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Das Attentat von Köln-Volkhoven

65 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Attentat, Amoklauf ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Attentat von Köln-Volkhoven

12.03.2009 um 21:45
@Zoddy
Ihr habt aber riesige Angst davor, dass man Euch die Gewaltspiele wegnehmen könnte. Wie ich schon sagte, kann man nicht beweisen dass ein Gewaltspiel jemanden psychisch krank macht. Der Mensch ist so vielen Belastungen ausgesetzt, das man den auslösenden Faktor nicht exakt herausfiltern kann. Aber bei den meisten Amokläufern spielten Gewaltspiele ja eine Rolle.

Aber ihr könnt ja Eure Spiele ruhig weiterspielen, wenn Ihr glaubt dass es nützlich für Eure Entwicklung ist. Vielleicht werdet Ihr ja dann in Eurer eigenen Schule umgelegt. Sozusagen, killed by friendly fire.

Beantwortet mir aber Bitte die eine Frage. Warum hat das amerikanische Militär kostenlos ein umfangreiches Ballerspiel herausgegeben. Aus Menschenliebe ?


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Das Attentat von Köln-Volkhoven

12.03.2009 um 21:48
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,303519,00.html

im Spiegel gefunden


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12.03.2009 um 21:57
@Waldfreund:
nein, ich habe keinerlei angst davor. aber schön, was du so alles aus meinen beiträgen heraus liest ;). und das bei den meisten amokläufern gewaltspiele eine rolle spielten, stimmt schon mal garnicht. wenn man sich die amokläufe der letzten jahre anschaut, sind darunter viel mehr, die keinen solchen zusammenhang hatten. nur werden diesen nicht so medial ausgeschlachtet.

Aber ihr könnt ja Eure Spiele ruhig weiterspielen, wenn Ihr glaubt dass es nützlich für Eure Entwicklung ist. Vielleicht werdet Ihr ja dann in Eurer eigenen Schule umgelegt. Sozusagen, killed by friendly fire.
gut, das ich schon längst nicht mehr zur schule gehe. und keine sorge, ich werde sie weiter spielen, genauso wie die vielen jahre davor.

Beantwortet mir aber Bitte die eine Frage. Warum hat das amerikanische Militär kostenlos ein umfangreiches Ballerspiel herausgegeben. Aus Menschenliebe ?
nein, aus rekrutierungsgründen, was sie ja auch offen zugegeben haben. aber ganz sicher, werden sie sich keine blutgeilen monster züchten, was auch vollkommen kontraproduktiv wäre, da ein amokläufer auch eigene leute angreift. auch zeigt americas army einen sehr "sauberen" krieg, der mit der realität nur wenig gemein hat.


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12.03.2009 um 21:58
@Zoddy
„warum also stets explizit "killer"spiele erwähnen? warum nicht bücher, die in ihrem gewaltgrad so ziemlich jedes noch so brutale spiel locker in die tasche stecken.“

Du hast Recht auch Bücher und Filme die Gewalt darstellen finde ich unter gewissen Umständen nicht in Ordnung. Dann, wenn Gewalt zur Unterhaltung dargestellt wird. Gewalt ist in unserer Welt nicht wegzudenken. Um aufzuklären sollte man Gewalt auch im Fernsehen zeigen. Aber nicht verherrlichend.

Ich möchte wirklich kein Spießer sein. Ein Western oder Krimi ohne Gewalt geht nicht. Aber es muss nicht unbedingt in voller Länge und Nahaufnahme gezeigt werden, wie jemand totgeprügelt wird.

Warum wird heute alles so maßlos getan. Ist es nötig zu zeigen wie Löwen einem Flusspferd Fleischstücke rausreißen ( während das Tier noch steht ).


