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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

30 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Stuttgart, Homosexuell, Magstadt, Detlef S., Esslingen, Parkplatzmörder
htrapped
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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

25.03.2015 um 16:41
Am 15.03.2015 sah ich die Fernsehsendung: "Mein Mann der Mörder" .
Hier wird ein Fall beschrieben, bei dem die Ehefrau 24 Jahre lang nichts vom Doppelleben ihres Mannes wusste, der scheinbar ohne Motiv, zwei Männer auf bekannten homosexuellen Parkplatztreffpunkten offensichtlich hinrichtete. Selbst im Prozess,gegenüber seinem Anwalt und dem Gutachter hüllte er sich in Schweigen.
Die Taten geschahen im Jahre 2010 und das Lebensalter des Täters war zum damaligen Zeitpunkt 56 Jahre.
Deswegen frage ich mich wie eine von der Staatsanwaltschaft bezeichnete "Lust an der Vernichtung eines Menschenleben" plötzlich in bereits fortgeschrittenem Alter plötzlich ausbricht.
Dass offensichtlich mit seiner Psyche etwas nicht in Ordnung war zeichnetes sich bereits schon seit Längerem ab.

Wenn ich noch die Möglichkeit finde den Fernsehfilm hier irgendwie hereinzustellen, werde ich das tun, weil mir insbesondere auch die Frau leid tat, der gegenüber er bis zuletzt die Taten abgestritten hat und die letztendlich bei der Bewältigung dieses Traumas, dieser Lebenslüge, selbst in der Psychiatrie gelandet ist.
Somit geht es mir nicht nur um die Abgründe der Tat selbst, sondern welche Folgen sie bei Angehörigen hinterlässt, deren Leben von einem Tag auf den anderen seine Qualität verliert und die sich ebenso mit dem Vorwurf auseinandersetzen müssen etwas hätten merken zu müssen.

Ich habe die Suchfunktion bemüht jedoch noch keinen Thread zu diesem Fall gefunden, ich hoffe der Falls stößt auf reges Interesse.

http://www.stern.de/panorama/parkplatzmoerder-prozess-hinrichtungen-ohne-motiv-1721833.html
ein Bericht aus dem Jahre 2011

Im Sommer des vergangenen Jahres soll Detlef S. zwei Männer hinterrücks erschossen haben, ein weiterer überlebte nur knapp. Die Anklage lautet auf zweifachen Mord. Von Detlef S. ist an diesem Tag nichts zu hören, nur ab und zu das leise Klirren seiner Fußfesseln.

Der erste Mord geschah am späten Abend des 8. Mai 2010. Der 30-jährige Heiko S. hatte sich den grünen Peugeot seines Bruders geliehen, um damit zum Baumarkt zu fahren. Danach hatte er in einer Kneipe ein Bier getrunken und war dann auf einen Parkplatz bei Magstadt gefahren, ein in der Szene bekannter Treff für Homosexuelle.

Heiko S. war ledig, hatte eine dreijährige Tochter, war als Zeitsoldat im Kosovo und in Afghanistan. Aber der Tod holte ihn nicht im Krisengebiet, sondern im Landkreis Böblingen bei Stuttgart. Kurz nach 23 Uhr drehte sich Heiko S. eine Zigarette, rekonstruierte die Polizei anhand der Tabakkrümel auf seiner Leiche, Sekunden später soll der Angeklagte dem jungen Mann von hinten kaltblütig eine Kugel in den Kopf geschossen haben. Zeugen meinten später, einen dunklen BMW auf dem Parkplatz gesehen zu haben.

Munition eines Sportschützen
Der zweite Mord geschah am 2. Juli an der A 5 bei Mörfelden-Walldorf in Hessen. Die Leiche des 70-jährigen Hans Friedrich L. aus dem Main-Taunus-Kreis lag nackt auf einem Parkplatz. Auch dieser Parkplatz war als Treff Homosexueller bekannt, und auch hier wurde dem Opfer von hinten in den Kopf geschossen – mit derselben Munition wie beim Mord in Magstadt – Kaliber .32 Wadcutter. Eine Munition, die seit 15 Jahren nicht mehr hergestellt und eigentlich von Sportschützen verwendet wird, "um ordentliche Löcher in Schießscheiben zu stanzen", wie der Leiter der Sonderkommission dem Gericht berichtete.

