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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

55 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Hamburg, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

09.10.2026 um 16:20
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Weshalb sie dem Mann KONKRET Geld geliehen hat? Diese Frage meinst Du hoffentlich nicht Ernst. Dafür kann es viele Gründe geben und ich weigere mich, hier welche aufzuzählen. Aber es könnte eine Möglichkeit sein und es ist wohl klar, dass man geliehenes Geld irgendwann wieder zurückhaben möchte. Sonst wäre es ja geschenktes Geld und dann hätte Frau Schwechel auch nicht getötet werden müssen.
Doch, dass ist eine sehr ernst gemeinte Frage. Denn wenn man tatsächlich davon ausgeht, dass IS Geld verleihen würde bzw verliehen hat, dann muss man genauso fragen, weshalb und an wen. Gerade wenn es eine Person gewesen sein soll, über die zu erzählen IS nicht wichtig gewesen sein soll (so Deine These), dann ist es um so wichtiger, weshalb sie diesem Mann dann tatsächlich Geld geliehen haben sollte. Und über die Summe, die sie dann verliehen haben könnte, müsste man auch nachdenken, denn für 20 Mark bringt man hoffentlich niemanden um bzw richtet die Person geradezu hin. Was wäre es also für ein Mann, dem IS eine Summe an Geld leihen würde, dass sich ein Mord dafür "lohnte"? Wieso hatte IS dann ein solches Vertrauen oder eine solche Beziehung zu diesem Mann, wobei sie selbst offenbar über nicht viel Vermögen verfügte. Ich finde das wesentliche Fragen, wenn man denn von der These ausgeht, dass ein Verleihszenario Hintergrund sein könnte.

Trotzdem wird ja ein Raubmotiv ausdrücklich ausgeschlossen. Würde das nicht auch indirekte Gelder beinhalten?


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

09.10.2026 um 16:48
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Doch, dass ist eine sehr ernst gemeinte Frage. Denn wenn man tatsächlich davon ausgeht, dass IS Geld verleihen würde bzw verliehen hat, dann muss man genauso fragen, weshalb und an wen. Gerade wenn es eine Person gewesen sein soll, über die zu erzählen IS nicht wichtig gewesen sein soll (so Deine These), dann ist es um so wichtiger, weshalb sie diesem Mann dann tatsächlich Geld geliehen haben sollte.
Ich denke auch, wenn man von so einem Hintergrund ausgeht, muss man die Sache schon "zu Ende denken". Immer natürlich mit dem Wissen, dass es bislang keine Belege dafür gibt, dass das Opfer irgendwelche Geldgeschäfte gemacht hat. Und gerade das muss eine Theorie dann auch berücksichtigen.

Ich persönlich würde sagen:

Motiv für Geldverleih: Zinsen, und damit die Möglichkeit, etwas daran zu verdienen. Oder vielleicht auch: Man will jemandem aus der Klemme helfen.

Motiv nicht drüber zu sprechen: Geht man davon aus, dass IS nebenher Geld "beiseite geschafft" hat, dann sollte davon niemand etwas erfahren. Z. B. der Ehemann. Da muss man noch nicht mal irgendein unlauteres Motiv (Finanzamt) unterstellen, es wäre ja z. B. auch denkbar, das sie das Geld verwenden wollte, um ihren Mann zu einem besonderen Anlass damit zu überraschen ("So, jetzt wo Du in Rente gehst/ deinen XX Geburtstag feierst können wir endlich mal eine Kreuzfahrt machen, das hast Du Dir doch immer gewünscht! Nein, Geld spielt keine Rolle ist alles schon bezahlt, ich habe da über die Jahre was zurückgelegt....")

Also: Ich halte es zumindest für denkbar.

