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Geschichten um und Geschichte der Hexen

223 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Magie, Hexen, Mythen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 20:21
Nur ein Gedanke den ich mal aufgeschnappt habe: Demnach diente die Hexenverfolgung der Destabilisierung des immer noch tief verwurzelten heidnischen Glaubens. Durch die Dämonisierung der Heilkundigen/ Hebammen (oftmals in Personalunion) sollten die Menschen verunsichert werden und zur Konvertierung motiviert werden. So in etwa und alles durcheinander gewürfelt. Ich fand diese Überlegung recht nachvollziehbar und das die katholische Kirche für soetwas über Leichen ging ist einleuchtend.


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 20:22
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb: Vom Mittelalter bis weit in die Neuzeit hinein richteten Inquisitoren im Auftrag der katholischen Kirche über Andersdenkende.

Ja, und dasist schlimm genug, da muß dann niemand noch Horrorzahlen hinzuerfinden, wie schlimm die gewütet haben - hast Du ja erfreulicherweise auch nicht.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Weil Du es oft schon in dieser Weise gehört/gelesen hast? Hey, wir sind doch alle damit groß geworden, daß das Mittelalter finster war, daß Millionen von Hexen verbrannt, Millionen von Kreuzzugopfern dahingeschlachtet wurden,
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Tja, ist aber falsch. Und noch sehr viel mehr. In dieser Hinsicht sind wir mindestens so abergläubisch wie die Menschen früherer Epochen. Wir glauben einen Berg voller Mythen und Unwahrheiten und merken es nicht.
widerspricht sich aber etwas


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 20:24
Zitat von CuthbertCuthbert schrieb:Nur ein Gedanke den ich mal aufgeschnappt habe:
oh damit biste wahrscheinlich schon durchgefallen...mal abwarten


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 20:26
Zitat von M11M11 schrieb:oh damit biste wahrscheinlich schon durchgefallen...mal abwarten
Wie bitte? Ich verstehe nicht, worauf du hinaus möchtest.


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 20:28
@Cuthbert
ich sehe es ähnlich wie du...
Zitat von CuthbertCuthbert schrieb:Wie bitte? Ich verstehe nicht, worauf du hinaus möchtest.
.hast du dir die seite davor angesehen?

ist ok vergiss es...


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 20:47
Zitat von M11M11 schrieb:als vorredner bin ich wohl gemeint.....

ok, eigentlich hatte ich keine lust mehr hier über religion/christentum zu schreiben, weil ich merke, wenn man pro ist, dann ist das so.....hätte man sich meinen link/pdf datei etwas genauer angesehen...wäre einem klar, das greultaten und mißbrauch, besonders bei der römischkatholische kirche ...sich von der antike bis zur neuzeit ziehen und kein kleines zeitfenster oder was auch immer....hat/haben
ich hatte geschrieben, was ich über hexen denke,okkulte praktiken und menschenopfer. was hat hier eine darstellung der kirche zu suchen?

wenn ich zu jemandem sage "vorsicht die ampel ist rot" und er entgegnet nur "dein schürsenkel ist aber offen" und geht über die straße ist dass dem laster egal, der ihn plattfährt.

machen es die dinge die einige menschen in der kriche verbrochen haben,falsch gemacht haben, wie auch immer besser, dass frauen ihre eigenen säuglinge irgendwelchen geistwesen opfern?

warum bringt man sowas rein?weil ich christ bin, du was gegen die kirche hast und dir jetzt sagst, wenn der christ schon eine meinung dazu hat zähl ich mal alles auf was irgendwann mal von irgendwem schlecht gemacht wurde und such mir quellen raus, die bewusst alles was mit kirche zu tun hat in ein möglichst schlechtes licht rücken? ich kann auch gerne quellen suchen die einiges von einer anderen seite aus beleuchten,aber bin ich damit hier richtig und ist das das thema der diskussion?ich glaube nicht.deinen link habe ich gelesen,wie gesagt, soll ich quellen reinbringen die anderes aussagen? wahrscheinlich wird mir dann vorgeworfen,dass ich off topic bin.andere user haben dir ja bezüglich dem wahrheitsgehalt deiner quelle auch was geschrieben oder wie es mit den weltlichen gerichten bei hexenprozessen ware.
Zitat von M11M11 schrieb:1988 sagte papst Johannes Paul II. in Bezugnahme auf Paulus

»Eine Frau soll still zuhören und sich ganz unterordnen. Ich gestatte es s keiner Frau zu
Lehren und sich über den Mann zu erheben. Zuerst wurde Adam erschaffen, und dann erst Eva«.

