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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

768 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Umfrage, Organe

Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

18.04.2019 um 18:36
LaDaya schrieb:denn das erklärte Ziel ist: mehr Organe immer mehr Organe.
gastric schrieb:Wenn du das mit überzeugung sagen kannst, dann auch mit begründung
Die Begründung sehe ich in der Widerspruchslösung. Diese soll eingeführt werden, damit es mehr Organspenden gibt (da aufgrund dessen ja mehr Leute darüber nachdenken, ja sogar gezwungen werden nachzudenken).

Du bestätigst es doch hier selbst, dass die Widerspruchslösung dazu dient, die Spendenbereitschaft zu erhöhen:
gastric schrieb:Ich sagte dir bereits, dass die widerspruchslösung natürlich eingeführt wird, um die spenderbereitschaft zu erhöhen
... und was bedeutet die Erhöhung der Spendenbereitschaft, dass man mehr Organspenden hat.

Also ist das alleine doch schon die Begründung für diese Aussage oder nicht?:
LaDaya schrieb:denn das erklärte Ziel ist: mehr Organe immer mehr Organe.
gastric schrieb:Was ich von dir wissen will: WARUM das ziel mehr und immer mehr organe?
weiter oben hattest du aber noch nicht gefragt, warum es das Ziel ist, sondern es klang so, als hattest du die Aussage von @LaDaya angezweifelt, mit diesen Worten?:
gastric schrieb:Wenn du das mit überzeugung sagen kannst, dann auch mit begründung
Dein "das" bezog sich ja auf LaDayas "das erklärte Ziel ist: mehr Organe ..."
Und dies ist eben tatächlich das Ziel. Das würd auch ich mit Überzeugung so sagen.
gastric schrieb:Ist es finanziell, wenn ja, wer profitiert und inwiefern? Ist es ethisch, wenn ja, warum? Was macht den unterschied in den spenderzahlen, ob ich nun aktiv zustimmen oder aktiv widersprechen muss?
Darum ging es weiter oben noch gar nicht, das hast du erst später wissen wollen. :)


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18.04.2019 um 19:31
Optimist schrieb:Also ist das alleine doch schon die Begründung für diese Aussage oder nicht?:
Nein das wäre die antwort auf das wie. Eine begründung ist das angeben eines grundes für etwas, sprich die antwort auf die frage warum. Begründe das fehlende eis. Mit nem löffel. Begründe die aussage "das ziel ist mehr organe". Die widerspruchslösung.
Optimist schrieb:weiter oben hattest du aber noch nicht gefragt
Optimist schrieb:Darum ging es weiter oben noch gar nicht, das hast du erst später wissen wollen. :)
Ganz weit oben, als das ganze hier begann, ist meine erste reaktion auf die aussage:
LaDaya schrieb:denn das erklärte Ziel ist: mehr Organe immer mehr Organe.
Ein kurzes und knackiges:
gastric schrieb:Das ist das ziel? Und warum?
Das war meine erste frage nach der aussage. Warum? Wie es erreicht werden soll, ist mir klar nur das warum fehlt mir.


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18.04.2019 um 21:49
gastric schrieb:Das ist das ziel? Und warum?
gastric schrieb:Das war meine erste frage nach der aussage. Warum? Wie es erreicht werden soll, ist mir klar nur das warum fehlt mir.
ach so, jetzt verstehe ich. Du wolltest also wissen, weshalb man mehr Organe will...

Ich hatte es vermutlich deshalb fehlinterpretiert, weil du diesen Satz "Das ist das ziel?" mit einem Fragezeichen versehen hattest. Klang dann für mich so, als zweifelst du das Ziel an und fragst dann sinngemäß "warum sollte das das Ziel sein?".