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12.03.2009 um 21:59
@Mellowmind
..danke für den Link...
@Waldfreund
ich hatte mit diesem Thread sagen wollen...das labile Leute/Amokläufer aber vorher ganz andere Probleme hatten als Videospiele...sie sind krank....wie auch immer..und wenn es keine Videospiele gibt ,werden sie dennoch Amoklaufen....
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12.03.2009 um 22:02
@Waldfreund:
aber wann ist etwas aufklärung und wann ist es unterhaltung. mal ein paar beispiele: antikriegsfilme wie platoon oder stalingrad sind zum teil sehr brutal. gerade beim letzteren gibt es eine szene, wo ein deutscher von einer granate (oder einem panzerschuss, weiß ich gerade nicht genau) getroffen wird und seinen kompletten unterleib verliert. er "sitzt" aufrecht im schnee und weint und schluchzt, das er nach hause will. diese szene ist sehr brutal, aber für mich war sie auch sehr abschreckend, hat sie doch gezeigt, wie krieg wirklich ist. nichtsdestotrotz ist es das medium film und somit unterhaltung. wo würdest du also die grenze ziehen?


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12.03.2009 um 22:08
@Zoddy
Natürlich würden die Amerikaner niemals zugeben, das sie die Hemmschwelle zum töten bei den Menschen heruntersetzen wollten. Allerdings kann man das jetzt nicht beweisen. Amokläufer brauchen die Amerikaner wirklich nicht, aber Männer mit starken Nerven die im Kampf das gelernte mechanisch abspulen, und dafür eignen sich diese Spiele hervorragend.

Du machst auf mich aber keinen gestörten Eindruck, da wir uns ja ganz vernünftig unterhalten. Gerade bei solchen Themen habe ich da schon andere Reaktionen erlebt.


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12.03.2009 um 22:12
@Zoddy
z.B. Conarn der Barbar oder ähnliches. Bei dem Beispiel Stalingrad, finde ich es in Ordnung, weil die Gewalt abschreckend wirkt, und die Sinnlosigkeit des Krieges gezeigt wird.


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12.03.2009 um 22:23
@Waldfreund:
aber es gibt einen gewaltigen unterschied zwischen einem realen krieg und einen virtuellen. um die hemmschwelle zu senken, haben die armeen ganz andere programme. aber americas army eignet sich nicht dafür, ist es in seiner gewaltdarstellung sehr zurückhaltend, da spritzt nicht einmal blut. echte kampfsituationen sind im höchsten maße stressige situationen auf die solch ein spiel sicher nicht vorbereiten kann, da sie die entscheidenden reize nicht vermittelt. sie kann sie bis zu einem gewissen grad simulieren, aber wirklich abzufeuern und einen realen menschen zu töten ist bei den meisten ein riesiges hindernis, auch bei spielern. ich habe nie eine echte waffe in der hand gehabt, da ich vor ihnen angst habe. und einem anderen lebewesen (ok, bei insekten bin ich nicht so zimperlich, zugegebenermaßen ;)) schaden zuzufügen ist für mich gedanklich schon ein totaler graus. in einem spiel oder einem film hingegen ist es mir recht egal und ich kann sogar teils darüber lachen. dabei zocke ich seit sehr vielen jahre solche spiele und schaue solche filme. bin ich also eine ausnahme, wohl kaum, kenne ich doch auch genügend andere. dies ist kein beweis dafür, das spiele keine negativen auswirkungen haben können, aber durchaus einer, das sie es nicht zwangsläufig tun.

Gerade bei solchen Themen habe ich da schon andere Reaktionen erlebt.
ja ich auch, aber von beiden seiten. ich habe auch schon gewalttätige aktionen beim schachspielen erlebt, oder bei anderen brett- oder kartenspielen. oder bei anderen stark umstrittenen themen (bspw. todesstrafe oder abtreibung). aber deswegen nehme ich noch lange nicht an, das es gewalttätig macht, wenn man keine computerspiele spielt ;)...


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12.03.2009 um 22:28
@M11
"ich hatte mit diesem Thread sagen wollen...das labile Leute/Amokläufer aber vorher ganz andere Probleme hatten als Videospiele...sie sind krank....wie auch immer..und wenn es keine Videospiele gibt ,werden sie dennoch Amoklaufen...."

Da stimme ich Dir voll zu, ich denke auch, dass Videospiele etc. alleine noch nicht ausreichen. Oft sind diese Leute ja Einzelgänger, fühlen sich als Versager und haben Rachebedürfnisse. Sie machen die Gesellschaft für ihr Versagen verantwortlich. Im allgemeinen bestehen in unserer Gesellschaft hohe Anforderungen, eine sehr ungewisse Zukunft, und wenig Chancengleichheit. Wenn wir von Amokläufern reden, dann fallen mir auch gleich die so genannten „Familiendramen ein, die auch deutlich zugenommen haben.


