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Gut, böse, schlecht, was, woher?

51 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Seele, Böse ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gut, böse, schlecht, was, woher?

06.02.2004 um 06:33
Kronos,

lass dich nicht beirren, deine wunderbare gefundene Story passt sehr gut hier hin, sie ist mit meiner verwandt und Gut böse schlecht, lassen sich auch mit Günstig Übel und Mies übersetzen.

Sie zeigt aber eines noch deutlicher, was mir nach dem durchlesen klar wurde, und was der bericht von zwiwi auch zeigt, nämlich dass Gut und Böse eine Wertung ist, die erlernt und subjektiv ist.

Ferner, dass Arglosigkeit, Unvorgenommenheit, Geduld, die Dinge sind die den Weg zum Guten frei machen.

Aber leider auch zur Zerstörung, nämlich dann wenn der Arglose dem Übeltäter zum Opfer wird.

Das Gute unterliegt dem Bösen.

Auf lange sicht hilft hier nur Gleichgültigkeit, abwarten, und das tut der alte Landwirt in der Story.

Aktivitäten die in des anderen Umfeld direkt eingreifen führen zu Konflikten.

Gleichgültigkeit führt aber auch zum Unglück eines Hilfsbedürftigen, da der vermeintliche Übeltäter, hier in dem Bericht von Zwiwi, nicht über das schädliche seines Tuns bescheid weiss oder es ignoriert.

Taothustra1, weiss warum dieser Treatise überhaupt exitiert.

Tao,

irgendwie hast du dort den Nagel auf den Kopf getroffen.

Wie schwer objektiv zu sagen wass "gut denken, gut reden, gut handeln" ist, war mir sofort klar.

Und hier wird es bestätigt.

Ein all Gutes gibt es nicht, es gibt nur schwer erlittene Erfahrungswerte, über die Jahrtausende der Menscheit.

Erfahrungen die helfen Konflikte die zu Übel führen zu vermeiden.

Diese Erfahrungen hat Herr Rumsfeld in seinem Neuen Amerika nämlich nicht gemacht.

uIri h


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Gut, böse, schlecht, was, woher?

06.02.2004 um 13:42
wie taothustra1 bereits sagte denke ich auch das der freie wille der schlüssel ist um zu entscheiden was der mensch als richtig oder falsch empfindet. Dies ist eine rein ethische Frage und kann somit völlig losgelöst von jeglicher Religion betrachtet werden. Um Nietsche hier nicht in falschem Licht erscheinen zu lassen sollte man vielleicht ergänzend anmerken, dass er durchaus ein moralisches empfinden hatte und einzig die religiös geprägten begriffe von gut und böse ablehnte. in metaphysik beispielsweise sagte er :"der freie wille kann nur so weit gehen wie er die freiheit des anderen nicht verletzt." Mit freiem willen hingegen sind keineswegs die menschlichen triebe oder spontane regungen gemeint. je weiter der mensch sich entwickelt hat, destso grösser ist auch sein freier wille. den dieser ermöglicht es dem menschen sich innerhalb seiner eigenen verantwortlichkeit bewusst zu entscheiden. obwohl ich crowley eher ablehnend gegenüberstehe hat er doch etwas in meinen augen bemerkenswertes gesagt:"tu was du willst sei das ganze gesetz" den wahren willen zu finden und eine eigene moralität zu finden bedeutet in meinen augen sich selbst treu zu bleiben und bewusst zu leben.
der frei wille ist dem menschen angeboren, und obwohl er bzw. seine ausübung durchaus von der umwelt beeinflusst wird ist er wohl ein entscheidendes merkmal des menschen.
Die Kirche hingegen verneinte den freien willen und die fähigkeit des menschen sich aus sich selbst heraus für das gute zu entscheiden. Augustinus beispielsweise vertrat (wie viele andere vertreter der kirche) die auffassung, der mensch ist einzig zum bösen fähig und nur wenn er sich gott zuwendet und dessen willen lebt bringen seine taten gutes.


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Gut, böse, schlecht, was, woher?

