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Lebt Ihr Euren Traum?

53 Beiträge, Schlüsselwörter: Traum, Leben, Dasein

Lebt Ihr Euren Traum?

16.05.2017 um 09:25
Liebe Community,

mir stellt sich oft die Frage ob Menschen das Leben leben, dass Ihnen vorgelebt wurde,
oder noch Herr Ihrer eigenen Wünsche und Träume sind.

Ich habe den Eindruck dass die Wertschätzung und Einmaligkeit des eigenen Daseins und der eigenen Einzigartigkeit gar nicht mehr so richtig einleuchtet. Ist es nicht so dass die Mehrheit sich anpasst, in Bequemlichkeit stürzt, der eigene Kompass verworfen wird, sich unterwerfen? 

Ich habe den Eindruck viele Menschen verstecken und untergraben sich selbst, aus dem Glauben heraus, sie sind es nicht Wert Ihre Seele zu entfalten oder aber aus der Überzeugung heraus, dass es unmöglich wäre. Oder Sie beziehen Ihre Träume von Außen. Sie glauben Ihr Traum wäre es, Millionär zu sein, den erfolgreichsten Job zu haben einfach nur, um ein "Loch" im "Ego" zu füllen.

Gehen wir zurück in unsere Kindheit. Der Verstand ist völlig frei von Glaubenssätzen.
Wir erkunden die Welt und wir Träumen davon Astronaut zu werden. Doch werden wir irgendwann Erwachsen und "wissen" dann ganz genau, wie das Leben zu laufen hat. Unterworfen eigener Grenzen und bemächtigt mit der Einstellung "Die Welt sei Schlecht und Böse" und "Träume sind Schäume".

Wohnt Ihr da, wo Ihr träumt zu wohnen? In einer Stadt? Dorf? Haus? Hütte? Wohnung?... Am Meer? Auf den Bergen? An einem See? Arbeitet Ihr, was Ihr träumt zu arbeiten?
Tut Ihr genau das, von dem Ihr zu 100% wisst, dass es aus Herzen kommt?

Liebe Grüße und einen schönen Tag


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Lebt Ihr Euren Traum?

16.05.2017 um 09:30
Beruflich habe ich tatsächlich dorthin gefunden, wo ich schon sehr lange hinwollte. Nach der Schule habe ich zwar eine Ausbildung gemacht, die nicht mein Traum war, aber ich habe mich dann doch nochmal vom Berufsleben lossagen können und bin zur Uni gegangen. Der "Traum" hat sich über die Zeit zwar etwas geändert, da man in manchen Vorstellungen doch etwas naiv ist, aber schlussendlich bin ich da wo ich hin wollte.


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Lebt Ihr Euren Traum?

16.05.2017 um 09:39
Tja, wenn das mal alles so einfach wäre. Wäre ich reich, würde ich auch gern ein Haus am Meer haben. Aber dafür bräuchte ich einen erfolgreicheren Job. Und das widerspricht sich dann ja laut deinem Text ;)
Lebewesen schrieb:Tut Ihr genau das, von dem Ihr zu 100% wisst, dass es aus Herzen kommt?
Seid Ihr Regisseur Eures Lebens?
Man kann es ja versuchen, aber leider läuft das Leben ja meistens doch anders als man denkt.


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Lebt Ihr Euren Traum?

16.05.2017 um 12:03
Hm, Träume hat man natürlich.
Leben tue ich es noch nicht. Vielleicht irgendwann mal. 


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Lebt Ihr Euren Traum?

16.05.2017 um 12:14
Lebewesen schrieb:Wohnt Ihr da, wo Ihr träumt zu wohnen? In einer Stadt? Dorf? Haus? Hütte? Wohnung?... Am Meer? Auf den Bergen? An einem See? Arbeitet Ihr, was Ihr träumt zu arbeiten?Tut Ihr genau das, von dem Ihr zu 100% wisst, dass es aus Herzen kommt?
Da wohnen, wo man träumt zu wohnen, kann man sich Durchschnittsangestellter nicht wirklich leisten.
Es sei denn, man erbt entsprechendes von Mama und Papa oder verschuldet sich an Krediten bis über beide Ohren.
Aber auch da braucht man in der Regel ein gewisses Eigenkapital, damit man von den Banken Geld zum Hausbau/kauf bekommt.

Mein Job ist ein notwendiges Übel. Ich wüsste allerdings nicht, was ich anderes machen sollte. Nach 20 Berufsjahres komplett aussteigen und etwas neues machen, will wohl überlegt sein.


