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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

58 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Denken
blackangel_
Diskussionsleiter
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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 15:21
mAn mAchT oft fehLer iM leBen,diE mAn nie
wiEdeR rüCkgÄngig macheN kanN..
siE paSsieRen, jEdeM voN uns...
soWohl geWiSs, aLs auCh unGewiSs...
MeiSteNs leRnt maN aus dieSen fehLerN,
mAnchmaL nicht, uNd seLteN bEgeht Man dieSe
FehLer noch einMaL...
jEdEr vOn unS macht im leBen Dinge, die eR spÄteR einMal beReut...dOch waRum?
wArum kÖnNeN wiR meNscheN niCht peRfeKt sein, eiNfach feHlerLos?
waRum?
iSt es deNn wiChtig, fehLer zu maChen?
ergibT das eiNeN siNn?
fEhLer siNd beKannTlich da, um aus ihNen zu
LerNen...dOch wiEso giBt eS dAnN nOch imMeR MancHe, die nicHt daRaus lErneN?
oFt erScheInt einEM daS leBen sinNlos......iSt es, weGen deN fehLern?kAnN ein geSamtEr meNsch eiGenTLich eiN einZiGeR fehLer sein?
soLlTe maN eiGenTLich üBer soWas naChdeNkeN oDer niCht?
sOlLte mAn aN die zuKunFt denken, oDer liEbeR daS gEsaMte lEben aUf einEn zuKomMeN lasSeN?
bEsSerGesaGt:sOlLte maN siCh üBer die zuKunfT bzW die vErgAngeNheit meHr geDankeN machen aLs üBer die geGenWart?
weNn ja...waS, weNn mAn zuVieL über diEs nachdeNkt und voRlauTer naChdenken beiM vErweifeLn ist?
wenn neiN...waS, weNn man daNn zu WeniG berEut odEr gar keiNe chaNcen iN der zukuNft hat, weiL maN sich niE seiN eiGeneS beRufsLebeN voRgeSTelLT hat?
kAnN es eiGentLich pAsSierEn, daSs eineN die vErgaNgenheiT einhOlt uNd mAn gaR nichT mehR weiSs, oB hiEr in deR geGenWart deR richtiGe plAtz füR jEden einZeLnen voN unS isT?
iSt daS schiCksaL, daS, wAs uNs jEden tAg paSsierT?
sOlLTe maN daS lEbeN eiNfaCh nuR in vOlLen zÜgen geniEßeN oDer sich sTreng aN diE reGeln haLten?
wiRd jeDer einZelNe voN uNs eiNe zuKunFt haBen??
hAt eiGentLich jEder eiNe geGenwaRt oDer wiLl mAn die deRzeitiGe sitUatioN eiNfacH niCht waHrhabEN?
eS paSsieRen sOoOoVieLe diNge iM wiRklicheN lEben......miT einiGen iSt maN veRtrAut, bei aNdereN ist maN froh, wENn sie pasSieren, uNd aNdeRe wiEderuM vERaBschEueN wir......
MuSs mAn mit alLem, waS maN erLebt, aUch uMgeHen kÖnNen?.....oder iSt es bEsSer, Sich uM maNche diNge erSt recht niCht zu kÜmMerN??
*************************************************
sOoOOooVieLe frAgen,diE siCh vieLe vOn unS sTelLeN, aNdre lAssEn dieSe frAgen kaLT....
dOch weiSs aUch wirKlich Jeder die paSsEndEn AntWortEn dazu, falLs eS diEse üBerhauPt giBT?


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yo
ehemaliges Mitglied

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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 15:26
kannst du das nicht normal eintippen? ;) ist ja echt unangenehm zu lesen...


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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 15:32
Oh, wie tun die Augen weh,
wenn ich dies Geschreibsel seh!

Aber ehrlich: kannst es nicht nochmal in Normalschrift? Täte dem Inhalt gut, dem Thread auch.


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tombär
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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 15:40
>>mAn mAchT oft fehLer iM leBen,diE mAn nie
wiEdeR rüCkgÄngig macheN kanN.. <<
stimmt. es gibt hier keine edit funktion. aber in zukunft kannst aus deinen fehlern lernen und normal schreiben. ;)


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the_secret
ehemaliges Mitglied

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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 15:52
Das Thema an sich wäre bestimmt interessant... ich weigere mich jedoch diesen scheis Buchstabensalat zu lesen.

