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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

8 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Hamburg, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 14:57
Nachdem ich lange gezögert habe, weil es wenig öffentliches Medienmaterial zu dem Fall gibt, möchte ich nun doch den Mord an Inge Schwechel hier einbringen.

Inge Schwechel war 48 und wohnte in Hamburg-Harburg. Sie war als Marktfrau auf drei verschiedenen Märkten der Umgebung unterwegs und bekannt. Sie stellte ihren Marktstand für Süßwaren Mittwochs und Sonnabends z.B in Ahrensburg auf. Ebenso hatte sie feste Plätze in Trittau und Meckelfeld.

Sie lebte mit ihrem Ehemann zusammen, der Schichtarbeiter war.
Inge Schwechel fuhr am Freitag, den 16.10.1987, morgens gegen halb neun zum Markt nach Meckelfeld. Offenbar war sie mittags dann wieder zuhause, da Einkäufe in der Küche lagen. Da war der Ehemann schon auf der Arbeit in der Spätschicht. Anschließend ist sie zum Markt nach Trittau gefahren. Dort wurde gegen 18.15 Uhr ein unbekannter Mann dabei beobachtet, wie dieser gemeinsam mit Inge Schwechel deren Stand abbaute. Das wirkte aber demnach nicht befremdlich. Was anschließend passierte, ist nicht mehr bekannt. Danach bleibt Inge Schwechel zunächst verschwunden.

Am Sonnabend, der 17.10.1987, vermisst eine Bekannte, die regelmäßig den Nachbarstand betreibt, Inge Schwechel frühmorgens auf dem Markt in Ahrensburg und ruft deren Ehemann an. Dieser gibt an, seine Ehefrau sei am vorigen Tag nicht zuhause gewesen, als er von der Spätschicht kam, und noch immer nicht da. Er meldet sie am gleichen Morgen bei der Polizei als vermisst. Etwa zeitgleich dazu wird auf einem Waldweg in der Nähe von Stade ein brennendes Auto gefunden, dass sich als der VW Golf von Inge Schwechel herausstellt. Am gleichen frühen Nachmittag, drei Stunden nach dem Autofund, wird die Leiche von Inge Schwechel im Marschlande zwischen Bergedorf und Harburg am nördlichen Elbufer, Höhe Ochsenwerder Elbdeich, gefunden. Sie wurde aus nächster Nähe mit zwei Kopfschüssen geradezu hingerichtet.

Der Marktstand von Inge Schwechel wurde am 19.10.1987 in Hamburg - Ehestorf am Ehestorfer Heuweg zwischen Harburg und Buxtehude gefunden.

Es fehlen aber der Seeparker/Anorak von Inge Schwechel und ihre Umhängetasche, inklusive Brieftasche, geldbörse, Schecks, Scheckkarte, Personalausweis und der Fahrzeugschein für ihren VW Golf.

Die Polizei geht von einem ganz gezielten Verbrechen aus, allerdings ohne Raubmotiv oder Sexualmotiv. Es gibt kein offensichtlich erklärbares Motiv. Der Mord war demnach kein Zufall.

Der unbekannte Mann vom markt in Trittau soll ca 40 Jahre alt, 1, 70 m groß und vollschlang gewesen sein. Zudem hatte er wohl dunkleres Haar.

Die Mordwaffe und Munition wurden offenbar selbst gebastelt oder zumindest verändert. Die Munition hat das Kaliber 5,7 mm.

Der Fall wurde etwa ein dreiviertel Jahr später in Aktenzeichen XY ungelöst vorgestellt.

https://www.wikixy.de/Sendung_vom_03.06.1988

Aktenzeichen xy ungelöst vom 03. Juni 1988 als Filmfall 1 ab Minute 6:20.

Youtube: Aktenzeichen XY 3.6.1988 Teil 1/6
Aktenzeichen XY 3.6.1988 Teil 1/6
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Hat Inge Schwechel auf den Märkten jemanden kennengelernt? Wie kommt es, dass ein fremder Mann Inge Schwechel ganz vertraut und selbstverständlich auf dem Markt beim Standabbau hilft? Weshalb fuhr Inge Schwechel möglicherweise mit einem unbekannten Mann weg? War es üblich, dass Inge Schwechel noch mit (Un-)Bekannten Kontakt hatte?