06.02.2004 um 14:13
Worauf ich eigentlich hinaus wollte, war dass Gut und Böse nur zwei Begrifflichkeiten für eine auf der ganzen Welt herrschenden Verhaltens-Kodex ist, um das gesellschaftliche Leben friedlich zu gestalten und ein Zusammenleben überhaupt erst zu ermöglichen. Es hätte im Lauf der Geschichte ja auch genau anders werden können, sprich Böse ist eigentlich Gut und Gut ist eigentlich Böse O_o. Dann wär ein "guter" Mensch derjenige, der mindestens einmal am Tag einen aus seiner Nachbarschaft tötet und derjenige, der seinen Nächsten hilft, ist schlecht. Dann wären wir alle Einzelgänger und wir würden dann wahrscheinlich noch mit Steinen klopfen und Tierfelle tragen. Ich weiß das ist sehr schwer vorzustellen weil wir alle und unser ganzes Umfeld auf dieser Unterscheidung zwischen Gut und Böse aufbaut und wir nicht so abstrakt denken können (ich zumindest nich). Wenn man das im Hinterkopf hat, kann man eigentlich sagen, das Babys anfangs noch nicht diesen Unterschied Gut/Böse kennen,also gemäß ihrer eigenen subjektiven Denkweise weder Gut noch Böse sind und den Unterschied erst noch lernen müssen (siehe Beispiel Zwiwi). Die Menschen, die dann diese Studie beobachten ordnen nur das Verhalten der Kinder gemäß ihres eigenen subjektiven Verhaltenskodex ein. Die Unterscheidung zwischen Gut/Böse ist nunmal rein subjektiv und man kann sie nicht objektiv betrachten.


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Gut, böse, schlecht, was, woher?

06.02.2004 um 15:54
@taothustra1

Was Du schreibst, klingt ehrlich gesagt, ziemlich abgehoben. Es scheint, Du möchtest den Anschein erwecken, als wärest Du 1000 Jahre alt und hast alle Weisheit absorbiert. Aber ich kann Deiner These nicht folgen.

Das Beispiel mit den entfesselten Kindern (story ist übrigens nicht neu, die alte heißt "Lord of the flies") ist treffend.. Es gibt keinen Kompaß für gut oder böse imho. Ein künstlich ausgetragenes Kind, welches nicht das Vergnügen hatte, den Hormonhaushalt mit der werdenden Mutter zu teilen, ist wie ein leeres Blatt. Erkärst Du ihm, ein Herdplatte ist kalt und Eis ist warm, dann nimmt er das für voll... Und genauso kann man die Kinder so konditionieren, daß sie es als gut und ihre heilige Pflicht empfinden, möglichst viele "Ungläubige" zu töten.... Sie glauben tatsächlich, sie tun GUTES....

Und die Ethik aus 10000 Jahren Erfahrung.. schön und gut. Davon kann sich ein unbeschriebenes Blatt jedoch nichts kaufen... Nix da Kompaß.



novus ordo seclorum


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Gut, böse, schlecht, was, woher?

07.02.2004 um 07:31
Psylucy,

"Die Kirche hingegen verneinte den freien willen und die fähigkeit des menschen sich aus sich selbst heraus für das gute zu entscheiden. Augustinus beispielsweise vertrat (wie viele andere vertreter der kirche) die auffassung, der mensch ist einzig zum bösen fähig und nur wenn er sich gott zuwendet und dessen willen lebt bringen seine taten gutes."

Ich hoffe doch dass die sich eines besseren belehrt haben.

Denn es ist unsinn, da ja andere Kulturkreise sehr wohl im Guten also friedlicher Eintracht zusammen leben. Eben aus tiefere Einsicht.

Gibt es nicht auch Berichte wonach eine bestimmte Schädigung des Gehirns ein moralischen Denken unterbindet?


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Gut, böse, schlecht, was, woher?

07.02.2004 um 08:40
@ psylucy

schade ,daß es so wenige wie dich hier gibt.
du bist ein gewinn für das forum.

schicksal ich folge dir
und wollt ichs nicht
ich müßt es doch und unter seufzern tun



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Gut, böse, schlecht, was, woher?

07.02.2004 um 08:54
@ ammun - re

>>>Was Du schreibst, klingt ehrlich gesagt, ziemlich abgehoben. Es scheint, Du möchtest den Anschein erwecken, als wärest Du 1000 Jahre alt und hast alle Weisheit absorbiert.

...vermutlich,weil du nicht 1000 jahre alt bist und nicht alle weisheit absorbiert hast ;)

>>>Aber ich kann Deiner These nicht folgen.

