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Autisten in der Arbeitswelt

90 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: JOB, Autismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Autisten in der Arbeitswelt

19.02.2020 um 18:27
@kosmonautin
Ich schätze, dass es in diesem Thread um die Arbeit von Asperger Autisten gehen soll, die keine (oder nur wenige?) kognitive Einschränkungen besitzen. Um Missverständnisse auszuschließen, schlage ich deshalb vor, den Titel dieses Threads in "Asperger Autismus" oder "Asperger Autisten in der Arbeitswelt" umzubenennen.
Hier geht es um jede Form von Autismus nicht nur über Asperger


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Autisten in der Arbeitswelt

19.02.2020 um 19:52
@Aljana

Ja war sogar in einem Kurs für Erwachsene mit Autismus um zu lernen wie damit umzugehen.

Mein Ausbildung habe ich als Pferdewartin mit 1.7 letztes Jahr abgeschlossen aber leider bisher kein Erfolg bei der Jobsuche gefunden. In der Schweiz leider sehr schwer. Weil genügend Wissen hätte ich, da ich unzählige Bücher darüber gesammelt hatte und viele Dokus darüber mir angeschaut.

Meine Traumwunsch wäre in der Bibliothek oder im Archiv zu arbeiten, nur leider sehr hohe Anforderungen und wenig Jobs. Genauso mit Tieren oder anderen Bereichen wo man mit viel Wissen punkten kann.


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Autisten in der Arbeitswelt

19.02.2020 um 20:00
@wanagi
Die Forderung, gleich den Thread umzubenennen war sicherlich etwas übertrieben.

Ich finde es aber schwierig, über Autismus und den Arbeitsmarkt zu diskutieren, ohne eine Differenzierung dieser Erkrankung vorzunehmen.
Selbstverständlich haben Menschen mit einem Behindertenausweis ganz andere Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt als Menschen, die keinen haben. Ob Asperger Autisten einen Schwerbehindertenausweis besitzen (möchten?) und wie der Schweregrad ist, weiß ich nicht.
Grundsätzlich bietet er bei der Arbeitssuche (und schon zu Schulzeiten bei der Praktikumsuche) unendlich viele Möglichkeiten.


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Autisten in der Arbeitswelt

20.02.2020 um 10:50
Zitat von KybelaKybela schrieb:Rein sachlich ist zB ein Baby hässlich.
und genau hier liegt der Haken was machst du wenn dir diese Intuition schlichtweg fehlt, wenn du diesen baustein einfach nicht hast?! Deine Antwort klingt, als wenn du nem Blinden sagst " sieh mal richtig hin" ;-)

Hier wurde gefragt wo eigentlich die ganzen Autisten neuerdings herkommen. Ich denke nicht das die Zahl sich vergrößert hat. Aber unsere Gesellschaft ist komplizierter geworden die sozialen Anforderungen des Einzelnen an seine Mitmenschen größer. In der wilhelminischen Zeitalter gabs ganz sicher genau so viele Autisten wie heute, nur in einer Gesellschaft in der jeder und alles seinen Platz hatte bis hin zum geregelten, zeitlich festgelegnten Tagesablauf fällter leichter/ stiller Autismus nicht auf und der Autist fühlt sich evtl. in so einer Gesellschaft sogar wohl.

Autismus ist in seinen Grundzügen seit 1911 bekannt ( siehe Wikipedia). Interessant das er erst nach dem ersten Weltkrieg entdeckt wurde, als die Menschen das gesellschftl Korsett der Kaiserzeit zuumindest versuchten abzulegen. Asperger wird seit 1920 als eigenständiger Autismus entdeckt. Also nix mit in den 60 ern wußten die davon noch nix. Eines ist alledings richtig - in den 60 ern nund 70 ern sah man Autismus als Randerscheinung und sie wurde beim normalen ( Kinder) Arzt nur untersucht, wenn extreme Verhaltens - Auffälligkieten vorlagen. Da kann man zB als Asperger schon mal durchs Raster gefallen sein.


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Autisten in der Arbeitswelt

20.02.2020 um 11:02
Zitat von UmelliUmelli schrieb:Deine Antwort
"kann man lernen".
Man kann Smalltalk lernen. Man lernt, dass "runzlig" nicht die geeignete Beschreibung eines Säuglings (in der Anwesenheit der Mutter) ist.
Zitat von UmelliUmelli schrieb:nem Blinden sagst " sieh mal richtig hin"
ein Blinder lernt mit seinem Stock und seinen Fingern zu sehen.


