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Die Grenzen und Gefahren irrationaler Glaubenssysteme

Die Grenzen und Gefahren irrationaler Glaubenssysteme

10.04.2014 um 16:57
JPhys2 schrieb:Man sollte das eher durch eine verbesserung des Bildungssystemes bekämpfen auf dass die Bevölkerung die Narren als das erkennt was sie sind.
Anstelle den Narren das reden verbieten zu wollen...
Dem stimme ich zu.
Allerdings sind die Befürworter von Geistern & Co. nicht immer grenzdebil... ;)

Zu deiner 2ten Frage.
Diese User haben mir ihre Geschichten erzählt.
Sehr oft erzählten sie das ihr Umfeld immer mehr Probleme mit deren Verhalten bekam.
Dadurch waren sie dann sehr verunsichert und gingen den richtigen Weg.
Und zwar nicht in Mysteryforen "Verbündete" suchen, sondern zum Arzt zu gehen.

Die Stimmen im Kopf können gefährlich werden.


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10.04.2014 um 17:37
@Lepus
Klar. z.B. RoWo, tobte früher durch die diversen Foren, "Ich arbeite täglich mit Wissenschaftlern zusammen". Später stellte sich dann heraus, dass er Pförtner am CERN ist, die Zusammenarneit war also auf Basis von "Guten Morgen, Herr Professor" und Schranke hoch :)

Dr war Fundamentalleugner zur Präastronautik, mit dem Motto "Ich muss mich nicht mit den Belegen beschäftigen, weil das eh physikalisch unmöglich ist." Punkt.

Hier auf Allmy gibts auch einige Leute die so argumentieren. Das ist 1/Believer. In der GWUP gibt es auch einige die ähnliche Argumentationen anbringen.

Oder dieser lustige Jürgen Rahl :) Dumm wie Brot ('tschuldigung, Bernd), aber DAGEGEN.

Dieser Skeptizismus ist zwar nicht gefährlich für die Beteiligten, schön ist er aber auch nicht


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10.04.2014 um 17:55
Man sollte klar zwischen "unwissend" und "dumm" unterscheiden.

Etwas nicht wissen, ist keine Schande. Etwas nicht wissen wollen, auch nicht, ist schließlich Jedermensch´s Sache, womit sie sich zu beschäftigen gedenken.

Aber nicht nicht wissen, dass man nicht weiß, ist, na ja, irgendwie "dumm", klassisches Dunning-Kruger Verhalten, vor Allem, da man ja spätestens bei den ersten Gegenstimmen die Chance erhält, mit dem Nachdenken an fangen zu können.

Nichtwissen als Wissen oder Glauben als Fakten verkaufen, ist zumindestens bedenklich bis über arrogant auch gefährlich und verantwortungslos.

Nichtwissen, belehrt werden und dennoch nicht wissen wollen, aber fröhlich weiterschwurbeln, ist dumm und ebenfalls arrogant auch gefährlich und verantwortungslos.

Und trotz wiederholten Möglichkeiten, erfahren zu können, das man eben nicht weiß, aber als Reaktion darauf nur versucht, Wissende mundtot zu beleidigen oder zu diffamieren, um sein eigenes Nichtwissen zum allgemeingültigen Wissen zu proklamieren, ist nicht nur dogmatisch, gefährlich und verantwortungslos, sondern auch noch unverschämt, um nicht zu sagen, kriminell.

Die Ursachen für dieses Verhalten liegen aber nicht nur im IQ Bereich, sondern mMn primär bei den psychischen Bedürfnissen.


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10.04.2014 um 17:58
Was mir in Sachen Nachdenken, erst mal Recherchieren, etc immer wieder auffällt, ist, wie schnell oft Gläubige hinter einem Post irgend etwas, egal, ob dazu gehörig oder nicht, nachschieben. Hauptsache, dagegen.

Aber in der Geschwindigkeit können die noch nicht mal den Post, geschweige denn Links gelesen oder einen Sachverhalt erkannt haben.

Hier wird einfach nicht sachlich argumentiert, sondern versucht, zu missionieren.


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10.04.2014 um 18:18
@off-peak

Hab es gerade erst wieder erlebt das ein Bild der ägyptischen Vase gezeigt wurde, mit der Erklärung es wäre ein Alien.
Witzig:
Der Typ hatte das Bild von einer Homepage wo erklärt wird das es kein ET, sondern ne Vase ist.