Klassisches Missverständnis gewesen, aber jetzt ist es geklärt :)


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19.04.2019 um 00:12
Ein "Ziel" der Aktion wird vermutlich ersichtlich, wenn man die Wartelisten von schwerkranken Transplantationsanwaertern mit verfuegbaren Organen vergleicht!
Nur durch diese Diskrepanz blueht der illegale Organhandel so heftig und sorgt dafuer das in Drittlaendern Menschen getoetet und ausgeschlachtet werden, wie geklaute Autos.
Organspende kann daher auch zweifach Leben retten.
Der Mensch haengt nun mal am Leben und wenn das Geld beisammen ist, faehrt man nicht nur fuers neue Gebiss nach Polen/Rumaenien, sonden auch fuer die neue Niere/whatever nach Thailand, nur weil man ganz unten auf der Warteliste steht und wahrscheinlich schon Tod ist bevor man drankommt! Auch das verhindern genug "eigene"Organspender.


:mlp:


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19.04.2019 um 10:34
Und genau das wollte ich wissen, ob sich mit beiden seiten befasst wurde oder nur mit der dreckigen seite der medallie. Wir leben in einer welt, in der es organtourismus gibt. Es werden gewaltsam bei noch lebenden und GESUNDEN! menschen organe entnommen, es ist lukrativ eigene organe zu verkaufen, um dann in einem dreckigen op saal bei medizinisch fragwürdigen bedingungen zu verrecken. Organhandel, korruption, manipulation.... aufgrund eines mangels. Menschen auf wartelisten hoffen, bangen.... und sterben.

Natürlich will man mehr organe, jeder auf der warteliste wünscht sich eins. Natürlich wird irgendjemand finanziell davon profitieren nur ist das auch jetzt schon der fall. Die pharmalobby profitiert, weil für illegale organentnahmen ebenfalls medikamente gebraucht werden, die ärzte profitieren, weil sich menschen mit geld ein organ kaufen oder aber die warteliste manipulieren. Es ist doch jetzt nicht besser oder anders.... ganz im gegenteil diejenigen, die ehrlich sind, ziehen den kürzeren, diejenigen mit geld und macht nicht. Ist die aktuelle regelung besser und wünschenswerter? Irgendjemand profitiert doch immer. Interessanter sind die verlierer und wie man ihre situation erleichtern kann. Dazu muss man sich aber auch mit ihnen befassen und nicht nur mit:
LaDaya schrieb:Frag mal Spahn, Lauterbach, die Pharmalobby und die Transplanteure die sich damit eine goldene Nase verdienen
Denn die verdienen sich schon jetzt eine goldene nase und werden es auch weiterhin ohne ein mehr an organen.


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28.06.2019 um 00:23
Automatisch Organspender...

Was mich persönlich stört, ist der anberaumte Automatismus.

Ich lebe, also bin ich... Organspender?!?

Nein!

Ich habe Migefühl für all jene, die auf Organspende setzen, also ihre letzten Hoffnungen auf Organspende setzen, weil sie ohne ein neues Organ, koste es, was es wolle, egal von wem, egal auf welchem Wege es ihnen zur Verfügung gestellt wird, also vollkommen egal, was dahinter steckt, dass man ihnen ein neues Herz, eine neue Niere, einen neuen Darmausgang, was auch immer, wobei NEU ist das Organ ja nicht!, anbietet und sie sich selbst gezwungen sehen, dieses Angebot anzunehmen, - also ich habe Mitgefühl! Es tut mir sehr leid, dass es Menschen gibt, die sich in dieser Zwangslage befinden.

Aber, woher kommt der Mechanismus Organspende?

Wer hat ihn erfunden und wem hilft er?

Professor Barnard war ein hervorragender Herzspezialist.
Seine Proffession war, Menschen zu helfen.

Und er hat sich der Natur bedient.

Aber, ist die Natur tatsächlich für alle möglichen Möglichkeiten gemacht?


Nein.


Natürlich kann man es versuchen.

Natürlich sollte man forschen.

Und natürlich muss man sterben.

Wie zuvor geschrieben, mir gefällt der Automatismus in der Gleichung nicht.
Ich bin kein Ersatzteillager.