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12.03.2009 um 22:45
@Zoddy
So, wie Du mir das amerikanische Spiel schilderst, ist es wohl doch eher zur Rekrutierung geeignet.

Computerspiele mache ich auch gelegentlich. Ich bevorzuge entspannende Spiele. Ich schaue auch öfters Berichte aus dem zweiten Weltkrieg. Danach bin ich immer glücklich, dass ich das nicht erleben musste. Bei Familienfeiern, interviewe ich auch schon einmal meinen Großvater, der das noch miterlebt hat.

Für heute verabschiede ich mich und wünsche allen eine friedliche Nacht


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13.03.2009 um 07:12
@Waldfreund

Du fragst ständig nach dem Nutzen von Ballerspielen ...
Grundsätzlich ist doch mal Spiel gleich Spiel.
Nutzen? Spass haben. Deshalb das Wort "Spielspass".
Selbstverständlich sollte sein, dass sich eine gewisse Gruppe von Leuten immer realere Szenarien und Darstellungen wünscht; schliesslich war das seit jeher die Entwicklung in der Videospielbranche, die bald schon gute 30 Jahre existiert.

Was für einen Nutzen hat für dich das Bücherlesen denn? Besser lesen zu lernen? Siehst du, und Videospiele trainieren erwiesenermassen die Koordination in dreidimensionalen Räumen (vor allem Ballerspiele). Sie trainieren die Reflexe, sonst kämst du in den meisten Baller- und Rennspielen nicht weit.

Was machen Filme? Oh, das ist was ganz Schlimmes! Bei Filmen - halt dir am besten die Ohren zu - sitzt man nur auf dem Sofa oder einem Sessel und sieht sich etwas an, währenddem sich die meisten noch mit ungesundem Fast-Food vollstopfen. Soll ich schon mal die 112 für dich anrufen und einen Defibrillator herbestellen?

Der eigentliche Nutzen ist oftmals sehr schwierig auszumachen und ebenfalls nicht selten sehr gering im Vergleich zur Ausbildung und der Arbeit. Und nun? Willst du alles, was einem nicht irgendwie nützt, verbieten?

Ich finde schon die Menschen schlimm, für die alles "pädagogisch wertvoll" sein muss. *schauder*
Zitat von WaldfreundWaldfreund schrieb:Ich glaube auch nicht, dass jeder Spieler automatisch zum Killer wird.
99% werden's nicht.
Zitat von WaldfreundWaldfreund schrieb:Ihr habt aber riesige Angst davor, dass man Euch die Gewaltspiele wegnehmen könnte.
Was hast du für ein Hobby? Modellbau, Fahrradfahren, Modelleisenbahnen?
Wie würde es dir gefallen, wenn nun die ganze Gesellschaft auf einmal gegen deine Hobbys argumentieren würde und du wüsstest, dass es Nonsens ist? Und trotzdem sieht jeder in dir, wegen deinem Hobby, einen Psychopathen? Besser noch: Was, wenn absurde Verbotsvorschläge und Gefährdungsthesen aufgestellt werden würden?

- Modellbau verharmlost das Kriegsgeschehen
- Fahrradfahren stellt ein Verkehrssicherheitsrisiko dar
- Es könnten Leute sterben, wenn der Transformator ihrer Modelleisenbahn versagen würde und sie anschliessend die Gleise berühren würden

