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Den Hintern versohlt bekommen?

2.054 Beiträge, Schlüsselwörter: Hintern Versohlt Bekommen, Körperstrafe, Züchtigung

Den Hintern versohlt bekommen?

15.03.2018 um 10:01
Ja. Meine Eltern lebten nach dem Bibelvers Sprüche 13,24. Auch sie sind der Meinung das es mir nicht geschadet hat, immerhin bin ich in ihren Augen "doch was geworden".
Es hat auf jeden fall dazu geführt, dass das Verhältnis zu den Eltern sehr schlecht ist.

Ich habe die Strafe als Kind nicht verstanden und ihnen schon früh angefangen zu misstrauen und habe alles in mich hineingefressen. Als Erwachsene weiß ich das ich ihren Weg nicht gehen will.
Ich denke das ich das besser weg gesteckt habe als andere. Ein Mädchen aus meiner Klasse wurde von ihren Vater noch schwerer verprügelt. Man konnte im Schwimmunterricht die Striemen und blauen Flecke sehen. Wir Mädels haben die Lehrer oft darauf aufmerksam gemacht, aber es ist nichts passiert. Irgendwann fing das Mädchen an heimlich in der Schule an zu trinken und als es ganz schlimm wurde, hat sie sich selbst beim Jugendamt gemeldet.

Es folgte Heim, Drogen und Psychiatrie, was heute aus ihr geworden ist, weiß ich leider nicht.


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Den Hintern versohlt bekommen?

15.03.2018 um 23:44
Ja, auch mir wurde mal der Hintern versohlt. Was wurde aus mir? Ich habe einen Arbeitsplatz, ein Dach über den Kopf und kann für mich selbst sorgen. Obwohl ich Gehorsam gelernt habe, habe ich einen eigenen Kopf und kann mich durchsetzen.

Am Ende kommt es auf den Menschen an, wie er tickt. Selbstverständlich nimmt man Schaden, wenn man jeden Tag Angst vor Schlägen haben musste, doch auch diejenigen, die als Kinder Fehler machen und trotzdem am nächsten Tag zum Geburtstag die Playstation geschenkt bekamen, können in irgendeiner Art geschädigt sein. Und zwar in dem Sinne, dass sie nicht gelernt haben, dass es Konsequenzen gibt, wenn man einen Fehler gemacht hat.

Ein Kind muss lernen, wie das Leben läuft. Greift es auf die heiße Herdplatte, tut es weh. Lektion gelernt.
Reißt es aus Spaß die Tischdecke vom gedeckten Tisch auf den Boden, muss es auch irgendwie lernen, dass das Verhalten falsch war. Eltern müssen für sich entscheiden, wie sie mit solchen Situationen umgehen.
Belässt man es bei einfachen Worten, findet das Kind die Bestrafung nicht so schlimm. Haut man ihm jeden Tag für den kleinsten Mist auf den Hintern, wird das Kind nachher definitiv geschädigt sein.


