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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

63 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: SPD, VW, Golf ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

18.04.2016 um 20:19
Mich beschäftigt seit einiger Zeit ein Fall, der seit 1977 ungeklärt ist.
Franz Räth Bürgermeister aus Zeilitzheim Unterfranken.
Artikel ist aus dem Buch Ungelöste Kriminalfälle von der Tageszeitung Main Post.

Räths Rätselhaftes Verschwinden

Mysteriös: Seit 1977 ist der Zeilitzheimer Bürgermeister mitsamt seinem VW Golf wie vom Erdboden verschluckt.
Es ist spät geworden bei der Verabschiedung des Schweinfurter Landrats Dr. Georg Burghard und Amtseinführung seines Nachfolgers Karl Beck am Montag, 31. Januar 1977, in der Aula der heutigen Heideschule des Landkreises in Schwebheim.
Der neue Tag ist bereits angebrochen, als sich die letzten der 200 Gäste auf den Nachhauseweg begeben. Unter denen, die bis zum Schluss ausgehalten haben, ist der Bürgermeister von Zeilitzheim ( Lkr. Schweinfurt ) und SPD Kreisrat Franz Räth. Man beobachtet noch, wie der 53-jährige Landwirt in seinen roten VW Golf steigt und davonfährt. Es ist das letzte mal, dass der Landwirt gesehen wird. Er kommt nie daheim an.

Räth und das Auto mit dem Kennzeichen SW - AX 434 bleiben bis heute spurlos verschwunden.
Es ist eines der großen Rätsel im hiesigen Raum. Bei Tagesanbruch startet die Polizei in Schweinfurt eine großangelegte Suchaktion. Polizisten durchkämmen die Wälder zwischen Schwebheim und Zeilitzheim und nehmen den Main und angrenzende Gewässer ins Visier. Ebenso wird Räths Aussiedlerhof am Ortsausgang nach Gaibach auf den Kopf gestellt. Ein Polizeihubschrauber fliegt obendrein dreieinhalb Stunden lang das in Frage kommende Gebiet ab. Einziger Anhaltspunkt ist eine im Schnee entdeckte Fahrzeugspur, die zu einem Fischteig zwischen Hirschfeld und Heidenfeld führt. Aber erst als das Eis weggeschmolzen ist, kann man mit der Suche beginnen und das Dienst - Schlauboot zu Wasser lassen, erinnert sich der langjährige Schweinfurter Wasserschutzpolizist Wolfgang Scholz. In Teichmitte kann ein größerer metallener und hohler Gegenstand geortet werden. Die Ausmaße entsprechen in etwa denen eines Pkw. Rückfragen beim Fischereiverein ergeben jedoch, dass es sich um die Karosserie eines Kleinwagens handelt, den man als Laichplatz für die Fische eingebracht hatte. Da es keine Anzeichen für ein Verbrechen gibt, nimmt die Polizei weiter als wahrscheinlichsten Grund für Franz Räths Verschwinden an, dass er auf der Heimfahrt mit seinem Pkw in den Main oder ein Gewässer längs des Flusses geraten und ertrunken ist. Die Annahme macht Sinn, wenn man davon ausgeht, dass Räth von Schwebheim aus über Röthlein, Heidenfeld, Hirschfeld, St. Ludwig, Stammheim und Fahr bis Volkach und von dort aus über Gaibach bis Zeilitzheim heimfahren wollte. Die Strecke führt immer wieder relativ nah am Fluss vorbei. Im Dorf wird ob des mysteriösen Verschwinden von Franz Räth viel erzählt und getuschelt. Die Gerüchteküche brodelt.

