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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

933 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Köln, 2014, Aktenzeichen Xy ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

11.07.2026 um 14:43
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:möchte nochmals auf die NDR-Reportage Panorama - Die Reporter "Verschwunden im Harz" aus dem Jahre 2017 aufmerksam machen! Den Film muss man als Ergänzung zum XY-Beitrag unbedingt anschauen!
Auch von mir vielen Dank, auch wenn es dann zum binge-watching wurde und heute sicher damit weitergeht; die Mediathek hat echt gute Dokus über True Crime.

Die Doku zu JS ist schon recht tendenziös. Gerade das zweite Gespräch mit dieser Harzhexe ist mir im Kopf geblieben, in dem es um die Gerüchteküche in Thale ging. Da meinte sie ja, sie sähe es schon ein, dass man diese Gerüchte nicht befeuern sollte, aber wenn alle tratschen und offen jemanden beschuldigen, warum sollte es gerade sie sein, die es nicht tut. Das war für mich mit eine der dümmsten Aussagen überhaupt.
Allerdings sehr typisch. Die Angst sich Feinde zu machen oder aus einer Gruppe (hier Bewohner von Thale) ausgeschlossen, ist oft sehr tief verankert.

Zum möglichen Täter kann ich mir wenig ein Bild machen. Der Lebenspartner erschien mir in der ARD-Doku und XY ziemlich locker, eher lax und schnoddrig, wobei ich mir problemlos vorstellen kann, dass er aggressiv und/oder gewalttätig wird, wenn etwas nicht passt oder er sich bedrängt fühlt. Und es gab ja Zeugen für diese Aggressionen; mindestens die Sexworkerin, die JS gerne beruflich nach Thale geholt hätte.
Und trotzdem gibt es auch hier wohl unterschiedliche Aussagen von JS bei verschiedenen Personen.

Aber vielleicht war es eben auch der große Unbekannte, von denen es wohl, laut Harzhexe zwei gab.

Möglicherweise, wenn es diesen Kurtknut wirklich gab, kann es sein, dass JS die Beziehung anders empfunden hat, als Knutkurt.
Dieses Überhäufen mit Geschenken wenn man sich gerade annähert, hat für mich immer den Touch des.“Anfütterns“. Erinnert mich immer an diese Lover-Boy-Masche. Auch wenn JS ü50 war; sie sah doch ziemlich gut aus.
Und wenn es wirklich etwas Ernstes mit Kurtknut war, dann wäre dieser sicher nicht in den Harz gezogen, wenn er in Düsseldorf sein Standbein hatte.

Dass man aber so gar nichts über diesen Mann finden konnte, obwohl er wohl ein Bordell besessen hat(-te) und/oder im Gefängnis war, irritiert mich. Gerade Bordellbesitzer sind in der Szene bekannt, haben ein Gewerbe angemeldet und eine Schanklizenz. Das alles ist über viele Jahre rückwirkend nachvollziehbar.
Entweder war es nur eine Legende, um einen Badboy zu mimen oder JS hat ihn ‘interessanter’ gemacht, als er war. Wollersheim wird’s ja nicht gewesen sein.

Seltsame Story.


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

11.07.2026 um 17:00
Ich beziehe mich auf ziemlich genau 60 Minuten bei der Xy-Folge, "1 bis 2 mal" und den Fall einer verschwundenen Frau, deren Nachname mit P beginnt. Dort fällt ein sehr ähnlicher Satz.


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

11.07.2026 um 17:40
Zitat von sdksdk schrieb:ziemlich genau 60 Minuten bei der Xy-Folge, "1 bis 2 mal" und den Fall einer verschwundenen Frau, deren Nachname mit P beginnt
Jetzt wird es auch mir zu kryptisch...

Wenn man die XY-Filmfälle und die hier verlinkte Panorama-Folge schaut, kommt natürlich die Frage auf, ob ihr bisheriges persönliches Umfeld in Thale, im engeren Sinne gehört dazu selbstverständlich ihr damaliger Lebensgefährte, der Kutscher, Forstarbeiter und Nachtwächter also, mit dem die Vermisste zuletzt zusammen in dessen Haus wohnte, in irgendeiner Weise mit dem plötzlichen spurlosen Verschwinden zu tun haben könnte.

