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Für die Psychologen unter euch! Suche Erklärung für bestimmtes Verhalten

28 Beiträge, Schlüsselwörter: Glück, Trauer
HollywoodHank
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Für die Psychologen unter euch! Suche Erklärung für bestimmtes Verhalten

19.06.2011 um 22:42
Ich bin jetzt grade ziemlich traurig. Leicht kann man ja normalerweise zwischen "traurig" und "glücklich" unterscheiden doch jetzt kommt etwas merkwürdiges:

Ich bin grundlos richtig traurig, jedoch hab ich nichts dagegen. Ganz im Gegenteil, ich suche bevor ich einschlafe über google usw. nach traurigen Dingen die die Leute erlebt haben ect., nach traurigen Geschichten, höre die endsprechende Musik (am liebsten Radiohead :) ) und denke über eine bestimmte traurige Sache die mir selbst passiert ist nach. Das ganze wundert mich selbst! Die Sache ist, dass ich jemand sehr wichtigen sehr plötzlich verloren habe und ich war damals selbst überrascht, dass ich eigentlich kaum traurig war ect. Doch jetzt im nachhinein denke ich freiwillig und sehr gerne darüber nach.

Kann es einen also glücklich machen, trauer zu empfinden ?


Nunja ich könnte mich einfach als "verrückt" abstempeln. Doch der Anlass dass ich das ganze erklärt haben möchte gab mir heute ein Freund. Er hat mir unabhängig von mir erzählt / angedeutet, dass es das ganze auch manchmal hat. Leider sind wir in einer typischen Männer Freundschaft und haben beide ziemlich schnell das Thema wieder auf alltägliche Themen gewechselt... :/


Naja also die fragen sind: Kennt ihr solche Momente auch ? Oder bin ich der einzige ?

Und für die Profis unter euch: Wie endsteht sowas ? ... warum endsteht sowas ?


Ich danke euch wie immer fürs Lesen :) und bin schon gespannt....


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19.06.2011 um 23:09
@HollywoodHank

ja ich denke , dass ist weil du es danicht realisiert hattest du jetzt auf einmal spürst du , dass etwas fehlt und du willst die Trauer nachholen um dich besser zu fühlen...

du bist nicht verrückt....es gibt verschiedene Wege Trauer zu verarbeiten , eine davon ist die.

LG die Mumie


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20.06.2011 um 00:43
Meine Meinung dazu ist (ohne deine genauen Umstände zu kennen), dass es gut und heilsam ist sich der Trauer hinzugeben. Jedenfalls solange es sich gesund anfühlt.

Was mich allerdings in dem Zusammenhang interessieren würde ist, wie alt du bist?


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sixsuns
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20.06.2011 um 01:11
Besonders wenn man jemanden schnell und plötzlich verliert ist das zuerst ein Schock die Trauer kommt aber meistens früher oder später und wird von allen menschen anders verarbeitet
einige stürzen sich in Arbeit andere reden Stundenlang mit Freunden und wieder andere hören traurige Musik und sehen traurige Filme Besonders Männer die ja eigentlich häufig stark wirken wollen tun das weil sie dabei allein ihre Gefühle ausleben können
Das ist nicht schlimm wenn es dir gut tut.
Sogar besser als es zu verdrängen bis es irgendwann wieder hochkommt.
Aber dennoch würde ich versuchen es auch mit anderen zu teilen ich weiß nicht ob dein Kumpel von dem du oben sprichst die Verstorbene Person kennt
Aber wenn ja würde ich euch raten einfach mal darüber zu reden es muss nicht sein das ihr darüber redet was passiert ist und warum sie gestorben ist sondern auch nur über das was ihr mit dieser Person erlebt habt häufig ist das sehr hilfreich.
Ansonsten solange sie dirgut tut hör ruhig weiter Musik und Co.


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20.06.2011 um 01:31
HollywoodHank schrieb:Ich bin grundlos richtig traurig
Das klingt für mich nach einer Depression. Ferndiagnosen sind zwar nicht gerade das Gelbe vom Ei, aber grundlos traurig zu sein spricht auf jeden Fall für solch ein Krankheitsbild. Womöglich fühlst du dich einfach der Stimmung näher, wenn du dich bewusst traurig machst, oder dir die Dinge deiner Traurigkeit anpasst.

Wenn ich einen mir nahstehenden Menschen verloren hab, dann sehe ich mir auch keine Comedy-Streifen an. Nein, dann sucht man sich Dinge, die der Laune entsprechen bzw. angemessen sind, auch wenn das gerade der falsche Weg ist.