Der Mensch ist gut und gerecht, warum geht es dann der Umwelt schlecht?


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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 15:55
Tombär schreibt:
"<kannst aus deinen fehlern lernen und normal schreiben.">

ich tausche bei normal "r" gegen"ch" aus und schließe mich an.


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arkana
ehemaliges Mitglied

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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 16:14
@BlackAngel, ich bin so frei und habs umgeschrieben:

MAN MACHT OFT FEHLER IM LEBEN,
DIE MAN NIE WIEDER RÜCKGÄNGIG MACHEN KANN..
SIE PASSIEREN, JEDEM VON UNS...
SOWOHL GEWISS, ALS AUCH UNGEWISS...
MEISTENS LERNT MAN AUS DIESEN FEHLERN,
MANCHMAL NICHT, UND SELTEN BEGEHT MAN DIESE FEHLER NOCH EINMAL...
JEDER VON UNS MACHT IM LEBEN DINGE, DIE ER SPÄTER EINMAL BEREUT...DOCH WARUM?
WARUM KÖNNEN WIR MENSCHEN NICHT PERFEKT SEIN, EINFACH FEHLERLOS?
WARUM?
IST ES DENN WICHTIG, FEHLER ZU MACHEN?
ERGIBT DAS EINEN SINN?
FEHLER SIND BEKANNTLICH DA, UM AUS IHNEN ZU LERNEN...
DOCH WIESO GIBT ES DANN NOCH IMMER MANCHE, DIE NICHT DARAUS LERNEN?
OFT ERSCHEINT EINEM DAS LEBEN SINNLOS......
IST ES, WEGEN DEN FEHLERN?
KANN EIN GESAMTER MENSCH EIGENTLICH EIN EINZIGER FEHLER SEIN?
SOLLTE MAN EIGENTLICH ÜBER SOWAS NACHDENKEN ODER NICHT?
SOLLTE MAN AN DIE ZUKUNFT DENKEN, ODER LIEBER DAS GESAMTE LEBEN AUF EINEN ZUKOMMEN LASSEN?
BESSER GESAGT: SOLLTE MAN SICH ÜBER DIE ZUKUNFT BZW DIE VERGANGENHEIT MEHR GEDANKEN MACHEN ALS ÜBER DIE GEGENWART?

WENN JA... WAS, WENN MAN ZUVIEL ÜBER DIES NACHDENKT UND VORLAUTER NACHDENKEN BEIM VERWEIFELN IST?

WENN NEIN... WAS, WENN MAN DANN ZU WENIG BEREUT ODER GAR KEINE CHANCEN IN DER ZUKUNFT HAT, WEIL MAN SICH NIE SEIN EIGENES BERUFSLEBEN VORGESTELLT HAT?

KANN ES EIGENTLICH PASSIEREN, DASS EINEN DIE VERGANGENHEIT EINHOLT UND MAN GAR NICHT MEHR WEISS, OB HIER IN DER GEGENWART DER RICHTIGE PLATZ FÜR JEDEN EINZELNEN VON UNS IST?
IST DAS SCHICKSAL, DAS, WAS UNS JEDEN TAG PASSIERT?
SOLLTE MAN DAS LEBEN EINFACH NUR IN VOLLEN ZÜGEN GENIEßEN ODER SICH STRENG AN DIE REGELN HALTEN?
WIRD JEDER EINZELNE VON UNS EINE ZUKUNFT HABEN??
HAT EIGENTLICH JEDER EINE GEGENWART ODER WILL MAN DIE DERZEITIGE SITUATION EINFACH NICHT WAHRHABEN?
ES PASSIEREN SOOOOVIELE DINGE IM WIRKLICHEN LEBEN......MIT EINIGEN IST MAN VERTRAUT, BEI ANDEREN IST MAN FROH, WENN SIE PASSIEREN, UND ANDERE WIEDERUM VERABSCHEUEN WIR......
MUSS MAN MIT ALLEM, WAS MAN ERLEBT, AUCH UMGEHEN KÖNNEN?.....ODER IST ES BESSER, SICH UM MANCHE DINGE ERST RECHT NICHT ZU KÜMMERN??


