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Der neue Atheismus

210 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Atheismus, Dawkins ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der neue Atheismus

29.04.2014 um 15:26
@Noumenon
Warum glaubst du an einen Gott oder von mir aus auch an mehrere Götter?

Was ich nicht verstanden habe, wen subsumierst du unter "neuer Atheist"?
Es gibt innerhalb des Atheismus so viele Strömungen, dass du wohl den Grossteil der Atheisten mit deinen Posts garnicht erfasst.


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Der neue Atheismus

29.04.2014 um 15:37
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Es gibt innerhalb des Atheismus so viele Strömungen, dass du wohl den Grossteil der Atheisten mit deinen Posts garnicht erfasst.
Stimmt genau.

Ich persönlich zum Beispiel lehne die Bezeichnung 'Atheist' für mich gänzlich ab. Der Begriff ist einfach völlig überflüssig und ich verwende ihn nur dann für mich, wenn Monotheisten mich nach meinem Glauben fragen. Bei denen weiß man meistens nämlich, von welchem Fabelwesen genau die Rede ist.

Ansonsten aber, nenne ich mich genauso wenig 'Atheist', wie ich auch darauf verzichte mich 'A-fee-ist', 'A-Einhorn-ist', 'A-Osterhas-ist' oder ähnliches zu nennen. Ob antike Gottheiten, Märchengestalten der Brüder Grimm oder Volksfabelwesen oder eben Gott/Allah, sie sind für mich alle gleich irrelevant im alltäglichen Leben, wüsste also nicht wieso von denen ausgerechnet 'Gott' eine solche Sonderstellung inne haben sollte, als das ich mir einen Titel verleihe der dessen vermeintliche Existenz negiert.


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Der neue Atheismus

29.04.2014 um 16:06
aktives Arbeiten gegen die etablierten Religionen und den Versuch, Gläubige zum Atheismus zu konvertieren.
Traurig, dass sog. aufgeklärte Menschen so handeln müssen.

Religionen&Kirchen werden so oder so verschwinden und wenn Menschen immer noch glauben möchten, dann sollen sie das auch bitte tun können, ohne von anderen fertig gemacht zu werden.


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Der neue Atheismus

29.04.2014 um 16:33
Religionen wissenschaftlich zu erklären und Religion und Wissenschaft so in Einklang mit einander zu bringen
das funktioniert nunmal nicht, da religionen fanvereine von märchenbüchern sind...
das funktioniert nur wenn sich die religion anpasst. was kein großes problem seien sollte, sind die großen religionen (zumindestens in der zivilisierten welt) bereits völlig entkernt, weil die moral hinter den religionen so primitiv ist das selbst strenggläubige diese großteils ablehnen.
oder wann warst du das letztemal bei einer steinigung?
Zitat von zidanezidane schrieb:Ob antike Gottheiten, Märchengestalten der Brüder Grimm oder Volksfabelwesen oder eben Gott/Allah, sie sind für mich alle gleich irrelevant im alltäglichen Leben
aber, aber aber...
https://www.youtube.com/watch?v=30jWhjsdPnM


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29.04.2014 um 16:35
Zitat von eiieueiieu schrieb:Traurig, dass sog. aufgeklärte Menschen so handeln müssen.
solange der staat in den händen der kirchen ist ist das bürgerpflicht.
wenn ich mir so das GG ansehe könnte das brechen des tanzverbotes sogar ein legitimer akt des widerstandes sein...


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29.04.2014 um 16:39
Zitat von 25h.nox25h.nox schrieb:solange der staat in den händen der kirchen ist ist das bürgerpflicht.
Hm selbst wenn das so sein sollte, finde ich, kann man allen die daran glauben möchten ihren freuen Willen lassen und Satan,Gott,mich oder dich anbeten.

Ich finde man sollte als Gläubiger der Wissenschaft nicht versuchen zu missionieren, denn die Wissenschaft wird von allein Religionen zerstören und neue Generationen nicht-gottesfürchtiger Konsumenten heranzüchten.


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29.04.2014 um 16:43
Zitat von eiieueiieu schrieb:Hm selbst wenn das so sein sollte, finde ich, kann man allen die daran glauben möchten ihren freuen Willen lassen und Satan,Gott,mich oder dich anbeten.
klar, das ist so von unserem GG gewollt. aber es ist nicht der aktuelle zustand, unsere republik benachteiligt auf grund von klerikalen einfluß grundgesetzwidrig nicht christen.