Allerdings spricht auch einiges dagegen, eben dass sie niemandem davon erzählt hat, selbst nicht z. B. einer Freundin. Und auch: Wäre es überhaupt möglich gewesen, unbemerkt Geld beiseite zu schaffen? Dafür ist es unerheblich, was sie selbst gesagt hat (jeder Kaufmann jammert, wie wenig er verdient) sondern was ihre Buchführung hergab. Also: Was hat sie an Ware eingekauft, welche Kosten gab es sonst und passt das mit den Einnahmen und dem angeblichen Gewinn zusammen? Und: Hat sie das Geld unterm Kopfkissen versteckt oder warum hat man nie eine Spur (z. B. ein Sparbuch) gefunden, selbst wenn das Geld nicht mehr da war?


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

09.10.2026 um 17:21
Die Polizei hat ja offenbar einen gewissen Überblick über die Finanzen von IS, anderenfalls würden sie einen Raubmord bzw ein Raubmotiv nicht derart konsequent ausschließen. Und der Mann aus Trittau scheint ja als Bekanntschaft niemand anderem, auch von den anderen Märkten her, bekannt gewesen zu sein. Man müsste eben mehr darüber wissen, wie und welche Kontakte IS so pflegte und wie vertrauensselig sie war und sie mit Geld im Bekanntenkreis so umging. Ihrer Freundin hatte sie das Geld ja auch nicht geliehen, sondern war für sie zur Bank gefahren, welches abzuheben.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

09.10.2026 um 22:38
Zitat von KieliusKielius schrieb:Wenn das Opfer das Geld formell verliehen hätte, gäbe es eine schriftliche Fixierung und möglicherweise hätte sie auch ihrem Umfeld davon berichtet. Davon war aber nicht die Rede.
Beides muss nicht sein.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

09.10.2026 um 22:41
@darkstar69
Wie gesagt, ich kann es mir vorstellen, dass Geld das Motiv für die Tat gewesen ist.

Viel Spaß beim Spekulieren. Ich bin dahin.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 09:14
@kf1801
Für denkbar halte ich es durchaus auch. Der Täter könnte Geldinteressen gegenüber IS gehabt haben. Dass es dann so nicht aufging, wäre möglich. Es kann auch sein, dass er diese Interessen dann nicht auslebte, sondern seine Mordlust. Wie auch immer.

Wir wissen eben nicht, was die Polizei über IS´Geld weiß und was nicht.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 11:15
@darkstar69
Nichts anderes habe ich geschrieben und ihr niemals unterstellt, dass sie Geld „am Finanzamt vorbeigeschummelt“ hat.

Ich hin immer wieder erstaunt und auch verärgert, was manche hier in die Beiträge anderer hineininterpretieren.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 11:22
Was mich stutzig macht ist der Aufwand den der Täter betrieben hatte.
Leiche hier, Auto dort, Markstand wieder woanders.
Und ein mögliches Motiv ist für diese Handlungskette nicht ohne weiteres erkennbar.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 12:28
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Nichts anderes habe ich geschrieben und ihr niemals unterstellt, dass sie Geld „am Finanzamt vorbeigeschummelt“ hat.

Ich hin immer wieder erstaunt und auch verärgert, was manche hier in die Beiträge anderer hineininterpretieren.
Dann solltest Du aber bitte auch die Beiträge anderer sogfältig lesen und allgemeine Formulierungen "man" nicht gleich auf Dich beziehen.

Oder hat hier irgendwer geschrieben "sie hat Geld am Finanzamt vorbei gemogelt, wie es kf1801 meint"?


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10.10.2026 um 16:34
@brigittsche
Nein, das natürlich nicht und Du warst damit schon tausendmal nicht gemeint 😊

Schau‘, ein alter Kriminaler hat einmal den legendären Satz gesagt: „Folgen Sie dem Geld oder dem Sperma und Sie werden Ihren Täter finden.“

Danach kann man sich grundsätzlich bei jedem (Mord-) Fall richten. Darüber hinaus kann man noch die 7 Todsünden bemühen (Neid, Zorn, Trägheit, Wollust, Hochmut, Völlerei, Geiz).

