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Die Kopfschussmorde an Bärbel B. und Ingrid R.

262 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Blut, DNA, Aktenzeichen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Die Kopfschussmorde an Bärbel B. und Ingrid R.

23.11.2022 um 15:21
Die ungelösten Morde an Bärbel B. und Ingrid R. sind äußerst mysteriös, bizarr, geradezu unvorstellbar und unglaublich gewalttätig und grausam. Beide Morde erfolgen in der Nacht vom 4. September auf den 5. September 1991.
Beide Frauen wurden durch Kopfschüsse geradezu hingerichtet. Die Frauen kannten sich offenbar nicht. Es gibt keinerlei erkennbare Zusammenhänge zwischen den Frauen.

Am 9.7.1993 wurden diese Morde als Studiofall (Fall 6) in Aktenzeichen xy vorgestellt.

Für den schnellen Überblick hier ein Link zu einem Podcast (Mord Nordwest von Buten un Binnen/Radio Bremen, Folge vom 14.7.2022):
"Warum diese beiden Frauen?": In der Nacht vom 4. auf den 5. September 1991 fallen zwei Schüsse in zwei Städten. Sie stammen aus derselben Waffe – und beide töten: Die Krankenschwester Bärbel Barnkow wird in Bremerhaven und die Hausfrau Ingrid Remmers in Bremen ermordet. Bis heute sind die Fälle ungeklärt und die Angehörigen müssen mit der Ungewissheit leben. Kann der Fall noch gelöst werden?
Quelle: https://www.butenunbinnen.de/podcast/true-crime-100.html


Hier gibt es auch Bilder der Opfer:

https://www.butenunbinnen.de/audios/true-crime/mord-nordwest-doppelmord-remmers-barnkow-100.html


Der Mord an Bärbel B.

BB ist 45 Jahre alt, hat zwei erwachsene Kinder und ist Pflegehelferin im Krankenhaus Am Bürgerpark in Bremerhaven. Am 4.9.91 hat sie Spätdienst und um 21 Uhr Feierabend. Sie geht dann offenbar zu ihrem Auto, das auf dem Parkplatz an der Klinik steht, um nach Hause zu fahren. Zeugen hören zwischen 21.10 Uhr und 21.30 Uhr einen lauten Knall, welcher ein Schuss gewesen sein könnte. BB wird dann um 22.50 Uhr blutüberströmt und bewusstlos auf dem Beifahrersitz ihres Autos gefunden. Es wurde ihr in den Kopf geschossen. Zwei Tage später starb sie, ohne wieder zu erwachen.


Tatort im Mordfall Bärbel B.

Das Krankenhaus Am Bürgerpark liegt zwischen der Bundestraße 6 (B6) und der Bundesautobahn A 27, beides nicht weit entfernt. Ebenso nicht allzuweit entfernt liegen der Bremerhavener Bürgerpark, die Bremerhavener Innenstadt und die Häfen.


Der Mord an Ingrid R.

IR ist Hausfrau, Mutter eines 12 jährigen Sohnes und verheiratet. Sie hat eine Liebesaffäre, die ihrem Ehemann bekannt ist. Am 4.9.91 ist sie bei diesem Liebhaber in Nienburg. Gegen 0.30 Uhr verlässt sie dessen Wohnung in Nienburg und will mit ihrem Auto nach Hause zu Ehemann und Kind nach Bremen fahren. Zuhause kommt sie aber nie an. Sie telefonierte wohl gegen 1.30 Uhr noch von einer Telefonzelle aus mit ihrem Liebhaber. Ihr Ehemann meldet sie am nächsten Tag als vermisst, die Polizei möchte diese Anzeige aber noch nicht aufnehmen.

Am 6.9.91 gegen 17 Uhr wird ihre Leiche gefunden. Sie liegt unter einer Wolldecke in ihrem Auto. Das Auto steht auf einem Parkplatz an der Daniel-von-Bühren-Straße in Bremen. Sie wurde durch einen Kopfschuss ermordet.

