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Spenden... was haltet ihr davon?

215 Beiträge, Schlüsselwörter: Geld, Armut, Spenden
Illyrium
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Spenden... was haltet ihr davon?

20.07.2017 um 18:20
Manche Ideen finde ich echt toll zB make a Wish die es auch in Deutschland gibt hoffentlich richtig geschrieben die leben ja auch von spenden.
Da hab ich schon ein paar mal gespendet.
Außerdem Spende ich 1 mal im Jahr  im Münchner Tierheim mit Futter decken Spielzeug und leg immer noch etwa Geld bei.
Ich weiß ist nicht viel wenn ich könnte würde ich gern mehr spenden und ich finde spenden allgemein eine gute Sache auch wenn es schwarze schafe darunter gibt die den Ruf kaputt machen.


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Spenden... was haltet ihr davon?

20.07.2017 um 20:37
Außerdem Spende ich 1 mal im Jahr im Münchner Tierheim mit Futter decken Spielzeug und leg immer noch etwa Geld bei.
Das mache ich auch gern :) die freuen sich immer so, das ist herzallerliebst!


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DieSache
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20.07.2017 um 20:41
Finde spenden gut, wenn man sichs leisten kann (sollen ja dann nicht nur a paar Lutscherle sein!), halte es da aber wie mit Obst und Gemüse, am liebsten regional und persönlich. Da kann man sich nämlich austauschen und erfährt eher was und wie sich damit verbessert!


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20.07.2017 um 23:13
Ich hab mal in eine TV Reportage gehört,dass “normal“ Bürger mit ein normales Einkommen mehr spenden,als reiche Bürger,die auf ihr Geld “sitzen“'.
Wenn das stimmen soll,ich weiss nicht,ob das so ist,warum ist es dann so?
Gerade die wo keine finanziellen Baustellen haben,sollen doch erst Recht spenden.


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Illyrium
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20.07.2017 um 23:58
@HelDerStille
Es gibt auch reiche die Teilen schau dir Mooshamer an der hat viel für die Obdachlosen in München getan zb.
In der usa gehört es zum guten Ton zu spenden wenn du Reich bist. usw

Klar gibt es viele die auch geizig sind und gierig aber es gibt nicht nur die unter Reichen.


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Maite
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21.07.2017 um 01:05
@Adipompöös

Typische Form von aggressivem betteln. Die sind nicht beduerftig, du erkennst beduerftige einfach. Da ist die Koerpersprache minimal, die Sprache verarmt, die Zaehne weg. Aggressive Bettelweiber aus Sued oder Osteuropa sind bandenmaessig organisiert und nagen nicht am Hungertuch, geben das ergaunerte Geld beim Boss ab der sich ne Villa damit finanziert.


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21.07.2017 um 13:45
Wenn man mehr Geld hat, als man braucht, dann steckt man das beispielsweise in Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsprojekte hierzulande und anderswo. Im Falle meiner Familie beispielsweise in Dorfentwicklung in Nicaragua, Frauenhäuser in der BRD, Obdachlosenarbeit in Irland und Migrantenbildung in Frankreich.

Hat eigentlich weniger damit zu tun, dass man sich gut fühlt, weil man Gutes tut, sondern mehr damit, dass man selbst in einem Scheisshaufen gross geworden ist und weiss, wie es einem da geht.

I've looked on life from both sides now..., wie Joni Mitchell einst sang.


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21.07.2017 um 16:42
Doors schrieb:Wenn man mehr Geld hat, als man braucht, dann steckt man das beispielsweise in Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsprojekte hierzulande und anderswo.
Ist das nicht die Aufgabe vom Staat?
Also ich bekomm 500€ im Monat da bleibt nicht ein Euro zum Spenden obwohl mir die Obdachlosen oder armen Menschen in Afrika schon Leid tun. Der Staat müsste viel mehr Geld in arme Länder investieren aber nicht an den Staat sondern an die Leute persönlich sonst zwacken das irgendwelche Bonzen für sich ab.


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21.07.2017 um 16:51
@Wanagi

Natürlich ist die Förderung von Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsprojekten originäre Aufgabe des Staates. Da wir in den letzten Jahrzehnten aber einen deutlichen Rückgang von Fördermitteln feststellen müssen, bleibt entweder, alles liegen zu lassen, oder aber sich privat zu engagieren. Der Verzicht auf staatliche Förderung bewahrt einem zusätzlich noch eine grössere Unabhängigkeit.