1988 ist schon eine weile her...stimmt schon
ja und weiter? ich bin christ, ich folge jesus. jesus hatte,wie ich bereits erwähnte,frauen in seinem gefolge, er ist als erstes frauen erschienen als er auferstanden ist da war es ihm egal, dass aussagen von frauen vor gericht nicht gelten und nicht wirklich als glaubwürdig angesehen wurden. er hat frauen die sich prostituiert haben vergeben,sie wertgeschätzt als meschliche wesen, frauen die ehebruch begangen haben vor der steinigung und dem sicheren tod bewahrt.

ebenso habe ich gesagt, dass wenn jemand kirchenlehrer oder pabst oder sonstwas ist,das nicht automatisch bedeutet, dass jemand auch immer gottes absoluten willen tut mal ganz pauschal.pabst johannes hat lange an krankheiten gelitten und hat sie in vorbildlicher weise von gott als seine bürde angenommen, er hat viel gutes getan und sich für die armen eingesetzt und er war ein sehr großer "fan" von mutter maria, die was ist?richtig eine frau. dass die katholische kirche ihren traditionen folgt ist eine sache. die integrität der ganzen kirche bzw. des christentums in frage zu stellen, weil es keine katholische weibliche priester gibt ist eine andere. es ging hier darum dass ernicht gestattet, dass frauen lehren,was der tradition folgt. es ging hier nicht um eine diskriminierung der frau als solches.

ich bin zwar katholik aber ebenso habe ich erwähnt, dass es auch in der evangelischen kirche frauen gibt die geistliche ämter bekleiden,ich sehe die christen anderer fraktionen nicht als gegner sondern ebenso als brüder und schwestern. und welche frau gerne lehren würde kann das dort tun.

das alles hat allerdings wie gesagt nichts mit dem thema zu tun und macht nichts davon besser oder schlechter, dass ich nicht neben jemand wohnen möchte, der magie betreibt, menschenopfer darbringt oder orgien zur ehre einer gottheit feiert.


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 21:07
Zitat von CuthbertCuthbert schrieb:Nur ein Gedanke den ich mal aufgeschnappt habe: Demnach diente die Hexenverfolgung der Destabilisierung des immer noch tief verwurzelten heidnischen Glaubens. Durch die Dämonisierung der Heilkundigen/ Hebammen (oftmals in Personalunion) sollten die Menschen verunsichert werden und zur Konvertierung motiviert werden. So in etwa und alles durcheinander gewürfelt. Ich fand diese Überlegung recht nachvollziehbar und das die katholische Kirche für soetwas über Leichen ging ist einleuchtend.
anbei mal ein auszug aus wikipedia, wenn man "hexe" als suchbegriff eingibt:

"Als Hexe wird eine mit Zauberkräften ausgestattete Frau bezeichnet, die Schadenzauber ausüben kann[1] und eine Verbindung in Form eines Paktes oder einer Buhlschaft mit Dämonen oder dem Teufel hat, wobei auch weitere Kriterien hinzugefügt wurden.

Der Begriff wird auch als abwertende Bezeichnung bzw. Schimpfwort für eine bösartige, zänkische, unangenehme oder hässliche weibliche Person genutzt.[2]

Als erste in der Literatur auftretende „Hexen“ gelten die striges Kirke und Medea, die mit Magie und Giften angeblich Menschen und Tiere verzaubern konnten.