Die Telefonzelle, aus der sie noch nachts wohl telefonierte, stand offenbar an diesem Parkplatz, auf dem IR tot gefunden wurde. Offenbar hat sie auch in der Nähe gewohnt. Das wurde so aber mWn nie konkret veröffentlicht. Also könnte der Fundort auch der Tatort gewesen sein. Zeugen dafür (zB für Schüsse oder Schreie) scheint es nicht zu geben.


Der Tatort im Mordfall Ingrid R.

Der Parkplatz an der Daniel-von-Bühren-Straße liegt direkt beim Arbeitsamt, nahe des Hauptbahnhofs in der Bremer Innenstadt. Nahebei ist auch der Bremer Bürgerpark. Nicht weit entfernt des Bürgerparks liegt die Bremer Universität.


Die Abläufe und Zusammenhänge der Morde

In der Nähe des Tatortes im Fall BB wird in dieser Nacht ein Auto gestohlen. Es ist ein 12 Jahre alter Audi 80, grün metallic, aufgemotzt mit weißen Seitenstreifen, Alufelgen und einem Frontspoiler. Dieser Audi wird am 10.9.91 ganz nahbei der Wohnung des Liebhabers von IR in Nienburg gefunden. Die Papiere dieses Audis werden im Kofferraum eines gestohlenen Autos an der Bremer Universität gefunden (nicht weit entfernt der A 27).

Die Tasche und das Portemonnaie der BB werden ca 250 m vom Krankenhausparkplatz entfernt auf einem Privatgrundstück gefunden. Es wird nicht gesagt, dass etwas daraus gestohlen wurde. Weshalb diese zunächst mitgenommen werden, bleibt unklar. Sollte ein Raubmord vorgetäuscht werden? Ihre EC-Karte wird auf dem Parkplatz in Bremen, auf dem IR gefunden wird, entdeckt.

Beide Frauen wurden mit der gleichen Mordwaffe getötet: Eine belgische FN Kaliber 7,65 (ich hoffe, das ist so richtig wiedergegeben).

Beide Frauen wurden mit Kopfschüssen hingerichtet. Inwiefern noch weitere Verletzungen oder gewalttätiges Vorgehen erfolgten, wird nicht gesagt. Auf die konkrete Spurenlage möchte die Polizei nicht eingehen. Offenbar wird nicht wirklich was Wertvolles geraubt, kein Geld mit der EC-Karte abgehoben, o.ä.. Raubmord kann demnach ausgeschlossen werden. Offenbar gab es auch keine sexuellen Übergriffe.


Das Motiv

Das Motiv fehlt im Grunde. Es scheint reine Mordlust gewesen zu sein. Eventuell wollte man die Autos als Fortbewegungsmittel stehlen? Aber weshalb und wohin? Die Autos hätte man den Frauen auch wegnehmen können, ohne sie grausamst hinzurichten oder überhaupt zu töten. Weshalb ließ man die Autos der Opfer dann stehen?


Die Spuren

Im Fall BB wurden zwei Winterjacken gefunden, die Anfang September schon auffällig sind. Beide gehörten nicht BB und beide waren mit dem Blut vom Opfer verschmiert. Die eine war eine rote Daunenjacke, die im Fußraum ihres Autos gefunden wurde. Es werden auch Schmauchspuren an deren Ärmel gefunden. Der/ein Täter hat sie offenbar während des Mordes getragen. Die andere war eine Frauen-Skijacke. Sie wurde auf dem Geestemünder-Friedhof gefunden (quasi gegenüber des Krankenhauses). Sie war ebenfalls mit Schmauchspuren verschmutzt, wurde also offenbar ebenfalls getragen.

Die Autos, sofern beide Opfer direkt darin erschossen wurden, müssen massiv mit Blut usw verunreinigt gewesen sein. Man muss also auch gesehen haben, wer (wie viele) wo gesessen hat, außer den jeweiligen Opfern.