Mögen meine Taten sein wie meine Worte, und meine Worte wie mein Herz


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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 16:25
Kannst Du das nicht normal schreiben?
Diese ganzen Großbuchstaben sind ja echt unangenehm für die Augen...



Jeder darf seine Meinung haben -
aber nur meine zählt!



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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 16:25
Kannst Du das nicht normal schreiben?
Diese ganzen Großbuchstaben sind ja echt unangenehm für die Augen...



Jeder darf seine Meinung haben -
aber nur meine zählt!



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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 16:25
oh...


Jeder darf seine Meinung haben -
aber nur meine zählt!



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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 16:33
@andychrist

Ja - oh! Das passiert, wenn Du "Trittbrett fährst"!

@BlackAngel

Also erst mal ne Frage: Ist das Dein Text?
Stammt er aus Deinem Leben?

Ich frage deshalb, wei er sehr sehr gut ist.
Und weil ich auf diesen Text keine schnelle Antwort gegen möchte. Das könnte ihm nicht gerecht werden. Also ein bißchen Geduld. Bis die Tage.


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tombär
ehemaliges Mitglied

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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 17:09
>>ich bin so frei und habs umgeschrieben<<
arkana.... du bist´n engel :)

zum text:
stimmt schon. fehler sind dazu da um daraus zu lernen und trotzdem gibt es genug menschen, die immer wieder die selben fehler machen. aber was wäre unsere welt OHNE solche menschen, die nix dazu lernen? perfekt... perfekt und langweilig. trostlos im wahrsten sinne des wortes. niemand müsste mehr trost spenden weil niemand mehr es nötig hätte trost zu empfangen. ne danke. es ist schon ok so wie´s ist.
wenn man dann an die vergangenheit zurückdenkt. an die fehler die man gemacht hat... den meisten geht einlicht auf. irgendwann lernt jeder mensch, dass es so nicht weiter gehen kann. und genau mit dieser erkenntnis biginnt die zukunft für uns. man ist klüger geworden und hilft anderen menschen fehler zu vermeiden.


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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 17:44
@jafrael

Ja - oh! Das passiert wenn Du nicht fähig bist zu verstehen...
Oder einfach keinen Plan hast.



Jeder darf seine Meinung haben -
aber nur meine zählt!



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uncle_sam
ehemaliges Mitglied

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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 23:06
Denke jeden Tag über das Leben nach.

Ich denke immer daran, dass das Leben keinen Sinn macht.

Wir werden geboren, leben, lernen, arbeiten, lieben und sterben. Und wenn man stirbt ist meiner Meinung nach alles für nichts gewesen.
Glaube nicht an Wiedergeburt, Himmel, Hölle oder sonst was?

Deswegen wollte ich mich schon oft umbringen. Aber Drogen und Sex halten mich noch so knapp über der Erde.


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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 23:43
@ jafrael
Tust du mir den Gefallen und gehst nicht auf den letzten Text von andychrist ein!? Das würde sonst einen der wenigen interessanten Threads kaputt machen! Danke dir!

Ich denke die Frage nach dem Platz in der Gegenwart sollte man sich leicht machen. Eine kleine Portion Egoismus und man hat seinen Platz. Das würde die Zahl der depressiven Menschen bestimmt ein wenig zurückschrauben!
Man sollte sich auch Ziele stecken um der Sinnlosigkeit des Lebens vorzubeugen. Dann hat man was zu tun. Warum? Das ist hier wieder eine treffende Frage! Meine Antwort: Einfach nur um nicht durchzudrehen und den anderen Menschen ihre Ruhe zu lassen.
Was für Ziele das sind, sollte jedem selbst überlassen sein! Für andere arbeiten und dem beschissenen Geld hinterherjagen und es bunkern sind für mich keine erstrebenswerten Ziele. Aber ums Thema Geld geht's ja grad nicht!
Ich lebe um Erfahrungen zu machen, ich bin neugierig, ich freu mich immer wenn etwas neues, unvorhersehbares passiert und schaue wie ich mit solchen Situationen klarkomme! Sicherheit ist was für Einfallslose! Mein Ziel ist es, irgendwann in 'nem Schaukelstuhl zu sitzen, 'nen langen weissen Bart zu haben und irgendwelchen jungen Menschen meine Erfahrungen nahezubringen, sofern sie diese hören möchten! Wenn ich's nicht bis dahin schaffe und in irgendeiner dieser neuen Situationen draufgehe, kann ich's auch nicht ändern! Was ich letztendlich davon habe? Kein Plan! Ich hatte in meinem Leben was zu tun, ich konnte helfen, hatte Abwechslung und ich hatte größtenteils meine Ruhe. Reicht doch, oder?
Drogen und Sex sind zwar auch interessant, aber irgendwann wird das sicher auch monoton. Routine! Verliert den Reiz ! Schrecklich! ;)
So, dann bin ich mal gespannt auf was für Lebensauffassungen ich hier noch treffe.
Stay IRIE

