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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

50 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Hamburg, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 12:00
Zitat von mousquetairemousquetaire schrieb:zb jemand ist fremdgegangen
Absolut, das kann natürlich nicht ausgeschlossen werden. Da wären wir dann im übertragenen Sinn bei der „Sperma-Spur“, der man folgen muss.

Aber Stichworte „Tagesfreizeit und viele Kontakte - sehr wohl denkbar.

Und bevor gleich wieder ein paar Berufsempörte aufjaulen, dass ich Frau Schwechel etwas unterstelle; ganz und gar nicht. Es KANN ein Motiv sein, muss aber nicht.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 12:18
Ich hatte mir den Fall bei xy auch angesehen. Kopfschüsse sprechen schon für eine gezielte, vielleicht (professionell) geplante Tat.
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Bleiben Neid und Zorn. Ich denke, auf diese beiden Motive kann man auch den Mord an Frau Schwechel herubterbrechen.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass vieles in diese Richtung hingehend spricht.
Das hier schon angesprochene, mögliche Geldverleihen, vielleicht auch in Verbindung mit persönlichen Motiven / Emotionen wie Wut oder Hass ist mir persönlich als Motiv zuallerest plausibel gewesen. Vielleicht wollte oder konnte diese Person IS das Geld in diesem Falle nicht mehr zurückzahlen.

Ein weiteres Motiv wäre für mich Konkurrenz. IS ist mir ihrem Marktstand für Süßigkeiten in der Umgebung von Hamburg ja laut Filmfall gut "rumgekommen", mehrere Standorte für ihre Süßwaren, an mehreren Tage die Woche. Dass sie als Marktfrau schon in aller Frühe (gegen 5 Uhr?) loslegen musste, erfordert auch einen gewissen Ehrgeiz und Einsatz für dieses Geschäft.

Vielleicht hat IS jemandem mit ihrem Ehrgeiz, Einsatz und wohl auch Erfolg das Geschäft kaputt gemacht? Oder gegen Spielregeln und ungeschriebene Gesetze (für ihren Berufsstand) verstoßen. In Verbindung mit Hass oder Missgunst kann hier vielleicht ein Motiv liegen.

Beim Filmfall (Danke an den youtube - Hinweis von Themenersteller darkstar69 im ersten Beitrag) erwähnte Ede in der Einleitung auch, dass IS als Marktfrau "den Mund auf dem rechten Fleck" hatte.

Für ihr "Handwerk" als Marktfrau scheint also ein gewisses Talent vorgelegen zu haben. Auch dies in Verbindung mit Ehrgeiz und Einsatz kann für erfolgreiches (zu erfolgreiches?) Streben in ihrem Berufsstand sprechen. Vielleicht kam ein Mitbewerber/Mitbewerberin hier unter die Räder und fürchtete um das eigene Geschäft? Vielleicht wollte IS ihre Marktaktivitäten auch noch weiter ausbauen, was jemandem auch ein Dorn im Auge gewesen sein könnte.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 12:49
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Das ist genau das, was ich gemeint habe: Herrje, liest denn niemand, dass ich explizit geschrieben habe, dass es sich dabei lediglich um MEINE PERSÖNLICHE Meinung handelt?????
Herrje, und weil es diese Deine Meinung ist,cdarf niemand anderer Meinunh sein? Wenn Du nicht willst, dass man Deine Meinung kritisch hinterfragt solltest Du sie vielleicht lieber nicht in einem Diskussionsforum kund tun.

Ich finde es völlig an den Haaren herbeigezogen, zu behaupten es könnten Geldschulden, die der Schuldner nicht zurückzahlen kann oder will, sls Mordmotiv dahinterstecken.

Gibt mir doch eine Antwort, wie hoch die Schuldtn denn gewesen sein sollen. Für 100 oder 1000 € begeht niemand einen Mord, da msn dafür lebenslang in den Knast einfährt, wenn man erwischt wird. Da stehen Nutzen und Risiko doch in keinem Verhältnis zueinander.

