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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

157 Beiträge, Schlüsselwörter: Bedürfnis, High, Rauschzustand

Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 16:06
@DieSache
DieSache schrieb:Kulturdroge auf "Neuzeit-Endverbraucher" und gut konditioniertem "Massenkonsument" trifft
Ja da geb ich dir Recht, es ist eigentlich an sich kein Problem, problematisch ist das Bewusstsein, diese Substanzen sind eben nicht "harmlos", man kann sich nicht halb 8 damit vor den Fernseher setzten und sie "wie eine Tüte Chips" konsumieren.


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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 16:22
Die rituelle Verwendung von bestimmten Pflanzen ist so alt wie die Menschheit selbst. Wer möchte einem Menschen die Existenz von X absprechen, wenn X nur von wenigen überhaupt erlebbar ist, ich geb mal ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: die Anderswelt lässt sich verschieden wahrnehmen, es ist vollkommen subjektiv, dies kann man nicht unbedingt "Rauschzustand" nennen, denn z.b. Reisen, man ist nicht betäubt oder ähnliches, man befindet sich in einer anderen Welt, sieht Dinge, hört Dinge aber man weiß, dass es nicht auf "dieser" Welt ist, obwohl sie dennoch integriert ist.
Es wird entschieden, dass dies krank ist, habe es schon oft erlebt, obwohl ich auch einfachere Reisen ohne Substanzen einzunehmen, durchführen kann.
Die Angst bestimmt die Gemüter, ich habe oft versucht es zu schildern, es ist subjektiv deshalb für andere schwer zu fassen, dass ist klar aber es wird abgeblockt und nicht anerkannt, es werden als Hirngespinste abgetan.


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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 16:23
Das Althippie-Geschwafel von der "bewusstseinserweiternden Wirkung" irgendwelcher chemischer Substanzen ist in meinen Ohren ungefähr so durchdacht und intelligent wie der T-Shirt-Spruch: "Dauernd besoffen ist auch ein geregeltes Leben".

Die Leute, mit denen ich Ende der 1960er legalisierte und illegalisierte Substanzen in munterer Folge konsumiert habe, und die, anders als ich, daraus nicht irgendwann rausgewachsen sind, sind heute entweder mausetot (besoffen gefahren, bekifft Bude angesteckt, unter LSD vorn Zug gelaufen, Suizid oder öder Krebs) bzw. gern gesehene Gäste in psychiatrischen Einrichtungen oder aber auf das Niveau eines Dreijährigen runterverblödet.

Drogen können aus Deinem Hirn nur rausholen, was drin ist, sagte Tim Leary sinngemäss in einem seiner Vorträge. Dumm nur, dass scheinbar bei vielen Chemiekonsumenten da nicht besonders viel drin zu sein scheint.


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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 16:44
@Doors
Doors schrieb: "bewusstseinserweiternden Wirkung" irgendwelcher chemischer Substanzen
Das ist so nicht richtig, der Umgang damit erzeugt die entsprechende Wirkung, "bewusstseinserweiternd" klingt subjektiv, wer entscheidet denn welches Bewusstsein erweitert oder beschränkt ist?
Alles in dieser Richtung wird medial verteufelt, während munter weiter legale Psychostimulanzien ohne Bewusstsein geschluckt werden. Paradox?
Doors schrieb:Drogen können aus Deinem Hirn nur rausholen, was drin ist, sagte Tim Leary
Zt richtig, einige, wie LSD, haben auch eine anregende Wirkung auf das Gehirn, z.b. wird LSD(eine Sonderform mit Br) beim Clusterkopfschmerz getestet, wo sonst nur reiner Sauerstoff bedingt hilft, blässt LSD den Schmerz wie weg, die Sonderform mit Br hat auch keine psychoaktive Wirkung mehr, dennoch wird es nicht zugelassen.
Dann können Subtanzen auch "Bausteine" liefern nehmen wir z.b. DMT, schon in alten Zeremonien wurden Pflanzen beschrieben, die DMT enthalten, gerade in Amerika(Nord und Süd) gibt es eine Menge Pflanzen die kulturell genutzt wurden/werden die Bekannteste stellt hier Ayahuasca dar.
DMT wird schon lange erforscht, es soll z.b. den Wachzustand eines Menschen beeinflussen, sie verabreichten dabei die ungefähren Dosen, wie sie alte indigene Kulturen in ihren Zeremonien verwendeten und stellten dabei fest, dass der Probant (bei einer bestimmte Dosis) in einen "Überwachzustand" gelangt, der Probant nahm dann Dinge war, die im normalen Zustand(80%) nicht zu fassen waren. Das Interessanteste fand ich allerdings den Zusammenhang, dass ein Probant Raumschiffinsassen sah(also die bekannte Entführungsgeschichte), nun muss man wissen das DMT auch von unserem Gehirn selbst produziert wird.


