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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

28 Beiträge, Schlüsselwörter: Gehalt, Unzufriedenheit, Unzufrieden

Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 13:17
Hallo zusammen,

mir ist in den letzten Jahren immer mehr aufgefallen, dass sehr viele Leute mit ihrem Gehalt nicht zufrieden sind. Sie wollen immer noch mehr und noch mehr. Klar, man will ja auch in Urlaub, braucht den neuesten Fernseher, Auto, Haus usw

Sehr viele bleiben auch nicht einfach so in ihrem gelernten Job - sie bilden sich weiter oder studieren. Meistens wegen der Aussicht auf mehr Gehalt.

Bei mir in der Firma beschweren sich auch viele über zu wenig Gehalt. Dabei verdient man hier echt nicht schlecht und irgendwann ist ja auch die Gehaltsgrenze in jeder Berufsgruppe mal erreicht.

Ich bin ein sehr genügsamer, bescheidener und leicht zufriedenstellender Mensch. Ich brauch nicht viel zum Leben und habe nach allen Abzügen, auch sparen, im Monat noch 700 Euro für Freizeit, Essen gehen, Klamotten usw übrig und meistens brauch ich so viel Geld gar nicht. Weil ich auch nicht wirklich etwas Besonderes habe z.B. Reisen oder so für das ich viel Geld ausgebe. Ich bin auch zufrieden mit meinem Job und muss mich jetzt auch nicht mehr weiterbilden. Zumindest nicht wegen mehr Geld. Ich weiß dass ich im Durchschnitt nicht viel verdiene aber für mich ist es viel weil ich weniger brauche und dadurch bestimmt mehr übrig habe als Leute die mehr verdienen.

Warum ist das heutzutage so, dass so viele nicht mehr zufrieden sind und immer noch mehr wollen? Gleichzeitig jammert man rum wie viel Arbeit und Stress man hat aber wenn man nunmal hohe Ansprüche hat müssen die auch finanziert werden. Dann kommen noch Kinder dazu, für die man auch nur das Beste will.

Seid ihr zufrieden mit eurem Gehalt? Auch wenn es vielleicht im Vergleich nicht so viel ist?


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 13:21
Sonnenblume91 schrieb:Seid ihr zufrieden mit eurem Gehalt? Auch wenn es vielleicht im Vergleich nicht so viel ist?
Jein.

Im Vergleich zu anderen kann ich mich wahrscheinlich nicht beklagen aber was interessieren mich andere Leute?
Es bleibt bei dem alten Spruch: Am Ende des Geldes ist immer zuviel Monat übrig.


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 13:27
Ich bin sehr zufrieden mit meinem Gehalt, aber ich verdiene auch nicht wenig.


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 13:43
@Sonnenblume91

Nun, es kommt ja nicht nur darauf an, wieviel man für welche Arbeit verdient, sondern auch darauf, was davon finanziert werden muss.

Da wären beispielsweise die Kosten für die Miete:

"Gut eine Million Haushalte in den 77 deutschen Großstädten müssen sogar mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Etwa 1,3 Millionen Großstadt-Haushalte haben nach Abzug der Mietzahlung nur noch ein Resteinkommen, das unterhalb der Hartz-IV-Regelsätze liegt. Die mittlere Mietbelastung (Medianwert) aller Großstadthaushalte liegt bei immerhin 27 Prozent."

Quelle und mehr dazu:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-so-viel-vom-einkommen-geht-fuer-miete-drauf-a-1167391.html

Auch, wer ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung abzuzahlen hat, und beispielsweise Hypothekenschulden aus Hochzinsphasen hat, wird den grössten Teil seines Einkommens für seine vier Wände aufwänden.

Nächster Kostenfaktor: Kinder.

"Das Statistische Bundesamt gießt dies in Zahlen: 6000 Euro im Jahr kosten Kinder, bis sie sechs Jahre alt sind. Zwischen 6 und 12 Jahren sind es dann 7000 Euro und bis zur Volljährigkeit etwa 8500 Euro im Jahr. Wer addiert, kommt auf rund 130.000 Euro, je Kind wohlgemerkt. Nach dem 18. Geburtstag wird es noch teurer, vor allem, wenn für ein Studium eine eigene Wohnung gebraucht wird. Eine Summe von 230.000 Euro hat die Verbraucherzentrale Bayern einmal ausrechnen lassen, die ein Kind bis zum Abschluss des Studiums kostet. Mit etwa 130.000 Euro sei der Verdienstausfall der Eltern für die Erziehung von einem Kind zu veranschlagen, bei zwei Kindern seien es 175.000 Euro, bei drei Kindern 230.000 Euro."