Drei Wochen lang überwachte die Polizei nach der Tat den Parkplatz bei Magstadt, nahm fast 800 DNA-Proben von Männern, die die beiden Parkplätze besuchten, untersuchte 1287 dunkle Fünfer-BMW mit Esslinger Kennzeichen, fahndete mit Flugblättern und über die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst".

Einweghandschuhe, Elektroschocker, Viagra-Pillen
Auf die Spur des Frührentners aus Esslingen kamen die Ermittler durch einen Überfall in Freudenstadt, der nun als versuchter Mord angeklagt wird. Am Nachmittag des 6. Juni soll Detlef S. auf dem Marktplatz in den Wagen eines 62-jährigen Touristen aus Belgien eingestiegen sein. Er drückte dem überraschten Autofahrer ein Messer mit 17 Zentimeter langer Klinge an die Hüfte und befahl ihm, er solle "um die Ecke" fahren. "Er hatte die Absicht, ihn auch zu töten", sagt der Soko-Chef vor Gericht. Doch der Belgier wehrte sich, nahm dem Angeklagten das Messer weg und fuhr davon. Abermals hatten Zeugen einen dunklen BMW gesehen.

Dann stießen die Fahnder auf den Siebener-BMW von Detlef S. Im Kofferraum fanden sie die Tatwaffe – vom Hersteller "Hämmerli", außerdem ein Päckchen der seltenen Munition, Einweghandschuhe, einen Elektroschocker, Viagra-Pillen und handschriftliche Zettel, auf denen sinngemäß stand: "Überfall, Geld her." Detlef S. musste zur DNA-Probe. Sie stimmte mit den Spuren an den Tatorten überein. Am 11.12.2010 wurde Detlef S. festgenommen.

Bilderbuchehe und missglückte Immobiliengeschäfte
Während seiner Vernehmung sagte er mehrfach "Ich war's nicht", versuchte den Tatvorwurf ins Lächerliche zu ziehen. Heute, nach acht Monaten Untersuchungshaft, lacht der sogenannte "Parkplatzmörder" nicht mehr. In der Haft versuchte er, sich mit Tabletten das Leben zu nehmen. Warum er zwei Menschen hinrichtete, dazu schweigt er. Auch seine Ehefrau, die aufgelöst vor dem Gerichtssaal steht, findet keine Antwort. Sie hat eine Freundin dabei, die sie stützt, die "Auge und Ohr" ist in einer Verhandlung, die die Ehefrau selbst nicht besuchen darf, weil sie als Zeugin aussagen soll. "Sie haben eine Bilderbuchehe geführt", sagt die Freundin. "Wir können uns nicht erklären, wie das passieren konnte." Detlef S. sei ein ruhiger, besonnener und überaus zuvorkommender Mann gewesen, sagt sie. Zumindest vordergründig. Tatsächlich steckte Detlef S., der sich selbst einmal als bisexuell bezeichnete, seit Jahren in einer tiefen Krise. Der Postbeamte war 1999 in den Vorruhestand entlassen worden, wegen "schwerer Depression, Angstzuständen und einer narzisstischen Krise", sagt der Böblinger Kripo-Beamte. Er hatte massive Geldnöte. 18 Konten soll er laut Polizei gehabt haben, neun Kreditkarten, zwei Darlehen, Schulden von insgesamt 40.000 Euro. Vom Konto seiner Frau, die eine Erbschaft gemacht haben soll, soll er sich rund 127.000 Euro auf sein eigenes Konto überwiesen haben. Verwendungszweck: "Aufwandsentschädigung". Die Polizei vermutet, ihm seien Immobiliengeschäfte missglückt.

Geldnot, Identitätskrise, Wut auf Homosexuelle? Ein diffuses Gemisch, doch nichts von alledem liefert dem Gericht am ersten Verhandlungstag einen Hinweis auf ein Motiv. Die Staatsanwaltschaft geht von besonderer Niedertracht aus: Er habe "aus Freude an der Vernichtung von Menschenleben" gehandelt, sagte Staatsanwalt Albrecht Braun, und würde mit großer Wahrscheinlichkeit "aus Lust am Töten weitere Straftaten begehen". Die Staatsanwaltschaft Stuttgart kündigte an, eine Sicherungsverwahrung zu fordern, für die Zeit nach Verbüßen seiner vermutlich lebenslangen Haftstrafe. Detlef S. sei eine "Gefahr für die Allgemeinheit". Vielleicht aber erklärt sich der schweigsame Postler im Laufe des Verfahrens. Er hat noch 19 Prozesstage Zeit.