Die Autos

Es sind offenbar mindestens vier Autos in die Fälle verwickelt. Einmal das Auto von BB, in dem sie gefunden wurde. Dann der Audi, der in unmittelbarer Näher zum Tatort im Mordfall BB gestohlen wurde und dessen Papiere in einem gestohlenen Auto gefunden wurden, das in der Näher der Bremer Universität entdeckt wurde. Der Audi wurde in Nienburg in der Nähe der Wohnung des Liebhabers von IR gefunden. Ob die Autos der Opfer jeweils durch den/die Täter bewegt wurden und wo der/die Täter auf die Opfer trafen, weiß man offenbar nicht konkret. Wie die beiden gestohlenen Autos wann und von wem gefahren wurden, weiß man offenbar auch nicht konkret. Wurde der Audi von Bremerhaven nach Nienburg gefahren oder von Bremen nach Nienburg? Ist es Zufall, dass er in Nienburg und nahe des Liebhabers gefunden wurde? Wie kam dann das andere gestohlene Auto mit den Audi-papieren nach Bremen? Müssten dann nicht mehrere Autos zeitgleich gefahren worden sein? Oder haben die beiden gestohlenen Autos gar nichts mit den Morden zu tun und es sind alles reine Zufälle?


DNA

In den Autos müssen sich ja jeweils DNA-Spuren und ggf Fingerabdrücke usw des/der Täter befunden haben. Zugleich müssen sich DNA-Spuren des/der Täter in den Jacken gefunden haben, eventuell auch an der Tasche, dem Portemonnaie oder der EC – Karte von BB. Gab es an dem Audi oder dem weiteren/vierten Auto auch DNA-Spuren, die sich in den Autos der Opfer befanden?


Operative Fallanalyse

Nach 10 Jahren wird eine Fallanalyse durch Axel Petermann durchgeführt. Es werden neue Ermittlungen eingeleitet und Spuren untersucht. Man kommt dennoch nicht weiter. Welche Spuren untersucht und gefunden wurden, wird nicht gesagt. Ob DNA mit anderen Fällen und Tätern abgeglichen wird, wird ebenso wenig gesagt.


Tatverdächtige und Spekulationen

Frank D aus Bremerhaven (damals 20 J) wird am 15.9.91 verhaftet und verdächtigt. Er hat wohl nachweislich den Audi in Bremerhaven gestohlen. Er gesteht dann den Diebstahl des Audis und weiterer Autos sowie auch die Morde an BB und IR begangen zu haben. Er widerruft dann aber zeitnah die Geständnisse an den Morden. In den polizeilichen Ermittlungen stellt sich dann auch heraus, dass er die Morde so nicht begangen haben kann, zumindest für den Mord an BB hat er ein fixes Alibi und seine Geständnisse widersprechen den Fakten. Was aber macht das Auto dann in Nienburg? Wie kam er dort wieder weg?
Verhaftet wurde er zunächst, weil die Polizei einen gestohlenen Wagen an der Bremer Universität fand, in dessen Kofferraum sich dann die Papiere des in Bremerhaven gestohlenen Audis befanden. Wann und weshalb kamen diese Autopapiere da in dieses Auto? Weshalb steht dieses Auto dann in der Nähe der Bremer Universität, also in der Nähe des Zubringers zur A 27? Was hat dann aber Frank D mit den Autos gemacht und was hätte er dann mit den Morden zu tun, wenn diese Autos in die Fälle involviert sein sollten?

Einige Jahre später berichtet Nidal A., sein Cousin sei ein Terrorist und habe diverse Morde begangen, so auch diese an BB und IR. Die Opfer seien in geplante Anschläge verwickelt gewesen. Es beginnt ein internationaler Ermittlungskrimi, der sich als nicht haltbar herausstellt.