Das Auto von Inge Schwechel wurde offenbar vom Täter noch bewegt. Wie kam das Auto zum Fundort bei Stade und wie kam der Täter dort wieder weg?

Die Marktutensilien von Inge Schwechel wurden gefunden. Weshalb hat der Täter diesen Ort zur Ablage der Utensilien gewählt? Gibt es daran Täter-DNA?

Es fehlen verschiedene persönliche Gegenstände von Inge Schwechel. Was hat der Täter damit gemacht? Weshalb hat er sie offenbar behalten?

Die Waffe und die Munition sind sehr außergewöhnlich. Wie kam der Täter an diese und weshalb wählte er diese aus?

Der Tatverdächtige soll 1987 etwa 40 Jahre alt gewesen sein, also etwa Mitte oder Ende der 50er Jahre geboren sein. Er war nicht sehr groß, ca 1, 70 m und hatte dunkleres Haar.

Die Fundorte des Marktstands, des Autos, der Leiche von Inge Schwechel sind nicht der Tatort. Wo war der Tatort und wie sowie weshalb kam Inge Schwechel dort hin?

Das Motiv zum Mord, der sehr gezielt vorgenommen wurde, ist nicht erkenntlich. War es reine Lust am Töten, eine Hinrichtung zur Befriedigung der Gelüste am Tod eines Menschen?

Der Täter muss sich mit Waffen ausgekannt haben und ein Bastler gewesen sein. Wie kommt man dazu?

Was könnte Inge Schwechel da zugestoßen sein? Woher kannte sie den Mann aus Trittau und weshalb wurde sie dann ganz gezielt so brutal ermordet?


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 17:42
FUNDE:
- markt trittau am freitag bis ca 18:15 uhr
- auto in stade, brennt am samstag früher nachmittag
- leiche nähe ochsenwerder elbdeich kurz darauf gefunden (ist nicht tatort)
- kompletter marktstand, aufbau + süssigkeit gefunden ehestorfer heuweg

angenommen, das war ein überfall unterwegs (einer hält sie an) oder der typ vom markt (hilft bei abbau stand) fährt mit und erschießt sie
oder ein geheimer lover richtet sie mit den 2x merkwürdigen kaliber-kugeln hin, oder ein geschäftspartner irgendwie..

.. warum sollte der so einen zirkus veranstalten im folgenden ..?

auto hier, leiche dort, marktstand noch woanders, was für eine action - wozu ?
auto in waldweg fahren, anzünden und weg... ?


seit christoph bulwin mordfall regenschirm hab ich ständig dieses "zirkus" im kopf..
mein vater hat das auch immer gesagt. ich glaube, wir sagen das so in hessen..
der bulwin mörder sagte "theater" - und das ist wohl normal-deutsch.. oder?



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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 17:51
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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 18:15
vorschlag: sie wurde daheim getötet & die leiche musste weg

1. täter erschiesst sie daheim
2. er fährt den marktstand weg (kofferraum leer), nicht so weit
3. lädt die leiche in den nun leeren golf-kofferraum
4. legt sie ab am ochsenwerder elbdeich
5. fährt das auto weit weg nach stade, zündet es an

könnte auch ein auftragsmörder gewesen sein, der am abend geklingelt hat oder sowas - während der ehemann auf schicht war
zeitlich könnte der mord auch passiert sein, als der ehemann bereits zurück war von der spätschicht, warum nicht?

lt aktenzeichen wurde sie gefunden am ochsenwerder elbdeich
am ufer (nicht im wasser), auf dem bauch, mit pulli + hose, ohne (die vermisste) jacke
der marktstand wurde wohl auch recht ordentlich und vollständig an einer waldlichtung(?) abgelegt.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 21:39
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Der Tatverdächtige soll 1987 etwa 40 Jahre alt gewesen sein, also etwa Mitte oder Ende der 50er Jahre geboren sein. Er war nicht sehr groß, ca 1, 70 m und hatte dunkleres Haar.
Dann eher späte 40er geboren...