Dann im August 1978 eine vermeintlich erste heiße Spur.
In jenem Sommermonat lässt das Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt den Rhein - Main - Donau - Durchstichkanal zwischen Volkach und Gerlachshausen ausbaggern, um die nötige Fahrwassertiefe zu garantieren und mögliche Hindernisse für die Güterschiffe zu beseitigen. Dabei stößt man in der Nähe des Hochwasser - Sperrtores bei Gerlachshausen auf mit einem Schneidbrenner zertrennten und hier versenkte Autoteile eines roten Golfs. In Polizeikreisen vermutet man, auf die Reste von Räths Golf gestoßen zu sein und schließt deshalb ein Verbrechen an dem Bürgermeister nicht mehr aus. Die Überprüfung ergibt jedoch, dass die Autoteile phönixrot sind. Der von Franz Räth gefahrene Golf war hingegen mit dem kräftigeren Senegalrot lackiert. Der Vorfall ist noch kein Jahr her, da unternimmt zu Sommerbeginn 1979 eine Bundeswehreinheit im Raum Obereisenheim Wasserübungen auf dem Main. Dabei wird der schwimmfähige Schützenpanzer M113 eingesetzt. Die Wasserfahrzeuge der Pioniere befahren auch die Buhnen und kleineren Buchten am Mainufer zwischen Stammheim und Fahr. Hier entlangverläuft die Straße, auf der Räth wohl unterwegs war.
Bald danach treibt Ende Juni 1979 in der Nähe des Volkacher Campingplatzes Ankergrund - er liegt direkt am Main unterhalb der berühmten Wallfahrtskirche Maria im Weingarten - ein teilweise skelettierter Unterschenkel samt Socken und Schuh an. Den Schuh ordnen die Angehörigen Franz Räths einwandfrei dem Vermissten zu. Aufgrund des Fundes wird auf dem Main zwischen den Staustufen Wipfeld und Volkach eine intensive Suche nach weiteren Leichenteilen und dem gesuchten Pkw gestartet. Ohne Erfolg.
Es ist um diese Zeit, dass beim Ausbaggern des Flussbetts neben einer der kleineren flachen Ausbuchtungen am Mainufer in Höhe des Elgersheimer Hofes bei Fahr mit dem zu Tage beförderten Sand, Kies und Schlamm ein menschlicher Schädel fast vor die Füße des Mannes im Lastkahn fällt, der die Arbeiten überwacht. Nachdem er den Schock überwunden hat, hebt er den Fund auf. Doch dann erfassen ihn Ekel und Entsetzen. Unten am Schädel hängt das "ganze Geschlinge" heraus, wie er sagt. Anstatt ihn zurück in den schon ziemlich mit Aushub gefüllten Lastkahn zu werfen, befördert er den Schädel reflexartig in den Main zurück.
Erst nach einigen Tagen wird der Fund der Polizei bekannt und die zuständige Wasserschutzpolizei in Schweinfurt ersucht, nach dem Schädel zu suchen. Wolfgang Scholz und sein Kollege Horst Schnepf werden mit ihrem Streckenboot zur Fundstelle in Marsch gesetzt. Obwohl beide den Mainabschnitt in beiden Richtungen abfahren und mit dem sogenannten Leichensuchgerät absuchen, das an einer langen Leine mit dem Boot über den Grund gezogen wird, entdecken sie weder Schädel noch andere Leichenteile. Auch die darauf angeforderte Tauchergruppe der Würzburger Bereitschaftspolizei kann den Schädel nicht mehr finden.
Wolfgang Scholz erinnert sich: "Der erste Taucher kam bald wieder hoch und verkündete, die Strömung in Grundnähe sei so stark, dass die Kiesel über Grund rollen würden. Er vermutet daher, dass der Schädel längst weiter zu Tal getrieben sei."
Der Schädel hätte womöglich den Beweis für die Annahme geliefert, dass der schwimmende Panzer mit seinen Ketten das Dach von Räths Golf berührte, so dass die Scheiben herausfielen und die Leiche freigekommen ist. Da aber außer seinem Schuh und dem skelettierten Unterschenkel keine weiteren Leichenteile auftauchen, kann Räths Identität von der Rechtsmedizin nicht zweifelsfreigeklärt werden. So verstummen auch zehn Jahre nach seinem Verschwinden die Spekulationen über den Verbleib des Bürgermeisters nicht.

Ein hartnäckiges Gerücht besagt dabei, er habe sich damals aus unbekanntem Grund in die DDR abgesetzt, sei also nach wie vor am Leben. Neue Nahrung erhält diese Annahme 1987. Ein Zeilitzheimer glaubt, Räth als DDR - Grenzer am Übergang Rudolphstein - Hirschberg an der innerdeutschen Grenze erkannt zu haben. Die Überprüfung nach Mauerfall und Wiedervereinigung ergibt jedoch, dass an dem Hinweis nicht dran ist. Wieder einmal verlaufen die Nachforschungen im Sande.
So schließt die Kripo die Vermisstenakte Räth.
Noch einmal kommt im August 1990 kurzfristig Hoffnung auf, doch Licht in den Fall zu bringen. Erneut wird im Raum Heidenfeld ein rotes Autowrack im Wasser entdeckt. Diesmal in einem von Anglern gepachteten Baggersee in der Nähe des Klosters. Das geborgene Fahrzeug entpuppt sich jedoch als Audi und nicht als Golf. So führt auch die bislang letzte Spur ins Leere. So könnte es sein, dass immer noch ein längst verrostetes, mit Schlamm überzogenes, einst senegalrot lackiertes Fahrzeugwrack irgendwo im Main oder in einer Seitenbucht seiner Entdeckung harrt und damit der Klärung von Franz Räths Schicksal...