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29.04.2014 um 16:46
@25h.nox

dafuq youre talking bout? :-)


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29.04.2014 um 16:51
@eiieu es gibt christliche feiertage, kirchenmitarbeiter haben keine arbeitnehmer rechte, der staat subventioniert die kirchen massiv, es gibt religionsunterricht auf staatskosten, etc...


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29.04.2014 um 16:59
Nur eine weitere von Menschen gemachte Sinnfreie dummheit.


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29.04.2014 um 17:17
@Lepus
Zitat von LepusLepus schrieb:Man könnte doch sagen:
"Es gibt immer noch keine Beweise, also bleibe ich erstmal dabei, dass es keinen Gott gibt. Mal gucken, was die Zukunft so bringt."

Das ist doch okay, oder?
Sicher. Es ist nur eine Hypothese, die kann nun jeder glauben oder nicht glauben, wie er lustig ist.
Zitat von LepusLepus schrieb:Da gab es doch mal so ein Zitat von einem Typen, dessen Namen ich ebenfalls vergessen habe... Wie war das nochmal...?

Also, jedenfalls kommt der Typ in den Himmel und Gott fragt:
"Warum hast du nicht an mich geglaubt?"
Typ: "Keine stichhaltigen Beweise, Gott... Keine stichhaltigen Beweise..."
Und das ist eben ein argumentum ad ignorantiam. Gäbe es stichhaltige Beweise, Belege o.ä., würden wir ja von 'Wissen' sprechen. Hier geht es aber nur um Glauben, eng verwandt mit der Meinung, verstanden als eine Form des Fürwahrhaltens einer beliebigen Hypothese (etwa 'Gott existiert'). Man kann wissen, man kann glauben, man kann glauben, zu wissen, man kann wissen, zu glauben, man kann kritisch glauben, unkritisch glauben... da gibt es so einige Facetten, die es immer ein bisschen zu differenzieren gilt. Von dogmatischen bis skeptischen Glauben ist das Spektrum jedenfalls weit gefächert, auch in Bezug auf die Frage nach Gott, und auch, wenn eine gewisse Mehrheit eher im dogmatischen Lager zu verorten sein mag.

@kleinundgrün
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Es sind keine. Jedenfalls nicht in der Art, wie Du es verstanden haben willst.
Na, da kommt ja gleich the next fail! :D
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Die Ausgangslage ist folgende:
Nein, genau das ist sie nämlich nicht! Und schon gar nicht in derart lächerlich-primitiver Weise, wie du sie hier darstellst.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Jemand hat sich ein übernatürliches Wesen ausgedacht und diesem bestimmte Attribute zugeordnet. Andere Menschen haben diesen Gedanken aufgegriffen, verändert und weiter entwickelt.
Mehr gibt es nicht. Es sind eine Menge Menschen, die eine Geschichte glauben.
Ich sehe hier nur einen Menschen, der Geschichten über vermeintliche Geschichten glaubt...
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Und hier mag man das zwar als 'argumentum ad ignorantiam' abtun, nur zielt das zu kurz. Wenn ich Dir erzähle, dass wir alle in einer Matrix leben würden und von Maschinen ausgebeutet würden - würdest du auch sagen, Du glaubst nicht daran. Weil außer einigen mehr oder weniger schlechten Filmen nichts dafür spricht.
Während deine Analogie ebenfalls bereits auf dem Bauch kriecht.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Nur weil etwas sein könnte, bedeutete das nicht, dass die Bloße Postulation dessen Existenz jemand anderen in eine Beweispflicht brächte.
Behauptet hier doch niemand.
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Sondern der andere darf sich hinstellen und sagen: "Nichts spricht dafür, dass diese Idee real sein könnte".
Was falsch ist, wenn du dich mal bspw. mit den Gedankengängen etwa eines Thomas v. Aquin oder Aristoteles vertraut machen würdest und welche Ideen überhaupt so alle mit dem Begriff "Gott" tradiert werden.