Zur Zeit der Hexenverfolgung wurde der Begriff Hexe bzw. Hexer vereinzelt als Fremdbezeichnung auf Frauen und Männer angewandt, die unter dem Vorwurf der Zauberei („Hexerei“) verfolgt wurden. Später setzte er sich, insbesondere in der wissenschaftlichen Untersuchung des Phänomens „Hexenverfolgung“, allgemein durch.

Zur Anwendung des Begriffs auf Männer als „Hexer“ oder „Hexenmeister“ siehe auch Hexer. "


hier steht nichts davon, dass es genügt sich mit heilkräutern auszukennen um eine hexe zu sein. es ging um menschen, die mit dem teufel im bunde waren und magie betrieben haben.

natürlich war sowas zu missbrauchen.z.b. einige leute konnten jemanden nicht leiden ,weil er ein aussenseiter war. dann haben 2 oder 3 leute ausgesagt, dass der/diejenige eine hexe/hexer ist und derjenige wurde hingerichtet.es sind mit sicherheit menschen gestorben die völlig unschuldig waren, da habe ich auch gesagt, dass das nicht mehr gutzumachende schreckliche fehler sind die passiert sind.

aber mir wäre jetzt zumindest nichts halbwegs haltbares an quelle bekannt, dass belegt,dass die kirche dies so wie du beschreibst ggf. bewusst mit hintergedanken gegen heidnischen glauben eingesetzt hat.für jemand der gegen die kirche ist, ist sowas natürlich ein willkommenes argument, die frage stellt sich hier dann aber auch, ist dies nicht einfach nur eine verschwörungstheorie von denen es viele-auch nicht die kirche betreffend-gibt.


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 21:14
Zitat von Angelus144Angelus144 schrieb:hier steht nichts davon, dass es genügt sich mit heilkräutern auszukennen um eine hexe zu sein. es ging um menschen, die mit dem teufel im bunde waren und magie betrieben haben.
Nun dann ist der Artikel wohl nicht ganz vollständig. Den Teufel und Magie gibt es ja wohl nicht und was genau jetzt die Motivation dahinter war - ich weiß es nicht aber dass die Kirche mit aller Härte gegen Andersdenkende vorgeht erscheint mir mehr als wahrscheinlich. Das muss in etwa dieselbe Zeit gewesen sein in der man in Nordeuropa alle heiligen Bäume fällen ließ.


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 21:21
@Angelus144
ich könnte mir jetzt auch einzelne sachen raussuchen ...aber ich lass das....

natürlich, jemand der links reinstellt, und diese in der luft zu zereißen, ist leicht, aber selber nur seine weltansicht zu predigen ist leichter...
Zitat von Angelus144Angelus144 schrieb: kirchenlehrer oder pabst oder sonstwas ist,das nicht automatisch bedeutet, dass jemand auch immer gottes absoluten willen tut
nein, er übt aber eine exekutive aus, über extrem viele menschen...die dann seinen worten folgen, oder ist das auch nicht so?

jetzt aber wirklich....ende wird mir zu blöd

@darkangel8
und auch noch da? und was sagste, jetzt genug wissen über hexen ^^


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 23:10
Zitat von M11M11 schrieb:gab es die pest?

beleg du doch mal was...bitte
Ägypten?
Zitat von M11M11 schrieb:widerspricht sich aber etwas
Nö, nicht ansatzweise. Daß Du etwas nicht ansprichst, nicht als Tatsache hinstellst, obwohl DU - wie ich mal stark vermute - davon ausgehst, kann ich Dir auch so positiv anrechnen.


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22.01.2018 um 23:18
@perttivalkonen
schön wir verstehen uns....


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22.01.2018 um 23:29
@M11

Lass dich nicht blöde anmachen,sind immer die selben schlauen Sprüche. Soll Leute geben, die haben zu viel Zeit zum recherchieren und diskutieren.


