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Dem Schicksal ergeben

29 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Schicksal ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Dem Schicksal ergeben

27.05.2005 um 01:01
Zerreissende Szenen.. eine Horde aufgereihter Menschen, sie trotten Richtung Krematorium, in ihren Gesichtern ein Wissen, eine Ergebenheit in ihr Schicksal,
ja , haben sie denn wirklich nicht gewußt, was geschieht? Ja, sind sie denn
alle treudoof marschiert, ja, war denn ihr Glaube wirklich ihre Kraft?

Ich frage mich das sehr oft, und verbinde es mit vielen heute alltäglichen aktuellen Geschehnissen.
Alter gebrechlicher Mensch schaut mit einer Todessehnsucht auf das Grab seiner geliebten Frau...
Kranker junger Mann vertraut sich den Göttern in Weiß an, ohne zu ahnen, er wird die Nacht nicht überleben, oder ahnte er es?
Ist in uns allen, ganz tief in uns, eine latente Todessehnsucht, eine Bereitschaft zum Übergang, zum womöglichen absoluten Ende?
Was sind dann das für genetisch gestörte Menschen, die "partout nicht sterben wollen", die alles tun, um ja noch ein Sekündchen länger da zu sein..
Sind es Menschen, die noch geliebt, gebraucht werden, sind es ausgebuffte Egozentriker ohne Glauben an irgendwas, außer an sich, das Jetzt und Hier?
Sind es gar Feiglinge, die einfach nur schiere Angst haben vor dem, was auch immer kommen mag?

Vom Tod zu reden, als gesunder, vitaler Mensch, ist wohl die Rede eines Unbeteiligten, und wird es bleiben, beteiligt insofern ist er nur, da er weiß, es wird ihn irgenwann ereilen, wäre auch schlimm, wenn es anders wär.
Wenn wir ihn wirklich immer und jederzeit vor Augen hätten, ihn wirklich hautnah, Zelle um Zelle spüren könnten, was er denn ist , dieser Tod.

Was denkt die Gazelle, der ihr Herz noch lebendig pocht, doch außerhalb ihres Körpers, die zusieht, wie sie langsam angefressen wird?
Wohl nichts, ist wohl eher verwirrt. "was geschieht hier?" so nach dem Motto..
Ist der Tod eine Entschlummern, ein Einschlafen, sind die Todesfürchtigen
allesamt Schlafgestörte, die es nicht anders wollen und die, die sich ergebenst
hingeben, sind sie des Lebens so müde?

Ja, so ist das, da schreib ich lange Zeit fast gar nichts mehr, und komm jetzt mit vielen Fragen daher.
Die Fragen sollten, wollen mir nicht ausgehen, und nicht jede Frage will wirklich beantwortet sein, es reicht, wenn es zum Nachdenken anregt, denk ich mal
laut..

Grüsse,
quentin.







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Dem Schicksal ergeben

27.05.2005 um 01:23
Für mich ist Tod und Sterben ein Unterschied.

Solange ich noch einen Grund zum leben habe möchte ich nicht sterben. Wenn ich doch sterben sollte dann bitte kurz und schmerzlos. Mein eigener Tod macht mir keine Angst, nur mein Sterben.

Bei Lebewesen die ich liebe macht mir beides Angst. Tod ist so endgültig. Mag sein, daß es ein Leben nach dem Tod gibt, aber was nützt mir das wenn ein lieber Mensch von mir geht und ich bin noch hier?

Im Allgemeinen würde ich sagen, daß es durchaus Menschen gibt die mit dem Leben abgeschlossen haben. Deren Liebste sind vielleicht schon Tod. Warum also nicht folgen? Ein Menschen den noch irgenwas im Leben hält, wird gegen den Tod kämpfen. Was aber nicht heißt das es ein Kampf ist den er gewinnt.

Es gibt zwei Wege der Todesangst zu begegnen: Sie lähmt mich und ich ergebe mich meinem Schicksal oder ich kämpfe.

Für mich ist der Tod eine Ende. Ob er auch ein Anfang ist kann ich Dir jetzt noch nicht sagen und ich habe auch keine Lust es bald herauszufinden. Ja, ich bin schlafgestört und ich hoffe , daß bleibt mir noch etwas erhalten!




Alles wird gut!