Oder der Typ der vor kurzen hier ein Video postete das uns zeigen sollte das UFOs in alten Gemälden zu sehen seien.
Witzig:
Das Video erklärte genau das Gegenteil.
Drauf angesprochen schrieb er sinngemäss das er sich nur die Bildchen angesehen hat...
Diskussion: Ich will Fakten hören von euch Ufogläubigen! (Beitrag von Reyko)


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10.04.2014 um 18:26
@amsivarier,

erstaunlich.

Kann selektive Wahrnehmung dermaßen verzerren?
Macht Dummheit dermäßen blöde?
Oder wird hier, und der Verdacht liegt sehr, sehr nahe, beinhart gelogen?


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10.04.2014 um 18:38
@FrankD
FrankD schrieb:Dr war Fundamentalleugner zur Präastronautik, mit dem Motto "Ich muss mich nicht mit den Belegen beschäftigen, weil das eh physikalisch unmöglich ist."
1) Wie kommt er darauf dass das Physikalisch unmöglich ist?
Die RT macht interstelare Reise eher unbequem als unmöglich.

Sicher ein Wochenendausflug in eine andere Galaxis ist nicht drinnen.
Aber es gibt im Prinzip keinen Grund anzunehmen dass eine Zivilisation nicht herausfindet wo es einen Bewohnbaren Planeten gibt. Und ein Raumschiff baut dass dann vielleicht sehr lange unterwegs ist aber in letzter konsequenz irgendwann ankommt.

2) Von welchen Belegen genau reden wir?
Ich habe bisher nur Belege der Form
a)"Ich kann mir nicht vorstellen dass die Menschen der Antike dieses oder jenes bauen konnte"
=> mit der eigenen Phantasielosigkeit argumentiert

Mit Belegen vom Typ bin ich geneigt mich zu beschäftigen. Weil die Fragestellung wie antike zivilisation geschafft haben was sie geschafft haben in sich interessant ist.
Deren technische Möglichkeiten waren beschränkt. Dafür haben sie diese Möglichkeiten aber erstaunlich kreativ eingesetzt. Da gibt es also was zu lernen...

b)"Ich interpretiere diesen oder jenen Religösen Text so dass die Beschriebenen Götter ausserirdische sind"
=> Wenn man religöse Texte für zuverlässige Quellen hält warum glaubt man nicht an diese Religion?
Wenn man sie nicht für zuverlässig hält wieso denkt man das wäre ein Beleg?

Die Belege neige ich selbst dazu zu ignorieren... Ich akzeptiere religöse Bücher genauso wenig als Tatsachenberichte wie ich Supermann Comics als solche Akzeptiere.
Ob nun als Götter interpretiert oder als ausserirdische

Aber wenn du andere Belege hast...nur zu überrasche mich


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10.04.2014 um 18:46
@FrankD
Ich sollte vielleicht besser sagen
Es gibt keinen Grund auszuschliessen dass eine Zivilisation eine interstelare Reise machen könnte.


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10.04.2014 um 18:47
hey
liebe ungläubige gemeinde, lasse uns niederknien und es uns preisen, das wir diesen, ich nenne sie mal himmelscomiker, nicht glauben.

wobei der gemeine gläubige für sich glaubt und seinen mitmenschen seine gottlosigkeit läßt.


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10.04.2014 um 19:04
@JPhys2
Es geht nicht um die Quaöität der Belege, sondern um die generelle Weigerung, sich überhaupt damit zu beschäftigen. Da sind die Extrem-Skeptiker die ich kenne genau so einseitig wie die Extrem-Gläubigen. Und die Belege der PA-ler sind viel weiter gefächert als Du sie darstellst. Bilder, Reliefs, Statuen, antike Texte, Materialanalysen...

Die Physik dient RoWu und anderen als Abkürzung, um die Thematik in Bausch und Bogen ablehnen zu können.

Und oft haben Skeptiker auch genau so wenig Ahnung vom Thema wie die Believer. Blöd nur, wenn der Skeptiker dann falsch liegt, wie neulich: Believer sagt "Es gibt keine Hyroglyphe (sic!) für Pyramide, also Aliens. Skeptiker erklärt, dass das nix Besonderes ist - aber blöderweise GIBT es eine Hieroglyphe für Pyramide (Mer)...