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16.03.2018 um 03:31
Ford schrieb:Am Ende kommt es auf den Menschen an, wie er tickt. Selbstverständlich nimmt man Schaden, wenn man jeden Tag Angst vor Schlägen haben musste, doch auch diejenigen, die als Kinder Fehler machen und trotzdem am nächsten Tag zum Geburtstag die Playstation geschenkt bekamen, können in irgendeiner Art geschädigt sein. Und zwar in dem Sinne, dass sie nicht gelernt haben, dass es Konsequenzen gibt, wenn man einen Fehler gemacht hat.
Dennoch muss es nicht heißen, dass man Kinder körperlich angehen kann. Konsequenzen bedeuten nicht gleich Schläge und Züchtigung, man kann auch ohne Gewalteinwirkung Kindern Fehler begreiflich machen.
Die Schäden, die Kinder erleiden, die keine Konsequenzen lernen, werden irgendwann mal welche kennenlernen, aber versuch mal aus Angststörungen wieder herauszukommen.
Sowas bleibt nämlich hängen.
Eltern sind immer noch die, zu denen Kinder keinerlei Angst haben sollten, sondern das Gefühl von Schutz und Sicherheit erfahren und das haben sie auch noch, wenn sie auf ihr Zimmer gehen müssen, aber sicher nicht mehr, wenn die Hand erhoben wurde.
Eine vernünfitge Enwicklung kann da nicht mehr einfach so gewährleistet werden.
Du magst zwar einen Arbeitsplatz haben, aber ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass ja Gott sei Dank gegen dich die Hand erhoben wurde.
Diese beiden Sachen miteinander zu verknüpfen erachte ich nicht als richtig.
Ford schrieb:Ein Kind muss lernen, wie das Leben läuft. Greift es auf die heiße Herdplatte, tut es weh. Lektion gelernt.
Genauso lernt ein Kind, dass es weh tut, wenn man an einen Elektrozaun fasst.
Also schlagen gleich super und legitim?
Ford schrieb:Reißt es aus Spaß die Tischdecke vom gedeckten Tisch auf den Boden, muss es auch irgendwie lernen, dass das Verhalten falsch war.
irgendwie heißt dann also, es geht nicht anders als das Kind zu schlagen?
Ford schrieb:Eltern müssen für sich entscheiden, wie sie mit solchen Situationen umgehen
Ich finde schon, dass es da Grenzen gibt.

Besonders ist es gesetzlich ein Fehler, Menschen zu schlagen und gesellschaftlich sowieso verpönt, also bringen wir den Kids ruhig bei, dass es in Ordnung ist, jemanden zu schlagen, wenn er einen Fehler gemacht hat.
Ford schrieb:Belässt man es bei einfachen Worten, findet das Kind die Bestrafung nicht so schlimm.
Hört sich bei dir so an, als gäbe es nur schlagen und reden. Aber dass es noch viel mehr Möglichkeiten gibt, lässt man außen vor?
Lieblingssendung eine Woche nicht gucken, kein Videospiel, kein Ausgang.
Wenn der Freund Geburtstag feiert, muss man leider zu Hause bleiben. Wäre das nicht mal ne Option?


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16.03.2018 um 12:26
@Alphabetnkunst
Mit keinem meiner Worte spreche ich aus, dass es keine Alternativen zum Schlagen gibt.
Alphabetnkunst schrieb:Dennoch muss es nicht heißen, dass man Kinder körperlich angehen kann. Konsequenzen bedeuten nicht gleich Schläge und Züchtigung, man kann auch ohne Gewalteinwirkung Kindern Fehler begreiflich machen.
Das ist schon klar. Mir geht es eher darum, dass Schläge grundsätzlich verteufelt werden und man denkt, dass "Schlagen" automatisch "Verprügeln" bedeutet.

Letzten Sommer saß ich in einem Restaurant und nebendran eine Familie mit Kindern. Die Tochter im Grundschulalter rannte durch das Lokal, während auf das Essen gewartet wurde. Sie hat geschriehen und hätte fast die Kellner umgeworfen.
Die Mutter hat das Kind ständig zu sich gerufen, doch das hat das Kind nicht interessiert. Irgendwann hat sie ihre Tochter am Arm gepackt, damit es endlich stehenbleibt. Da sich das Kind geweigert hat, bekam es einen Klaps auf den Po. Dann wurde es ruhig, setzte sich hin und spielte am Tisch mit ihrer kleinen Schwester.

