusammen Krimis im TV gesehen hätten, wäre er bei den Mordszenen aufgesprungen und hätte gesagt, so ist es nicht, nicht in der Realität.
Nur dass er mal Fechter war, davon hat sie nichts ausgesagt.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 23:22
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:. Also steht der Hauptgang in der Regel aus zwei Messern bei 2 Personen
Besteckmesser haben nichts damit zu tun +sind in dem Zusammenhang irrelevant, weil man damit keine Halsschlagadern durchtrennen kann oder ähnliches.

S. erklärte selbst, dass er D. Hay. von hinten angriff, als er hinter ihm stand. Von daher konnte Hay. den Angriff nicht kommen sehen in dem Moment + S. hatte entscheidenden Vorteil. S. hatte eigenes Messer.

Im Weihnachtsbrief spielte S. im Geiste mehrere Mord Optionen durch. "Dinner scene" war eine davon.
Zitat von Mrs.MelodyMrs.Melody schrieb:rig nicht wahr. Wörtlich geht nich wril passt nicht und ein Code ist auch nichylt zu knacken.
Das sind genau die Textstellen, die einen ahnungslosen Ermittler in London auf Idee brachten mal in VA anzurufen + nachzufragen, ob ein Ehepaar namens Hay. ermordet wurde. Das ist doch Bestätigung genug.

Wurde heute Abend auch schon mal gesagt, dass sich S. vor + nach Mord in Schrift extrem selbst belastet hat.


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Der Fall Jens Söring

26.11.2020 um 23:32
Zitat von SilentobserverSilentobserver schrieb:Besteckmesser haben nichts damit zu tun +sind in dem Zusammenhang irrelevant, weil man damit keine Halsschlagadern durchtrennen kann oder ähnliches.
Jetzt wird es irgendwie erzählerisch. Es geht darum dass Frau Hay. zu ihrer rechten mitbekommt wie Söring aufgestanden, den Kopf wohl gegen den Kamin geknallt bekommt und Söring dann von hinten ihrem Mann den Hals durchschneidet.
Genauso ist auch die Fassung im Prozess.
Söring muss zu irgendeiner Zeit während dessen ein Messer aus der Hose genommen haben (wir glauben mal der Borderlinerin) es in Angriffsmodus versetzt haben und Frau Hay. hatte mehrere Sekunden die Situation einzuschätzen. Von "sit down man" bis hin zu Ende Kehlschnitt. Das spitze Steakmesser zu nehmen und 50-60 cm Luft zu überbrücken. Das wäre neben Schreien und Flüchten eine ganz natürliche Reaktion. So geht die Story von Söring aber nicht!


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