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Dem Schicksal ergeben

27.05.2005 um 01:27
Gerade wollte ich schreiben, dass die Gedanken an den Tod wohl altersabhängig seien, doch dann fiel mir wieder ein, wie oft sich junge Menschen den Tod wünschen, während Menschen, die ihren Lebensabend bereits erreicht haben, voller Verzweiflung auf das nahende Ende blicken.
Somit scheint es sich also um eine Einstellungssache zu handeln, eine innere Ansicht. Allein der Name "Tod" löst schon bei so Manchem regelrechte Angstgefühle aus, zu wissen, dass da irgendwann ein Ende ist, das man nicht kontrollieren oder aufhalten kann, löst wohl bei Vielen ein Gefühl der Hilflosigkeit, der Ohnmacht aus, denn wie gerne würden sie alles kontrollieren können. Der Tod, diese grosse unbekannte Konstante am Ende des Lebens, er wirft so viele Fragen auf, die den Geist unnötig quälen.

Wenn wir uns aber bewusst machen, dass der Tod nichts Endgültiges ist, sondern eigentlich vielmehr nur wie ein Schritt in ein anderes Zimmer eines grossen Hauses, können wir diese Angst ablegen. Der Tod gehört unwiderruflich zum Leben dazu, er ist wie gesagt nur ein Übergang. Da viele sich aber so sehr an das Leben klammern, geradezu verzweifelt, machen sie sich das Leben nur unnötig schwer.

Wir sollten so leben, dass wir uns des Lebens erfreuen können, aber gleichzeitig auch annehmen, dass dieses Leben endlich ist. Nur, weil man darum weiss, muss dies ja noch lange nicht die Lebensqualität beeinflussen...
Ich für meine Teil habe schon sehr oft über dieses Thema nachgedacht, und meine Angst vor dem Tod so gut es geht abgelegt, meine einzige Angst gilt dem Prozess des Sterbens.
Der Tod ist unser aller stiller Begleiter, der jeden Augenblick und überall zuschlagen kann, also konozentriert euch auf das Leben und lebt es wirklich!

Gruss,
Sidhe


Wer nur Stroh im Kopf hat, sollte sich vor dem Funken der Wahrheit in Acht nehmen.



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Dem Schicksal ergeben

27.05.2005 um 01:48
Wobei einem das konzentrieren auf das Leben vom Alltag oft schwer gemacht wird!

Ich komme oft nicht dazu mein Leben zu leben. An solchen Tagen denk ich mir dann, daß mein Tod jeden Tag näher ist als am Tag zuvor und ich muss Arbeiten gehen, einkaufen gehen, putzen,......und wer weiß wie lange ich noch habe oder die Menschen und Tiere mit denen ich die Zeit eigentlich verbringen will?

Davor hab ich Angst.

Ganz banales Beispiel: Mein Hund wird vom Auto angefahren und muss sofort eingeschläfert werden. Wo hocke ich? Bei der Arbeit und kann nicht bei ihr sein. Und sie wird sich fragen warum ich nicht bei ihr bin, wo sie doch Schmerzen hat, warum ich ihr nicht helfe!

Daher versuche ich niemals im Streit zu gehen oder ganz ohne Verabschiedung. Wer weiß ob ich denjenigen wiedersehe?





Alles wird gut!


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Dem Schicksal ergeben

27.05.2005 um 02:49
@fairytale

Ja, ich bin schlafgestört und ich hoffe , daß bleibt mir noch etwas erhalten!
<

Schön :) Ich hoffe mit :)


@Sidhe
Somit scheint es sich also um eine Einstellungssache zu handeln, eine innere Ansicht.<

Um diese innere Ansicht geht es mir, das Wieso.
Vor allem wenn man sich in jemanden hineinversetzt, der zum Tode verurteilt ist, und sei es durch eine Krankheit, und nun stlle man sich vor, diese Formn der Ansicht hat man immer, die Angst, das Nie-wirklich-loslassen-können..

