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Autisten in der Arbeitswelt

90 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: JOB, Autismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Autisten in der Arbeitswelt

04.09.2014 um 14:46
Zitat von illikillik schrieb:Ich hasse niemanden. Ich mag einfach nicht mit gewissen Leuten Kontakt haben. Und Behinderte gehören zu dieser Gruppe.
Das kann ich sogar ein wenig verstehen. Ich hätte z.B ungern Kontakt mit Nazis und Fundis, die anderen ihre Ansichten aufzwingen wollen (lässt sich ja zum Glück vermeiden), ebenso wenig mit intriganten, hinterhältigen und gemeinen Menschen, da diese wenn sie wirklich wollten, ihre Einstellung ändern können.

Merkst du den Unterschied zu behinderten Menschen?


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Autisten in der Arbeitswelt

04.09.2014 um 15:32
@Pallas
Jap.


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Autisten in der Arbeitswelt

17.02.2020 um 21:04
In der Schweiz kennt mam sich leider zu wenig damit aus, deshalb wurde es bei mir erst Jahrelang später entdeckt und auch kaum Chance in der Arbeiswelt hier.


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Autisten in der Arbeitswelt

17.02.2020 um 23:26
@Natsuki
Ich kenne zwei Autisten, bei einem gabs die Diagnose mit 12 und bei ihr erst mit 20.

Er arbeitet „normal“ als Angestellter, sie arbeitet in einer Werkstätte für Menschen mit Behinderung.

Es kann also völlig unterschiedlich verlaufen, es kommt wohl darauf an wie es ausgeprägt ist.

Wohnst du noch in der Schweiz? Darf ich fragen, wieso du meinst, keine Chance zu haben? Bzw. wie schränkt dich dein Autismus im Alltag ein?


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Autisten in der Arbeitswelt

18.02.2020 um 00:07
Ja klar.
Kommunikation und Sozial sind eingeschränkt.


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Autisten in der Arbeitswelt

18.02.2020 um 00:08
Ich kenne meine Diagnose erst seit letztes und bin jetzt 23.


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Autisten in der Arbeitswelt

18.02.2020 um 00:12
- Konzentrationiosschwäche
- bei Überforderung oder Stress > Agressionen
- Manchmal Licht- und Geräuschempfindlich
- manche Emotionen nicht verstehen zb Ironie
- manchmal erkenne ich nicht Farbunterschiede
Etc.

Vorteil: Fotografisches Gedächnis und Wissen


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Autisten in der Arbeitswelt

18.02.2020 um 08:43
@Natsuki
Zitat von NatsukiNatsuki schrieb:Vorteil: Fotografisches Gedächnis und Wissen
Also irgendwo meinte ich gelesen zu haben, dass in bestimmten Bereichen Autisten gesucht werden, genau wegen solcher Eigenschaften.

Die Person die ich kenne, hat in einer Gruppentherapie gute Erfolge bzgl Kommunikation erreicht.

Gibts es sowas in deiner Umgebung oder auch Selbsthilfegruppen?

Hast du denn einen bestimmten Berufswunsch?


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Autisten in der Arbeitswelt

18.02.2020 um 08:47
Zitat von AljanaAljana schrieb:Also irgendwo meinte ich gelesen zu haben, dass in bestimmten Bereichen Autisten gesucht werden, genau wegen solcher Eigenschaften.
Ok jetzt weiss ich wieder wo ich das gelesen habe, im EP 😀
Zitat von KcKc schrieb am 31.08.2014:Und würdet ihr mit autistischen Kollegen zusammenarbeiten oder tut dies bereits? Was sind eure Erfahrungen?
Und um die Frage noch zu beantworten: Ja würde ich auf jeden Fall! Das sind Menschen mit interessanten Fähigkeiten und Sichtweisen und man kann auch etwas von ihnen lernen!


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Autisten in der Arbeitswelt

18.02.2020 um 17:16
Als selbst betroffene möchte ich mal dazu sagen das es zwar nicht einfach, aber durchaus möglich ist, mit Autismus ohne irgendwelche Föderungsprogramme etc. Arbeit zu finden. Als ich auf dem Arbeitsmarkt kam, gab es sowas noch nicht und ich war eh auf mich gestellt. Ich hatte zunächst die übliche akademiker Ausbildung habe mich dann aber bewußt fürs Handwerk entschieden, was keiner verstanden hat. Mittlerweile arbeite ich in dem bereich über 30 Jahre allerdings in verscheidenen Firmen. Es läuft aber gut.