Hmm ...?
Zitat von WaldfreundWaldfreund schrieb:Aber bei den meisten Amokläufern spielten Gewaltspiele ja eine Rolle.
Das sagt niemand. Es wurden solche Spiele gefunden. Sieh dir die Verkaufszahlen in DE an, teile sie durch Jugendliche et voilà. Bist du überhaupt schon mal auf den Gedanken gekommen, dass solche Leute als Wirkung ihrer psychischen Erkrankung solche Medien vermehrt "brauchen" und dass sie damit Symptom und nicht Ursache darstellen?
Zitat von WaldfreundWaldfreund schrieb:Aber ihr könnt ja Eure Spiele ruhig weiterspielen, wenn Ihr glaubt dass es nützlich für Eure Entwicklung ist. Vielleicht werdet Ihr ja dann in Eurer eigenen Schule umgelegt. Sozusagen, killed by friendly fire.
Komischerweise habe ich so gar keine Ahnung, wann der letzte Amoklauf an einer Schule in der Schweiz stattgefunden hat. Sogar ohne Jugendschutzgesetz! Wir haben nichts solches! Schrecklich, was? Oder die Japaner; dort stehen an jeder Ecke Spielautomatenlokale und die Gaming-Industrie ist nicht wegzudenken. Ganz krankes Volk! Und doch Vorreiter in Computertechnologie, Unterhaltungsindustrie, Automobilfertigung und Robotik.
Zitat von WaldfreundWaldfreund schrieb:Warum wird heute alles so maßlos getan. Ist es nötig zu zeigen wie Löwen einem Flusspferd Fleischstücke rausreißen ( während das Tier noch steht ).
Darüber habe ich gerade vor kurzem etwas gelesen: Weil die Natur neuerdings verstärkt mit ihrer vollen Realität gezeigt werden soll. Im Gegensatz zu früher, wo Löwen, Bären, Tiger und Schlangen alle so nette Tierchen waren, die man nur aus Winnie Pooh und süssen, ach so niedlichen Kinder-Tier-Dokumentationen kannte.


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13.03.2009 um 07:24
Wer wird denn gleich in die Luft gehen?
Wie sagt hier immer ein kluger Mann? Man guckt so dumm raus, wie man rein guckt.


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13.03.2009 um 08:57
Natürlich gab es schon immer kranke Menschen die Massaker anrichteten.
Hab das untenstehende mal gefunden. Wer nicht alles lesen will, achte bitte nur auf die Daten.

Ich schließe aus der Häufigkeit der Verbrechen schon, daß die Medien (ganz gleich ob menschenverachtende Killerspiele, Horrorfilme oder auch die Presse) sehr wohl dazu beiträgt, die Hemmschwelle dieser kranken Menschen herabzusetzen und ihr Geltungsbedürfnis zu fördern.



1. August 1966: Ein geistesgestörter Heckenschütze tötet an der University of Texas in Austin 16 Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wird.

18. Juli 1984: In einem McDonald's-Restaurant im kalifornischen San Ysidro schießt ein arbeitsloser Wachmann um sich. 21 Menschen sterben.

4. Dezember 1986: In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá läuft ein Vietnam-Veteran Amok. Er ersticht und erschießt 29 Menschen, bevor ihn die Polizei tötet.

19. August 1987: In der englischen Kleinstadt Hungerford tötet ein mit einer Kalaschnikow und einem Revolver bewaffneter Mann 16 Menschen, bevor er sich selbst das Leben nimmt.

16. Oktober 1991: Ein Mann rast mit seinem Pick-Up-Truck durch die Frontscheibe eines Restaurants im texanischen Killeen. Anschließend feuert er dort um sich und tötet 22 Menschen. Der Täter richtet sich selbst durch einen Kopfschuss.

13. März 1996: Im schottischen Dunblane eröffnet ein Amokläufer das Feuer in der Turnhalle einer Schule. 16 Kinder und ihre Lehrerin werden getötet. Der Täter begeht Selbstmord.

28. April 1996: In der australischen Stadt Port Arthur richtet ein Amokläufer ein Massaker mit 35 Toten an. Darunter sind drei Geiseln, mit denen er sich zuletzt in einem Haus verschanzt hatte. Der Mann wird zu lebenslanger Haft verurteilt.

20. April 1999: An der Columbine-Schule in Littleton im US-Bundesstaat Colorado erschießen zwei schwarz gekleidete und vermummte Jugendliche zwölf Mitschüler und einen Lehrer. Danach begehen sie Selbstmord.

26. April 2002: Der 19-jährige Robert Steinhäuser dringt in das Gutenberg-Gymnasium in Erfurt ein, erschießt 16 Menschen und tötet sich schließlich selbst. Die meisten der Opfer sind Lehrer.