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Lebt Ihr Euren Traum?

16.05.2017 um 12:43
der weg ist das ziel! :)

und nein, ich hab weder haus, noch meinen traumjob. aber ich bin so gut wie dabei dort hinzukommen.


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Lebt Ihr Euren Traum?

16.05.2017 um 13:28
Mir wurde leider ein Strich durch meine Rechnung gemacht. Das studiert was mich interessiert und jetzt bin ich seither nur in Jobs die ich hasse. Kein richtiger Bezug zum Studium, schlechte Bezahlung und viel zu viel zu tun. Überlastunganzeigen helfen nicht wenn der Dienstherr keine passenden Leute findet. Wie auch bei E9 für studierte Personen (ohne Aufstiegschancen). Da werden inkompetenteste Personen in Führungspositionen gesetzt nur weil sie Beamte sind. Der sonstiger Dienst hingegen macht die ganze Arbeit und wird nichts...

Ich hatte Mal Träume, die Gesellschaft und die Arbeitswelt hat mir jedoch alles genommen. Der Elan morgens aufzustehen wird von Tag zu Tag weniger. 


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Lebt Ihr Euren Traum?

16.05.2017 um 14:03
Ja, wenn das so einfach wäre. Was z.B. den Wohnort angeht, kann man sich ja nicht einfach ein Häuschen am Wunschort aussuchen. Entweder wird gar nicht erst was verkauft oder es ist zu teuer, oder man geht im Meer der Interessenten unter. :D Ich hätte gerne, zusammen mit meinem Freund ein Haus, aber das ist momentan in Bayern nicht so einfach. Weggehen wollen wir halt auch nicht so gern. 

Ich lebe meinen Traum nicht zu 100 %, aber ich glaube ich bin inzwischen ganz gut darin, mein Leben im Rahmen der Möglichkeiten nach meinen Wünschen zu gestalten. 

Ich konnte schon einige meiner Ziele verwirklichen und hab schon einiges von meiner Löffelliste erledigt. Ist doch schon was. :)


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Lebt Ihr Euren Traum?

16.05.2017 um 15:43
Nein mein Leben ist leider nicht so, dass ich sagen würde, ich lebe meinen Traum.
Oft hab ich das Gefühl ich könnte, sollte etwas anderes tun, woanders sein..
Doch wenn ich mich dann frage, weiß ich nicht wohin oder was dieses andere ist.
Diese Lebenstraum-Ziele überhaupt erstmal zu finden, halte ich für wichtig.Zumal sie sich ständig ändern können..


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Lebt Ihr Euren Traum?

16.05.2017 um 16:15
Die Gedanken sind frei (okay, manchmal auch Brei) - folglich können und sollten wir träumen, Visionen entwickeln, Ziele setzen.
Das tut jeder, von der Wiege bis zur Bahre. Ob es einem jedoch gelingt, diese ganz oder wenigstens zu einem grossen Teil zu realisieren, hängt von vielen Faktoren ab, die wir nicht immer einkalkulieren oder beherrschen können.
Trotzdem sollte uns das nicht davon abzuhalten, an der Verwirklichung unserer Träume zu arbeiten. Geschenkt wird einem in diesem Leben schon mal nichts.

Ich habe eigentlich immer "mein Ding gemacht". Ich denke, im Laufe eines Lebens wird man vor drei Klassen von Aufgaben gestellt:

1. Solche, die man sich selber stellt, wie z.B. "Ich will Pilot werden" oder "Ich will nach Australien auswandern", "Ich will mit Birgit ins Bett".

2. Solche, die andere einem stellen, wie z.B. "Bis morgen haben Sie die Kundenanfrage bearbeitet" oder "Schatz, bringst Du den Müll runter", "Papa, da bin ich, sorge für mich".

3. Solche, die einem das Leben/das Schicksal stellt, wie z.B. "Tut uns leid, aber ihre Frau ist verstorben" oder "Ich fürchte, sie haben Krebs", "Ihr Haus war leider nicht mehr zu retten".

Wie gut oder wie schlecht man diese Aufgaben bewältigt, hängt von einem selbst, von den gemachten Erfahrungen und vom Schweregrad der Aufgaben ab. Natürlich macht man seine Pläne für den nächsten Tag, für den Rest des Lebens - aber man sollte immer noch einen Plan B, C, D etc in der Tasche haben. "Life is what happens while you are busy making other plans." (John Lennon, inzwischen mausetot)


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Lebt Ihr Euren Traum?