Ich weiß nicht, ob das Kind genug Auslauf kriegt, weil es schließlich durch die Rennerei einfach nur ein Kind sein wollte. Und ich will keinesfalls die Schläge schönreden. Du musst aber verstehen, dass in Situationen wie dieser der eine Schlag nunmal eine Option für die Eltern war. Solange es nicht für jeden Mist einen Klaps kriegt, geht es meiner Meinung nach in Ordnung.
Was würdest du denn machen, wenn dein Kind rennend durchs Restaurant rennt und dich vollkommen ignoriert?
Alphabetnkunst schrieb:Eltern sind immer noch die, zu denen Kinder keinerlei Angst haben sollten, sondern das Gefühl von Schutz und Sicherheit erfahren und das haben sie auch noch, wenn sie auf ihr Zimmer gehen müssen, aber sicher nicht mehr, wenn die Hand erhoben wurde.
Eine vernünfitge Enwicklung kann da nicht mehr einfach so gewährleistet werden.
Kinder sollten vor ihren Eltern keine Angst haben. Sie sollen in ihnen ihre Eltern sehen, die sie großziehen. Sich mal abends zu ihnen ans Bett kuscheln, Zuneigung erhalten. Aber auch müssen sie wissen, dass ihre Eltern diejenigen sind, auf die sie hören müssen.
Alphabetnkunst schrieb:Du magst zwar einen Arbeitsplatz haben, aber ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass ja Gott sei Dank gegen dich die Hand erhoben wurde.
Diese beiden Sachen miteinander zu verknüpfen erachte ich nicht als richtig.
Nein, daran liegt es nicht. Damit meinte ich, dass ich trotz solcher Erziehung kein kaputter Mensch geworden bin und Schaden genommen habe. So einen Schlag auf den Po bekam ich vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr, wenn ich als kleiner Junge großen Mist gebaut habe.
Alphabetnkunst schrieb:Genauso lernt ein Kind, dass es weh tut, wenn man an einen Elektrozaun fasst.
Also schlagen gleich super und legitim?
Alphabetnkunst schrieb:irgendwie heißt dann also, es geht nicht anders als das Kind zu schlagen?
Alphabetnkunst schrieb:Hört sich bei dir so an, als gäbe es nur schlagen und reden. Aber dass es noch viel mehr Möglichkeiten gibt, lässt man außen vor?
Wie schon gesagt. Mit keinem meiner Worte sage ich, dass es zum Schlagen keine Alternative gibt.
Es funktionieren mehrere Erziehungsmethoden. Die Kunst darin ist zu wissen, wie man sie korrekt anwendet.
Alphabetnkunst schrieb:Lieblingssendung eine Woche nicht gucken, kein Videospiel, kein Ausgang.
Wenn der Freund Geburtstag feiert, muss man leider zu Hause bleiben. Wäre das nicht mal ne Option?
Das sind die ersten Optionen, die man als Elternteil zieht. Wenn man Glück hat, reicht das schon aus. Manchmal ist einem als Kind auch das egal.


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16.03.2018 um 14:39
@Ford
Ford schrieb:Ich weiß nicht, ob das Kind genug Auslauf kriegt, weil es schließlich durch die Rennerei einfach nur ein Kind sein wollte. Und ich will keinesfalls die Schläge schönreden. Du musst aber verstehen, dass in Situationen wie dieser der eine Schlag nunmal eine Option für die Eltern war. Solange es nicht für jeden Mist einen Klaps kriegt, geht es meiner Meinung nach in Ordnung.
Was würdest du denn machen, wenn dein Kind rennend durchs Restaurant rennt und dich vollkommen ignoriert?
So sind Kinder. Kinder haben ihren eigenen Willen und müssen noch viel lernen. Wenn ich mir nicht mehr anders zu helfen weiß, als dann zu schlagen, müsste ich mir überlegen, ob ich dieser Aufgabe gewachsen wäre.
Dein Beispiel:
Ich würde das Kind dann einfangen und es dann an den Tisch setzen. Dass das Kind erst mal schreit, ist normal, es hat grad seinen Willen nicht bekommen. Deswegen muss ich es aber nicht schlagen, um noch eines draufzusetzen.
Ford schrieb:Kinder sollten vor ihren Eltern keine Angst haben. Sie sollen in ihnen ihre Eltern sehen, die sie großziehen. Sich mal abends zu ihnen ans Bett kuscheln, Zuneigung erhalten. Aber auch müssen sie wissen, dass ihre Eltern diejenigen sind, auf die sie hören müssen.
Das tun sie auch, wenn sie Hausarrest kriegen.
Kinder meinen alles absolut nicht böse, sie sind halt klein und wollen viel von der Welt sehen, sie entdecken, aber müssen meist hinten anstehen, weil die Eltern immer den Grad bestimmen, wie lang und ob überhaupt. Lass dann doch mal die Emotionen des Kindes zu. Es darf sie auch äußern.
Ford schrieb:Sie sollen in ihnen ihre Eltern sehen, die sie großziehen.
Nicht nur, sie sollten mehr in ihren Eltern sehen.
Liebe und Schutz.
Ford schrieb:Nein, daran liegt es nicht. Damit meinte ich, dass ich trotz solcher Erziehung kein kaputter Mensch geworden bin und Schaden genommen habe. So einen Schlag auf den Po bekam ich vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr, wenn ich als kleiner Junge großen Mist gebaut habe.
Für mich trotzdem zwei Mal zu viel.
Den Hintern zu versohlen ist in meinen Augen ein Überbleibsel aus vergangenen Zeiten, in denen Gewalt in der Erziehung Standard war.
Ford schrieb:Das sind die ersten Optionen, die man als Elternteil zieht. Wenn man Glück hat, reicht das schon aus. Manchmal ist einem als Kind auch das egal.
Egal ist es ihm nicht, das nennt man bockig sein.