Auffällige Aspekte und merkwürdige Zufälle

Es spricht einiges dafür, dass es zwei Täter waren. Es spielen mehrere Autos eine wesentliche Rolle in diesen Mordfällen. Diese müssen vermutlich von mehreren Fahrern gefahren worden sein. Der/die Täter muss/müssen sich mit Autos ausgekannt haben, zB bei den Diebstählen. Es gibt keine nachvollziehbaren Motive in beiden Mordfällen, weder finanziell noch sexuell. Offenbar ging es um reine Mordlust. Es wurde grausam agiert, denn die beiden Opfer wurden durch Kopfschüsse geradezu hingerichtet.

Nur ca zwei Jahre zuvor wurde die Republik, nicht allzuweit entfernt, durch die sogenannten Göhrde-Morde aufgeschreckt. Auch dort wurden jeweils mehrere Personen ermordet und mit Kopfschüssen niedergestreckt und es wurde weder ein (vordergründig bzw vollzogenes) sexuelles noch finanzielles Motiv gefunden, sondern es ging wohl um reine Mordlust. Auch dort spielten Autos und wohl zwei Täter und die Bahnhofsnähe eine Rolle. Gab es Nachahmer? War es gar kein Zufall?

Ebenfalls gab es andere grausame (Doppel-)Morde in Bremerhaven. Auch dort gab es beispielsweise Fluchtwege in Richtung Bremen (Verden/Walsrode). Sind Zusammenhänge möglich oder ausgeschlossen?

Ist ein derartiges Vorgehen mit so viel Grausamkeit und scheinbarer purer Mordlust eine Erst- oder Einzeltat, insbesondere wenn die Morde von mehreren Tätern begangen worden sein sollten? Hört/hören solche Täter anschließend auf zu morden?


Fragen

Wie viele Täter waren es? Waren es ein Mann und eine Frau? Waren es zwei Männer oder zwei Frauen? War es ein Haupttäter und ein Mitläufer? Wie kamen an beide Jacken Schmauchspuren?
Waren die Morde geplant? Gab es einen Hintergrund oder Kontext?
Kam(en) der/die Täter aus Bremerhaven oder weshalb hielt(en) er/sie sich dort auf?
Welche Rolle spielten die beiden Jacken? Wurden sie geplant getragen für geplante Morde?
Weshalb hielt(en) sich der/die Täter am Krankenhaus am Bürgerpark in Bremerhaven auf?
Weshalb wurde BB Opfer? Weshalb musste sie sterben?
Wurde das Auto der BB bewegt oder stand es die gesamte Zeit dort auf dem Parkplatz am Krankenhaus? Das Opfer jedenfalls saß auf dem Beifahrersitz.
Wie kam(en) der/die Täter im Fall BB dann in Besitz des gestohlenen Audis? Wie wurde der Weg zum Audi genau zurückgelegt?
Traf(en) der/die Täter IR erst in Bremen oder schon in Nienburg und bracht(e) sie in seine/ihre Gewalt? Wenn er/sie IR schon in Nienburg traf(en), weshalb durfte/sollte IR dann nochmal telefonieren? Wenn er/sie IR in Bremen trafen, weshalb wurde sie dann Opfer? Weshalb musste sie sterben?
Wurde das Auto der IR auch von dem/n Täter(n) bewegt, falls der Überfall erst in Bremen stattfand (oder auch unabhängig davon, vor oder nach dem Mord)?
Weshalb fuhr(en) der/die Täter von Bremerhaven in Richtung Bremen (Nienburg?) und wohin fuhr(en) der/die Täter womit anschließend?
Der/die Täter muss/müssen unabhängig von den Jacken im Mordfall BB und nach dem Mordfall IR erst recht, stark blutverschmutzt gewesen sein. Wie kann er/können sie dann ungesehen flüchten?
Wie kamen welche Autos weshalb und wann wohin und wer fuhr sie? Wie sind die Wege und Zeiten und Zusammenhänge zwischen den jeweiligen Mordtatorten, Nienburg und Bremer Universität zu deuten? Wurde der Audi direkt nach Nienburg gefahren? Wurde der Audi von Bremen nach Nienburg gefahren?
Welche Wege haben wann die Opfer und die Täter jeweils in welchen Autos zurückgelegt und wer fuhr welchen Wagen?