Diese Frage wurde ja, zumindest in der Panorama-Reportage, ziemlich offen aufgeworfen.


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

11.07.2026 um 21:55
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:In diesem Haus in Thale lebte Jutta Schulz mit ihrem Lebensgefährten
Auch im XY-Film wurde das Haus ein bissen "vollgestellt" dargestellt, sowohl außen ( in der Einfahrt stand viel rum) als auch innen, der Garten wirkte auch sehr verwildert ( in der Szene mit dem Suchhund). Insgesamt aber bei weitem nicht so runtergekommen wie in der Doku.

Für JS gilt das gleiche, sie wurde in der XY-Doku immer als sehr gepflegt, gut gekleidet und fast distinguiert dargestellt. Die letzten aktuellen Fotos von ihr sprechen da für mich schon irgendwie eine andere sprache. Darauf wirkt sie auf mich deutlich verlebter und für eine 52-jährige auch stark gealtert.

Es geht mir nicht darum, das Opfer und seine Lebensumstände mies zu reden, aber ich denke, es macht für den Fall schon einen Unterschied - angefangen von der Frage, in was für einer Art Laufhaus sie da gearbeitet hat bis hin zu Rückschlüssen, die man daraus auf Knurtknut ziehen kann. Brutal gesagt: War das ein erfolgreicher Geschäftsmann, der in einem Edelbordell mit der eloquenten und gepflegten Bardame angebändelt hat? Oder irgendein Durchschnittstyp, der in seinem Stammpuff eine in die Jahre gekommene Barfrau abgeschleppt hat?
Das wiederum häte ja weitere Konsequenzen, z.B. ob Kurtknut seiner Geliebten ein Haus in Thale aus der Portokassel hätte finanzieren können und wollen oder ob das reine Wunschträume von JS waren oder Knutkurt ihr vielleicht leere Versprechungen gemacht hat.

Mir fällt es schwer, mir da ein Bild von JS und vor allem den Umständen in Köln zu machen.
Zitat von KieliusKielius schrieb:Für mich deutet insgesamt wenig darauf hin, dass die Erklärung für das Verschwinden der Vermissten in Köln oder Düsseldorf zu suchen ist.

Hingegen deutet für mich vieles darauf hin, dass die Lösung in Thale zu suchen ist.
Das sehe ich genauso. Schließlich ist sie in Thale verschwunden. Nicht in Köln und auch nicht auf dem Weg dorthin. Die Fahrkarte lag ja noch in Thale und sie hatte auch keine Sachen mitgenommen.
Zitat von sdksdk schrieb:Ich beziehe mich auf ziemlich genau 60 Minuten bei der Xy-Folge, "1 bis 2 mal" und den Fall einer verschwundenen Frau, deren Nachname mit P beginnt. Dort fällt ein sehr ähnlicher Satz.
Tatsächlich habe ich keine Ahnung, wen du meinst. Wieso schreibst du es nicht einfach hin, statt hier ein Buchstabenrätsel zu veranstalten?


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

11.07.2026 um 22:08
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wieso schreibst du es nicht einfach hin, statt hier ein Buchstabenrätsel zu veranstalten?
Ich kann lösen...

Gemeint ist Minute 60:00 der Aktenzeichen XY-Sendung mit der Szene, in der der Lebensgefährte den Kriminalbeamten erklärt, dass die Vermisste noch ein- oder zweimal ins Haus zurückgekommen wäre, um Kleidungsstücke zu holen.

Ähnlich hatte sich auch der Ehemann der seinerzeit vermissten Sigrid Paulus geäußert und damit das Fehlen von Kleidungsstücken seiner Frau erklärt.


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

11.07.2026 um 22:26
Zitat von KieliusKielius schrieb:Wenn man sich auf dem Amt ummeldet, muss man ja auch eine persönliche Unterschrift leisten. Diese Unterschrift wird ja nach dem Verschwinden der Vermissten sicherlich penibel auf ihre Echtheit geprüft worden sein.
Hoffentlich. Allerdings gibt es ja auch da Leute, die sehr talentiert sind.
Zitat von 1cast1cast schrieb:Die Mutter hat doch laut dem XY Bericht in einem Pflegeheim gewohnt, da wird Jutta ja kaum gemeldet gewesen sein. Und die Frage ist ja, warum sie sich erst nach 4 Jahren ummeldet, solange hat sie schon bei Klaus gewohnt.
Äußerer Druck? Ich kenne doch einge Leute, die woanders gemeldet sind, damit sie im Falle von Krankheit oder Arbeitslosigkeit den Partner nicht unterstützen müssen.