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aero ehemaliges Mitglied

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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

18.04.2016 um 20:40
Wenn die bundeswehrpanzer bei der wasserübung 1979 tatsächlich auf den golf des vermißten gestoßen oder in "berührung" gekommen wären, dann wären vllt. teile des leichnams zerfleddert worden und von der strömung weitergetrieben worden, wie der schädel etc...aber der ganze golf ?

Weis jetzt auch nicht wie stark die strömung dort ist und was sie bewirken kann.

Aber einmal davon abgesehen, wenn von dem gefundenen bein evtl. gewebespuren gekühlt aufbewahrt wurden ließe sich heute im nachhinein mit angehörigen des vermißten vllt. auch noch eine dna-analyse durchführen, um das bein eindeutig zuordnen zu können.

Will aber auch nicht schlauer als die polizei sein und halte mir vor augen das sie dies mit sicherheit in erwägung gezogen hat.

Man erinnere sich auch an den fall des bayerischen landwirts, der mit seinem mercedes 190er verschwand, seine familie dann zugab ihn zerstückelt und tieren zum fraß gegeben zu haben, daraufhin zum gefängnis verurteilt wurden und nach einiger zeit der pkw samt leichnam aus einem fluß gezogen wurde.


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aero ehemaliges Mitglied

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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

18.04.2016 um 20:44
Edit.

Hier noch der link zum letzt genannten fall.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/getoeteter-bauer-das-raetsel-des-rudolf-rupp-a-724080.html


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aero ehemaliges Mitglied

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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

18.04.2016 um 20:57
Hier noch der link zum EP ...in diesem mit einem foto des vermißten.
http://www.mainpost.de/regional/franken/Autoteile-Gaibach-Heidenfeld-Leichenteile-Schuhe-Verbrechensfaelle;art1727,8645821

Der vermißte Franz Räth.
6480616 0 1J4K9F

6480617 2 1J4K9O
Vergebliche Suche: Taucher der Bereitschaftspolizei Würzburg machten sich im Sommer 1979 am Mainufer in Höhe des Elgersh...


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

18.04.2016 um 21:19
Mich erinnert das Ganze sehr an den Fall des vermissten Geschwisterpaares Gögel aus Eberdingen (hier im Kreis Ludwigsburg). Die beiden Geschwister, wie Bürgermeister Franz Räth Landwirt von Beruf, kamen 1995 nach einem Besuch bei Freunden nie wieder daheim an. Schnell wurde vermutet, dass sie mit ihrem Ford -- weinrot übrigens -- in den Hochwasser führenden Neckar geraten sein könnten.
Obwohl dieser Bereich des Neckars in den folgenden Jahren mehrfach mit Tauchern und modernstem Gerät abgesucht wurde und 13 Autowracks aus dem Neckar geborgen werden konnten, war von den Gögels keine Spur zu finden.
Erst 2013, nach fast 19 Jahren, die traurige Gewissheit: der Neckar gab einen menschlichen Unterarm frei, der per DNA-Analyse Gretel G. zugeordnet werden konnte. Die darauffolgende Suche verlief erneut im Sande.

Eine eigene Diskussion gibt es auf Allmy nicht.
Ein paar Zeitungsberichte:
http://www.vkz.de/archiv/archiv-lokales/suche-in-den-neckarfluten/
Geschwister Gögel aus Eberdingen -- Vermisstenfall nach 19 Jahren fast gelöst
und vor der Aufklärung:
http://www.vkz.de/archiv/archiv-lokales/seit-16-jahren-vermisst/

(Pardon fürs Thread-Hijacking, aber die Fälle sind einfach zu ähnlich)


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aero ehemaliges Mitglied

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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

18.04.2016 um 21:39
@Mr.Stielz

Interessant dein beitrag. Habe ich noch nie von gehört.

