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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

79 Beiträge, Schlüsselwörter: Vergänglichkeit

Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 11:13
"Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter" oder "Nutze den Tag"..., jeder kennt diese und ähnliche Lebensweißheiten. Der Sinn dahinter ist sehr simpel, das Leben ist eine auf kurzen Zeitraum reduzierte Angelegenheit. Man wird geboren, lebt im Idealfall circa 80 Jahre, stirbt dann und das wars auch schon. Kein Mensch weiß wo wir hingehen und keiner weiß wo wir herkommen, alles was Sicher ist, ist die kurze Zeit die man auf Erden hat. In diesem Bewusstsein erscheint mir sehr vieles äusserst Fraglich bis vollkommen Sinnlos. Wenn ich genauer über Alltägliches nachdenke, wird mir immer wieder bewusst wie Unwichtig und genau genommen vollkommen Schwachsinnig alles ist. Trotz diesem Bewusstsein falle ich allerdings immer wieder auf das Alltägliche rein. Wieso ist nur Sterbenskranken die eigene Vergänglichkeit so bewusst vor Augen, dass sie verzweifelt jede Sekunde der letzten Tage noch auskosten wollen? Wieso habe ich dieses Bewusstsein nicht auch jede Minuten meines Lebens vor Augen?


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 11:45
welches Bewusstsein meinst du, ich versteh das nicht so ganz?


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 11:50
fukk schrieb:Wieso ist nur Sterbenskranken die eigene Vergänglichkeit so bewusst vor Augen, dass sie verzweifelt jede Sekunde der letzten Tage noch auskosten wollen? Wieso habe ich dieses Bewusstsein nicht auch jede Minuten meines Lebens vor Augen?
Na ganz einfach. Man nimmt das Leben als etwas Selbstverständliches hin. Erst wenn es einem weggenommen werden soll, merkt man, wie sehr man dran hängt.


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 13:13
das wird wohl an unserer heutigen gesellschaft und der heutigen zeit
liegen. das früher auch nicht so. vor paar hundert jahren lebten die
menschen mit einer anderen einstellung zum leben. auch durch den
glauben an religionen geprägt oder beeinflusst.

heute vergisst man neben dem ganzen konsum und privater probleme,
ziele die man teilweise in medien präsentiert bekommt, warum und
wieso man eigentlich hier ist und wie schnell alles vorbei sein kann


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 13:23
fukk schrieb:Wenn ich genauer über Alltägliches nachdenke, wird mir immer wieder bewusst wie Unwichtig und genau genommen vollkommen Schwachsinnig alles ist.
Das liegt meiner Meinung nach an unsere Kultur und Gesellschaft die sich mit dem Tod erst dann befasst wenn's fast schon zu spät ist.


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 13:32
meine rede


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 13:40
Stimmt.
Hab' deinen Beitrag gar nicht gesehen. ;)

Die Frage "Wozu bin ich eigentlich hier?" lässt sich heutztage doch nur noch mit konsumieren beantworten. Es klingt zwar abgedroschen, aber es ist auch wahr.
Wenn du in unserer Gesellschaft nicht kaufst kaufst kaufst befindest du dich bald auf dem absteigendem Ast, sowohl gesellschaftlich als auch materiell. Alle Dinge die wir kaufen geben nach spätestens 5 Jahren den Geist auf, oder werden durch neuere bessere Dinge ersetzt die überall so angepriesen werden das man das alte Modell am liebsten gleich in die Tonne treten möchte.

Die Menschen haben vergessen sich darauf zu besinnen was sie wirklich vom Leben wollen. Mir geht dieser Kreislauf; arbeiten, sparen, Haus kaufen, Urlaub machen, neues Auto, Kinder, wieder arbeiten, sparen, dann wieder in den Urlaub fahren, nach 5 Jahren ein neues Auto, neue Stereoanlage, neuer Plasmafernseher, wieder arbeiten, sparen, in den Urlaub fahren, in die Rente gehen, sich über alles aufregen (weil man anscheinend erst in dem Alter begriffen hat das sein Leben keinen Cent wert war), im Krankenhaus mit Schläuchen in allen Körperöffnungen sterben; auch auf den Keks.

Aber was will man schon dagegen machen.
Das andere Extrem wäre wie ÖffÖff in 'ner Hütte hausen, und heutzutage gibt's fast nur noch diese beiden Extreme. Entweder man ist voll dabei, oder man steigt komplett aus.


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 14:44
wie recht du hast. geht mir eigentlich genauso. aber um nicht ganz auf
der strecke zu bleiben schwimm ich genauso mit der gesellschaft mit.


