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Mann am Sterbebett

246 Beiträge, Schlüsselwörter: Sterbebett

Mann am Sterbebett

25.11.2008 um 23:41
Hallo,

lang hab ich überlegt, ob ich das schreiben soll, aber das Thema beschäftigt mich doch immer wieder und ich bin eh grad fleißig am Probleme aufarbeiten.

Als mein Opa im sterben lag (er starb zu Hause), sagte er zum Schluss immer es stünde ein Mann an seinem Fussende und wolle ihn abholen. Angst hatte er keine. Süß war, dass der Mann angeblich eine blaue Strickjacke trug, die Hände in den Hosentaschen hatte und lächelte und sonst nichts tat.
Wenn wir fragten: "Steht er jetzt hier?" und er nickte, da wedelten wir wie wild mit den Armen und fragten: "Was passiert jetzt?" Er zuckte nur mit den Schultern und sagte, dass er immer noch da steht und dass wir durch ihn durchwedeln und er ihn weiter anschaut.
Er kannte ihn nicht. Es war ein Fremder. Gesprochen hat er nicht. Und manchmal war er auch nicht da.

Meine ernsthafte Frage:
Kann man sich aus lauter Hoffnung solch ein Bild erschaffen, damit das Sterben leichter wird?

Ich hatte das Gefühl mein Opa war glücklich, dass ihn jemand "holen und begleiten wollte" und es hat ihm geholfen.
Uns war es unheimlich.

Mein Opa war zeitlebens ein Mann, der mit beiden beiden auf dem Boden Stand und hätte bei dieser Erzählung nur gesagt: "Was ein Quatsch! Alles Einbildung, das gibt es doch nicht."
Das macht die Sache etwas kompliziert.

Er hatte keinen Schlaganfall, keine Demenz, eigentlich ansonsten keine Halluzis, nur eben ein Alter von fast 90. Die Zeit war eben da und fertig.

Was ist das also. Ein Wunschbild, ein Trugbild oder etwas echtes?


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Mann am Sterbebett

25.11.2008 um 23:45
Es kam ein " Verwandter" ..um ihn rüber zu begleiten....das ist das was ich glaube


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Mann am Sterbebett

25.11.2008 um 23:45
Erst mal mein herzliches Beileid!

Meine Mutter ist auch erst vor 3 Monaten, im Alter von 42 Jahren, verstorben!

Ich denke das es Einbildungen sind die das sterben ertäglicher machen sollen!

Nach dem Motto ''Diese nette Person wird mich auf den Weg in die neue Welt begleiten''


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 00:12
@Tut_ankh_aton
hm, das hab ich auch schon überlegt (ernsthaft), aber dann hätte er ihn doch erkannt, oder meinst Du ein noch älterer Vorfahr?
Meine Mutter glaubt ja fest daran, dass das sein Schutzengel war, (eigentlich auch ansonsten Realistin) Auch ein schöner Gedanke. Aber mit blauer Strickjacke?

@klimasch-utz
Danke
für Deine Mamma war es wohl sehr früh. Auch ein herzliches Beileid.

ich finde das so interessant, weil sonst immer alle was von einem Licht erzählen, aber der Mann, der ein paar Wochen vorher immer iweder auftaucht, das hab ich nur von meinem Opa bis jetzt gehört.
Würde mich interessieren, ob sowas öfter vorkommt und wie das Psychologen erklären würden.


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 07:55
Mahlzeit zusammen.
Auch von mir ersdtmal herzliches Beileid.
Psychologe bin ich keiner (worüber ich auch relativ froh bin), aber einen Erklärungsansatz hätte ich:
Wenn sich der zustand eines Menschen immer weiter verschlechtert beginnt der Körper eine art "Notfallprogramm" zu starten. Das besteht beispielsweise aus dem ausschütten körpereigener Drogenstoffe.
Das Gehirn an sich wird bei diesem Prozess "benebelt".
Das klingt jetzt erstmal nüchtern und nicht wirklich so schön wie die Vorstellung vom netten Freund aus dem Jenseits, ist auf den zweiten Blick aber doch ne ganz nette Vorstellung, weil eben diese chemischen Prozesse deinem Großvater all seine Schmerzen nehmen und ihm die Möglichkeit lassen sich mehr oder minder bewusst vom leben zu verabschieden.
Der Mann der dort stand war wahrscheinlich eine Einbildung resultierent aus dem inneren Todeskampf, den Menschen nunmal leider führen müssen, bevor sie versterben.


