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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

317 Beiträge, Schlüsselwörter: Wohnungsnot, Mietwucher, Wohnraumspekulation

Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 13:29
Doors schrieb:wenn Du eine Wohnung hast, die nach Ansicht des Leistungsträgers zu gross bzw. zu teuer ist, kannst Du natürlich den Mietanteil über der Höchstgrenze selbst aufbringen, sofern das von den Bezügen möglich ist.
Willst Du aber in eine neue Wohnung umziehen, die zwar kleiner ist und billiger als die bisherige, stellt sich das Sozialzentrum bei einem Quadratmeter zuviel Fläche oder einem Euro zuviel Miete gern mal quer und lehnt Dein Ansinnen ab. Aber meines Wissens laufen da gerade ein paar Prozesse, die Folgen für die Leistungsträger haben werden.
Bei mir waren das knapp 50€, die ich dann selber gezahlt habe. Ging auch nur, da ich in dieser Zeit wirkl konsequent zur Tafel gegangen bin. Dadurch konnte ich das Geld dann einsparen. Zum Glück sind diese Zeiten aber lange vorbei.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 13:30
@Doors
@Zerina
Da wird ja Regelmäßig geklagt, weil die Berechnungen oft an der Realität vorbei gehen... in den meisten Fällen gewinnt man wohl sogar. Man kann jemandem schlecht auf die Straße setzen - wenn schlicht keine passende Alternative da ist, so zumindest sieht man es bei den Gerichten.
kleinundgrün schrieb:Das wäre die erste Frage, wer "man" ist. Das ist ja alles privatisiert, wo sollen da die Anreize her kommen, Bus- oder S-Bahn-Linien auszubauen, mit denen nur wenige Menschen fahren.
Auch ein großer Fehler. Infrastruktur gehört nicht in private Hände.
Manchmal muss man eben auch Orte bedienen, an denen es sich nicht lohnt. Und manchmal muss man eben auch "das Ei selbst legen".


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 13:38
@Negev

Seit 1994 wird versucht, die Deutsche Bahn börsenreif zu machen. Damit die Braut hübsch ist, wird vorne das Kleid aufgearbeitet - was man dafür an Stoff braucht, wird halt hinten weggenommen.

Egal, ob Bahn, Post, Krankenhaus, Wasserversorgung, Energieversorgung, Müllabfuhr, Rettungsdienste etc. - der Privatisierungswahn, den wir, unabhängig ob CDU, SPD, FDP, Grüne regieren, seit damals erleben, scheint ungebrochen. Die Privaten können ja angeblich alles billiger, schneller, besser als der blöde Staat.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 13:41
Negev schrieb:Da wird ja Regelmäßig geklagt, weil die Berechnungen oft an der Realität vorbei gehen... in den meisten Fällen gewinnt man wohl sogar
Das Dumme ist nur, dass die wenigsten Betroffenen den Mut haben, gegen "das Amt" vorzugehen. Da werden die grässlichsten und falschesten Bescheide erst mal so hingenommen. Kommt ja "von oben" und wird schon stimmen. Stimmt aber nicht - und klagen lohnt sich fast immer. Das ist jedenfalls meine Erfahrung mit ALG-II-Empfängern.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 13:45
Doors schrieb:Die Privaten können ja angeblich alles billiger, schneller, besser als der blöde Staat.
Der Witz ist, Die privaten können alles billiger. UND sie können ihren Investoren oft noch fette Renditen auszahlen. Wo gespart wird, brauch ich aber nimmer zu erzählen?!

Der Bürger ist doppelt gestraft. Schlechte Leistungen und Lohnspirale nach unten.
Doors schrieb:Das ist jedenfalls meine Erfahrung mit ALG-II-Empfängern.
Wenn man um Almosen auch noch streiten muss...


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02.04.2019 um 14:26
Negev schrieb:Dann muss man eben doch mal Strukturen aufbauen. ÖPNV ausbauen. Zum Teufel mit der Schwarzen Null. Das ist ein großer Schwachsinn, der nur wieder die Gläubiger bedient und die Gesellschaft wird ausgeblutet.
Da hat einer aber nicht aufgepasst in der Schule... die Schwarze 0 treibt die Rendite für Staatsanleihen nach unten und tut den Gläubigern ziehmlich weh.
kleinundgrün schrieb:Das wäre die erste Frage, wer "man" ist. Das ist ja alles privatisiert, wo sollen da die Anreize her kommen, Bus- oder S-Bahn-Linien auszubauen, mit denen nur wenige Menschen fahren.
Ist es das den überhaupt sinnvoll? oder wäre nicht ein Klein Bus der 2 mal am Tag in die nächste Stadt fährt besser?