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

11.07.2026 um 22:41
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Ich kenne doch einge Leute, die woanders gemeldet sind, damit sie im Falle von Krankheit oder Arbeitslosigkeit den Partner nicht unterstützen müssen.
Inwiefern schützt einen eine andere Meldeadresse davor, dass man seinen Partner bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht unterstützen muss?
(Ich kenne mich mit solchen "Tricks" nicht aus, würde das Prinzip aber gern verstehen. )


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

12.07.2026 um 11:08
Bei der NDR-Doku wurde der Lebensgefährte ja klar verdächtigt. Da er da auch oft zu Wort kommt und dabei ja wohl freiwillig und locker mitmacht, hätte ich zwei Theorien: entweder er war es nicht, oder er war es und hat die Leiche so gut beseitigt, dass man die nie finden wird und er sich deswegen so entspannt geben kann.


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

12.07.2026 um 11:15
Zitat von KTGKTG schrieb:entweder er war es nicht, oder er war es
Dem gibt es nichts hinzuzufügen!


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

12.07.2026 um 11:19
@Kielius
Die zweite Theorie war aber "er war es und die Leiche wird nie aufgefunden, weil er sie super gut beseitigt hat".


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

12.07.2026 um 11:32
Es muss aber schon bedacht werden, dass JS zumindest teilweise in einem Hochrisikobereich tätig war, das ist die Prostitution und deren Umfeld, einfach auch deswegen, weil Menschen zusammenkommen, die einander kaum oder gar nicht kennen und diverse Kontakte daher schwer nachverfolgbar sind. Nicht umsonst ist ein nicht unerheblicher Teil der ungelösten Fälle, aufgefundenen, nicht identifizierbaren Leichen etc. diesem Milieu zuzuordnen. Damit will ich sagen, dass JS einfach Zufallsopfer gewesen sein könnte und die ganzen Spekulationen über ihren damaligen Lebensgfährten oder KnudKurt-Bekannten hinfällig.
Die Hausbesichtigung könnte auch einen harmlosen Grund gehabt haben: vielleicht wollte die dich nur mal einen Überblick über die Immobilien in ihrem Umkreis verschaffen und schätzte ihre Vermögenssituation bzw. Kreditwürdigkeit völlig falsch Rin, sie wäre ja nicht die erste gewesen,die dich mit einem Hauskauf total übernimmt.


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12.07.2026 um 12:23
Es gibt aber keine Anhaltspunkte, dass JS etwas in Köln passiert ist.


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12.07.2026 um 13:23
Gibt es Anhaltspunkte, dass ihr in Thale etwas passiert ist.


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12.07.2026 um 13:23
Zitat von KieliusKielius schrieb: Inwiefern schützt einen eine andere Meldeadresse davor, dass man seinen Partner bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit nicht unterstützen muss? (Ich kenne mich mit solchen "Tricks" nicht aus, würde das Prinzip aber gern verstehen. )
Du bist ja auch in einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft für den Partner finanziell haftbar, bei Krankheit etc. Dazu muss man dir aber erst mal nachweisen, dass du wirklich ein Paar bist: Sobald du gemeinsam gemeldet bist, gehen die Behörden davon aus, dass das so ist. Wenn du nie gemeinsam gemeldet warst, ist dieser Nachweis deutlich schwieriger.
Zitat von KTGKTG schrieb:Bei der NDR-Doku wurde der Lebensgefährte ja klar verdächtigt. Da er da auch oft zu Wort kommt und dabei ja wohl freiwillig und locker mitmacht, hätte ich zwei Theorien: entweder er war es nicht, oder er war es und hat die Leiche so gut beseitigt, dass man die nie finden wird und er sich deswegen so entspannt geben kann.
Ja, was ich aber krass fand, waren die Lebensbedingungen der beiden. Einfach leben, okay, aber dieses Haus ist irgendwie unter jedem Minimalstandard - unrenoviert, ungemütlich, ... . Es gibt Menschen, die es schaffen, ihre Schrebergartenhütten oder Studentenbuden mit schmalem Taler weitaus wohnlicher und gemütlicher einzurichten. Es fiel irgendwie auseinander.