@Snowman_one
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Der Mangel an Beweisen ist der Grund warum ich nicht an einen Gott glaube.
Damit erkläre ich aber nicht die Gottesthese als falsch, sondern ich glaube ihr nicht bis es dafür genügend Beweise gibt.
Mir ist schon klar, dass du versuchst, dich dadurch aus der Schlinge zu ziehen, indem du einräumst, nicht die Nicht-Existenz Gottes zu behaupten. Und auch, dass du diese Hypothese nicht glauben willst, sei dir durchaus unbenommen (beides eigentlich Jacke wie Hose). Nur kann eben allein das Argument, dass es keine hinreichenden Beweise, Belege o.ä. gäbe, nicht als Begründung für einen solchen Glaubensstandpunkt herhalten, so wir nach wie vor nämlich nicht von 'Wissen' oder 'Fakten' sprechen, sondern von 'Glauben' und 'Hypothesen'. Mangelnde Evidenz liegt letztendlich bei jeder Hypothese vor, sonst wäre es ja keine mehr.

@Zyklotrop
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Warum glaubst du an einen Gott oder von mir aus auch an mehrere Götter?
Warum glaubst du, dass ich an einen oder mehrere Götter glaube? ;)
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Was ich nicht verstanden habe, wen subsumierst du unter "neuer Atheist"?
Erst einmal gar keinen. Dann fallen mir allmählich und dunkel Namen ein, die sich als Vertreter eines "Neuen Atheismus" outen, sowie eine Ansammlung von (atheistischen) Anhängern, die sich um jene selbsternannten "Neuen Atheisten" scharen.
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Es gibt innerhalb des Atheismus so viele Strömungen, dass du wohl den Grossteil der Atheisten mit deinen Posts garnicht erfasst.
Gleiches gilt für "den Theismus", "die Gläubigen" oder "die Religiösen".


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29.04.2014 um 17:36
@Noumenon
Jetzt verstehe ich, wie du das meinst. ^^


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29.04.2014 um 18:37
@Noumenon
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Mir ist schon klar, dass du versuchst, dich dadurch aus der Schlinge zu ziehen, indem du einräumst, nicht die Nicht-Existenz Gottes zu behaupten.
Ich finds seltsam das du keinen Unterschied zwischen den Aussagen
„Es gibt keinen Gott.“
und
„Ich glaube nicht an einen Gott“
siehst,
aber gut.
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Nur kann eben allein das Argument, dass es keine hinreichenden Beweise, Belege o.ä. gäbe, nicht als Begründung für einen solchen Glaubensstandpunkt herhalten
Es steht ja nicht alleine. Es kommt doch noch dazu dass die Theisten keinen guten Grund liefern können warum sie an die Existenz eines Schöpfers glauben.
Die Religionen können sich nicht mal eine auf eine Definition von Gott einigen.
Ja jeder Gläubige scheint mit Gott etwas anderes zu meinen, so zumindest meine bisherige Erfahrung.

Das spricht ebenfalls nicht gerade für einen Gott. Das fehlen der Beweise kommt einfach noch hinzu.


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29.04.2014 um 18:47
@Snowman_one
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Im Zusammenhang wie er es sagte schon. Denn Dawkins sagte ja das man die Bibel nicht brauchen kann um einen Gott zu Beweisen, sie aber wohl als geschichtliches Werk herhält.
Na dann wenn der Dawkins die Bibel als geschichtliches Werk herhält dann erkennt er wohl auch die Auferstehung Jesu als geschichtliches Zeugnis an und somit ein Beweis für gottes Existentz.
Ist doch logisch oder ?


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29.04.2014 um 18:53
@Noumenon
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Warum glaubst du, dass ich an einen oder mehrere Götter glaube? ;)
Deine Art hier über Atheismus und Atheisten zu schreiben brachte mich auf die Idee. Aber du hast ja recht, die Frage muss anders formuliert werden.
Glaubst du an einen Gott, eine übergeordnete Entität und/oder einen Schöpfer?
Wenn ja, wie nennst du ihn, sie, es?
Man kann glauben, dass es einen Gott gibt und man kann glauben, dass es keinen Gott gibt. Man kann die Diskussion über ihn für überflüssig halten. Verlässliche Aussagen werden sich wohl kaum treffen lassen. Was bringt deiner Meinung jemanden dazu (was bringt dich dazu, falls es so ist) an einen Gott ect. zu glauben obwohl er schon per definitionem mit Mitteln der menschlichen Vernunft nicht erfassbar ist und keinerlei wissenschaflich valide belegte Daten über seine Existenz vorliegen?

@Threadkiller2
2*3=4 Widewitt und 3 macht neune?