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 14:56
"Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit"

Das ist die meines Erachtens wichtigste Erkenntnis, die man im Leben erlangen kann.


Bukowski,

"Entweder man ist voll dabei, oder man steigt komplett aus."

Warum nur diese beiden Optionen?
"Bewusst" zu konsumieren wäre zum Beispiel eine Möglichkeit, so wäre man weder "voll dabei" (ohne Rücksicht auf Verluste) noch müsste man komplett aussteigen. Denn wir leben ja nun mal in einem konsumorientierten System, mit dem man sich meines Erachtens aber arrangieren kann.


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 15:04
aber das dann auch nur zu einem gewissen grad. irgendwann verfällt
nämlich jeder in den normalen täglichen ablauf. da muss man sich hin
und wieder auch mal abklpfen ob man noch alles richtig macht, oder vllt.
wieder etwas an seinem lebensstil zu ändern hat. aber auch das muss
man erst mal merken. wenn man geblendet wird, wird es aber schwer
zu merken sein.


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 15:04
sehr richtig Bukowski, kann deinem Post nur zustimmen....

dieser Kreislauf des verkaufens von Lebenszeit, um sich ueberfluessige materielle Dinge zu kaufen, wird immer absurder, je laenger man darueber nachdenkt. Desshalb fangen die meisten wohl garnicht damit an.

@Topic
Das Problem ist, das wir uns gedanklich immer mehr vom Tod distanzieren. Frueher, als der Tod auch in unseren Kulturkreisen durch Seuchen und Kriege und auch durch die geringere Lebenserwartung noch alltaeglich war, war es den Menschen eher klar das sie nur eine begrenzte Zeit hier wandeln... und lebten dadurch eventuell bewusster als heute.

Das materielle Dingen nur eine geringe Bedeutung zuzurechnen ist begreifen vielleicht viele in der Theorie, aber im Alltag schmeissen sie dann doch wieder ihr Jahresgehalt fuer einen neuen Kleinwagen raus...

Doc


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 15:08
@sarasvati23

Und dieses konsumorientierte System ist es mit dem ich Probleme habe.
Ich weiß nicht so recht wie ich das ausdrücken soll, aber ich fühle mich hier in unsere Gesellschaft nie richtig wohl, es sei denn man sitzt mit Freunden in der Kneipe und kann beim Bier mal alles vergessen und einfach nur im Jetzt leben.

Hier kommt mir alles vor wie eine riesengroße Farce.
Wie in einem irren Traum in dem man fast verrückt wird weil alles was den anderen als normal erscheint für einen selbst nur Wahnsinn ist. Ich wüsste auch gar nicht was ich da nennen sollte. Aber das Problem der Umweltverschmutzung zum Beispiel. Jeder weiß wie schlecht es um unsere Erde steht, oder besser gesagt wie dreckig wir sie behandeln, und jeder redet vom Umweltschutz und trennt Müll und schmeißt keinen Dreck auf die Straße, aber gleichzeitig "müssen" wir alle mit dem Auto fahren. Lassen unseren Strom aus den Atomkraftwerken kommen und leben in Städten in denen es mehr Beton als Erde gibt. Und ich bin ja nicht anders, ich schreibe hier auf 'nem PC dessen Herstellungskosten vielleicht 100 Menschen hätten satt machen können.

Weiß nicht ob das der Weltschmerz ist, obwohl ich das Wort nicht mag, aber irgendwie treibt einen das langsam aber sicher in den Wahnsinn. Mich jedenfalls. ;):D
Weil ich als Einzellner dagegen auch nichts machen kann.
Ich kann zwar bewusst konsumieren und Strom sparen, und das Fahrrad nehmen.
Aber auf mich "Umweltenthusiasten" kommen im gleichen Moment 10 neue Porsche die verkauft wurden. Und das macht mich fertig ...


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 15:09
du wirst aber auch täglich komplett zugemüllt mit dem konsumieren. in
der werbung/tv, in der zeitung, im internet, an der säule in der stadt,
egal wo du hinguckst. irgendwann sieht man es doch als normal an. wie
soll man sie da damit arangieren? dann ist die alternative des ÖFFÖFF
doch die einzigst vernünftige. der mensch ist ein gewohnheitstier und
leicht zu beeinflussen. das wissen die großen von heute.