Was die beiden verbindet, war wohl ihr Hang, sich mit wenig lukrativen Geschäftsmodellen (sie: Antiquitätenhandel, er: Kutschfahrten und Nachtwächtertouren) selbstständig zu machen. Dazu noch Tiere, die im Krankheitsfall ein hohes finanzielles Risiko darstellen (gemessen an dem antizipierten Einkommen der beiden) und auch im Unterhalt nicht billig sind: Kutschpferd braucht ja ordentlich Futter, Schmied, Tierarzt. So ein großer Hund frisst einiges.

Ihr Lebensmodell schien: Sie führt ein Antiquitätengeschäft, das offensichtlich nicht läuft, ich würde auch, ohne was von der Materie zu verstehen, behaupten, dass das schon alleine an der Lage und ihrer finanziellen Situation lag. Zudem kann sie es ja nur sehr unregelmäßig geöffnet haben.
Daher bietet sie erotische Massagen an. Ich lebe ja selbst ländlich und würde mal, ohne was von der Materie zu verstehen, behaupten, dass es da bei der ländlichen Bevölkerung so gewisse Schamgefühle gibt, derartige Dienstleistungen im eigenen Kaff in Anspruch zu nehmen, der Dorfklatsch ist da unerbittlich.

Dann fährt sie regelmäßig nach Köln, was ja nicht um die Ecke liegt, mit dem Zug muss sie da auch noch hin. Wie kam sie zu dem Job und warum musste es Köln sein? Ich kann schon sehen, dass man in dem Gewerbe vielleicht nicht auf den Briefträger etc. treffen muss, aber mit ihren Massagen hat sie sich ja selbst schon in die Ecke geoutet. Da hätte doch auch Leipzig, etc. gereicht? Aber auch in Köln scheint sie nun nicht so viel zu verdienen, dass sie den Lebensstandard heben kann, da ist ja auch von Schulden, etc. die Rede. Warum suchen sich solche Leute nicht einen normalen Job in Gastro, bei LIDL, ...?

Daher könnte ich mir als Motiv schon vorstellen, dass sie auf die große finanzielle Rettung durch einen Unbekannten hoffte. Sie selbst hatte ja alle möglichen Wege ausprobiert, ohne auf einen grünen Zweig gekommen zu sein. Aber Mord durch den Unbekannten? Da fehlt mir die Fantasie.


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

12.07.2026 um 13:32
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Gibt es Anhaltspunkte, dass ihr in Thale etwas passiert ist.
Zumindest war dort ihr letzter gesicherter Aufenthaltsort. Hat sicher auch einen Grund, warum die Polizei Magdeburg den Fall leitet und eben nicht Köln.


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

12.07.2026 um 13:45
Zitat von 1cast1cast schrieb:Hat sicher auch einen Grund, warum die Polizei Magdeburg den Fall leitet und eben nicht Köln.
Ja den gibt es. JS war in Thale Sachsen-Anhalt gemeldet. Nur logisch, dass die Polizei in Magdeburg Sachen-Anhalt den Fall eitet.


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12.07.2026 um 13:48
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Ja, was ich aber krass fand, waren die Lebensbedingungen der beiden. Einfach leben, okay, aber dieses Haus ist irgendwie unter jedem Minimalstandard - unrenoviert, ungemütlich, ... . Es gibt Menschen, die es schaffen, ihre Schrebergartenhütten oder Studentenbuden mit schmalem Taler weitaus wohnlicher und gemütlicher einzurichten. Es fiel irgendwie auseinander.
Und das passt so gar nicht zu der Darstellung im XY-Film. Sicher, auch da wirkte das Haus recht vollgestellt, aber immernoch in Richtung, dass da hal jemand Freude daran hat, viele Dekosachen und Arbeitsutensilien (Küche) zu besitzen. In der Doku dagegen wirkt es einfach nur runtergekommen und abgewohnt.
Das passt für mich auch so gar nicht zum führen eines Antiquitätenladens, besonders nicht in so einem kleinen Ort. Da kennt jeder das zugewucherte, zugemüllte und verwahrloste Wohnanwesen und erwartet dann sicher nicht, im Laden exquisite und mit Kennerblick ausgewählte Antiquitäten angeboten zu bekommen.