Quellen und weitere Informationen

https://www.butenunbinnen.de/audios/true-crime/mord-nordwest-doppelmord-remmers-barnkow-100.html

https://taz.de/Vom-Autodieb-zum-Doppelmoerder/!1702087/

https://taz.de/!1617535/

https://www.focus.de/politik/deutschland/blutspur-durch-deutschland-mordprozess_id_2265582.html


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23.11.2022 um 15:38
Auf den ersten Blick würde ich sagen, sie wurden verwechselt und als der Irrtum bemerkt wurde, wurde die "Richtige" erschossen?


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23.11.2022 um 15:40
@hpoirot
Wie kommst Du auf Verwechslung? Weshalb sollte man eine Frau im Krankenhaus in Bremerhaven mit einer Frau auf dem Weg von Nienburg nach Bremen verwechseln?

Du meinst also, das war ein Mordkomplott gegen IR? Motiv?


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23.11.2022 um 15:44
Zitat von hpoirothpoirot schrieb:Auf den ersten Blick würde ich sagen, sie wurden verwechselt und als der Irrtum bemerkt wurde, wurde die "Richtige" erschossen?
Den gleichen Gedanken hatte ich irgendwie auch. Die Frauen sehen sich schon recht ähnlich. Und in der Nähe der beiden Tatorte befindet sich ein "Bürgerpark". Ob man jetzt Bremen und Bremerhaven verwechseln kann (und somit auch die Damen) sei mal dahingestellt. Klingt für mich auch irgendwie an den Haaren herbei gezogen, aber mir fiel es auch als erstes auf.


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23.11.2022 um 15:56
@Dasdeeeeniz
@hpoirot

Ich denke, die Frisuren waren damals in gewissen Kreisen eben einfach modern. Die Kleidung ebenfalls. Beide Frauen waren in einem ähnlichen Alter.


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23.11.2022 um 15:59
@hpoirot

Es wird nicht ausdrücklich gesagt, ob oder gegen wen ermittelt wird. Im Podast wird aber erwähnt, dass es Thesen gäbe. Diese Thesen könnten aber nicht hinreichend belegt werden.

Wenn also irgendwer aus dem sozialen Umfeld von IR Täter*in sein sollte, wie wäre dann der Bezug zu Bremerhaven, wie käme es dann zur Verwechslung und wie kams zu den Autos und den Jacken?

Es muss ja DNA geben. Diese müsste dann ja im sozialen Umfeld geprüft worden sein?


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23.11.2022 um 16:10
Ich bin tatsächlich nach Anklicken des Links Bilder der Opfer davon ausgegangen, dass der Link nur ein Opfer zeigt und suchte vergeblich das zweite Opfer - so immens empfand ich die Ähnlichkeit der beiden Frauen.

Allerdings habe ich den umfangreichen
Eingangspost (danke @darkstar69 ) noch nicht in Gänze gelesen. Der Fall an sich ist mir aber oberfläch bekannt.

Jetzt mal ohne vorher in die Tiefe gegangen zu sein, welches plausible Motiv käme sonst in Frage, was nach dieser langen Zeit noch nicht ermittelt werden konnte, wenn nicht Verwechslung ?

Die gleiche Frage hat natürlich auch umgekehrt eine Berechtigung.


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23.11.2022 um 16:40
Zitat von LUMIR22LUMIR22 schrieb:Jetzt mal ohne vorher in die Tiefe gegangen zu sein, welches plausible Motiv käme sonst in Frage, was nach dieser langen Zeit noch nicht ermittelt werden konnte, wenn nicht Verwechslung ?
Eine Verwechslung bei einem geplanten Mord an IR könnte aber ja im Grunde nur von einer Person passieren, die IR nicht kannte. Weshalb aber sollte diese IR dann in Bremerhaven im Krankenhaus vermuten? Wäre das dann ein verwirrter Auftragsmörder?