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28.06.2019 um 07:59
@pprubens
Es gibt keinen automatismus. Hast du nicht widersprochen, können es deine verwandten immernoch. Da du aber von ersatzteillager sprichst, hast du hoffentlich schon jetzt den organspendeausweis ausgefüllt oder aber mit denjenigen gesprochen, die dann im falle des falles die entscheidung treffen müssen. Ansonsten kann es dir passieren, dass du, obwohl du eigentlich nicht willst, dennoch zum spender wirst, weil deine liebsten da anderer meinung sind. Im grunde ändert sich nicht viel: du musst halt widersprechen, statt zustimmen. Hast du das nicht getan, müssen es deine verwandten. Im grunde wie jetzt auch. Der unterschied ist marginal.


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gorasul
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28.06.2019 um 09:01
Dafür. Is aber hier in Österreich eh automatisch.


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13.01.2020 um 16:23
In Sache Organspendergesetz, sehe ich ein sehr großes ethisches und moralisches Problem.
Das Gesetz wäre eine vor weg genommene persönliche Entscheidung durch den Staat und ist eine Bevormundung die entmündigt.
Der Gesetzgeber hat m.E. nicht das Recht DIESE Entscheidung vor weg zu nehmen und den Bürger zu einer Gegen-Handlung zu zwingen.
Vor diesem Gesetz stehen andere Lösungen zur Verfügung.
Vor allem sollten die freiwilligen Spender schneller ausfindig gemacht werden.

Der eigene Körper ist KEIN Allgemeingut, sondern persönliches Hab und Gut. Körper, Geist und Seele gehören dem Individuum.
Der Mensch kann seinen Körper incl. dessen Innenleben nur freiwillig seinen Nächsten zur Verfügung stellen.
Mit diesem Gesetz würden automatisch die zuvor bestehende Freiwilligkeit WERTLOS gemacht.
Jeder der bisher freiwillig ein Spender war, dessen Gabe wird automatisch entwertet.
Nächstenliebe und das wahre Geben verlangt die FREIWILLIGKEIT und kann nicht per Gesetz entstehen.
Alle die auf diesem Weg Spenderorgane bekommen würden, nehmen Organe, nur weil der Staat dann einen Weg des Zwanges erlaubt hat/frei gemacht hat. Der Weg ist das Ziel!
Wege mit Zwang oder Handlungszwang wegen Automatismus sind keine guten Wege!
Der Mensch wird zur Handelsware gemacht.

Durch dem „Geiz ist Geil-Denken“ und Gewinnmaximierung wurde die Berufe entwertet und die Wertschätzung der Güter dabei vernichtet und nun folgt die letzte Möglichkeit der Ausbeutung.
Die Folgen des Mindestlohnes sind der BEWEIS dafür, dass der Köpereinsatz (Arbeit) entwertet ist.
Der Arbeiter arbeitet mit SEINEM einzigen Körper und innerhalb SEINER Lebenszeit FÜR die Erhaltung des Wirtschaftssystems. Und für diesen Körpereinsatz bekommt viele nur Mindestlohn und müssen die Folgen erleben.
Und nun soll dieser, vom System ausgebeutete Arbeiter am Ende seiner Tage auch noch seine Organe zur Verfügung stellen?

Solange es wachsende Armut in Deutschland gibt, ist das Gesetz falsch.
VOR der Erlassung dieses Gesetzes muss der Staat dafür sorgen, dass alle arbeitenden Menschen nicht verarmen. (Laut Statistik sterben Arme früher als Reiche (hörte ich im Radio).
Einem Menschen, den die Gesellschaft und ihr System in finanziellen Notlagen bring und dann im Stich lässt (FOLGEN des Mindestlohnes) dem auch noch sein Innerstes zu nehmen ist sozial ungerecht.
Das Gesetz spricht gegen dem Prinzip der Logik und Vernunft.

Wird ein Staatsbürger dem Allgemeingut zur Verfügung gestellt, so muss zuvor mindestens staatlich gesichert sein, dass der, so zum Organgebender gemacht wird, zu Lebzeiten würdig leben und erleben konnte.
Dies ist derzeit nicht GEGEBEN, denn Arbeitende werden in diese Gesellschaft in die Armut getrieben.
Die Gesellschaft bildet derzeit keine wirkliche Einheit (Geimeinschaft mit Gemeinwohl FÜR ALLE). Das tut sie nicht, solange wie die Schere zwischen Arm und Reich weiter auf geht. Armut, geringe Teilhabe am sozialen Leben usw., ist die Folge von niedrigen Löhnen und geringer Wertschätzung der Arbeit des Menschen in niederen Arbeiten mit Niedriglohn.