Ich tippe auf Beziehungstat, persönliches Motiv oder geschäftlich finanzielle Verstrickung evtl.?


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

gestern um 21:41
@robix
Wer sollte einen Auftragsmörder bestellen und bezahlen für eine normale Marktbeschickerin, die in eher bescheidenen, ordentlichen Verhältnissen lebend mit einem Ehemann verheiratet ist,der auch nicht gerade der kriminellen Szene zuzurechnen ist?
Das halte ich für eher abwegig.
Solche Leute helfen auch nicht mit, einen Marktstand abzubauen, wenn man mal annimmt, der Helfer hat was mit der Tat zu tun.
Der Ehemann ist raus, er war zur Schicht. Ich sehe auch kein Motiv, von seiner Seite, es wurde nicht gesagt, dass es Probleme in der Ehe gab, keine Scheidungsabsichten und keiner ging fremd.
Der Ehemann scheint sich auch nicht nach ihrer Ermordung schnell anderweitig orientiert zu haben.
Solche Fälle haben wir hier auch, wo die Dame des Hauses ja schon mehrere Jahre vermisst wird und buchstäblich Nachts aus den ehelichen Gemächern im Nichts verschwand…..
Nein, der Ehemann ist für mich absolut nicht verdächtig.
Ich sehe hier vielmehr, als Motiv die Lust daran ein weibliches Opfer unter Kontrollen zu bringen und Mordlust als Motiv.
Und ich halte hier Kurt Werner Wichmann und den besagten Mittäter für hochverdächtig.
KWW experimentierte mit Schusswaffen, die Ermittler haben im Geheimzimmer Waffenteile, Schusswaffen und Munition gefunden.
Meckelfeld, wo das Opfer auch auf dem Wochenmarkt den Stand hatte, ist praktisch um die Ecke von Adendorf.
Die grobe Richtung in die der Golf des Opfers verbracht und dann angezündet wurde ist Cuxhaven, Stade liegt noch davor.
Und für Leppert ist KWW schon früher nach Cuxhaven gefahren.
Die Besonderheit ist hier nur, dass der Opfer PKW in Brand gesetzt wurde.
Da muss der Täter dann irgendwie nach Hause gekommen sein, das wird ähnlich gelaufen sein wie in der Göhrde.
Hier passt so einiges auf das Brüder Duo, meine Meinung.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

um 04:07
Zitat von ManateeManatee schrieb:Dann eher späte 40er geboren...
richtig!
danke

Wobei die Angaben zur Person ja durchaus etwas dürftig sind und auch gesagt wurde, dass nur ein Marktbesucher den Mann in Trittau gesehen habe.
Es gibt ja auch kein Phantombild.

Beziehungstat könnte gut sein, bei der Gewalt, die angewandt wurde.
Die Polizei sagt ja, der Mord sei nicht zufällig geschehen.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Ich sehe hier vielmehr, als Motiv die Lust daran ein weibliches Opfer unter Kontrollen zu bringen und Mordlust als Motiv.
Das muss einer Beziehungstat ja auch nicht widersprechen. Ich sehe Mordlust und Macht, Kontrolle, Dominanz durchaus auch als mögliches Motiv an.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Nein, der Ehemann ist für mich absolut nicht verdächtig.
Ich sehe nach den bisherigen Informationen den Ehemann auch gar nicht als verdächtig an.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

um 10:43
Aus der oben von @robix eingestellten Karte lässt sich schon in etwa erahnen, welche Wege der Täter zurückgelegt haben muss.

Die letzte bekannte Sichtung von IS war auf dem Markt in Trittau.

Uns ist leider das Vortatverhalten von Täter und Opfer nicht bekannt. Wie und wo Täter und Opfer aufeinander trafen, wie sie zum Tatort kamen, können wir kaum rekonstruieren. Das bleibt spekulativ.