Wer nicht auf seine Weise denkt, denkt überhaupt nicht.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)


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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

07.08.2004 um 23:53
@uncle_sam
Hi erstma herzlich willkommen bei allmy

Ich denke auch sehr oft über mein Leben nach. Aber in letzter Zeit sind die Blicke in die Vergangenheit net mehr so häufig gewesen, weil ich immer weniger Fehler mache. Es hilft wirklich sehr, wenn man mit der Einstellung in die Zukunft sieht, dass man möglichst hilfsbereit und freundlich ist. Man glaubt es kaum, wie endgegenkommend Menschen sein können, wenn man nur freundlich ist. Ach ich schweif schon wieder ab... Also ich wollte sagen, dass es auch auf die Lebensphilosophie ankommt, wie oft man sich über seine Vergangenheit gedanken machen muss. Ansonsten wende ich mich mehr der Zukunft zu, auch weil ich jetzt Abitur mache und naja es ist schließlich ein wichtiges Kapitel in meinem Leben.

In der Vergangenheit, hab ich viel eine Menge Fehler gemacht, doch ich hatte Glück, da mich Freunde begleitet haben, die mir diese Fehler vor Augen geführt haben. Und schließlich hab ich es auch geschafft dieses Kapitel meines Lebens dazu zu nutzen, ääh also es hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin und ich bin mit meinem Lebensweg zufrieden.

...Die Liebe ist die Blume des Lebens, die Freundschaft die Knospe und Toleranz der Stengel...
lg,
Schdaiff





"Kein Geist ist in Ordnung, dem der Sinn für HUMOR fehlt." (J.E. Coleridge)

"Es ist weder Zukunft noch Vergangenheit, und man kann nicht sagen, es gibt drei Zeiten, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sondern... vielleicht muss man sagen es gibt drei Zeiten, die Gegenwart des Vergangenem, die Gegenwart vom Gegenwärtigen und die Gegenwart vom Zukünftigen... Die Gegenwart des Vergangenen ist Erinnerung, und die Gegenwart des Zukünftigen ist die Erwartung" (Aurelius Augustinus 354-430 v.Chr.)


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setsuna_mudo
ehemaliges Mitglied

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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

08.08.2004 um 01:17
@uncel_sam

>>Denke jeden Tag über das Leben nach.

Ich denke immer daran, dass das Leben keinen Sinn macht.

Wir werden geboren, leben, lernen, arbeiten, lieben und sterben. Und wenn man stirbt ist meiner Meinung nach alles für nichts gewesen.<<


Hätte ich nicht besser sagen können!



LIEBER AUFRECHT STERBEN
ALS KNIEND LEBEN!!!

"ERST NACHDEM WIR ALLES VERLOREN HABEN, HABEN WIR DIE FREIHEIT, ALLES ZU TUN"


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don_bigguz
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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

08.08.2004 um 02:04
Ich sach mal ein Zitat: "Hinnehmen statt vergeben"...... Da heißt´s es gibt kein gut und böse, oder richtig und falsch. Es ist, wies ist ;)

MFG


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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

08.08.2004 um 03:27
Ja, ich denke über das Leben nach, seit ich ich 16 Jahre alt war.