Ist halt Pflästerchen kleben am verwesenden Leichnam des globalisierten Spätkapitalismus. Das weiss ich auch.

Ob "Spenden" zwangsläufig systemstabilisierend sind - und kein Geld geben hingegen revolutionär, wie einige gern sagen, erinnert mich fatal an die These der RAF: Widersprüche zuspitzen, dann klappt's auch mit der Revolution.

Ich bin inzwischen der Meinung, dass es nur gerecht ist, wenn ich einen grossen Teil des von mir erarbeiteten Geldes in politische, soziale und kulturelle Projekte stecke.

Ich könnte natürlich sagen, das Geld, das ich in ein Dorf in Nicaragua stecke, dessen EinwohnerInnen ich mich aus meiner Zeit dort sehr verbunden fühle, ist systemstabilisierend, wenn die Leute dort davon eine Schule bauen, eine Wasserleitung und sich Generatoren anschaffen. Ich könnte natürlich auch sagen: Eine Schule ist besser als keine Schule. Sauberes Wasser ist besser als keins und Strom ist besser als Finsternis. Oder wäre Unwissenheit, verdrecktes Wasser und Dunkelheit revolutionär, zumindestens revolutionsfördernd?

Sollte man illegalisierten afrikanischen Migrantenkindern in Paris lieber keinen Sprachunterricht und keine warmen Mahlzeiten, keine Gesundheitsversorgung zukommen lassen, weil es revolutionärer ist, sie sprachlos, hungrig und krank sein zu lassen?

Sollte man keine Frauenhäuser in Schleswig-Holstein und Hamburg mitfinanzieren, weil es revolutionärer ist, wenn Frauen von ihren Partnern vergewaltigt und zusammengeschlagen werden?

Sollen Obdachlose in Dublin lieber auf der Strasse liegen, weil Schlafplätze, Therapieangebote bei Suchtproblemen oder kostenlose Gesundheitsversorgung konterrevolutionär sind, weil sich nur der erheben kann, der nichts zu verlieren hat?


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22.07.2017 um 08:37
Ich spende gern, wenn ich mal wieder etwas Geld übrig habe. Inzwischen aber nur noch Sachspenden, denn ich vertraue den meisten Menschen nicht.
Witzig ist, dass Sachspenden nur ungern gesehen werden. Warum wohl? Vorher abzusprechen, wann ich was, wo und wieviel kaufe und wie abliefere ist wohl zu viel verlangt? ;)


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22.07.2017 um 08:38
Zt1 schrieb:Ich hab mal in eine TV Reportage gehört,dass “normal“ Bürger mit ein normales Einkommen mehr spenden,als reiche Bürger,die auf ihr Geld “sitzen“'.
Wenn das stimmen soll,ich weiss nicht,ob das so ist,warum ist es dann so?
Es gibt den Spruch "Von den Reichen lernt man das Sparen." Das könnte eine Erklärung sein.

Natürlich spenden viele Vieles, was in absoluten Zahlen beeindruckend ist. Aber man muss auch immer die Relationen sehen. Wenn jemand mit einem Nettoeinkommen von 1000 Euro 100 Euro spendet, sind das 10% seines Monatsgehalts. Wenn ein anderer (womöglich noch mit etlichen Steuerspartricks am Rande der Legalität oder evt. diesen Rand auch überschreitend) 100.000 Euro spendet, aber ein Monatseinkommen von 5 Mio hat, das relativiert für mich persönlich viel.

Wobei ich gleichzeitig auch die Grundeinstellung habe: Spenden ist eben freiwillig. Auch bei 5 Mio muss derjenige theoretisch überhaupt nichts spenden. Jeder darf mit seinem Geld machen, was er will, egal, ob er viel oder wenig hat (und wenn der "der Hartzer" sein Geld für Kippen ausgibt, darf er das genauso machen, wie jemand, der einen Vollzeitbürojob hat).


