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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

52 Beiträge, Schlüsselwörter: Bewusstsein
alwin.brauns
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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

24.02.2016 um 20:54
Jeder Mensch ist sich Selbst bewusst, doch frage ich mich ob es lebensnotwendig ist, wenn ein Tier auch ohne leben kann (wenn das überhaupt so ist?).

Nicht nur das mit dem Tier bringt mich zur Frage, auch nach starken Alkoholkonsum kann man aus meiner Erfahrung für eine gewisse Zeit komplett das Bewusstsein verlieren, dennoch leben. Ach genau und schlaf :D

Wenn ja, warum brauch man es, für was ist es da?
Wenn nein, warum nicht, weshalb haben wir es dann?

... okay, die Frage hätte auch lauten können für was wir es brauchen ^^


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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

24.02.2016 um 22:06
Grundsätzlich sind sowohl Bewusstsein als auch Selbstbewusstsein Überlebensmechanismen.
Ich glaube ich habe folgendes vor Langer Zeit mal so in "Das egoistische Gen" (Richard Dawkins
Erstlingswerk) gelesen.

Grundsätzlich ist das Bewusstsein eine Simulation der Außenwelt und ermöglicht uns somit mit
der Außenwelt zu interagieren (was unserem Überleben dient), das reicht von sehr primitiven
Wahrnehmungen wie Schmerz, über welche selbst sehr einfache Lebensformen verfügen bis hin
zu weit komplexeren Abläufen, wie der Entscheidungsfindung eines Wirbeltieres.
Das Ausmaß an Bewusstsein nimmt mit der Komplexität der Lebensform zu (ein Einzeller hat sicher
weniger Bewusstsein als eine Maus) und hat im Menschen schließlich einen Punkt erreicht bei dem
es Notwendig war, dass eigene Selbst zu erfassen, um diese Simulation der Außenwelt noch effektiver
zu gestalten (natürlich hat der Evolutionäre Prozess keine Absicht, es geht hier mehr darum jenen
Sachverhalt bildlich darzustellen).

Mich hat diese Idee damals schwer beeindruckt (heute ehrlich gesagt auch noch). Nach unserem heutigen
Wissens scheinen wir die einzige Spezies zu sein, die ein solches Selbstbewusstsein entwickelt hat und es
hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen, dass wir zur dominanten Spezies wurden.


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alwin.brauns
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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

24.02.2016 um 22:11
@ArnoNyhm

Das klingt echt Interessant. Ich wüsste nicht was ich dazu noch schreiben könnte.
Beantwortet meine Frage für mich, bis jetzt. Das Buch werde ich mir mal anschauen.

Danke :)

Mal schauen ob und welche Beiträge noch kommen ^^


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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

24.02.2016 um 22:16
Das Buch kann ich nur empfehlen. Es ist auch nicht zu wissenschaftlich geschrieben und
liefert immer schöne anschauliche Beispiele in Form von spieletheoretischen Ansätzen.
So wird dann zum Beispiel erklärt warum es Altruistisches (Gegensatz zum Egoismus) Verhalten
gibt und wie dieses letztendlich doch nur existiert weil es die Weitergabe unseres Genoms
wahrscheinlicher macht :)

So genug der Werbung :P
Ich bin auch mal gespannt auf philosophischere Ansätze die noch kommen werden.


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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

24.02.2016 um 23:14
Zu dem Bewusstsein und Alkoholkonsum, glaube ich dass es nicht weg ist, sondern du dich, am Tag danach einfach nicht daran erinnern kannst :D Zu dem Zeitpunkt, wo du vielleicht etwas falsches machst, ist es dir bewusst. Doch in dem gleichen Augenblick denkst du nicht weiter und an Folgen erst recht nicht^^


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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

24.02.2016 um 23:38
Nimmt man das Leben wahr, wenn man kein Bewusstsein hat? Oder lebt man einfach, ohne sich bewusst zu sein, dass man lebt und das nur vorübergehend ist?

Wenn ein Leben ohne Bewusstsein möglich ist, wo ist die Grenze? Sind Pflanzen demnach nicht auch lebendig? Doch wann und vor allem wie/wer bestimmt, was lebendig ist, wenn wir es nicht von einem Bewusstsein abhängig machen?