Wie lange hast du diese "Beschwerden" schon?


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20.06.2011 um 01:39
Das ist nicht korrekt, bei einer Depression merkst du gar nichts mehr. Ausgeschlossen ist die Bipolare. Fühlst dich wie ein Zombie, innerlich Leer, ausgelaugt, fertig mit allem und ohne Gefühle (die werden als letztes von der Psyche zur Not einfach "ausgeschaltet").

Ich bin mir ziemlich sicher, dass du das alles jetzt nachholst, was du damals nicht gefühlt hast und das einfach so "rauskommt", was gut ist, denn du setzt dich damit auseinander.
Und ja, ich hab das auch manchmal. Leute denen es immer nur gut geht, sind mir eh suspekt und manchmal muss man sich auch die traurigen Sachen reinziehen und sich mit Absicht noch mehr runterziehen, damit's einem wieder besser gehen kann. Völlig Normal.


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sanatorium
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20.06.2011 um 01:39
ich kenn das nur ZU gut und konnte mirs auch nie wirklich erklären


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20.06.2011 um 01:40
@HollywoodHank
Ich kann mir gut vorstellen, dass es etwas mit der Verlust der für Dich wichtigen Person zu tun hat. Zumindest, wenn das vorher noch nicht so extrem aufgetreten ist.

Ich kann Dir sagen, ich hab das auch manchmal. Und bei mir ist es so, dass ich vor knapp 3 Jahren meinen Opa verloren habe und ich bin bei meinen Grosseltern aufgewachsen. Er war somit also mein Vaterersatz. Und als er dann starb, war ich sehr traurig. Aber ich hatte das Gefühl nicht genug zu trauern. Immerhin habe ich vorher immer gesagt, wenn das mal soweit ist, dann dreh ich durch. Und was war? Das Leben ging weiter. Ich hatte ein schlechtes Gewissen deswegen und hab mir manchmal absichtlich vorgestellt, dass er nicht mehr unter uns ist und ich ihn nie wiedersehen werde, damit ich trauern kann. Klingt verrückt, oder?

Vielleicht ist es bei dir ähnlich?


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20.06.2011 um 01:42
DamageControl schrieb:Das ist nicht korrekt, bei einer Depression merkst du gar nichts mehr.
Das ist viel zu sehr pauschalisiert. Es gibt verschiedene Formen von Depressionen. Kurze Phasen, lange Phasen, sich abwechselnde Phasen mit Manie, Kombinationen aus Suchtverhalten und Depression usw.. Insofern ist es zu generalisiert, zu behaupten, man merke gar nichts mehr. Das mag vllt. bei sehr schweren Depressionen so sein, ist aber sicherlich nicht auf alle Formen der Erkrankung zu übertragen.


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20.06.2011 um 01:48
@Aldaris
Mag sein, dass es zu sehr pauschalisiert ist, ich bin von einer "reinen" Depression ohne Suchtmittelmissbrauch und/oder einer weiteren Komorbidität ausgegangen. Wäre das der Fall, hast du in vielen Fällen sicherlich Recht. Die Manie habe ich ausgeschlossen, oder? ;)
Ansonsten ist grade die innere Leere und Gefühlslosigkeit DAS Zeichen einer Depression, soweit der Zustand über mehrere Wochen gar Monate anhält, egal wie schwer sie eingestuft wurde.


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20.06.2011 um 01:52
DamageControl schrieb:Die Manie habe ich ausgeschlossen, oder? ;)
Oh entschuldige. Das habe ich wohl überlesen. :)

Ich meine, es müssen drei Monate vergehen, bevor man das Krankheitsbild einer Depression bestätigen kann. Zumindest sind das die offiziellen Voraussetzungen.

Innere Leere, Gefühlslosigkeit wie du sagst, sowie Antriebslosigkeit und oftmals auch andere Symptome wie Appetitlosigkeit, Substanzmissbrauch etc. ..

Naja wie dem auch sei .. Ich denke wir driften zu weit vom eigentlichen Thema ab. ;=


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20.06.2011 um 02:04
Du schaust die traurige Blaas an damit du Unterbewusst weisst "mir gehts immernoch besser als denen"


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20.06.2011 um 02:07
@DamageControl
was du über depression schreibst ist grundsätzlich richtig. aber auch eine depression hat einen anfang. einen schleichenden. du bist nicht gleich der zombie ;) da gibt es abstufungen ohne ende.