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16.03.2018 um 14:40
Ford schrieb:Was würdest du denn machen, wenn dein Kind rennend durchs Restaurant rennt und dich vollkommen ignoriert?
Ich würde es mir in diesem Fall schnappen und ihm erstmal in Ruhe erklären, daß seine Rennerei nicht nur Mama und Papa sondern auch die anderen Gäste und Mitarbeiter hier stört. Sollte es dieses nicht verstehen (wollen) und dennoch mit der Rennerei weiter machen würde ich es einfach zum Tisch geleiten. Das Geschrei und Gezeter wird zwar dann wahrscheinlich groß sein aber daß der berühmte "Klaps auf den Po" hier in jedem Fall die ultimative Problemlösung ist wage ich zumindest stark zu bezweifeln.
Ford schrieb:Solange es nicht für jeden Mist einen Klaps kriegt, geht es meiner Meinung nach in Ordnung.
Diese Meinung hört man ja auch heute noch relativ häufig und ich sehe im Unterschied zu einem einfachen "Poklaps" und einer deftigen Ohrfeige auch einen qualitativ nicht unerheblichen Unterschied was den Gewaltpegel betrifft aber in der modernen Erziehungswissenschaft gelten dennoch beide Maßnahmen längst als Pädagogik von vorgestern, nicht zuletzt da sich Eltern ab hier für gewöhnlich einfach nicht mehr anders zu helfen wissen. Eine Legitimation zum Schlagen ist dies aber noch lange nicht.

Stattdessen setzt man hier heute mehr auf individuelle Dialogführung und gewaltfreie Strafmaßnahmen als auf physische Gewalteinwirkung. Auch wenn diverse Anekdoten ala "mir oder des Nachbars Sprößling hat es (damals) ja auch nicht geschadet wenn wir einen drauf gekriegt haben" da eine andere Botschaft vermitteln wollen.


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19.03.2018 um 15:47
Komischerweise sind meine Kinder nie schreiend durch's Restaurant gelaufen. Schreiend gelaufen ist eher das Bedienungspersonal wenn wir durch die Tür kamen.

Könnte es sein, dass die "abgedrehten Kinder", die hier gern ins Feld geführt werden, wenn es darum geht, Schwächere zu schlagen, deshalb so abgedreht sind, weil Papa und Mama sie gern mal mit Mitteln körperlicher Gewalt "erziehen"?

Ich weiss nicht, wie es mir gelungen ist, meine drei Kinder gewaltfrei gross zu kriegen. Was hab' ich nur falsch gemacht?