Das dachte ich jedenfalls damals. Eigentlich habe ich mehr über den Tod nachgedacht, mich mit ihm beschäftigt. Er war mir damals näher als das Leben.

Das Leben hätte ich ohne Bedauern weggeworfen - ich fand mich nicht liebens- und das Leben nicht lebenswert. Ich empfand meine Kindheit als eine Kette von Demütigungen und Kränkungen. Daher hasste ich die meisten Menschen um mich herum. Selbst meine Mutter. Sie, damals psychisch krank prügelte mit unbeherrschter Wut auf mich ein. Wenn ihr die Hände wehtaten benutze sie was eben herumlag - oder ihre Stöckelschuhe. Es ging ihr dabei darum, meinen Widerstandsgeist "auszutreiben". Ich habe es überlebt. Aber ich nässte das Bett, stotterte, hatte panische Angst Fehler zu machen und machte laufend welche. Zwischen dem 8. und dem 13. Lebensjahr ständige Internatswechsel.

Als ich 11 Jahre alt war starb meine kleine Schwester infolge eines Unfalls. sie lebte nur 3 1/2 Jahre. Sie liebte ich. Es war der einzige Mensch den ich damals lieben konnte ... Meine Mutter verhärtete durch diesen Schicksaschlag noch mehr.

Nein, ich dachte damals oft daran, daß das Leben keinen Sinn macht. Dachte oft an "Schlussmachen", als Akt der Strafe für meine Eltern. Ich tat es nicht.

Aber ich betrieb das, was ich heute als Totalverweigerung bezeichnen würde. Schmiss die Schulen - wie ich den Groß- und Handelskaufmannsabschluss "schaffte" - ich weiß es bis heute nicht. Ich hatte keinen Sinn für all das. Nur eine Liebe noch - nicht Menschen, sondern Bücher. Ich las, nein verschlang seit ich 11 war alles was mir in die Finger kam. Das war "meine" Droge. Und Überlebensmittel. Mit 20 hatte ich zwar keinen vernünftigen Beruf aber die meisten Werke der europäischen und der Weltliteratur gelesen.

Ich war 21 als ich als Psychiatrie- Lernpfleger in die Schweiz ging. Dort erst lernte ich durch die Freundschaft eines homosexuell veranlagten Arztes - es kam zu keinem sexuellen Kontakt da ich hetero war und er sehr zurückhaltend, dies auch respektierte. Aber er bemerkte was mit mir los, wie suicidgefährdet ich war. Durch ihn erlebte ich zum ersten mal, daß das Leben auch außerhalb von Buchdeckeln schön und liebenswert sein konnte.

Zum ersten mal blühte ich auf. Zum ersten mal Freunde im und am Leben. Es war schön geliebt zu werden - aber es war traurig, ihm diese Liebe nicht so erwidern zu können, wie er das hoffte. Es ging nicht - ich konnte es nicht, obgleich ich es wünschte.

Nach zwei Jahren dieser Freundschaft war ich "geheilt". Ich stellte fest, daß die Psychiatrie zwar mir geholfen hatte, daß ich aber nicht weiter als Pfleger in ihr arbeiten konnte. Fast unbewußt und durch äußere Ereignisse befördert, inszenierte ich "meinen Abgang".

Die 70-er Jahre begegneten mir. Die Rebellion der Jugend, Sex & Drugs & Flower-Power. Ich lebte über ein halbes Jahr ein fröhliches Kommune und Hippi-Leben in der Schweiz. ich hatte einen geradezu irrwitzigen Nachholbedarf an Leben und Erleben. Es hatte für mich ja erst begonnen mit 23 Jahren!

Es glaubt mir kaum jemand, wenn ich erzähle, daß der größte Teil meiner Kindheits- und Jugendjahre nur in Bruchstücken erinnerlich ist. Ich hatte damals mehr "erlitten" , als erlebt.

Aber wie unendlich wertvoll das Leben ist, wie unsagbar wichtig, die Liebe, es waren erst Bücher, die mich das lehrten und später dann Menschen. Grenzgänger des Lebens auch sie.