JS wurde da als auffällig gepflegte Frau dargestellt ( man vergleiche die Darstellung mal mit der der Mutter des Opfers im letzten Filmfall der Sendung hinsichtlich Kleidung, Frisur, MakeUp).

Ich verstehe nicht, wieso das in XY oft so verfälscht wiedergegeben wird. Ich denke. Die Filme dienen dazu, sich einen Eindruck vom Opfer und seinen Lebensumständen zu machen.
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Aber auch in Köln scheint sie nun nicht so viel zu verdienen, dass sie den Lebensstandard heben kann, da ist ja auch von Schulden, etc. die Rede.
Zumal man sich doch fragen muss, wie hoch der Stundenlohn als Bardame wohl ist. Noch dazu, wenn Kost und Logis abgezogen werden. Auf mich wirkte das Opfer, anderd sld im XY-Fiöm dargestellt, auf den Originalfotos schon eher ein bisschen verlebt. Es ist ja sicher nicht so, dass in Köln so ein Mangel an Bardamen besteht, dass man dafür 50jährige Frauen einmal quer durch die Republik rankarren muss, damit die Schicht besetzt ist.


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

12.07.2026 um 17:12
Zitat von GrillageGrillage schrieb: Das passt für mich auch so gar nicht zum führen eines Antiquitätenladens, besonders nicht in so einem kleinen Ort. Da kennt jeder das zugewucherte, zugemüllte und verwahrloste Wohnanwesen und erwartet dann sicher nicht, im Laden exquisite und mit Kennerblick ausgewählte Antiquitäten angeboten zu bekommen.
Nein, so geht es mir auch. Es war wohl mehr ein Trödelladen, ob da in dem Dorf viel ging bezweifle ich. Sie ist ja dann auch nicht in artverwandte Berufe eingestiegen, es schadet ja auch dem Image des Ladens, wenn da Erotikmassagen stattfinden. Leute, die Antiquitäten kaufen, wollen ja auch ein gewissen Ambiente und Niveau. Strange.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich verstehe nicht, wieso das in XY oft so verfälscht wiedergegeben wird. Ich denke. Die Filme dienen dazu, sich einen Eindruck vom Opfer und seinen Lebensumständen zu machen.
Ja, da war ich auch erstaunt. Es gab es ja bei XY auch immer wieder, dass es Leute gab, die aus Angst vor Wiedererkennung weit weg vom Heimatort erfolgreich anschafften und in relativ kurzen Perioden so viel verdienten, dass sie z.B. für einige Monate ins Ausland mit geringeren Lebenskosten zurückkehren konnten und dort Haus und Hof unterhalten. So scheint es da ja nicht gewesen zu sein.

Diese Hausbesichtigung zeigt ja, dass sie eine drastische Änderung der Einkommensverhältnisse erwartete, was mit dem Kutscher sicher nicht möglich gewesen wäre.
Zitat von GrillageGrillage schrieb: Zumal man sich doch fragen muss, wie hoch der Stundenlohn als Bardame wohl ist. Noch dazu, wenn Kost und Logis abgezogen werden. Auf mich wirkte das Opfer, anderd sld im XY-Fiöm dargestellt, auf den Originalfotos schon eher ein bisschen verlebt. Es ist ja sicher nicht so, dass in Köln so ein Mangel an Bardamen besteht, dass man dafür 50jährige Frauen einmal quer durch die Republik rankarren muss, damit die Schicht besetzt ist.
Zumal es ja so dargestellt wurde, dass sie für sich selbst Prostitution ausgeschlossen hat. Das hat mich auch gewundert, sie war zierlich, aber leider hat man als Frau ein sehr bestimmtes Ablaufdatum. Mein Mann ist in der Eventbranche und es ist leider so, dass man für das Image der Events junge und sehr unverbrauchte Menschen braucht, die ziemlich schnell kapieren, wo der Hase läuft, dann läuft für sie auch das Trinkgeld. Das klappt aber nur bis zu einem gewissen Alter, hat schon die Biologie so eingerichtet ....

