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ZEN

29 Beiträge, Schlüsselwörter: Medizin, Meditation, Entspannung
evidence
Diskussionsleiter
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ZEN

20.06.2003 um 18:08
Auf eine anfrage hin, hier nun meine Antwort.

ZEN-Meditation

Die Knie fest im Boden verankert, auf einem Zafu (rundes Kissen) sitzend, das Becken leicht nach vorne geneigt, so dass sich die Wirbelsäule in ihrer natürlichen S-Form aufrichten kann.auf, indem der ganze Oberkörper im vollkommenen Gleichgewicht ruht. Der Nacken ist gestreckt, das Kinn zurückgezogen, und mit dem Schädeldach stösst man gegen dem Himmel.

Die Augen sind halb geöffnet, weder geschlossen noch etwas fixierend, der Blick etwa 45 Grad nach unten gesenkt.

Die Atmung geht ruhig durch die Nase ein und aus, der Mund ist geschlossen. Die Bewegung der Atmung geht durch den ganzen Oberkörper, bis in den Unterbauch. Während der Ausatmung, die lange und tief ist, entspannen sich die Schultern, aber auch die inneren Organe und schmerzhafte Punkte. Wähernd Zazen ist man auf die Ausatmung konzentriert, bis zum Schluss. Am Ende angelangt, erfolgt die Einatmung von selbst.

Schultern und die Arme fallen natürlich nach unten. Die linke Hand ruht in der rechten, die Innenflächen nach oben. Beide Daumenspitzen berühren sich leicht und sind auf einer Linie - weder Berg noch Tal. Zeigefinger und Daumen umfassen ein Oval. Die Handinnenkanten berühren den Unterbauch und lassen so die Atmung fühlen und tief werden. Die Daumen befinden sich etwa zwei Finger breit unter dem Nabel, auf der Höhe des Hara (Ozean der Energie).

Während Zazen lässt man Gedanken, Emotionen oder Bilder vorbeiziehen, ohne an ihnen zu haften noch vor ihnen zu flüchten. Sie sind wie Wolken am Himmel, die vorbeiziehen, ohne eine eigene Substanz. Man beobachtet die Gedanken, und das Bewusstsein, welches beobachtet, geht über die Welt der Gedanken hinaus: Hishiryo - über das Denken hinaus.

Die ganze Aufmerksamkeit und Konzentration ruht in der Haltung, der Atmung, dem was ist. Durch Zazen kehren die Sinne zum Normalzustand zurück und öffnen sich, ohne nach etwas zu suchen. Obwohl man nach innen konzentriert ist, löst sich die Begrenzung unseres Ich's auf und man kann alles wahrnehmen, den ganzen Kosmos.

Zazen ist nichts anderes als die Rückkehr zum Normalzustand von Körper und Geist.
Es ist die ursprüngliche Haltung Buddhas, durch die er die völlige Befreiung erlangte, die höchste Weisheit und die wahre Freiheit.

mfg

König der Staunenden


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alexander
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ZEN

20.06.2003 um 19:33
das werde ich mal ausprobieren. danke!

Wenn mir __semmel__ nicht meine Signatur weggeschnappt hätte, wüsste ich, dass ich nichts weiß.


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moki
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ZEN

22.06.2003 um 08:09
@alexander,
habe Dir hir noch weiteres rausgesucht.......


Kinhin-Haltung


Haltung der Hände
Kinhin wird zwischen zwei Zazen praktiziert. Gehen im Rythmus mit der Atmung... wie beim Zazen ist die Konzentration auf jeden Aspekt der Haltung grundlegend.
Der Daumen der linken Hand ist als Faust fest umschlossen, welche wiederum von der rechten Hand unfasst wird. Der linke Daumen zeigt gerade von einem weg und seine Wurzel, das zweitvorderste Gelenk, drückt bei jeder Ausatmung auf den Solarplexus, den weichen Punkt direkt unter dem Brustbein. Zur selben Zeit mit der Ausatmung wird das ganze Körpergewicht auf den jeweils vorderen Fuss gelegt. Besonders die Wurzel der grossen Zehe drückt fest in den Boden, aber die Ferse bleibt in Kontakt. Der andere Fuss, etwa eine halbe Länge hinten, berührt nur mit der ganzen Fussohle den Boden, hat aber keine Last. Das Knie des vorderen Beines ist gut durchgestreckt und von unten nach oben, wie im Zazen, wird der Körper so ins Gleichgewicht gebracht, dass er von selbst hält, ohne Anstrengun. Dabei richtet er sich auf, indem der Hinterkopf nach oben stösst. Es ist als ob man Himmel und Erde verbindet, der Schwerkraft folgend.

Die Schultern sind vollkommen entspannt, wie Schnee auf Tannenzweigen. Die Vorderarme hingegen sind auf einer Linie, parallel zum Boden, und sie sind voll Energie welche während der Ausatmung in die Hände geführt wird.

