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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

62 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst

Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

11.09.2020 um 17:21
November 2016: Arnold Schmidt betreibt im Wiener Stadtteil Meidling in der Wienerbergstraße den Friseursalon „Hair and Style by Team Arnold“. Der Laden läuft gut, ist in dem Viertel eine Institution. Arnold Schmidt ist beliebt, scheint keine Feinde zu haben. Und doch gibt es jemanden, der ihm nach dem Leben trachtet.

Rätselhafte Andeutungen
Am 11. November 2016 geht Arnold Schmidt mit einem Freund aus. Eher beiläufig deutet er an, dass er sich verfolgt fühle, dass er den Eindruck habe, jemand beobachte ihn. Auf die Fragen warum und was dahinterstecken könne, gibt er keine Antwort.

Nur wenige Tage später, am Mittwoch, dem 16. November 2016 kommt es zu dem Verbrechen. Am Morgen bringt Arnold Schmidt seine kleine Tochter zur Schule, die bei ihm übernachtet hat. Schmidt lebt von der Mutter seiner Tochter getrennt, die Eltern teilen sich das Sorgerecht.

Arnold Schmidt wurde in seinem Friseursalon (re.) erschossen.

Täter schießt zweimal
Den Vormittag verbringt Arnold Schmidt in seinem Friseursalon. Gegen 11.30 Uhr ist er mit dem Haarschnitt eines Kunden fertig. Wenige Minuten nachdem der Kunde den Salon verlassen hat, betritt der Täter das Geschäft.

Er wechselt mit Arnold Schmidt einige Worte, dann fallen zwei Schüsse. Nach der Tat blickt der Täter noch in den Nebenraum, in dem sich eine Angestellte mit einer Kundin befindet. Dass beide ihn unmaskiert sehen, scheint ihn nicht zu stören. Er verlässt das Geschäft und verschwindet spurlos.

Tatort in der Wienerbergstraße in Wien.

Opfer noch ansprechbar
Die Angestellte und die Kundin finden Arnold Schmidt schwer verletzt auf dem Fußboden. Er ist noch ansprechbar, kann aber nichts zu dem Täter sagen. Die sofort verständigten Rettungskräfte bringen Schmidt in eine Wiener Klinik. Dort stirbt er noch am selben Abend.

Auf ein plausibles Motiv ist die Polizei bis heute nicht gestoßen. Schmidt war weder in dubiose Geschäfte verstrickt, noch hatte er Schulden. Eine Raubabsicht schließt die Polizei aus. Der Täter scheint tatsächlich nur gekommen zu sein, um Arnold Schmidt zu töten.

Täterbeschreibung:
40 bis 50 Jahre alt, etwa 1,70 m groß, kräftig, auffallend dunkler Teint, dunkle Augen, dicke Augenbrauen, sprach gebrochen Deutsch mit deutlichem, eventuell osteuropäischem, Akzent. Seine Kleidung: komplett schwarz. Er trug eine dunkle, runde Wollmütze.



.
Quelle: Aktenzeichen Xy
https://www.e110.de/toedliche-schuesse-im-frisoersalon/

Wie ist eure Theorie zu dem Fall? Ein Auftragsmord aus dem näheren Freundes oder Familienkreis? Eine Verwechlung?

Lg



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

11.09.2020 um 18:08
Eine Verwechslung könnte sein, möglich. Nachdem die Tatwaffe eindeutig aus dem ehemaligen Jugoslawien stammt und die Exfrau ebenfalls dorther ist, könnte sich ein Motiv aus dieser Ecke ergeben. Die Polizei hat das zwar sicher geprüft und bislang nichts gefunden, das darauf hindeutet, aber das sagt noch nichts. Für mich persönlich würde ich da noch nachbohren. Es muss ja kein Auftragsmord sein, sondern es können Personen, die die Exfrau von früher kennen, ihr auf diese Art "helfen" wollen, indem sie Rache üben. Nach dem Motto "Du trennst dich von ihr, das ist gegen die Ehre". Weiterhin könnte ich mir vorstellen, dass er aus irgendwelchen geschäftlichen Gründen aus dem Weg geräumt wurde. Vielleicht hat er mal von einer maffiösen Struktur eine Anfrage erhalten, hat dankend abgelehnt und das ist nun der Denkzettel dafür. Manche haben es auf Ladenlokale in guten Lagen abgesehen und wenn ein Inhaber nicht weichen will, wer weiß? Vielleicht hat der Friseur das auch niemandem erzählt und am Schluss hat er sich aufgrund seiner lebensgefährlichen Verletzungen nicht mehr gleich daran erinnert.



