Privatsache mit gesellschaftlichen Folgen, ggf. verbunden mit Tierleid.
Dr.Edelfrosch schrieb:Was, wann und wieviel ich esse entscheide ganz alleine ich.
Aber auch nur aus dem was als Nahrung erlaubt/ erhältlich ist.
Morgen mal Affe probieren, einen Liter Hundemilch kaufen für die Cornflakes oder eine Katze zum Schlachtenlassen kaufen wirst du, sofern du in Deutschland lebst, "eher" nicht können. Ab 2026 sind auch die "Kleingruppenhaltung"-Eier passé.
(Interessant finde ich es übrigens, dass ein vegetarisches Essen in z.B. Kantinen (bei dem man ja doch zuallermeist die Möglichkeit hat sich etwas anderes mitzunehmen) von vielen* als eine Bevormundung angesehen wird. Obwohl die "Bevormundung", dass die Kantine z.B. zwei Mahlzeiten, beide mit Fleisch oder mindestens eine Mahlzeit mit Fleisch, was z.B. heißt dass "Bock auf Grillhähnchen" heute nicht befriedigt werden kann weil halt Schnitzeltag ist, problemlos akzeptiert wird. Oder andere Situation mit kleiner Auswahl: Hauptsache Fleisch dabei, dann passt's. Die Kombination "Essen schreibt mir keiner vor!", aber dann eine vorgesetze Mahlzeit so gut wie immer mögen wenn nur Fleisch drin ist finde ich bizarr.** Da wäre es m.E. ehrlicher zu sagen "ich esse alles mögliche, Hauptsache es ist Fleisch drin, dann passt das schon".)
* Laut Internet. Unter Kollegen übrigens nicht - hier ist es normal, dass wenn nur eine Mahlzeit angeboten werden kann, diese vegan ist, damit sie zu möglichst vielen Essern passt. Ob wir hier am Arbeitsplatz "woke" sind? Ich würde mal sagen: kollegial.
** Würde für mich auch sagen
Dr.Edelfrosch schrieb:Was, wann und wieviel ich esse entscheide ganz alleine ich.
. Heißt dann aber auch in der Konsequenz, dass ich ganz oft einfach vorgesetztes Essen nicht mag und mir ganz dezent und unproblematisch für andere selbst etwas mitnehme.
martenot schrieb:Selbst wenn wir genau das essen, was wir mögen, basieren unsere Vorlieben letztlich oft auf dem, was uns von der Gesellschaft vorgelebt wurde. Dazu kommen häufig auch religiöse Ernährungsge- und verbote.
Das, und eben was verfügbar ist.
Aufgrund von Gewöhnung fällt das Fehlen von Affenhänden auf dem Grill, Hundemilch und Katzenrollbraten dann einem an z.B. in Deutschland üblichen Speisen gewöhnten Menschen nicht auf. Obwohl es so viel gibt das essbar ist, aber nicht verfügbar ist oder schlichtweg verboten ist.