Letztes Jahr hatte ich mich entschlossen mich dem Chef gegenüber zu outen. War keine so gute Idee ich habe den Eindruck das ich seitdem öfter zum Ventil der Frustrationen der Kollegen werde, aber wirklich stören tut´s mich nicht. Bin mit Mobbing aufgewachsen. Wenns mir reicht spreche ich es direkt an, frage auch in Extremfällen ganz klar ob ich kündigen soll. Meist klärt sich alles auf, aber es war für mich nicht einfach das alles zu lernen und umzusetzen.


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Autisten in der Arbeitswelt

18.02.2020 um 19:03
@Umelli

In den 60ziger Jahren war die Bezeichnung Autismus noch nicht bekannt. Gab es auch zu dieser Zeit.
Nur wurde sie nicht so definiert.

Jeder egal welcher IQU, gab es damals auch noch nicht, bekam einen Schulabschluss. Oder er landete auf eine Hilfsschule, wobei auch die meistens sich beruflich etablieren konnten.

In der Arbeitswelt haben diagnostizierte Autisten es schwer. Sie werden als anders definiert und das finde ich beschämend, denn die Leistung sollte anerkannt werden.
Auch wenn die nicht erbracht werden kann, unterscheidet sich der Autist nicht von den Normalos.
Ohne Diagnose lebt es sich leichter und unbeschwerter.


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Autisten in der Arbeitswelt

18.02.2020 um 20:32
Zitat von AgathaChristoAgathaChristo schrieb:In den 60ziger Jahren war die Bezeichnung Autismus noch nicht bekannt. Gab es auch zu dieser Zeit.
Nur wurde sie nicht so definiert.
Vor mehr als 50 Jahren hätte man einen solchen Menschen als "Sonderling" bezeichnet, etwas später in den 70ern als introvertiert.
Oder man hätte etwas herumgeeiert und die Sache umschrieben. "Du rennt herum, als ob du vom Mars kommst" hat mir 1973 mal ein Lehrer gesagt.
Ich bin ein leichter Fall, kann Emotionen und Gefühle verstehen. Trotzdem war es in der Schule und nachher bei der Arbeit nicht immer einfach. Da wird ein angepasstes Verhalten verlangt und wenn man dass nicht bietet (oder bieten kann) geht das Mobbing los.
Nun ja, ich habe gelernt, dass die Ansprache "Das geht so nicht", die bei einer Kollegin einen Weinkrampf auslöste und dann beim Chef zu einem Wutanfall mit Rauswurf-Androhung eben beim nächsten Mal bedeutend besser "verpackt" werden musste und dann in Ordnung war.
Obwohl mir die Reaktion bis heute ein Rätsel ist. Brauchen "die" (der Rest der Menschheit) tatsächlich alle zuerst mal drei Minuten verlogene Lobhudelei (mit entspechenden Minenspiel) um sich dann so gut zu fühlen, dass sie eine sachliche Kritik vertragen können? Ich brauch das nicht. Sachliche Begründung reicht. Fertig. Manchmal frage ich mich, wer hier eigentlich den Hau hat...
Soweit ein kleines Beispiel aus der Welt der Autisten.
Es gibt aber auch wirklich schwere Fälle. Einer wurde im Keller des Amtsgebäudes so gut versteckt, dass ich ihn nur ein Mal bei der Vorstellungsrunde gesehen habe.
Ich wurde übrigens bevorzugt mit den schwereren Fällen zusammengesetzt. Und bin hervorragend mit ihnen ausgekommen. Man darf auf keinen Fall ihre Abläufe und Rituale stören. Der Arbeitskollege brauchte z.B. etwa eine Viertelstunde, um sich von seinem Arbeitsweg (15 Minuten mit der Straßenbahn) geistig zu erholen. Erst dann war er ansprechbar. Und wenn er dann von den schrecklichen Menschen in der Straßenbahn erzählte musste man das ernst nehmen. Für ihn war dass so.
Ich konnte dass gerade noch so nachvollziehen. Für die Anderen dürfte dass völlig strange gewesen sein.