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

11.09.2020 um 18:13
Sagte der Mörder nicht etwas wie: "das machst du nicht nochmal?"

Was kann das sein?



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

11.09.2020 um 18:13
Im Film waren folgende Worte vom Täter zu hören:

"Machst Du nicht noch einmal "
Und auf die Frage, was er hier will :
"Weißt du genau, tust du nicht blöd" zu hören.

Das könnte schon in Richtung gehen, dass wa irgendwas Richtung Mafia geht.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die einen gleich umbringen. Hätte man nicht eher einen anderen Denkzettel verpasst? Quasi zur Warnung....wie Reifen zerstechen?



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

11.09.2020 um 18:18
Vielleicht wurde er abgezogen und hat nicht mehr zahlen wollen. Sowas gab es schon öfter. Der Friseur wurde als sehr korrekter Typ beschrieben, gleichzeitig sehr introvertiert. Nicht einmal dem Freund wollte er gleich sagen, warum er sich Gedanken macht. Kann sein, dass kleinere Denkzettel schon verpasst wurden und das eben der letzte war.



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

11.09.2020 um 18:27
xoxalb
schrieb:
Vielleicht wurde er abgezogen und hat nicht mehr zahlen wollen. Sowas gab es schon öfter. Der Friseur wurde als sehr korrekter Typ beschrieben, gleichzeitig sehr introvertiert. Nicht einmal dem Freund wollte er gleich sagen, warum er sich Gedanken macht. Kann sein, dass kleinere Denkzettel schon verpasst wurden und das eben der letzte war.
Na gut, aber es wurde ja in die Richtung ermittelt, aber die Polizei fand laut Aktenzeichen XY keine Hinweise darauf, dass Arnold S. in dubiose Geschäfte verwickelt war.

Könnte der Täter auch psychisch krank gewesen sein?



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

11.09.2020 um 20:41
Ich hatte das Gefühl, dass die Polizei schon weiss, was dahinter steckt und wer verantwortlich ist.



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11.09.2020 um 20:56
Katinka1971
schrieb:
Ich hatte das Gefühl, dass die Polizei schon weiss, was dahinter steckt und wer verantwortlich ist.
Im Sinne von der Ex - Partnerin?

Da hieß es aber, was dagegen spricht, dass das Opfer sich nach der Trennung um ein gutes Verhältnis bemüht hatte.



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11.09.2020 um 21:44
kittyka
schrieb:
Da hieß es aber, was dagegen spricht, dass das Opfer sich nach der Trennung um ein gutes Verhältnis bemüht hatte.
Er wahr sicherlich darum bemüht.
Eine andere Frage ist, inwieweit ihm das gelungen ist.
Man weiß nicht, wie die Ex-Frau die Trennung von ihrem Mann und Vater ihres Kindes, seine Zukunftspläne mit einer neuen Frau und die Aufforderung, aus dem ehemals gemeinsam bewohnten Haus auszuziehen, emotional verarbeitet hat.



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11.09.2020 um 21:48
Kielius
schrieb:
wahr sicherlich darum bemüht.
Eine andere Frage ist, inwieweit ihm das gelungen ist.
Man weiß nicht, wie die Ex-Frau die Trennung von ihrem Mann und Vater ihres Kindes, seine Zukunftspläne mit einer neuen Frau und die Aufforderung, aus dem ehemals gemeinsam bewohnten Haus auszuziehen, emotional verarbeitet hat
Anscheinend gibt es da aber keine konkreten Beweise, denn ich nehme an - gerade auch in Hinblick auf den Täter und der Waffe - die aus dem selben südosteuropäischen Land stammen wie die Ex-Frau...wird die Polizei diese doch besonders überprüft haben...?