Im Sinne bürgerlicher Lebensplanung habe ich auch später noch Fehler auf Fehler gehäuft. Ich hätte Karriere machen können. Als erfolgreicher Betriebsrat wurde mir von der Gewerkschaft ein Hochschulstudium angeboten. Ich aber achtete meine Unabhängigkeit und Freiheit höher.

Als ich vom Bodensee nach Hamburg zog tat ich das mit keiner anderen Sicherheit, als einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Keine Wohnung mehr im Süden und keinen Job. Das Fahrgeld und 200 Mark in der Tasche. 'Ich fuhr. und hatte 3 Tage später Wohnung, Arbeit und meine 2. Frau kennengelernt. So kann eigentlich nur ein Narr handeln, wie ich handelte. Oder jemand, der sich beschützt weiß. der erst im Alter von 25 Jahren ein geradezu kindliches Vertrauen in sich und das Leben entdeckt hatte.

Und heute sage ich: Es hat sich gelohnt. Und es lohnt jeden neuen Tag. Und es gibt nichts mehr, vor dem ich Angst haben müsste. Freundschaft und Liebe half mir das Leben zu wählen - und nicht den Tod.


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setsuna_mudo
ehemaliges Mitglied

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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

08.08.2004 um 03:34
Jafrael ich bewundere deine Ehrlichkeit!!!



LIEBER AUFRECHT STERBEN
ALS KNIEND LEBEN!!!

"ERST NACHDEM WIR ALLES VERLOREN HABEN, HABEN WIR DIE FREIHEIT, ALLES ZU TUN"


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arkana
ehemaliges Mitglied

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deNkt jEder soVieL üBers leben nAch?

08.08.2004 um 07:29
@jafrael
ich kann mich nur in tiefer demut vor dir verneigen

seit meiner kindheit war ich auf reisen, ich hatte zwar ein zuhause, aber meine mutter war mehr mit meinem vater und meiner schwester beschäftigt, so fing ich an ein eigenes leben zu führen - ich war schon sehr früh selbständig. als ich dann mit 10 ins internat kam, war ich richtig froh, nur weg von zuhause - und als ich die chance hatte, mit 16 ganz alleine nach paris zu gehen - ich überlegte keine sekunde und so gings weiter: london, usa, peru und madrid. mit 19 kam ich dort an, mit einem koffer, wenig geld und ich sprach fast kein spanisch - aber ich schaffte es, ganz alleine zu überleben und dort fand ich das erste mal in meinem leben ein richtiges zuhause! spanien wurde meine heimat

nun, im leben kann man aber vor seiner eigenen geschichte nicht davonlaufen und mit 30 war ich echt fertig - zuviel gleichzeitig gemacht: studiert, gearbeitet , mühsame beziehung gehabt und überaus intensiv politisch engagiert... und meine leibliche familie inklusive probleme verdrängt.
ich kam nach wien zurück, erholte mich von meinem brun-out und schlug in die andere richtung: anstatt nur für bücher zu leben, war jetzt markenkleidung angesagt. ich hatte einen gutbezahlten job und ab gings ins schicke leben, ich wurde zur absoluten karrieretussi, ich war zum umfallen schick... ;)
aber wieder einmal schlug das leben zu: 1999 kam die diagnose "tumor in der lunge" - tja, das war ein echter wendepunkt - mein einweihungsweg hatte erst so richtig begonnen...
es war eine schwere operation, die erholung dauerte lange... aber ich gab nicht auf und kehrte ins leben zurück, aber pause vom schicksal bekam ich keine, munter ging es mit meinem drama leben weiter...

heute sage ich nicht, ich habe fehler gemacht, sondern ich habe entscheidungen getroffen, auch sehr schwierige (mit sehr weitreichenden folgen für einige menschen) und sie waren immer gut, denn sie brachten mich immer weiter, mich immer näher zu mir selber, letztlich zu meinem innersten kern: was mich treibt, was mich lenkt, was ich wirklich brauche. ich habe aus meinen entscheidungen gelernt, nicht mehr auf meinen intellekt, meinen verstand zu hören, sondern nur auf mein herz, meine intution, mein gespür für menschen und situationen.
ich bereue nichts, keine sekunde meines anstrengenden lebens. ich freue mich auf das, was noch kommen mag und ich lebe die gegenwart, spontan und intensiv!



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