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cydonia
ehemaliges Mitglied

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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 13:52
Mein Herzliches Beileid an euch beide...ist schon Traurig soetwas zu hören -.-

Kurz vor dem Tod Sterben die Gehirnzellen ab und hören auf zu arbeiten. Ich denke er hatte einfach nur Haluziniert...das trift mich auch weil ich auch einen Opa habe und gar nicht an soetwas denken mag...


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 13:57
Auch von mir Herzliches Beileid an Euch beide.

Also ich glaube nicht an die Halluz-These. Für mich ist das Bild (oder die Person) die dein Opa vor Augen hatte zu konstant für eine Halluzination. Wer halluziniert befindet sich doch i.d.R. in einem wirren Wahrnehmungsgeflecht.

LG
C.


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 16:13
@mjz

danke. werde mal nach diesem "Notfallprogramm" surfen und hoffen, dass ich das dann auch mal habe:-)
Mal sehen, ob ich was ähnliches finde.
Mit Neurobiologie kenne ich mich allerdings Null aus.

@cydonia
Nun, der Mann stand ja nicht kurz vorher, sondern die letzten Wochen öfter mal da.
Oder ist der Prozess schleichend?


@Burnistoun
genau das ist es, was mich fasziniert daran. Er war nicht wirr und konnte ansonsten normal reden. Seine "Intelligenz" und auch seine "Persönlichkeit" war ansonsten voll da, Wenn auch schwächelnd rein körperlich gesehen.

Nun ich habe mich natürlich informiert, aber nur folgendes Gefunden:

"Was oder wen sehen die Sterbenden nun?

Zuallererst: Sie sehen an ihrem Krankenbett Gestalten stehen. Und diese Gestalten sind für sie so real wie die anwesenden Ärzte und Krankenschwestern. Es handelt sich bei diesen Gestalten um eigene Verwandte, die zwei Bedingungen erfüllen müssen:

1. Sie müssen bereits gestorben sein.
2. Zwischen dem Sterbenden und der visionären Gestalt muß eine starke affektive Beziehung bestanden haben (oder weniger nüchtern ausgedrückt: ein "Band der Liebe", wie Kübler-Ross immer sagt).
Und diese Verwandten, so ergab weiterhin die Analyse von Osis und Haraldsson, geben eine unmißverständliche Absicht zu erkennen: Sie kommen, um die Sterbenden abzuholen."

Es war aber niemand Verwandtes/Bekanntes, sondern ein völlig fremder Mann.

Ich hoffe Ihr erklärt mich jetzt nicht für komplett verrückt, aber dieses Jahr ist kurz danach meine Oma gefolgt sozusagen. Sie hat vorher eindeutig mit meinem Opa "gesprochen". Und das folgt diesem Muster, daher wundert es mich nicht. Und es kann auch eine schöne Vortsellung von ihr gewesen sein und daher erklärbar. DAs finde ich eh nie raus. Aber das?

Ich finde immer nur Verwandte, die jemanden abholen; ich finde keine Fremden in irgendwelchen Berichten, die auch ziemlich lnage immer Mal wieder "da stehen" und "nichts sagen".

Wenn da jemand irgendwie Literatur zu weiß, wäre ich dankbar.
Die Schutzengel oder Teodesengel-literatur, (auch eine Erklärung) die ich bisher durchwühlt habe, ist mir ehrlich gesagt etwas zu "abgedreht" um es vorsichtig zu formulieren, und sie passt auch irgendwie nicht so ganz auf das Erlebte, weil es nicht ganz so "mystisch aufregend" und "pathetisch" war. Ich glaube zwar vieles, aber ich finde nur Literatur, die sich etwas zu stark reinsteigert oder einen zu irgendwas bekehren will, aber darum geht es mir ja gar nicht. Ich suche eine Erklärung.


