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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

123 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Deutschland, Vermisst, Betrug ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

29.05.2026 um 05:55
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:Aber ich könnte mir vorstellen dass sie nur das Gesicht für den Scam One Coin war und die Macher und Strippenzieher im weitläufigen OK-mässigen Bereich operieren.
Hmm, das liegt natürlich auch im Bereich des möglichen.

Aber ich glaube das eher weniger, da sie so intelligent war. Und sie muss dich doch auch darüber im Klaren gewesen sein, dass dies total falsch ist, was da abläuft.


Was mich auch total zum Nachdenken bringt, ist, dass Ruja Ignatova ja sehr intelligent war. Ich frage mich, warum sie sich dann nichts legales aufgebaut hat. So hätte sie ja auch reich und bekannt werden können.


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

29.05.2026 um 06:10
Zitat von __gans.ehrlich__gans.ehrlich schrieb:@Jules20

Ich denke eigentlich dass sie liquidiert worden ist, aber das ist nur Raterei, weil Informationen fehlen.
Das FBI und die Behörden gehen wohl davon aus, dass Ruja Ignatova noch lebt.

https://www.nw.de/nachrichten/zwischen_weser_und_rhein/24049923_Krypto-Queen-jetzt-in-Suedafrika-Bielefelder-Ermittler-auf-neuen-Spuren.html
„Wir gehen davon aus oder arbeiten mit der Hypothese, dass Ruja Ignatova noch am Leben ist“, sagt LKA-Sprecherin Sabine Dässel in der viel beachteten WDR-Doku „Die Krypto-Queen“ von Johann von Mirbach.


Ich persönlich würde so ein Leben nicht führen wollen - immer auf der Flucht und im Untergrund.

Klar, mehr Geld wäre schön, aber das will ich auf ehrliche Weise bekommen und dann mich nicht immer verstecken müssen.


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

29.05.2026 um 09:14
Zitat von Jules20Jules20 schrieb:Das FBI und die Behörden gehen wohl davon aus, dass Ruja Ignatova noch lebt.
Da gehe ich mit konform.
Zitat von Jules20Jules20 schrieb:Ich persönlich würde so ein Leben nicht führen wollen - immer auf der Flucht und im Untergrund.
In der heutigen Zeit und in ihrem Fall dürfte es wohl nicht möglich sein, ähnlich wie Daniela Klette jahrzehntelang sogar mit Facebook-Profil und regem Sozial- und Vereinsleben im eigenen Land unterzutauchen.


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

30.05.2026 um 08:44
Zitat von antheanthe schrieb:
Zitat von Jules20Jules20 schrieb:Ich persönlich würde so ein Leben nicht führen wollen - immer auf der Flucht und im Untergrund.
In der heutigen Zeit und in ihrem Fall dürfte es wohl nicht möglich sein, ähnlich wie Daniela Klette jahrzehntelang sogar mit Facebook-Profil und regem Sozial- und Vereinsleben im eigenen Land unterzutauchen.
Das stimmt.

Vor allem müsste man - im Gegensatz zu Daniela Klette - Ruja Ignatova ja weltweit kennen, da sie ja vom FBI mit diesen Most Wanted Plakaten gesucht wird. Ich glaube, dass Ruja Ignatova ja nie ihr Haus verlassen wird. Irgendwann müsste man diese Frau also sehen.


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

30.05.2026 um 23:41
Vor 50 Jahren hätte man wohl ganz easy so untertauchen können, dass man vielleicht niemals entdeckt wird. Das ist heute schon viel schwerer.

Man kann vielleicht irgendwo in einer eher unzivilisierten Umgebung noch lange unentdeckt bleiben. Aber will man das, wenn man gerade ein paar Milliarden ergaunert hat? Da will man doch in einer geilen Villa leben, irgend wo in Miami, Mallorca oder Malediven. Bugatti oder Rolls Royce fahren und das Leben geniessen!

Vielleicht lebt sie ja tatsächlich noch, sieht aber völlig anders aus.
Für ne Strohfrau sind mir eigentlich viel zu viele Beteiligte im Spiel!


