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Waldorfschulen

756 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Waldorf ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Waldorfschulen

Waldorfschulen

06.10.2020 um 17:57
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Ich sehe es nicht als Dilemma. Ich schau mir auch keine Disneyfilme an und denke dabei pausenlos an den Antisemitismus ihres Erfinders
Sofern der nicht Teil der Filme ist... Magere Analogie.
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Waldorfschulen können sich vom Antisemitismus Steiners distanzieren, aber natürlich nicht von seiner Idee, "Denken, Fühlen und Wollen" wäre als Lehrmethode besser, als bloßes "Lesen und Verstehen"
Für die Methodik braucht es schwerlich der antrosophie und Steiners Weltbild
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Ich kann nur nochmals wiederholen, dass ich - nach 2 Jahren Waldorferfahrung - bisher weder bekehrt, noch umgepolt wurde. Die Idee stammte vom musikalischen Vater, der aber selbst eine reine Regelschulausbildung genoss.
Die Subjektivität der Erfahrung hat keine allgemeingültigkeit. Erwachsene kann man eh schwerlich er umpolen. Auch wahnfrieds subjektives erleben steht deinem gleichwertig gegenüber. Weswegen mir es um den faktischen Inhalt der antrosophieschen Lehre, und Weltbild.
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Mein Umfeld besteht auch nicht nur aus Waldorflern, die meisten besten Freundinnen :D meiner Tochter gehen auf die örtliche Regelschule.
Du bist doch auch gar nicht betroffen in der Diskussion, oder bist Du Waldorfschuler?

Aber es zeigt wie hier 2 Personen sehr unterschiedliche Erfahrungen mit der Waldorfschule hatten.
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Solche Fälle, die es an die Öffentlichkeit schaffen, sind tragisch, aber sie zeichnen sich weder stellvertretend für alle staatliche Schulen, noch für alle Waldorfschulen.
Das ist aber der Punkt bestimmte Systeme können bestimmtes Klientel anziehen... Und das bleibt zu prüfen.

Bleibt die große Frage warum Hokuspokus noch Teil des Systems bleiben sollte?


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Waldorfschulen

06.10.2020 um 18:00
Zitat von klompje1klompje1 schrieb:Vielleicht aus ein gewisse schutz, und nicht böse gemeint, aber ich sah Mädchen richtig in konflikt dann diesbezüglich mit sich selber. Und war ein wunden punkt, wo sie sich gerne ausprobieren mochten, aber innerlich in der schule nicht gerne gesehen. War ein gewisse Druck da
Ich bin der Meinung, dass man sich außerhalb der Schule privat ausleben kann. Dass man sich natürlich "zurecht macht", sobald man aus dem Haus geht, finde ich selbstverständlich. Auftakeln muss man sich zum Lernen jedoch nicht. Wenn das also Konzept der Schule ist, genauso wie (bei uns) Handyverbot auf dem gesamten Schulgelände, dann ist das halt so.


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06.10.2020 um 18:03
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Du bist doch auch gar nicht betroffen in der Diskussion, oder bist Du Waldorfschuler?
Nein, aber ich habe einen sehr guten Bezug zu meinem Kind, das Waldorfschüler ist.
Ich frage zum Beispiel jeden Tag, wie die Schule war, was sie gemacht haben, was es zum Mittagessen gab. Nennt sich Interesse.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Das ist aber der Punkt bestimmte Systeme können bestimmtes Klientel anziehen
Ich wette mit dir, dass die Grundschule hier im Ort mehr Dorfnazis beheimatet, als unsere Waldorfschule. :D


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06.10.2020 um 18:08
@Kältezeit


kann ich wohl so stehen lassen ;-)

Nur ich sah deren kämpfchen, und sie nahmen dies auch mit in die Freizeit.

Und es war vor die Eltern nicht immer einfach in die Pübertät dies so zu begleiten.


