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Totgesagte leben länger!

29 Beiträge, Schlüsselwörter: Video, Buch, Bücher, Bildung, Lesen
Orig.Nathan
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Totgesagte leben länger!

06.06.2019 um 22:30
Die erfreulichste Nachricht in dieser Woche:

Es lebt! Das Buch lebt! Jedenfalls in Deutschland. Deutsche lesen wieder mehr und nein, nicht etwa "Mein Krampf" oder ähnliches, oder Rosamunde Pilcher, sondern tatsächlich Kinderbücher. Unsere Kinder lesen wieder und der Handel vermerkt wieder stolze Zuwachsraten.

Mich macht das fast schon euphorisch, aber es stellt sich natürlich die Frage "Warum sind Bücher wichtig gerade für die Entwicklung eines Kindes?" oder stimmts vielleicht gar nicht? Sind Bücher ersetzbar? Ist ein schönes Lernvideo nicht viel eindringlicher als ein statisches Bilderbuch?

Wie sind denn so die geschätzten Meinungen?


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06.06.2019 um 22:42
Orig.Nathan schrieb:Sind Bücher ersetzbar?
Als Verlagsmitarbeiterin kommt von mir natürlich ein klares Nein. Bücher sind nicht ersetzbar.
Bücher bieten mehr als Videos oder andere Medien je könnten. Sie fördern das Textverständnis, Rechtschreibung und Grammatik verbessert sich, sie regen die Fantasie und Kreativität an, der Wortschatz wird erweitert, Lesen hilft bei sozialer Kompetenz und bei Problemlösungen ... Diese Liste kann man lange weiterführen.

Klar, auch die neuen Medien (Videos, Games etc.) haben ihre Vorteile, sie machen Spaß, sehen toll aus und ich konsumiere sie auch gerne. Doch nichts kann für mich ein gutes Buch ersetzen, welches mich stundenlang in ganz andere Welten entführen kann. Für Kinder sind Bücher essentiell in ihrer Entwicklung. Außerdem gibt es so fantastische Kinderbücher, um die es wirklich schade ist, wenn sie nicht mehr gelesen werden.


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06.06.2019 um 22:53
Luminita schrieb:Als Verlagsmitarbeiterin kommt von mir natürlich ein klares Nein.
Ah, ein klares Statement von kompetenter Seite!

Ich muss noch den Link servieren, das hatte ich vergessen:

--> https://www.n-tv.de/wirtschaft/Buecher-sind-wieder-beliebter-article21072481.html


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06.06.2019 um 22:55
Luminita schrieb:Außerdem gibt es so fantastische Kinderbücher, um die es wirklich schade ist, wenn sie nicht mehr gelesen werden.
Sag mal dein liebstes Kinderbuch (im Kindsalter natürlich):

meins war Anatole

https://bilder.buecher.de/produkte/27/27221/27221222z.jpg


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07.06.2019 um 09:50
Ein Leben ohne Bücher ist möglich - aber sinnlos :D

Ich finde es wirklich toll, dass Kinder wieder mehr richtige Bücher lesen.
Könnte mir ein Leben ohne überhaupt nicht vorstellen.

Ich besitze auch noch sämtliche Kinderbücher, die ich je besessen habe.
Einen Favoriten habe ich nicht - da gibt es viele.

Die Bücher von Diana Wynne Jones zum Beispiel
auch sehr viele von Astrid Lindgren


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07.06.2019 um 19:58
Nichts geht über Räuber Hotzenplotz
Zugegebenermaßen schon lange nicht mehr gelesen aber Bücher wie diese haben bei mir die Lust am Lesen geweckt. Und die Fantasie angeregt.
Ich lese heute noch gerne zur Entspannung


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07.06.2019 um 21:04
Ich bin bekennende Leseratte...
Ein Buch regt die Fantasie an ...
Ohne wäre mein Leben ärmer..
Ich finde es toll das Kinder noch lesen.
Wenn man bedenkt , das unser Schulsystem 30% Leute die nicht lesen können produziert...
Es ist so schade...