Es sind also weder die Vorbedingung zu diesem Gesetz erfüllt noch sind ALLE derzeit noch zur Verfügung stehenden Maßnahmen ergriffen worden. Das "Automatisch-Spender-Gesetz" hat kein Recht zu existerien.
Würde die Gesellschaft sozialer sein, sähe dies anders aus.
Leider ist es aber ZURZEIT wahr, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht.
Es besteht also derzeit nicht die notwendige Grundlage/Gleichheit/Fundament, welches die Grundvoraussetzung einer Einheit ist und eine Gesellschaft zu einer Einheit macht. Denn dies verlangt ja eben auch, dass ALLE Menschen von ihrer Arbeit würdig Leben können und dies auch bei Krankheit, Arbeitslosigkeit und Rentenalter. Aber das Gegenteil ist ja leider der Fall: Das System führt in die Armut.
Zu viele Menschen erleben derzeit Armut. Sie erleben real Armut/Mangel, weil der Niedriglohnsektor logischerweise diese Folge mit sich bringt und der Staat ausgleichende Handlungen unterlassen hat.
Eine gerechte Gesellschaft und ein soziales Sozialsystem ZEIGT ein anderes Bild.

Das Sozialsystem ist viel zu ungerecht, um dieses Gesetz erlassen zu können. Das Miteinander leben und dem Nächsten erleben lassen ist in einer großen Schieflage. Gleiches verlangt nun mal zuerst eine Gleichheit in der Unterlage. Eine Wage der Gerechtigkeit die schief steht, weil der Untergrund zu krumm ist, kann keine Gerechtigkeit bringen! Solange soziale Ungleichheit besteht, dürfen nicht ALLE Mensch automatisch zum Spender gemacht werden, sondern nur jene die dies Freiwillig tun.
Nun sollen also jene die man sowieso schon zu Lebzeiten ausbeutet mit ihrem Tod auch noch automatisch ihre Organe abgeben.
Damit hat Ausbeutung ein weiteres „Gesicht. Der Mensch wird zu einer weiteren Handelsware gemacht.

Kommt es zum Organspendergesetz, dass ALLE Menschen automatisch zu Spendern macht, wird das Innerste des Menschen von 2 Seiten zur Gewinnmaximierung benutzt (ausgeschlachtet/ausgebeutet). Einerseits von den Empfängern, da sie Zeit gewinnen (an sich die gute Seite) aber andererseits auch von allen die durch Transplantationen GELD verdienen (böse Seite).
Es wird mit Sicherheit mit den Organen GELD verdient. Menschen, die zu den Besserverdiener zählen, verdienen ihr Geld damit, sie verdienen in dem der Arbeiter im Mindestlohn im Sterben liegt. Wer weiß, vielleicht bekommt der Mensch, der in dieser Gesellschaft zu den minderwertigen Arbeitern zählt und in seinem Leben noch nie vorne dran dabei war, in der Stunde seines Todes doch noch mal schnell nach vorne, indem er schneller seine Hirntot-Diagnose ausgestellt bekommt, als ein anderer „wertvollerer“ Mensch.
Nach dem Motto: Erst ausbeuten und dann schnell entsorgen.

Wer kann sicherstellen, dass der Mensch (z.B. der behandelnde Arzt) tatsächlich im besten Sinne handelt? Niemand, denn das ist ein „DING“ der Unmöglichkeit. Und was ist, wenn die Verweigerung der Entnahme ZU SPÄT „gefunden“ wird? Wer kann sicherstellen, dass die Verweigerung RECHTZEITIG erkannt wird? Im Falle einer Fehlentnahme ist ein Rückgängig machen oder eine Wiedergutmachung nicht mehr möglich.
Zu wie vielen unerlaubten Organentnahmen wird es kommen? Wieviel sind einer zu viel?
Jeder Mensch macht Fehler! Mit Fehler machen so manche sogar Geld.
Beispiele: Mängel angeben wo keine sind und so Rabatt erschleichen. Fehldiagnosen stellen. Dafür sorgen, dass Bürger Fehlkäufe tätigen. Zulassen, dass Bürger Artikel kaufen können deren Verwendung verboten ist (Affenhausbrand) USW.
Und jetzt spricht man darüber den Menschen zum Warenlager zu machen?
Sorry, aber dafür ist die Menschheit noch viel zu verdorben und unvernünftig.