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20.06.2011 um 02:25
@Outsider
Bis die Diagnose gestellt ist, (WENN es sich denn dann zu einer echten Depression entwickelt hat) ist das meist der Fall. Bis zu einem gewissen Punkt ist die Leere als Reaktion auch völlig normal, grade bei schlimmen, plötzlich eintretenden Ereignissen.
Ansonsten geht da meist eine lange Zeit eine ziemliche Traurigkeit, Verweiflung und Hoffnungslosigkeit oder massive Belastung(en)/schlimme Situationen vorraus, bevor es sich in besagte Gefühlslosigkeit umwandelt, einfach als Selbstschutz. Und erst DANN spricht man ja von einer Depression und bekommt die Diagnose gestellt. Sollte klar sein, dass sich das nicht über Nacht entwickelt ;)

@Aldaris
Kein Ding, passiert mir auch .. und ja richtig wir driften ab.


Ich glaube das war nicht im Sinne des Thread-Erstellers :)


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20.06.2011 um 02:37
Ist es nicht etwas zu einfach alles auf den Tod zu schieben?


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Zeo
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20.06.2011 um 08:29
Hollywoodhank scheint mir ein Melancholiker zu sein, der sich einfach am süßen Schmerz der Traurigkeit erfreut. Das sind kaum die Symptome einer Depression. Natürlich kann es eine Bewältigungsstrategie sein, um mit einem Verlust fertig zu werden, den man nicht richtig verarbeitet hat. Vielleicht kündigt es auch eine Sehnsucht an, der man sich noch nicht vollständig bewusst geworden ist. Es könnte aber auch einfach nur um das Gefühl an sich gehen...


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Keysibuna
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20.06.2011 um 09:33
Ich habe das Gefühl dass einige Menschen dadurch mehr Aufmerksamkeit bekommen wollen.

Aufmerksamkeit suchen sie nur, wenn sie mit ihrem Leid an die Öffentlichkeit gehen.
Wenn sie sich zurückziehen sind sie depressiv und haben ne echte Störung. t0RLmAF q0JMxl keysi


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Floris
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20.06.2011 um 09:40
@HollywoodHank
Trauer und Leid haben eine ganz eigene Schönheit, die aber nur diejenigen erkennen und erfahren können, die selbst tief leiden können, was nicht jedem möglich ist. Genauso wie auch der leidende und traurige Mensch eine große Würde und Erhabenheit in seinem Leid haben kann, was aber nicht jeder in der Lage ist, wahrzunehmen. Wer einmal diese Schönheit in der Trauer entdeckt hat, wird sie immer wieder suchen und finden weil sie genauso existiert wie die Schönheit in der Freude, im Frohen.


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20.06.2011 um 09:56
Vorerst möchte ich dir sagen, dass du nicht allein bist damit. Mir geht es auch ab und zu so. Ich bin einfach traurig und deprimiert und muss weinen und weiß nicht genau warum, einfach weil alles blöd ist und nichts funktionieren will...

Manchmal habe ich den Eindruck, jeder sei gegen mich und nichts, was ich anpacke funktioniert richtig.
Ich bemitleide mich dann gerne selber und glaube, dass alle gegen mich sind und mir nur schlechtes wollen.

Ich weiß nicht mehr, von wem folgendes Zitat stammt, aber es trifft den Nagel auf den Kopf: Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist freiwillig.

Dazu habe ich vielleicht etwas "Aufbauendes" gefunden:

Sie müssen es nicht. Sie müssen nur leiden, wenn Sie den Menschen und dem Schicksal Macht über sich geben. Ich weiß, das klingt hart und wenig mitfühlend. Es ist aber die Realität. Sie selbst fügen sich sehr viel Leid zu, indem Sie sich als Opfer sehen, das keine Wahl hat, über sein Leben und seine Gefühle zu bestimmen.

Niemand kann Ihnen schlechte Gefühle machen, wenn Sie das nicht zulassen.

Ohne Ihre Erlaubnis kann Ihnen niemand das Gefühl geben, minderwertig zu sein. Ohne Ihre Erlaubnis kann Sie niemand verletzen oder demütigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann niemand Sie traurig oder deprimiert machen.

Ohne Ihre Erlaubnis geht gar nichts. Sie haben die Macht, schlechte Gefühle abzuwehren oder zu überwinden, wenn Sie aufhören, sich als Opfer anzusehen und die Verantwortung für sich, Ihr Leben und Ihre Gefühle übernehmen.