Daher gehen wir mal davon aus, dass der Ort, an dem sie in Köln arbeitete, auch nicht die erste Adresse war. Vermutlich wäre sie besser bedient gewesen, wenn sie eine billige kleine Wohnung gemietet hätte und irgendwo bei Aldi, Lidl (aber auch da gibt es eine Altersgrenze) einer normalen, sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgegangen wäre.

Von daher kann ich mir schon fast wieder vorstellen, dass sie, da sehr leichtgläubig, doch auf jemanden reinfiel ....


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

12.07.2026 um 17:30
Ich habe gerade diesen Beitrag Beitrag von Kreuzbergerin (Seite 41) gefunden, dort verweist @Kreuzbergerin auf einen Artikel einer Zeitschrift.

https://web.archive.org/web/20220124152015/https://issuu.com/whmuellenberg/docs/einsichten16_pr__sentation

Der Artikel ist etwas umständlich zu finden, ab hier kann man noch mehr lesen 🤓

👇
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Zum Thema Hausbesichtigung, da muss es offensichtlich vor dem 2. April 2014 noch weitere Hausbesichtigungen gegeben haben, ein Hauskauf war offensichtlich schon lange geplant.
Der letzte Mensch, der Jutta Schulz gesehen hat, ist eine Immobilienmaklerin. Am 2. April 2014 um halb elf Uhr morgens zeigt sie Schulz ein Haus in Thale, einem Städtchen im Harz. Das Haus steht zum Verkauf, es ist groß und hat einen Hof, doch es muss renoviert werden. Später wird die Maklerin sagen, Schulz habe sich nicht anders verhalten als bei früheren Hausbesichtigungen. Sie sei gut gelaunt gewesen, entspannt, lustig. Und schnell entschlossen: Nach einer Viertelstunde erklärt Schulz der Maklerin, das Haus sei nicht nach ihrem Geschmack. Ob es noch ein anderes Objekt gebe? Die Maklerin verneint, Schulz schwingt sich auf ihr Fahrrad und fährt Richtung Ortsausgang davon, wo sie mit ihrem Lebensgefährten wohnt.
Zum Verdienst als Bardame @Grillage
und wie sie zu diesem Jobangebot kam
Jutta Schulz hat ein Geldproblem. Es ist 2011, im August wird Schulz 50, und als wolle ihr das Schicksal ein Geburtstagsgeschenk machen, klingelt das Telefon. Eine alte Bekannte meldet sich. Eine Jobvermittlerin. Sie habe ein Angebot für sie, einen Traumjob: Bardame, zehn Euro die Stunde. Aber: in Köln, etwa 430 Kilometer von Thale entfernt. Und: Der Arbeitsplatz ist ein Bordell. Dort bekomme Schulz ein Zimmer gestellt. Doch sie werde pendeln müssen: Zwei Wochen Köln, zwei Wochen Thale. Schulz überlegt nicht lange. Klar nimmt sie die Stelle, sie kann das Geld gebrauchen, 1.200 Euro im Monat.
Jutta Schulz hatte neben ihrem Antiquitätenladen und Massagesalon noch eine andere Geschäftsidee
Außerdem meldet sie ein Gewerbe an: „Lebenshilfe“. Sie interessiert sich für Psychologie, Buddhismus und Esoterik und hofft, damit Geld zu verdienen. Doch die Thalenser lassen sich nicht von ihr helfen.
Es gab auch Männerbekanntschaften in Thale, sie spannte der Freundin den Mann aus, da blieb Jutta schon einmal 2,5 Wochen verschwunden.
