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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

55 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Hamburg, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

03.10.2026 um 14:57
Nachdem ich lange gezögert habe, weil es wenig öffentliches Medienmaterial zu dem Fall gibt, möchte ich nun doch den Mord an Inge Schwechel hier einbringen.

Inge Schwechel war 48 und wohnte in Hamburg-Harburg. Sie war als Marktfrau auf drei verschiedenen Märkten der Umgebung unterwegs und bekannt. Sie stellte ihren Marktstand für Süßwaren Mittwochs und Sonnabends z.B in Ahrensburg auf. Ebenso hatte sie feste Plätze in Trittau und Meckelfeld.

Sie lebte mit ihrem Ehemann zusammen, der Schichtarbeiter war.
Inge Schwechel fuhr am Freitag, den 16.10.1987, morgens gegen halb neun zum Markt nach Meckelfeld. Offenbar war sie mittags dann wieder zuhause, da Einkäufe in der Küche lagen. Da war der Ehemann schon auf der Arbeit in der Spätschicht. Anschließend ist sie zum Markt nach Trittau gefahren. Dort wurde gegen 18.15 Uhr ein unbekannter Mann dabei beobachtet, wie dieser gemeinsam mit Inge Schwechel deren Stand abbaute. Das wirkte aber demnach nicht befremdlich. Was anschließend passierte, ist nicht mehr bekannt. Danach bleibt Inge Schwechel zunächst verschwunden.

Am Sonnabend, der 17.10.1987, vermisst eine Bekannte, die regelmäßig den Nachbarstand betreibt, Inge Schwechel frühmorgens auf dem Markt in Ahrensburg und ruft deren Ehemann an. Dieser gibt an, seine Ehefrau sei am vorigen Tag nicht zuhause gewesen, als er von der Spätschicht kam, und noch immer nicht da. Er meldet sie am gleichen Morgen bei der Polizei als vermisst. Etwa zeitgleich dazu wird auf einem Waldweg in der Nähe von Stade ein brennendes Auto gefunden, dass sich als der VW Golf von Inge Schwechel herausstellt. Am gleichen frühen Nachmittag, drei Stunden nach dem Autofund, wird die Leiche von Inge Schwechel im Marschlande zwischen Bergedorf und Harburg am nördlichen Elbufer, Höhe Ochsenwerder Elbdeich, gefunden. Sie wurde aus nächster Nähe mit zwei Kopfschüssen geradezu hingerichtet.

Der Marktstand von Inge Schwechel wurde am 19.10.1987 in Hamburg - Ehestorf am Ehestorfer Heuweg zwischen Harburg und Buxtehude gefunden.

Es fehlen aber der Seeparker/Anorak von Inge Schwechel und ihre Umhängetasche, inklusive Brieftasche, geldbörse, Schecks, Scheckkarte, Personalausweis und der Fahrzeugschein für ihren VW Golf.

Die Polizei geht von einem ganz gezielten Verbrechen aus, allerdings ohne Raubmotiv oder Sexualmotiv. Es gibt kein offensichtlich erklärbares Motiv. Der Mord war demnach kein Zufall.

Der unbekannte Mann vom markt in Trittau soll ca 40 Jahre alt, 1, 70 m groß und vollschlang gewesen sein. Zudem hatte er wohl dunkleres Haar.

Die Mordwaffe und Munition wurden offenbar selbst gebastelt oder zumindest verändert. Die Munition hat das Kaliber 5,7 mm.

Der Fall wurde etwa ein dreiviertel Jahr später in Aktenzeichen XY ungelöst vorgestellt.

https://www.wikixy.de/Sendung_vom_03.06.1988

Aktenzeichen xy ungelöst vom 03. Juni 1988 als Filmfall 1 ab Minute 6:20.