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 15:00
Negev schrieb:Auch ein großer Fehler. Infrastruktur gehört nicht in private Hände.
Das kann man gut vertreten.
Negev schrieb:Der Witz ist, Die privaten können alles billiger. UND sie können ihren Investoren oft noch fette Renditen auszahlen. Wo gespart wird, brauch ich aber nimmer zu erzählen?!
Na ja, das ist etwas kurz betrachtet. Einsparpotential ergibt sich auch aus einer besseren Effizienz heraus - und gerade das wird bei Behörden nicht belohnt und damit wird es kaum gelebt.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 15:03
Bonobobob schrieb:Ist es das den überhaupt sinnvoll? oder wäre nicht ein Klein Bus der 2 mal am Tag in die nächste Stadt fährt besser?
Eine lange Taktung macht das ganze schon nicht mehr attraktiv. Und umsteigen auch nicht - vor allem bei langer Taktung. Da kommen nämlich schnell Stunden an effektiver Fahrzeit für vergleichsweise kurze Strecken heraus. So fährt erst recht keiner mit den Öffentlichen.
Die Menschen haben sich durch den Individualverkehr an Flexibilität und Komfort gewöhnt. Das geben sie nicht gerne auf, vor allem nicht, wenn die Einbußen so groß sind.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 15:09
Bonobobob schrieb:Da hat einer aber nicht aufgepasst in der Schule... die Schwarze 0 treibt die Rendite für Staatsanleihen nach unten und tut den Gläubigern ziehmlich weh.
Wer spricht vom klassischen Sparen bzw. von Staatsanleihen?
Bonobobob schrieb:Ist es das den überhaupt sinnvoll? oder wäre nicht ein Klein Bus der 2 mal am Tag in die nächste Stadt fährt besser?
Dann frag dich doch selber mal, ob du in einem Ort leben willst, indem nur alle zwei Tage ein Bus in die Stadt fährt. Zudem ist diese Taktung eher schlecht für Pendler.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 15:21
Bonobobob schrieb:Ist es das den überhaupt sinnvoll? oder wäre nicht ein Klein Bus der 2 mal am Tag in die nächste Stadt fährt besser?
In den meisten dörfern hier fahren busse aktuell 2mal am tag. Meistens morgens und mittags. Hier nennt sich das schulbus und die zeiten sind natürlich nicht mit normalen arbeitszeiten zu vereinbaren. 3mal täglich wäre das mindeste und selbst das ist alles andere als optimal.
Negev schrieb:Dann frag dich doch selber mal, ob du in einem Ort leben willst
Ich frage mich die ganze zeit, ob ich für ein monatsticket mal eben 100€ und mehr ausgeben möchte und permanent früher aufstehen möchte, gleichzeitig nichts mehr fussläufig erreichen kann, nur, damit ich der höheren miete in der stadt entkomme :D Zuviele nachteile, zu wenig vorteile. Wo ist der anreiz nicht in der stadt zu leben selbst mit gut ausgebauten öffentlichen? Die miete kann es nicht sein, fahrbares umland in großstädten ist auch nicht unbedingt günstiger und 3h und mehr einfache strecke täglich zu pendeln wohl auch nicht drin. Jobs sind mangelware. Was sollte mich aus der stadt ziehen?


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 15:27
Bonobobob schrieb:Ist es das den überhaupt sinnvoll? oder wäre nicht ein Klein Bus der 2 mal am Tag in die nächste Stadt fährt besser?
Und dann verpasst du einen der Busse und darfst dir ein sau teures Taxi zur Arbeit bestellen...


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 15:29
gastric schrieb:Was sollte mich aus der stadt ziehen?
Ein Nettolohn von 1200 € und 800 € Miete :D?!

Wenn du überhaupt noch wohnen darfst... aber gut, der Markt ist ja nicht überall so heiß. "Nur" in den bekannten Großstädten...