...das ist schon ehrlicher...denn es ist nicht in ordnung jemanden als verrückt oder eingebildet darzustellen nur weil man zu stolz ist um in seinem leben die theoretische möglichkeit zu implizieren,daß jemand auf gewissen gebieten auf denen man sich selbst für kompetent hält , besser bescheid wissen könnte.
in dem augenblick aber hast du aufgehört dazu zu lernen - anders ausgedrückt deinen geist weiterzubilden und an stelle von bildung tritt einbildung.

du hast das nicht nötig, ich habe in einigen posts von dir bemerkt ,daß du einen klaren bilck hast und detailliert zu differenzieren verstehst.
wenn du also einer these nicht folgen kannst,dann solltest du dir dabei keinen zacken aus der krone brechen und den betreffenden eben zu den dingen fragen die du nicht nachvollziehen kannst bzw in denen du wiedersprüche oder unstimmigkeiten festzustellen glaubst.ich kann etwas nur beantworten wenn ich die detaillierte frage dazu kenne.
wenn es also auch dein bestreben ist alle weisheit zu absorbieren , dann wisse ,daß die demut die voraussetzung dafür ist .
hast du diese erstmal im rechten maße gefunden , dann gibt es für kluge köpfe wie dich kaum noch schranken um alle weisheit der welt im laufe der jahre zu erlangen.

wärend du ,wenn du solche dinge postest wie

>>>Es scheint, Du möchtest den Anschein erwecken, als wärest Du 1000 Jahre alt und hast alle Weisheit absorbiert.

...eher im begriffe bist , dich von aller weisheit abzuschneiden.

überwinde deinen hochmut und ergreife die gelegenheiten wenn sie sich dir bieten.





schicksal ich folge dir
und wollt ichs nicht
ich müßt es doch und unter seufzern tun



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Gut, böse, schlecht, was, woher?

07.02.2004 um 09:03
@ kronos

zunächst danke ich dir für deinen zuspruch.
nun möchte ich dir anhand deiner eigenen aussage beweisen,daß es diesen "kompass" tatsächlich gibt.....

du schriebst :

>>>>Sie zeigt aber eines noch deutlicher, was mir nach dem durchlesen klar wurde, und was der bericht von zwiwi auch zeigt, nämlich dass Gut und Böse eine Wertung ist, die erlernt und subjektiv ist.

Ferner, dass Arglosigkeit, Unvorgenommenheit, Geduld, die Dinge sind die den Weg zum Guten frei machen.

....sie dir beide sätze genau an ... vor allem den schlußsatz (zum guten...)
bemerkst du den wiederspruch ?

es ist der ewige kampf zwischen dem analytischen verstand und der empfindung.
die empfindung die sich den begriff > das gute < nicht madig machen lassen will.
die empfindung aber ist die äusserung des geistes - dessen was den eigentlichen menschen und seine persönlichkeit ausmacht . das unsterbliche an ihm .



schicksal ich folge dir
und wollt ichs nicht
ich müßt es doch und unter seufzern tun



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Gut, böse, schlecht, was, woher?

07.02.2004 um 12:49
@ all

Der Erkenntnisprozess, dass der Unterschied zwischen gut und böse in euch selbst liegt, ist sicher ein wichtiger! Aber es gilt, sich auch die Frage nach dem auflösen der Dualitäten zu stellen. Welche Gründe gibt es für ein "gut" oder "böse"? Welcher ist der neutrale Weg durch diesen Dualismus? Nur gut oder nur böse zu sein, ist ein Zustand der von ständiger Abhängigkeit gezeugt ist, gut oder böse zu denken!!
Es ist zwar schwierig aber auch in diesem falle ist der richtige Weg die goldenen Mitte! Damit ist kein Konsens aus gut und böse gemeint, sondern eine andere form die nicht von diesen beiden Extremen geprägt ist!!