@fairytale
Daher versuche ich niemals im Streit zu gehen oder ganz ohne Verabschiedung. Wer weiß ob ich denjenigen wiedersehe?
<

Eine positive Einstellung, wie ich finde, so profitieren alle davon, mit denen Du es zu tun hast. Es gibt ja auch diesen Spruch: Grüsse bei Deinem Weg nach oben, wer weiss, ob Du ihnen beim Fall nicht wieder begegnest..
(oder so ähnlich)
Und was, wenn es ein Leben nach dem Tode gibt?
Und wir uns alle begegnen?
Doch das ist wohl zu weit gedacht, wie Sidhe schon bemerkte:
konzentriert euch auf das Leben und lebt es wirklich!< Dieses Wirklich sollte man wohl nicht zu lange suchen gehen.Jedes Wirklich ist ein Wir im Jetzt, manchmal mit gelöschter Vergangenheit, manchmal mit versöhnter, doch auch die gelöschte, oder die runderneuerte ist ein Teil von uns selbst, welches wir nicht wirklich ganz zurücklassen.

q.





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Dem Schicksal ergeben

27.05.2005 um 12:18
Laut zurück gedacht: Ergeben hat sich nur der, der versucht sich zu ergeben. Gehe ich hier in Rostock durch die Strassen, so kann ich mir von den vielen Menschen die ich sehe, gerade eine Handvoll herausnehmen, deren Augen ein lebenslustiges Funkeln in sich tragen. Mögen die wenigen "ausgebuffte Egozentriker" sein oder auch "genetisch gestörte Menschen", völlig irrelevant wie du sie bezeichnest, sie haben einen Pakt geschlossen mit dem Hier und Jetzt. Spricht man diese Menschen an, dann haben sie bereits große Lebenserfahrungen gemacht, schwere Schicksalsschläge, und sich dabei nicht selber verloren (oder wie du es nennst dem Schicksal ergeben).

Ich sehe das Schicksal als Wegweiser, der kombiniert mit unserem freien Willen unseren Weg ergibt, den wir einschlagen. Dieser Weg besteht aus Erfahrungen die wir machen und aus Menschen die wir kennen lernen und mit uns zusammen diesen Weg weiterlegen und/oder vervollständigen bis zur nächsten Abzweigung. Da der Weg hinter uns bereits gelegt ist und wir an diesem Weg keine neuen Steine setzen können, sollte das Hier und Jetzt auch viel wichtiger sein.

Jegliche Art des Glaubens lehne ich ab, ich habe eine gute Idee vom Glauben, aber ich lasse mich nur ungern in eine strikte Ordnung setzen. Meine Ordnung ist die, mit der ich klarkommen muß, auch wenn sie anderen chaotisch erscheinen mag ist es meine Art und Weise mein Leben zu gliedern und zu organisieren.

Erinnerungen habe ich gerne und viele an die Vergangenheit, bin mir jedoch durchaus bewußt, dass diese Erinnerungen die ich in mir trage mich zu dem gemacht haben was ich heute bin.

Der Tod und das Leben ist meines Erachtens ein und die selbe Sache. Sie ist immer gegenwärtig. Ohne Leben kein Tod, ohne Tod kein Leben.
Ich gehöre auf jeden Fall zu den genetisch gestörten Menschen, die ihr Leben lieben und den Weg auch von ganzem Herzen gerne weiterpflastern.
Wenn ich sterben muß, wodurch auch immer so werde ich das auch tun ohne Angst davor zu haben.
Jemand sagte Mal zu mir:
Der Weise erkennt den Unterschied zwischen Dingen die er ändern kann und welche nicht.



Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die schönen Stunden nur :)


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Dem Schicksal ergeben

27.05.2005 um 12:25
Hatte ich mich meinen Schicksal so wie meinen Freunden bei denn Autounfall ergeben würde ich das hier nicht schreiben können.
Aber ich glaube meine Freunde wollten das ich weiter Lebe und haben mir ihrer Kraft zum Überleben geben,
denn ich hatte noch eine Aufgabe diese hat sich zwar in der zwischen Zeit erledigt
doch habe ich jetzt eine neue nähmlich mit meinen Verlobten zusammen zusein und glücklich zu werden,
und glaube ich auch das meine Freunde glücklich wären, wären sie jetzt noch in dieser Welt doch weiß ich das da wo sie jetzt sind besser aufgehoben sind.


Bin ein Feuer in Schatten,
bin weder Tier noch Mensch.
Bin weder Licht noch Schatten.
siehe meine Seite.