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22.07.2017 um 09:16
Ich persönlich halte von Spenden nichts.
Zu oft wurde in der Vergangenheit immer wieder versprochen, dass das Geld zu 100% wo ankommt und bla bla bla.
Meine ehemalige Nachbarin war eine, sie hat immer monatlich für eine oder zwei Spendenaktionen für Afrika gespendet. Jeden Monat zwischen 10 bis 50 Euro.
Und das machte sie,so hat sie gesagt, 20 Jahre. Zum 20 jährigen "Jubiläum" würde sie eingeladen nach Afrika mit der Hilfsorganisation zu fliegen. Da wurde gezeigt, dass das Geld dazu verwendet wurde, eine Schule, ein Krankenhaus und einige Wasserbrunnen zu bauen.
Ein Jahr später flog sie selbst nochmal zum selben Ort hin, weil sie sehen wollte, wie es vorran ging und sie wollte helfen. Was war dann zu sehen? Der Wasserbrunnen war zerstört, die Schule wurde abgefakelt nach der Fertigstellung und im Krankenhaus wohnten die Leute. Also hat meine Nachbarin mal bei der Hilfsorganisation gefragt, was hier passierte. Sie meinten nur "Das ist normal, dass man etwas aufbaut und es danach für etwas anderes benutzt wird oder Banditen verwüsten es"
Von dem Zeitpunkt aus hatte meine Nachbarin nix mehr gespendet.
Sowas war schon eher "rausgeworfenes Geld".
Spenden bringt nix wenn man den Leuten nicht nachhaltig helfen kann. Es gibt ja den Spruch:
"Gib einen Menschen einen Fisch, und du ernährst ihm für einen Tag.
Bringe ihm bei zu fischen, und du ernährst ihn ein Leben lang"

Ich sage nichts gegen die Leute, die Spenden. Ich spende auch, auch wenn es "nur" Blut ist beim bayerischen roten Kreuz. Aber für irgendwelche Projekte, die keine Zukunft haben durch spenden zu investieren bringt ja nichts, wenn das Übel dennoch weiterhin existiert und unter Umständen Projekte selbst ausnutzen.

So sehe ich das. Sorry dass ich nicht schreibe "Ja Spenden hilft alles und jedem"


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22.07.2017 um 09:41
Muss man differenziert sehen.

Es gibt gute Organisationen und Personen, die wirklich alle Spenden oder den größten Teil - von irgendetwas muss man halt auch selbst leben - für den Spendenzweck verwenden.
Es gibt aber auch eine richtige Industrie, die sich rund um das Thema aufgebaut hat. Gerade bei den großen Hilfsorganisationen, da arbeiten ja tausende Mitglieder haupt- und ehrenamtlich und es wird eine Menge Geld gescheffelt.
Da entscheidet man dann auch mal, dass der neue Sportwagen für den selbstlosen Topmanager XY wichtiger ist, als der ursprüngliche Verwendungszweck, für den das Plakat mit den lachenden Kindern oder den groß in die Kamera starrenden Äffchen geworben hat.

Auch muss man sich Fragen nach Effektivität stellen und weiterdenken:

oft wird geglaubt, es helfe den Menschen in diesem und jenem Land, wenn sie mit Nahrungsmitteln von außen versorgt werden.
Oder Decken oder sonstigen Gütern.
In Konkreten Notsituationen stimmt das.

Wenn diese Form der Hilfe aber zum Dauerzustand wird, ergibt sich eine Art Teufelskreis.
Es findet keine Entwicklung statt. Die Bedürftigen selbst überleben gerade so und bleiben in Abhängigkeit zu den Helfern.
Die lokalen und nationalen Machthaber sehen keinen Grund, positive Entwicklungen anzustrengen, da sie gut von Schmiergeldern und illegalen Aktivitäten leben und die Hilfsorganisationen ihr Volk sedieren.

Ich fand mal die Aussage eines afrikanischen Pfarrers interessant, die ich in einem Buch über afrikanische Pfingstbewegungen gelesen habe.
Er erklärte:,,Natürlich freuen sich die Leute im Dorf, wenn man ihnen von außen her eine Wasseraufbereitungsanlage oder ein Kanalisationssystem baut. Aber wenn man ihnen das von außerhalb schenkt, dann glauben sie auch, dass es die Aufgabe von den gleichen Leuten ist, die Systeme instand zu halten. Aber nicht ihre eigene Verantwortung."

Hilfe muss auch mit Verstand geschehen, nicht nur mit Herz.


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22.07.2017 um 17:08
"Entwicklungspolitik soll in erster Linie der deutschen Wirtschaft nutzen" formulierte es einst Ent- und Einwicklungsminister Dirk Niebel (FDP). Seit er über einen Teppich gestolpert war, ist er als Entwicklungshelfer für den exportfreudigen Waffenkonzern Rheinmetall tätig. Da erledigt man die Probleme gleich vor Ort und Stelle.


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