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

11.09.2020 um 22:52
Meine - rein subjektive - Mutmaßung wäre auch, dass es sich um eine Beziehungstat handelt. Die Ex-Frau sollte aus dem (seinem) Haus ausziehen, dies verzögerte sich offenbar über das vereinbarte Jahr hinaus. Sie und die Tatwaffe stammen aus dem ehem. Jugoslawien. Der Täter spricht gebrochen deutsch mit osteuropäischem Akzent und ist vermutlich für die Tat angereist und kennt dort weiter niemanden in der Gegend der Tat, und er scheint ein international ein unbeschriebenes Blatt, denn er zeigt sich ohne Maskierung und scheint keine Angst vor einem Wiedererkennen zu haben. Die kleine Tochter äußert Angst vor dem Auszug aus ihrem Elternhaus, in das jetzt der Vater mit seiner neuen Lebensgefährtin ziehen möchte. Vermutlich hat die Kleine diese Angst von ihrer Mutter gehört/übernommen/mit ihr besprochen...



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

11.09.2020 um 23:56
Tita1992
schrieb:
Sie und die Tatwaffe stammen aus dem ehem. Jugoslawien.
Das stimmt.

Ich würde das mit der Zastava aber auch nicht überbewerten. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Waffe dieses Herstellers bei einer Straftat in Österreich verwendet wurde.

Ein Fall, der mir da spontan in den Sinn gekommen ist, ist der eines Würstel-Stand-Besitzers, der 1996 in seiner Garage erschossen worden ist. Auch in dem Fall ist eine Zastava verwendet worden, allerdings im Kaliber 7.65. Die Waffe ist später im Abfalleimer eines Zuges von Wien nach Salzburg aufgefunden worden.

Mein Opa sagte immer: Du glaubst gar nicht, was nach Kriegen alles wegkommt.

Allerdings wurde die Rolle der Ex-Partnerin auch komisch dargestellt. Einerseits bemüht sich das Opfer um ein gutes Verhältnis, lässt ihr sogar recht lange Zeit sich was anderes zu suchen, andererseits scheint seine Ex auch manches dafür zu tun, in dem Haus bleiben zu können; sprich, sie sagt ihm, dass sie noch Zeit benötige, da die Möbel noch nicht da seien und man ihr auch keinen konkreten Termin nennen könne.

Interessant ist ja auch der Umstand, dass es so aussieht, als wenn es dem Täter egal gewesen wäre, dass sich noch weitere Personen im Laden aufgehalten haben. Er hat die beiden Zeuginnen nicht angegriffen und maskiert hat er sich auch nicht.
kittyka
schrieb:
"Machst Du nicht noch einmal "
Und auf die Frage, was er hier will :
"Weißt du genau, tust du nicht blöd" zu hören.
Da ist die Frage, ob er das wirklich so gesagt hat.

Nehmen wir mal an, dass er das so gesagt hat: Dann muss das ganze, logischerweise, eine Vorgeschichte geben.

Was hat er gemacht? Geschäftlich oder privat?



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12.09.2020 um 05:04
raptor83
schrieb:
Nehmen wir mal an, dass er das so gesagt hat: Dann muss das ganze, logischerweise, eine Vorgeschichte geben.
Dass es eine Vorgeschichte gibt davon ist wohl auszugehen. Das Opfer erzählt seinem Bekannten, dass er beobachtet wird. Ich hege sogar die Vermutung, dass der Täter schonmal in dem Friseurgeschäft war. Nach der Tat schaut er oder will sich noch in der Damenabteilung umsehen.



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

12.09.2020 um 08:19
Könnte es vielleicht auch sein, dass jemand im Umfeld der Ex-Frau deren Geschichte mitbekommen hat, mit der Trennung und so und dann auf eigene Faust beschlossen hat, den Friseur für die Trennung zu "bestrafen", quasi aus falsch verstandener Ehre...vielleicht auch ohne, dass die Ex darin wissentlich involviert ist?

Das wäre vielleicht auch noch eine Option.

