@outandabout_ Ein schöner Beitrag der NZZ.
Sind wir doch in einem permanenten Stresszustand, scheinbarer Interaktion und Selbstdarstellung in den sozialen Medien.
Besonders der Informationsmüll im Internet und TV erzeugt am Ende nur ein Rauschen.
Stanislaw Lem, einer der wichtigsten SF Autoren und Philosoph, der diese Entwicklung schon in den 60er beschrieb, weigerte sich konsequent einen Internetanschluss zu besitzen. Kluger Kopf.
Aber auch im Realen Leben:
100 Meter Hauptstrasse ist mit einem Informationsoutput besetzt, der Unterschwellig viele Überfordert.
Informationsverschmutzung.
Gesundheitsterrorismus in den Medien:
Früher hast du 'ne Bockwurst gegessen und gut war. Heute quälst du dich mit Cholesterin, Laktose, HDl, LDl, Nitrosamine herum. Und jede Studie hat andere Ergebnisse was du vermeiden sollst. Dr. Google empfielt:
Blutdruck und Zuckerwerte, Lipidspiegel und Freie Radikale, Vitamine und Hormonspiegel bitte beachten ! Kein Zucker! Keine Kohlenhydrate abends ! Achtung ! Transfette !
Werden wir zu Dick fahren wir mit dem Auto ins Fitnesscenter.
Pin und TAN und EBAN merken, und bitte immer den Browser, das Antivirenprogramm und das Betriebssytem aktuell halten.
Du bist nie fertig. Es gibt immer was zum Optimieren.
Die heute noch engagierten Zwanzigjährigen sind später die Ausgebrannten Vierziger.
Das Leben ist Veränderung. Nur das Tempo macht Krank.
Und wir leben in keiner Gesellschaft mit "Wir-Gefühl"mehr. Wir sind Einzelgänger, jeder gegen jeden, die wie Zufällig lose in einem Zweckverbund agieren.
Huh, jetzt habe ich mich aber abreagiert.
;)