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 16:33
@ Starmouse:
Wenn du dich für die ganz und gar nicht mystische Betrachtung dieses Ereignisses weiter interessierst kommen hier einige Eckdaten, die das Rätsel, zumindest wissenschaftlich, lösen:
Zunächstmal ist der Stoff, welcher sich im menschlichen Körper während des Todeskampfs ausbreitet das sogenannte Dimethyltryptamin (kurz DMT).
Der Stoff ist ein Tryptamin-Alkaloid (besteht aus Stickstoff, H2O Atomen und Basenverbindungen.... der übliche chemische Quatsch.... für die genaue Zusammensetzung muss ich mal Bücher befragen - wenn's gewünscht ist).
DMT ist in der Lage Schmerzen zu lindern, aber eben auch halluziantionen hervorzurufen.
Man hört den Namen DMT nicht nur im zusammenhang mit Menschen, die im Sterben liegen, sondern auch bei den "Nahtod" Erfahrungen spielt es ne bedeutende Rolle. Das ist der Stoff, der dafür verantwortlich ist, dass es den "hellen Tunnel" gibt oder aber auch, dass Menschen glauben sie seien im himmel bei der Familie oder bei den Engeln...
Der Stoff schüttet sich bei so einem Nahtod Erlebnis unglaublich schnell aus, weil er sich mit Lysin verbinden kann, was unglaublich gut im Körper transportiert und verarbeitet wird.
Bei deinem Großvater wird es wohl so gewesen sein, dass der Stoff sich über eine konstante Dauer, stetig steigend, freigesetzt hat...
Daher der Mann.
Der etwas makabere Vergleich in diesem Zusammenhang hier ist LSD.
Beide Stoffe haben eine ähnliche Wirkung.
DMT soll uns den ausstieg aus dem Leben so leicht wie möglich machen.


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 16:38
Wäre es nicht einfacher für das Gehirn, sich eine bekannte Person einzubilden als eine unbekannte?


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 16:38
Hm ich kann eins sagen als meine Oma vor 2 Jahren gestorben ist war sie 6 Wochen davor im Krankenhaus, Ich muss dazu sagen im leben war meine Oma immer eine ängstliche Frau die vor dem Tod Angst hatte!

Sie kam ins Krankenhaus wegen einem Schmerz im Knie sie wurde operriert und dann enzüdete sich irgendwas im Knie.
Sie lag über 6 Wochen im Krankenhaus und so nach 2 Wochen nach der Operation meinte sie dann zu meiner Mutter das sie sterben wird, und sie ein bestimmtes Kleid tragen will wenn sie gestorben ist. Die Ärzte meinten das es nicht so schlimm sei und das meine Oma in ca. 1 Woche das Krankenhaus wieder verlassen könnte, leider war dem nicht so.

Also was ich damit sagen will, sie wusste vorher schon das sie sterben würde obwohl eigentlich kein Anlass dafür war. Aber als sie das sagte,( ich war auch am Krankenbett) sagte sie das ganz nüchtern und ohne Angst eher ganz beruhigt!

Ist schon so ne komische sache mit dem Sterben.

Auch von mir an euch beide mein Herzliche Beileid.


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 16:39
@Burnistoun

> Wer halluziniert befindet sich doch i.d.R. in einem wirren Wahrnehmungsgeflecht.

Nein, nicht zwingend. Ein einfaches Beispiel dafür ist eine Halluzination, die ich selber einmal nach dem Aufstehen als Nebeneffekt eines einmaligen narkoleptischen Erlebnisses hatte. Ich bin aufgewacht, habe die Augen aufgeschlagen und direkt auf einen großen, schwarzen Hund geblickt. Das war insofern verblüffend, als das ich gar keinen Hund besaß. Ich bin dann aufgestanden um nachzusehen (ich dachte, es wäre bloß eine Illusion durch Licht und Schatten). Der Hund wurde aber nur immer deutlicher sichtbar. Erst als ich ihn berührt habe, verschwand er.