Wenn Sie sich für schwach halten, dann machen Sie sich zu einem Schwächling, der sich nicht wehren kann und laden andere ein, auf Ihnen herum zu trampeln. Wenn Sie sich für hilflos halten, dann sind Sie es und machen sich zum Opfer. Wenn Sie sich aufgeben, sind Sie verloren. Wenn Sie sich für minderwertig halten, dann sind Sie empfindlich wie eine Mimose und fühlen sich leicht und schnell verletzt. Wenn Sie sich für nicht liebenswert halten, dann fühlen Sie sich immer ungeliebt. Wenn Sie sich bemitleiden und bedauern, dann machen Sie sich zum Opfer, indem Sie dem Schicksal oder anderen die Schuld für Ihre Lage geben.

Wenn Sie Ihren Selbstwert von der Zustimmung der anderen abhängig machen, sind Sie immer von der Anerkennung der anderen abhängig und sind in der Opferrolle. Wenn Sie glauben, von anderen abhängig zu sein, dann machen Sie sich zum Opfer der anderen und sind anfällig für Manipulationen durch Ihre Mitmenschen.

Hat es Vorteile, sich als Opfer zu fühlen?
Ja, sich als Opfer zu fühlen, kann Vorteile haben. Wir können die Hände in den Schoß legen und anderen - den vermeintlichen Tätern - die Schuld für unser Unglücklichsein und unser Leid geben. Wir bekommen vielleicht auch sehr viel Zuwendung in Form von Mitleid und Trost. Wir können uns selbst bemitleiden und unsere Wunden lecken, was uns zeitweise gute Gefühle macht. Wir können uns als gute und moralische Menschen ansehen - im Gegensatz zu den Bösen, die uns all das Leid zufügen. Und als Opfer hat man schließlich einen Anspruch auf Entschädigung für das erlittene Unrecht. Die anderen (Menschen, das Schicksal, die Eltern, Gott) schulden uns etwas. Wir können/müssen nichts tun und können uns auch noch im Recht fühlen.

Diese Vorteile sind jedoch bestenfalls nur Trostpreise, die unser seelisches Leid etwas lindern, aber nicht beseitigen. Besser wäre es, uns aus der Opferrolle zu befreien. Nur so können wir unsere gegen Angriffe und Verletzungen immun machen und uns Leid ersparen.

6 Tipps, wie Sie sich aus der Opferrolle befreien können
TIPP 1: Machen Sie sich bewusst, dass Sie sich als Opfer ansehen.

Dass wir uns selbst zum Opfer gemacht haben, das ist uns oftmals gar nicht so richtig klar. Deshalb ist der erste Schritt der, dass wir uns dessen bewusst sind.

TIPP 2: Hören Sie auf, sich als (hilfloses) Opfer und andere als Täter anzusehen.

Wenn Sie glauben, keine Einflussmöglichkeiten zu haben, wenn Sie sich als hilflos ansehen, dann sitzen Sie in der Opferfalle. Machen Sie sich klar: Ich bestimme, wie ich mich fühle und verhalte. Wenn Sie akzeptieren, dass Sie Einfluss auf Ihr Leiden haben, dass Ihr Leiden freiwillig ist, wenn Sie die Verantwortung für Ihre Gefühle übernehmen, dann haben Sie einen wichtigen Schritt getan, sich aus der Opferrolle zu befreien.

Sie können Ihre Lebensqualität nur verbessern, wenn Sie die Verantwortung für sich, Ihre Gefühle und Ihr Leben übernehmen. Solange Sie diese Verantwortung nicht ausüben, solange fühlen Sie sich als Opferlamm und leiden.

Tipp 3: Im nächsten Schritt lernen Sie, Ihre Gefühle beeinflussen zu lernen.

Warum das möglich ist und wie Sie lernen können sich von belastenden Gefühlen zu befreien, das erfahren Sie in den nachfolgenden Selbsthilfe-Informationen.

Wie Gedanken uns beeinflussen

Wie Gedanken unsere Gefühle beeinflussen

Das ABC der Gefühle

Die Arten negativen Denkens

TIPP 4: Ergründen Sie, warum andere so gehandelt haben könnten

Indem Sie nach den persönlichen Motiven anderer, weshalb diese Sie schlecht behandeln oder übervorteilen, suchen, verstehen Sie deren Verhalten und machen Sie sich so unabhängiger von deren Meinung.