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DieSache
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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:04
Der Wirkstoff pflanzlicher Drogen ist ja per se auch noch nicht schlimm, wenn wie im angestammten Kulturkreis jeweils damit verfahren wird.

Problematischer wirds bei den Substanzen, die eine Küche durchlaufen haben und meist nichtsmehr damit zu tun haben, wofür die Rohstoffe einst angedacht waren!

Rausch um eine Bewusstseinsverändernde und teils heilende Wirkung zu erzielen war den frühen Völkern schon bekannt und finden sich zu Hauf in den Überlieferungen der schamanistisch geprägten Kulturen.

Unser westlicher Umgang mit dem ganzen Zeuch ist aber ein völlig anderer, mit anderen Beweggründen und Mengen die wir zu uns zu nehmen bereit sind!


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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:10
@DieSache

Ich weiss ja nicht, wie das bei Euch in der Region ist - aber hier bei uns oben im Norden hat man den Schamanismus schon weitestgehend überwunden. Hier geht man zum Arzt, zum Psychologen oder zum Trendforscher.

Wenn sich der Jemenit Khat in die Birne zieht, der Mescalero Mescalin oder der Bayer Bier, dann mag die Droge zwar in jeweilige kulturelle Rituale (Mittagspause, Initiationsritus, Oktoberfest) eingebunden sein - aber sympathisch machte es mir den Rauschzustand auch nicht.

Ich hatte nie den Eindruck, dass Bier, Rotwein, Cannabis, allerlei wunderliche Pillen, LSD oder Kokain mir nun sonderlich wichtige Erkenntnisse über mein tiefstes innerstes Selbst gebracht hätten. Maximal Kotzflecken auf dem Teppich, Kopfschmerzen, räumliche Desorientierung oder Nasejucken.


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DieSache
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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:16
@Doors

sag ich doch, der Umgang ists, der den Unterschied macht, das Zeug ist einfach nicht gedacht dass man sich völlig aus der Umlaufbahn der eigenen Realität nur zum Spaß/Vergnügen schießt, deswegen nenn ich die Substanzen auch Kulturdrogen, weil das meiste pflanzlich und tierische Toxin zu einer rituellen kulturellen Tradition gehört und der Mensch von heute das nichtmehr sieht...


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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:19
@DieSache

Das heisst, ich muss mir das ganze Brimborium altgriechischer Bacchanale gönnen, nur weil ich ein Glas Wein trinken will? Ach du scheisse, wer soll das dann morgens alles wieder wegräumen?


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DieSache
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28.11.2012 um 17:21
@Doors

ok, ich Frau du Mann!

Dass das zu Verständigungsschwierigkeiten führt kann nur biologisch logisch sein...


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DieSache
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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:23
@Doors

also wenn du von einem Glas schon knülle wärst, würde ich lieber die Finger vom Vergohrenen lassen!

Mir gehts nicht nur um die Frage Konsumieren ja/nein, sondern auch um die Frage wie und wozu will man nen Rausch und wie dosiert darf der sein!


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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:25
@DieSache
DieSache schrieb:Unser westlicher Umgang mit dem ganzen Zeuch ist aber ein völlig anderer, mit anderen Beweggründen und Mengen die wir zu uns zu nehmen bereit sind!
Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Wie verschoben eigentlich die gesamte Wahrnehmung ist sehen wir auch am Thema 2012, da wurde und wird aus Halbwahrheiten eine Geschichte konstruiert, die so nichts mit der "Realität" zu tun hat/te. Deshalb würde ich auch erstmal alles mit Vorsicht "genießen", was in dem zusammenhang öffentlich diskutiert wird.
@Doors
Doors schrieb:Wenn sich der Jemenit Khat in die Birne zieht, der Mescalero Mescalin oder der Bayer Bier, dann mag die Droge zwar in jeweilige kulturelle Rituale (Mittagspause, Initiationsritus, Oktoberfest) eingebunden sein - aber sympathisch machte es mir den Rauschzustand auch nicht.
Den Initationsritus habe ich komplett anders erfahren, eine Reinigung, sowas passiert nicht innerhalb von 2 h auf der versifften Couch, es bedarf z.b. einen erfahrenen Schamanen, der leitet, es spielen viele Faktoren eine Rolle, beispielsweise Lebensmittel, sexuelle Enthaltsamkeit, verzicht auf Rauschmittel usw. Die öffentlichen Meinungen in Hinsicht auf dieses Thema sind so vorurteilsbehaftet, da liest man in Zeitungen von Rauschgelagen .Wer sich damit ernsthaft auseinandersetzt erhält eine andere Sichtweise auf das Thema. zB Schamanen kommen es nicht mit dem Konsum einer Substanz sondern der Mensch erfährt es in seinem Leben, es ist eben eine Art Religion und sie stützt sich auf Erlebnisse, mögen sie noch so subjektiv gewesen sein.