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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

25.03.2015 um 16:58
"aus Freude an der Vernichtung von Menschenleben" gehandelt.......??

Schlimm,daß es solche Menschen gibt:-(
Wahrscheinlich selber nicht mit sich und seinem Leben zufrieden und dann skrupellos und vor allem,feige, Menschen töten.....


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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

25.03.2015 um 17:50
htrapped schrieb:"aus Freude an der Vernichtung von Menschenleben" gehandelt.......??
an dieses Motiv glaube ich nicht.
Hat man nicht untersucht, warum der Tatverdächtige Viagra dabei hatte?
ich vermute ein sexuelles Motiv zur eigenen Befriedigung.


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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

25.03.2015 um 21:37
@missismarple
Das sehe ich auch so.
Mich wundert sehr, dass man bei einem bisexuellen Mann, der auf einschlägig bekannten Parkplätzen homosexuelle Männer erschießt und Viagra mit sich führt, von purer Mordlust als Motiv ausgeht.


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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

25.03.2015 um 21:49
Vielleicht hatte er auch einfach einen Hass auf Homosexuelle, weil er selbst versteckt auf Männer stand und dies nicht ausleben konnte bzw. wollte. Diese Männer taten dies ganz ungeniert und das wollte er bestrafen. Nur ne reine Hypothese.


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Nina75
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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

26.03.2015 um 10:28
Der Täter ist HIV positiv...bei einem Urlaub hatte er sich vor Jahren angesteckt...
Eventuell dadurch der Hass auf Homosexuelle ^^


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Nina75
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26.03.2015 um 10:28
http://www.esslinger-zeitung.de/lokal/esslingen/esslingen/Artikel844484.cfm


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htrapped
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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

26.03.2015 um 11:15
@Nina75
danke für den Artikel.
Es wird immer davon ausgegangen, dass Detlef S. seine Opfer willkürlich ausgesucht und vorher nicht gekannt hat. (vielleicht den Belgier nicht, aber den hat er ja offensichtlich angegriffen, weshalb? )

Mir erschließt sich bei welchem Motiv auch immer nicht, wieso ein Mensch erst im späten Alter, selbst wenn es Hass auf Homosexuelle war, was ja widerum seinem Schlusswort, in dem er Toleranz fordert, widerspricht, zum Mörder wird. Also sein ganzes Leben lang hat er ein Doppelleben geführt auch mehrfach die Ehefrau mit Frauen betrogen und auf einmal hasst er dann wildfremde Opfer ? Das will mir nicht in den Kopf. Hat er die Männer evtl. doch gekannt und da hin bestellt ?
Sind dies somit seine ersten Taten ?

Mit seiner HIV-Infektion war er ja selber eine Zeitbombe und ich hoffe sehr für alle seine Partner und Partnerinnen, dass sie sich nicht bei ihm angesteckt haben.


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Nina75
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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

26.03.2015 um 12:03
http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Parkplatzmorde-Staatsanwalt-will-Sicherungsverwahrung-id16481586.html

Hier steht Detlev S. habe sich in Kenia bei einem Travestiten angesteckt...müsste aber auch noch woanders stehen...

Es gibt noch sehr viel Berichte über diesen Fall...hab das damals auch alles mitverfolgt,Magstadt ist bei mir um die Ecke...einfach nur schrecklich :(


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htrapped
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26.03.2015 um 13:31
@Nina75
Denkst Du dass Armin Lauter, dieser verschwundene Autohändler auch in diesen Kreisen verkehrte ?

In dem von mir erwähnten Fernsehfilm war die Ehefrau von Detlef S., als sie sozusagen eine Ortsbesichtigung dieses Parkplatzes vornahm, überrascht darüber, was für "reges Treiben" da herrschte.

es gibt hier einen separaten Thread Armin Lauter. Er wurde bis zum heutigen Tage wohl nicht wieder gefunden?