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

01.06.2026 um 10:05
Zitat von Jules20Jules20 schrieb:Vor allem müsste man - im Gegensatz zu Daniela Klette - Ruja Ignatova ja weltweit kennen, da sie ja vom FBI mit diesen Most Wanted Plakaten gesucht wird. Ich glaube, dass Ruja Ignatova ja nie ihr Haus verlassen wird. Irgendwann müsste man diese Frau also sehen.
Warum geht ihr alle davon aus, dass sie nicht irgendwo in Ruhe leben kann und ständig auf der Flucht sein muss?
Es gibt Länder, die haben kein Auslieferungsabkommen. Denen ist es egal. Da kann man doch wunderbar und in Ruhe leben. Vor allem mit Ihrem Geld.

https://auslieferungsanwalte.de/nichtauslieferungslander/


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

01.06.2026 um 13:13
Zitat von uhurauhura schrieb:Warum geht ihr alle davon aus, dass sie nicht irgendwo in Ruhe leben kann und ständig auf der Flucht sein muss?
Das wundert mich auch, zumal ich nur wenige Posts zuvor u. a. zitierte:
Zitat von watnuwatnu schrieb am 01.02.2026:
Im Gespräch mit der NRWZ erzählt Mirbach von seinen neuen Recherchen. Die wichtigste Frage: „Wissen Sie, wo Ruja Ignatova steckt?“, beantwortet der aus Villingen stammende Dokumentarfilmer mit: „Ja und nein!“
(…)
Doch der angebliche Ruja-Killer Hristov saß nachweislich im Gefängnis und schipperte nicht in der Ägäis rum. Die Geschichte mit der zerstückelten Leiche war schon früh angezweifelt worden. Aber mit diesem wasserdichten Alibi ist die These sehr unwahrscheinlich.

Die damals auf verschlungenen Wegen angeblich aufgetauchten Dokumente machten nur Sinn, wenn es darum gehe, eine Spur zu verwischen, ist von Mirbach überzeugt. „Wer macht sich so viel Mühe, wenn Ruja Ignatova tatsächlich tot ist?“
Das Kap der guten Hoffnung
(…)
Am Kap der guten Hoffnung tauchten viele Unterweltgrößen unter, erzählt er der NRWZ. „Es gibt dort Leute in der Polizei und bei anderen Behörden, die sich bestechen lassen.“ Neue Papiere, Identität, für Geld gehe da praktisch alles.

Hinzu kommt, dass es eine große bulgarische Community in Südafrika gibt. (…)

Krasimir „Kuro“ Kamenov, (…) wurde gemeinsam mit seiner Frau und zwei Hausangestellten in Kapstadt brutal ermordet – bis heute ist der Vierfachmord nicht aufgeklärt.

Das Spannende daran: „Kuro kannte Ignatova“, sagt von Mirbach.
(…)
Gerüchte besagen, Kuro habe mit dem FBI in Sachen Ignatova und OneCoin kooperieren wollen und musste deshalb sterben.
Quelle: https://www.nrwz.de/schramberg/onecoin-kryptoqueen-die-jagd-neue-spuren-494709.html , Veröffentlicht: 8. November 2024, Zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2026



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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

07.06.2026 um 04:24
Nichtausliefern ist das Eine - aber dann würde das FBI vielleicht garnicht mehr nach ihr fahnden. Die wüssten, wo sie lebt und könnten dann einfach abwarten, bis sie mal nen Fehler macht und irgendwohin fährt/fliegt, wo man sie kriegen kann…

In Zeiten von Internet erkennt sie doch jeder Hansel auf Urlaub. Aussehen kann man natürlich verändern, aber da hat man ja immer Mitwisser (Arzt, Angestellte, Passfälscher etc.).
Bei entsprechender Belohnung könnte das eine Gefahr sein.

Selbst bei Super-Tarnung ist man sein eigener Gefangener, kann die Familie nicht besuchen, nicht frei reisen, die Milliarden nur eingeschränkt verpulvern…


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

07.06.2026 um 08:31
Das Kap der guten Hoffnung
Eine andere Spur führt nach Südafrika, dafür gebe es „einige Hinweise“, so die Sprecherin des Landeskriminalamts Sabine Dässel in der neuen Doku. Auch Filmemacher Mirbach hat eine solchen Tipp bekommen und ist dem nachgegangen.

