Dini1909 schrieb:Postcrossring
Ich weis nicht. Das überlasse ich dem Zufall. Alle Ideen die mit Literatur zu tun haben, führen mich letztendlich zu Allmystery zurück.
Es geht ja um den Meinungsaustausch und primär nicht um die Art auf was geschrieben wird.
Dafür hat es dann doch zu wenig Attraktivität um es dauerhaft zu machen.
Die Idee solche Briefkontakte zu Häftlingen aufzubauen, hatte ich schon. Nur das ich die Person schon vorher kannte. ~20 Jahre her und nicht mit einem anderen Post zu verwechseln.
Der war damals, glaube ich wegen finanzieller Versäumnisse und oder Umgang mit verbotenen Substanzen inhaftiert, in Hadamar.
Letztens schrieb ich nochmal einen Brief zu einem ehemaligen Freund der in U-Haft war. Man möchte den Leuten ja in der Isolation eine Perspektive und einen Blick in die Freiheit gewähren durch so etwas.
Leider dachte ich zu der Zeit er wäre wegen etwas Anderem dort drinnen, da ich das Ganze sozusagen nur über eine Person mitbekommen habe die etwas Kontakt zu seiner Mutter hatte.
Hätte ich gewusst wie die Anklage lautete, hätte ich diesen recht kurzen Brief nicht geschrieben.
Es ist nur so...?. :/ ..es ist unglaublich wie sehr man sich bei der Einschätzung eines Menschen doch täuschen kann.
Mich beschäftigt diese Art der Gefängnis Kommunikation schon einige Zeit.
Ihr kennt das gewiss: Man fragt sich wenn man langsam älter wird, "was kann man eigentlich für seine Gesellschaft machen mit den Erfahrungen die man bisher im Leben gemacht hat?".
Anstatt einer sozialen Stütze, wäre bei sowas aus meiner Sicht eher das herausarbeiten eines möglichen beruflichen Weges im Fokus.
Die Tat selbst würde hier eine große Rolle für mich spielen.
Handelte es sich dabei um irgendeine Art Gewaltverbrechen, wie in dem zuvor geposteten extremen Beispiel von Ramirez, käme das für mich auf keinen Fall in Frage. Dem seine kultartige Fangemeinde war vermutlich größtenteils behandlungsbedürftig.
Die Sache mit dem
Dini1909 schrieb:Postcrossring
werde ich mir mal anschauen. Ich vermute: viele Insassen sind sich garnicht darüber bewusst, welche persönliche Perspektive und positive Stärke in einem beruflichen Ziel stecken kann.
Ein Verbrechen das mich jetzt nicht davon abhalten würde einen Briefkontakt zu suchen, wäre z.B. mehrere Diebstähle (explizit ohne Einbruch), vielleicht Beschaffungskriminalität in Verbindung mit einem Suchtproblem.
..Etwas relativ harmloses, dass durch Wiederholung zu einer Gefängnisstrafe führte.
Es wäre in dem Fall vielleicht den Versuch wert, trotz der Möglichkeit eines Rückfalles in die Sucht, mit dieser Person ein Kontakt aufzubauen um detailliert die beruflichen Eignungen festzustellen.
Daraufhin könnte man, was ja heute immer mehr möglich ist, versuchen, schon Kurse und Onlineprüfungen während der Haft zu fokussieren.
Und wenn das nicht möglich ist, so wären Fachbücher kein Problem durch die man sich schonmal vorbereiten könnte.
In diesem angeblichen ursprünglichen Hacker- und Verschwörungsforum wissen ja einige, dass begabte Computerbetrüger vom deutschen Geheimdienst angeworben wurden -meine Meinung kommt von Youtube-Dokus-, und heute mit einem guten Verdienst z.B. für den deutschen Staat arbeiten.
Man kann also Fähigkeiten in die ein oder andere Richtung lenken. Nicht erwähnenswert sondern klar das hier Familie und Freunde, das ganze Lebensumfeld immer die Leute bei ihren Wegesentscheidungen prägt.
Diesen vielleicht zum Teil gelangweilten Hausfrauen die Kontakt zu Verbrechern suchen, und die höchstwahrscheinlich nicht selten selbst eine unverarbeitete Psychose haben, haben vielleicht nicht alle primär die Absicht diese inhaftierte Person zu resozialisieren. Einige suchen im schimmsten Fall einfach nur ein gefährliches Abenteuer. Zum Glück werden alle ein- und ausgehenden Briefe auf's genaueste überprüft, sodass man Entwicklungen und falsche Absichten sofort unterbinden kann.
@Dini1909 Das kann man allgemein wohl nicht sagen, aber wer etwas für die Gesellschaft tun will, sollte vielleicht zuerst die Leute unterstützen, die von sich aus schon den richtigen Weg eingeschlagen haben und denen es an Möglichkeiten fehlt.
Eines der sinnvollsten Sachen sind wohl Schulen und sonstige Bildungsmöglichkeiten zu unterstützen, die in sehr armen Ländern vorhanden, aber noch zu wenig vorhanden sind.
Ein oder mehrere Patenkinder abgestimmt mit einer seriösen Hilfsorganisation ergibt im Durchgschnitt gewiss mehr Sinn für eine Privatperson aus einem wohlhabenderen Land.
Hier ist ein regelmäßiger Briefkontakt ja auch möglich.
Man darf nicht vergessen, dass es umfangreiche sozialisierungsmöglichkeiten in Haftanstalten gibt und sie dort keineswegs unqualifiziert betreut werden.
Sich also in erster Linie ein anderes Betätigungsfeld zu suchen, als einen Briefkontakt zu einem Verbrecher ist keine Schande sondern erfolgsversprechender.
Man braucht sich keine Vorwürfe zu machen, wenn man »keine« Briefe an Gefangene schicken möchte.
In den westlichen Ländern, stehen ihnen wie gesagt genügend Möglichkeiten zur Verfügung, und man sollte bei seinem Wunsch sozial tätig zu werden, nicht verharmlosen, dass es sich dabei -unabhängig vom persönlichen Hintergrund dieser inhaftierten Person-, um einen Verbrecher handelt.