Und wie kann dieser verwirrte Mörder dann so schnell darauf kommen, dass IR dann doch auf der Fahrt von Nienburg nach Bremen sein wird mitten in der Nacht und sie dort treffen?


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23.11.2022 um 17:08
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Eine Verwechslung bei einem geplanten Mord an IR könnte aber ja im Grunde nur von einer Person passieren, die IR nicht kannte.
Das wäre dann wohl Voraussetzung, dass jemand einen anderen beauftragte, diese Tat zu begehen.

Dass er "die Falsche" erwischte, die zumindest auf den Fotos für mich der anderen Person schon zum verwechseln ähnlich sah, kann er dadurch festgestellt haben, dass er deren Papiere anschaute. Da stand dann ja klar der Name, die Anschrift der Frau.
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Und wie kann dieser verwirrte Mörder dann so schnell darauf kommen, dass IR dann doch auf der Fahrt von Nienburg nach Bremen sein wird mitten in der Nacht und sie dort treffen?
Wobei sich allerdings die Frage stellt, hat er Bremen und Bremerhaven verwechselt. Wurde er vielleicht engagiert um IR, die im Klinikum in Bremen arbeitet, zu erschießen? Er verstand aber Bremerhaven, fuhr dort hin, observiert die an - und abfahrenden Krankenschwestern, sah "die Zielperson" auf Seinem Foto, die allerdings nicht IR sonder "die Falsche", nämlich BB war und erschoss diese. Das stellte er an deren Papieren fest, und kontaktierte telefonisch Seinen Auftraggeber, der den Irrtum aufklärte, Ihm noch den richtigen Weg sagen konnte.

Wie er dann IR wo fand, das kann ich auch nicht sagen.

Klar, das passt eher zu einem Krimi, könnte in diesem Fall aber so, oder möglicherweise so ähnlich gelaufen sein.


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23.11.2022 um 17:15
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Beide Frauen wurden mit der gleichen Mordwaffe getötet: Eine belgische FN Kaliber 7,65
Woher weis man das so genau? Die FN ist ein in Lizenz gebauter Nachbau einer amerikanischen Browning mit einem Standartkaliber.
Tauchte diese Waffe vorher oder nach den Morden noch einmal auf ?

Dieser Typ von Waffe wurde häufig von Behörden und Militär verwendet , weniger " frei " verkauft und als Modell 1910 und 1910/22
über 700000 Mal produziert.
Deshalb wundert mich die recht genaue Angabe der Tatwaffe.


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23.11.2022 um 17:16
Es könnte auch sein, dass der Täter es auf einen bestimmten Typ Frau abgesehen hatte, weil sie z.B. einer Ex-Partnerin oder einer Frau ähnlich gesehen haben, die ihn zurückgewiesen hat.


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23.11.2022 um 17:18
Zitat von OdinAndyOdinAndy schrieb:Wurde er vielleicht engagiert um IR, die im Klinikum in Bremen arbeitet, zu erschießen?
Sie war doch Hausfrau? Und sie hatte eine Ausbildung als Friseurin.
Zitat von OdinAndyOdinAndy schrieb:Er verstand aber Bremerhaven, fuhr dort hin, observiert die an - und abfahrenden Krankenschwestern, sah "die Zielperson" auf Seinem Foto, die allerdings nicht IR sonder "die Falsche", nämlich BB war und erschoss diese. Das stellte er an deren Papieren fest, und kontaktierte telefonisch Seinen Auftraggeber, der den Irrtum aufklärte, Ihm noch den richtigen Weg sagen konnte.
Dann hätte der Auftragsmörder aber ja der deutschen Sprache und ggf der Kenntnis deutscher Städte nicht mächtig sein dürfen? Und wenn es Telefonate zum Auftraggeber gab, hätte die Polizei das nicht herausgefunden?
Zitat von itfcitfc schrieb:Woher weis man das so genau?
Wurde im Podcast so gesagt. Wenn ich da als Laie keinen Fehler eingebaut habe.