@taothustra!
ich fand alles ausgezeichnet was du geschrieben hast! Exzellente Argumentation, wirklich! bis auf de letzten satz in diesem thread!
Soll dieser heißen, dass du von einem Leben ausgehst, dass sich in sich selbst manifestiert um einer welt wie der unseren zu entfliehen? Denn die unsterblichkeit der empfindung ist nichts anderes!
Jetzt meine Frage: Sind empfindungen, Instinkte? Wenn dem so ist, dann können wir ihnen nicht bewusst widerstehen? Weil sie ja wie wir wissen durch den biologischen trieb definiert sind. Deiner aussage folgend, können wir aber dann auch keinen bewussten gedanken leben, dass heißt auch keine bewusste unterscheidung zwischen gut und böse vollziehen! Denn diese Faktoren sind unabdingbar miteinander verbunden??
Eines noch, ich glaube in diesem Stadium der Erkenntnis, in dem wir uns ausdrücken, sollte man das Wort "Persönlichkeit" nicht mehr verwenden! Denn Persönlichkeit ist nur der Reflektor der Gesellschaft auf dich selbst, und impliziert keine eigenen Gedanken und gefühle sondern nur die von der gesellschaft uns auferlegten!!!!

lg neo

Und er sah, dass es gut war


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Gut, böse, schlecht, was, woher?

07.02.2004 um 13:32
@ Neo
Du gehst ja öfters von einer Isoliertheit des Probanten aus, also lass uns das
auch in diesem Fall tun.
Nehmen wir einmal an, es wäre möglich, dass man dem Kindesalter
entwachsen ist und bisher immer alleine war (was grundsätzlich unmöglich
ist). Man hat kein Werte- und/oder Normensystem kennengelernt. Heisst das
nicht auch, dass dann eine Unterteilung in Gut und Böse unmöglich ist?
Ich bin der Meinung, dass Gut und Böse nur im Zusammenhang mit der
Gesellschaft entstehen können. Für mich allein gesehen, kann ich das doch
gar nicht definieren. Das Gute wird belohnt und das Böse sanktioniert - von
der Gesellschaft.
Es gab seit Menschengedenken Verhaltensnormen...um sie nicht gleich
Gesetze zu nennen. Diese haben sich zwar im Lauf der Zeit geändert und sind
auch heute nicht überall auf der Welt die gleichen, können aber im
Zusammenhang von Gut und Böse als Basis betrachtet werden.
Der Kompass für Gut und Böse kann schon deshalb nicht existieren, denn wie
sollten wir andernfalls die verschiedenen Spektren für Gut und Böse erklären
können? Ist es böse, wenn man jemanden tötet? Ich nehme an, wir stimmen
alle überein, dass das so ist. Aber ist es böse, wenn man den Mörder tötet?
Ein Teil der Erdbevölkerung ist der Meinung, dass das böse ist. Der andere
Teil sieht die Todesstrafe als legitimes Mittel der Bestrafung an. Ist es böse,
wenn man stiehlt? Auch in den zehn Geboten heisst es "du sollst nicht
stehlen". Also sagen wir mal, es ist böse. Aber was betrifft die Sanktionierung
dieser Straftat? In einem gewissen Ausmass empfinden wir sie als gut und
gerecht. Finden wir es gut, dass in einigen Ländern Dieben noch immer die
Hand angehackt wird?

Ich bin folglich der Meinung, dass Gut und Böse nur vor dem Hintergrund
eines Belohnungs/Bestrafungssystems bestehen können (das übrigens nicht
nur die drastischen oben beschriebenen Massnahmen enthält, sondern sich
auch auf Achtung/Missachtung erstrecken kann). Diese Normen und
Verhaltensregeln gibt es seit Ewigkeiten - und davor? der Stärkere gewinnt?
Aber der hat sich sicher nicht überlegt, ob das nun gut oder böse war...

Alles Liebe :-)


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yo ehemaliges Mitglied

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Gut, böse, schlecht, was, woher?

07.02.2004 um 13:43
irgendwer schrieb, dass bei tieren alles instinktgesteuert sei. das ist schlicht falsch. auch primaten schämen sich, wenn sie lügen oder andere reinlegen.