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07.06.2019 um 22:17
Orig.Nathan schrieb:"Warum sind Bücher wichtig gerade für die Entwicklung eines Kindes?" oder stimmts vielleicht gar nicht?
Ich würde sagen es kommt auf das Kind drauf an.

Mein Sohn zum beispiel liebt es vorgelesen zu kriegen, ich lese ihm und meiner Tochter jeden Abend vor. Meine Tochter ist aber meist eher uninteressiert dabei.
Beim Aussuchen des Buches wechseln wir jeden Abend ab und man kann sich auch Spielen aussuchen. Das mit dem Spielen habe ich eigentlich nur wegen ihr eingeführt weil ich gemerkt habe dass am Lesen fast kein interesse bei ihr besteht.
Mein Sohn schimpft aber wenn sie sich jeden Abend Spielen aussucht und meint sie soll öfter Lesen, naja wie Kinder halt so sind :D
Orig.Nathan schrieb:Ist ein schönes Lernvideo nicht viel eindringlicher als ein statisches Bilderbuch?
Naja ich weiss nicht vielleicht wenn in dem Video vorgelesen wird oO

Ne mal im ernst, es stärkt denke ich das Kind wenn es selbst Lesen lernt Kinder gucken sich ja ab was ihre Vorbilder ihnen vormachen.

Ich selber lese fast garkeine Bücher und tue mich auch verdammt schwer mal eins zu Finden dass mich interessiert.
Letztens war ich in einem Buchladen und wenn ich die Titel von den meisten Büchern so lese wird mir schon langweilig.
Hätte fast eins von Steven Hawking über Zeit gekauft war mir glaube ich aber dann zu aufwendig zu Lesen und zu Verstehen für ein paar neue Informationen. Ich denke aber das werde ich noch Lesen irgendwann.


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07.06.2019 um 22:32
Luminita schrieb:Als Verlagsmitarbeiterin kommt von mir natürlich ein klares Nein. Bücher sind nicht ersetzbar.
Bücher bieten mehr als Videos oder andere Medien je könnten. Sie fördern das Textverständnis, Rechtschreibung und Grammatik verbessert sich, sie regen die Fantasie und Kreativität an, der Wortschatz wird erweitert, Lesen hilft bei sozialer Kompetenz und bei Problemlösungen ... Diese Liste kann man lange weiterführen.
In der Parallelklasse meiner Nichte (1. und 2. Klasse) lernten die Schüler vermehrt auf dem IPad oder E-Book Reader, jedenfalls auf einem Gerät. Die Klasse schnitt im Fach Deutsch um 0,8 Punkte und um 1,1 Punkte besser ab als die Klasse meiner Nichte. Die Schulleitung hat dieses Projekt aus einer Münchener Schule, wo ähnliches beobachtet wurde.

Zudem bemerkten die Lehrer ein erhöhtes Interesse am Lesen. Selbst in den Pausen laßen die Schüler lieber auf dem IPad als zu spielen.

Die Schule möchte das bald weiter fördern, noch war es nur eine Testphase und das Schulamt stellt sich quer.


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07.06.2019 um 22:33
Materianer schrieb:Ich selber lese fast garkeine Bücher und tue mich auch verdammt schwer mal eins zu Finden dass mich interessiert.
Das Problem ist auch, dass sich sehr viele Leute genieren zuzugeben, nicht gerade Werke der Weltliteratur vorzuziehen. Beim Lesen kommt der Appetit langsam aber sicher. Ich habe auch nicht angefangen mit dem Ulysses von James Joyce, sondern mit Fix&Foxi Heftchen ("Schundheftchen") von Rolf Kauka. Dann natürlich Mickey Mouse, Donald Duck und Co. Ein wenig später dann Karl May, alles rauf und runter.
In der Schule wurden wir dann traktiert mit Gottfried Benn und Annette von Droste-Hülshoff, und das auf nüchternen Magen. Übel, übel. Freiwillig habe ich dann Schiller gelesen, später Goethe und immer zur Abwechslung auch "Perry Rhodan" mit seiner CrestI bis CrestV usw. , oder auch Gunman Jerry Cotton, den unverwüstlichen, der pro Romanheftchen mindesten 5 mal mit schwersten Gehirnerschütterungen weiter Verbrecher jagte und dessen Jaguar E schon mal nen Liter Castrol im Stand konsumierte... eine Wohltat... und dann kamen bis heute tausende von Büchern, alles durcheinander, am liebsten Seekriegsromane über Mr. Horatio Hornblower und Politisches vom geliebten Tucholsky. Ich lese was kommt, von der Zeitschrift "Die Yacht" über "Cosmopolitan" bis "Landluft" (oder so ähnlich...)