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 15:22
Bukowski,

ich glaub´ich weiß was du meinst. Ich kenne das. *g*
Aber für das Handeln anderer kann man sich halt nicht verantwortlich machen (eigentlich). Etwas, an das ich mich auch immer wieder erinnern muss. Soviel dazu, sich von Zeit zu Zeit mal "abzuklopfen". :)


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 15:28
lol, dass mit dem abklopfen kam von mir ;)


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 15:35
belight,

Ich weiß, und die meisten anderen, die hier beteiligt sind und mitgelesen haben werden es wohl auch wissen. ;)
Halte das temporäre "Abklopfen" sogar für eine Selbstverständlichkeit.

"irgendwann sieht man es doch als normal an. wie
soll man sie da damit arangieren?"

Nun, niemand zwingt dich zu irgendwas, wie z.B. Werbung zu beachten. popup Blocker im Netz, Schild an den Briefkasten "Keine Werbung", beim TV sehen kannst du umschalten, wenn Werbung läuft, ... ob du dem Aufmerksamkeit schenkst oder nicht kannst du doch selbst bestimmen, oder?
Zudem bestimmt die Nachfrage das Angebot. ;)


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 15:48
stimmt, deswegen versucht man ja damit die nachfrage zu beeinflussen.
wie auch den menschen, denn wie jeder weiss ist der mensch leicht zu
beeinflussen :(


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Sidhe
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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 16:14
@ fukk

Du unterliegst einer Täuschung Deines Verstandes/Gehirnes, welches in der Tat sterblich ist und sich darum weder etwas Ewiges vorstellen noch Verständnis dafür aufbringen kann.
Frage Dich aber mal, was DU wirklich bist. Nur diese vergängliche Hülle? Dieser aus Elementarteilchen zusammengefügte Körper, der unwiederbringlich einst zu der Erde werden wird, aus der er kam? Spürst Du da nicht mehr, das Unvergängliche Selbst?

Bewußtsein um Vergänglichkeit muß nichts schlimmes sein.
Zum einen wäre da nur die sterbliche Körperhülle, die aufgrund der Gehirnaktivität über ihre eigene Sterblichkeit nachsinnieren kann, zum anderen das aufwachende Bewußtsein, daß das meiste Geschehen in der Welt oberflächlicher Nonsens und kein haltbarer Wert ist. Dieses Bewußtsein ist aber wiederum nicht an das Gehirn und den Körper gebunden sondern das eigentlich Unsterbliche in uns. Mit seiner Hilfe, im Grunde nichts Anderes als das Erkennen des wirklichen Selbst, erfahren wir die Wahrheit unserer Natur und die Unnötigkeit dieser Todesängste. Der Tod ist ein Übergang und nichts weiter.
Nur Menschen die sich ausschließlich über das Materielle definieren bekommen Angst vor Vergänglichkeit, was sie noch fester an eben diese vergängliche Materie klammern und dabei den eigentlichen Lebenssinn verdrängen läßt.
Die tiefergehende, eigentliche Angst vor dem Tod rührt aber hauptsächlich daher, daß wir unbewußt ahnen, daß es danach eben doch nicht vorbei ist und wir weiterhin die Konsequenzen für unser Tun übernehmen müssen.
Also ist es das Beste, zu irdischen Lebzeiten eben diese kostbare Zeit intensiv wertvoll zu Nutzen und sich durch Selbsterkenntnis weiter vorzubereiten.


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 16:24
aber jetzt mal im ernst. macht sich etwa einer von euch, während er in
seinem alltag seinen rechten und pflichten nachgeht groß gedanken über
die vergänglichkeit? also wenn in in einer vorlesung sitze oder mit
meiner freundin in den supermarkt fahre, dann achte ich auf das was
grade passiert, damit ich nicht ein verkehrsschild niedermache.


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Sidhe
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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 16:26
Man darf über dem Alltag nicht die wichtigen Fragen des Lebens vergessen, das wird leicht zur Ausrede.


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Das Bewusstsein der eigenen Vergänglichkeit

15.10.2008 um 16:30
belight,

bei den meisten wird es wohl so sein, wie von dir beschrieben.
Jetzt z.B. als ich mir eine Tasse Kaffee holte, habe ich keine Sekunde an meine Vergänglichkeit gedacht.

Wir leben in einer "schnellen" Welt, da ist leider keine Zeit, sich damit auseinander zu setzen. Wir funktionieren tagein, tagaus.

Es ist richtig, daß das wertvolle Leben erst dann wichtig erscheint, wenn es gefährdet ist.
Und das auch nur zum Teil. Ein sehr alter Mensch sieht den Tod als Erlösung.


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