16.05.2017 um 16:55
Mein Traum... ist es, Millionär zu sein.
Bin ich aber nicht, nicht mal annähernd.
Aber unglücklich bin ich deswegen nicht. Ich beginne bald einen neuen Job, der sich sehr gut anhört, spare auf ein eigenes Häuschen...
Momentan läuft es, würde ich sagen.
Klar, es gibt den einen großen Traum (Lottogewinn), aber es gibt auch realistische Träume, deren Verwirklichung keine Utopie ist.

Man kann beides haben, finde ich, Hauptsache es gibt einen Grund, morgens aufzustehen.
Wenn ich nun tatsächlich Millionär wäre, hätte ich andere Träume, die ich zu verwirklichen suche. Der Mensch strebt immer nach dem, was er nicht hat. Zumindest die meisten Menschen. ;)


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Lebt Ihr Euren Traum?

17.05.2017 um 08:56
Mark1086 schrieb:Tja, wenn das mal alles so einfach wäre. Wäre ich reich, würde ich auch gern ein Haus am Meer haben. Aber dafür bräuchte ich einen erfolgreicheren Job. Und das widerspricht sich dann ja laut deinem Text
Wir setzen unsere Grenzen selbst darauf aufbauend, von was wir bewusst und unbewusst überzeugt sind. Bist du im Glauben "wenn alles so einfach wäre" "ich brauche einen erfolgreicheren Job" setzt du dir ja schon eigene Wände. Du bremst dich quasi ab weil du schon davon überzeugt bist, dass es viel zu schwierig ist und du den falschen Job hast um deine Träume zu verwirklichen.. Träume Adeeee vielleicht nächstes Leben ;-). Oder was denkst du darüber?
Rasenmayer schrieb:Da wohnen, wo man träumt zu wohnen, kann man sich Durchschnittsangestellter nicht wirklich leisten.
Es sei denn, man erbt entsprechendes von Mama und Papa oder verschuldet sich an Krediten bis über beide Ohren.
Aber auch da braucht man in der Regel ein gewisses Eigenkapital, damit man von den Banken Geld zum Hausbau/kauf bekommt.

Mein Job ist ein notwendiges Übel. Ich wüsste allerdings nicht, was ich anderes machen sollte. Nach 20 Berufsjahres komplett aussteigen und etwas neues machen, will wohl überlegt sein.
Es kommt immer darauf an was man daraus macht, was man hat. Sehen wir uns selbst als Durchschnittsangesteller wird sich das vermutlich auch nie ändern. Im Job hocharbeiten, sich selbstständig machen oder passives Einkommen zu erzeugen wäre mein Ansatz.
Niemals würde ich notwendiges Übel vorziehen, sich selbst zu liebe.
Hast du schon mal über deine Traumberufung nachgedacht? (Und Gründe gefunden warum du dem nicht nachgehen kannst?)
Mazunaki schrieb:Ich hatte Mal Träume, die Gesellschaft und die Arbeitswelt hat mir jedoch alles genommen. Der Elan morgens aufzustehen wird von Tag zu Tag weniger. 
Trage stets Verantwortung und sage niemals "der und der ist Schuld wegen meiner Lebenslage". Somit vergibst du deine Macht an deine Umwelt, bis Beifahrer und nicht mehr Fahrer deines Lebens.
Nereide schrieb:Ich konnte schon einige meiner Ziele verwirklichen und hab schon einiges von meiner Löffelliste erledigt. Ist doch schon was.
Sehr gut! :)
Oskura schrieb:Nein mein Leben ist leider nicht so, dass ich sagen würde, ich lebe meinen Traum.
Oft hab ich das Gefühl ich könnte, sollte etwas anderes tun, woanders sein..
Doch wenn ich mich dann frage, weiß ich nicht wohin oder was dieses andere ist.
Diese Lebenstraum-Ziele überhaupt erstmal zu finden, halte ich für wichtig.Zumal sie sich ständig ändern können..
Ich glaube das beste ist es sich einfach zu visualisieren wie das eigene Leben aussehen soll. Kontostand, Beziehung, Wohnort, innere Berufung etc. Und das an was du am liebsten denkst.. woran du gar nicht mehr aufhören willst zu denken.. wird der tiefverborgene Traum sein auf den du deine Segel richten solltest.. wenn du wirklich willst! Doch es ist darauf zu achten ob man den Traum nur möchte "um es einen zu beweisen" oder aus "Egogründen heraus". Wenn dem nämlich so ist, wird man wohl nach Erreichen des Traumes nicht glücklich sein, da das innere Loch trotzdem nicht gefüllt ist. Es ist wichtig aus welcher Motivation heraus man den Traum erreichen möchte.
Doors schrieb:1. Solche, die man sich selber stellt, wie z.B. "Ich will Pilot werden" oder "Ich will nach Australien auswandern", "Ich will mit Birgit ins Bett".