Eine m.E. auch sehr wichtige Frage ist diese:
Wie viele Krankenhäuer und Ärzte gibt es in Deutschland, die eine Organtransplantation durchführen können UND wie viele Organsuchende stehen dem Gegenüber? Zur Frage gehört auch diese Frage: Reicht die ZEIT aus? (Operationszeit der zur Verfügung stehenden Ärzte, denn der Arzt muss ja auch mal schlafen gehen.)

Alles hat 2 Seiten! Darum kann das Gegenteil des gewünschten erreicht werden.


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13.01.2020 um 16:55
Feuerseele schrieb:Der Gesetzgeber hat m.E. nicht das Recht DIESE Entscheidung vor weg zu nehmen und den Bürger zu einer Gegen-Handlung zu zwingen.
Es geht um die doppelte widerspruchslösung. Entweder du sagst selbst " ne willste nicht" oder aber du wirst im falle des hirntodes zum "potentiellen spender" und deine angehörigen werden befragt. Sagen diese du wolltest nicht spenden, biste kein warenlager. Sagen sie, du willst spenden, wird entnommen.

Gleiches gilt btw auch jetzt nur andersherum. Trägst du einen organspendeausweis bei dir und hast "ja" oder "nein" angekreuzt, ist die sache geklärt. Trägst du keinen bei dir, werden die angehörigen befragt und die können entweder zusagen oder ablehnen.

Im grunde ändert sich nicht viel und eigeninitiative wäre auch beim aktuellen model sinnvoll, denn sonst kann es passieren, dass deine angehörigen nicht deinem wunsch und willen entsprechen, weil ihr ganz einfach nie miteiander über das thema gesprochen habt und so nie geklärt habt, was der jeweils andere möchte. Wäre schon doof, wenn deine mutter spenden wollen würde und du dir denkst, du willst das nicht für sie..... oder eben auch andersherum deine mutter möchte nicht spenden und du denkst dir, ist doch ne tolle sache.

Insofern unabhängig der gesetzteslage: tragt nen bescheuerten organspendeausweis und macht selbst das verdammte häkchen, wo ihr es haben wollt, wenn euch die eigene entscheidung so verdammt wichtig ist. Andernfalls entscheiden andere für euch.


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16.01.2020 um 08:51
gastric schrieb:... Gleiches gilt btw auch jetzt nur andersherum. ... ..Im grunde ändert sich nicht viel ..
Eben! Die Sache wird jetzt einfach nur rumgedreht.
Was sorum nicht funktioniert hat, soll angebich andersrum funktionieren. Das tut es aber nicht, im Gegenteil.
gastric schrieb:Wäre schon doof, wenn deine mutter spenden wollen würde und du dir denkst, du willst das nicht für sie.....
Freiwilige Spender müssen das NUR AMTLICH-dokumetiarisch FESTLEGEN z.B. Personalausweis oder Krankenkasse. Der Mensch muss ja sowieso identiviziert werden. 1 Blick auf den Ausweis und alles ist klar. Kein Kind hat dann was anderes zu sagen.
Der fetzen Papier WAR NIE das gute Mittel!

Die illegale Organentnahme ist mit und ohne Gesetz möglich.
MIT dem Gesetz wird die illegale Entnahme zu einem Versehen gemacht.

WEIL dann ja ALLE GRUNDSÄTZLICH Spender sind, wird/ist eine illegale Entnahme unmöglich, dann KÖNNEN die Organe automatisch nur noch aus Versehen entnommen werden.