Lebt der Stein, der auf meinen Kopf geworfen wurde? Lebt die leere Dose Bier, wenn sie doch auch nur eine Zusammensetzung von verschiedenen Materialien ist?

Kann man die Threadfrage überhaupt wissenschaftlich beantworten oder sind wir hier auf der philosophischen Spur, ohne wirkliche Antwort?^^


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alwin.brauns
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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

24.02.2016 um 23:54
@pika

Rein am Bewusstsein kann man nicht ein leben beurteilen. Leben sind zellen. Zellen haben kein Bewusstsein. Es gibt auch unterschiede zwischen pflanzlichen und tierischen Zellen. Und wer weiß, villt lebt auch der Baum? Nur etwas monotoner und keinen Sinnesorganen.

Das dazu. Ich bin grad am Handy und kann leider deine Fragen nicht nochmal lesen.

Ich will dir jetzt aber auch nicht nur widersprechen. Ich denke auch dass es eine gewisse "Lebendigkeit" gibt. Ein leben ohne "seele". Das eigenständige Leben braucht eine eigenständigkeit, das Bewusstsein?

Jetzt könnte man aber sagen: "Dafür gibt es ja das Gehirn" was auch ein frosch hat, der eigenständig leben kann. Da ist mein Punkt wo ich mich frage ob es wirklich ein muss ist dass wir so fast jeden Moment bewusst wahrnehmen. Wir sterben doch am ende? Warum dieses kleine leben, dieses kleine bisschen da im Universum? Weshalb stecke ich in diesen Körper. Bin ich nur ein kleines bisschen Hirn was sich im glauben eines ich zu sein ist?...


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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

25.02.2016 um 00:00
@alwin.brauns
alwin.brauns schrieb:Leben sind zellen. Zellen haben kein Bewusstsein.
Ist das nicht zu wissenschaftlich, für eine philosophische Frage? :D

Meiner Meinung nach gibt es verschiedene Arten von Leben und Bewusstsein. Das Bewusstsein von Mensch und Tier unterscheidet sich ja auch, trotzdem wissen wir, dass Tiere auch eines haben. Womöglich ist das Pflanzen ebenfalls der Fall, wieder mit anderen Unterschieden.
alwin.brauns schrieb:Warum dieses kleine leben, dieses kleine bisschen da im Universum? Weshalb stecke ich in diesen Körper. Bin ich nur ein kleines bisschen Hirn was sich im glauben eines ich zu sein ist?...
Naja, vielleicht versuchen wir uns auch nur ein wenig Grund zu geben, wieso wir sind. :D Wenn man bedenkt, wie groß das Universum ist..und wie klein jedes einzelne Wesen auf der Erde dazu..sind wir am Ende auch nur ein Krümmel am Munde eines gigantischen Krümelmonsters. ^^


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alwin.brauns
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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

25.02.2016 um 00:09
@pika

Ja. Okay es war etwas trocken gesagt mit den Zellen. Ob Philosophie, Wissenschaft etc. ist nicht so wichtig. Ich denke man sollte alles als ein gemeinsames sehen.

Irgendwie Traurig dass wir so klein sind. Aber egal wie groß man ist, die Unendlichkeit ist größer. Wir werden nicht wissen warum. Der Gedanke man wüsste warum man, man ist würde mir die Lust nehmen. Die Neugierde ist einer der Sachen die den Menschen machen. Mmh. Ich bin etwas müde ^^


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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

25.02.2016 um 01:08
alwin.brauns schrieb:auch nach starken Alkoholkonsum kann man aus meiner Erfahrung für eine gewisse Zeit komplett das Bewusstsein verlieren, dennoch leben.
Ssssss. Sasssasssssss. Oida. Sasssssassssssassss. Nahc. nö. Nach. Odoa. nö. Oida. nach 12 bia .. hmmmm. Bier. woissadasdadur? da. ah. oiso. nach 12 bihr un snaps ... le pen ... naaaa .. leben is noch da, aber al mist erie post en ... das get nimma ... oida ... nimma ... prost!