Am Kap der guten Hoffnung tauchten viele Unterweltgrößen unter, erzählt er der NRWZ. „Es gibt dort Leute in der Polizei und bei anderen Behörden, die sich bestechen lassen.“ Neue Papiere, Identität, für Geld gehe da praktisch alles.
Quelle: https://www.nrwz.de/schramberg/onecoin-kryptoqueen-die-jagd-neue-spuren-494709.html

Südafrika scheint wohl ein Eldorado zum Untertauchen für Kriminelle zu sein. Auch Norman Volker Franz wird dort vermutet.
Spoiler
Gesucht: Norman Volker Franz (Seite 11) (Beitrag von sören42)
Zitat von AxelFAxelF schrieb am 30.05.2026:Man kann vielleicht irgendwo in einer eher unzivilisierten Umgebung noch lange unentdeckt bleiben. Aber will man das, wenn man gerade ein paar Milliarden ergaunert hat? Da will man doch in einer geilen Villa leben, irgend wo in Miami, Mallorca oder Malediven. Bugatti oder Rolls Royce fahren und das Leben geniessen!
Ich denke, dass man in Südafrika mit viel Geld komfortabel leben kann, als unzivilisierte Umgebung würde ich das nicht ansehen.


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

07.06.2026 um 09:12
Südafrika hat für Verbrecher den Vorteil dass die Polizei dort extrem korrupt und in vielen Fällen machtlos ist. Dort passieren so viele schwere Verbrechen dass nach flüchtigen Ausländern zu suchen wohl kaum im Bereich des Machbaren liegt.

Der private Sicherheitssektor ist in SA mittlerweile deutlich größer als die Polizei. Mit etwas Geld kann man sich Sicherheit und Anonymität kaufen.


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

07.06.2026 um 09:46
Wenn sie in Südafrika wäre, wüsste das aber der FBI. Naja, vielleicht weiß ers ja auch.


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

07.06.2026 um 14:05
@sören42
ja klar,aber weg kannst dann auch nicht weit…

Und so „sicher“ ist es ausserhalb der gated communities auch net.
Und trotzallem würde sich das rumsprechen, wennj emand mit der Kohle dort hockt. Da musst viel Geldfür Bodyguards ausgeben


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

14.06.2026 um 09:04
Zitat von AxelFAxelF schrieb am 07.06.2026:Nichtausliefern ist das Eine - aber dann würde das FBI vielleicht garnicht mehr nach ihr fahnden. Die wüssten, wo sie lebt und könnten dann einfach abwarten, bis sie mal nen Fehler macht und irgendwohin fährt/fliegt, wo man sie kriegen kann…
Stimmt.
Dann wäre das FBI ja nicht mehr so im Fahndungsdruck, da man ja weiß, wo sich Ruja Ignatova aufhält und könnte sie so auch leichter durch eigene Leute im Blickfeld behalten.


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

03.09.2026 um 20:24
LG Darmstadt:
Ab dem 22.09.26 startet der Prozess gegen Rujas Ehemann. Im Artikel ist u. a. auch ein Foto der u. g. Villa zu sehen:
Ab dem 22. September muss sich Björn S., der Ehemann der Kryptoqueen Ruja Ignatova, wegen Geldwäsche vor dem Landgericht Darmstadt verantworten. Das hat der Sprecher des Landgerichts Darmstadt, Jan Helmrich, auf Nachfrage bestätigt. (Zuerst haben die Badischen Neuesten Nachrichten berichtet.) Björn S. soll 2017 mit Geldern aus dem OneCoin-Betrug eine vornehme Villa in Bad Homburg für mehr als sieben Millionen Euro gekauft haben. Die Summe soll eine Firma aus dem OneCoin-Umfeld in Hongkong überwiesen haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: https://www.nrwz.de/kreis-rottweil/onecoin-geldwaesche-prozess-gegen-ignatovas-ehemann-beginnt-am-22-september-was-wird-er-aussagen-556350.html


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

08.09.2026 um 20:00
Youtube: 15 Milliarden Dollar erbeutet: Wie eine Frau die ganze Welt getäuscht hat
15 Milliarden Dollar erbeutet: Wie eine Frau die ganze Welt getäuscht hat
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Vor kurzem hat sich auch Galileo mit Ruja Ignatova beschäftigt und sich auch mit der entsprechenden Mitarbeiterin vom BKA getroffen. Diese meinte auch, dass man Ruja Ignatova früher oder später finden wird.

Ich fand das sehr spannend!