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06.10.2020 um 18:12
Zitat von klompje1klompje1 schrieb:Nur ich sah deren kämpfchen, und sie nahmen dies auch mit in die Freizeit.
Dann liegt das am Elternhaus. Ich werde meinem Kind garantiert nicht verbieten, sich zu schminken, wenn sie ein gewisses Alter erreicht hat (mit 12 muss das z.B. noch nicht sein).
Wenn sie sich "überschminkt" und mit engem Minirock in die Schule will, werd ich sie aber garantiert rüffeln. :D


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06.10.2020 um 18:28
Hätte wahrscheinlich auch nicht anders reagiert.
Und gegen handy verbot in der schule, könnte ich mich auch mit anfreunden.


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06.10.2020 um 18:30
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Ich wette mit dir, dass die Grundschule hier im Ort mehr Dorfnazis beheimatet, als unsere Waldorfschule. :D
Das kommt auf die Gegend an, es gibt halt Gegenden in Deutschland, die haben eben eine hohe Dorfnaziquote, und wenn es in dem Dorf eine Waldorfschule gibt versuchen die Dorfnazis natürlich ihre Kinder auf diese Schule zu schicken (Gilt auch für Stadtnazis und rechte Berufs und Zeitsoldaten).

Solange die die Klappe halten ist selbst das in der Regel kein Problem, wenn die aber ihren Einfluss ausbauen, weil die Naziideologie unter der Lehrern auch auf fruchtbaren Boden fällt (Anschussfähig). und das dann auf einmal in der Presse steht, dann giebts halt Rabatz vom Bund der freien Waldorfschulen.


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06.10.2020 um 18:36
Zitat von WurstsatenWurstsaten schrieb:Solange die die Klappe halten ist selbst das in der Regel kein Problem, wenn die aber ihren Einfluss ausbauen, weil die Naziideologie unter der Lehrern auch auf fruchtbaren Boden fällt (Anschussfähig). und das dann auf einmal in der Presse steht, dann giebts halt Rabatz vom Bund der freien Waldorfschulen.
Dann läuft das aber nicht anders, als im Regelschulsystem auch.
Ein "Mehr" an Nazis oder sonstigen Idioten, kann ich jedenfalls nicht erkennen. Ganz im Gegenteil.


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06.10.2020 um 18:40
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Aber es zeigt wie hier 2 Personen sehr unterschiedliche Erfahrungen mit der Waldorfschule hatten.
Andere Waldorfschüler an anderen Schulen haben ähnliche und teilweise wesentlich krassere Erfahrungen als ich gemacht, es gibt Schulen, die sich nur wegen der meiner Meinung nach nicht gerechtfertigten guten Reputation von Waldorf irgendwie halten können. Ich bin mal gespannt, was passiert wenn die Aktivitäten der Waldis auf den Querdenkerdemos aufgearbeitet werden :D


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06.10.2020 um 18:56
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Dann läuft das aber nicht anders, als im Regelschulsystem auch.
Ein "Mehr" an Nazis oder sonstigen Idioten, kann ich jedenfalls nicht erkennen. Ganz im Gegenteil.
Dann lebst du halt im rheinischen Auenland, Konrad Adenauer soll mal gesagt haben, dass ab Deutz der Boltschewismus und ab Bielefeld die Walachei beginne, In OWL sieht die Sache schon ganz anders aus :D


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06.10.2020 um 19:01
Zitat von WurstsatenWurstsaten schrieb:Andere Waldorfschüler an anderen Schulen haben ähnliche und teilweise wesentlich krassere Erfahrungen als ich gemacht
Das nennt sich selektive Wahrnehmung. Habe ich in einem bestimmten Bereich schlechte Erfahrungen gemacht, filtert mein Gehirn auch vorzugsweise nur noch danach und sucht nach "Gleichgesinnten".
Sieht man auch sehr schön daran, dass du mir meine positiven Erfahrungen hier partout ausreden willst.

Dass du deine schlechten Erfahrungen tatsächlich gemacht hast, stell ich hingegen nirgends in Abrede, kann nur nicht verstehen, wie man seinen Kindern dann selbiges antun kann und dann jahrelang tatenlos zusieht. (Das nagt dann so ein bißchen an der Glaubwürdigkeit deiner Aussagen.) Da kannst die Schule noch so verteufeln, ich würde da eher sagen, dass du als Vater versagt hast.