2. Solche, die andere einem stellen, wie z.B. "Bis morgen haben Sie die Kundenanfrage bearbeitet" oder "Schatz, bringst Du den Müll runter", "Papa, da bin ich, sorge für mich".

3. Solche, die einem das Leben/das Schicksal stellt, wie z.B. "Tut uns leid, aber ihre Frau ist verstorben" oder "Ich fürchte, sie haben Krebs", "Ihr Haus war leider nicht mehr zu retten".
Ich finde Punkt 1 sollte höchste Priorität haben. Viele würden zwar meinen es wäre Egoistisch doch warum? Geht es in diesem Leben nicht primär um unser Leben? Sich selbst an erste Stelle zu stellen halte ich für wichtig. Was jetzt aber nicht heißt, dass man Punkt 2 getrost ignorieren sollte^^ Doch gesundes abwägen ist wichtig.
Und Punkt 3.. ja das Schicksal.. ich glaube nicht an Zufälle auch das hat alles seinen tieferen Sinn.


Das Video passt sehr gut finde ich:
Youtube: Motivational Video - Time Is Precious (By Unkle Adams)


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Lebt Ihr Euren Traum?

17.05.2017 um 09:11
Im Liebesbereich ja... da ist es mit allem stimmig, was ich mir schon als Jugendliche gewünscht habe. Auch da gibt es manchmal äußere Einflüsse und Probleme, die es im Traum nicht gibt.. aber in der Substanz- mit der Tatsache das er es ist- ja... damit lebe ich meinen Traum. 

In Sachen Beruf... nein absolut nicht. 
Ich bin wieder vom Pfad abgekommen und bin mir auch unsicher ob ich den alten Pfad nochmal suchen soll oder einen neuen... viele Gedanken werden da noch folgen, Pläne und Umsetzubgsversuche. Immer wieder bei 0 anfangen, davon hab ich nie geträumt. 
Ich kann innerliches Chaos auch nicht ausstehen.. ich brauch da Ordnung. Ist eine Sache, an der ich arbeiten muss um wieder diese Ordnung herzustellen.
Diesmal gebe ich mir aber ausreichend Zeit dafür. Es dauert so lang wie es eben dauert. 

In Sachen Gesundheit verhält es sich wie zu dem Beruf.
Kommt Ordnung in meinen Körper..kommt auch wieder bessere Gesundheit. Das brauch Zeit


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Lebt Ihr Euren Traum?

17.05.2017 um 09:52
Lebewesen schrieb:Träume Adeeee vielleicht nächstes Leben ;-).
Na ja, so würde ich das nun nicht sagen. Ist ja nicht so, dass ich nicht zufrieden bin, so wie es jetzt ist. Außerdem reicht es mir auch, einmal im Jahr in Urlaub ans Meer zu fahren :)

Ehrlich gesagt weiß ich sowieso nicht so wirklich, was meine "Träume" sind. Wenn ich so ernsthaft überlege, wäre es eigentlich eine glückliche Familie und dass alle gesund sind. Und dass ich keine finanziellen Schwierigkeiten habe. Mehr will ich gar nicht. Und das mit der Familie kann ja noch kommen, so alt bin ich ja nun noch nicht ;)


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DieSache
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Lebt Ihr Euren Traum?

17.05.2017 um 10:03
Das mit den Wünschen und Träumen ist so ein Ding, viel zu oft wird vergessen, dass es im Leben auch den FaktorX gibt bzw sowas wie Schiksal. Manche Vorstellung der Prägung zerbricht, wenn einem bewusst wird, dass du eben nicht immer so handlungsfähig bist wie du denkst ;)

Was und wie wird uns vorgelebt, in welcher sozialen Schicht und wo auf der blauen Kugel wurde man geboren, welche Fähigkeiten gefördert...gibt soviele Aspekte ob und wie man seinen Traum leben kann!

Träumen tu ich viel, aber ich weiß eben dass zwischen Traum und Realität oft Welten liegen ;), also jaein, manches gelang mir es umzusetzen, Anderes wird immer Wunsch und Hoffnung bleiben ;)


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Lebt Ihr Euren Traum?