Aber meine mutter stammte aus Kraiburg a. Inn, und erzählte meinen geschwistern und mir als kinder auch immer von solch einem fall aus bayern wo ein ehepaar auf eimal weg war, und nach jahren in einem teich im auto liegend wiedergefunden wurde.


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egaht ehemaliges Mitglied

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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

19.04.2016 um 00:05
hallo, nach lesen des artikels in der mainpost macht dieser franz räth
einen bodenständigen, soliden eindruck.
dieses kombiniert mit den fakt, dass bei einer intensiven suche im neckar
gleich 13 autowracks gefunden wurde, lässt darauf schliessen dass der
rote golf ebenfalls auf den grund eines gewässers liegt.
mitsamt den bedauernswerten franz räth, oder zumindest mit teilen von ihm.
SPD bürgermeister gibts in bayern nicht besonders viele,in unterfranken gleich
gar nicht. dass da die gerüchteküche brodelte ist nur logisch.
bezeichnenderweise wollte man ihn in der DDR gesehen haben!!!!
ein tragischer unglücksfall, 1977 gabs faktisch noch keine alkoholkontrollen
in bayern und herr räth als ehemaliger polizist hätte auch alkoholisiert weiterfahren
dürfen. alkohol,eine überhöhte geschwindigkeit und eine direkt an der strasse
verlaufendes gewässer ergibt eben manchmal einen tragischen unfall.
da hier kriminalfälle behandelt werden gebe ich diesen thread nicht besonders
viele beiträge.


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

19.04.2016 um 00:22
Bürgermeister scheinen besonders von Verschwinden bedroht zu sein:

http://www.spiegel.de/panorama/verschwundener-buergermeister-zufallsopfer-am-tschechischen-strassenstrich-a-202985.html


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

29.12.2019 um 12:21
Mich beschäftigt der Fall auch schon immer. Ich war deshalb auch vor kurzem in Zeilitzheimer Schloss bei einer Buchlesung.

http://www.bernhard-gehringer.de/derVersunkene.html


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

02.01.2020 um 07:58
Zitat von Mi83Mi83 schrieb am 18.04.2016:Im Dorf wird ob des mysteriösen Verschwinden von Franz Räth viel erzählt und getuschelt. Die Gerüchteküche brodelt.
Die Frage ist natürlich immer, inwieweit man der Gerüchteküche Glauben schenken kann und darf.
Manchmal ist jedoch auch an Gerüchten ein Fünkchen Wahrheit, ob das im hier vorliegenden Fall ebenfalls zutrifft, kann ich nicht beurteilen.
Natürlich gibt es auch 'Tratsch und Klatsch' der vollkommen 'an den Haaren herbeigezogen' ist.

@Germans53
Das Buch, das Du verlinkt hast, macht einen interessanten Eindruck.
Was erfährt man denn darin Neues über den Fall bzw lohnt es sich, das Buch zu kaufen und zu lesen, was würdest Du sagen?
Zitat von egahtegaht schrieb am 19.04.2016:ein tragischer unglücksfall, 1977 gabs faktisch noch keine alkoholkontrollen
in bayern und herr räth als ehemaliger polizist hätte auch alkoholisiert weiterfahren
dürfen. alkohol,eine überhöhte geschwindigkeit und eine direkt an der strasse
verlaufendes gewässer ergibt eben manchmal einen tragischen unfall.
Vermutest Du lediglich, dass es so abgelaufen sein könnte?
Oder ist Dir etwas darüber bekannt, ob Herr Räth dazu neigte, nach Alkoholkonsum Auto zu fahren bzw mit überhöhter Geschwindigkeit zu fahren?

Dass Herrn Räths Leiche in all den Jahren/ Jahrzehnten nicht wieder 'aufgetaucht' ist, wirkt zwar etwas 'mysteriös', denke aber, dass dies durch die Strömungen im Fluss erklärbar ist.
Hat der Main dort Untiefen?