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Autisten in der Arbeitswelt

19.02.2020 um 11:11
Zitat von Lupo54Lupo54 schrieb:Obwohl mir die Reaktion bis heute ein Rätsel ist. Brauchen "die" (der Rest der Menschheit) tatsächlich alle zuerst mal drei Minuten verlogene Lobhudelei (mit entspechenden Minenspiel) um sich dann so gut zu fühlen, dass sie eine sachliche Kritik vertragen können? Ich brauch das nicht. Sachliche Begründung reicht. Fertig.
Das hat nichts mit Autismus zu tun, sondern mit der Frage, wie selbstsicher man ist.

Es gibt Menschen, die kommen mit sachlicher Kritik klar und begrüßen sie. Und es gibt Menschen, die jede Form von Kritik als persönlichen Angriff wahr nehmen. Das ist eine Frage der Persönlichkeit.
Erstere sind im "zwischenmenschlichen Umgang" eher unproblematisch. Aber letztere gibt es eben auch und mit denen kann man nur konstruktiv zusammenarbeiten, wenn man diese Befindlichkeiten erkennt und sie handhaben kann.
Und da fällt es Menschen mit weniger ausgeprägtem Empathiefähigkeit natürlich sehr schwer, da einen verträglichen Umgang zu finden. Und man steht dann schnell als unsozial da.


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Autisten in der Arbeitswelt

19.02.2020 um 11:14
Wenn du in den End 70ern nicht warst wie *Rain Man*, dann warst du kein Autist. Das Wort geisterte trozdem ab und an durch meine Kinderkrankengeschichte zusammen mit Hyperaktivität und ähnlichem - als eine vieler Möglichkeit warum ich * so komisch* bin.

Wirklich raus kam der ganze Spaß erst, als ich mich von mir aus habe testen lassen - da war ich weit über 30. Meine Familie akzeptierts bis heute nicht - ich soll mich nicht so anstellen oder man unterstellt mir Aufmerksamkeits Defizite. Alles nicht mein Problem.
Mein Chef behälts für sich, weil er selber schon nicht weiß wie er mit mirzumgehen soll. Eine Kollegin dies zufällig mitbekommen hat, wollte es nicht glauben sagte dann aber trozdem das sie jetzt weiß, warum ich * so komisch* bin. Zum Glück habe ich auch nur eine leichte Form, kann aber Gefühle, Gesichtsausdrücke geweige denn Gestik richtig einordnen.

Um deine Frage zu beantworten Lupo: ja sie brauchen die Lobhudelei... und immer lächeln - zumindest innerlich - egal was für ein Scheiß läuft. Ich weiß nicht wie oft ich mich schon mit ehrlicher Direktheit in die Nesseln gesetzt habe. heute habe ich eine gewisse anzahl an auswendig gelernter Sätze und Antworten für kleinere Dinge und Probleme im Alltag, damit es wegen sowas nicht auch noch Ärger gibt. Hätte ich die nicht einstudiert, hätte man mich wahrscheinlich nie eingestellt. Ist zwar niemals echt, aber für mich und die anderen einfacher miteinander aus zu kommen.


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Autisten in der Arbeitswelt

19.02.2020 um 11:39
Zitat von UmelliUmelli schrieb:schon mit ehrlicher Direktheit in die Nesseln gesetzt habe.
Rein sachlich ist zB ein Baby hässlich. Trotzdem wird man das einer jungen Mutter nicht sagen und sie auch nicht fragen, ob sie ihr Übergewicht wieder verlieren möchte.
Und der Schwiegermama wird man beim ersten Besuch nicht mitteilen, dass ihr gekochtes Essen nicht schmeckt.
Das muss man erlernen :)


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Autisten in der Arbeitswelt

19.02.2020 um 12:23
Zitat von KybelaKybela schrieb:Trotzdem wird man das einer jungen Mutter nicht sagen
Und warum nicht? Weil man als - nennen wir es mal ""normal" - empathischer Mensch intuitiv weiß, dass ein Gespräch in vielen Fällen nicht nur dem Austausch von Informationen dient. Sondern der Stärkung des sozialen Gefüges.