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Dem Schicksal ergeben

27.05.2005 um 15:29
Die Vorstellung des Lebens als Aufgabe will mir nicht einleuchten, ist es denn eine Aufgabe, deren Sinn keiner versteht, und die Erledigung bestimmter Dinge als Teil der Erfüllung dieser Aufgabe, und somit für sich den Sinn zu entdecken glaubt.
Wohl die einzige Möglichkeit, um mit dem Leben umzugehen, ohne den Sinn zu verstehen.
Wenn es als weise gilt, zu erkennen, was zu ändern ist, und was unabänderlich,
was verleben viele Menschen doch ihr kostbares Gut, indem sie zu ändern versuchen, nicht nur sich und ihr Umfeld, nein alles Geschehen.
So sie widerspenstig jeden Gott nichtig erklären, sind sie naiv in ihrem Handeln?
Ein Miteinander allen Wissens, ergäbe dies eine Annäherung an ein Verständnis von Leben und Tod?
Sich selbst aufzugeben, bedeutet das unweigerlich, eine Disqualifikation aus dem Programm, dessen Herkunft unbekannt, doch dessen Teilnehmer vielzählig sind?
Vielzählig und mit individuellen Gestaltungswünschen ihres Lebens und Ablebens..
Inwieweit ist die Gier nach Kontrolle über alles ernst zu nehmen?
Man kann sich treiben lassen von den Tagen bis zum Finale, man kann es sich schwerer machen, Idealen folgen, sich selbst belügen und neu formen,
jemand ohne Glauben hat somit ja auch einen Glauben, und wenn es auch nur der an sich selbst ist.
Das ganze Leben besteht aus Herausforderungen, ob wir sie annehmen, ob wir
bereit sind z u m Leben, von wievielen verschiedenen Aspekten dies abhängig ist,
genetisch, familiäre und schulische Erziehung, Folgen der Freiheitsliebe, vielseitiges oder einseitiges Frönen aller menschlicher Eigenschaften, wir lassen uns ein, sagen Ja zum Leben, und sind ausser den wenigen Todesverliebten, wozu nicht nur Selbstmörder zu zählen sind, einen Pakt eingegangen.
Würden wir systematisch darauf vorbereitet, zu sterben, was wäre doch dies für eine andere Welt.
Stattdessen tun wir das Gegenteil, wir bekommen Hilfestellungen von Beginn an, zum Leben. Der Tod wird tabuisiert, doch ich denke, das wird sich ändern.
Denn, wie hier auch erwähnt wurde, der Tod gehört zum Leben, doch statt
diesen Satz zu einer Floskel verkommen zu lassen, sollten und ich bin überzeugt, werden wir Menschen irgendwann, den Tod schon in jungen Jahren so akzeprtieren lernen, daß es werde als Erlösung, noch als Fluchtmöglichkeit angesehen werden wird. Viele Religionen und Theorien bauen auf eine für den Menschen akzeptable, tröstliche Sichtweise über den Tod eine Brücke, die es uns leichter machen soll, diesen natürlichen Vorgang als Schicksal zu begreifen.
Doch es ist ein langer Weg, den Tod akzeptieren zu lernen, auch ohne den Glauben an Gott und Götter, zumindest für die, deren Herzen nicht mit Wörtern alleine beschwichtigt werden können, ihre Herzen schlagen laut, wenn irgenjemand, irgendetwas stirbt, und so sie denn ihre letzten Schläge tun,
schwebt ein Gedanke im Raum: Wozu das alles?
Der just in diesem Moment verstorbene Nachbar im Krankenbett auf der Intensivstation liegt mit beseeltem Lächeln da...

q.

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Dem Schicksal ergeben

27.05.2005 um 23:48
Dem Schicksal ergeben?

Warum nicht?