Youtube: Aktenzeichen XY 3.6.1988 Teil 1/6
Aktenzeichen XY 3.6.1988 Teil 1/6
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Hat Inge Schwechel auf den Märkten jemanden kennengelernt? Wie kommt es, dass ein fremder Mann Inge Schwechel ganz vertraut und selbstverständlich auf dem Markt beim Standabbau hilft? Weshalb fuhr Inge Schwechel möglicherweise mit einem unbekannten Mann weg? War es üblich, dass Inge Schwechel noch mit (Un-)Bekannten Kontakt hatte?

Das Auto von Inge Schwechel wurde offenbar vom Täter noch bewegt. Wie kam das Auto zum Fundort bei Stade und wie kam der Täter dort wieder weg?

Die Marktutensilien von Inge Schwechel wurden gefunden. Weshalb hat der Täter diesen Ort zur Ablage der Utensilien gewählt? Gibt es daran Täter-DNA?

Es fehlen verschiedene persönliche Gegenstände von Inge Schwechel. Was hat der Täter damit gemacht? Weshalb hat er sie offenbar behalten?

Die Waffe und die Munition sind sehr außergewöhnlich. Wie kam der Täter an diese und weshalb wählte er diese aus?

Der Tatverdächtige soll 1987 etwa 40 Jahre alt gewesen sein, also etwa Mitte oder Ende der 50er Jahre geboren sein. Er war nicht sehr groß, ca 1, 70 m und hatte dunkleres Haar.

Die Fundorte des Marktstands, des Autos, der Leiche von Inge Schwechel sind nicht der Tatort. Wo war der Tatort und wie sowie weshalb kam Inge Schwechel dort hin?

Das Motiv zum Mord, der sehr gezielt vorgenommen wurde, ist nicht erkenntlich. War es reine Lust am Töten, eine Hinrichtung zur Befriedigung der Gelüste am Tod eines Menschen?

Der Täter muss sich mit Waffen ausgekannt haben und ein Bastler gewesen sein. Wie kommt man dazu?

Was könnte Inge Schwechel da zugestoßen sein? Woher kannte sie den Mann aus Trittau und weshalb wurde sie dann ganz gezielt so brutal ermordet?


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

03.10.2026 um 17:42
FUNDE:
- markt trittau am freitag bis ca 18:15 uhr
- auto in stade, brennt am samstag früher nachmittag
- leiche nähe ochsenwerder elbdeich kurz darauf gefunden (ist nicht tatort)
- kompletter marktstand, aufbau + süssigkeit gefunden ehestorfer heuweg

angenommen, das war ein überfall unterwegs (einer hält sie an) oder der typ vom markt (hilft bei abbau stand) fährt mit und erschießt sie
oder ein geheimer lover richtet sie mit den 2x merkwürdigen kaliber-kugeln hin, oder ein geschäftspartner irgendwie..

.. warum sollte der so einen zirkus veranstalten im folgenden ..?

auto hier, leiche dort, marktstand noch woanders, was für eine action - wozu ?
auto in waldweg fahren, anzünden und weg... ?


seit christoph bulwin mordfall regenschirm hab ich ständig dieses "zirkus" im kopf..
mein vater hat das auch immer gesagt. ich glaube, wir sagen das so in hessen..
der bulwin mörder sagte "theater" - und das ist wohl normal-deutsch.. oder?



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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

03.10.2026 um 17:51
Screenshot-2026-10-03-171527-03


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

03.10.2026 um 18:15
vorschlag: sie wurde daheim getötet & die leiche musste weg

1. täter erschiesst sie daheim
2. er fährt den marktstand weg (kofferraum leer), nicht so weit
3. lädt die leiche in den nun leeren golf-kofferraum
4. legt sie ab am ochsenwerder elbdeich
5. fährt das auto weit weg nach stade, zündet es an

könnte auch ein auftragsmörder gewesen sein, der am abend geklingelt hat oder sowas - während der ehemann auf schicht war
zeitlich könnte der mord auch passiert sein, als der ehemann bereits zurück war von der spätschicht, warum nicht?

lt aktenzeichen wurde sie gefunden am ochsenwerder elbdeich
am ufer (nicht im wasser), auf dem bauch, mit pulli + hose, ohne (die vermisste) jacke
der marktstand wurde wohl auch recht ordentlich und vollständig an einer waldlichtung(?) abgelegt.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

03.10.2026 um 21:39
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Der Tatverdächtige soll 1987 etwa 40 Jahre alt gewesen sein, also etwa Mitte oder Ende der 50er Jahre geboren sein. Er war nicht sehr groß, ca 1, 70 m und hatte dunkleres Haar.
Dann eher späte 40er geboren...