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 15:48
@Negev
Unabhängig von der höhe der miete kann ich nur meine gegend wiederspiegeln. Hier habe ich schon das problem, dass das umland gar nicht genug wohnraum bietet. Ich fürchte im münchner umland sieht die lage nicht besser aus. Zu wenig wohnraum im ländlichen bereich und die mieten sind auch dort nicht rosig, bzw nicht rosig genug, um die fahrtkosten auszugleichen. Ob ich nun 100€ mehr miete zahle oder 100€ für bus/bahn/sprit ändert ja nun leider nichts.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 15:55
kleinundgrün schrieb:Eine lange Taktung macht das ganze schon nicht mehr attraktiv. Und umsteigen auch nicht - vor allem bei langer Taktung. Da kommen nämlich schnell Stunden an effektiver Fahrzeit für vergleichsweise kurze Strecken heraus. So fährt erst recht keiner mit den Öffentlichen.
Öffentliche sind halt nicht immer die beste Lösung.
Nerok schrieb:Und dann verpasst du einen der Busse und darfst dir ein sau teures Taxi zur Arbeit bestellen...
Der Private verkehr ist für sowas halt besser. am besten bis zu einem Parkplatz an der S-Bahn Haltestelle.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 16:19
Areela schrieb am 19.03.2019:Habe ebenfalls alleinerziehend mit Kind eine Wohnung gesucht... Wollte wieder arbeiten... War nicht sehr witzig und auch nicht erfolgreich.
Das ist in meinen Augen ein echter Skandal und ständig so, vor allem auch hier, in der Gegend, in der ich wohne!
Alleinerziehende, Rentner, Leute, die hart arbeiten aber kein Managergehalt beziehen - all diese Gruppen können sehen, wo sie bei der Wohnungssuche bleiben.
Hier werden richtige "Bewerbungsmappen" erwartet, da muss dann selbstverständlich Schufa, letzter Gehaltscheck und auch noch eine Versicherung, dass man nie nie nie schwanger zu werden gedenkt enthalten sein ... echt, wenn es nicht so traurig wäre, wäre es fast witzig.

Hier sind auch regelmäßig Berichte in der Zeitung, über Menschen, die verzweifelt eine Bleibe suchen .. manchmal findet sich dann noch ein "Vermieter mit Herz".

Es bräuchte mehr sozialen Wohnungsbau, fernab der Spekulationsgeschäfte.


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02.04.2019 um 17:13
Zerina schrieb:Hatte ich auch. Ganz einfach, weil ich vorher ganz normal über einen langen Zeitraum verdient habe. Die Miete wurde dann, als ich in ALG2 gerutscht bin natürlich nicht vom Amt voll übernommen, weil die Wohnung zu gross war. Ich habe den Anteil dann selber bezahlt, denn etwas "passendes" zu finden außerhalb des hiesigen sozialen Brennpunktes war schlicht u einfach unmöglich.
Dann hast Du Deine Ersparnisse dafür anknabbern müssen. Das ist bitter.

Es ist interessant zu erfahren, wie Menschen um ihr wirtschaftliches Überleben kämpfen müssen. Denn das mit den Richtwerten ist unlogisch und unsozial.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 17:26
Alicet schrieb:Es bräuchte mehr sozialen Wohnungsbau, fernab der Spekulationsgeschäfte.
Genau das würde den Wohnungsmarkt entspannen, weil es Wohnraum zumindest zu einem Teil aus der Spekulationsproblematik heraus nimmt.
Aber das ist teuer und die Kommunen haben das Geld in aller Regel nicht. Viele haben in der Vergangenheit genau das Gegenteil gemacht, das jetzt zurück zu kaufen, ist zumindest wirtschaftlich betrachtet unklug. Da haben einige das schnelle Geld gesehen, um ihren maroden Haushalt aufzubessern, und nun sind die Tatsachen wie sie sind.
Alicet schrieb:manchmal findet sich dann noch ein "Vermieter mit Herz"
Manchmal hilft es, so zu annoncieren. Es gibt schon Vermieter, die nicht auf das Geld angewiesen sind und da auch mal Risiken ein gehen. Einfach weil sie nette Leute sind.
Aber die meisten wollen mit der Wohnung keine Miese machen, weil sie selbst ein Darlehen bedienen müssen und sich die Wohnung gerade so leisten können. Oder sie wollen einfach das Maximum an Ertrag heraus holen, das trifft dann eben eher auf Spekulationsobjekte zu.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 17:53
Noch ein paar neue Gedanken:

(a) Das Problem ist schon auch die Urbanisierung => die Stadt ist gerade in der Hochkonjunktur ein Platz, wo der Arbeits-
markt fast alle willigen Arbeiter absorbiert, auch wenn sie kein oder schlecht Deutsch sprechen. Viele Jobs gibt es auch
nur in Städten von gewissen Größen, was die Akademiker davon abhält, aufs Land zu ziehen. Auch die Industrie siedelt
sich halt da da, wo es Infrastruktur gibt - warum produziert Daimler im Großraum Stuttgart und nicht irgendwo im
Hundsrück? Klar ... die wollen Auswahl an Arbeitern haben, die Infrastruktur muss stimmen und Stuttgart ist für die
Ingenieure sicher attraktiver als ein ländlicher Raum.

(b) 2015 wurde das Problem durch den Zuzug nochmals verschärft. Auch EU Zuzug konzentriert sich erstmal auf die
großen Städte, weil es da für jeden erst mal unbegrenzt Jobmöglichkeiten gibt, man als Minderheit Anschluss an die
eigene Minderheit findet, etc. etc.

(c) Wenn man an 2000 und so denkt - da gab es z.B. in Berlin viel zu viele Wohnungen. Da wurden Leute ja per Prämie oder
Mietreduzierungen davon abgehalten, auszuziehen. Das war eine Zeit, wo man sich -theoretisch- hätte eine Wohnung
finanzieren können, allerdings waren die Zinsen recht hoch. Es lohnte sich damals mehr zu Mieten als zu Kaufen. Es gab
auch Hochrechnungen, dass mehr und mehr Wohnungen leer stehen würden, Deutschland komplett veraltern ... das hat
viele Investoren abgeschreckt. Es gab ja sogar Rückbau ... das fehlt heute.

(d) Der soziale Wohnungsbau wurde auch zurückgefahren. Bei uns in der Gegend wurden ganze Blocks privatisiert und billig
verkauft.

(e) Die Gesetzeslage wurde so angepasst, dass für private Vermieter ein großes Risiko entstand - säumige Mieter
loszuwerden, wurde ein Problem (war es das vorher schon?) - auf jeden Fall wurde publik, dass sich Vermieten nicht
lohnt. Wenn es sich lohnt, dann eher im HighEnd Bereich - der Chefarzt auf der Karriereleiter wird seine Mieter viel
wahrscheinlicher bezahlen als die alleinerziehnde Spielhallenaufsicht, die jeden Monat kämpft, alles zu bezahlen. Ergo:
Der Markt zielt auf Randgruppen gar nicht mehr ab.

(f) Es gibt den Trend zu viel Wohnraum ... d.h. ins Einfamilienhaus von Familie Maier wurde keine Teilungsoption mehr
eingeplant - man baut groß, offen und lebt auch im Alter so, wenn man alleine oder zu zweit ist. Paare ohne Kinder
auf 150qm werden nicht mehr als "verschwenderisch" wahrgenommen, auch wird heute als "normal" empfunden, wenn
eine Person alleine in einer Drei- oder Vierzimmerwohnung lebt Wir wohnen zu fünft auf 130qm mit einem Partyraum
im Keller, finden Leute "klein". Ein Kind hat ein 12qm Kinderzimmer, da kommentieren auch andere Kinder "wie klein".
Das hat sich schon sehr verschoben ....

(g) Es gibt zunehmend mehr kleine Haushalte, Singlehaushalte. Singles mit Geld leben aber gerne in 3-4 Zimmerwohnungen.
Paare auch mal ein einem Einfamilienhaus. Oder einem Zweifamilienhaus. Das braucht Platz. Den gibts nicht überall.
Unsere Ortschaft hat immer konstante Einwohnerzahlen - aber schon das zweite Neubaugebiet. Vermutlich genau
deshalb.

(h) Wahrscheinlich spielt es auch eine (kleine) Rolle, dass der Arbeitsmarkt mehr Flexibilität verlangt ... Und das Pendeln ist
heute ziemlich unattraktiv: Züge sind dreckig, überfüllt und unzuverlässig. Die Autobahn ist voll. Teuer ist es außerdem.
So ballt sich wieder alles ....