:trollking:


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alwin.brauns
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25.02.2016 um 07:21
@Narrenschiffer

Haha :D

Das Beispiel mit dem Alkohol hätte ich mir zweimal überlegen sollen. :D


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Micha007
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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

25.02.2016 um 08:25
@pika
pika schrieb:Das Bewusstsein von Mensch und Tier unterscheidet sich ja auch
Wir leben nunmehr im 21. Jh. und da sollte sich auch an der hintersten Dorfschule herumgesprochen haben, daß Menschen Tiere sind.

Nochmal zur Auffrischung:
Auf diesem Planeten gibt es nur zwei Arten von Leben:
  • die Flora (die Pflanzenwelt)
  • und die Fauna (die Tierwelt)
Schon allein das wir zu den Säugetieren gehören, sollte Einem das doch schon klar werden lassen. 'Mensch' ist doch lediglich die deutsche Bezeichnung für die Tierart mit dem lateinischen Namen: Homo sapiens. Ebenso wie Elefant, Gorilla, Hund oder Amöbe, ebenfalls nur Bezeichnungen von Tierarten sind.

Also Menschen und Tiere unterscheiden sich nicht, weil Menschen Tiere sind und von daher keine Sonderstellung - unter den Tieren auf diesem Planeten - haben.



@alwin.brauns
Zum Thema:
Gerade wenn ich hier so in den Rubriken [Esoterik] und/oder [Spiritualität] lese, ist mir schon aufgefallen, das dort häufig "das Bewußtsein" vom Körper getrennt wird. "Das Bewußtsein" also eine eigenständige Natur hätte gegenüber dem Körper.

Und bei Deinem Beispiel mit dem Alkohol, fiel mir mein eigenes Beispiel wieder ein.
Ich habe mir dann mal den Spaß gemacht, und im [Esoterik] gefragt:"Wenn ich Alkohol trinke, warum wird mein Bewußtsein dann besoffen, wo es doch getrennt vom Körper existieren soll?". Tja, eine vernunftbegabte Antwort habe ich bis heute nicht erhalten (sprich: nur Ausreden).


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TangMi
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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

25.02.2016 um 13:50
Ich habe mir dann mal den Spaß gemacht, und im [Esoterik] gefragt:"Wenn ich Alkohol trinke, warum wird mein Bewußtsein dann besoffen, wo es doch getrennt vom Körper existieren soll?". Tja, eine vernunftbegabte Antwort habe ich bis heute nicht erhalten (sprich: nur Ausreden).
Betrunken wird doch nicht das Bewussstsein, sondern der Zellverbund. Das müsstest Du doch wissen! Oder seit wann wird etwas Immaterielles besoffen?


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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

29.02.2016 um 18:47
ArnoNyhm schrieb am 24.02.2016:Grundsätzlich sind sowohl Bewusstsein als auch Selbstbewusstsein Überlebensmechanismen.
Ich glaube ich habe folgendes vor Langer Zeit mal so in "Das egoistische Gen" (Richard Dawkins
Erstlingswerk) gelesen.

Grundsätzlich ist das Bewusstsein eine Simulation der Außenwelt und ermöglicht uns somit mit
der Außenwelt zu interagieren (was unserem Überleben dient), das reicht von sehr primitiven
Wahrnehmungen wie Schmerz, über welche selbst sehr einfache Lebensformen verfügen bis hin
zu weit komplexeren Abläufen, wie der Entscheidungsfindung eines Wirbeltieres.
Das Ausmaß an Bewusstsein nimmt mit der Komplexität der Lebensform zu (ein Einzeller hat sicher
weniger Bewusstsein als eine Maus) und hat im Menschen schließlich einen Punkt erreicht bei dem
es Notwendig war, dass eigene Selbst zu erfassen, um diese Simulation der Außenwelt noch effektiver
zu gestalten (natürlich hat der Evolutionäre Prozess keine Absicht, es geht hier mehr darum jenen
Sachverhalt bildlich darzustellen).