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29.04.2014 um 18:55
@Threadkiller2
Finde ich jetzt nicht so logisch.
Die Tatsache das z.B. Städte erwähnt werden die auch tatsächlich existieren, trägt zu den Beweisen für die aussergewöhnlichen Aussagen,
wie Wunder, die in der Bibel erwähnt werden, leider nichts bei.
Diese bleiben unbelegt.

Das ist am ehesten noch ein Eingeständnis Dawkins das die Bibel zumindest als geschichtliches Werk zu gebrauchen ist. :)


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29.04.2014 um 19:02
@Snowman_one
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Die Tatsache das z.B. Städte erwähnt werden die auch tatsächlich existieren, trägt zu den Beweisen für die aussergewöhnlichen Aussagen,
Hat er sich zu dem Inhalt diesbezüglich über der Bibel geäußert wie von dir beschrieben ist ?


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29.04.2014 um 19:07
@Threadkiller2
Die Edda ist auch ein geschichtliches Werk, also skann man nach deiner Logik wohl davon ausgehen, dass die nordischen Götter auch alle existieren.^^
Ähnliches gilt für alle anderen Götter- und Heldensagen auch und zwar ganz gleich aus welchem Kulturkreis und Zeit sie stammen.
Wolltest du das so verstanden wissen oder hast du einfach vor deinem Post nicht nachgedacht?


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29.04.2014 um 19:25
@Zyklotrop
Ein guter Einwurf das muss ich zugeben, werde diesbezüglich nachdenken :)


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29.04.2014 um 21:19
@Snowman_one
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Ich finds seltsam das du keinen Unterschied zwischen den Aussagen
„Es gibt keinen Gott.“
und
„Ich glaube nicht an einen Gott“
siehst,
aber gut.
Und ich find's seltsam, wie du da einen Unterschied an den Haaren herbeiziehen willst. Aber naja, gut...
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Es steht ja nicht alleine. Es kommt doch noch dazu dass die Theisten keinen guten Grund liefern können warum sie an die Existenz eines Schöpfers glauben.
Dass hängt erstens davon ab, was man überhaupt unter "Gott" versteht. Früher haben die Menschen - etwa im alten Ägypten - bspw. einen Sonnengott verehrt, eine Personifikation der Sonne - Hylozoismus, sowie den Dingen in der Natur irgendwelche Anthropomorphismen zuzuschreiben, war damals eben in. Eine Art allmächtiges, allwissendes, allgütiges Fabelwesen - wie etwa den christlichen Schöpfergott - kann man nun natürlich für ziemlich absurd halten. Huitzilopochtli macht bspw. ebenfalls wenig Sinn. Und es ist auch richtig, sich von solchen Personifikationen zu verabschieden, nur sollte man dabei nie vergessen, WAS genau hier eigentlich - etwa im Falle von Huitzilopochtli oder dem christlichen Schöpfergott - personifiziert wird. Solange man das nicht versteht (was auch und insbesondere für die meisten Gläubigen gilt), bleibt man auf dem Holzweg.

Und zweitens gibt es - wenn man erst einmal verstanden hat, was genau da eigentlich personifiziert wird und worum es überhaupt geht - sehr wohl Argumente für Gott, und zwar durchaus ziemlich starke, falls man nicht gerade ein Fan des Infiniten Regresses und Anhänger des Infinitismus ist...
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Die Religionen können sich nicht mal eine auf eine Definition von Gott einigen.
Der Einwand, "die Religionen" können sich ja noch nicht einmal auf eine Definition von Gott einigen, zählt ja nun wirklich mit zu einer der lächerlichsten Schenkelklopfer-Plattitüden, die Atheisten jemals zu Felde geführt haben. Schon einmal von Heterodoxie oder Meinungspluralismus gehört?! Oder davon, dass Definitionen selbst von Wissenschaftstheoretikern eher als nebensächlich angesehen werden?!
Wikipedia: Definition#Karl R. Popper
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Ja jeder Gläubige scheint mit Gott etwas anderes zu meinen, so zumindest meine bisherige Erfahrung.
'Schöpfer der Welt', 'Ursprung allen Seins', 'Urheber und Gestalter der Wirklichkeit' - darin ist sich bis in die Philosophie hinein eine überwältigende Mehrheit einig. Dass darüberhinaus dann jeder auch noch so seine eigene, persönliche Vorstellung von dem haben mag, was da mit "Gott" bezeichnet wird, ist ein anderes Paar Schuh'.
Zitat von Snowman_oneSnowman_one schrieb:Das spricht ebenfalls nicht gerade für einen Gott. Das fehlen der Beweise kommt einfach noch hinzu.
Offenbar auch nicht gerade dagegen, da Scheinargument.