Ich tippe auf Beziehungstat, persönliches Motiv oder geschäftlich finanzielle Verstrickung evtl.?


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

03.10.2026 um 21:41
@robix
Wer sollte einen Auftragsmörder bestellen und bezahlen für eine normale Marktbeschickerin, die in eher bescheidenen, ordentlichen Verhältnissen lebend mit einem Ehemann verheiratet ist,der auch nicht gerade der kriminellen Szene zuzurechnen ist?
Das halte ich für eher abwegig.
Solche Leute helfen auch nicht mit, einen Marktstand abzubauen, wenn man mal annimmt, der Helfer hat was mit der Tat zu tun.
Der Ehemann ist raus, er war zur Schicht. Ich sehe auch kein Motiv, von seiner Seite, es wurde nicht gesagt, dass es Probleme in der Ehe gab, keine Scheidungsabsichten und keiner ging fremd.
Der Ehemann scheint sich auch nicht nach ihrer Ermordung schnell anderweitig orientiert zu haben.
Solche Fälle haben wir hier auch, wo die Dame des Hauses ja schon mehrere Jahre vermisst wird und buchstäblich Nachts aus den ehelichen Gemächern im Nichts verschwand…..
Nein, der Ehemann ist für mich absolut nicht verdächtig.
Ich sehe hier vielmehr, als Motiv die Lust daran ein weibliches Opfer unter Kontrollen zu bringen und Mordlust als Motiv.
Und ich halte hier Kurt Werner Wichmann und den besagten Mittäter für hochverdächtig.
KWW experimentierte mit Schusswaffen, die Ermittler haben im Geheimzimmer Waffenteile, Schusswaffen und Munition gefunden.
Meckelfeld, wo das Opfer auch auf dem Wochenmarkt den Stand hatte, ist praktisch um die Ecke von Adendorf.
Die grobe Richtung in die der Golf des Opfers verbracht und dann angezündet wurde ist Cuxhaven, Stade liegt noch davor.
Und für Leppert ist KWW schon früher nach Cuxhaven gefahren.
Die Besonderheit ist hier nur, dass der Opfer PKW in Brand gesetzt wurde.
Da muss der Täter dann irgendwie nach Hause gekommen sein, das wird ähnlich gelaufen sein wie in der Göhrde.
Hier passt so einiges auf das Brüder Duo, meine Meinung.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

04.10.2026 um 04:07
Zitat von ManateeManatee schrieb:Dann eher späte 40er geboren...
richtig!
danke

Wobei die Angaben zur Person ja durchaus etwas dürftig sind und auch gesagt wurde, dass nur ein Marktbesucher den Mann in Trittau gesehen habe.
Es gibt ja auch kein Phantombild.

Beziehungstat könnte gut sein, bei der Gewalt, die angewandt wurde.
Die Polizei sagt ja, der Mord sei nicht zufällig geschehen.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Ich sehe hier vielmehr, als Motiv die Lust daran ein weibliches Opfer unter Kontrollen zu bringen und Mordlust als Motiv.
Das muss einer Beziehungstat ja auch nicht widersprechen. Ich sehe Mordlust und Macht, Kontrolle, Dominanz durchaus auch als mögliches Motiv an.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Nein, der Ehemann ist für mich absolut nicht verdächtig.
Ich sehe nach den bisherigen Informationen den Ehemann auch gar nicht als verdächtig an.


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04.10.2026 um 10:43
Aus der oben von @robix eingestellten Karte lässt sich schon in etwa erahnen, welche Wege der Täter zurückgelegt haben muss.