So was kann schnell zum Eigentor werden und die Glaubwürdigkeit der Skeptiker schädigen.


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10.04.2014 um 19:44
@FrankD


ich habe heute da ein ding erlebt mit einem kollegen russischer herkunft.
ich arbeite als pflegedienstleitung in einem ambulanten pflegedienst und dieser kollege hat in russland med zu ende studiert und ist hier in deutschland nur als krankenpfleger anerkannt worden.

so jetzt zu der geschichte:

er erzählt mir das in russland vor 70 jahren ein guru sich in trance versetzt hat und vorher gesagt hat, dass man ihn noch 70 jahren wieder aufwecken sollte. man hat ihn aber vor dem aufwecken geschnitten und er soll geblutet haben. dieses erzählte er mir mit solch einer inbrunst und das von einem der medizin studiert hat.

jetzt kommst du!


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Marouge
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10.04.2014 um 22:36
Erstmal vielen Dank für Eure Antworten!

@DiePandorra
DiePandorra schrieb:Ich glaube, dass die Menschen sich vermehrt in für sie schlechten Zeiten diesen Dingen,
die Du beschreibst, widmen
Ja, das ist tatsächlich so.

ZB gab´s schon 1982 einen interessanten Vergleich von Vernon Padgett (California State University), der untersuchte, wie viele Artikel in Deutschland über Astrologie, Mystik und Kulte in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen erschienen sind und wie stark die Wirtschafskrisen in den einzelnen Jahren waren.
Ergebnis: mit dem Grad des wirtschaftlichen Abschwungs nahm auch die Anzahl der Artikel über Aberglauben zu. Offensichtlich suchen Menschen in unsteten und wirtschaftlich unsicheren Zeiten nach einem Gefühl von Sicherheit.

http://psp.sagepub.com/content/8/4/736.short

Eins Studie, die während dem ersten Golfkrieg durchgeführt worden war, kam zum selben Ergebnis: je gefährdeter die Wohngebiete der Menschen waren, je mehr sie deshalb unter Stress standen, desto abergläubischer waren sie auch.

http://psycnet.apa.org/journals/psp/67/1/48/
DiePandorra schrieb:Ich habe nichts dagegen, wenn jemand an diese Dinge glaubt.
Aber ich habe dazu meine eigenen Ansichten und möchte nicht vom Gegenteil überzeugt werden. Und schon gar nicht mit Gewalt.
Ich hab grundsätzlich auch kein Problem damit mit dem Glauben, aber wenn mich jemand missionieren will, dann hört´s bei mir auch meistens auf, oder wenn jemand seinen Glauben als Fakt hinstellt und es bei kritischen Fragen dann gleich heißt: "Tja, dann bist Du eben einfach noch nicht soweit...".

Obwohl ich dazu sagen muss, dass ich früher auch mal gläubig war, zwar hab ich nicht an Gott geglaubt, aber an alle mögliche oder besser unmöglichen irrationalen Konzepte, und da hatte ich auch eine kurze Phase, wo ich alles und jeden von meiner "Wahrheit" überzeugen wollte und wahrscheinlich auch ziemlich nervig war ;)

Was die Zeugen Jehovas betrifft, muss ich sagen, dass ich noch nie mit ihnen schlechte Erfahrungen gemacht habe, das kommt wahrscheinlich auch auf den Einzelnen drauf an.
Mit den Mormonen hier im Dorf hab ich schon recht und entspannt nett geplaudert, und die waren überhaupt nicht aufdringlich - im Gegenteil.