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24.03.2018 um 23:34
Meine Mutter war bis auf vielleicht 2 Jahre oder mehr die sie als Krankenschwester gearbeitet hat zu Hause. Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern wie sie mir den Po mit einem Bügel verdroschen hat. Das ist in meiner Erinnnerung 2 mal passiert, an weitere Male kann ich mich bis jetzt nicht erinnern.
Aber ich weiß ich nicht wieso sie es gemacht. Angeblich war die überfordert, dabei hat sie sich die Rolle der Hausfrau selbst ausgesucht.
Nur weiß ich nicht so recht was es bis heute bei mir ausgelöst hat.
Die Handlung an sich fand ich pädagogisch wertlos, grausam und herzlos.
Irgendwann, das weiß ich noch ziemlich genau, habe ich ihr gesagt, das es mir nicht mehr wehtun würde, als wäre ich wie abgehärtet. Vor erstaunen oder Schrecken hat glaube ich aufgehört.

Vielleicht ist die Abhärtung das Resultat daraus. Durch die Gewalt die man erfährt, schützt man sich aus Einem Ohnmachtsgefühl heraus. Also Ohnmacht Neigung zur Unterdrückung, vermutlich.

Ganz ehrlich, es kann jeder sein Familienleben gestalten wir er es will, aber wenn diese Personen dann aufgrund ihrer daraus resultierende Rolle überfordert sind, läuft da etwas falsch☝️


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24.03.2018 um 23:44
@MysticWater
so unterschiedlich kann es sein. Mein Bruder und ich haben unsere Mutter immer zur Weißglut getrieben bis die ins Zimmer gestürmt kam mit dem Bügel, Flip-Flop oder Gürtel. Wir haben uns einen Spass daraus gemacht.

Prügel sind doch allgemein völlig nutzlos. Entweder erfolgen sie als symbolische Strafe, was nie was bringt oder man möchte sein Kind tatsächlich verletzen.


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25.03.2018 um 00:12
In meiner Kindheit gehörten Prügel zur täglichen Tagesordnung. Bis ins Jugendalter kannte ich nichts anderes. Ich bin in verschiedenen Heimeinrichtungen auf gewachsen. Jungen und Mädchen waren streng getrennt und in eines dieser Heime, wo ich dann 8 Jahre war, bestand unsere Gruppe aus 30 Mädchen. Diese 30 Mädchen würden je nach Lust und Laune im regelmäßigen Rhythmus verprügelt oder es wurde sich einfach eine heraus gespickt. Es wurden Mädchen abgestellt, die andere Mädchen verpetzen mussten, damit man auch Grund hatte mal wieder Jemanden zu verprügeln. Da blieb es nicht beim versohlen auf den Hintern. Es war egal was man traf und es war egal mit was man schlug. Ich habe habe irgendwann auf gehört zu zählen, wie viel Stöcke, Handfeger und sonstiges auf meinem Rücken kaputt gegangen sind.

Eine Erinnerung an so eine Prügelszene geht mir bis heute noch nicht aus dem Kopf.

Wir kamen von der Schule, aßen zu Mittag und danach mussten wir einen Kreis bilden. Ich muss noch dazu sagen, das wir von Nonnen erzogen wurden.

Die Nonne stellte sich in den Kreis, schaute uns nach der Reihe an und entschied sich für ein Mädchen das sie vom Stuhl zerrte und in die Mitte des Kreises riß. Dann schlug sie wie wild auf das Mädchen ein. Erst als das Mädchen sich kaum noch rühren konnte ließ sie von ihr ab und dann erlaubte sie den anderen Mädchen sich nochmals auf das fast bewusstlose Mädchen zu stürzen. An diesen Aktionen habe ich mich selbst nie beteiligt.

Danach wurde das Mädchen in einen anderen Raum geschleift und liegen gelassen.

Es geschah jeden Tag und wirklich wusste man nie wen es traf. Im übrigen gab es vier Erzieherinnen, zwei Kirchliche und zwei Weltliche und bei Eintritt auf unsere Station bekamen sie gleich einen Freibrief mit, mit uns machen zu können was sie wollten.

Ich kam in meinen Leben damals lange Jahre überhaupt nicht zurecht, aber ich habe trotzdem geschafft irgendwie mein Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

Wir Mädchen waren damals zwischen 6 und 14 Jahre alt. Ich war 8 Jahre alt als diese beschriebene Prügelszene statt fand. Und so könnte ich mich dran halten.