Die letzte bekannte Sichtung von IS war auf dem Markt in Trittau.

Uns ist leider das Vortatverhalten von Täter und Opfer nicht bekannt. Wie und wo Täter und Opfer aufeinander trafen, wie sie zum Tatort kamen, können wir kaum rekonstruieren. Das bleibt spekulativ.

Auch das Tatverhalten ist nicht bekannt. Es zeigt sich nur, dass sehr brutal und zielgerichtet vorgegangen wurde. Es muss aber sehr viel Blut am Tatort zu finden gewesen sein? War das Auto der Tatort? Wurde es deshalb in Brand gesetzt? Es zeigt sich auch, dass offenbar keine sexuellen oder direkt sexuelle Handlungen im Tatverhalten erkennbar sind.

Wo der Tatort war, wo Auto und Opfer sich befanden, und von wo aus der Täter dann die Wege zur Entsorgung von Leiche, Marktutensilien und Auto begann, ist nicht bekannt. Auch die Tatzeit ist uns nicht bekannt. Der Todeszeitpunkt wurde nicht gesagt. Ebenso wurde nicht gesagt, wie lange IS wohl am Elbufer lag bzw. sie im Wasser getrieben wäre. Rein theoretisch könnte IS auch erst am Sonnabendmorgen gestorben sein. Wo wurde sie dann festgehalten?

Das direkte Nachtatverhalten am Tatort ist auch unbekannt.

Ich gehe davon aus, dass der Täter zunächst die Leiche verschwinden ließ. Diese wurde am Ochsenwerder Elbdeich entdeckt. Wir wissen leider nicht, ob die Leiche dort abgelegt oder ins Wasser verbracht und dort angeschwemmt wurde. Wurde die Leiche von IS dort angetrieben, muss sie zuvor ein Stück weiter in die Elbe verbracht worden sein. Der Ochsenwerder Elbdeich gehört zur Norderelbe. Da man, um dorthin zu gelangen, ersteinmal die Elbe überqueren und durch das entsprechende Gebiet fahren müsste, kann ich mir gut vorstellen, dass die Leiche schon von der Gabelung der Elbe in Norder- und Süderelbe ins Wasser gelangte. Vielleicht war geplant, dass die Leiche nicht oder erst weit hinter Hamburg auftaucht. Informationen dazu haben wir nicht.

Von dort aus müsste dann der Weg Richtung Stade geführt haben, wo man die Marktutensilien entsorgte und später das Auto. Die Entscheidung, Richtung Stade zu fahren, könnte ein Hinweis sein, vom Tatort oder Wohnort des Täters abzulenken. Liegt dieser dann auf der anderen Seite von Harburg? Das wäre wieder ein möglicher Hinweis zur Gabelung der Elbe.

Ein für mich relevanter Ort könnte daher die Gabelung der Elbe sein. Dort iwo an der Elbe müsste es dann, wenn die Leiche zuvor im Wasser trieb, einen Tatort im Nachtatverhalten geben. Gibt das Hinweise auf einen Tatort?

Es gibt keine Hinweise oder Zeugenaussagen, dass IS oder ihr Auto in Harburg/an ihrer Wohnung nach dem Marktbesuch in Trittau gesehen wurden oder sie dort gewesen sein könnten.

Für mich ist eine weitere wesentliche Entscheidung, wie der Täter vom Abstellort des VW Golf wegkam. Gab es tatsächlich einen zweiten Täter, der mit Auto mitfuhr und den Täter abholte? Da IS aus nächster Nähe hingerichtet wurde, muss der Schütze mit ehr viel Blut verschmutzt gewesen sein. Sollte der Mord im Golf erfolgt sein, wäre dieser auch sehr blutverschmutzt gewesen und damit noch durch die Gegend zu fahren, erforderte einiges an Haltung zum Blut und zur Tat. Wurde es genossen? Wir wissen aber nicht, wie es war.