Die Wirbelsäule ist aufgerichtet wie im Zazen, in ihrer natürlichen S-Form. Der Unterbauch, das Hara, befindet sich genau über der Wurzel der grossen Zeh, ebenfalls der Solarplexus und die Nase. Dazu muss man das Kinn zurückziehen und den Nacken strecken.

Die Austmung ist ruhig, ohne zögern und geht bis zum Schluss. Dabei wird sie vom zunehmenden Druck der Wurzel des Daumens der linken Hand unterstützt. Am Ende der Ausatmung verharrt man einen Moment, lässt dann sämtliche Spannung im Körper los und die Einatmung sowie der nächste Schritt erfolgen spontan, von selbst.

Die Augen sind gesenkt. Wie im Zazen ist es nicht nötig, nach aussen zu schauen. Kinhin erfordert die vollständige Konzentration auf das Hier und Jetzt, die Haltung, die Atmung. Die Gedanken beruhigen sich und ziehen vorbei. Der Geist wird klar. Bewegung, Atmung und Geist werden eins.

Kinhin ist die Grundhaltung aller Kampfsportarten: Vollkommenes Gleichgewicht, nach aussen stark, nach innen entspannt. Meister Kodo Sawaki sagt: "Es ist wie durch einen Triumphbogen zu schreiten

Grüße Moki


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alexander
ehemaliges Mitglied

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ZEN

22.06.2003 um 11:44
danke, das freut mich.

Wenn mir __semmel__ nicht meine Signatur weggeschnappt hätte, wüsste ich, dass ich nichts weiß.


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moki
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ZEN

22.06.2003 um 14:12
@alexander,

nichts zu danken,hat mir eine Freude gemacht,Dir zu helfen *ggg*

Gruß Moki


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seltsam
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ZEN

22.06.2003 um 14:35
sers!!!

also mit eurer diskussion über diese art der entspannung habt ihr mich irgendwie fasziniert. anscheinend kann man damit gut neue kraft und energie finden. macht ihr das öfters, moki und evidence???
ich werde das auf jeden fall auch mal ausprobieren.
noch ne frage. kann ich dafür irgendein rundes kissen nehmen, oder sollte man dafür irgendein besonderes kaufen???

seltsam


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tshingis
ehemaliges Mitglied

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ZEN

22.06.2003 um 14:51
ich hab das auch mal gemacht und mach das ab und zu noch
das sit extrem entspannend und man schöpft irgendwie neue kraft, das is super!
aber manchmal werd ich doch noch schläfrig.... learning by doing!

L'alurl gol zhah elghinyrr gol


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moki
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ZEN

22.06.2003 um 14:55
Hi @seltsam,

Ich muß Dich leider enttäuschen,aber ich persöhnlich kann nicht allzu viel dazu sagen.
Für mich ist es auch ein neues Thema,dass ich gerade am ausprobieren bin.

Daher mein Interese. Aber vielleicht kann Dir Evidence weiterhelfen.

Ich werde mal noch im Internet schauen,ob ich was für Dich finde.

Bis denne Gruß Moki


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ZEN

09.06.2008 um 19:20
ZEN

bedeutet

existenzielles leben,
dh.
jeder moment muss für sich entscheiden.

das leben kommt in atomen -
du entscheidest nicht vorweg.
du probst nicht .
du bereitest nicht vor, wie du leben sollst.

jeder moment kommt,
bringt eine situation, und du bist da,
gehst auf sie ein - du
lässt dich darauf ein.


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Schauerregen
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ZEN