Ich fand das Gespräch sogar sehr interessant, vor allem den "Gottesbeweis" eines noch recht jungen Mormonen fand ich aufschlussreich:

Ich: "Wie sah denn der Beweis aus, der Dich von der Existenz Gottes überzeugt hat?"
Mormone: "Ich habe ihn gefragt, ob er existiert, und er hat mit JA geantwortet"
;)

@Galaxys81
Galaxys81 schrieb:Wenn ich damit fertig bin dann kann ich mich hier mehr beteiligen aber bis dahin bitte nicht all zu enttäuscht sein, das ich hier nicht so viel schreibe, denn das Buch nimmt schon ganz schön viel Zeit in Anspruch.
Kein Problem und viel Erfolg mit Deinem Buch! Mein Exemplar mit persönlicher Widmung ist schon geordert ;)

@Konfuse
Konfuse schrieb:Was suchen bzw. finden Menschen bei solchen IGs. Ist es nur das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, braucht man Motivation, um einen Sinn zu finden oder ist es vll. sogar Hass auf das System bzw. die Welt, die zu kompliziert ist.
Das Gefühl, jemand besonderes zu sein, spielt sicherlich eine wichtige Rolle. Und wenn man sich mal diverse einschlägige Internetseiten ansieht oder diverse Bücher zu den verschiedensten IG-Themen liest, wird dieser Status des Besonderen oder gar Erleuchteten/Auserwählten ja auch immer wieder bekräftigt. Dadurch fühlt sich natürlich das Ego geschmeichelt, und vor allem ein verletzter Selbstwert wird "gepushed". Das kann wie eine Droge wirken, von der man nicht genug kriegen kann. Dann neigt man dazu, sich weitere Infos auch dort zu holen, wo man dieses Gefühl bekommt. Man informiert sich einseitig, weil man dieses Gefühl nicht auf kritischen Seiten vermittelt bekommt, und deshalb werden diese einfach schon im Vorhinein gemieden.

Ich will jetzt auch nicht verallgemeinern, beobachte das aber immer wieder, und bei mir war´s auch nicht anders.
Konfuse schrieb:Hätte ich fast vergessen: Da ja bei meinen Ausführungen der Glaube eine wichtige Rolle spielt, müsste ich dies noch etwas genauer definieren. Es wird ja gerne behauptet, auch der Skeptiker "glaube" nur an seine Argumente. Was antwortet ihr denn gegenüber so einem Vorwurf?
Wenn Argumente auf Fakten basieren, dann ist das kein Glaube, sondern Wissen.
Glauben tut nur jemand, der nicht weiß ;)


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10.04.2014 um 23:01
Lepus schrieb:@Galaxys81
Ich bin sehr gespannt auf dein Buch! :)
:D Ich auch, wenn ich es endlich ganz fertig in den Händen halte :)
Marouge schrieb:Kein Problem und viel Erfolg mit Deinem Buch!
Danke, danke, danke :)
Marouge schrieb:Mein Exemplar mit persönlicher Widmung ist schon geordert ;)
Bekommst Du auf jeden Fall :)


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10.04.2014 um 23:48
@FrankD schrieb:
Klar. z.B. RoWo, tobte früher durch die diversen Foren, "Ich arbeite täglich mit Wissenschaftlern zusammen". Später stellte sich dann heraus, dass er Pförtner am CERN ist, die Zusammenarneit war also auf Basis von "Guten Morgen, Herr Professor" und Schranke hoch
Von dem habe ich auch schon mal was gelesen!
Hatte ihn aber nicht weiter verfolgt und wusste nichts von seiner Berufung als "Dr. d. Pforte". XD
@FrankD schrieb:
Dr war Fundamentalleugner zur Präastronautik, mit dem Motto "Ich muss mich nicht mit den Belegen beschäftigen, weil das eh physikalisch unmöglich ist." Punkt.
Klingt wie ein Believer, so was ist nicht gerade förderlich, wenn man etwas widerlegen will...
@FrankD schrieb:
In der GWUP gibt es auch einige die ähnliche Argumentationen anbringen.
Die GWUP ist selbst mir manchmal zu krass.
@FrankD schrieb:
Dieser Skeptizismus ist zwar nicht gefährlich für die Beteiligten, schön ist er aber auch nicht
Ja, vor allem, weil er sich dadurch selbst schadet.

Wer ist Jürgen Rahl?



@amsivarier
Danke für deine Auflistung, sie ist sehr gut.