Erkennt man das nicht, bzw. ist einem diese Funktion der Kommunikation wesensfremd, dann sieht man eine Frage und man beantwortet sie inhaltlich nach bestem Wissen.
Die Frage: "Habe ich das gut gemacht", dient in der Arbeit nicht unbedingt (nur) dazu, eine Basis für eine Selbstreflektion zu begründen - sondern sie soll in vielen Fällen einfach das Zusammenleben, das Gemeinschaftsgefühl stärken. Ein "Das war aber Kacke, die mieseste Arbeit, die ich lange gesehen habe", ist dann inhaltlich ggf. richtig, entspricht aber nicht dem Sinn der Frage.

Kann man nicht "lesen", was der Frager bezweckt (Ehrlichkeit oder Sozialisierung), hat man natürlich ein Problem. Dann steht man schnell als Arschloch da und wird gemieden. In Folge davon, baut man sich eine Strategie - man lernt Lügen, die man entgegen besseres Wissen erzählt. Das klappt dann meist einigermaßen, aber häufig auch nicht. Manchmal wollen Menschen eine ehrliche Einschätzung, manchmal eine weitgehend ehrliche Einschätzung mit etwas Zuckerguss, manchmal viel Zuckerguss mit etwas Ehrlichkeit und manchmal nur Zuckerguss. Erkennt man nicht, was gewollt ist, schlägt die Sozialisierung mit der Person eher fehl.


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Autisten in der Arbeitswelt

19.02.2020 um 12:43
Ein gutes Beispiel ist Smalltalk.

Bringt es mich intellektuell weiter, wenn ich mich mit jemandem über das Wetter, das Königshaus von England oder sonst eine Banalität unterhalte?
Natürlich in aller Regel nicht. Betrachtet man den Informationsgewinn, ist das verlorene Zeit.

Aber es ist eben nicht der primäre Sinn von Smalltalk, Informationen zu transportieren. Sondern der Sinn ist, angenehme Zeit miteinander zu verbringen, den anderen kennen zu lernen, etwas gemeinsam zu tun. Das begründet oder festigt soziale Nähe.
Menschen sind grundsätzlich misstrauische Wesen. Die Evolution hat uns dazu gemacht. Fremde Dinge als "erst mal gefährlich" einzuordnen, macht das Überleben wahrscheinlicher.
Nur stellt uns das bei fremden Menschen vor Probleme. Wir wollen in aller Regel ja nicht alle anderen als potentielle Feinde betrachten, weil wir in dem Fall ein Leben lang alleine wären. Und was kann man da machen?
Man redet miteinander, verbringt Zeit miteinander, bis man sich aneinander gewöhnt hat und die intuitive Angst weg ist. Und am besten geht das, wenn der andere möglichst nicht zu fremd bleibt. Also wenn es ähnliche Interessen und Ansichten gibt. Wenn man "Zuckerguss" verwendet.

Man kann natürlich den Standpunkt vertreten: "Ich verschwende keine Zeit mit Befindlichkeiten, ich rede Tacheles. Wer das nicht mag, kann mir den Buckel runter rutschen.".
Das kann man so machen. Doch sofern man nicht großes Glück hat und Menschen trifft, die damit klar kommen, ist man alleine. Ein sozialer Außenseiter. Weil man nicht dazu beiträgt, soziale Schranken zu überwinden. Und das ist schrecklich für alle Betroffenen, weil sie subjektiv nichts falsch machen und trotzdem scheinbar grundlos gemieden werden. Nur hat jeder Mensch trotzdem das Bedürfnis, dass andere für einen da sind. Man kann sich eine Weile vor machen, dass man absoluter Einzelkämpfer ist. Aber in aller Regel würde man sich mit (etwas) menschlicher Nähe wohler fühlen.

Wer also intuitiv Smalltalk als den Abgrund der Hölle betrachtet und lieber mit der Katze als dem Nachbarn spricht, muss wohl irgend einen Tod sterben. Sich zwingen, am sozialen Leben teil nehmen oder akzeptieren, dass man außen vor bleibt.


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Autisten in der Arbeitswelt

19.02.2020 um 14:10
@Lupo54
Danke für Deinen informativen Bericht!

Ich arbeite sehr gerne mit Autisten zusammen. Bei uns arbeiten einige im IT Bereich. Sie sind hoch intelligent, haben enormes Fachwissen und sind motiviert.

Ich finde deren „Eigenheiten“ nicht schlimm, im Gegenteil.
Autisten sind geradlinig, lästern nicht und sind sehr hilfsbereit. Ich mag Autisten wirklich gerne.