25.11.2009 um 20:37
Kurzeinleitung die Zen-Meditation Die optimale Zeit ist morgens (zwischen Aufstehen/Duschen und Frühstück), also frisch, aber nicht mit vollem Bauch meditieren.
Der Ort sollte ruhig, ungestört von Geräuschen sein. Anfangs stören menschliche Stimmen und Musik am meisten. Eine bequeme, lockere, komfortable Kleidung ist für das Zazen geeignet. Das Gesäß auf Sitzbänkchen oder dickem Sitzkissen im Schneidersitz (burmesischer Sitz) oder halben/ganzen Lotussitz (Vorsicht! Nur für ganz wenige geeignet!), beide Knie möglichst am Boden. Knien ist auch eine gute Meditationshaltung, weil dabei der Oberkörper automatisch aufrecht bleibt. Eine weiche Unterlage ist sinnvoll und empfehlenswert. Möglichst nicht bewegen, aber auch nicht quälen. Die Sitzfläche schräg nach vorne geneigt, auf rundem Sitzkissen auf der vorderen Hälfte sitzen. Der Entenpopo: ("Der After grüßt die Sonne!") sorgt dafür, dass die Lenden nach vorne geneigt den Oberkörper automatisch und natürlich ohne Anstrengung aufrichten. Die Haltung ist aufrecht-dynamisch und doch locker entspannt. Oberkörper aufrecht, Kopf senkrecht nach oben (leicht schräg nach rückwärts) "dehnen", Schultern locker fallen lassen. Den Nacken "gestreckt"! (Den Kopf aus den Angeln heben, die Decke oder den Himmel stützen!) Atmung nur durch die Nase. In den Unterbauch hinein bewusst und lang (mind. 2/3 der Zeit) ausatmen, die Einatmung (max. 1/3 der Zeit) geschehen lassen: zuerst wölbt sich dabei der Bauch nach vorne, Luft steigt nach oben in den Brustraum, zuletzt nicht noch Atem hochziehen. Anfangs Atemzüge (still) zählen: von 1 bis 10 und dann wieder von 1 bis 10... (das lenkt den Geist von den Gedanken ab). Lippen und Zähne locker aufeinander, Zunge oben am Gaumen anliegend (damit der Speichel abläuft und man nicht ständig schlucken muss). Atmung unhörbar weich ausschließlich durch die Nase! Mundatmung trocknet den Mund aus - nur sinnvoll bei Erkältung, dann den Mund gelegentlich durch Trinken befeuchten. Augenlider halb gesenkt (halb offen = halb geschlossen), Blick 45 Grad schräg nach vorne zum Boden bzw. (im Soto-Zen) gegen die Wand, aber den Blickpunkt nicht fixieren, sondern "weicher" Blick (die menschliche Blickspanne beträgt insgesamt ca. 170 Grad), alles sehen, ohne zu "starren". Linke Hand ruht in der rechten, Daumenspitzen berühren sich leicht. Die Daumen bilden eine waagrechte Linie oder besser einen etwas nach oben gewölbten Bogen. Konzentrieren auf das "Nichts", keine bildlichen Vorstellungen, keine Assoziationen, einfach nur bewusst da sein (Soto-Zen). Oder ein Koan, z. B. "Dein ursprüngliches Gesicht", d. h. Dein allerinnerstes eigentliches Wesen: "Wer oder Was bin ich (in meinem ureigensten Innersten"?). Nicht gegen Gedanken ankämpfen, sich nicht darüber ärgern, aber sich auch nicht von ihnen wegziehen lassen. Sie einfach unbeeindruckt beobachten.


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Charlytoni
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ZEN

22.02.2014 um 23:30
Die ZEN-Gebetsmühle muss wieder kurz angestoßen werden,
damit sich sich wieder ein bischen dreht.

- OM -

---

Dieser kurze Beitrag - ein Akt der Buddistischer Verpflichtung,
für dieses Thema.


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AnGSt
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ZEN

03.03.2014 um 13:09
@Charlytoni

Hi,

über was möchtest Du Dich unterhalten? Ich habe ein schönes Koan fabriziert: "Schmetterling Fähnchen im Wind, kommst doch ans Ziel."

Unter ZEN verstehe ich keine Religion, sondern ein philosophisches Add-On mit Kompatibilität zu so einigem.

ags


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Bekannter
ehemaliges Mitglied

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ZEN

03.03.2014 um 13:11
@AnGSt
Was ist denn ein Koan?


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AnGSt
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ZEN

03.03.2014 um 13:14
@Bekannter

Ein kurzer Sinnvers ohne Reim mit ca 7 Worten und mit tiefsinnigem meditierbarem Inhalt. So sag ich das mal in eigenen Worten.


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Bekannter
ehemaliges Mitglied

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ZEN

03.03.2014 um 13:17
@AnGSt
Ach, JETZT hab' ich's kapiert.
DAS
    "Schmetterling Fähnchen im Wind, kommst doch ans Ziel."
ist der Koan.
Habe jetzt an ein anim.Gif (mit Fähnchen im Wind) gedacht.


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AnGSt
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ZEN

03.03.2014 um 13:19
@Bekannter

O.O :) Jo.


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Bekannter
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ZEN

03.03.2014 um 13:22
@AnGSt
Wäre ja wieder mal eine Anregung für mich, ein Schmetterlin-Fähnchen zu basteln. :D


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AnGSt
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ZEN

03.03.2014 um 13:23
@Bekannter

:D Ja mal sehn, wohin es der Wind trägt und was dann gutes dabei raus kommt. :)


ps: Der Satz war so gemeint, dass ein Schmetterling vom Wind weggetragen wird aber nicht verloren geht, sondern sein Ziel erreicht.


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Charlytoni
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ZEN

03.03.2014 um 13:52
@AnGSt

Zen ist für jeden etwas anderes.

Ich wollte die Gebetsmühle nur mal wieder in Bewegung setzen.
Gerade jetzt in einer Zeit von starker Veränderung.


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AnGSt
ehemaliges Mitglied

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ZEN

03.03.2014 um 13:54
@Charlytoni

Was verändert sich denn? Bist das Du? Was hat da mit ZEN zu tun?


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