Zudem gibt es kein einziges uns bekanntes Detail, dass darauf hinweist, dass IS größere Summen Geld verliehen hat oder auch nur zur Verfügung hatte.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 13:00
Der ganze Fall ist merkwürdig.
Ein Mann hilft Frau Schwechel Erst- und einmalig, später wird ihre Leiche aufgefunden, ihr ausgebranntes Auto und an einem dritten Fundort der Marktstand,keine Zeugen,nichts.
Wozu das alles?
Um die Identifikation/ Zuordnung zu erschweren?
Wie ist die Person die das Auto abstellte, anschließend weitergekommen?


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 14:42
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Ich muss jetzt einmal meine Verwunderung, nein, ich bin geradezu schockiert darüber, welches Frauenbild hier von manchen Mitschreiber*innen transportiert wird: Leben manche noch in der Nachkriegszeit, wo Frauchen ihrem Herrn und Gebieter noch Rechenschaft über alles, was sie gemacht hat, ablegen musste?
Unabhängig von der Frage nach dem Frauenbild der User: Die Tat ereignete sich 1987 und Frau Schwechel war damals 48. Also dürfte sie 1939 geboren sein und ihr Mann war wohl auch ungefähr so alt.

Damit wären die beiden in der Ära Adenauer groß geworden - sie haben also in ihrer Kindheit und Jugend durchaus das entsprechend konservative Frauen- und Familienbild mitbekommen.

Wieviel sie davon bewusst oder unbewusst übernommen haben, wissen wir nicht. Aber es ist auch nicht ausgeschlossen, dass es da zumindest teilweise doch noch etwas andere Vorstellungen gab als sie heute "junge Leute" in ihren 20ern haben.

So ganz abwegig finde ich das auch aus heutiger Sicht übrigens auch nicht, dass beide Partner ihre Einkünfte und damit ihren Beitrag zum gemeinsamen Haushalt offenlegen.

Dass Frau Schwechel Geld ohne Wissen ihres Mannes beiseite gelegt haben könnte (!) muss ja auch nichts damit zu tun haben, dass er es ihr sonst "weggenommen" hätte und die arme Frau dann betteln musste, wenn sie mal ein neues Kleid wollte.

Sondern es könnte, wie ich oben bereits schrieb, ja auch z. B. geschehen sein um ihn dann mit etwas (z. B. einer gemeinsamen Reise) zu überraschen.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 18:56
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:wollte.

Sondern es könnte, wie ich oben bereits schrieb, ja auch z. B. geschehen sein um ihn dann mit etwas (z. B. einer gemeinsamen Reise) zu überraschen
So sehr ich Dich als Beitragschreiber*in schätze (und das ist wirklich aufrichtig gemeint), aber das kann ich mir absolut nicht vorstellen 😊.
So, wie das Leben von Frau Schwechel und ihres Mannes in dem kurzen Filmchen dargestellt wurde, waren beide arbeitssam und bescheiden.
Dass Frau Schwechel heimlich Geld beiseite legte, um ihren Gatten mit einer Reise zu überraschen, passt nicht in das Bild, das ich mir von ihr gemacht habe.

Ich will Dir Deine Vorstellung davon aber nicht in Abrede stellen, aber für mich… nein, zu romantisch der Gedanke 😊

Ich glaube auch nicht, dass sich Frau Schwechel heimlich ein Vermögen zusammengespart hat. Ein paar Hunnis über die Jahre, die sie vielleicht aus Gutmütigkeit und Gutgläubigkeit (ohne Zinsen zu verlangen) jemand geliehen und statt es zurück zu bekommen, mit ihrem Leben bezahlt hat.

Was bedeutet die Aussage mit der Adenauer-Ära? War es unter seiner Herrschaft Pflicht, als Frau ihrem Mann gegenüber jeden selbst verdienten Pfennig offen zu legen?

Wie gesagt, liebe*r @brigittsche, Du gehörst zu den Beitragersteller*innen, die ich sehr schätze, aber hier bin ich wirklich anderer Meinung 😊


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 19:14
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Was bedeutet die Aussage mit der Adenauer-Ära? War es unter seiner Herrschaft Pflicht, als Frau ihrem Mann gegenüber jeden selbst verdienten Pfennig offen zu legen?
Nun, diese Zeit ist heute gewissermaßen ein Synonym für die konservativ geprägte Ära nach 1945 und grob bis 1968 (auch wenn sich das nur teilweise mit der Zeit deckt, in der Adenauer Kanzler war).