Ich finde es auch sehr interessant, dass der Täter diese selbstgebastelte und manipulierte Tatwaffe mitsamt Munition überhaupt besaß und dann auch dabei hatte. Sowas passiert einem ja auch nicht zufällig.

Diese Art und Weise die Frau gezielt durch Kopfschüsse hinzurichten, das eventuell in ihrem Auto, das Auto noch bewegt zu haben, erinnert mich sehr an die Kopfschussmorde an Bärbel Barnkow und Ingrid Remmers. Deswegen bin ich auch so mit diesem Fall befasst.


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04.10.2026 um 18:03
Hab mir die xy Folge gerade nochmal angeschaut.
Ist wird auch nirgends erwähnt, ob die Tageseinnahmen noch da waren.
Waren aber sicherlich nur ein paar hundert Mark.
Vielleicht war es doch nur ein Raub der aus dem Ruder gelaufen ist.


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04.10.2026 um 20:31
@Ede1972
Raubmord wird aber ausdrücklich ausgeschlossen. Daher kann man rückschließen, dass das Geld iwo gefunden wurde. Vielleicht hat sie das auch noch eingezahlt oder so, mittags war sie ja scheinbar auch bei der Bank.


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04.10.2026 um 21:15
Mich würde auch sehr interessieren, ob und welche Asservate es im Fall noch gibt. Wurden sie nach aktuellen Methoden ausgewertet? Gab es eine Operative Fallanalyse?
Wenn die Leiche von IS tatsächlich in der Elbe versenkt wurde, wird es hier vermutlich wenig Spuren geben. Im Auto sind vermutlich auch viele Spuren verbrannt. Aber vielleicht nicht alle?
An den Marktutensilien könnte vielleicht Täter-DNA gefunden werden. Wenn der unbekannte Mann beispielsweise den Tisch abgebaut hat, dann könnten innerhalb des Tisches Spuren sein oder auch vom Schirm oder Pavillon und von Taschen. Von der Ablage könnten auch Spuren zurückgeblieben sein.


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07.10.2026 um 17:06
Ich habe nochmal über zwei Aspekte nachgedacht.
Weshalb, so scheint es jedenfalls, hatte IS Kontakt zu einem unbekannten Mann, der ihr beim Abbau des Marktstandes half. Ihr kann dieser Mann dann ja eher nicht fremd gewesen sein. Und es besteht ja dazu die Möglichkeit, dass IS dann anschließend noch Kontakt zu diesem Mann hatte, sei es weil er zusammen mit ihr wegfuhr oder sie sich woanders trafen. Zumindest der Kontakt auf dem Markt scheint ja eher einvernehmlich gewesen zu sein. Was also könnte IS möglicherweise zu diesem Kontakt veranlasst haben und darüber hinaus sogar noch längeren Kontakt an anderem Ort einzugehen?

Und dann frag ich mich, weshalb wurden eigentlich die Marktutensilien einzeln entsorgt? Sie hätten ja auch im Auto verbleiben und verbrannt werden können.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

08.10.2026 um 00:38
Zitat von darkstar69darkstar69 schrieb:Was also könnte IS möglicherweise zu diesem Kontakt veranlasst haben und darüber hinaus sogar noch längeren Kontakt an anderem Ort einzugehen?
Es könnte einfach eine Verabredung für nach dem Marktdienst gewesen sein. Die Person ist entweder früher als verabredet gekommen oder der Standabbau hat sich leicht verzögert. Dann ist es naheliegend , dass die Person beim Abbau hilft, statt passiv dabei zu sitzen und Frau Schwechel bei der Arbeit zuzusehen. Erstens sus Hilfsbereitschaft und Höflichkeit und zweitens weil es zu zweit schneller geht.
Vielleicht war es auch genauso verabredet: msn wollte nach dem Marktdienst Zeit zusammen verbringen und hat verabredet, dass die Person gegen Marktende zum Stand kommt und beim Abbau hilft.