Es wurde nicht gesagt, ob es da Zusammenhänge aufgrund der Waffe zu anderen Fällen gab.
Aber welche Aussage trifft das denn für Dich dann? Wenn es eher eine Waffe ist, die von Behörden oder Militärs genutzt wurde, war sie dann gestohlen oder vom Schwarzmarkt?


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23.11.2022 um 17:32
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Wurde im Podcast so gesagt.
Das war mir klar :) ich meinte auch die Festlegung auf den Typ.
Anhand der verwendeten Munition alleine kann es nicht sein da 7,65x17mm zu der Zeit extrem Verbreitet war z.B. P1 der Bundeswehr
Baugleiche Browning die mehrere Europäische Behörden verwendeten......

Ich Frage mich eher ob die Waffe gefunden wurde und den Spuren auf den Projektilen zugeordnet wurden oder
ob es weitere Hinweise auf die Waffe gibt die nicht Öffentlich sind.

Für Leute die sich nicht so Genau auskennen ein Beispiel
Anhand eines Reifenprofils Größe 175/70/13 kann man auch nicht sagen ob es ein Golf mit 70 PS war oder ein Kadett mit 50PS
( Auf Autos der passenden Zeit bezogen),

Die Angabe belgische FN ist schon sehr spezifisch und wundert mich halt


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23.11.2022 um 17:37
@itfc
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man da diverse Informationen zur Waffe zurück gehalten hat. Entweder kann man sie tatsächlich mit anderen Fällen in Verbindung bringen, weil man das bei denen weiß und diese Waffe daher bekannt ist. Oder man hat sie tatsächlich irgendwo gefunden und dann zuordnen können.

Ich habe das Gefühl, dass da sehr viele Dinge nicht öffentlich kommuniziert wurden.


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23.11.2022 um 17:41
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Sie war doch Hausfrau? Und sie hatte eine Ausbildung als Friseurin.
In einer der Quellen vom Eingangspost steht es anders und zwar:
Die beiden Opfer hatten viele Ähnlichkeiten: Sie sind gelernte Friseurinnen und haben als Krankenschwestern gearbeitet, waren ungefähr gleich alt und sahen einander auch ein bisschen ähnlich
Quelle: https://www.butenunbinnen.de/audios/true-crime/mord-nordwest-doppelmord-remmers-barnkow-100.html


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23.11.2022 um 17:44
@Srensen
Das hatte ich dann tatsächlich nicht mehr im Kopf. BB war aber keine Krankenschwester sondern Helferin. IR wird auch keine Krankenschwester gewesen sein. Es mag natürlich möglich sein, dass sie stundenweise irgendwo in der Pflege als Hilfskraft gearbeitet hat.


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23.11.2022 um 17:58
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:BB war aber keine Krankenschwester sondern Helferin.
Auch der Focus hat sich mit beiden Mordfällen
befasst und bezeichnet Bärbel B. ebenfalls als Krankenschwester.

Ich dachte beim Lesen an einen Auftragsmord aus Eifersucht und an eine Verwechslung.