Es war einmal ein Mann, der hatte eine Frau, ein gutgehendes Geschäft und ein schönes Leben. Alles, was er anfasste, geriet ihm gut und er hatte für sicch und seine Frau schon ausgemalt und vorbereitet den Zeitpunkt, wenn sie beide ihren Lebensabend geniessen. Dies sollte nun bald passieren, ein Käufer für sein Geschäft war schon gefunden, Pläne für das Leben nach dem Arbeitsleben waren gemacht und lagen in der Schublade. Seine Frau arbeitete im Geschäft mit und zusammen waren sie ein nettes Paar. Als sie eines Tages auf dem Weg von A nach B waren, passierte ein Unfall. Ein anderer Autofahrer nahm ihnen die Vorfahrt und fuhr mit hoher Geschwindigkeit in das Fahrzeug der beiden. Die Frau als Beifahrerin kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Der Mann hatte nur leichte Verletzungen. Seine Frau verstarb tags darauf auf der Intensivstation. Den Mann schickte man nach Hause, er war ja gesund, bis auf ein paar Schrammen im Gesicht. Drei Tage später ging der Schwiegervater einmal nachsehen, wie es seinem Schwiegersohn ginge. Er fand ihn aufgehängt in seiner Garage. Er hatte sich sofort, nachdem er zuhause ankam, das Leben genommen. Man wusste, wie sehr der Mann seine Frau liebte. Er konnte es offensichtlich nicht verwinden, seine Frau nicht beschüzt zu habe, eventuell selbst einen Fehler gemacht zu haben, ....Dies ist keine erfundene Geschichte. Dies ist eine Geschichte aus dem Leben. Ist das Leben dem Schicksal ergeben oder findet sich das passende Schicksal erst zum dazugehörigen Leben?

Gruß

Die Reihenfolge ist:
Regnerisch kühl, Schaufensterbummel, Hundekot....Oo.NWIO-WBIN.oO



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Dem Schicksal ergeben

27.05.2005 um 23:55
@gsb23
Ist das Leben dem Schicksal ergeben oder findet sich das passende Schicksal erst zum dazugehörigen Leben?<

Beides, ist beides möglich?




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Dem Schicksal ergeben

28.05.2005 um 00:03
Quentin,

gesehen auf meinen vorigen Beitrag würde ich sagen, nein. Es ist nicht beides möglich. Schicksal ist nur ein dürftiger Erklärungsversuch. Das Leben der Frau war nicht zu retten. Das Leben des Mannes wäre zu retten gewesen. Der Unfall ist passiert. Verkettung unglücklicher Umstände aber gewiss nicht Schicksal.

Gruß

Die Reihenfolge ist:
Regnerisch kühl, Schaufensterbummel, Hundekot....Oo.NWIO-WBIN.oO



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Dem Schicksal ergeben

28.05.2005 um 00:12
Was ist Schicksal?

Das Wort Schicksal (von niederländisch schicksel, »Fakt«, lateinisch fatum, griechisch moira) kann verschiedene Bedeutungen haben.

Einerseits wird als Schicksal eine Art personifizierte höhere Macht begriffen, die ohne menschliches Zutun das Leben einer Person entscheidend beeinflusst. Beispiel: »Das Schicksal meint es gut mit ihr«, »Er wurde vom Schicksal dazu bestimmt«, etc.

Andererseits versteht man unter Schicksal aber auch die nicht beeinflussbare Bestimmung, das »Los« eines Menschen oder einer Gruppe von Menschen und damit der Inbegriff unpersönlicher Mächte. Beispiel: »Das Schicksal nahm seinen Lauf«, »Sie hat ein trauriges Schicksal«, etc.

Das Schicksal kann so als Naturgesetzmäßigkeit oder als Gottheit aufgefasst werden. Stets wird dabei mitgedacht bzw. mitempfunden, dass eine lenkende Macht (»die Natur«, »ein Gott«) das Schicksal bestimme – so dass immer auch eine theologische Komponente in den »Schicksals«-Begriff einfließt.

In den meisten Kulturen gilt das Schicksal als unausweichliche Macht. Im frühgriechischen Denken entwickelte sich der Gedanke des Schicksals als personifizierte Macht (die Moiren, im nordischen Raum die Nornen), die sowohl das individuelle Leben als auch den Weltlauf beherrsche. Das Schicksal im Konzept des Karma bezeichnet die Folgen der Taten und Unterlassungen eines Menschen, die ihm in Form seiner Lebensumstände, Begegnungen und Fähigkeiten im gleichen oder einem nächsten Leben – also unter der Annahme der Reinkarnation – widerfahren. Im Christentum ist die Vorstellung des Schicksals durch die der göttlichen Vorsehung (»Geschick«, Prädestination) ersetzt.