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Waldorfschulen

06.10.2020 um 19:03
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Dass du deine schlechten Erfahrungen tatsächlich gemacht hast, stell ich hingegen nirgends in Abrede, kann nur nicht verstehen, wie man seinen Kindern dann selbiges antun kann und dann jahrelang tatenlos zusieht. Da kannst die Schule noch so verteufeln, ich würde da eher sagen, dass du als Vater versagt hast.
Welch eine von Heuchelei und saurem Moralin triefende Argumentation.

Ich könnte genauso sagen, dass du einfach wegschaust weil du das einfach nicht sehen willst, bring mal vernünftige Argumente, z.B. den Veranstaltunsgkalender deine tollen Schule :D


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06.10.2020 um 19:06
Zitat von WurstsatenWurstsaten schrieb:Welch eine von Heuchelei und saurem Moralin triefende Argumentation.
Hier wäre schon sehr interessant zu erfahren, warum du es nach deiner Erfahrung auch deinem Kind zumutest. Das klingt widersprüchlich.


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06.10.2020 um 19:08
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Hier wäre schon sehr interessant zu erfahren, warum du es nach deiner Erfahrung auch deinem Kind zumutest. Das klingt widersprüchlich.
Da bin ich schon mehrfach drauf eingegangen, dass es familiäre Gründe gab, und dass meine Schwigermutter "voll drauf" ist mit Rudolf Steiner :D


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06.10.2020 um 19:09
Zitat von WurstsatenWurstsaten schrieb:Welch eine von Heuchelei und saurem Moralin triefende Argumentation
Ich würde eher sagen "ins Schwarze getroffen". ;)


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06.10.2020 um 19:09
Zitat von WurstsatenWurstsaten schrieb:Da bin ich schon mehrfach drauf eingegangen, dass es Familiäre Gründe gab, und dass meine Schwigermutter "voll drauf" ist mit Rudolf Steiner :D
Ach so; es geschah also gegen deinen Willen. Ok, das würde es erklären.


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06.10.2020 um 19:22
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Das nennt sich selektive Wahrnehmung. Habe ich in einem bestimmten Bereich schlechte Erfahrungen gemacht, filtert mein Gehirn auch vorzugsweise nur noch danach und sucht nach "Gleichgesinnten".
Sieht man auch sehr schön daran, dass du mir meine positiven Erfahrungen hier partout ausreden willst.
Noch einmal, du hast mir immer noch nicht geantwortet, ob an deiner Schule die Erziehungskunst ausliegt


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06.10.2020 um 19:28
Fragwürdige Referenten:
Die Waldorfschule in Überlingen ist mehrfach in Kritik geraten, da dort Kinder Gewalt und Missbrauch angetan wurde. Verschwörungsideologen wie Ken Jebsen oder Esoteriker wie das „Engels-Medium“ Jana Haas durften dort sprechen. Die Durchimpfungsraten sind traditionell schlecht, im Überlinger Kino traf auch der Impfgegner-Film „Vaxxed2“ auf große Nachfrage.
Quelle: https://anthroposophie.blog/2020/06/18/esoteriker-an-der-querfront-gegen-staat-presse-und-wissenschaft/


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06.10.2020 um 19:43
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Und ohne ihren Bezug zu Steiner fehlt ihnen ihre Identität.

Und da steckt ihr Dilemma
Wie hier bereits erwähnt wurde, kannst du Steiner in Hinblick auf seine Überzeugung "Denken, Wollen, Fühlen" nicht negieren, da dies der Grundstein aller Überlegungen ist.

Diese Überzeugungen gehen einher mit der "Ganzheitlichkeit" des Menschen, die der Dekonstruktion der Regelschullehrpläne in Zergliederung des Wissens in eher abgeschlossene Bereiche entgegenwirkt. Im Übrigen gehen auch hier die Regelschulen immer mehr auf Waldorf zu - das nennt sich dann fächerübergreifender Unterricht; kein Koboldbezug.