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 23:35
Zitat von CuthbertCuthbert schrieb:Demnach diente die Hexenverfolgung der Destabilisierung des immer noch tief verwurzelten heidnischen Glaubens. Durch die Dämonisierung der Heilkundigen/ Hebammen (oftmals in Personalunion) sollten die Menschen verunsichert werden und zur Konvertierung motiviert werden.
Hexenverfolgung fand vor allem in der frühen Neuzeit statt. In deutlich geringerem Umfang im Spätmittelalter. Die großen Missionskampagnen im Bereich des Heiligen Römischen Reiches fanden allerdings Hochmittelalter statt. Im Spätmittelalter spielte ein Heidentum auf europäischem Boden keine Rolle mehr in der Kirchenpolitik; die Christianisierung Europas (Mittel-, West-, Süd- und weitestgehend Nordeuropa) galt als abgeschlossen (im Baltikum lief die Christianisierung auch noch im 13.Jh., also im frühen Spätmittelalter; die Christianisierung der Samen Nordskandinaviens fing sogar erst im 14.Jh. an und zog sich bis ins 19.Jh. hin).

Die Hexenverfolgung konnte also unmöglich der CHristianisierung dienen.
Zitat von CuthbertCuthbert schrieb:das die katholische Kirche für soetwas über Leichen ging ist einleuchtend.
Das sagt freilich mehr über Dich als über die katholische Kirche aus.
Zitat von CuthbertCuthbert schrieb:dass die Kirche mit aller Härte gegen Andersdenkende vorgeht erscheint mir mehr als wahrscheinlich.
Und nochmals. Du argumentierst hier mit Deiner Vorab-Weltsicht, nicht mit Fakten.


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

22.01.2018 um 23:37
Zitat von AlbertEAlbertE schrieb:Soll Leute geben, die haben zu viel Zeit zum recherchieren
*lach* Ja, ich bekenne mich schuldig. Daß Du Dich nicht mit Wissenserwerb aufhältst, um die Wahrheit (tm) zu erkennen und zu verkünden, wissen wir ja schon aus nem anderen Thread...

Aberdaß Du es so ehrlich zugibst - respekt!


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23.01.2018 um 00:01
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Die Hexenverfolgung konnte also unmöglich der CHristianisierung dienen.
Ich meinte auch eher eine Festigung des Christentums aber ich bewege mich hier auf Glatteis. War es nicht so, dass eine gute Weile lang das Christentum bereits etabliert war, gewisse Teile der Bevölkerung aber heimlich noch den heidnischen Göttern fröhnten? Ähnlich wie bei Braveheart :D


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

23.01.2018 um 00:59
@Cuthbert

Sowas kann man natürlich stets annehmen. So erzählen sich auch manche, daß irgendein Geheimwissen aus Alt-Ägypten die Jahrtausende überstanden hätte. Ist aber romantisierender Quatsch. Im VOlksglauben hielten sich natürlich etliche Bräuche, Beschwörungen, Überlieferungen udgl. aus vorchristlicher Zeit und vorchristlichem Glauben. Sieht man ja am Hexenglauben 1A! Aber die, die das glaubten und praktizierten, hielten sich dennoch für Christen. Ich hatte z.B. mal ne Weile lang das handschriftliche Grimoire meiner Urgroßmutter mütterlicherseits, auch wenn ich die Handschrift kaum lesen konnte (leider wollte meine Mutter das Teil wiederhaben). Das war ein Mix aus christlichen und heidnischen Texten, Gebeten etc. Aber die Urgroßmutter war dennoch einfach nur ne Christin, keine Altheidin.

Hexenverfolgung jedenfalls ging stets "vom Volke aus", nicht von oben. Es ist also, und ich sags mal ganz deutlich, Mumpitz, Unfug zu meinen, damit wären irgendwelche kirchenpolitischen Ziele verfolgt worden.