21. März 2005: In Red Lake im US-Bundesstaat Minnesota richtet ein Jugendlicher in einer Schule ein Blutbad an und begeht anschließend Selbstmord. Neun Menschen sterben, unter ihnen fünf Schüler und eine Lehrerin. Zuvor hatte der Schüler seinen Großvater und dessen Lebensgefährtin getötet.

2. Oktober 2006: Ein Amokläufer dringt in die Dorfschule in Nickle Mines im US-Bundesstaat Pennsylvania ein und ermordet dort fünf Mädchen der Religionsgesellschaft der Amish. Nach der Tat nimmt sich der 32-Jährige das Leben.

16. April 2007: Bei dem bislang blutigsten Amoklauf an einer US-Hochschule sterben an der Virginia Tech in Blacksburg mindestens 33 Menschen, darunter der Täter.

7. November 2007: Ein 18-jähriger Abiturient erschießt an einem Gymnasium in der finnischen Stadt Tuusula acht Menschen, bevor er sich selbst tötet. Seine Tat hatte er Stunden zuvor im Internet angekündigt.

23. September 2008: An einer Berufsschule der südwestfinnischen Kleinstadt Kauhajoki erschießt ein 23-Jähriger neun Klassenkameraden und einen Lehrer, bevor er sich selbst tötet.

10. März 2009: Im US-Südstaat Alabama erschießt ein Amokläufer an mehreren verschiedenen Tatorten mindestens zehn Menschen, bevor er sich selbst tötet.

11. März 2009: Bei einem Amoklauf in Baden-Württemberg sterben mindestens 16 Menschen, darunter der 17-jährige Täter. Der Amoklauf beginnt am Morgen in einer Realschule in Winnenden, wo der Täter drei Lehrerinnen und neun Schüler erschießt. Auf der Flucht tötet der 17-jährige dann drei Passanten, bevor er in einem Schusswechsel mit der Polizei stirbt.


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13.03.2009 um 12:41
@Peacekeeper

Du hast Recht, ich bin ein Mensch der sehr stark nach dem Nutzen / Sinn von allem fragt. Ich erwarte nicht von jedem, dass er genauso lebt wie ich. Ich esse hin und wieder auch etwas ungesundes. Ich spiele auch verschiedene Computerspiele.

Ich habe etwas gegen das maßlos Übertriebene. Wenn Du ein Strategiespiel spielst, das jetzt nicht unbedingt blutige Nahkämpfe zeigt ist das ja in Ordnung. Nur ein Gemetzel aus nächste Nähe mit fliegenden Körperteilen und Schreien ist nicht unbedingt nötig. In Deutschland ist es ja auch Gott sei Dank verboten. Ich bin dafür dass das auch so bleibt.

Übrigens kann ich mich an einer wissenschaftlichen Untersuchung die im ZDF gezeigt wurde erinnern, in der nachgewiesen wurde, das Kriegsspieler ihre Aggressionen nicht durch diese Spiele abbauen, sondern dadurch noch aggressiver werden. Ok, es gibt so viele Gegenuntersuchungen die etwas anderes behaupten. Für mich ist das ZDF aber eine durchaus seriöse Quelle, und für mich aufgrund meiner Kenntnisse und Erfahrungen glaubhaft. Hier werden wir sicherlich keine Übereinstimmung erzielen.

Das in der Schweiz keine Amokläufe in der Schule stattfinden, beweist das Killerspiele nicht der alleinige Grund sein können. Hier gebe ich Euch Recht.

Eine reale Tierberichtserstattung ist für Fachleute sicherlich interessant, aber jeder Zuschauer muss das nicht unbedingt sehen können. Hier vermute ich eher Voyorismus als naturwissenschaftliches Interesse. Außerdem gibt es Eltern, die ihren relativ kleinen Kindern einen eigenen Fernsehapparat ins Kinderzimmer stellen. Ich hoffe nicht, dass Du Kindererziehung nicht auch als spießig ansiehst.

Ich lebe übrigens nicht in einer bunten Bärchenwelt. Ich habe in meinem Leben schon einige gefährliche Situationen erlebt. In der realen Welt.