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27.03.2015 um 13:45
Ich habe den Film, der vom TE am Anfang erwähnt wurde, auch gesehen und mir tat die Ehefrau des Angeklagten einfach nur unfassbar leid. Sie hatte
Zeit ihres Lebens nur Pech mit den Männern (sie suchte sich vermutlich auch unbewusst immer Partner, die sie schlecht behandelten). Sie wurde um viel Geld betrogen, geschlagen und missachtet. Bei Detlef glaubte sie, endlich angekommen zu sein.
Allerdings hört man auch heraus, dass sie vieles wohl einfach nur verdrängt hatte, um nicht erkennen zu müssen, dass ihr "Traummann" ein Doppelleben führte - Hinweise gab es nämlich genug.

Detlef S. selbst hat in meinen Augen nur seinen eigenen Frust an den Opfern ausgelassen. Er wird ja als narzisstische Persönlichkeit beschrieben. Dass er ein Lebensversager war, der sich auch noch mit HIV angesteckt hat - bei wem auch immer - , das hat er nicht verkraften können, also wollte er sich rächen. Allgemein vermutlich an der Menschheit, im Speziellen an Homosexuellen, denen er wahrscheinlich die Schuld an seiner Erkrankung gibt.
Im Film wird auch gezeigt, dass Detlef S. seiner Ehefrau immer noch viele Briefe schreibt, in denen er sie um Verzeihung bittet bzw. behauptet, nicht der gesuchte Täter zu sein. Auch betont er häufig, wie sehr er sie doch liebe.
Ich glaube ihm kein Wort. Vermutlich will er nur deshalb an dieser Frau festhalten, um zu bekräftigen, dass er letztlich doch "ganz normal" ist. Er braucht diese Art der Bestätigung wahrscheinlich sogar selbst am meisten.

Normalerweise sage ich so etwas nie, aber ich hoffe, dass dieser Mann nie wieder frei sein darf.


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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

14.07.2015 um 11:30
@htrapped: Danke für das Einstellen. Du stellst eine berechtigte Frage: Wie kann es sein, dass die Lust an der Vernichtung von Menschenleben erst in dieser Altersphase ausbricht? Das ist eine gute Frage. Dazu meine Gegenfrage: Wer sagt denn, dass dies erst in dieser Phase ausgebrochen ist? Hat er vielleicht schon früher gemordet?
Vor einigen Jahren gab es einmal einen Bericht über den Mord an Michael Sattler am Stuttgarter Hauptbahnhof. Dieser wurde ja mit einer Brutalität ohne gleichen ausgeübt. Auch hier kam Hass auf Homosexuelle als Mordmotive in Frage. Jedenfalls wurde in diesem Bericht erwähnt, dass in Stuttgart eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Morden an Homosexuellen (mehr als 5) nicht aufgeklärt ist, teilweise liegen sie Jahre zurück.

Mir fällt irgendwie sofort der Mord an dem Familienvater Jochen Schad ein. Der Mord geschah im Oktober 1982 und wurde exakt ein Jahr später bei XY behandelt. Im Abspann deutet Ede Zimmermann etwas über die mögliche Homosexualität des Opfers an. Im Film spricht das Opfer in einer Einkaufspassage mit einem jungen Mann "mit einer Muschelkette". Es wird mit keinem Wort erwähnt, aber doch im Unterton angedeutet. Warum ausgerechnet dieser Mord? Jochen Schad war im Postdienst angestellt - genau wie Detlef S., der damals ausch schon in Stuttgart war. Jochen Schad war zuständig für die Rentenangelegenheiten von Postbediensteten in Stuttgart. Da könnte es durchaus auch eine persönliche Verbindung zu Detlef S. gegeben haben. Wäre doch einmal interessant nachzuprüfen, ob Jochen Sch. für die Rentenbelange von Detlef S. bei der Post zuständig gewesen ist.

Jochen Sch. wurde auf dem Parkplatz einer Schnellstraße hinterrücks erschossen. Ein Mordmotiv bis heute nicht ersichtlich. Eduard Zimmermann sprach von "irgendwelchen geheimen Beziehungen", die das Opfer gehabt haben müsste, von denen keiner etwas musste.


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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

14.07.2015 um 11:46
@RedRalph der von dir angesprochene Diskussionsleiter ist nicht mehr Mitglied von allmy.


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14.07.2015 um 11:53
Danke für den Hinweis, FraumitHut!


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14.07.2015 um 12:24
@ Nina75
Nina75 schrieb am 26.03.2015:Der Täter ist HIV positiv...bei einem Urlaub hatte er sich vor Jahren angesteckt...
Eventuell dadurch der Hass auf Homosexuelle ^^
Als Bisexueller wird er sich kaum bei einer Frau mit HIV infiziert haben.