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10.09.2026 um 00:23
Was soll die Ermittlerin auch sonst sagen - da hätte sie ja sonst komplett umsonst gearbeitet


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24.09.2026 um 15:01
https://bnn.de/nachrichten/baden-wuerttemberg/angeklagter-ex-mann-der-kryptoqueen-scheidung-von-einem-phantom
Der Angeklagte – selbst Rechtsanwalt – machte am ersten Prozesstag keine Angaben zu den Vorwürfen, sondern nur zu seiner Person. Dabei informierte er, dass er seit April dieses Jahres wieder verheiratet sei. Aus der Verlesung der Anklageschrift ergab sich zudem, dass er seit dem Jahr 2020 von Ruja Ignatova geschieden ist.

Wie genau diese Scheidung vollzogen wurde, blieb zunächst unklar. Schließlich ist die Kryptoqueen seit Herbst 2017 wie vom Erdboden verschluckt – ein Phantom der Kriminalgeschichte.
Der Prozess gegen den ehemaligen Ehemann von Ruja Ignatova hat ja vor kurzem begonnen. Vorgestern ist der verlinkte Artikel erschienen.

Was mich überrascht hat ist, dass der ehemalige Ehemann von Ruja Ignatova seit kurzem wieder neu verheiratet ist und seit inzwischen ungefähr 6 Jahren von Ruja Ignatova geschieden ist.


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

24.09.2026 um 15:12
https://www.diebewertung.de/onecoin-der-milliardenbetrug-die-verschwundene-kryptoqueen-und-ein-fall-der-auch-2026-nicht-abgeschlossen-ist/


Im oben verlinkten Artikel ist, finde ich, ziemlich gut beschrieben, wie es zum Erfolg von OneCoin kommen konnte und wie sich der gesamte Fall zugetragen hat.
Am 22. September soll vor dem Landgericht Darmstadt ein Prozess gegen Ignatovas Ehemann beginnen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Geldwäschevorwürfe und Vermögenswerte aus dem OneCoin-Umfeld. 21 Verhandlungstage sind bis Februar 2027 vorgesehen.
Ruja Ignatova besaß dafür ein außergewöhnlich wirkungsvolles öffentliches Profil. Die deutsch-bulgarische Unternehmerin war juristisch ausgebildet und trat nicht wie eine anonyme Internetverkäuferin auf, sondern wie die Vorstandschefin eines kommenden globalen Finanzkonzerns. Berichte aus dieser Zeit verwiesen auf ein Studium in Konstanz und Oxford sowie Tätigkeiten im Unternehmensberatungs- und Finanzbereich.



Außerdem wird erklärt, dass das FBI, wie bereits hier schon mehrfach erwähnt wurde, nicht davon ausgeht, dass Ruja Ignatova Tod ist, da es ja dafür keine handfesten Beweise gibt.


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27.09.2026 um 10:40
@Jules20 Ob das geht, sich in Abwesenheit scheiden zu lassen? Oder wurde ein Anwalt bestellt, der sie vertritt?


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Der Fall Ruja Ignatova | "OneCoin"

27.09.2026 um 10:48
Zitat von AxelFAxelF schrieb:@Jules20 Ob das geht, sich in Abwesenheit scheiden zu lassen? Oder wurde ein Anwalt bestellt, der sie vertritt?
Das habe ich mich beim Lesen des Artikels auch gefragt, ob es überhaupt möglich ist, sich scheiden zu lassen, wenn einer der Ehepartner vermisst wird oder verschollen ist.


Deshalb habe ich eben mal recherchiert.

https://scheidung-beratung-online.de/?page_id=3793

In der eben von mir eben verlinkten Internetseite eines Anwalts heißt es:
Wenn die Anschrift des anderen Ehepartners trotz ernsthafter und dokumentierter Bemühungen nicht festgestellt werden kann, erlaubt das deutsche Verfahrensrecht eine sogenannte öffentliche Zustellung.

Der entscheidende Paragraf lautet:

185 ZPO – Öffentliche Zustellung:
Eine Zustellung kann durch öffentliche Bekanntmachung erfolgen, wenn…
– der Aufenthalt des Zustellungsadressaten unbekannt ist und
– eine Zustellung an einen Vertreter oder Zustellungsbevollmächtigten nicht möglich ist.

Das FamFG (Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit) verweist in § 15 Abs. 2 FamFG ausdrücklich auf die Zivilprozessordnung – somit ist die öffentliche Zustellung auch im Scheidungsverfahren rechtlich zulässig.
Grundsätzlich ist es so, dass zu einer Scheidung beide Ehepartner quasi zustimmen müssen, allerdings gibt es wie schon oben beschrieben auch Ausnahmen.


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