Nicht lange nach ihrem 50. Geburtstag verschwindet Jutta Schulz. Niemand weiß, wo sie ist. Einen Tag lang. Zwei. Kroschwitz sorgt sich, erreicht sie nicht, weiß nicht weiter. Es werden drei Tage, vier. Von Bekannten hört er, sie sei bei einem anderen Mann, dem Mann einer Freundin, der schon auf Jutta Schulz’ Geburtstagsfeier stundenlang mit ihr zusammengesessen hatte. „Die Jutta“ und er vergnügten sich angeblich in einer Jagdhütte im Wald. Mehr als zwei Wochen lebt Kroschwitz ohne Lebenszeichen von ihr. Dann steht sie plötzlich vor ihm. Sie sei bei einer Freundin gewesen, sagt sie. Sie habe eine Auszeit gebraucht.
Im Mai 2012 fand in Ballenstedt eine "Super Rallye" von Harley-Davidson-Fans statt. Jutta bot daraufhin auf Flyern Erotische Massagen an, zusammen mit einer Freundin aus Köln, was nicht besonders gut bei den Thalensern ankam.
Im Frühling 2012 bringt Jutta Schulz eine Prostituierte aus Köln mit nach Thale. Die fährt nicht nur zum Spaß in den Harz. Denn in den Nachbarort Ballenstedt knattern Ende Mai 16.000 Harley-Davidson-Fans zur „Super Rallye“, Jutta Schulz und die Freundin wittern ein Geschäft. Sie drucken Flyer, auf denen sie für erotische Massagen im Antiquitätenladen werben. Kichernd erzählt Schulz einer Freundin in Leipzig von Seidenumhängen, die sie während der Massagen trugen. Die Prostituierte, die damals mit nach Thale kam, erinnert sich an ein paar furchteinflößende Biker und an wenig Geld, das die Frauen verdienten. Und sie erinnert sich daran, wie die Thalenser auf Jutta Schulz reagierten: Sie sei begafft und beleidigt worden, eine Frau habe ihr „Schlampe“ hinterhergerufen. „Die Leute in Thale haben Jutta gehasst.“
Und der Rottweiler von Jutta war nicht ganz so harmlos, er killte nicht nur eine Katze vom Nachbarn
Im Sommer 2012 kauft Jutta Schulz für 50 Euro einen zweijährigen Rottweiler. In der ersten Woche richtet er ein Blutbad an. Bilanz: Sieben Katzen, fünf Hühner und zehn Hasen liegen tot auf Kroschwitz’ Hof. Jutta Schulz behält den Hund trotzdem. E
Am letzten Tag (Datum ???) gab es einen Streit zwischen Schulz und Kroschwitz, wahrscheinlich unter Alkoholeinfluss. Sie fuhr danach mit dem Fahrrad fort. Am nächsten Tag hat sie offensichtlich nochmals Sachen geholt, das Fahrrad blieb auf dem Hof stehen. Von welcher Person wurde Jutta dann mit ihrem Gepäck abgeholt? 🤔
Klaus Kroschwitz sagt, er wisse nicht genau, wann er Jutta Schulz das letzte Mal gesehen habe, es müsse irgendwann Anfang April gewesen sein – ob vor oder nach dem Besichtigungstermin mit der Maklerin, lässt sich nicht rekonstruieren. Ihre letzte Begegnung jedenfalls schildert Kroschwitz so: Jutta Schulz sonnt sich im Hof auf einer Bank. Er reicht ihr ein Glas Rotwein, sie stoßen an. Dann erzählt er ihr, dass er die obere Etage des Hauses vermietet habe. Jutta Schulz habe ihm den Wein ins Gesicht gekippt. In der oberen Etage stehen ihre Kleider. Sie habe sich künstlich aufgeregt, sagt Kroschwitz. Sie habe nur einen Vorwand gesucht, ihn zu verlassen. Jutta Schulz, so erzählt er, fährt mit dem Fahrrad davon. Als er am Tag darauf von der Arbeit kommt, steht das Fahrrad im Hof. Sachen von ihr fehlen; so viele, dass sie sie nicht allein habe zum Bahnhof tragen können. Sie müsse mit dem Auto abgeholt worden sein.
*Alle Zitate aus der o.g. Quelle





Vielleicht lest ihr noch einmal selbst im Artikel nach! Was spielt die Stieftochter für eine Rolle in der Beziehung, kam sie auch mal zu Wort?