@Zyklotrop
Glaubst du an einen Gott, eine übergeordnete Entität und/oder einen Schöpfer?
Wenn ja, wie nennst du er, sie, es?
Ich schließe jedenfalls nicht die Möglichkeit aus, dass sich das hinter dem Begriff "Gott" stehende Konzept als richtig erweisen könnte, bzw. halte es eigentlich sogar für ziemlich plausibel. Die Frage nach Gott ist die Frage nach dem Ursprung des Kosmos. 'Kosmos' kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie 'Ordnung', unterschieden vom ungeordneten Chaos und der bloßen Zufälligkeit. Die Ordnung (heute sagen wir dazu 'Naturgesetze & -konstanten') sind der Grund, warum die Dinge so sind, wie sie sind, aber was ist der Grund für die Ordnung selbst, welcher dann von vielen als "Gott" bezeichnet wird?
Eine mögliche Antwort wäre: Es gibt keinen Grund, die Ordnung des Kosmos bestand schon immer und ergibt sich aus Notwendigkeit (in diesem Fall hätte wohl der eine oder andere Vertreter des Pantheismus in Bezug auf Gott recht gehabt: Gott ist identisch mit dem Kosmos - der "Ordnung und Harmonie" im Universum). Eine andere Antwort wäre, dass sich rein zufällig und willkürlich - etwa beim Urknall - irgendeine Ordnung manifestiert hat: Die Ordnung selbst ergäbe sich weniger mit Notwendigkeit, sondern als das Produkt eines höheren Prinzips (Stichwort: 'Spontane Symmetriebrechung') und vor allem des Zufalls. Eine dritte Antwort wäre noch, dass jegliche Ordnung (und wohl auch jegliche Unordnung) quasi gleichberechtigt "nebeneinander" existiert: Aus irgendeinem Grund gibt es logisch-physikalische und in sich geschlossene Möglichkeitsräume, denen jeweils für sich eine eigene Ordnung aufgeprägt ist, was in manchen Fällen dann bspw. auch in der Existenz von pseudo-riemannschen Mannigfaltigkeiten (unsere Raumzeit) mit ganz spezifischen Naturgesetzen & -konstanten resultiert, wo dann auch irgendwann einmal so etwas wie "Leben" und "Bewusstsein" entsteht. Das wäre dann in etwa das, was Max Tegmark mit seiner 'mathematical universe hypothesis' vertritt: Nahezu alles, was mit Hilfe von mathematischen Theorien beschrieben werden kann - darunter auch unser Universum - ist real.

Und ich persönlich tendiere eben eher zu der Ansicht, dass es einen tieferen Grund, eine fundamentalere Erklärung dafür gibt, weshalb das Universum gerade der Ordnung folgt, der es nun einmal folgt, und welche dann u.a. und vornehmlich eben zur Entstehung und Entwicklung von Leben und bewussten Lebewesen führt...
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Man kann glauben, dass es einen Gott gibt und man kann glauben, dass es keinen Gott gibt. Man kann die Diskussion über ihn für überflüssig halten. Verlässliche Aussagen werden sich wohl kaum treffen lassen. Was bringt deiner Meinung jemanden dazu (was bringt dich dazu, falls es so ist) an einen Gott ect. zu glauben obwohl er schon per definitionem mit Mitteln der menschlichen Vernunft nicht erfassbar ist und keinerlei wissenschaflich valide belegte Daten über seine Existenz vorliegen?
Wessen Definition soll das genau sein?! Meine jedenfalls nicht. Und zu den "keinerlei wissenschaftlich valide belegten Daten" sagte ich ja auch schon etwas. Abgesehen davon lagen "keinerlei wissenschaftlich valide belegten Daten" übrigens selbst im Falle der sog. "Atome" vor - ist noch gar nicht so lange her, vllt. etwa 150 Jahre. Was brachte eigentlich die Menschen dazu, ca. 2500 Jahre an die Existenz von Atomen zu glauben, wo sich die Welt doch auch auf Basis der Vier-Elemente-Lehre erklären ließ und obwohl "keinerlei wissenschaftlich valide belegten Daten" bzgl. der Existenz von Atomen vorlagen? Oder wird hier, wie so häufig, mal wieder mit zweierlei Maß gemessen?! ;)


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