Das erklärt das Motiv ja nun ausreichend.


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egaht
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15.07.2015 um 01:54
was bei diesen fall ins auge sticht sind die unterschiede der taten.
einmal ein relatives junges opfer von 30 jahren, das nächste opfer ist 70.
das ist schonmal sehr ungewöhnlich. offensichtlich gibt es kein raster für die opfer.
mit dem zweiten mord wird detlef zum serientäter.diese werden in der regel
von tat zu tat "besser", weil sie schliesslich von tat zu tat dazulernen.
bei seiner dritten tat ändert detlev aber seinen modus operanti.
er verlässt die einsamen schwulentreffs auf parkplätzen und wählt einen
marktplatz!!!!!!! aus. aus der pistole wird ein messer!!!!!!!!!!!
hier ist mein erklärungsansatz, welcher natürlich hypothetisch ist.
als detlev sein erstes opfer tötet ist dieses opfer in einen alter als detlev
zum ersten mal seine andersartigkeit, sein schwulsein, bemerkte.
die tat ist bestrafung und erlösung gleichzeitig.
bestrafung, für diese andersartigkeit die er sich nicht erklären kann.
erlösung, für ein leben mit dieser andersartigkeit die ein unglückliches leben
vorgrogrammiert. detlev begeht diese tat aus dem wunsch heraus, dass ihm
damals als er selbst 30jahre alt war, auch einer hätte töten sollen.
detlev tötet sehr human, schliesslich wollte er auch selbst human getötet werden.
ein schuss aus dem dunkel, aus dem nichts. er projeziert sein eigenes verkorkstes
leben auf das opfer und sieht daher sein unrecht nicht ein. er erlöst ja nur das opfer.
die erste tat steht für die vergangenheit.die zweite für die zukunft.
als detlev seine zweite tat an den 70ig jährigen opfer begeht, sieht er sich selbst
als 70ig jährigen der sich immernoch auf schwulentreffs rumtreibt um
sexuellen kontakt mit männern aufzunehmen. detlev findet diesen gedanken
abstossend und verabscheuungswürdig.deshalb muss das 70ig jährige opfer
sterben. die gründe sind die gleichen. bestrafung und gleichzeitig erlösung.
er bestraft und erlöst sein opfer, weil er es auch erlöst fehlt detlev das unrechts-
bewusstsein.gedanklich verurteilt sich detlev selber und möchte nicht als
70ig jähriger immernoch kontakt zu schwulen männern aufnehmen.
also begeht detlev eine tat, nur damit er geschnappt wird. jetzt ist er in der gegenwart
angelangt. er will dass das aufhört, ein suizid ist fast schon vorgegeben.
der suizid misslingt, er muss sich seinen eigenen prozess stellen.
dort beginnt er zu realisieren dass er andere menschen verletzt haben könnte
und entschuldigt sich dafür. er formuliert dies aber zweideutig, die andere deutung,
die er nicht ausspricht hat er immernoch im kopf, er hat seine opfer ja schliesslich auch
erlöst. die letzte frage ist dann wohl wann er selbst erlöst wird.


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KonradTönz1
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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

15.07.2015 um 11:11
TDas sehe ich auch so.
Mich wundert sehr, dass man bei einem bisexuellen Mann, der auf einschlägig bekannten Parkplätzen homosexuelle Männer erschießt und Viagra mit sich führt, von purer Mordlust als Motiv ausgeht.
Weil man aus purer Sexlust keine Menschen erschießen muss. Sexuelle Befriedigung hätte er dort auch so bekommen können.
Und wenn er Mord zur sexuellen Befriedigung brauchte, sind wir ja eigentlich bereits bei Mordlust...


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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

15.07.2015 um 12:52
@egaht
"hier ist mein erklärungsansatz, welcher natürlich hypothetisch ist"

Äh. Der Ansatz ist SEHR hypothetisch. In der Tat.


Ich habe mir die Sendung gestern Abend auf YouTube angesehen, die ist dort eingestellt. Allerdings hab ich das vorher schon mal gesehen und mit den Schultern gezuckt.