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25.03.2018 um 00:28
Eltern die kloppen sind meistens auch Eltern die gar nicht erklären und das ist zusätzlich schädlich. Was bringts ein Kind zur Ruhe zu bringen wenn es gar nicht begriffen hat wieso es ruhig sein soll und das nur aus rein praktischen Gründen tut weils keinen Schlag will?
Zumal solche Kinder autoritär erzogen werden. Die neigen dann, sofern beeinflussbar und Veränderungen wenig zugänglich, auch im Erwachsenenalter eher dazu dass Forderungen nicht rational begründet werden müssen. Persönlich kenne ichs auch nur so dass die lauten und schlechterzogenen Kinder die sind die auch geschlagen werden und denen nichts erklärt wird. Kann aber auch Zufall sein oder die Eltern fingen irgendwann zu schlagen an weil die Kinder nichts verstanden haben und sie überfordert waren, ich weiß nicht.

@Sharasa
Ich hab bisher auch nur Negatives von Nonnen gehört egal ob Gewalt oder Rassismus. Leider sind die für viele immer noch mit einem Nimbus umgeben und das Paradebeispiel eines anständigen Christen.
Und Heime sind sowieso immer schrecklich scheint es. Bei dem was ich alles hörte bin ich zu 99% sicher dass es zumindest vor noch 20 Jahren in ganz Deutschland nicht ein Heim gegeben hat in dem Misshandlung nicht an der Tagesordnung war. Wird nur nie angezeigt oder die Anzeigen verlaufen im Nichts weils Jahrzehnte später gemacht wurde usw.


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25.03.2018 um 15:02
Sixtus66 schrieb:Und Heime sind sowieso immer schrecklich scheint es. Bei dem was ich alles hörte bin ich zu 99% sicher dass es zumindest vor noch 20 Jahren in ganz Deutschland nicht ein Heim gegeben hat in dem Misshandlung nicht an der Tagesordnung war. Wird nur nie angezeigt oder die Anzeigen verlaufen im Nichts weils Jahrzehnte später gemacht wurde usw.
Ja leider stimmt das. Aber ich will nicht vom eigentlichen Thema ablenken.


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26.03.2018 um 06:17
Sharasa schrieb:und dann erlaubte sie den anderen Mädchen sich nochmals auf das fast bewusstlose Mädchen zu stürzen. An diesen Aktionen habe ich mich selbst nie beteiligt.
Es gibt so Momente, da wundert man sich nur noch.
Sharasa schrieb:An diesen Aktionen habe ich mich selbst nie beteiligt.
Mich wundert es, dass die anderen es taten.
Nicht nur, weil schlagen einfach scheiße ist, sondern auch, weil sie wussten, sie hätten da genauso liegen können, bei der sie das den anderen auch erlaubt hatte. Hatte eigentlich mehr Zusammenhalt erwartet und auch gewünscht. 30 Mädchen gegen eine Nonne.


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26.03.2018 um 15:10
@Sharasa

Religiöser Fanatismus, unterdrückte Sexualität und ausgelebter Sadismus gehören scheinbar länderübergreifend zu den Bestandteilen kirchlicher "erziehung". Meine Frau war in einem katholischen Internat in Nordirland und weiss auch von schrecklichen Ritualen, nicht nur zwischen den Folternonnen und den Schülerinnen, sondern auch von den Schülerinnen untereinander zu berichten. Gewalt und sexuelle Übergriffe werden von oben nach unten weiter gegeben. Darüber wird das Mäntelchen der christlichen Nächstenliebe gebreitet und das Gesetz des Schweigens.