Wirklich, lies was dir gefällt, es muss wirklich nicht notwendig ein "gutes Buch" sein. Niemand könnte genau erklären was das auch sein sollte und es ist mit die spießigste Formulierung "...und abends dann ein gutes Buch...". ja, scheiße. Ein schlechtes tut es auch für den Anfang, aber irgendwann lernt man zu differenzieren, die Ansprüche steigen, Querverweise offenbaren sich und eine ganz neue Welt tut sich auf, die Literatur, von "Fanny Hill" bis zu den Werken von Virginia Woolf.

Wer gleich mit Thomas Mann anfängt hat schon verloren, denn spätestens nach dem ersten, über drei Buchseiten verschachtelten Satz mit mindestens einem Dutzend Anspielungen auf Werke anderer Autoren kommt man sich vor wie ein Würstchen und schmeißt den Folianten auf den Sondermüll.


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07.06.2019 um 22:38
Materianer schrieb:Ich selber lese fast garkeine Bücher und tue mich auch verdammt schwer mal eins zu Finden dass mich interessiert
Das geht mir genauso. Ich habe vielleicht vor 20 Jahren das letzte Mal ein Buch komplett gelesen, welches kein Sachbuch oder Lexikon war (Vorlesen bei Kindern mal abgesehen). Meistens langweilt mich das schon nach einem Viertel. Entweder fehlt mir da die Fantasie oder es ist mir einfach zu langsam und starr.


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08.06.2019 um 11:10
MrRedwood schrieb:Zudem bemerkten die Lehrer ein erhöhtes Interesse am Lesen. Selbst in den Pausen laßen die Schüler lieber auf dem IPad als zu spielen.
Der Vorteil eines Buches gegenüber einem elektronischen Lesegerät ist aber, dass es keinen Strom braucht, und dass es nicht so teuer wird, wenn man mal vergessen hat, wem man es verliehen hat.

Ansonsten haben Bücher mehrere Vorteile gegenüber beispielsweise Filmen:
- wie bereits gesagt, lernt man die Rechtschreibung automatisch und ohne es zu merken, mit
- wenn man etwas nicht richtig mitgekriegt hat, ist es weniger aufwendiger, zurückzublättern, als eine DVD oder Videokassette an die richtige Stelle zurückzuspulen (und letzteres ist sogar mit der Zeit schädlich für die Kassette), um es nochmal nachzugucken. Bei einem Film im Kino oder Fernsehen ist Zurückspulen sowieso keine Option
- Lesen kann man auch für sich, im Stillen, egal, was andere Personen um einen herum machen. Allerdings ist es natürlich auch eine einsame Beschäftigung, weil man nicht so einfach über den Inhalt diskutieren kann, nicht mal, wenn alle daseselbe Buch lesen
- im Buch sind die handelnden Personen eindeutig zu identifizieren, weil sie jedesmal mit ihrem Namen genannt werden. Bei vielen Filmen habe ich Probleme, die Leute auseinander zu halten. Besonders bei Krimis ist das blöd
- Lesen fördert die Phantasie, weil man sich alles vor dem inneren Auge vorstellen muss. Beim Film ist alles vorgegeben. Wohl jeder kennt die Enttäuschung, wenn er die Verfilmung seines Lieblingsromans sieht. Das betrifft meistens nicht nur die oft abgewandelte Handlung, sondern auch Kleinigkeiten wie Kostüme
- ein Buch, also schriftliche Literatur, bietet, wie kaum ein anderes Medium, die Möglichkeit, die Gedanken und Gefühle mehrerer Personen deutlich zu machen


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08.06.2019 um 13:21
@AlteTante
wer verleiht denn seinen e-reader :ask:
wenn dann gibt man doch nur das eBook weiter, teilt sozusagen.