Mich hat diese Idee damals schwer beeindruckt (heute ehrlich gesagt auch noch). Nach unserem heutigen
Wissens scheinen wir die einzige Spezies zu sein, die ein solches Selbstbewusstsein entwickelt hat und es
hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen, dass wir zur dominanten Spezies wurden.
Ich habe mir deinen Beitrag eben mal durchgelesen und liest sich sehr interessant und ja ich kann mir den Sachverhalt bildlich vorstellen. Beim letzten Absatz sehe ich die Sache nach meinen begrenzten Wissen über Bewusstsein genauso. Aber haben wir nur dieses Bewusstsein oder vielleicht doch andere Tiere? Ich meine, das vielleicht auch andere Tierarten eine Art Bewusstsein haben müssen. Hunde können uns z.B. wiedererkennen oder andere Tierarten, die viel mit Menschen zu tun haben. Ich würde diese Sache gar nicht mal so ausschließen, auch wenn du das anders sehen magst.


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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

29.02.2016 um 21:53
@SuperGehirn27
Tiere haben sicherlich ein Bewusstsein, aber nicht dasselbe Selbstbewusstsein wie Menschen.

Es ist sicherlich mögliche andere Individuen (Hunde mich oder andere Hunde) wahrzunehmen
und wieder zu erkennen ohne ein Selbstbewusstsein zu haben.
Wobei man auch zugeben muss, dass das Selbstbewusstsein an sich nichts konkret definiertes
ist. Aber ich denke mit dem Selbstbewusstsein geht die Erkenntnis einher das ich ein Individuum
bin und andere dies auch sind, woraus dann unweigerlich die drei großen W-Fragen der Religion/
Theologie hervor gehen (Wer bin ich | Wozu bin ich | Wo gehe ich hin).
Wir kennen kein Tier, welches auch nur den Anschein macht sich über sowas Gedanken zu machen.

Abgesehen davon gibt es dazu auch verschiedene lustige Verhaltenstests, welche ein solches
Selbstverständnis nachweisen sollen. Zum Beispiel den Spiegeltest.
Dieser wird lediglich von anderen Primaten und ein paar Vögeln (Elstern) bestanden, aber selbst
dieser sagt nicht unbedingt was über das Selbstbewusstsein aus, aber sich selbst zu erkennen
sollte doch eine Grundvoraussetzung des Selbstbewusstseins sein.
Kinder bestehen den Spiegeltest schon mit 1-2 Jahren.


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01.03.2016 um 20:54
@SuperGehirn27
Tiere haben sicherlich ein Bewusstsein, aber nicht dasselbe Selbstbewusstsein wie Menschen.

Es ist sicherlich mögliche andere Individuen (Hunde mich oder andere Hunde) wahrzunehmen
und wieder zu erkennen ohne ein Selbstbewusstsein zu haben.
Wobei man auch zugeben muss, dass das Selbstbewusstsein an sich nichts konkret definiertes
ist. Aber ich denke mit dem Selbstbewusstsein geht die Erkenntnis einher das ich ein Individuum
bin und andere dies auch sind, woraus dann unweigerlich die drei großen W-Fragen der Religion/
Theologie hervor gehen (Wer bin ich | Wozu bin ich | Wo gehe ich hin).
Wir kennen kein Tier, welches auch nur den Anschein macht sich über sowas Gedanken zu machen.

Abgesehen davon gibt es dazu auch verschiedene lustige Verhaltenstests, welche ein solches
Selbstverständnis nachweisen sollen. Zum Beispiel den Spiegeltest.
Dieser wird lediglich von anderen Primaten und ein paar Vögeln (Elstern) bestanden, aber selbst
dieser sagt nicht unbedingt was über das Selbstbewusstsein aus, aber sich selbst zu erkennen
sollte doch eine Grundvoraussetzung des Selbstbewusstseins sein.
Kinder bestehen den Spiegeltest schon mit 1-2 Jahren.
Wie kannst du das wissen? Mal abgesehen von den Tests. Ein kleines Kind mit 1-2 Jahren hat sicherlich noch kein Bewusstsein wie jemand, der 1-2 Jahre älter ist. Ich glaube ab 3 kommt das, was wir Bewusstsein, zum vorschein, oder kennst du einen Menschen (oder jemand jemanden) der vor dem 3. Lebensjahr ein Bewusstsein, in der Form, die er später haben wird?
Was mich auch interessiert ist: Ist es möglich, das ein Mensch eine Fehlentwicklung haben kann, wodurch sein Bewusstsein, was wir ja kennen, nicht zustande kommt und er, instinktiv handelt? (nennt man das so????) Weist du was ich meine? Im Grunde ein Mensch ohne das bekannte Bewusstsein, das wir jetzt haben. Würde sowas durch eine Fehlbildung zustande kommen?