ich denke nicht, dass der mensch von natur aus weiss, welche handlung in einer gegebenen situation angemessen ist (darum geht es doch eigentlich bei dem begriff böse). die geschichte von den kindern belegt lediglich, dass ein kind noch nicht in der lage ist, sich sozial zu verhalten, weil ihm noch die normen, das vorausschauende denken und die lebenserfahrung fehlen. da gewinnt eben das egoistische tier im menschen die oberhand. ist ja kein zufall, dass der mensch je nach land erst ab 16, 18 oder 21 als erwachsen gilt und auch vor dem gesetz die volle verantwortung für sein handeln übernehmen muss.
es kommt alles auf die kindheit an. dort wird der grundstein gelegt, ob ein mensch sich zum krankenpfleger oder auftragskiller entwickelt, wobei ein späterer berufswechsel unter bestimmten bedingungen nicht ausgeschlossen ist :| wenn es mit einer gegebenen gesellschaft als ganzes bergab geht, kann man nicht erwarten, dass ein kind, das schlechte vorbilder imitiert, sich später vorbildlich verhält.
die erwähnte grauzone ist gar nicht genug zu betonen. man darf ja nicht eine böse handlung mit einer bösen person gleichsetzen. jeder mensch begeht gute und schlechte taten. wenn er schlau genug ist, lernt er aus den folgen seiner schlechten taten und kann diese zunehmend vermeiden. andere hingegen machen mit 60 dieselben fehler wie mit 20...
kommt wohl auch ein bisschen darauf an, mit welcher intelligenz ein mensch gesegnet ist, wofür er selbst ja nicht unbedingt etwas kann, eher seine eltern, die das kind vor dem tv parken anstatt es geistig zu fordern etc.
ich hab mal ein interview mit kindersoldaten aus zaire gehört, die inzwischen "erwachsen" sind und jahrelanger psychologischer betreuung bedurften, um wieder halbwegs sozialverträglich leben zu können. sie berichteten, dass sie als kinder gar nicht wussten, dass es böse ist, andere umzunieten. erst jetzt als resozialisierte erwachsene wissen sie es und leiden darunter, zu wissen, was sie als kinder angerichtet haben...

yo


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Gut, böse, schlecht, was, woher?

07.02.2004 um 14:00
@ Liebe zwiwi :)

Abgesehen von dem Weg der Selbsterkenntnis, fühle ich mich immer bemüht die gesellschaftliche Ordnung in einigen Punkten zu berücksichtigen. Auch in diesem Falle war es nicht meine Intention, davon abzusehen, dass es als unabdingbare Tatsache zu beurteilen gilt sich von der Gesellschaft vorschreiben zu lassen was gut und böse ist. Auch mir selbst, und dir sicher auch :), ist es so widerfahren. Da wir uns aber unserer Beeinflussung bewusst sind, können wir diese Tatsache ignorieren und uns selbst eine neue Art der Definition von Dualität überlegen (erfahren). Das ist es was ich meine. Zuerst bewusstes denken, danach bewusstes handeln. Bewusstsein, ist deshalb, als die gesamtheit meines selbst in der reflektion von allem anderen, definiert (zu mindest für mich).

Du hast gesagt, wenn der Mörder ein mörder ist, dann ist das böse. Wenn die Gesellschaft den Mörder umbringt, ist es zweifelhaft böse. Du hast damit völlig recht.
"""Aber es gilt hiebei zu berücksichtigen, dass der rahmen ein anderer ist. Töten ist falsch weil es in der Bibel steht. Bestrafen ist richtig, weil es uns das böse vom hals hält und in der bibel steht nichts davon dass das bestrafen verboten ist. Wie diese aussieht weiß allerdings auch niemand. ABer die gesellschaft ist im große und ganzen davon positiv überzeugt das richtige zu tun. """

So denkt bitte die gesellschaft die keine ahnung hat. Und das ist leider ein sehr hoher prozentsatz!!! Diese rationale einstellung kann eben nur kollektiv vertreten werden. Aber nicht um sonst bin ich vegetarier, denn für mich ist das töten ein nicht vertretbarer akt. Obwohl, sollte man denn die Umwelt dafür bestrafen dass wir opfer ihres zerfallsprozesses sind??? Ich glaube wir bestrafen sie schon genug :)
Ich weiß, dass es viele argumente gibt, die einen vegetarismus nicht rechtfertigen, aber es ist meine überzeugung und außerdem schmeckts mir besser :)

alles liebe :)
neo

Und er sah, dass es gut war


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Gut, böse, schlecht, was, woher?

08.02.2004 um 09:45
@ all
Dies nur so zur Info, ich bin nicht aus Deutschland, ich bin aus Rumänien, und darum sorry für die Sprachfehler die ich mache

@ kewlblade
ich bin mit deiner Meinung "sprich Böse ist eigentlich Gut und Gut ist .." total nicht einverstanden da ich Meine da du ein bisschen mit der Semiotic spilst. Die Zeichen, hier in diesem Falle Böse und Gut, die für x und Z stehen, arbiträr ausgewählt wurden.