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Autisten in der Arbeitswelt

19.02.2020 um 15:28
Mir kommt es so vor, als lasse sich Autismus, der auch als Autismusspektrumstörung, als atypischer Autismus oder Asperger Autismus bezeichnet wird, heute kaum noch auf einen Nenner bringen. Ein ganzes Spektrum an Störungen oder atypische Symptome weisen ja schon auf die Schwierigkeit einer klaren Definition hin.
Ich vermute, dass zahlreiche seltene Syndrome mit komplizierten Namen, die vor 30 Jahren noch sehr oft aufgetaucht waren, weggefallen sind und heute als Autismus diagnostiziert werden? Wo der ganze Asperger Autismus plötzlich herkommt, ist mir aber dennoch ein Rätsel? Wenn ich die hier genannten Symptome lese, wird mir der Unterschied zwischen geringer sozialer Kompetenz oder sozialer Unbeholfenheit (niedriger EQ) und Asperger zumindest nicht ganz deutlich.

Meiner Meinung nach bestehen die einzigen Gemeinsamkeiten aller Autisten, lediglich darin dass sie (wie eigentlich jeder Mensch) feste Strukturen benötigen und zudem einen Dickkopf besitzen. Ich kenne sehr viele diagnostizierte Autisten (über 100), von denen die meisten Gefühle zeigen können, Freunde haben und einige sogar Ironie verstehen. Allerdings sind sie entwicklungsverzögert, konzentrationsschwach und kognitiv so eingeschränkt, dass sie fast alle in einer Werkstatt arbeiten (bzw. arbeiten werden). Darunter sind aber auch Autisten, für die selbst keine Arbeit in einer Werkstatt möglich ist. Von den mir bekannten Autisten wäre keiner in der Lage, ein Diskussionsforum mit verständlichen Beiträgen zu bereichern. Ihre super selten auftretenden Inselbegabungen sind auch nicht besonders nützlich (vorzugsweise das, was in Kolonnen oder Tabellen funktioniert: alle Fahrpläne, sämtliche Bundesligasaisonergebnisse, alle Geburtstage etc.... wissen).

Ich schätze, dass es in diesem Thread um die Arbeit von Asperger Autisten gehen soll, die keine (oder nur wenige?) kognitive Einschränkungen besitzen. Um Missverständnisse auszuschließen, schlage ich deshalb vor, den Titel dieses Threads in "Asperger Autismus" oder "Asperger Autisten in der Arbeitswelt" umzubenennen.


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Autisten in der Arbeitswelt

19.02.2020 um 18:20
hmh

Ich hatte zu meiner Zeit als Auszubildende folgende Probleme : mir wurde vorgeworfen, ich würde mich nicht genug integrieren, weise andere ab (eigentlich saß ich meist einfach nicht bei den anderen mit am Mittagstisch, da ich es total ekelig finde, anderen beim essen zu zu sehen und ich eben gerne .. alleine bin xD), würde mich leicht ablenken lassen. Zudem wurde bemängelt, dass ich mich zu leicht ablenken ließ (manchmal sind die Vögel draußen oder jemand der zum 5. mal anfährt, um in eine Parklücke zu kommen doch vielmals interessanter. Unter anderem fand meine Chefin es enttäuschen, dass sie sich nicht gut mit mir unterhalten konnte, da ich zwar immer freundlich geantwortet hätte aber von meiner Seite dann nichts weiter gekommen ist. Jo. Allerdings wechselte ich auch alle 4 Monate den Bereich, was für mich extrem anstrengend war. Auch viel es den meisten auf, dass ich bei hoher Geräusch Kulisse ein wenig neben der Spur war und leicht gereizt bin. Als letztes natürlich die mangelnde Motivation, lag aber daran, dass mir die Arbeit im Lager echt auf dem strich ging. Dafür wäre ich auch nicht eingeteilt worden, wäre wäre ... ist eigentlich auch egal. Es ist laut, stinkig .. ich führe es mal nicht weiter aus, damit sich hier keiner beleidigt fühlt. Als ich dann im IT Bereich war, wurden lediglich meine Kenntnisse gelobt und vom kommunikativen wurde nichts erwähnt. In der Schule ähnliches.


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