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Vermisst - 52-jährige Jutta Schulz aus Thale

12.07.2026 um 20:24
@HolzaugeSHK
Vielen Dank für den Artikel, der wirft noch mal ein anderes Bild auf die Frau und ihr Leben.
Außerdem meldet sie ein Gewerbe an: „Lebenshilfe“. Sie interessiert sich für Psychologie, Buddhismus und Esoterik und hofft, damit Geld zu verdienen. Doch die Thalenser lassen sich nicht von ihr helfen.
Da wollte sie wohl auf die Geschäftsidee ihrer Freundin Harzhexe aufspringen...
War doch glasklar, dass das nicht laufen wird. Wollte sie die Klienten im runtergekommenen Wohnhaus oder im Massage-Hinterzimmer des bis unter die Decke zugestellten Antiquitätenladens beraten, in dem sie ein paar Räucherstäbchen abfackelt?
Ich frage mich, warum ausgerechnet Menschen, die offensichtlich selber nicht wirklich klar kommen in ihrem eigenen Leben, denken, sie könnten andere beraten und anleiten? Gerade in so einem kleinen Ort kennt doch jeder ihren Hintergrund oder kann ihn zumindest schnell in Erfahrung bringen.
Nicht lange nach ihrem 50. Geburtstag verschwindet Jutta Schulz. Niemand weiß, wo sie ist. Einen Tag lang. Zwei. Kroschwitz sorgt sich, erreicht sie nicht, weiß nicht weiter. Es werden drei Tage, vier. Von Bekannten hört er, sie sei bei einem anderen Mann, dem Mann einer Freundin, der schon auf Jutta Schulz’ Geburtstagsfeier stundenlang mit ihr zusammengesessen hatte. „Die Jutta“ und er vergnügten sich angeblich in einer Jagdhütte im Wald. Mehr als zwei Wochen lebt Kroschwitz ohne Lebenszeichen von ihr. Dann steht sie plötzlich vor ihm. Sie sei bei einer Freundin gewesen, sagt sie. Sie habe eine Auszeit gebraucht.
Einerseits erklärt das vielleicht, warum er sie erst so spät als vermisst gemeldet hat. Andererseits macht er vom Typ her auf mich so gar nicht den Eindruck, als würde er so etwas einfach hin- und die Frau, die ihn so gehörnt hat, einfach zurücknehmen.
. Die Prostituierte, die damals mit nach Thale kam, erinnert sich an ein paar furchteinflößende Biker und an wenig Geld, das die Frauen verdienten. Und sie erinnert sich daran, wie die Thalenser auf Jutta Schulz reagierten: Sie sei begafft und beleidigt worden, eine Frau habe ihr „Schlampe“ hinterhergerufen. „Die Leute in Thale haben Jutta gehasst.“
Kann ich mir gut vorstellen, wenn sie die Leute extra mit Angeboten für solche Dienste aus dem Nachbarort nach Thale lockt, dass das die Thalenser nicht grade toll gefunden haben werden.
Diese Ablehnunh dürfte mit ihrem Verschwinden aber wohl nichts zu tun haben. So sehr ist sie mit ihren Aktivitäten dann wohl doch keinem Einheimischen auf, die Füße getreten, dass darin ein Tatmotiv zu sehen wäre.

Es ist gar nichts bekannt über ihr Leben bevor sie zu Kroschwitz nach Thale zog.
Sie scheint ja zumindest aus der Region zu kommen, denn die Mutter lebte in einem Altersheim in der Nähe. JS scheint aber so gar nicht in eine Kleinstadt zu passen, sie scheint kein Gefühl dafür zu haben, was bei den Leuten Anstoß erregt. Ihre Aktivitäten wirken ja nicht mal so, als habe sie absichtlich provozieren wollen, sondern eher, als habe sie das einfach nicht auf dem Schirm gehabt.

Kroschwitz passt da aber auch irgendwie nicht rein. Irgendwie versucht er sich wohl als lokales, etwas skuriles und freigeistiges Unikat zu vermarkten. Aber werden solche Nachtwächter-Stadtrundgänge nicht auch beim Tourismusbüro gebucht? Auch da ist er doch auf ein "sauberes" Image angewiesen, wozu sein Wohnanwesen so gar nicht passt.
Und wer will eine Kutschfahrt in einem zerlumpten Planwagen buchen?

Was hat sie denn in den 30 Jahren vorher gearbeitet und was für ein Leben hat sie da geführt? Wahrscheinlich spielt das für den Fall keine Rollr, denn ich denke schon, das dessen Lösung in den letzten Wochen und Monaten vor ihrem Verschwinden liegt und nicht jemand aus ihrer älteren Vergangenheit aufgetaucht und sie mitgenommen hat.


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