Halluzinationen können also durchaus auch auftreten, wenn man ansonsten in einer normalen Verfassung ist.


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 16:44
yoyo schrieb:Wäre es nicht einfacher für das Gehirn, sich eine bekannte Person einzubilden als eine unbekannte?
So doof die Antwort klingt:
Man kann halluzinieren, was man will...
Ich tippe (und das ist komplett unwissenschaftlich und nur ne Hypothese, weil das Verhältnis Menge/Wirkung bei DMT noch wenig erforscht ist) das die zunächst noch geringe Menge des Stoffs die Vorstellung des Mannes hervorgerufen hat, die dann über die Zeit, durch den verstärkten DMT Spiegel, zur vorhandenen Realität für den Sterbenden wurde...
Warum er sich aber den Mann vorgestellt hat und niemand anderen kann man nicht beantworten...
Das sind eben Gedanken. Sie sind nicht fassbar


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 16:49
Ich dachte ja nur, beim Träumen kommen auch nur bekannte Personen vor, bei mir zumindest. Selbst wenn anders aussehen, gar kein Aussehen haben oder von einer Person zur anderen übergehen, es sind immer mir bekannte Personen.

Vielleicht war der Mann ein Wunschbild, vielleicht hat er sich so seinen Vater oder Opa vorgestellt, den er nie kennengelernen konnte.


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 16:53
yoyo schrieb:Vielleicht war der Mann ein Wunschbild, vielleicht hat er sich so seinen Vater oder Opa vorgestellt, den er nie kennengelernen konnte.
Möglich...
Gehirn eben. Das macht was es will... Vielleicht ist ihm der Typ auch einfach nur irgendwann mal über den Weg gelaufen und sein Kopf hat ihn dann in den Raum projeziert...
Was erklären würde, warum der Mann nicht gesprochen hat und immer lächelt... Eben so, wie das Gehirn ihn gespeichert hatte.... Aber um das Fass jetzt hier zu besprechen dürften wir alle keine Arbeit haben


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 16:57
> Ich dachte ja nur, beim Träumen kommen auch nur bekannte Personen vor, bei mir
> zumindest.

Bei mir nicht. Ich träume häufig Leuten, die ich nicht kenne. Das bizarrste bis jetzt war da der Traum, das Leben eines anderen zu leben ;-)


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cydonia
ehemaliges Mitglied

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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 17:18
Wenn schon vorher irgendwas in erscheinung tritt, dann ist der Prozess schleichend. Nur er konnte es sehen oder habt ihr den Mann auch gesehen?

Es hat sich wohl in seinen Gedanken abespielt...hmmm


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Baird
ehemaliges Mitglied

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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 17:28
Ich glaube auch ,das es einer von der anderen seite war , um ihn zu begleiten.

Es gibt sehr schöne Erfahrungsberichte drüber von der Ärztin Dr. Kübler Röss.
Sie hat mehrere Menschen jeden Alters im Sterbevorgang begleitet,und viele haben berichtet , ehe sie gegegangen, da sind personen ...die mich schon erwarten .
Sie fühlten sich durch die Anwesenheit der Personen nicht so allein, vielmals waren es ehemals Verwandte ....wir können nur spekulieren drüber , außer bis wir selbst einmal diesen Tag des Todes selbst erfahren...


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 17:31
@ Baird

Na ja... wie bereits oben erklärt "sehen" wir vielleicht jemanden und haben keine Angst mehr vorm sterben, aber "da" ist dennoch niemand...


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Baird
ehemaliges Mitglied

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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 17:41
@mjz
ich seh das anders , das ist wie bei menschen die atralreise machen, die sehen auch dinge , die sie im normalen alltag nicht sehen.


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Mann am Sterbebett

26.11.2008 um 17:51
Und wie erklärt sich dann das, was man da zu sehen kriegt?
Nichts ohne Erklärung...
@ Baird


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