Es ist nicht sicher zu stellen, dass dem Widerrufenden wirklich keine Organe entnommen werden.
Das Organspendergesetz, welches ALLE zu Organspendern machen will, BIETET KEINE Sicherheit! Im Gegenteil!
Menschen machen Fehler. = MIT dem Fehler machen können werden dann Geschäfte gemacht und das Gesetz öffnet diese „Tür“. (Schlupfloch/so wie Steuerschlupflöcher entstehen.)

Aus der moralisch-ethischer Sicht, ist es BESSER den Freiwilligen nicht zu finden, als den der ablehnt nicht zu finden.

Der Freiwillige weiß SOWIESO NIE SICHER OB er am Ende tatsächlich Spender ist. ABER der der Ablehnende BESTIMMT das Ende FEST.
Und wenn, es am Ende dann nicht so kommt wie er festgelegt hat, wurde mit 100% Sicherheit GEGEN seinen Willen gehandelt!

Das Falsche kann also nur passieren, wenn das Gesetz Gültigkeit hat!
Das Flasche kann nicht passieren, wenn das Gesetz keine Gültigkeit hat.
Mit dem Gesetz, kann also leichter das Falsche getan werden als das Richtige.
Daher ist das Gesetz m.E. mehr auf der falschen/bösen“ Seite als auf der guten Seite.

Das Gesetz gibt die erste Richtung (liefert den Anfang) einer Kausalität und bestimmt den Verlauf.
Am Anfang steht: DU BIST Spender.
Im weitere kommt es dann auf deinen Nächsten an. Erkennt er deinen Widerspruch/Wunsch? WILL der Nächste erkennen?
Wer den Verweigerer nicht erkennen will, schaut er EINFACH weg und schweigt!
Am Ende steht da nur ein Versehen.
Eine illegale Handlung gibt es dann ja nicht mehr.
Die Vertuschung der Schuld, wird gesetzlich LEICHT gemacht.

Derzeit werden die freiwilligen Spender ja nicht gefunden, weil die Spender NUR lumpigen Zettel dabeihaben.
WIE SICHER ist es, dass die Verweigerer gefunden werden?

Warum werden derzeit die Organe der freiwillige Organspender nicht entnommen? = Freiwillige Spender SIND am Enden keine Spender.
Warum will der Staat per Gesetz die Möglichkeit erschaffen, dass die Organe der Verweigerer entnommen werden? = Verweigerer sind am Ende Spender.
Warum will man per Gesetz die Möglichkeit erschaffen, dass Unentschlossene und Unfreiwillige Spender zu Verfügung stehen?

Wenn man die freiwilligen Spender FINDEN will, SUCHT man methodisch nach ihnen. Wenn man merkt, dass man die freiwilligen Spender NUR schwer FINDET, SUCHT man zuerst nach einer besseren Methode bevor man eine schlechte/böse Methode in KRAFT treten lässt. Dies ist noch nicht erfolgt!
Somit besteht kein gerechter, kein moralisch-ethisch vertretbarer GUTER Grund für dieses Gesetz!

Ich will nicht, dass meine Organe einem betrügerischen unehrlichen Menschen (z.B. Steuerbetrüger) gegeben werden. Alles was ich zu geben habe, gebe ich jenen die ich ausgewählt habe. Auf jeden Fall bin ich solange diese Gesellschaft Arbeiter im Mindestlohn mit den Folgen des Mindestlohnes allein lassen, nicht bereit meine Organe willkürlich allen Menschen zu geben.


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16.01.2020 um 09:55
Feuerseele schrieb:Somit besteht kein gerechter, kein moralisch-ethisch vertretbarer GUTER Grund für dieses Gesetz!
Feuerseele schrieb:Ich will nicht, dass meine Organe einem betrügerischen unehrlichen Menschen (z.B. Steuerbetrüger) gegeben werden. Alles was ich zu geben habe, gebe ich jenen die ich ausgewählt habe
Das finde ich 2 wichtige überdenkenswerte Aspekte.