17.05.2017 um 10:19
DieSache schrieb:Das mit den Wünschen und Träumen ist so ein Ding, viel zu oft wird vergessen, dass es im Leben auch den FaktorX gibt bzw sowas wie Schiksal. Manche Vorstellung der Prägung zerbricht, wenn einem bewusst wird, dass du eben nicht immer so handlungsfähig bist wie du denkst ;)
Klar gibt ein Einschläge vom Schicksal, die sich den Wegen in die Quere legen. Doch es kommt doch darauf an wie man damit umgeht. 1000 Wege führen nach Rom. Zerbricht ein Weg reicht es, umzudenken.

Darf ich fragen, was bei Dir Wunsch und Hoffnung bleiben wird?


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Lebt Ihr Euren Traum?

17.05.2017 um 17:28
@Lebewesen
Ja, das Schicksal ist nicht zu unterschätzen… Ich habe schon ein paar Mal meinen Traum gelebt und das jeweilig Erträumte real werden lassen. Dafür bin ich sehr dankbar und das hat mich auch unheimlich bestärkt in meinem Wesen und Glauben an mich selbst.
Ja, ich finde, jeder sollte etwas im Leben verfolgen, dass eine (ob kleine, oder grosse) Herausforderung des Glücks darstellt! Wer nicht wagt, der nichts gewinnt.

Allerdings bin ich auch einmal grandios gescheitert, habe mich bei der Erfüllung eines Traums wirklich in die Scheisse geritten. Wobei ich auch diesen Traum verwirklicht hatte, ihn aber in einem viel zu frühen Stadium komplett fallen lassen musste.
… 2014 hatte ich arge Probleme mit dem Partner, der auch der Vater unserer damals noch sehr jungen Tochter ist. Die Probleme fussten eigentlich nicht auf zwischenmenschlichen Problemen, sondern auf einer Wohnsituation, die sich schon etliche Jahre hinzog und mich regelrecht verrückt machte (wir wohnten über einem hippen Restaurant/Bar und die Belastung durch Geräusche war extrem hoch, nachts vor allem). Ausserdem war die Wohnung klein und unwohnlich, ich fühlte mich total am falschen Platz. Mein Partner was gleichzeitig nicht bereit, die Wohnung zu verkaufen, es war seine Wohnung. Ich konnte keine Teilzeitstelle finden und arbeitete Vollzeit Plus, neben schlaflosen Nächten und mit Kleinkind. Leider war auch eine eigene, unabhängige Wohnung in dieser Stadt für mich nicht finanzierbar, bzw. nicht zu finden. Aus dieser Lage habe ich nach vielen Versuchen und Gesprächen schlussendlich angefangen, mir einen Neuanfang vorzustellen. Ich habe verstärkt nach Jobs im Ausland gesucht und kam dabei auf Malta.

Ich habe mir zuerst einen Job in Valletta angeschaut, den ich am liebsten auch angenommen hätte - nur hatte ich schon arge Skrupel, den Vater meiner Tochter zu verlassen. Als dann nach etlichen Monaten zuhause immer noch kein “Licht am Ende des Tunnels” absehbar war, habe ich wieder nach Jobs gesucht auf Malta und auch einen Job angenommen, meinen damaligen Job gekündigt. Dies war schon heftig, aber mein Partner war in alles eingeweiht und sagte mir noch am airport, “wir schaffen das zusammen”.
Ich bin dann ohne festen Wohnsitz und überhaupt je einmal auf dieser kleinen Nebeninsel von Malta gewesen zu sein, dort hin geflogen und fing direkt an zu arbeiten, Wohnraum zu suchen und die Kinderbetreuung zu regeln. Ich fand dort die perfekten Bedingungen vor. Okay, manches war auch etwas fremd, das Niveau der Kinderbetreuung war bspw nicht das, was ich hier aus der westlichen Großstadt gewohnt war. Aber die Betreuung war gratis für Arbeitende und mein Chef war bereit, mich für 5 Stunden am Tag einzustellen.
Ausserdem fand ich ein 300 Jahre altes Haus, mit Innenhof und 2 Terrassen, wo Salamander und Blumen mein Herz erfreuten. Das Haus hatte eine unglaublich ruhige Atmosphäre, es war einfach ein Traumhaus. Man hörte nachts nur den Wind über das Meer und das Land wehen. Die Natur brachte mich total runter und die Arbeit in der kleine Agentur war interessant und die Kollegen lieb und nett.