TIPP 5: Stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl

Seelisches Leid wie etwa Verletzungen und Kränkungen, Eifersuchtsgefühle und Verbitterung fügen wir uns in hohem Maße selbst zu, weil wir gering von uns denken und uns selbst ablehnen. In dem Maße, in dem Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken und sich annehmen lernen, in dem Maße sind Sie weniger anfällig, in die Opferrolle zu kommen.

TIPP 6: Machen Sie sich bewusst, dass Sie keine Schuld trifft

Schlimme Ereignisse passieren einfach, weil die Umstände so sind, dass sie passieren müssen. Manche Menschen kommen relativ unbeschwert und ungeschoren durchs Leben, andere bekommen ein dickes Paket an Belastungen aufgeladen.

Zumindest aus unserer Sicht ist die Welt nicht immer gerecht und verstehbar. Diese Ereignisse und die Ungerechtigkeit treffen aber nicht nur Sie. Indem Sie diese negativen Ereignisse nicht als Bestrafung oder nur Sie als einzigen Menschen betreffend sehen, fühlen Sie sich weniger in der Opferrolle.

Vielleicht helfen Ihnen die Worte von Viktor Frankl, der im 2. Weltkrieg im Konzentrationslager Ausschwitz war und dieses überlebt hat. Rückblickend sagte er:

Wir, die wir im Konzentrationslager lebten, erinnern uns an Menschen, die anderen geholfen haben, die ihr letztes Stück Brot mit anderen teilten. Wenn es auch nicht viele waren, so sind diese wenigen Menschen doch der Beweis dafür, daß man einem Menschen alles nehmen kann, bis auf eines, nämlich die letzte aller menschlichen Freiheiten, die Freiheit, in jeder Situation seine Einstellung zu wählen.

Schauen Sie sich die mutmachenden Geschichten behinderter Menschen an, die allen Grund hätten, sich als Opfer zu fühlen und verzweifelt zu sein, die jedoch ihre verbleibenden Möglichkeiten zu 100% nutzen und so mehr leisten und erreichen als viele unbehinderte Menschen.

Wenn wir der einzige Mensch sind, bei dem wir uns beschweren können, wenn wir keine Ausreden mehr gebrauchen und keine Schuldigen suchen, dann leben wir selbstverantwortlich und sind in der Lage, das Beste aus uns und unserem Leben zu machen.

Martina Navratilova, neunfache Wimbledon-Siegerin, erkrankte vor einigen Jahren an Krebs. Sie sagte in einem Interview: Mir war immer klar, dass ich die Dinge, die falsch laufen, egal ob auf dem Platz oder im richtigen Leben, selbst anpacken muss. Ich glaube nicht an das Schicksal oder Verschwörung. Wenn es ein Problem gibt, dann löse ich es. Ich mache keinen Unterschied zwischen meiner Karriere und dem Krebs. Ich will siegen.

Martina Navratilova sah sich nie als Opfer. Sie wusste, dass man die Verantwortung für sich und sein Leben übernehmen muss, wenn man erfolgreich sein will. Durch Ausreden, Ausflüchte und Schuldzuweisungen begibt man sich in die Opferrolle und hat so kaum eine Chance, seine Ziele zu verwirklichen. Denken Sie daran:

Wer nicht handelt, wird behandelt.

D.h., passiv bleiben, sich als Opfer ansehen, bedeutet sich zum Opfer und zum Spielball anderer Menschen zu machen. Wenn Sie das nicht möchten, dann müssen Sie sich aus der Opferrolle befreien und die Verantwortung für sich und Ihr Glück übernehmen.

Solange wir uns als Opfer sehen und uns damit ungerecht behandelt und benachteiligt fühlen, solange sind wir selbst ungerecht zu anderen, um die vermeintlich offene Rechnung auszugleichen.


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20.06.2011 um 11:21
@Luma30
Das ist ein sehr zutreffender Text. Ist er von dir oder hast du eine Quellenangabe? Ich möchte ihn gerne in einem anderen Forum vorstellen, welches ich als eine Art Selbsthilfegruppe sehe.

@HollywoodHank
Ich habe so etwas noch nicht erlebt, was du beschreibst. Ich weiche aus, lasse keine großen Gefühle zu. Weder positive noch negative.
Solange es dir gut tut, sehe ich kein Problem. Du scheinst nicht der Einzige zu sein, der so fühlt.


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