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08.10.2026 um 00:44
@Grillage
Ja, das wäre denkbar.
Nur, weshalb weiß dann niemand was davon und kennt niemanden diesen Mann und weshalb hat er sich dann nie gemeldet?
Hat dieser Mann dann von vorneherein geplant, IS zu töten?


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08.10.2026 um 13:36
Vorstellen - wohlgemerkt! ICH!!! kann mir das vorstellen - kann ich mir, dass der Unbekannte einer war, der Geldschulden bei Frau Schwechel hatte und die Rückzahlung für diesen Tag ausgemacht war.

Der Unbekannte kam dann zwar pünktlich auf den Markt, half Frau Schwechel auch noch beim Abbauen, aber später hat er sie, anstatt ihr das Geld, wie abgemacht, zurückzugeben, einfach getötet. Die Ablage ihrer Leiche, das brennende Auto, die Entsorgung des Marktstandes udgl, kann bewusst so erfolgt sein, um Spuren usw zu verwischen.

Bevor jetzt wieder Einwände, á la "Und wie hat Frau Schwechel den Mann kennengelernt und kannte ihn so gut, dass sie ihm Geld geliehen hat?" Oder "Es hieß im Film, sie konnte von den Einnahmen gerade mal die Ausgaben für ihr Auto begleichen, wie soll sie dann jemanden Geld leihen können?" kommen: Die Ermittler und der Ehemann und die Kollegen vom Markt werden nicht alles von ihr gewusst haben. Es werden ihre Einnahmen auch nicht jeden Tag gleich gewesen sein und sie konnte vielleicht ab und an was abzwacken und sich was ersparen. Auch, mit wem sie Umgang hatte, werden nicht alle gewusst haben. Sie war ja viel unterwegs, da kann es schon zu Kontakten kommen, von denen man nicht jedermann erzählt. Nicht zwangsläufig, weil man nicht darüber sprechen möchte, sondern, weil es ihr nicht wichtig genug war.


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08.10.2026 um 16:16
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:dass der Unbekannte einer war, der Geldschulden bei Frau Schwechel hatte und die Rückzahlung für diesen Tag ausgemacht war.
Das wäre gut denkbar. Ich würde allerdings eher denken, dass es schon auffallen würde, wenn IS eine Summe an Geld verleihen würde, für die es sich derart zu morden lohnt. Aber dennoch wäre ein solches Motiv denkbar. Wir wissen nicht, wie das mit den Tageseinnahmen aus Trittau war. Sie war ja offenbar mittags bei der Bank. Da könnte sie die Einnahmen aus Meckelfeld eingezahlt haben. Wenn die Polizei kein Raubmotiv sieht, war das Geld wohl noch da? Hätte jemand mit Schulden dann das Geld nicht auch an sich genommen und einen Raubmord vorgetäuscht?

Dennoch kann der Täter sich Geld bei IS geliehen und gedacht haben, es gäbe bei ihr noch mehr zu holen. Es könnte ein Täter gewesen sein, der nicht nur bei IS verschuldet war.

Gleichwohl weiß ich nicht, ob IS eine Frau war, die Menschen, von denen zu erzählen ihr nicht wichtig gewesen wäre, Geld leihen würde. Inwiefern sie tatsächlich Kontakte pflegte, von denen andere wenig oder nichts wussten, wissen wir nicht. Sie hätte aber offenbar abseits der Marktzeiten ja freie Zeitfenster gehabt, wenn ihr Ehemann arbeiten war. Welche anderen Gewohnheiten sie pflegte, wo sie Menschen kennenlernen konnte, wissen wir ja auch nicht.

Wie würdest Du @kf1801 Dir ein solches Szenario denn konkreter vorstellen können? IS war auf dem Markt mit dem Mann verabredet. Er gab ihr das Geld nicht, wie verabredet, zurück? Und dann? Was könntest Du dir vorstellen, weshalb sie konkret diesem Mann Geld geliehen haben könnte? Weshalb vertraute sie ihm? Welche Summe?