Leider zerplatze der ganze Traum nach einigen Wochen, da mein Partner plötzlich das Sorgerecht für unser Kind einklagen wollte und sich nicht an die Absprache hielt, die wir (LEIDER) nur mündlich ausgemacht hatten! Es hätte sich daraufhin ein Konflikt größter Heftigkeit um unser Kind entwicklen koennen. Nachdem ich einen tagelangen Nervenzusammenbruch irgendwie allein in der Fremde durchstanden hatte und eine kurze Konsolutation bei einer Anwältin in Deutschland den Fakt anerkennen musste, dass ich keine Wahl habe, ob ich auf Malta bleibe, oder nicht, ohne das Sorgerecht für meine Tochter zu riskieren, musste ich wieder in die alten Umstände und Situation zurück kehren.
Das ist ein abgefucktes Gefühl - das Gefühl, das jemand, der Dir sehr nahe steht, Deinen Traum zerplatzen lässt und Du alles aufgeben musst, für dein Kind. Das wünsche ich keinem! Es löste in mir eine tief gehende Krise aus, die auch kein Therapeut, oder auch Paartherapeut ins rechte Licht setzen konnte. Meine Eltern fanden die Idee auszuwandern eh schlecht. Aber sie (meine Eltern) haben in meinen Augen auch nicht gerade viel aus ihrem Leben gemacht. Hauptsache, bequem und moderat. So bin ich halt nicht...


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Lebt Ihr Euren Traum?

17.05.2017 um 18:18
Hat man sich einen Traum verwirklicht, lebt man ihn, aber wie lange?
Ist es nicht eher so das die meißten Menschen im Grund nie so richtig glücklich sind auch wenn einige 
Träume in Erfüllung gegangen sind?
Viele erfüllen sich ganz tolle Träume/Wünsche um dann feststellen zu müssen das dies eben nicht
das ultimative, endlose Glück bedeutet.
Manche von denen schaffen es sich vom "vermeindlichen" Glück abzuwenden, und auf ganz einfache Weise
glücklich zu werden.
Die meißten jedoch (denke ich) könnte man auf dem Sterbebett fragen:
"Du hast Deinen Traum verwirklicht, hat es Dich erfüllt oder war es das wert?", 
und die Antwort wird wohl oft "Nein" sein.
Weiß nicht, mein Empfinden, aber ich denke so.


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Lebt Ihr Euren Traum?

17.05.2017 um 21:47
"Niemals würde ich notwendiges Übel vorziehen, sich selbst zu liebe." @Lebewesen

Das kann nur jemand mit Verlaub sagen, der komplett unabhängig von anderen ist. Viele Beispiele würden mir einfallen, aber ganz sicher zuerst Kinder, oder pflegebedürftige Elternteile oder Geschwister.

@laucott

Das durchwandern von Zyklen im Leben und das sich mit den Zyklen mitbewegen, anstatt gegen das Jetzt und Vergänglichkeit des Momentes anzukämpfen, könnte ein Teil eines unendlichen Glückes sein.

Denn auch wenn ich nicht immer alle Träume erreichen, oder ausbauen kann, so versetzt mich das darauf zu arbeiten, aber auch die Rückschau auf gelebte Träume in einen positiven Gemütszustand, Zufriedenheit.
Ich habe so eine kleine persönliche Schatzkiste an gelebten Träumen, an Momenten, wo ich dachte, Wow, so überraschend kann das Leben sein! Wo ich einfach Glück hatte, weil ich es drauf an hab' kommen lassen. Diese Momente sind zeitlos und geben mir Kraft. Und sie lassen einen besser über die schlechten Zeiten hinweg kommen, wie Ying und Yang.


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Lebt Ihr Euren Traum?

17.05.2017 um 22:35
Absolut nicht. Mein Traum war es immer, in Irland in einem Häuschen zu wohnen mit meiner Familie. 
Ich wohne mit Familie in Österreich in einer Wohnung :D 
Ein Haus , geschweige denn eine Auswanderung, wäre einfach nicht leistbar und würde ich den Kindern nicht zumuten.

Auch beruflich bin ich noch nicht so weit wie ich in diesem Alter mir vorgestellt habe zu sein, bzw mache ich auch ganz was anderes, was mein Traum ist. Einfach weil es sich so ergeben hat. 
Es ist für mich so ok - manchmal wünschte ich mir aber schon, dass es anders wäre. 
Ich versuche aber trotzdem, zufrieden zu sein :) 


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