Quelle und mehr dazu:
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vermoegensfragen/familien-finanzen-kinder-kosten-ein-vermoegen-137188...

Dann kommen die allgemeinen Lebenshaltungskosten: Ernährung, Bekleidung, Hygiene, Gesundheit, Mobilität, Kommunikation, Vorsorge, Bildung und Kultur. Da kann eine vierköpfige Familie schon ordentlich Geld lassen.

Auf der anderen Seite das Einkommen: Nicht wenige arbeiten als Billiglöhner um den gesetzlichen Mindestlohn herum. Da bleibt einem bei einer 40-Stunden-Woche nicht unbedingt mehr als einem ALG-II-Empfänger.

Natürlich kann man individuell zufrieden sein mit seinem Gehalt. Den Chef freut's. Aber es lohnt sich schon, mal zu gucken, warum viele mit ihrem Einkommen nicht auskommen.

Im Zweifelsfalle einfach mal fragen.

Als Manager in einem internationalen Medienkonzern habe ich gutes Geld verdient. Heute könnte ich mein Leben von dem Hungerlohn in einer psychiatrischen Einrichtung nicht bestreiten.


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 13:48
Sonnenblume91 schrieb:Seid ihr zufrieden mit eurem Gehalt? Auch wenn es vielleicht im Vergleich nicht so viel ist?
Ich bins nicht... öffentlicher Dienst... bin aber jetzt zu alt, um nochmal woanders Karriere zu machen... und auch zu faul. Außerdem macht mir der Job Spaß, habe nette Kollegen und Chefs.

Dennoch... die Kohle ist zu wenig für die Ausbildung und meinen Werdegang. Aber im öffentlichen Dienst bekommt man eben nicht viel.

Ich mache jetzt auch keine großen Sprünge, fahre ein Auto seit 9 Jahren, habe ne kleine Wohnung und die Urlaube, die ich mache, sind von der günstigen Natur.

Aber es gibt da schon einige Sachen, die ich gerne mal kaufen würde, ohne dafür ein Jahr sparen zu müssen... bspw. würde ich jetzt gerne mal wieder einen neuen (und aktuellen) Computer kaufen (Desktop). Ich werde den Rechner schon mit einem sehr guten Freund alleine zusammenbauen, um so Geld sparen zu können, dennoch sind da ca. 1.000 Euro fällig... wahrscheinlich mehr.


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 14:09
Ich bin momentan zufrieden mit meinem Gehalt.
In der Ausbildung war ich es nicht, ich habe aus der Klasse am wenigsten bekommen und das hat zum Teil echt frustriert, weil ich auch die einzige war die nach 8 Schulstunden noch arbeiten musste. Aber heute kann ich mich nicht beklagen. Ich habe nach der Ausbildung nicht viel verdient, aber mit jedem Jobwechsel kamen mehr Fähigkeiten und mehr Gehalt dazu.


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 15:29
Ich bin zufrieden. Ich brauche keine Statussymbole um glücklich zu sein.
Für meinen Lebensunterhalt und ein paar Extras reicht mein Gehalt und das ist vollkommen in Ordnung.
Ich bin den beruflichen Weg mit Ausbildung; Abschluss und Weiterbildung gegangen und bin sehr froh diesen Weg gewählt zu haben.
Die Weiterbildung habe ich nicht nur des Geldes wegen gemacht sondern auch um mich für die Zukunft abzusichern. Wenn man jung ist kann man sich besser in sowas reinhängen als wenn man später Familie und Job hat.


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 16:16
moric schrieb:Dennoch... die Kohle ist zu wenig für die Ausbildung und meinen Werdegang. Aber im öffentlichen Dienst bekommt man eben nicht viel.
Kann man so nicht sagen. Das gehalt ist an die stelle gebunden, nicht an deinen werdegang. Ich verdiene für meine ausbildung und meinen werdegang sehr gut, denn das laborantengehalt ist im normalfall einfach lachhaft (aktuell bin ich 300€ über dem, was ich als laborant verdienen würde). Jetzt bin ich als techniker eingestellt und verdiene entsprechend gehalt (und doch immernoch zu wenig für meine tätigkeit). Ist also die frage, ob deine ausbildung und fähigkeiten der stelle gerecht werden oder aber du eine stelle angetreten hast, für die du eigentlich überqualifiziert bist.


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 16:55
Im Laufe meines langen Berufslebens, knapp ein halbes Jahrhundert, habe ich schon alle möglichen Jobs gemacht. Für mich war die Balance wichtig:

Interessanter Job - Geld Nebensache.
Knüppeljob - nur für viel Geld.