Oder er war doch in dubiose Geschäfte verstrickt.. was die Polizei nicht weiß ^^



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

12.09.2020 um 14:30
Ich sehe da schon einen Zusammenhang:
Das Aussehen des Täters: dunkle Haare, braune Augen, dunkler Typ.
Die Sprache des Täters: osteuropäischer Akzent.
Die Waffe des Täters: aus dem exjugoslawischen Raum.
Die Exfrau des Opfers: aus ehemal. Jugoslawien.

Die Worte:"das machst du nicht noch mal", bedeuten also, dass der Friseur etwas getan hat, dass dem Täter ganz und gar nicht gefiel. Das Motiv deutet also auf Rache oder Wut, Bestrafung hin. Habgier, Neid und Eifersucht scheiden aus. Der Täter und sein Opfer standen in einer Beziehung zueinander, wenn auch einer kurzzeitigen, flüchtigen oder über eine andere Person. Die Wut oder das Rachegefühl waren sehr gross, so sehr, dass der Täter nicht vor Mord zurückschreckte. Der Vorfall, der dieses Gefühl auslöste, lag wohl nicht lange zurück.
In jüngster Vergangenheit ist also etwas im Leben des Friseurs durch sein direktes Zutun geschehen, was den Täter direkt oder indirekt gegen den Strich ging.
Im beruflichen Bereich kann ich mir das nicht vorstellen. Eher im privaten Alltag. Vielleicht beim Ausüben eines Hobbys, im Strassenverkehr o.ä.
Direkt bekannt waren Täter und Opfer nicht, denn dann hätte ihn der Täter nicht erst beobachten brauchen. Ein Auftragskiller war es auch nicht, denn seine Worte " das machst du nicht noch mal" zeugen von seiner eigenen Wut.
Wenn die Ermittler noch keine heisse Spur haben, wird es sehr schwer, im weiteren Umfeld des Opfers den Täter zu finden.



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

12.09.2020 um 14:41
Hathora
schrieb:
Die Worte:"das machst du nicht noch mal", bedeuten also, dass der Friseur etwas getan hat, dass dem Täter ganz und gar nicht gefiel. Das Motiv deutet also auf Rache oder Wut, Bestrafung hin. Habgier, Neid und Eifersucht scheiden aus. Der Täter und sein Opfer standen in einer Beziehung zueinander, wenn auch einer kurzzeitigen, flüchtigen oder über eine andere Person. Die Wut oder das Rachegefühl waren sehr gross, so sehr, dass der Täter nicht vor Mord zurückschreckte. Der Vorfall, der dieses Gefühl auslöste, lag wohl nicht lange zurück.
In jüngster Vergangenheit ist also etwas im Leben des Friseurs durch sein direktes Zutun geschehen, was den Täter direkt oder indirekt gegen den Strich ging.
Der Täter fühlte sich also von dem Friseur in irgendeiner Weise betrogen?
Hältst du es für möglich, dass es ums Geld ging?



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12.09.2020 um 15:37
Wenn es um Geld gegangen wäre, hätte der Täter das bestimmt angeschnitten und Geld gefordert.



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

12.09.2020 um 17:03
Also eher sowas wie :

- Vorfahrt genommen
- ihm das letzte gewünschte Teil im Geschäft vor der Nase weggeschnappt
- ihn in einem Spiel besiegt



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

12.09.2020 um 17:11
...dann muss es für den Täter nur weitaus gravierender als für das Opfer gewesen sein...denn laut der Aussage in XY wusste das Opfer auch nicht, wer das gewesen ist...hätte es vor dem Treffen schon mal eine Begegnung gegeben, wäre dem Opfer das sicher eingefallen?

Wie : Mit dem hatte ich letztens einen Streit beim Einparken oder so...



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Mord an dem Wiener Friseur Arnold S.

12.09.2020 um 17:25
Es scheint ja klar zu sein, dass Herr S. nicht in krumme Geschäfte verwickelt war, jedenfalls konnte man nichts dazu ermitteln. Ich glaube da nicht an einem Zufall, dass der Täter mit einem ex-jugoslawischen Akzent gesprochen hat, die Waffe auch dorther kommt. Die Exfrau wird irgendwie darin verwickelt sein. Die muss nicht mal den Mord beauftragt haben. Es kann der neue Freund gewesen sein oder sonstwer aus dem Umfeld. Wird schwierig, wenn da niemand plaudert.



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