Hinzu kommt für mich noch eine weitere Überlegung:
Ist es überhaupt - so rein prinzipiell gesehen - eigentlich moalisch und ethisch vertretbar, einen Menschen quasi als "Ersatzteillager" anzusehen?
(ist sicher schon mal irgendwo diskutiert worden, aber habe solche Disussionen noch nicht mitbekommen)


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16.01.2020 um 10:10
Dagegen und gegen Jens Spahn als Gesundheitsminister!


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16.01.2020 um 10:14
Optimist schrieb:Ist es überhaupt - so rein prinzipiell gesehen - eigentlich moalisch und ethisch vertretbar, einen Menschen quasi als "Ersatzteillager" anzusehen?
Gegenfrage:
Ist es moralisch vertretbar einen Menschen sterben zu lassen obwohl man ihn retten könnte?


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16.01.2020 um 11:25
... also könnte man sagen wenn ein korruppter Artz zur Organmafia gehört könnte er sich mit Absicht an dir berreichern weil, kein Widerspruch zu Lebzeiten eingelegt wurde,du aber hättest die Op andernfalls überstanden wenn der Arzt sich mehr angestrengt hätte.

Wer soll danach kontrollieren können ob das nicht aus Unkenntnis heraus entstanden ist,oder der Arzt und der Notar für die wiedersprüche gemeinsam solche Widersprüche verschwinden lassen haben ?

Da find ich die Variante mint dem selber beantragen Sicherer,selbst wenn eine Unterschrift und so ein Organspendeausweis vermutlich auch sehr einfach zu fälschen sind


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16.01.2020 um 11:34
bipolarunit schrieb:wenn ein korruppter Artz zur Organmafia gehört könnte er sich mit Absicht an dir berreichern
Es besteht viel weniger Gefahr wie jetzt, da mit der neuen Regelung genug Organe zur Verfügung stehen.
Jetzt hätte ich an deiner Stelle Angst, da viel zu wenig Spenderorgane vorhanden sind...


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16.01.2020 um 11:36
@Kurzschluss
Das macht die Preise auf dem Schwarzmarkt kaputt :N:

:troll:


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16.01.2020 um 11:36
Feuerseele schrieb:WEIL dann ja ALLE GRUNDSÄTZLICH Spender sind
Sie sind POTENTIELLE spender, keine grundsätzlichen.
Feuerseele schrieb:ABER der der Ablehnende BESTIMMT das Ende FEST.
Na umso besser. Lehnt endlich offiziell ab, da aktuell in den medien, beschäftigt das tehma wenigstens mal.
Feuerseele schrieb:Derzeit werden die freiwilligen Spender ja nicht gefunden, weil die Spender NUR lumpigen Zettel dabeihaben.
Es ist ne lumpige karte aus hartplastik... im grunde nichts anderes mehr als nen ausweis oder die krankenkassenkarte. Die sollten alle gut sichtbar in der geldbörse schlummern. Tun sie bei mir bspw.
Feuerseele schrieb:Das Falsche kann also nur passieren, wenn das Gesetz Gültigkeit hat!
Das Flasche kann nicht passieren, wenn das Gesetz keine Gültigkeit hat.
Dafür passiert das falsche aber ganz schön häufig so ganz ohne gültiges gesetz.
Feuerseele schrieb:Warum werden derzeit die Organe der freiwillige Organspender nicht entnommen? = Freiwillige Spender SIND am Enden keine Spender.
Aus diversen gründen. Um überhaupt als spender in frage zu kommen, braucht es schon sehr viel "glück". Im grunde kommen dafür nur menschen in frage, die im krankenhaus an maschinen versterben und das auch nur, wenn sie nicht an irgendwelchen ansteckenden erkrankungen verstorben sind. Das trifft sowieso schon nur auf einen geringen teil der menschen zu und auf einen noch geringeren anteil der spender. Desweiteren sind für krankenhäuser organtransplantationen oftmals ein minusgeschäft, welches sich bspw ein kleines krankenhaus nicht leisten kann. Zudem fehlt es an transplantationsbeauftragten gerade in kleinen krankenhäusern, die die spendeneignung überhaupt feststellen können.