Eine Verwechslung als Motiv käme nur dann in Frage, wenn beide Frauen aktiv als Krankenschwestern tätig waren. Leider gibt es nicht allzu viele Informationen zu Ingrid R. Und sie teilt ihren Namen auch noch mit einer (ebenfalls verstorbenen) Politikerin.

https://m.focus.de/politik/deutschland/blutspur-durch-deutschland-mordprozess_id_2265582.html


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23.11.2022 um 18:09
Zitat von SrensenSrensen schrieb:Auch der Focus hat sich mit beiden Mordfällen
befasst und bezeichnet Bärbel B. ebenfalls als Krankenschwester.
Ich glaube, das ist ein übernommener Fehler. Im Podcast wird ausdrücklich Pflegehelferin gesagt. Das ist für den Mord als solches aber ja auch nicht relevant, ob sie nun Helferin oder Fachkraft war.
Bei IR wird ausdrücklich betont, dass sie Friseurin und Hausfrau war. Ich bezweifle, dass sie Pflegefachkraft war. Aber dennoch kann sie ja als kleine Nebeneinkunft in der Pflege gearbeitet haben.

Nur, wenn das irgendwie relevant wäre, wäre die Polizei in ihren Ermittlungen dann nicht genau darauf eingegangen und vermutlich auch schon viel weiter? Man könnte den Kreis der potentiellen Auftraggeber zum Mord an IR ja dann einschränken.

Und wie kann man dann zwei Städte und zwei Frauen verwechseln? In Bremerhaven gibt es mehrere große Krankenhäuser, in Bremen ebenso. Da stellt man sich doch nicht abends vor das nächstbeste Krankenhaus und erschießt die nächstbeste Frau? Dazu muss man dann doch auch wissen, in welcher Wechselschicht die Frau wo zu welchen Zeiten arbeitet?

Und was haben dann die Autos damit zu tun? Und weshalb steht das eine in Nienburg? Erschossen wird IR aber in Bremen? Und das nächste Auto steht auch in Bremen? Und mit welchem Auto oder wie ging die Flucht dann weiter, so vollkommen blutverschmiert?

Solch eine Auftragsmord- und Verwechslungs- und Übungstheorie wurde in den Göhrde-Morden auch immer diskutiert und hat sich dann ja so nicht bestätigt.


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23.11.2022 um 18:19
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Und wie kann man dann zwei Städte und zwei Frauen verwechseln? In Bremerhaven gibt es mehrere große Krankenhäuser, in Bremen ebenso. Da stellt man sich doch nicht abends vor das nächstbeste Krankenhaus und erschießt die nächstbeste Frau? Dazu muss man dann doch auch wissen, in welcher Wechselschicht die Frau wo zu welchen Zeiten arbeitet?
Bei einem “Anfänger” kann ich mir schon vorstellen, dass diesem ein solch gravierender Fehler unterläuft. Vielleicht war der Täter schlichtweg dumm? Alles in allem hast du aber Recht - Zu vieles spricht gegen die Theorie der Verwechslung.

Sollte es nur eine Waffe, aber zwei Täter gegeben haben, wie und weshalb kam es dann zur Übergabe der Waffe? Es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass sich zwei Mörder eine Waffe teilen.

Das mit den Autos finde ich total verwirrend.


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23.11.2022 um 18:24
Zitat von SrensenSrensen schrieb:Sollte es nur eine Waffe, aber zwei Täter gegeben haben, wie und weshalb kam es dann zur Übergabe der Waffe? Es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass sich zwei Mörder eine Waffe teilen.
Du meinst wegen der Schmauchspuren an beiden Jacken?
Wenn es ein Täter war, weshalb zwei Jacken?
Wenn es zwei Täter waren, war es ein Mann und eine Frau (wegen der Frauenjacke)?
Wenn es eine Waffe war, hat eine Person geschossen und die andere BB festgehalten oder mit nem Messer bedroht/verletzt? Dann würden die Schmauchspuren sich entsprechend verteilen.

Auch dazu weiß man wenig und wird nicht veröffentlicht. Die Polizei wird die DNA aus den Jacken ja haben und wissen, wie viele Täter und welchen Geschlechts sie waren. Und sie wird wissen, ob es mehr als eine Waffe war und Verletzungen von nur einer Waffe vorliegen.

Aber wenn es zwei Täter waren, insbesondere sollten sie aus dem sozialen Umfeld der IR stammen, wäre die Verwechslungsthese noch schwammiger.


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