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

23.01.2018 um 02:54
oh, gehts hier um hexen?

puh, das ist ein großes thema, so viel kann man gar nicht schreiben ...

da fällt mir das dorf (früher ne stadt) trasmoz in spanien ein. da leben heut weniger als 100 einwohner, früher mal viel, viel mehr, so zehntausend.

so siehts da heute aus:


1024px-Trasmoz - DSC 8770

Wikipedia: Trasmoz

das dorf ist bis heute verflucht und exkommuniziert. obwohl es da gar keine hexen gab.
Nur der Papst kann Trasmoz befreien

Dieses spanische Dorf ist verflucht

Das spanische Dorf Trasmoz ist 1511 von der Kirche ausgestossen und exkommuniziert worden. Ausser dem Papst höchstpersönlich kann das niemand wieder rückgängig machen. Mittlerweile leben in dem Dorf mit der finsteren Geschichte nur noch 60 Einwohner.
https://www.blick.ch/news/ausland/nur-der-papst-kann-trasmoz-davon-befreien-dieses-spanische-dorf-ist-verflucht-id7580212.html

wie es dazu kam?

hier wird es ganz gut erklärt.

http://www.bbc.com/travel/story/20160418-spains-cursed-village-of-witches

Lola Ruiz Diaz, eine moderne hexe und verwalterin des schlosses, erklärt da:
"Die ganze Hexensaga in Trasmoz beginnt hier in diesem Schloss", erklärte sie. "Während des 13. Jahrhunderts widmeten die Burgbewohner ihre Zeit dem Fälschen von Münzen. Und um die Leute von Trasmoz davon abzuhalten, all das Kratzen und Hämmern zu untersuchen, verbreiteten sie ein Gerücht, dass Hexen und Zauberer Ketten rasselten und Kessel schmiedeten, um magische Tränke in der Nacht zu kochen. Es funktionierte, und Trasmoz war für immer mit Hexerei verbunden. "
Ruiz erklärte, dass zu dieser Zeit Trasmoz eine blühende Gemeinde und ein mächtiges Lehnsgut war, voll von Eisen- und Silberminen und riesigen Holz- und Wasserreserven. Es war auch Laiengebiet, was bedeutete, dass es nicht zu der umgebenden katholischen Herrschaft der Kirche gehörte und durch königlichen Erlass keine Gebühren oder Steuern an das nahe gelegene Kloster Veruela zahlen musste - eine Tatsache, die die Kirche verärgerte. Als Gerüchte über Trasmoz als Zufluchtsort für Hexerei begannen, sich über die Dorfgrenzen hinaus auszubreiten, nutzte der Abt von Veruela seine Gelegenheit, die Bevölkerung zu bestrafen, indem er den Erzbischof von Tarazona, der größten Stadt in der Nähe, aufforderte, das ganze Dorf zu exkommunizieren. Das bedeutete, dass sie nicht zur Beichte gehen oder die heiligen Sakramente in der katholischen Kirche einnehmen durften.
Die wohlhabende Gemeinschaft von Trasmoz, eine Mischung aus Juden, Christen und Arabern, bereute nicht - was die einzige Möglichkeit gewesen wäre, die Exkommunikation zu beseitigen. Die Auseinandersetzungen mit Veruela dauerten viele Jahre an und kamen schließlich zu einem Höhepunkt, als das Kloster anfing, Wasser aus dem Dorf abzulassen, anstatt dafür zu bezahlen. Als Antwort griff Pedro Manuel Ximenez de Urrea, der Herr von Trasmoz, zu den Waffen gegen das Kloster. Bevor jedoch ein richtiger Krieg ausbrechen konnte, wurde die Angelegenheit von König Ferdinand II. aufgegriffen, der entschied, dass Trasmoz 'Aktionen gerechtfertigt waren.
Die Kirche vergab die Niederlage nie und sprach 1511 mit der ausdrücklichen Erlaubnis von Papst Julius II. einen Fluch über das Dorf aus, indem sie Psalm 108 des Buches der Psalmen skandierte - das mächtigste Werkzeug, das die Kirche besitzt, um einen Fluch auszusprechen. Sie behaupteten, Pedro Manuel und das Volk von Trasmoz seien von Hexerei geblendet worden, und da der Fluch vom Papst sanktioniert worden sei, habe nur ein Papst die Macht, ihn anzuheben. Bis heute hat das keiner getan.
Die folgenden Jahre waren für Trasmoz nicht einfach. Die Burg brannte 1520 nieder und blieb jahrhundertelang in Trümmern. Nach der Vertreibung der Juden aus Spanien im 15. Jahrhundert geriet Trasmoz in den Niedergang, von etwa 10.000 Einwohnern auf nur noch 62 Einwohner, von denen nur die Hälfte dauerhaft dort lebt. Das Dorf hat heute keine Geschäfte, keine Schule und nur eine Bar. Viele Häuser sind baufällig und die Straßen sind meist leer.
der rest des berichts ist dann eher ein reisebericht. darüber, wie es da heute aussieht und zugeht. über La Tia Casca (die letzte hexe, die da 1860 getötet wurde) und den brunnen, in den sie geworfen wurde. jedes jahr wird eine hexe des jahres gewählt und einiges mehr ...