@ all
Ich glaube nicht dass man alles in schwarz und weiss sehen kann> gut vs böse, schön vs unschön, konstruktiv vs destruktiv usw. Wir haben in uns sowohl gutes als auch böses. Ob wir einen inneren Kompass haben, nennt ihn freien willen, wie ihr wollt, tatsachen ist, es gibt "etwas" was uns dazu bringt uns zwischen gutes und böses zu entscheiden. Faktoren wie Familie, gesellschaft, Justiz, Staat, gesellschafliche Umgebung, Erziehung, Religion usw beeinflussen im erstens unsere Handlung, unsere Denkweise, unser Moralsystem.Warum?, wir sind Mitglieder der Gesellschaft, dass heist wir müssem die Regeln dieser Gruppe, die Gesellschaft, befolgen. Falls wir das nicht machen werden wir von der Gesellschaft in irgendeiner Weise bestraftt, Bestrafung die von den Mitglieder der Gruppe definiert und ausgeübt wird. Wir die MItglieder sind die jenigen die die gesellschaft gemacht haben, sowohl den Staat als auch die Justiz. Letzten endes sind wir die jenigen die Gut und Böses definiert haben. Bitte definiert mir diese Konzepte, das Konzept von Gut und das von Böse? Ich kann es nicht., da ich glaube das man heute in unseres Gesellschaft ein binäres denken nicht angebracht ist. Alles kann man erlernen und alles ist erlernt, handlung, denkweise usw. Ihr könnt sagen wir sind fast wie Tiere, ja aber nur fast. Wir haben die Möglicht den Einfluss unserer Handlung auf die anderen vorauszusehen. Eine Frage an alle, warum entscheidet ihr euch Gutes zu tun?
Ich sehe so die ganze Sache: man ist klein, man sagt dir was gut ist und was schlecht ist, man erzieht dich in einem binären Denken. Dann kommt ein Zeitpunkt wo man sich selbt bewusst wird und man sein eigenes Denksystem aufbaut. Man fängt an selbt sich die Konzepte neu zu definieren, und da man ein " soziales Tier" ist muss dass eigene System von Konzepten irgendwie mit dem System der Gesellschaft etwas gleich haben. Z.B die Gesellschaft besagt Böses ist wenn man jemanden töten. Alle hier glauben dasselbe. Wenigstens hier sind wir alle der Meinung das töten etwas böses ist.
Ruxandra

Ruxandra


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Gut, böse, schlecht, was, woher?

08.02.2004 um 11:56
@ ruxandra

du drückst dich gut und gewählt aus,daher sind nicht deine sprachkenntnisse das problem,sondern die tatsache,daß dein standpunkt zum thema nicht offensichtlich ist.
denn es geht um die grundfrage ob ein mensch gut und böse von selbst definieren kann also eine art kompass in sich dafür hat oder ob ihm das ganze per erziehung nur aufoktroiert wurde .

wobei man nicht vergessen sollte ,das von der erzieherischen seite ja auch nur menschen agieren , die ihren moralkodex auch erst mal definiert haben müssen.
denn mit dem argument,daß auch diese nur so erzogen worden sind ,schiebt man die ursache auf irgendwo in die vergangen heit und es lässt sich kein rechter anfangspunkt für die definition und der so gearteten erziehung mehr finden.

ich würde schon sagen,daß der mensch je nach dem wie sein selbstbewußtsein entwickelt ist , sich schon über unsinnige gesetzgebungen und gepflogenheiten hinwegsetzen sollte wenn er nicht davon überzeugt ist.natürlich darf er sich nicht erwischen lassen.
der mensch kann in keinem fall die verantwortung für seine entscheidungen auf die umwelt und die erziehung abschieben,denn die letzte entscheidung ob er das alles auch so akzeptiert wie es ihm reingedrückt wird liegt bei ihm.

das thema ist ohnehin nur anhand der individuellen einzelfälle zu klären.pauschal kann man zwar viel darüber reden,aber die mißverständnisse sind vorprogrammiert weil man nie wie es bei einem beispiel der fall wäre ins detail gehen kann,um tatsächlich die grundschwingungen von gut und böse aufzuzeigen und zu erörtern.


schicksal ich folge dir
und wollt ichs nicht
ich müßt es doch und unter seufzern tun



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Gut, böse, schlecht, was, woher?