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08.06.2019 um 22:34
Das einzige was mich an Bücher stört ist, dass mir das Lesen im Bett oder auf dem Sofa zu unbequem ist.
Also lese ich immer am Schreibtisch, naja, ich zocke ja auch am Schreibtisch aber trotzdem hätte ich wohl das ein oder andere Buch mehr gelesen, wenn mir das im Bett nicht zu unbequem wäre. So sinds halt immer nur Serien oder Filme vorm pennen.

Hörbücher hab ich wohl mal ne Zeitlang gehört aber am meisten interessieren mich die alten Schinken aus Philosophie usw. und das kann ich nicht so gut verarbeiten, wenn das einer vorliest. Also Kants "die Welt als Wille und Vorstellung", könnt ich so garantiert nicht verstehen.
Deshalb gibts wohl auch keine Sachbücher als Hörbuch. :D


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08.06.2019 um 22:47
Ich habe in einer Kur eine junge Schriftstellerin kennen gelernt, die fast ihr Augenlicht verloren hatte, was sie sehr bedauerte.
Mannoman, was für ein fieses Schicksal.
Mich hat es animiert, wieder mehr zu lesen, weil meine Augen noch intakt sind.
Ehrlich gesagt, lasse ich mich auch mal gerne vom Fernsehprogramm berieseln. Faulheit vor dem Herrn, finde ich.


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09.06.2019 um 00:50
Ich freue mich berufsbedingt natürlich auch über jeden Menschen, der liest. Ich bin allerdings mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem ich es leid bin, dass das digitale Lesen für manch einen immer noch Lesen 2. Klasse zu sein scheint. Zumal das meistens recht empörte "Nein, ich lese noch richtige Bücher", nicht nur von älteren Semestern zu hören ist, gerade die aber von den Möglichkeiten der Technik vielleicht noch am meisten profitieren könnten. Ich finde es nämlich schade, wenn Menschen aufhören zu lesen, weil die kleine Schrift kaum noch erkannt wird und Lupen im Handling ja nun auch nicht immer ganz praktisch sind, man sich den Text auf einem E-Reader hingegen richtig groß ran ziehen könnte.

Ich selbst kaufe mir Bücher, wenn ich am Werk so interessiert bin, dass ich es mir gerne noch ins Regal stellen würde und E-Books, wenn es was für tägliche Pendeln zur Arbeit sein soll, weil ich es mittlerweile leid bin, dieses ständige Gewicht mit mir herumzuschleppen und dabei noch nicht einmal Auswahl zu haben, während ich unterwegs bin. Außerdem hat man auf dem E-Book-Reader auch direkt die Seite, auf der man plötzlich aufhören musste zu lesen, weil man nicht mitgekriegt hat, dass es Zeit wird, in den Zug zu steigen. :D

Weiterhin habe ich auch kein Problem damit zuzugeben, dass ich mitunter immer noch gerne Bücher lese, die man vom Anspruch her bei der Jugendliteratur einsortiert. Ich lese auch mal etwas Anspruchsvolles und zwischendrin auch immer wieder gerne mal Sachbücher zu ganz unterschiedlichen Themen, aber ich schäme mich sicherlich nicht dafür, dass ich z.B. momentan von Lockwood & Co. begeistert bin.

Der einzige Wermutstropfen ist momentan der Mangel an Zeit, der mir zum Lesen bleibt. Selbst mit dem E-Book-Reader ist das Lesen mitunter lästig, wenn man wie ich täglich mehrmals umsteigen muss, in keinem Gefährt mehr als 10 Minuten sitzt und einen guten Teil des Arbeitswegs zudem laufend zurücklegt. Mein Ausweg: E-Audios, die digitale Version der Hörbücher. Teilweise wechsele ich mich mit dem Lesen und dem Hören eines Werkes ab, das ist für mich ein ganz guter Kompromiss.