Dieser Punkt:
amsivarier schrieb:Pseudowissenschaften thematisieren gerne Grundbedürfnisse (Essen, Schlafen, Gesundheit...vgl Maslow), scheinen sich somit um lebenswichtige Dinge zu kümmern, die naturgemäß jeden interessieren, oder sprechen alternativ tief verwurzelte Antipathien und Empathien an, welche ebenso wieder jeden anprechen (und sei es nur durch Abscheu).
trifft sehr gut auf die Leute zu, mit denen ich es zu tun habe (Chemtrails, Fluorid, das böse System, dass die Menschen krank/dumm macht etc.).
@amsivarier schrieb:
Hab es gerade erst wieder erlebt das ein Bild der ägyptischen Vase gezeigt wurde, mit der Erklärung es wäre ein Alien.
Witzig:
Der Typ hatte das Bild von einer Homepage wo erklärt wird das es kein ET, sondern ne Vase ist.

Oder der Typ der vor kurzen hier ein Video postete das uns zeigen sollte das UFOs in alten Gemälden zu sehen seien.
Witzig:
Das Video erklärte genau das Gegenteil.
Drauf angesprochen schrieb er sinngemäss das er sich nur die Bildchen angesehen hat...
Unglaublich! o_O

Hier hatte ich mal eine lustige Unterhaltung mit einem User, der etwas von einer geflügelten Schlange sagte, die auf ägyptischen Relief zusehen war.
Er behauptete steif und fest, dass es eine geflügelte Schlange war, obwohl ihm von @FrankD erklärt wurde, dass die Flügel nur die Götter symbolisieren sollten, die die Schlange zu ihrem Bestimmungsort gebracht haben und die Flügel (also die Götter) wieder verschwanden, als die Schlange da angelangt war, wo sie hin sollte.

Dies war auch ganz klar, wie in einem Comic, auf dem Relief zu sehen, aber aufgrund dessen, dass der User nur einen kleinen Ausschnitt des Relief sah, kam er eben zu seiner falschen Annahme einer geflügelten Schlange.
@FrankD kann sich vielleicht noch daran erinnern. ^^


@Galaxys81
Noch viel Geduld und Spucke für dich und dein Buch! ^^

Ich hätte mein Exemplar gerne mit Schleifchen und Lippenstiftkuss. ;)


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11.04.2014 um 00:07
Lepus schrieb:Mich beschäftigt dieses Thema im Moment ziemlich, weil ich gerade einen extremen Fall von "Believertum" in meinem Bekanntenkreis habe.
Das meinte ich mit einer der großen Gefahren der IGs. Man sucht etwas und findet sich schnell in einer sektenartigen Struktur. Ich denke aber, es gibt Perönlichkeiten, die für sowas leichter empfänglich sind. Ich hatte da nie größere Bedürfnisse, kann mich aber auch nicht komplett davon freisprechen.
amsivarier schrieb:Der Mangel an einheitlichen Strukturen und wissenschaftlicher Verhaltensweise scheint "alles möglich werden zu lassen" (Toyotaologie "nichts ist unmöglich")
Hehe, schöne Auflistung. Das mit der Toyotaologie muss ich mir merken, klingt so nach einer asiatischen Lehre.
Marouge schrieb:Das kann wie eine Droge wirken, von der man nicht genug kriegen kann. Dann neigt man dazu, sich weitere Infos auch dort zu holen, wo man dieses Gefühl bekommt. Man informiert sich einseitig, weil man dieses Gefühl nicht auf kritischen Seiten vermittelt bekommt, und deshalb werden diese einfach schon im Vorhinein gemieden.
Scheint genauso wie bei der religiösen Verzückung zu sein, das Belohnungssystem im Hirn wird wohl stark stimuliert. Könnte einer der Hauptmotive der Believer sein, ihren Glauben auf keinen Fall in Frage zu stellen.
Marouge schrieb:Wenn Argumente auf Fakten basieren, dann ist das kein Glaube, sondern Wissen.
Glauben tut nur jemand, der nicht weiß
Der Kandidat hat 100 Punkte ;)


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11.04.2014 um 01:47
@BullyRay

Also, wenn ich bei den Themen, die du angesprochen hast, also Gott, ET auf der Erde, VTs und Alternativmedizin, auf die Tippen würde, die ich am gefährlichsten halte, dann ist das auch die Alternativmedizin, wobei, wenn ich mir die Geschichte so ansehe, der Glaube an Gott bzw. die Religionen die meisten Opfer gefordert haben bisher. Und das ist leider auch heute noch so.