08.02.2004 um 12:00
übrigens selbst die scheinbare tatsache ,daß töten böse sein soll , kann anhand verschiedener einzelbeispiele in frage gestellt werden.
töten an sich ist wertfrei,erst durch den kontext zeigt sich ob gutes oder böses den anlass zur handlung gab.
aus diesem grunde sollte die diskussion über gut und böse nicht auf irgendwelche dinge oder umstände bezogen werden.da man dem ganzen nur dann auf die spur kommen kann,wenn man das gute oder böse an der handlungsmotivation des einzelnen festmacht .

schicksal ich folge dir
und wollt ichs nicht
ich müßt es doch und unter seufzern tun



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Gut, böse, schlecht, was, woher?

08.02.2004 um 14:44
@ taothustral
Ok, wenn ich dich gut verstanden habe, kann man über das Gute und das Böse nur in einzelfällen sprechen? Ich wollte sagen dass der Mensch von seiner Geburt an nicht im Stande ist zwischen Böses und Gutes zu unterscheiden. Verschiedene Faktoren, Umstände usw bringen ihn dazu sich selbt das Gute und das Böse zu definieren. Ich glaube nicht dass der Mensch von der Geburt aus über einen inneren Kompass verfügt um zwischen G und B zu unterscheiden. Er kann über so was nicht verfügen, da er am Anfang nicht weiss was Gut ist und was Böse ist. Er "lernt" es, und Hauptverb ist lernen, da jede Handlung eine "Imitation" ist.



Ruxandra


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Gut, böse, schlecht, was, woher?

08.02.2004 um 19:35
@ ruxanda

ich bin bei deinem text am ende in stocke geraten als ich gelesen habe, dass jede handlung nur eine imitation ist!!
Mich würde interssieren, was du genau damit meinst? Ist es eine Imitation der Eltern, dann muss ich dir unrecht geben! Denn was sonst wäre der grund dafür, dass jugendliche immer bemüht sind, das genaue gegenteil von dem zu tun, was die eltern sagen? Oder meinst du damit vielleicht einen Handlung die durch die gesellschaft enstanden ist! Alkohol zu trinken oder sich ganz allgemein dingen hinzugeben die nicht konform mit dir selbst sind? dann kann ich dir auch nicht recht geben, denn in einer imitation von handlungen liegen immer interpretation unserer Erfahrungen und Erlebnisse!!!!
Wenn du aber meinst, dass wir unser handeln von uns selbst imitieren? Dann gebe ich dir recht, weil nur wir unser handeln bestimmen. Wir können und müssen manchmal sogar anders handeln, aber nicht gegen unser selbst sondern gegen die Verblendungen der gesellschaft und der eltern!!!

lg neo

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Gut, böse, schlecht, was, woher?

09.02.2004 um 08:57
@neo_19
Ich meine dass der heutige Mensch ein Patch-work von Imitationen ist. Wir sehen Handlungen und Verhaltungsweisen um uns herum.... So als Beispiel ist eine TRadition auch nicht eine art von Imitation?





Ruxandra


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09.02.2004 um 11:43
ich denke man kann sehr wohl auch ohne wissen um gut und böse darunter unterscheiden. ich denke es ist eine sahe des fühlens, oder kann man es intuition nennen? oder ist es beides?
ich bin mir jedenfalls sicher dass ein mensch, vorrausgesetzt er ist dafür offen, gutes von schlechtem allein "aus dem bauch heraus" unterscheiden könnte.



In jede hohe Freude mischt sich eine Empfindung von Dankbarkeit.
(J.W.G.)



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09.02.2004 um 11:52
@ruxandra
>>>ich bin mit deiner Meinung "sprich Böse ist eigentlich Gut und Gut ist .." total nicht einverstanden da ich Meine da du ein bisschen mit der Semiotic spilst. Die Zeichen, hier in diesem Falle Böse und Gut, die für x und Z stehen, arbiträr ausgewählt wurden<<<
Das ist nicht meine Meinung, dass war nur ein Beispiel um die Komplexität der Sache etwas zu verdeutlichen ;)

ich weiß, dass ich nichts weiß


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