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13.03.2009 um 13:08
@Waldfreund
Zitat von WaldfreundWaldfreund schrieb:Nur ein Gemetzel aus nächste Nähe mit fliegenden Körperteilen und Schreien ist nicht unbedingt nötig. In Deutschland ist es ja auch Gott sei Dank verboten.
Nene, verboten ist das bei euch nicht. Wenn das die USK durchgehen lässt, kann mans auch öffentlich vertreiben. Und besitzen darf man's erst recht.
Zitat von WaldfreundWaldfreund schrieb:Ich habe etwas gegen das maßlos Übertriebene.
Im Übertriebenen steckt aber meist der Spass. Und wenn Amerikaner Spiele haben, will ich die gefälligst in der ihrer genau gleichen Version bei mir vorfinden. Aber tut jetzt nichts zum Thema.
Zitat von WaldfreundWaldfreund schrieb:Für mich ist das ZDF aber eine durchaus seriöse Quelle, und für mich aufgrund meiner Kenntnisse und Erfahrungen glaubhaft.
Fehler. Unter anderem das ARD und das ZDF haben wiederholt verfälschte sowie nicht wahre "Tatsachen" in ihren Sendungen ausgestrahlt. Das ist bewiesen und ist teils für die Argumentation auf dem Gebiet der Videospiele stark relevant. ARD und ZDF sind seither unter "Zockerkreisen" als unseriös und hetzerisch in Erinnerung und ich kann dir auf Verlangen beweisen, dass das stimmt.
Zitat von WaldfreundWaldfreund schrieb:Eine reale Tierberichtserstattung ist für Fachleute sicherlich interessant, aber jeder Zuschauer muss das nicht unbedingt sehen können.
Wie weisst du, was die Leute sehen wollen und dürfen bzw. müssen können sollten? Soll man Vogelspinnen als Harmlose Krabbelviecher und Tiger als Plüschfellspender darstellen? Nein, solch schockierende Filme haben durchaus ihren Sinn. Nämlich den, die Natur nicht als eigenständiges System ausserhalb der Menschheit anzusehen ("Die Menschen sind die brutalsten aller Tiere!").
Zitat von WaldfreundWaldfreund schrieb:Außerdem gibt es Eltern, die ihren relativ kleinen Kindern einen eigenen Fernsehapparat ins Kinderzimmer stellen. Ich hoffe nicht, dass Du Kindererziehung nicht auch als spießig ansiehst.
Von wo, denkst du, kommt "Dokumentation"? Von "dokumentieren", also dem Beschreiben von Vorgängen so detailgetreu wie nur möglich. Wenn Kinder damit nicht umgehen sollen, sollen sie's nicht ansehen, genau wie empfindliche Leute keine Egoshooter spielen sollen.


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13.03.2009 um 13:34
@Waldfreund:
Ich habe etwas gegen das maßlos Übertriebene. Wenn Du ein Strategiespiel spielst, das jetzt nicht unbedingt blutige Nahkämpfe zeigt ist das ja in Ordnung. Nur ein Gemetzel aus nächste Nähe mit fliegenden Körperteilen und Schreien ist nicht unbedingt nötig. In Deutschland ist es ja auch Gott sei Dank verboten. Ich bin dafür dass das auch so bleibt.

ich sehe das etwas differenzierter. beispiel "warhammer 40000: dawn of war". hier gibt es zwischen einheiten hin und wieder sogenannte "finishing moves", die in ihrer darstellung nicht ohne sind. natürlich könnte man darauf verzichten, schließlich fallen die meisten aj auch einfach nur um und sind dann tot. aber es sind diese kleine details, die das spiel durchaus abwechselnd machen und ein wenig lebendiger.
es ist auch unnötig, das sich die palmen bei crysis im wind wiegen, das die blätter zur seite gedrückt werden, wenn man daran vorbei geht etc. pp. dies alles ist nicht nötig, um das spiel zu spielen, aber es sind diese dinge, die das spiel einfach "vollständiger" machen. in deutschland ist so etwas übrigens nicht verboten, da muss man sich nur einmal "dead space" anschauen.