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

02.01.2020 um 09:21
Zitat von Mi83Mi83 schrieb am 18.04.2016:Einziger Anhaltspunkt ist eine im Schnee entdeckte Fahrzeugspur, die zu einem Fischteig zwischen Hirschfeld und Heidenfeld führt. Aber erst als das Eis weggeschmolzen ist, kann man mit der Suche beginnen und das Dienst - Schlauboot zu Wasser lassen, erinnert sich der langjährige Schweinfurter Wasserschutzpolizist Wolfgang Scholz. In Teichmitte kann ein größerer metallener und hohler Gegenstand geortet werden. Die Ausmaße entsprechen in etwa denen eines Pkw. Rückfragen beim Fischereiverein ergeben jedoch, dass es sich um die Karosserie eines Kleinwagens handelt, den man als Laichplatz für die Fische eingebracht hatte.
Hat man sich auf die Aussage des Fischereiverein verlassen, und hat die Karosserie nicht überprüft? Kommt man bei Schneefall auf solch eine Idee, und ist das verbringen einer Karosserie als Laichplatz gängige Praxis? Wäre in dem Teich auch Platz für ein zweites Auto gewesen? Wenn schon Reifenspuren im Schnee zum Teich führen, lohnt es sich doch diesen akribisch abzusuchen.


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

03.01.2020 um 19:59
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Wenn schon Reifenspuren im Schnee zum Teich führen, lohnt es sich doch diesen akribisch abzusuchen.
Das wundert mich auch etwas. Ich würde jetzt mal davon ausgehen, dass die Reifenspuren im Schnee relativ frisch waren und nicht von dem Auto der Fischereigesellschaft war. Dann hätte man das aber auf jeden Fall genau prüfen müssen. Mir kommt es auchseltsam vor, dass man da ein Auto ablässt für die Fische, als sei das das Normalste der Welt.


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

03.01.2020 um 23:12
Zitat von sundrasundra schrieb:Das wundert mich auch etwas. Ich würde jetzt mal davon ausgehen, dass die Reifenspuren im Schnee relativ frisch waren und nicht von dem Auto der Fischereigesellschaft war.
Falls die Fischereigesellschaft überhaupt daran beteiligt war.
Macht man so etwas nach vorherigem Schneefall, und macht man sowas überhaupt ins Wasser?
Die Reifenspuren müssen recht frisch gewesen sein, ewig sind die ja auch nicht haltbar.
Zitat von sundrasundra schrieb:Mir kommt es auchseltsam vor, dass man da ein Auto ablässt für die Fische, als sei das das Normalste der Welt.
Für mich klingt das auch absurd. Ob da heute noch etwas von dem Auto übrig ist? 1977 ist lange her.
Zitat von sundrasundra schrieb:Dann hätte man das aber auf jeden Fall genau prüfen müssen.
Das seh ich auch so, und irgendwo muss Franz Räth ja abgeblieben sein.


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

03.01.2020 um 23:36
Zitat von TatzFatalTatzFatal schrieb:Das seh ich auch so, und irgendwo muss Franz Räth ja abgeblieben sein.
Vermute, dass er im Main gelandet sein wird, deshalb auch meine Frage (in meinem vorherigen Posting hier im Thread) bzgl Strömungen/ Untiefen des Mains in dem Bereich, in dem Herr Räths Leichnam (samt PKW) vermutet wird.

Der Fall, von dem @Mr.Stielz berichtet hat, zeigt m E recht deutlich, dass es nicht unbedingt Aussagekraft haben muss, dass bisher weder Auto noch Bürgermeister wieder aufgetaucht - im wahrsten Sinne des Wortes - sind bzw auch trotz Suchaktionen nicht gefunden werden konnten.
Wer weiß schon, wieviele Autowracks sich in unseren Seen und Flüssen befinden...

Dass ein Auto in einem See versenkt wird, als Laichplatz für Fische, kam mir auch sehr merkwürdig vor, allerdings war man in den 70er-Jahren noch längst nicht so 'umweltbewusst' wie heutzutage, damals wird diese Aktion der Fischereigesellschaft wahrscheinlich weit weniger Kopfschütteln ausgelöst haben als heute bei uns.


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

04.01.2020 um 14:41
Zitat von ThoFraThoFra schrieb:Dass ein Auto in einem See versenkt wird, als Laichplatz für Fische, kam mir auch sehr merkwürdig vor, allerdings war man in den 70er-Jahren noch längst nicht so 'umweltbewusst' wie heutzutage, damals wird diese Aktion der Fischereigesellschaft wahrscheinlich weit weniger Kopfschütteln ausgelöst haben als heute bei uns.
Kann sein, aber irgendwie ist das ziemlich "schräg" um es mal so auszudrücken. Ich meine speziell die Begründung, klingt schon fast wie eine zurechtgelegte Erklärung. Da würde ich auf jeden Fall nochmal gründlich schauen, insofern das möglich ist. Irgendwie passt das nicht.