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26.03.2018 um 18:58
Alphabetnkunst schrieb:Nicht nur, weil schlagen einfach scheiße ist, sondern auch, weil sie wussten, sie hätten da genauso liegen können, bei der sie das den anderen auch erlaubt hatte. Hatte eigentlich mehr Zusammenhalt erwartet und auch gewünscht. 30 Mädchen gegen eine Nonne.
So einfach ist das nicht. Wenn Du nur mit Strafen groß gezogen wirst, nicht denken darfst was Du möchtest, nur sprechen darfst wenn es erlaubt, kein selbstständiges handel. Alles wird dir vorgeschrieben, du darfst von dir aus nichts machen, Nicht, spielen, nicht, nicht trinken. Nicht mal selbstständig aufs Clo durften wir. Die Prügel waren schlimm, der seelische Missbrauch war schlimm und wie willst du dich als 6 7 8 jährige gegen einen Erwachsenen wehren. Wir wurden in Angst erzogen.
Als ich zum ersten mal meine Tage bekam war ich sehr erschrocken, denn aufgeklärt wurden wir auch nicht. Ich saß auf dem Clo und schrie um Hilfe, weil ich nicht wusste warum ich blute. Meine Aufklärung bestand darin, das ich vom Clo geprügelt wurde, danach eine Binde bekam mit der ich eine Woche aus zu kommen hatte und wehe es gelangte was in den Schlüpfer. Jeden Tag nur Prügel, das macht Dich fertig. Wir hatten gar keine Chance uns zu wehren. Zur Heimleitung die aus einem Priester bestand war ja selbst nicht besser und missbrauchte sogar kleine Jungen bei uns. Die Polizeistation die gegenüber fast von unserem lag war auch keine Hilfe. Eher im Gegenteil, die beteiligte sich sogar an dem Missbrauch. Und das Jugendamt? Ja die wussten davon und unternahmen nichts.

Jetzt stell Dir vor du bist 8 Jahre alt und genau in dieser Situation.


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26.03.2018 um 19:06
Doors schrieb:Religiöser Fanatismus, unterdrückte Sexualität und ausgelebter Sadismus gehören scheinbar länderübergreifend zu den Bestandteilen kirchlicher "erziehung". Meine Frau war in einem katholischen Internat in Nordirland und weiss auch von schrecklichen Ritualen, nicht nur zwischen den Folternonnen und den Schülerinnen, sondern auch von den Schülerinnen untereinander zu berichten. Gewalt und sexuelle Übergriffe werden von oben nach unten weiter gegeben. Darüber wird das Mäntelchen der christlichen Nächstenliebe gebreitet und das Gesetz des Schweigens.
Genau so ist das. Ich habe hier einen Thread eröffnet "Flash back" und man kann sich vielleicht vorstellen, das mich diese Bilder bis heute noch verfolgen und mich nicht schlafen lassen. Trotz so vieler Jahre die da zwischen liegen.


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26.03.2018 um 20:52
@Sharasa
Schlimm sowas.
Ich fühle mit dir und es tut mir einfach leid.
Und dieses “wegschauen“ macht mich einfach wütend.
Ich hasse nichts mehr als wenn Schwache unterdrückt und gepeinigt werden und das Verhalten der Polizei und des Jugendamtes macht mich einfach nur ratlos.
Sharasa schrieb:Jetzt stell Dir vor du bist 8 Jahre alt und genau in dieser Situation.
Genau das ist es ja. Die Vorstellung ist einfach hart.


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26.03.2018 um 21:32
Aber wir sollten wieder auf das ursprüngliche Thema zurück kommen. Weil meine Geschichte ist ein ganz anderer Teil Aber Danke für Euer Mitgefühl.


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26.03.2018 um 22:00
Ford schrieb am 16.03.2018:Und ich will keinesfalls die Schläge schönreden. Du musst aber verstehen, dass in Situationen wie dieser der eine Schlag nunmal eine Option für die Eltern war.
Sein Kind zu schlagen, bedeutet nichts anderes, als das man als Eltern versagt hat.

Aber ich gebe dir durchaus recht, wenn du anmerkst dass man einen Klaps auf den Po von "grün und blau schlagen" unterscheiden sollte.


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27.03.2018 um 02:31
ach ich hab auch paar Schläge auffem Hintern bekommen

würd ich bei meinen Kindern nicht machen, hat mich in meiner Entwicklung aber auch null beeinflusst. ist mir auch erst wieder eingefallen, als ich paar Sekunden lang nach dem Lesen der Threadüberschrift drüber nachdachte

elterliche Schläge, egal welcher Art, wünsche ich aber keinem Kind


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