Übrigens kann ich mich an einer wissenschaftlichen Untersuchung die im ZDF gezeigt wurde erinnern, in der nachgewiesen wurde, das Kriegsspieler ihre Aggressionen nicht durch diese Spiele abbauen, sondern dadurch noch aggressiver werden. Ok, es gibt so viele Gegenuntersuchungen die etwas anderes behaupten. Für mich ist das ZDF aber eine durchaus seriöse Quelle, und für mich aufgrund meiner Kenntnisse und Erfahrungen glaubhaft. Hier werden wir sicherlich keine Übereinstimmung erzielen.
dazu hat peacekeeper schon das richtige gesagt. es ist nachgewiesen, das das zdf auf den killerspielezug genauso unseriös aufgesprungen ist, wie zeitungen á la bild. das zdf hat auch von vor dieser debatte seine seriösität bei mir verloren, gab es doch auch schon andere vorfälle, wo bewusst gelogen wurde, nur des dramatischen effekts wegen.

Eine reale Tierberichtserstattung ist für Fachleute sicherlich interessant, aber jeder Zuschauer muss das nicht unbedingt sehen können. Hier vermute ich eher Voyorismus als naturwissenschaftliches Interesse.
sie ist auch für nicht-fachleute interessant. denn nur weil man nicht vom fach ist, heißt es ja nicht, das man sich dafür nicht interessieren kann. ich interessiere mich auch für astronomie und will am liebsten jedes detail erfahren, selbst mathematische - auch wenn ich die eher selten kapiere ^^.

Außerdem gibt es Eltern, die ihren relativ kleinen Kindern einen eigenen Fernsehapparat ins Kinderzimmer stellen. Ich hoffe nicht, dass Du Kindererziehung nicht auch als spießig ansiehst.
hatte ich auch und meine schwester auch. udn was ist daraus geworden: ich habe trotzdem viel draußen gespielt und schaue inzwischen seit rund 4 jahren kein fern mehr ;).


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13.03.2009 um 13:49
@Peacekeeper

Vieles von dem was Du schreibst sehe ich anders. Ich glaube da würden wir hin und her diskutieren. Wenn Du jede Grausamkeit die passiert 1 zu 1 im Fernsehen bringen würdest, dann könnten 90 % der Menschen nicht mehr schlafen, bzw. etwas Essen.

Du kannst auch kein Kind von heute auf morgen in die reale Welt einführen. Gibst Du Deinem Kind den Teddy und erzählst ihm, in langen Wintern kann es passieren dass er von einem Rudel Wölfe angegriffen wird. Da der Bär stark ist umkreisen die Wölfe in und töten in durch hunderte von Bissen. Der Todeskampf kann schon mal ein paar Stunden dauern. So, jetzt gib Deinem Teddy einen Kuss und schlaf schön.

Bevor es die Privatsender gegeben hat, wurden auch Tiersendungen gezeigt und die Menschen wussten auch ohne übertriebene Grausamkeiten das Tiger gefährlich sind.

„Im Übertriebenen steckt Spaß“

Das ist für mich eigentlich die Wurzel allen Übels. Man muss immer noch einen draufsetzen. Sich betrinken reicht nicht, man muss ins Koma. Bei einer Prügelei wird jemand gleich krankenhausreif geschlagen. Da gibt es jetzt noch unzählige Beispiele.

Auch wenn ich mich jetzt wie Dein Opa anhöre. Zufriedenheit findest Du nicht durch ständig neue Kicks. Zufriedenheit findest Du dadurch, dass Du Dich selbst akzeptierst. Vielleicht ist fehlende Selbstakzeptanz der Hauptgrund warum Menschen zu Amokläufern werden.


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13.03.2009 um 13:57
@Waldfreund

Ich redete von Virtuell-Übertriebenem. Und da sind die meisten Jugendlichen meiner Meinung.

Und doch, Spass ist ein grosser Bestandteil eines jeden Lebens. Auch deines, Punkt und aus. Da ja Spass wie gesagt im Übertriebenen steckt ...

Auch noch für dich: Amokläufer haben psychische Probleme. Mit Selbstakzeptanz wird das nichts zu tun haben. Eher mit der Akzeptanz der anderen dem potentiellen Amokläufer gegenüber.


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13.03.2009 um 13:59
@Waldfreund

Der Sinn eines Teddybären ist, eine Plüschfigur für Kinder zu sein, eine Art "künstlicher Freund".
Der Sinn einer Dokumentation ist das Beschreiben.


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