Ein Sexualdelikt wird in gegenständlichem Fall ausgeschlossen, also muss man der Geld-Spur folgen.

Bei den 7 Todsünden fällt die Wollust raus. Höchstwahrscheinlich hat die Tat auch nichts mit Hochmut, Trägheit und Völlerei zu tun. Bleiben Neid (Missgunst, Eifersucht), Zorn (Jähzorn, Wut, Rachsucht) und Geiz (Habgier, Habsucht).

Angeblich handelt es sich nicht um einen Raubmord, also weg mit dem Geiz.

Bleiben Neid und Zorn. Ich denke, auf diese beiden Motive kann man auch den Mord an Frau Schwechel herubterbrechen.

Der Mörder/Die Mörderin hat ihr etwas nicht gegönnt, oder er/sie hat Frau Schwechel aufrichtig gehasst.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 16:45
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Nein, das natürlich nicht und Du warst damit schon tausendmal nicht gemeint 😊
Ok, dann sind wir uns ja einig - nichts für ungut :)


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 18:26
@brigittsche
Alles in bester Ordnung 😊

Beim Verfassen meines Beitrages fiel mir ein - ich möchte auch hier wieder deutlich zum Ausdruck bringen, dass es sich ausschließlich um MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG handelt - kónnte es sich um einen Konflikt in Bezug auf einen bestimmten Standort gehandelt haben?
Frau Schwechel könnte bei der Zuweisung bei einem der Standplätze, die sie gehabt hat, jemand anderen vorgezogen worden sein und diese*r hat sich schlussendlich an ihr gerächt?

Diese Theorie von mir wird bestimmt auch gleich wieder ins Lächerliche gezogen werden, aber ist sie denn tatsächlich so unwahrscheinlich?


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 18:50
evtl. hat sie etwas beobachtet, was sie nicht sehen sollte. als Marktfrau ist sie bestimmt sehr früh unterwegs und könnte die einzige Zeugin sein. dann wurde gezielt nach ihr gesucht.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 19:17
Zitat von mousquetairemousquetaire schrieb:evtl. hat sie etwas beobachtet, was sie nicht sehen sollte. als Marktfrau ist sie bestimmt sehr früh unterwegs und könnte die einzige Zeugin sein. dann wurde gezielt nach ihr gesucht.
Das halte ich für einen plausiblen Erklärungsversuch, und er würde auch erklären, warum bis heute keinerlei konkreter Ermittlungsansatz vorliegt.

Schwachpunkt der These ist allerdings, dass so ein Wochenmarkt ja aus vielen Akteuren besteht, die unterschiedlich früh anreisen.
Ein Süßigkeitenstand ist in meiner Wahrnehmung nicht unter den allerersten, denn der ist schneller aufgebaut als beispielsweise ein Obst- und Gemüsestand, Schnittblumenverkauf oder auch Käse-/Fleischstand.

Sie brach ja an ihrem Todestag laut Eingangspost beispielsweise erst um 8:30 nach Meckelfeld auf, da sind andere Marktleute bereits 3-4 Stunden unterwegs.

Und was sollte sie gesehen haben, das einen Mord mit Brandstiftung rechtfertigt? So ein Kapitalverbrechen erzeugt ja erst einmal massive Aufmerksamkeit, Unruhe und erhöhte Wachsamkeit unter anderen Markthändlern und -ausrichtern und natürlich intensive Ermittlungstätigkeit.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 19:25
Der Fall interessiert mich, da ich zu mehreren Örtlichkeiten, die hier eine Rolle spielen, einen Bezug habe.

Zu der Karte (Bild 1 in der Bildübersicht) muss ich sagen, dass sie durch die großen Schrifteintragungen der verschiedenen Schauplätze leicht den Eindruck erwecken könnte, dass die Schauplätze näher beieinander liegen, als es in Wahrheit der Fall ist.