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Autisten in der Arbeitswelt

20.02.2020 um 13:18
Zitat von kosmonautinkosmonautin schrieb:Grundsätzlich bietet er bei der Arbeitssuche (und schon zu Schulzeiten bei der Praktikumsuche) unendlich viele Möglichkeiten.
Im öffentlichen Dienst ja. Im privaten Sektor kann das auch nachteilig sein. Mehr Urlaub, deutlich schlechtere Kündigungsmöglichkeiten etc. können einen Arbeitgeber auch eher abhalten, diesen Bewerber einzustellen.
Zitat von KybelaKybela schrieb:ein Blinder lernt mit seinem Stock und seinen Fingern zu sehen.
Er wird Dir aber nie ein Bild beschreiben können. Er kann eine Beschreibung auswendig lernen und wiedergeben. Aber jemand, der eine zwischenmenschliche Situation nicht oder nicht gut einschätzen kann, hat es beim Kontakt mit anderen Menschen einfach schwerer. Man kann sich sicher "Standardverhaltensweisen" antrainieren. Aber diese passen halt manchmal nicht und blöderweise merkt man dann eben nicht, wenn sie nicht passen. Bzw. man merkt es in aller Regel zu spät.


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Autisten in der Arbeitswelt

20.02.2020 um 14:41
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:kosmonautin schrieb:
Grundsätzlich bietet er bei der Arbeitssuche (und schon zu Schulzeiten bei der Praktikumsuche) unendlich viele Möglichkeiten.
Im öffentlichen Dienst ja. Im privaten Sektor kann das auch nachteilig sein. Mehr Urlaub, deutlich schlechtere Kündigungsmöglichkeiten etc. können einen Arbeitgeber auch eher abhalten, diesen Bewerber einzustellen.
Alle Unternehmen müssen Ausgleichsabgaben zahlen, wenn sie mehr als 20 Angestellte haben und niemand mit Behindertenausweis darunter ist. Falls Unternehmen oder Betroffene bei der Organistation dieses besonderen Arbeitsplatzes Schwierigkeiten sehen, gibt es beispielsweise sehr großzügige Unterstützungen vom Integrationsfachdienst, der nach meiner Erfahrung für arbeitsfähige Menschen mit Schwerbehindertenausweis immer eine Lösung findet (egal wie teuer und ausgefallen).
https://www.integrationsaemter.de/Fachlexikon/Integrationsfachdienst/77c438i1p/


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Autisten in der Arbeitswelt

20.02.2020 um 16:06
Zitat von KybelaKybela schrieb:Man kann Smalltalk lernen.
Natürlich kann man das. Habe ich auch gelernt. Wenn ich meiner Frau glauben darf kann ich Smalltalk sogar sehr gut. Aber ich sehe bis heute keinen Sinn darin. Und fühle mich auch nicht besser oder mit dem Menschen, mit dem ich das mache mehr verbunden. Denke für mich "schade um die um die verlorene Zeit".
Und habe aus Deinem Beitrag gelernt, dass Wort "runzlig" nicht auf Säuglinge anzuwenden.
Gemerkt.
Glücklicherweise hat Autismus aber auch eine gute Seite. Man ist relativ unempfindlich gegen Kritik. Die geringere Emotionalität gegenüber anderen ist keine Einbahnstraße.
Das, was man eine "spitze Bemerkung" nennt nehme ich teilweise gar nicht wahr bzw. es ist mir egal. Und was micht nicht kratzt belastet mich auch nicht.
Anderseits ist so etwas natürlich wieder blöd wo es um positive Gefühle geht. Ich frage mich manchmal wie viele junge Damen ich in meiner Jugend bitter enttäuscht habe, weil ich ihre Annäherungsversuche (Mimik, Körperhaltung) ganz einfach nicht wahrgenommen habe.


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Autisten in der Arbeitswelt

21.02.2020 um 08:53
Zitat von kosmonautinkosmonautin schrieb:Alle Unternehmen müssen Ausgleichsabgaben zahlen, wenn sie mehr als 20 Angestellte haben und niemand mit Behindertenausweis darunter ist.
Schon. Aber das weiß man bei einer Bewerbung ja nicht.


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Autisten in der Arbeitswelt

21.02.2020 um 09:54
@kleinundgrün
Aber der Integrationsfachdienst weiß das (pflegt Kontakte zu vielen Unternehmen) und vermittelt gezielt diese Stellen oder erschafft sie. Ich denke, dass Unternehmen solche Stellen sehr gerne mit Autisten besetzen, die kognitiv sehr gute Leistungen zeigen können und für andere nicht direkt als beeinträchtigt auffallen.


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