Wir haben hier also zu wenige spender, die überhaupt in einem zustand versterben, dass sie spender sein könnten und ein system, in dem organtransplantationen nicht ausreichend finanziell vergütet werden, damit man wenigstens bei +- null herauskommt, sondern als krankenhaus noch draufzahlt. Beide probleme sollen angegangen werden.
Feuerseele schrieb:Ich will nicht, dass meine Organe einem betrügerischen unehrlichen Menschen (z.B. Steuerbetrüger) gegeben werden.
Dann widersprich.
Feuerseele schrieb:Was sorum nicht funktioniert hat, soll angebich andersrum funktionieren. Das tut es aber nicht, im Gegenteil.
Und zu guiter letzt: schauen wir uns österreich an. Dort ist es schon seit längerem der fall, dass man der organspende aktiv widersprechen muss, da man dort automatisch sonst als organspender gelistet wird. Österreich hat im jahre 2017 373 verstorbene personen gemeldet die als spender in frage kommen. In deutschland waren es 797 menschen, die nach dem tod gespendet haben. Da vergleicht man ein land mit ~8mio einwohnern mit einem land mit ~90mio einwohnern und findet einen unterschied im faktor 2,xxx bei einer einwohnerzahl, die sich im faktor 10 unterscheidet. Ob dahingehend also das gegenteil eintrifft, wäre abzuwarten. Die erfahrungen mit ländern, die diese methode anwenden und nicht auf freiwillige meldung hoffen, zeigen jedenfalls, dass es andersherum (allein schon aus faulheit und gleichgültigkeit der menschen) durchaus besser funktionieren kann.
bipolarunit schrieb:... also könnte man sagen wenn ein korruppter Artz zur Organmafia gehört könnte er sich mit Absicht an dir berreichern weil, kein Widerspruch zu Lebzeiten eingelegt wurde,du aber hättest die Op andernfalls überstanden wenn der Arzt sich mehr angestrengt hätte.
Der korrupte arzt steht eher selten allein im op. Der korrpute arzt muss weiterhin die angehörigen befragen, die ihr ok zur entnahme geben müssen. Zudem muss der korrpute arzt dafür sorge tragen, dass der patient spenderfähig bleibt. Für die "organmafia" ist es einfacher nen obdachlosen von der strasse zu fangen und den auszuweiden oder aber auf "freiwilligkeit" durch geldnot (niere verkaufen), als so einen aufriss zu gestallten.
bipolarunit schrieb:Da find ich die Variante mint dem selber beantragen Sicherer,selbst wenn eine Unterschrift und so ein Organspendeausweis vermutlich auch sehr einfach zu fälschen sind
Sogar sehr einfach. Nur wozu, wenn es reicht dem armen nigerianer 100€ für ne niere zu bieten oder noch besser ihn zu entführen und die organe hierherzuschiffen? Das ist seit jahrzehnten gängige praxis.
Wikipedia: Organhandel


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16.01.2020 um 11:42
Kurzschluss schrieb:Jetzt hätte ich an deiner Stelle Angst, da viel zu wenig Spenderorgane vorhanden sind...
Ich habe eher die Befürchtung das Organe auch zu Erforschungszwecken missbraucht werden sollen, den für jedes Krebsbefallene Organ welches ein Arzt an ein Labor schickt gibts laut internet ne ganze Menge Geld, den nur an sowas kann man ja auch ordentlich neue Antikrebsmedikamente oder Therapien testen.


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16.01.2020 um 11:51
bipolarunit schrieb:Ich habe eher die Befürchtung das Organe auch zu Erforschungszwecken missbraucht werden sollen
Man kann ganz offiziell nur für forschung spenden. Gerade todkranke menschen sind oftmals sogar eher bereit für die forschung zu spenden. Sie sterben in naher zukunft sowieso an ihrer krankheit. Der ein oder andere möchte so noch helfen und die organe von krebspatienten werden nicht mehr in andere menschen verpflanzt. Krebszellen sind nämlich "ansteckend". So geschehen in den niederlanden, bei der sich der nicht diagnostizierte brustkrebs der spenderin (verstorben an schlaganfall) auf die empfänger übertragen hat.


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