Die Einstellung gegenüber dem Schicksal reicht

* von völliger Ergebung (Fatalismus)
* über dem Glauben an seine Überwindbarkeit (nimmer sich beugen, / kräftig sich zeigen / rufet die Arme / der Gottheit herbei – so Goethe)
* bis zur Theorie völliger Willensfreiheit des Individuums (Voluntarismus).
http://www.lexikon-definition.de/Schicksal.html (Archiv-Version vom 17.04.2005)


Ich "glaube" nicht an Schicksal.


Gruß

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Dem Schicksal ergeben

28.05.2005 um 00:33
@gsb23
Ich kann weder den Fatalismus akzeptieren, noch den Voluntarismus als einzige
Möglichkeit gelten lassen.
Meine Entscheidungsfreiheit wird von meinem Umfeld eingegrenzt.
Manche Dinge, die geschehen, möchte ich verstehen, ergeben sie auch Jahre später für mich persönlich einen Sinn, will ich darin eine Fügung erkennen, welches ich als mein Schicksal definiere, auch wenn ich dann doch eine andere Lösung finde, die ich in der Vergangenheit für mich hätte anwenden können.
Meine Entscheidung ist ein Resultat aus der Interaktion meiner Gedanken und meiner Umwelt.
Würde ich meine Definition vom Schicksal aus meiner Vorstellung entfernen,
wäre mir mein Mut geraubt.
Die Sinnlosigkeit hat etwas Zerstörerisches an sich.


q.




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Dem Schicksal ergeben

28.05.2005 um 00:43
"Das Schicksal kann so als Naturgesetzmäßigkeit oder als Gottheit aufgefasst werden."

Nein empfinde ich keineswegs so. Schicksal ist für mich eher der Ausdruck oder auch die Beschreibung eines freien Willens, der sich Kompromisse zurechtlegt und so den Lebensablauf bestimmt.
Schicksal ist keineswegs Vorherbestimmung. Darum sind es auch 2 Worte.
Diese Worte zu deffinieren finde ich auch schwer, da es so wie Liebe und Gefühl zu Abstrakten gehört, die eigentlich auch gar nicht deffiniert werden sollten.

"Inwieweit ist die Gier nach Kontrolle über alles ernst zu nehmen?"

Gier kann sowohl einen negativen Wert als auch einen positiven besitzen. Es muß nicht als Mißgunst oder Neid enden sondern kann denke ich auch in verschiedenen Formen des Selbstperfektionismuses auftreten.
Wenn Gier, die von Lügen, MIßgunst und Status getrieben wird, jedoch Überhand nehmen, dann ist die Lage deffinitiv ernst und auch nicht mehr abschaubar, weder für denjenigen selbst noch für den Betrachter.
Für mich ist jemand der lügt ein sich selbst bemitleidender Mensch, der sich selbst im Spiegel nicht wiedererkennt. So möchte ich nicht leben.

Der Sinn des Lebens:
Nein ich will ihn auch gar nicht verstehen, da mir sonst jegliche Überraschung verweigert werden würde.
Man wird zwar nicht alt genug um alles zu lernen und alle Fehler selber zu machen, aber ausgelernt haben will ich nicht.
Es macht Spaß Überraschungen in seinem Leben zu genießen und zu verfluchen, alles Positive und Negative im Endeffekt zu lieben und auch andere und sich selbst bei diesen Geschehnissen zu beobachten.

"So sie widerspenstig jeden Gott nichtig erklären, sind sie naiv in ihrem Handeln?"
Nein sehe ich nicht so. Naiv ist das falsche Wort, ich würde es eher egoistisch nennen und eine gesunde Portion Egoismus im Sinne der Selbsterhaltung und der Selbstzufriedenheit hat noch keinem geschadet. Zu viel oder zu wenig ist Gift, man muß nur einen Mittelweg für sich finden, der auch mit den Leuten die man um sich hat vereinbar sind und der weder sich selber noch anderen schadet. So kommt es auch nicht zu Neid, Gier, mißgunst und sonstigen Dingen, zumindestens hatte ich damit noch nie Probleme. Verurteilungen von Wildfremden sind ein anderes Thema, aber nicht bei Leuten die mich kennen.

@gsb23:
"Ist das Leben dem Schicksal ergeben oder findet sich das passende Schicksal erst zum dazugehörigen Leben?"

Wenn man sich sein Schicksal, bzw. Wünsche, Träume etc. teilt, dann trifft beides zu. Das machen Menschen die sich lieben. Und das macht die Liebe auch so unbeschreiblich.






Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die schönen Stunden nur :)


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Dem Schicksal ergeben

28.05.2005 um 00:43
Quentin,

kein Schicksal zu haben, bedeutet noch lang nicht, sich der Sinnlosigkiet hingeben zu müssen. Das wäre fatalistisch. ;)

Gruß

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Dem Schicksal ergeben

28.05.2005 um 00:52
Aber das meinte ich ja, wenn alles von uns selbst allein abhängt, ist es sinnlos in Anbetracht unseres Todes.
Wozu die Anstrengungen?

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Dem Schicksal ergeben

28.05.2005 um 00:54
Quendoline,

für mich ist der Begriff und die Verwendung von "Schicksal" ein hinterher herbeigeredeter Begriff. Ich verstehe die mutmasslichen Ursachen, die dies für manche Menschen wichtig machen - für die Überlebenden einer Katastrophe zum Beispiel - aber, es ist nur ein Erklärungsversuch von lebenstechnischem Unbill dem der Mensch sich ausgeliefert fühlt. Es ist ein Glaube, eine Schuldzuweisung, eine profane menschliche Regung - richtig für jene, die sich wieder im Leben zurechtfinden müssen ohne grossartige Hilfe und Beistand. Wer nicht ans Schicksal glaubt, kann sich schneller als ein "Schicksalsgläubiger" wieder an den eigenen Haaren aus dem Dreck ziehen, in den er durch nicht selbstverursachte oder sonstige unglückliche Umstände gefallen ist.

Gruß

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Dem Schicksal ergeben

28.05.2005 um 00:57
Quentin,

nun musst du mir erstmal dein Verstehen von "sinnlos" erklären. Ich komm da grad nicht mit...

Gruß

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Dem Schicksal ergeben

28.05.2005 um 01:03
@gsb23
Ohne Schicksal ist der Tod der Frau z.B. sinnlos in meinen Augen.
Aber noch mehr: Unsere Existenz ist dann sinnlos.
Sind wir grundlos hier, oder folgen wir einem großen Plan, den wir noch nicht zu verstehen in der Lage sind? Das Ziel des Überlebenskampfes selbst kann nicht als Sinn erklärt werden. Ich sähe keinen Sinn in diesem Sinn.

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28.05.2005 um 01:04
@quentin
<" eine Horde aufgereihter Menschen, sie trotten Richtung Krematorium, in ihren Gesichtern ein Wissen, eine Ergebenheit in ihr Schicksal,
ja , haben sie denn wirklich nicht gewußt, was geschieht? Ja, sind sie denn
alle treudoof marschiert, ja, war denn ihr Glaube wirklich ihre Kraft?">

Du verbindest Deinen Thread mit dieser Schilderung!

Und ich denke mal Du hast Dir dabei was gedacht.

Wenn ich nun DAS lese:

<"Schicksal ist für mich eher der Ausdruck oder auch die Beschreibung eines freien Willens, der sich Kompromisse zurechtlegt und so den Lebensablauf bestimmt. ">

Dann kann ich mich nur wundern! Da könnte doch schon das Lesen dieser ersten Sätze es einem verbieten SO zu antworten.

Nein, es war nicht der freie Wille der Mütter, Väter und Kinder ins Gas zu gehen! Es gibt esoterische Spinner, die auch DAS noch behaupten - aber deren Spiritualität ist dann auch mit Fug und Recht zu kritisieren!

Nein - es gibt ein Schicksal das NICHT vom Willen derer abhängt, denen es widerfährt.

Der Akademikergeist neigt immer dazu, an einmal aufgenommenen Meinungen festzuhalten und sich dabei als Hüter der Wahrheit vorzukommen.
Claude Henri Saint-Simon, Graf de Rouvroy (1760 - 1825),



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Dem Schicksal ergeben

28.05.2005 um 01:07
@gsb23
Wer nicht ans Schicksal glaubt, kann sich schneller als ein "Schicksalsgläubiger" wieder an den eigenen Haaren aus dem Dreck ziehen, in den er durch nicht selbstverursachte oder sonstige unglückliche Umstände gefallen ist.<

Diese sonstigen unglücklichen Umstände zähle ich zum Schicksal.
Und Du?


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