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09.10.2026 um 11:33
@darkstar69

Ich weiß nichts, ich kenne nichts, ich kenne die Gegend und die Umstände nicht, ich kenne keine der involvierten Personen, somit ist jede Aussage, die ich im folgenden tätige, ausnahmslos im Konjunktiv zu verstehen. Das möchte ich hier ausdrücklich feststellen.

Was ich Deiner Einleitung entnommen habe: Frau Schwechel hat ihre Süßwaren an drei verschiedenen Örtlichkeiten (Ahrensburg, Trittau und Meckelfeld) an unterschiedlichen Wochentagen (Mittwoch und Samstag in Ahrensburg) angeboten.
Aus dem Einleitungstext geht nicht hervor, wie oft genau sie den Stand überhaupt betrieben hat. Kam das im Film vor?

Je öfter sie an den verschiedenen Örtlichkeiten verkauft hat, desto mehr wird sie verdient haben. Aber Reichtümer werden es nicht gewesen sein, wenn der Sprecher im Film schon darauf hinweist, dass mit den Einnahmen gerade einmal die Kosten für ihr Fahrzeug gedeckt waren.

Das ist halt die Frage, ob das auch stimmt. Die Kosten für das Fahrzeug werden sich aus Versicherung, Wartung und Treibstoff zusammengesetzt haben. Der Hauptposten wird der Treibstoff gewesen sein, die sich durch das viele Herumfahren zwischen Wohnort und den verschiedenen Örtlichkeiten ergeben haben.

Wie teuer war Benzin zu dieser Zeit? Wie viele Kilometer ist Frau Schwechel wöchentlich gefahren? Könnte man das errechnen, könnte man herausfinden, wie viel sie wöchentlich einnehmen musste, um mit den Einnahmen den Treibstoff bezahlen zu können.

Darf man davon ausgehen, dass alle anderen Ausgaben (Lebensmittel, Zahlungen für Miete, Strom udgl) ihr Ehemann alleine bestritten hat? Der arbeitete im Schichtdienst. Man weiß aber nicht, was genau er gearbeitet hat. Hat das Ehepaar bescheiden gelebt? In einem Eigenheim? War das bereits ausgezahlt? Lebten sie zur Miete? Wie hoch waren die Mieten seinerzeit in Harburg? Ich nehme an, dass Harburg ein weniger teures Pflaster als Hamburg ist/war.

All' das spielt eine Rolle dabei, einzuschätzen, ob sich Frau Schwechel von ihrem Verdienst wöchentlich etwas beiseite legen konnte. Vor allem, ohne dass ihr Ehemann davon etwas wusste (wissen sollte oder durfte). Keine Ahnung, wie der Umgang zwischen den Eheleuten war, ob es da "kleine Geheimnisse" gab, die jede*r vorm anderen hatte. Oder, ob der Ehemann wusste, dass Frau Schwechel einen wöchentlichen "Überschuss" erwirtschaftete, der ihr alleine zur Verfügung blieb, er aber nicht wusste (oder nachfragte), was sie damit machte (sparen? ausgeben? zum Haushalt beitragen?).

Der Unbekannte auf dem Markt am Samstag ihres Todes in Trittau könnte eine Bekanntschaft von einem der beiden anderen Märkte (Ahrensfeld, Meckelfeld) gewesen sein. Das würde erklären, dass er den Standnachbarn in Trittau nicht bekannt war. Es gibt ja keine valide Personenbeschreibung von dem Unbekannten. Man weiß lediglich, dass es sich um einen Mann (1.70 m, dunkelhaarig, vollschlank, um die 40) gehandelt hat. Die Beschreibung ist ungenau und trifft wahrscheinlich auf sehr viele Männer zu.

Weshalb sie dem Mann KONKRET Geld geliehen hat? Diese Frage meinst Du hoffentlich nicht Ernst. Dafür kann es viele Gründe geben und ich weigere mich, hier welche aufzuzählen. Aber es könnte eine Möglichkeit sein und es ist wohl klar, dass man geliehenes Geld irgendwann wieder zurückhaben möchte. Sonst wäre es ja geschenktes Geld und dann hätte Frau Schwechel auch nicht getötet werden müssen.