Was die Alternativmedizin angeht, würde ich persönlich mir auch wünschen, dass diese von der Gesetzgebung verstärkt eingedämmt werden würde, oder es zumindest strengere Gesetze gibt für die Ausübung sog. "Alternativheilmethoden", bei denen im Grunde ja rein gar nix wirkt, außer der Placeboeffekt, und gutgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche gezogen wird

Aber wie @JPhys2 schon richtig angemerkt hat: Auch das ist Meinungsfreiheit, und jeder darf ja im Grunde auch selbst entscheiden, wofür er sein Geld ausgibt, und solang´s nicht schadet...

Krass sind halt so Sachen wie "Lichtnahrung" und vor allem die GNM, die schon zahlreiche Opfer gefordert hat: http://www.psiram.com/ge/index.php/Opfer_der_Germanischen_Neuen_Medizin

Ich mein, wenn ein erwachsener Mensch sich lieber für den Geistheiler entscheidet, anstatt für die Chemo, dann ist das zwar auch seine freie Entscheidung, die ihm aber höchstwahrscheinlich nicht helfen wird. Aber: wenn Kinder die Leidtragenden sind, hört sich der Spaß find ich definitiv auf!

Und der Glaube an ETs auf der Erde ist für manche schon zur Ersatzreligion geworden, braucht man sich nur mal die abgedrehten UFO-Sekten anschauen ála RAEL oder das Ashtar Command.
Sowas kann auch böse enden, so wie bei den Heaven´s Gate-Jüngern.

Und was die VTler betrifft, hoff ich wirklich, dass einer der Chemmies nicht mal auf Idee kommt, um ein landendes Flugzeug mit nem Laserpointer zu blenden - auch nicht ohne, diese VT!


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11.04.2014 um 01:50
@liaewen
liaewen schrieb:Ich war selber früher auf der Esoschiene, und da sieht man Sachen... :D
Willkommen im Club :D

Ich hab damals auch alles Mögliche ausprobiert, angefangen von Reiki, Channeln, Quantenheilung, Pendeln, etc. NIX wollte bei mir so richtig hinhauen, und ich hab mich immer wieder gefragt, was an mir so anders ist als bei den anderen, oder was ich falsch mache, weil bei anderen das alles immer so tadellos funktioniert hat ;)
liaewen schrieb:Wenn man wirklich ernsthaft solche Stimmen hört, und das von heute auf morgen kann das nicht gesund sein.
Wie ich schon einmal in einem Thread geschrieben habe: Manchmal müssen es gar keine psychischen Krankheiten sein, sondern es kann auch ein Tumor sein, der auf gewisse Gehirnstellen drückt. Auch schon gesehen.
Seh ich genauso. Warum denkst Du eigentlich, dass manche gleich eingeschnappt reagieren, wenn man ihnen zum Arztbesuch rät? Manche setzen das ja offensichtlich mit einer persönlichen Beleidigung gleich.
liaewen schrieb:Solange sein "Glaube" egal wem nicht wirklich schadet, von mir aus. Es gibt viele gläubige Menschen auf der Welt die an einen oder mehrere Götter glauben, manche sind fanatisch und sind Marionetten und manche sind total harmlos. Die alle als krank zu bezeichnen wäre falsch. Nur bei gesunden Menschen sollten solche Stimmen schon vom Verstand her gar nicht möglich sein.
*unterschreib*


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11.04.2014 um 02:06
@Lepus
Lepus schrieb:Danke, für die Einauseinladung! ;)
Ja, sorry, ich hatte leider einige, äh.....Schwierigkeiten gestern aufgrund von extremer Schusseligkeit ;)
Mich beschäftigt dieses Thema im Moment ziemlich, weil ich gerade einen extremen Fall von "Believertum" in meinem Bekanntenkreis habe.