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23.01.2018 um 10:28
Zitat von Angelus144Angelus144 schrieb:Wieso und inwiefern?menschen begehen machtmissbrauch weil es ihnen gefällt bzw. sie einen vorteil dadurch haben. Das gibt es in der politik, in einem sportverein, in der kirche (ggf.), unter privatpersonen,etc. hier steht doch wohl das menschliche bedürfnis zum missbrauch im vordergrund und machtmissbrauch wird ja wohl nicht ausschliesslich in christlichen kirchen begangen?
[...]
Inwiefern man die qualität des maßstabes des missbrauchs nun als anders ansieht, ob er jetzt in einer kirche oder z.b. der politik als teil der gesellschaft betrieben wird ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.
Habe ich mich wirklich so missverständlich ausgedrückt?


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

23.01.2018 um 11:14
Zitat von DogmatixDogmatix schrieb:das dorf ist bis heute verflucht und exkommuniziert. obwohl es da gar keine hexen gab.
Wurdeja auch nicht wegen irgendwelcher Hexen verflucht und exkommuniziert. Lies mal Deinen eigenen Wiki-Link:
Pedro Manuel had a conflict, very close to a civil war, with Veruela Abbey for the irrigation water. The response from the Abbey was a curse and the excommunication of the whole town.
Zitat von DogmatixDogmatix schrieb:Das spanische Dorf Trasmoz ist 1511 von der Kirche ausgestossen und exkommuniziert worden. Ausser dem Papst höchstpersönlich kann das niemand wieder rückgängig machen.
Auch so'n Blödsinn. Eine Exkommunikation schließt keinen Katholiken von der Kirche oder gar vom Heil aus, wohl aber vom Abendmahl, also von bestimmten Rechten. Eine Exkommunikation wird auch nicht vererbt; Kinder von Exkommunizierten sind ab Taufe (die auch vonExkommunizierten durchgeführt werden kann) stinknormale Katholiken, die dann ganz normal zur Eucharistie zugelassen sind (ab der Erstkommunikation). Entsprechend blieb denn auch die Kirche Santa María de La Huerta in Betrieb.

Ausgesprochen werden kann die Exkommunikation durch ein Anathema. Eigentlich eine Verfluchung meinend ist einAnathema kirchenrechtlich die Verhängung eines Kirchenbannes, die automatisch zur Exkommunikation führt. Genau das ists, was gegen Trasmoz ausgesprochen wurde. Trasmoz wurde also nicht verflucht und dann noch exkommuniziert, sondern nur einfach unter das Anathem gestellt. Und auch das Anathem richtet sich nur gegen konkrete Menschen, nicht gegen Ortschaften, Dinge etc. Die konkreten Menschen sind irgendwann gestorben, deren Nachkommen stehen nicht unter dem Anathem.


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Geschichten um und Geschichte der Hexen

23.01.2018 um 11:23
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:daß irgendein Geheimwissen aus Alt-Ägypten die Jahrtausende überstanden hätte. Ist aber romantisierender Quatsch.
Das darfst du natürlich gerne so behaupten.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:Hexenverfolgung jedenfalls ging stets "vom Volke aus", nicht von oben. Es ist also, und ich sags mal ganz deutlich, Mumpitz, Unfug zu meinen, damit wären irgendwelche kirchenpolitischen Ziele verfolgt worden.
Es steht dir frei an dein persöhnliches Märchen zu glauben - ich bevorzuge lieber meines mit der bösen, bösen Kirche im Hintergrund - Amen.


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