Mit dem Auto sind es von Harburg bis Trittau fast 50 km - Luftlinie sind es immer noch über dreißig Kilometer. Das ist schon eine ordentliche Wegstrecke, um einen Markt zu beschicken.

Trittau ist eine Kleinstadt im Hamburger "Speckgürtel"; dort, im Osten Hamburgs, ist das Leben teils teuer und es gibt auch allerhand wohlhabende Wohngegenden im Umland (in der Hahnheide z.B.).

War es nicht in Trittau, wo sich der Tatverdächtige im Mordfall Jeanette G. vom Tankwart den Kofferraum mit dem Dampfstrahler auskärchern ließ? Das war im Jahre 1994, also einige Jahre später.

Leider weiß ich zu wenig über beide Fälle, um etwas über eine mögliche Verbindung sagen zu können.

Jedenfalls gilt auch der genannte Fall Jeanette G. offiziell als ungeklärt.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 20:28
Zitat von mousquetairemousquetaire schrieb:evtl. hat sie etwas beobachtet, was sie nicht sehen sollte. als Marktfrau ist sie bestimmt sehr früh unterwegs und könnte die einzige Zeugin sein. dann wurde gezielt nach ihr gesucht
Zitat von antheanthe schrieb:Und was sollte sie gesehen haben, das einen Mord mit Brandstiftung rechtfertigt? So ein Kapitalverbrechen erzeugt ja erst einmal massive Aufmerksamkeit, Unruhe und erhöhte Wachsamkeit unter anderen Markthändlern und -ausrichtern und natürlich intensive Ermittlungstätigkeit
Das kommt im Forum im vielen ungeklärten Fällen vor. Das klingt natürlich sehr geheimnisvoll und nach einem Hauch von Abenteuer: „Einfache Marktfrau beobachtet zufällig einen Millionen-Deal hinter den Bananenkisten und musste deswegen sterben.“

Das kann ich mir eher nicht als Motiv vorstellen. Nichts für ungut.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 20:36
Zitat von heritageheritage schrieb:Nach den bisherigen Fallinformationen hatte Frau Schwechel nur geringe Tageseinnahmen.
Und es fehlen Anhaltspunkte dafür daß sie Geld verliehen haben könnte.
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Wie gesagt, ich kann es mir vorstellen, dass Geld das Motiv für die Tat gewesen ist.
Ich finde das Motiv Geldverleih ziemlich aus der Luft gegriffen. Um welche Summen soll es den da gehen? Für 100 oder 1.000 € wird niemand einen anderen Menschen ermorden. Über größere Sumenn wird IS kaum verfügt haben, zimindest nicht ohne Wissen ihres Mannes und ohne dass dies den Ermittlern aufgefallen wäre.
Und wieso in aller Welt sollte sie größere Simmen an eine ihr fast fremde, nur oberflächlich bekannte Person verleihen?


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

10.10.2026 um 22:14
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich finde das Motiv Geldverleih ziemlich aus der Luft gegriffen. Um welche Summen soll es den da gehen? Für 100 oder 1.000 € wird niemand einen anderen Menschen ermorden. Über größere Sumenn wird IS kaum verfügt haben, zimindest nicht ohne Wissen ihres Mannes und ohne dass dies den Ermittlern aufgefallen wäre.
Und wieso in aller Welt sollte sie größere Simmen an eine ihr fast fremde, nur oberflächlich bekannte Person verleihen?
Das ist genau das, was ich gemeint habe: Herrje, liest denn niemand, dass ich explizit geschrieben habe, dass es sich dabei lediglich um MEINE PERSÖNLICHE Meinung handelt?????