Das klingt so, als würde man mich fragen, warum ich eine Lila Bürste im Bad habe und ich antworte, weil ich da immer meine Socken drauf lege. Nee ist klar!:-)


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

06.01.2020 um 08:45
Das auf der Strecke Schwebheim-Fahr ein Fahrzeug auf Grund eines Unfalls in den Main gelangen könnte ist praktisch unmöglich es sei denn mit Absicht. Ich kenne die Strecke sehr genau, nirgends fließt der Main so nahe an an der Strasse dass so etwas möglich wäre.
Es wurde ca 2 Jahre später in der nähe von Volkach ein Unterschenkel an dem sich noch ein Schuh befand im Main gefunden. Der Sohn von Franz Räth sagt aus dass das der Schuh seines Vaters ist. Darauf wurde Franz Roth für Tot erklärt und die Witwe konnte seine Rente beziehen


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

06.01.2020 um 09:09
In dem Buch "Der Versunkene" steht, dass nach Franz Räth schon mit Hubschraubern gesucht wurde, bevor die Familie ihn als vermisst gemeldet hatte. Das Buch, das ja als Roman verfasst ist, erweckt außerdem den Eindruck als läge der Schlüssel für das Verschwinden des Franz Räth in den damaligen Wirren um die Gebietsreform.


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

06.01.2020 um 09:21
Zitat von ThoFraThoFra schrieb am 02.01.2020:@Germans53
Das Buch, das Du verlinkt hast, macht einen interessanten Eindruck.
Was erfährt man denn darin Neues über den Fall bzw lohnt es sich, das Buch zu kaufen und zu lesen, was würdest Du sagen?
Das Buch ist für mich sehr interessant weil ich aus der Gegend bin und die Zeit damals miterlebt habe. Ob es Neus Erkenntnisse brachte kann ich nicht beurteilen. Durch die Aussagen von Zeitzeugen aus dem Dorf kann man sich aber ein Bild darüber machen welch ein Mensch Franz Räth in etwa war


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

06.01.2020 um 22:43
Zitat von Germans53Germans53 schrieb:Es wurde ca 2 Jahre später in der nähe von Volkach ein Unterschenkel an dem sich noch ein Schuh befand im Main gefunden. Der Sohn von Franz Räth sagt aus dass das der Schuh seines Vaters ist. Darauf wurde Franz Roth für Tot erklärt und die Witwe konnte seine Rente beziehen
Damals war ja noch keine DNA - Analyse möglich, daher finde ich die Identifikation des Schuhs durch den Sohn etwas 'dürftig', was dessen Beweiskraft anbetrifft.
Theoretisch könnte der Unterschenkel auch von einer anderen Person/Leiche als von Herrn Räth gestammt haben und der Schuh könnte diesem (nachträglich) angezogen worden sein.
Klingt im ersten Moment vll etwas weit hergeholt, aber ich finde schon sehr merkwürdig:
Zitat von Germans53Germans53 schrieb:dass nach Franz Räth schon mit Hubschraubern gesucht wurde, bevor die Familie ihn als vermisst gemeldet hatte.
Wie kam es also zu dieser Suchaktion?
Soweit mir bekannt waren Suchen mit dem Hubschrauber - v a bereits so kurze Zeit nach dem Verschwinden - einer erwachsenen Person, in deren Fall keine Hinweise auf Eigen- oder Fremdgefährdung vorlagen, in den 70er-Jahren eher ungewöhnlich.
Stand dort auch, wie lange Herr Räth zu dem Zeitpunkt der Hubschrauber - Suche bereits verschwunden war?
Würde mal vermuten, noch nicht allzu lange, wenn noch nicht einmal seine Angehörigen ihn vermissten bzw vermisst gemeldet hatten.


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Franz Räth Rätselhaftes Verschwinden eines Bürgermeisters 1977

07.01.2020 um 22:24
Zitat von Germans53Germans53 schrieb:Das auf der Strecke Schwebheim-Fahr ein Fahrzeug auf Grund eines Unfalls in den Main gelangen könnte ist praktisch unmöglich es sei denn mit Absicht.
Räth in den Main, sein Auto in den Teich?


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