Waldorf setzt aber auch Lehren Steiners um, die ganz klar anthroposophisch hergeleitet sind.

Ein Beispiel hierfür ist die gleichberechtigte Gewichtung aller Fähigkeiten eines Menschen; es wird nicht unterschieden in wichtig und weniger wichtig wie im Regelschulsystem.

Im Fallbeispiel gibt es keine Haupt- und Nebenfächer im eigentlichen Sinne, sondern Fächer wie Eurythmie und Gartenbau haben den gleichen Stellenwert wie Mathematik oder Physik; ist ein Kind zum Beispiel sehr gut in Eurythmie, dann ist das für den Lehrer ebenbürtig fördernswert wie ein leistungsstarkes Kind in Mathematik. Das ist natürlich schon eine philosophische Betrachtungsweise des Menschen und dessen Fähigkeiten, die man entweder bejahen oder verneinen kann. Und auch dies beruht auf der Weltanschauung Steiners.

Aber auch Eurythmie kann man nicht als einen robotischen Bewegungsablauf betrachten; auch hier gibt es Bewegungsabläufe, die einem Regelwerk unterliegen und einem bestimmten Zweck dienen. Manche Bewegungen dienen beispielsweise dazu, zur Ruhe zu kommen, bewusst zu atmen und das Atmen zu spüren. Im Endeffekt ist es nur ein ruhiger Bewegungsablauf für Kinder, ob man mit diesem expliziten Bewegungsablauf bewusster atmet, bleibt Glaubenssache. Aber auch hier kann man Steiner nicht negieren.

Ich kann ja Steiner noch nicht einmal negieren, wenn der Farbenlehre oder der Geometrie beim Häkeln eine besondere Gewichtung zu Teil wird. Man kann das glauben oder auch nicht. Im Endeffekt bleibt es Häkeln mit einer bewussten und intensiven Farbauswahl, die niemanden schmerzt.

Steiner lässt sich aus diesen Gründen nicht aus dem Konzept streichen, denn die Seele Waldorfs geht halt über die reine Methodik hinaus.

Rein auf der methodischen Ebene konnte sich Waldorf mit seiner handlungsorientierten Reformpädagogik lange Zeit deutlich von der Regelschule abgrenzen.

Diese Abgrenzung wird für Waldorf immer schwerer, weil die Regelschulen Waldorf immer stärker methodisch nachahmen.

Worin sich Waldorf auch weiterhin deutlich abgrenzen wird, ist die Bedeutung, die sie einzelnen Dingen wie Gartenbau, Technik, Eurythmie usw. beimessen und dies geht auf Steiner zurück. Wer sich für Waldorf entscheidet, muss eben einfach Steiners Glauben teilen, dass Mathematik und Eurythmie gleichwichtig sind.

Ohne Steiner geht es nicht ... :D


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Waldorfschulen

06.10.2020 um 19:57
Zitat von nukitenukite schrieb:Worin sich Waldorf auch weiterhin deutlich abgrenzen wird, ist die Bedeutung, die sie einzelnen Dingen wie Gartenbau, Technik, Eurythmie usw. beimessen und dies geht auf Steiner zurück. Wer sich für Waldorf entscheidet, muss eben einfach Steiners Glauben teilen, dass Mathematik und Eurythmie gleichwichtig sind.
Im Gartenbau werden im Wesentlichen die esoterschen Lehren von Rudolf Steiners Landwirtschaftlichen Kurs interpretiert, Eurythmistinen sind oft nervliche Wracks, die exzessiv rauchen und mit pubertierenden Jugendlichen einfach nicht klarkommen.
Technik wird an Waldofschulen nicht wirklich unterrichtet, das ist eigentlich Kunsthandwerk wie Korbflechten und Kupfertreiben, im Chemiewerken werden esoterische Praktiken wie z.B. die Kupferchloridkristallisation gemacht. und Mathematik ist selbst in der zwölften Klasse oft nicht der Abiturstoff um die Schüler, die nur den Waldorfabschluss machen nicht zu überfordern.


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