Aktuell ist er Atheist, aber eben jetzt auf der Verschwörungstheorie-Schiene, was in meinen Augen nicht allzu weit von einem radikalen religiösem Glauben entfernt ist
Hört sich nicht so dolle an, nein...An welche VTs glaubt Dein Bekannter denn so?
Nur eine bestimmte, oder glaubt er an alle möglichen VTs?
Und hast Du ihm schon mal gesagt, dass die meisten VTs rechtsradikales Gedankengut verbreiten? Grad am Anfang ist es nämlich so, dass man das selber gar nicht bemerkt, weil diese "braunen" Ideologien oft sehr subtil an den Mann/Frau gebracht werden. Man rutscht da nach und nach immer tiefer rein...
Lepus schrieb:Aber ich schreibe ihm nichts mehr dazu.
Erst, wenn er wieder einmal eine Meinung von mir zu irgendetwas hören möchte.
Hmmm...Manchmal ist zwar besser, gar nix zu sagen, weil es manchmal sein kann, dass VT-Anhänger dadurch nur weiter in die VT getrieben werden und die Nähe von "Ihresgleichen" noch stärker suchen.
Kommt denk ich vor allem drauf an, WIE man mit ihnen darüber redet.
Liest Dein Bekannter denn gerne Bücher?
Es gibt nämlich mittlerweile gute Bücher, die über VTs aufklären.
Die könnte er dann in Ruhe lesen, und sich Gedanken drüber machen, und wenn er was genauer wissen oder Deine Meinung hören will, könnt er Dich ja fragen.
Nur so ein Tipp von mir...


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11.04.2014 um 02:19
@JPhys2

Danke mal für Deine sehr strukturierte Erörterung!
JPhys2 schrieb:Die Grenze für die Gesetzgebung ist wenn die Leute anderen Menschen schaden.
Davon abgesehen gehört zur Meinungsfreiheit auch das Recht irrationale Meinungen zu haben.
Das mag unbefriedigend sein.
Aber die Alternative wäre eine Staatliche BEhörde die festlegt was rationale Meinungen sind und die anderen verbietet... und das wäre noch viel schlimmer.
Stimmt schon, ja. Aber vielleicht wär ein Mittelweg möglich?

Eigentlich hast Du den auch schon angesprochen:
JPhys2 schrieb:Ich denke nicht das gesetzliche Krankenkassen für Behandlungen zahlen sollten deren Wirksamkeit nicht empirisch nachgewiesen werden kann.

Ich denke dass das Recht von Eltern sich für Behandlungsmöglichenkeiten von Krankheiten zu entscheiden in dem Moment erlöschen sollte indem sie das Leben ihres Kindes durch irrationalität signifikant in Gefahr bringen.
Ich wär auch noch dafür, dass in den Schulen wissenschaftliches Arbeiten unterrichtet wird, bzw. den kindern so bald wie möglich die wissenschaftliche Methode nähergebracht wird bzw. wie man pseudowissenschaftlichen Unsinn entlarvt. Besser Bildung hattest du glaub ich eh schon angesprochen.
Ich weiß nicht, wie die das an anderen Schulen ist/war, aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir das damals durchgenommen hätten.

Ich kann auch nicht für jeden sprechen, aber mir fällt immer wieder auf (gerade hier bei Allmy)dass genau die, die irrationale Ideen vertreten, eklatante Bildungslücken aufweisen, vor allem in den Naturwissenschaften.


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11.04.2014 um 02:38
@amsivarier
amsivarier schrieb:Gibt sicher noch zig weitere Punkte. Welche wichtigen hab ich vergessen? Bitte ergänzen! Fände ich gut wenn wir hier eine möglichst umfangreiche Stichpunktlist zusammentragen könnten
.
Gute Idee!
Zwei sind mir auf die Schnelle schon mal eingefallen:

-Pseudowissenschaften/Esoterik füllen (scheinbar!) die Lücken der Wissenschaft und liefern Antworten auf viele ungelöste Rätsel der Menschheit, zB. Wo kommen wir her? wo gehen wir hin?
Sind wir allein im Universum? Gibt es eine Weiterexistenz nach dem Tod? Was ist Bewusstsein?

- Pseudowissenschaften/Esoterik bedienen sich gerne (autoimmunisierenden) Argumenten, wie:
"die Pharmaindustrie ist nur auf Profit aus/gar nicht wirklich daran interessiert, Menschen zu heilen", "Die Wissenschaft weiß auch noch nicht alles", oder sie versuchen, die empirischen Wissenschaften/die evidenzbasierte Medizin mit immer wiederkehrenden Schlagworten á la "Wissenschaftsgläubige", "Schulwissenschaft", "Schulmedizin" herabzumindern, um sich selbst zu erhöhen bzw. als die bessere Alternative darzustellen.


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