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28.11.2012 um 17:26
@DieSache

Hierzulande ballern sich die meisten doch nur zu, weil sie sich selbst nicht ertragen.


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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:30
@Doors
Das ist kein lokales Phänomen, wie auch es ist erstmal verlockender 2 Bier zu trinken, anstatt sich 2 h mal Gedanken über das Leben zu machen.


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DieSache
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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:30
@Doors

gibts nicht nur hierzulande, mir fallen da ein paar Länder ein, die auf eine traurige Geschichte blicken, dass sich Menschen sinnlos zuballern...

Hab schonmal erwähnt "Fluchträusche" sind keine gute Wahl!


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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:34
@DieSache
DieSache schrieb:Hab schonmal erwähnt "Fluchträusche" sind keine gute Wahl!
Richtig, etwas Verdrängtes kommt so oder so immer wieder ins Bewusstsein zurück, es ist auch lebensfremd, wir leben hier ein paar Jahre auf der Erde betäuben uns dennoch mit Drogen, um nicht alles verarbeiten zu müssen.


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28.11.2012 um 17:34
@DieSache

Alkohol war eine mächtige Waffe bei der Ausrottung indigener Kulturen in Nordamerika.


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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:37
@Doors
Hui das klingt ja wie als wenn du alle zusammen genommen hast :D
Also deine Erfahrungen und deine Meinung (auch im Bezug auf Althipies) teile ich nur zum Teil und sehr eingeschränkt. Ich als Bio-Drogi und Neohippie habe sehr angenehme und wirklich auch "erweiternde" Erfahrungen sammeln können, dabei war mir der Rausch weniger wichtig, auch keine Realitätsflucht, reine Neugierde und veränderte, intensivere Sinneswahrnehmung, auch eine fast völlige Veränderung des Zeitgefühls. Mich hat es in vielen Punkten kreativ und emotional stimuliert und konnte sogar etwas verbinden was mir vorher unbekannt war als Kombination, die Ratio und Fantasie können bei vollem Bewusstsein verschmelzen und diese Erfahrungen würde ich mal (völlig frei von religiösen quatsch) als spirituell betrachten, ich habe diese Erfahrungen genossen, ohne Übelkeit und Kotzflecken (die ich eh nur beim Alk bekomme). Natürlich braucht man das alles nicht, doch für die aufgeschlossenen Geister dieser Welt die gern mal mit ihrer Wahrnehmung und Fantasie spielen und etwas auf innere, psychonautische Reise gehen wollen, denen gönn ich das. Alle die das als Partydroge verstehen, nun ja denen gönn ich den Kotzfleck und den Brummschädel, ja selbst den Seelenklempner :D

Ich bin gern ein Psychonaut, doch neben Pilzen, THC, LSD und DMT mag ich die körpereigene Drogenproduktion, Meditation oder gewisse Tätigkeiten die Serotonin, Adrenalin und Dopamin frei setzen mag ich auch. Also nich alles is Althippiequatsch, auch wenn mir Hippies schon immer angenehme Zeitgenossen waren, selbst wenn die mal "erweiternden" Quatsch verbreiten, immerhin kann aus "Erweiterung" auch Erheiterung werden ;)

Aber bei den chemischen Mischmasch made in Ostblock da stimm ich zu, da ist der Verzicht deutlich empfehlenswerter!
Doors schrieb:Alkohol war eine mächtige Waffe bei der Ausrottung indigener Kulturen in Nordamerika.
Word und Signed!

@jayjaypg
Was ist dir wichtiger, Rausch oder Wahrnehmungsveränderung/Bewusstseinserweiterung oder einfach Erheiterung?


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DieSache
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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:37
@Doors

wobei ich da annehme, autsch sie hohlt aus!

Also ich nehme an, dass es bei der Geschichte mit den Rauschmitteln ähnlich verhält wie beim Müll, es wird das Anderen angedreht, was man selbst als Gefahr erkannt hat, aber solange es Devisen bringt und nen Sinn macht wirds jemand anderem angedreht, hauptsache es springt zum eigenen Vorteil was raus!


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Bedürfnis nach einem Rauschzustand

28.11.2012 um 17:38
@cRAwler23

Gekifft habe ich zum ersten Mal mit ca. 13, mein letztes Glas Alkohol trank ich 1984. Nichts davon fand ich wirklich so toll, dass ich hätte dabei bleiben wollen.


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jayjaypg
Diskussionsleiter
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28.11.2012 um 17:40
@cRAwler23
Wahrnehmungsveränderung.


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