Und außerdem: Es wurde schon für weniger D-Mark getötet! Über wieviel Geld Frau Schwechel verfügt hat, wusste nur eine Person - sie selbst! Na klar, man muss seinem Mann ja alles auf die Nase binden! Und die Ermittler werden das von woher gewusst haben können? Und wieso sollte sie das nicht getan haben? Und warum muss es jemand gewesen sein, der ihr fast fremd bzw nur oberflächlich bekannt war?

Es ist mir egal, ob Sie meine Theorie für „aus der Luft gegriffen“ halten, aber ich kann jeden Ihrer Vorhalte zumindest in Frage stellen.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

11.10.2026 um 09:16
vllt war es auch etwas einfaches, zb jemand ist fremdgegangen. damals war das noch schlimmer als heute, die Folgen schwerer. er hat vielleicht nur gedacht die Marktfrau hat ihn evtl beim Haus einer anderen Frau gesehen und wollte verhindern dass das rauskommt.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

11.10.2026 um 11:47
Ich muss jetzt einmal meine Verwunderung, nein, ich bin geradezu schockiert darüber, welches Frauenbild hier von manchen Mitschreiber*innen transportiert wird: Leben manche noch in der Nachkriegszeit, wo Frauchen ihrem Herrn und Gebieter noch Rechenschaft über alles, was sie gemacht hat, ablegen musste?

Für mich stellt sich Frau Schwechels Leben so dar: Sie war beinahe 50 Jahre, als sie getötet wurde. Sie war eine Geschäftsfrau (wenn auch in einem bescheidenen Rahmen, aber sie war eine), verheiratet mit einem Schichtarbeiter. Das heißt, sie arbeitete tagsüber und nicht täglich, er arbeitete zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten. Also werden die beiden einander nicht so oft gesehen haben und Frau Schwechel war wahrscheinlich auch tagsüber öfter alleine. Nur mit Hausarbeit und Kinder bespaßen wird sie ihre „einsamen“ Tage hoffentlich nicht verbracht haben. Wenn es Kinder gab, waren die wohl schon erwachsen und hoffentlich aus dem Haus und selbstständig. Bedingt durch ihre Tätigkeit auf diversen Märkten kam sie wahrscheinlich in Kontakt mit anderen Menschen (Kolleg*innen, Kund*innen). Das ist für mich die Ausgangslage.

Wie ihre Einnahmen- und Ausgabenbilanz tatsächlich aussah, ist uns nicht bekannt. In dem Filmchen von XY wird lapidar erwähnt, dass sie „mit den Einnahmen die Kosten für ihr Fahrzeug tilgen konnte.“. Mehr aber auch nicht.

Es kann, muss aber nicht sein, dass ihr ab und zu mehr Geld pro Monat/Woche übrig blieb, das sie für sich verwenden konnte. Sie war aber bestimmt nicht verpflichtet, ihrem Ehemann darüber Auskunft zu geben. Es war und blieb IHR Geld, mit dem sie tun und lassen konnte, wie es ihr gefiel. Ob sie sich davon neue Schuhe, ein Dutzend Eier für das Frühstück, eine Barbie kaufte, oder es jemanden lieh, oblag ihr alleine.

Ich bin relativ überzeugt davon, dass Geld in irgendeiner Weise eine Rolle für die Tat spielte. Was genau die Hintergründe waren, weiß ich natürlich nicht, weil mir keine Informationen vorliegen, die für eine seriöse Bewertung notwendig sind. Die Ermittler werden sicher mehr wissen. Nachdem von dem Fall aber seit der Ausstrahlung des Filmchens in XY (der wohl hauptsächlich den Zweck hatte, Zeugen aufzuspüren, die Frau Schwechel nach dem Weggang von den Markt, wo sie zuletzt gesehen wurde, noch gesehen haben) nichts mehr zu hören war, kam man damit auch nicht weiter. Oder es gab, wie so oft, jemanden, den*die die Ermittler der Tat verdächtigt haben, aber eben die validen Beweise fehlten, um tätig zu werden.


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