Ich male mir das eben so aus: Frau Schwechel lieh einer Bekanntschaft, die sie an einem der drei Standorte gemacht hat, Geld und wollte das wiederhaben. Die Rückgabe war für diesen Samstag vereinbart. Der Mann kam auch, war noch beim Abbau behilflich und dann gingen die beiden gemeinsam fort. Der Unbekannte wollte oder konnte das Geld aber nicht zurückgeben, sodass es zu einer Auseinandersetzung kam, in der Frau Schwechel vielleicht irgendwelche Drohungen (Polizei, Ehemann) ausstieß. Der Unbekannte zog daraufhin eine Waffe und erschoss die Frau.

Dass der Unbekannte mit Vorsatz gehandelt hat, ergibt sich für mich aus dem Umstand, dass er eine Waffe bei sich hatte.

Bevor wieder Aussagen kommen, wie "Warum konnte keiner der Standnachbarn oder Marktbetreiber in Trittau der Polizei sagen, wohin Frau Schwechel und der Unbekannte gingen?" - jeder ist halt nicht so neugierig und wenn die beiden weggingen, als die anderen noch mit dem eigenen Abbau beschäftigt waren, dann hatten die gar keine Zeit, den Abgang von Frau Schwechel und dem Unbekannten zu verfolgen.

Ich hoffe, Deine Fragen damit beantwortet zu haben 😊


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09.10.2026 um 14:27
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:ICH!!! kann mir das vorstellen - kann ich mir, dass der Unbekannte einer war, der Geldschulden bei Frau Schwechel hatte und die Rückzahlung für diesen Tag ausgemacht war.
Mir erscheint das unwahrscheinlich.

Wenn das Opfer das Geld formell verliehen hätte, gäbe es eine schriftliche Fixierung und möglicherweise hätte sie auch ihrem Umfeld davon berichtet. Davon war aber nicht die Rede.

Wenn das Opfer das Geld informell verliehen hätte, also allein aufgrund einer mündlichen Absprache, hätte der Schuldner keinen Anlass gehabt, seine Geldgeberin zu töten. Er hätte einfach die Rückzahlung verweigern können. Das Opfer hätte in diesem Fall nichts gegen ihn in der Hand gehabt.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

09.10.2026 um 15:15
Zitat von KieliusKielius schrieb:Wenn das Opfer das Geld formell verliehen hätte, gäbe es eine schriftliche Fixierung und möglicherweise hätte sie auch ihrem Umfeld davon berichtet.
So einen "Schuldschein" verlangt man doch eigentlich zurück, wenn man das Geld zurückzahlt - wenn (!) es also so gewesen wäre, dass die Rückzahlung an dem Tag vorgesehen war, würde ich denken, dass das Opfer den "Schuldschein" dabei hatte. Und der Täter ihn natürlich dann hat verschwinden lassen. Alles andere wäre ja sehr blöd von ihm.

Und wenn (!) das Opfer tatsächlich Geld beiseite geschafft hätte (was keine Unterstellung sein soll), also am Finanzamt und/oder am Ehemann vorbei, wäre es ja dumm davon zu erzählen.

Für den Täter wäre es aber natürlich trotzdem ein ziemliches Risiko. Er kann ja nicht wissen, ob das Opfer eben nicht doch irgendeiner Vertrauensperson (Freundin, Verwandtschaft) etwas erzählt hat oder zu Hause noch andere Aufzeichnungen aufbewahrt hat, die etwas über Geldgeschäfte verraten.


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Marktfrau Inge Schwechel aus Harburg 1987 erschossen

09.10.2026 um 15:39
Einen finanziellen Tathintergrund kann ich mir nur schwer vorstellen.
Nach den bisherigen Fallinformationen hatte Frau Schwechel nur geringe Tageseinnahmen.
Und es fehlen Anhaltspunkte dafür daß sie Geld verliehen haben könnte.


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