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09.06.2019 um 16:31
AlteTante schrieb:Der Vorteil eines Buches gegenüber einem elektronischen Lesegerät ist aber, dass es keinen Strom braucht, und dass es nicht so teuer wird, wenn man mal vergessen hat, wem man es verliehen hat.
Klar kostet es Strom und ist auch so teuer. Nicht umsonst ist das nur ein Projekt gewesen. Aber im Endeffekt war das Resultat sogar besser, weil die Schüler eben aktiver mit dabei waren.

Wenn ich wüsste, dass mein Kind durch digitale Medien besser lernt, einfach weil es interessanter ist, dann ist das ja nicht verkehrt.

Im Übrigen lese ich auch lieber im Buch. Ich habe es einfach lieber in der Hand als ein Handy oder IPad. Aber ich bin halt auch noch mit Buch aufgewachsen.

Die Punkte, die du als Vorteil des Buches gegenüber Filmen aufzeigst, gelten ja auch für digitale Medien.


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11.06.2019 um 08:48
Sterntänzerin schrieb:Ich bin allerdings mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem ich es leid bin, dass das digitale Lesen für manch einen immer noch Lesen 2. Klasse zu sein scheint. Zumal das meistens recht empörte "Nein, ich lese noch richtige Bücher", nicht nur von älteren Semestern zu hören ist, gerade die aber von den Möglichkeiten der Technik vielleicht noch am meisten profitieren könnten. Ich finde es nämlich schade, wenn Menschen aufhören zu lesen, weil die kleine Schrift kaum noch erkannt wird und Lupen im Handling ja nun auch nicht immer ganz praktisch sind, man sich den Text auf einem E-Reader hingegen richtig groß ran ziehen könnte.
Der Hinweis auf die Vorteile, die elektronische Medien für Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeiten bieten, ist ein sehr gutes Argument.

Aber gerade deswegen möchte ich generell e-books nicht gleichberechtigt neben ein Buch stellen. Mit Verlaub, auch für mich sind e-books "Bücher 2. Klasse", denn es fehlen ihnen Haptik, Olfaktorik und auch dieses ganz eigene Geräusch beim Umblättern der Seiten. Sicher kann man letzteres imitieren, aber das wirkt doch eher lächerlich. Für mich gehört die Einbindung aller Sinne zum Leseerlebnis dazu, wobei mir die dicken gebundenen Schinken schon zu Last fallen und für ein Schmökern vor dem Einschlafen eher ungeeignet sind. Da lobe ich mir die Erfindung von "ROwohlts ROtations ROmanen"...


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11.06.2019 um 11:06
Ein Vorteil des Papierbuchs ist, dass es nicht so schnell kaputt geht, wenn es mal runterfällt. Und selbst wenn Seiten Eselsohren haben, durchlöchert sind, kann man es (zwar nicht mehr verschenken, aber) noch lesen. Ja, sogar wenn es teilweise richtig kaputt ist, weil Seiten fehlen, kann man zumindest den Rest noch lesen.


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11.06.2019 um 11:33
@Materianer
Das Problem ist halt, dass es am Anfang in der Masse an Büchern mitunter schwer ist, was zu finden, was blind einfach packt. Welche Richtung würde Dich denn, wenn, interessieren?

Räuber Hotzenplotz, Krabat und später Die Spinne (so hieß Spiderman) bzw John Sinclair Heftchen waren in der Schule spannender als Herr Schiller oder Frau von Droste Hülshoff (die ich heute großartig finde). Poe oder Lovecraft konnte man hingegen auch in der Schulzeit schon cool finden.
Wichtig finde ich eine Kombination aus gutem Schreibstil und spannender Geschichte. Viele Autoren haben leider nur eins von beidem. Dankbar bin ich meinen Lehrern, dass sie mir Hesse nahegebracht haben.


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