In der Reportage geht es ja nur ganz am Rande um den Mann und seine Taten, es geht um die Frau.
Und die ist nicht ganz knusper, tut mir leid. Irgendwann hätte ihr ja aufgehen müssen, dass sie es mit den Männern nicht so hat (das glückliche Händchen), aber sie scheint Meisterin der Selbsttäuschung und des Wegsehens zu sein...

Und der zitierte Liebesbrief an ihr Schnuckelpupshäschen, in dem sie sich sorgt, dass es ihm gut geht und dass er nicht zu viel leiden muss, ist eigentlich ein Schlag ins Gesicht der Angehörigen der Opfer. Oder die Szene auf dem Flohmarkt (mit Sicherheit gestellt): "Möchten Sie dieses Väschen kaufen? Ach übrigens, mein Mann ist der Serienmörder, deshalb muss ich hier den ganzen Krempel verschachern... " - Wenn sich die Dame so ihrem Umfeld präsentiert hat, als Leiden Christi, dann lässt sich die sparsame Reaktion erklären.

Dass sie in der Psychiatrie gelandet ist, war wirklich gut. Das meine ich ernst. Denn ich wünsche der Frau, dass sie dort nochmal so lebensfähig gemacht wird, dass sie ihre letzten Jahre selbstbewusst und selbstbestimmt genießen kann...

Ja, ich weiß, das ist off Topic... Aber eigentlich hat ja jeder Täter irgendwo ein soziales Umfeld (Familie), die durch die Tat(en) geschädigt und ins Unglück gestürzt wird.
Ich denke nicht, dass Verbrechen jeglicher Art von der Herkunftsfamilie des Verbreches gutgeheißen werden, geht man davon aus, dass die Familie "normal" tickte. Und ich nehme an, auch in den meisten der Fälle, wo Tätern eine "schwere Kindheit" bescheinigt wurde, würden sich z.B. die Eltern als völlig normal einschätzen und behaupten, ihr Kind geliebt und alles für es getan zu haben...


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KonradTönz1
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15.07.2015 um 13:16
spiky73 schrieb:Und die ist nicht ganz knusper, tut mir leid. Irgendwann hätte ihr ja aufgehen müssen, dass sie es mit den Männern nicht so hat (das glückliche Händchen), aber sie scheint Meisterin der Selbsttäuschung und des Wegsehens zu sein...
Deren Freundin übrigens auch: Die hat ja vor Gericht wortwörtlich von einer "Bilderbuchehe" gesprochen. Angesichts der sexuellen Eskapaden des Mannes, dem Diebstahl des Erbes, der psychisch bedingten Frühverrentung sowie der absolut desolaten finanziellen Lage muss man sich fragen, auf welche Bilderbücher sich die Dame bezieht...

Den Mann kann man eigentlich nur als menschlichen Supergau bezeichnen, dessen Abgründe garantiert nicht erst mit den eigentlichen Morden sichtbar wurden. Die Ehefrau muss daher jahrelang eine besonders krasse Form des Selbstbetruges begangen haben und der Freundin unterstelle ich Beihilfe zum Selbstbetrug.


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Detlef S. ein Homosexuellenmörder scheinbar ohne Motiv

15.07.2015 um 14:07
Und dennoch muss man die Frage stellen, ob der Mann nicht schon früher angefangen hat zu morden. Psychopathen dieses Ausmaßes fangen meist nicht erst Mitte 50 damit an. Die Geschichte von der Aids-Infizierung als angeblichem Auslöser kann auch ausgedacht sein. Die Polizei sollte sich nicht mit der Version von Detlef S. allein zufrieden geben, sondern gerade die zahlreichen ungeklärten Morde an Homosexuellen oder Männer aus dem Strichermilieu in Stuttgart und Umgebung abklopfen. Wenn er diese Neigungen hatte und sich gleichzeitig dafür hasste, dann war er mit dieser neurotischen Veranlagung auch schon in den Jahrzehnten zuvor eine tickende Zeitbombe. Auch den Mord an Patrick P. aus dem Jahre 1999 (Identifizierung erst 2014, unglaubliche Geschichte einer nicht richtig bearbeiteten Vermisstenanzeige, die eine deutlich frühere Identifizierung verhinderte) könnte man doch einmal auf eine Verbindung mit Detlef S. überprüfen. Patrick P. wurde zuletzt in einem "Männerbordell" gesehen. Interessant zu wissen, ob Detlef S. dort auch verkehrte.


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