Auch das Tatverhalten ist nicht bekannt. Es zeigt sich nur, dass sehr brutal und zielgerichtet vorgegangen wurde. Es muss aber sehr viel Blut am Tatort zu finden gewesen sein? War das Auto der Tatort? Wurde es deshalb in Brand gesetzt? Es zeigt sich auch, dass offenbar keine sexuellen oder direkt sexuelle Handlungen im Tatverhalten erkennbar sind.

Wo der Tatort war, wo Auto und Opfer sich befanden, und von wo aus der Täter dann die Wege zur Entsorgung von Leiche, Marktutensilien und Auto begann, ist nicht bekannt. Auch die Tatzeit ist uns nicht bekannt. Der Todeszeitpunkt wurde nicht gesagt. Ebenso wurde nicht gesagt, wie lange IS wohl am Elbufer lag bzw. sie im Wasser getrieben wäre. Rein theoretisch könnte IS auch erst am Sonnabendmorgen gestorben sein. Wo wurde sie dann festgehalten?

Das direkte Nachtatverhalten am Tatort ist auch unbekannt.

Ich gehe davon aus, dass der Täter zunächst die Leiche verschwinden ließ. Diese wurde am Ochsenwerder Elbdeich entdeckt. Wir wissen leider nicht, ob die Leiche dort abgelegt oder ins Wasser verbracht und dort angeschwemmt wurde. Wurde die Leiche von IS dort angetrieben, muss sie zuvor ein Stück weiter in die Elbe verbracht worden sein. Der Ochsenwerder Elbdeich gehört zur Norderelbe. Da man, um dorthin zu gelangen, ersteinmal die Elbe überqueren und durch das entsprechende Gebiet fahren müsste, kann ich mir gut vorstellen, dass die Leiche schon von der Gabelung der Elbe in Norder- und Süderelbe ins Wasser gelangte. Vielleicht war geplant, dass die Leiche nicht oder erst weit hinter Hamburg auftaucht. Informationen dazu haben wir nicht.

Von dort aus müsste dann der Weg Richtung Stade geführt haben, wo man die Marktutensilien entsorgte und später das Auto. Die Entscheidung, Richtung Stade zu fahren, könnte ein Hinweis sein, vom Tatort oder Wohnort des Täters abzulenken. Liegt dieser dann auf der anderen Seite von Harburg? Das wäre wieder ein möglicher Hinweis zur Gabelung der Elbe.

Ein für mich relevanter Ort könnte daher die Gabelung der Elbe sein. Dort iwo an der Elbe müsste es dann, wenn die Leiche zuvor im Wasser trieb, einen Tatort im Nachtatverhalten geben. Gibt das Hinweise auf einen Tatort?

Es gibt keine Hinweise oder Zeugenaussagen, dass IS oder ihr Auto in Harburg/an ihrer Wohnung nach dem Marktbesuch in Trittau gesehen wurden oder sie dort gewesen sein könnten.

Für mich ist eine weitere wesentliche Entscheidung, wie der Täter vom Abstellort des VW Golf wegkam. Gab es tatsächlich einen zweiten Täter, der mit Auto mitfuhr und den Täter abholte? Da IS aus nächster Nähe hingerichtet wurde, muss der Schütze mit ehr viel Blut verschmutzt gewesen sein. Sollte der Mord im Golf erfolgt sein, wäre dieser auch sehr blutverschmutzt gewesen und damit noch durch die Gegend zu fahren, erforderte einiges an Haltung zum Blut und zur Tat. Wurde es genossen? Wir wissen aber nicht, wie es war.

Ich finde es auch sehr interessant, dass der Täter diese selbstgebastelte und manipulierte Tatwaffe mitsamt Munition überhaupt besaß und dann auch dabei hatte. Sowas passiert einem ja auch nicht zufällig.

Diese Art und Weise die Frau gezielt durch Kopfschüsse hinzurichten, das eventuell in ihrem Auto, das Auto noch bewegt zu haben, erinnert mich sehr an die Kopfschussmorde an Bärbel Barnkow und Ingrid Remmers. Deswegen bin ich auch so mit diesem Fall befasst.


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