Ich verweise mal auf diese Diskussion und meinen Beitrag dazu:

Diskussion: Spaß haben bei der Arbeit? (Beitrag von Doors)


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 16:59
naja es is schon gut was ich im Moment bekomme...letztens erst mit ner Kollegin unterhalten die, bevor sie hier angefangen hat, auch Zeitarbeit machen sollte, schwer schuften, Schichten usw...

"Ja und die bekommen da alle nur Mindestlohn".... und ich dann "richtig, und da braucht man sich ja nur mal die Tabelle anzugucken, das ist "bei uns" noch weniger als die unterste Entgeltgruppe (E1)"...hat sie mir sofort zugestimmt.

@moric
@gastric


Von daher beschwer ich mich auch nicht... :D


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 17:27
@knopper
Ich hab schon zeitarbeitsstellen gesehen, die haben 20€/h geboten. Da liege ich dann doch noch ein wenig drunter. Das schlimme an der sache ist, ich hätte die stelle ausführen können, wenn ich nen staplerschein gehabt hätte. Aktuell hab ich ne bewerbung auf ne zeitarbeitsstelle laufen, die immerhin um die 2500€ brutto bringen soll. Ist etwas weniger, aber dafür wäre das privatleben deutlich angenehmer :D

Aber im großen und ganzen kann man natürlich sagen, dass zeitarbeit nicht unbedingt die bestbezahlteste sache ist, aber immerhin eine chance, wieder in einem betrieb fuss fassen zu können. Ich versuche es dennoch nach möglichkeit zu vermeiden :D


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 18:32
Wer meint, zuviel zu verdienen, der rede mit seinem Chef. Der kürzt auf Wunsch gern.


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 18:32
gastric schrieb:Ich hab schon zeitarbeitsstellen gesehen, die haben 20€/h geboten
Namen bitte :D


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 19:16
@KFB
War damals bei randstad drinnen. Sind mal bessere mal schlechtere angebote dabei. Dem 20€ ding trauere ich ein wenig hinterher und ich habe zu dem zeitpunkt wirklich ernsthaft überlegt nen staplerschein zu machen :D Aber wie in der zeitarbeit üblich kann sowas auch nach hinten losgehen, daher genieße ich solche angebote immer ein wenig mit vorsicht. Es klang einfach zu gut.

https://www.randstad.de/


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 19:22
@gastric
Danke :Y: Ich bin Zeitarbeit gegenüber auch eher kritisch aber reinschauen kann man ja mal :D


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 19:27
Passt.
Als Selbstständiger kann ich meinen "Gehalt", zumindest teilweise, selbst bestimmen. Wenn ich mehr arbeite verdien ich auch mehr.


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 19:31
@KFB
Bei mir ist es doppelt nervig. Ich hab nen sicheren und relativ gut bezahlten job, der auch noch geil ist :D Allerdings zieht mich etwas 500km weit weg (oder den anderen 500km hierher, was mir lieber wäre :troll: ). Da tut es doppelt weh, wenn sowas dann nach hinten losgeht ^^


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 19:37
Zyklotrop schrieb:Als Selbstständiger kann ich meinen "Gehalt", zumindest teilweise, selbst bestimmen. Wenn ich mehr arbeite verdien ich auch mehr.
Wirklich gut ist es wenn man den "Stundenlohn" bestimmen kann und dann die Menge der "Stunden".


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Unzufriedenheit mit Gehalt - warum ist es für so viele nie genug?

26.06.2018 um 19:44
Es könnte ruhig mehr sein.
Als extra Abrechnung.
Auf die Kralle.
Ohne Augen meiner Frau xD


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26.06.2018 um 19:59
Sonnenblume91 schrieb:Ich brauch nicht viel zum Leben und habe nach allen Abzügen, auch sparen, im Monat noch 700 Euro für Freizeit, Essen gehen, Klamotten usw übrig und meistens brauch ich so viel Geld gar nicht.
700 Euro "Rest" für eine Person nach Abzug von Miete und Gedöns ist ja auch nicht unbedingt wenig. Ich persönlich finde das nicht besonders, dass da noch was übrig bleibt.

Ansonsten ist das Gehalt auch eine Art, Wertschätzung zu zeigen. Wenn die Arbeit eines Angestellten etwas wert ist, dann sollte sich das auch im Gehalt spiegeln. Viele haben ja auch kein Problem, gewisse Summen für z.B. Autos oder Schmuck auszugeben, eben, weil es für sie das wert ist. Das sollte dann auch für Arbeit gelten.
Anderseits gibt es beim Arbeiten auch immaterielle Dinge, die eine Rolle spielen. Betriebsklima, Kollegialität usw.

Außerdem, wenn ein gewisses Level an Einkommen erreicht ist, machen nochmal 100 Euro mehr nicht automatisch glücklicher.


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