(i) Die Bebauungspläne sehen eine Nachverdichtung gar nicht vor. Bei uns gibt es ein (relativ altes) Wohngebiet - als eine
Hochschule aufmachte, haben findige Rentner schon ihren Gartenschuppen aus dem 50ern zum tiny house umgebaut
und an Studenten vermietet - das geht aber nur in dem Gebiet. Ich -drei Straßen weiter, gleiches Grundstück - würde
gar nie eine Baugenehmigung bekommen.

(j) Der Markt ist so heißgelaufen ... Wir haben in den letzten Jahren viel renoviert. Bei einem neuen Bad, ohne viel Luxus
bist du, wenn es der Fachbetrieb macht, mit 10.000€ dabei. Das ist erst mal eine Hausnummer ... Das musst du als
Vermieter praktisch vorstrecken und dann erst mal wieder über die Miete reinwirtschaften. Dann nun die Nummer mit
der Grundererwerbssteuer ....

(k) Der Steuersatz: Mieteinnahmen werden immer nach deinem individuellen Steuersatz versteuert, Aktien nach einem
einheitlichen (z.B. Spekulationsgewinne) ....


Fazit: Es könnte politisch schon eniges dafür getan werden, dass sich der Wohnungsmarkt wieder entspannt. Auch über eine Nachverdichtung könnte nachgedacht werden. Man könnte auch "verrückte" Konzepte probieren .... Mit steigender Bevölkerung wird eben auch Wohnraum ein wertvolles Gut.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 18:39
Alicet schrieb:Das ist in meinen Augen ein echter Skandal und ständig so, vor allem auch hier, in der Gegend, in der ich wohne!
Alleinerziehende, Rentner, Leute, die hart arbeiten aber kein Managergehalt beziehen - all diese Gruppen können sehen, wo sie bei der Wohnungssuche bleiben.
Aber die Leute haben doch selbst die Parteien gewählt die an dem Problem schuld sind.
Alicet schrieb:Es bräuchte mehr sozialen Wohnungsbau, fernab der Spekulationsgeschäfte.
Aber das ist doch schlecht für die Umwelt!
kleinundgrün schrieb:Genau das würde den Wohnungsmarkt entspannen, weil es Wohnraum zumindest zu einem Teil aus der Spekulationsproblematik heraus nimmt.
Welche Spekulationsproblematik?Wie viele Wohnungen stehen den aus Spekulationsgründen leer?
Höhere Preise heißt das mehr gebaut wird, jedenfalls solange überregulierung das Neubauen nicht so gut wie unmöglich macht.
kleinundgrün schrieb:Da haben einige das schnelle Geld gesehen, um ihren maroden Haushalt aufzubessern, und nun sind die Tatsachen wie sie sind.
Die käufer haben die Wohnungen abgerissen?
missmary schrieb:(k) Der Steuersatz: Mieteinnahmen werden immer nach deinem individuellen Steuersatz versteuert, Aktien nach einem
Da kannste durchaus was machen, lohnt sich nur halt nicht bei einer Wohnung.


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Wohnungsnot wegen zu hoher Mieten

02.04.2019 um 19:13
kleinundgrün schrieb:Aber die meisten wollen mit der Wohnung keine Miese machen, weil sie selbst ein Darlehen bedienen müssen und sich die Wohnung gerade so leisten können. Oder sie wollen einfach das Maximum an Ertrag heraus holen, das trifft dann eben eher auf Spekulationsobjekte zu.
Man muss doch kein Wohltäter sein, um eine Wohnung zu Selbstkosten + kleine Rendite zu vermieten. Wenn man ein Arsch ist, holt man das Maximum an Rendite raus, was erlaubt ist - und gibt nichts davon zurück (in Form von Investitionen, Instandhaltung). Im Gegenzug glaube ich nicht, das die Gefahr überproportional groß ist, das mir ein Mieter die Wohnung auseinander nimmt. Das sind doch alles Einzelfälle.

Aber ich verstehe schon. Wenn man die Auswahl zwischen 20, 50 Bewerber hat - warum soll ich mir gerade den heraussuchen, von dem ich glaube, das er Risiken mit sich bringt?

Und irgendeine traurige Geschichte hat jeder auf Lager...


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