Und es war eine Zeit, in der sehr stark das Bild der Hausfrau und Mutter gefördert wurde, während der Mann als Ernährer galt: Wikipedia: Adenauer-Ära#Politische Ziele

Und erst 1957 wurde z. B. der Gehorsamsparagraph abgeschafft, nachdem der Mann alleine die Entscheidungen über finanzielle Aspekte in der Ehe trifft und die Frau das zu befolgen hat: Wikipedia: Gehorsamsparagraph

Ich kann jetzt hier nicht ins Detail gehen, aber es funktioniert nicht, bei Personen in der Vergangenheit die gleiche Einstellung zu bestimmten Theme we heute vorauszusetzen.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 19:40
@brigittsche
So ist das gemeint. Bevor bei uns 1975 das EheG novelliert wurde, war der Mann der Haushaltsvorstand. Der konnte, wenn es ihm nicht passte, dass seine Frau arbeiten ging, zu deren Chef gehen und für sie kündigen. Er konnte ihr auch verbieten, dass sie ein eigenes Konto hatte.

Unvorstellbar heute. Mein Mann und ich haben getrennte Konten. Wir teilen uns die monatlichen Fixkosten, jeder trägt was zum Haushalt bei und größere Anschaffungen zahlt mal er, mal ich. Was uns monatlich an Geld übrig bleibt, gehört jedem allein. Ich käme nie auf den Gedanken, meinen Mann zu fragen, wie viel Geld er sich erspart hat und umgekehrt fragt er mich auch nicht nach meinen Ersparnissen.

1987 war die dunkle Adenauer-Ära aber schon Geschichte. Also konnte Frau Schwechel als selbstständige Geschäftsfrau sehr wohl schon über ihr selbst verdientes Geld verfügen.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 20:05
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:1987 war die dunkle Adenauer-Ära aber schon Geschichte. Also konnte Frau Schwechel als selbstständige Geschäftsfrau sehr wohl schon über ihr selbst verdientes Geld verfügen.
Ja, aber bitte schau doch noch mal was ich genau geschrieben habe:
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Damit wären die beiden in der Ära Adenauer groß geworden - sie haben also in ihrer Kindheit und Jugend durchaus das entsprechend konservative Frauen- und Familienbild mitbekommen.

Wieviel sie davon bewusst oder unbewusst übernommen haben, wissen wir nicht. Aber es ist auch nicht ausgeschlossen, dass es da zumindest teilweise doch noch etwas andere Vorstellungen gab als sie heute "junge Leute" in ihren 20ern haben.
Dann sollte doch klar sein, dass damit ihre eigenen Vorstellungen darüber gemeint waren, wie eine Ehe "richtig" läuft und nicht die rechtlichen Vorgaben. Man kann ja auch für sich als Ehepaar beschließen, dass man bestimmte Dinge nicht tut, auch wen sie rechtlich erlaubt sind.

Man kann eben bei einer Frau die 1939 geboren wurde nicht die gleiche Prägung und die gleichen Werte voraussetzen wie bei einer aus dem Jahrgang 2000.

Natürlich wissen wir das nicht, aber man kann eben auch nicht automatisch davon ausgehen, dass sie das so richtig fanden wir wir es heute finden.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 21:31
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Natürlich wissen wir das nicht, aber man kann eben auch nicht automatisch davon ausgehen, dass sie das so richtig fanden wir wir es heute finden.
Natürlich wissen wir das nicht. Wenn aber eine Frau wie Frau Schwechel eine selbstständige Geschäftsfrau war, die mit ihrem eigenen Wagen mehrmals die Woche verschiedene Städte bzw Stadteile angefahren ist, um dort ihre Waren anzubieten, stelle ich mir kein willfähriges Weibchen, sondern eine sogenannte „gestandene“ Frau vor. Sie soll laut dem XY-Film „nicht auf den Mund gefallen sein“. Als Marktfrau braucht man das auch.

Aber ich schweife ab. Die Sache ist die, dass ohne nähere Informationen darüber, wie Frau Schwechel „gestrickt“ war, wie ihre Persönlichkeit war, keine Beurteilung möglich ist, welches Motiv für den Mord an ihr infrage kommt.


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