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01.03.2016 um 21:22
SuperGehirn27 schrieb:Wie kannst du das wissen? Mal abgesehen von den Tests.
Ich weiß das ich nichts weiß :) Wir haben keine Indikatoren für solche Dinge außer
eben solchen Test und subjektiven Eindrücken. Alles andere ist eben auch nur Mutmaßung.

Die Sache mit dem Kind habe ich nur angeführt um damit zu verdeutlichen wie sehr sich das
menschliche Bewusstsein von dem des Tieres zu unterscheiden scheint. Wie du selbst sagtest
hat das Kind mit 1-2 noch kein wirklich entwickeltes Bewusstsein, aber es ist schon in der Lage
sich selbst zu erkennen, die meisten Tiere erlangen eben diese Fähigkeit nie (und nur darum
ging mir mit der Geschichte mit dem Kind).

Außerdem möchte ich nochmal darauf hinweisen das ich nicht das allgemeine Bewusstsein meine
sondern das Selbstbewusstsein, was meint in der Lage zu sein zu realisieren, dass man selbst existiert.
Über eben dieses scheinen Tiere nicht bzw. nur sehr eingeschränkt zu verfügen (und das auch nur bei
großen Primaten, die dem Menschen verhältnismäßig nah verwandt sind).

Es gibt zahlreiche geistige Erkrankungen die dazu führen dass Menschen diese Fähigkeit zumindest teilweise
verlieren (Schizophrenie zum Beispiel). Und es konnte auch bei Serienkillern schon mehrfach nachgewiesen
werden das bestimmte Regionen des Gehirns "degeneriert" waren und sie wohl deshalb nicht in dem Maße
Empathie empfinden konnten wie andere Menschen.

Diese Schlussfolgerung ist in dem Zusammenhang auch sehr interessant ... Empathie wird überhaupt erst durch
das Selbstbewusstsein ermöglicht, was auch Sinn macht. Wie soll so jemand in der Lage sein sich in andere
hineinversetzen und mit zu fühlen, wenn er nicht mal realisieren kann, dass er selbst existiert.


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02.03.2016 um 09:37
ArnoNyhm schrieb:Ich weiß das ich nichts weiß :) Wir haben keine Indikatoren für solche Dinge außer
eben solchen Test und subjektiven Eindrücken. Alles andere ist eben auch nur Mutmaßung.

Die Sache mit dem Kind habe ich nur angeführt um damit zu verdeutlichen wie sehr sich das
menschliche Bewusstsein von dem des Tieres zu unterscheiden scheint. Wie du selbst sagtest
hat das Kind mit 1-2 noch kein wirklich entwickeltes Bewusstsein, aber es ist schon in der Lage
sich selbst zu erkennen, die meisten Tiere erlangen eben diese Fähigkeit nie (und nur darum
ging mir mit der Geschichte mit dem Kind).

Außerdem möchte ich nochmal darauf hinweisen das ich nicht das allgemeine Bewusstsein meine
sondern das Selbstbewusstsein, was meint in der Lage zu sein zu realisieren, dass man selbst existiert.
Über eben dieses scheinen Tiere nicht bzw. nur sehr eingeschränkt zu verfügen (und das auch nur bei
großen Primaten, die dem Menschen verhältnismäßig nah verwandt sind).

Es gibt zahlreiche geistige Erkrankungen die dazu führen dass Menschen diese Fähigkeit zumindest teilweise
verlieren (Schizophrenie zum Beispiel). Und es konnte auch bei Serienkillern schon mehrfach nachgewiesen
werden das bestimmte Regionen des Gehirns "degeneriert" waren und sie wohl deshalb nicht in dem Maße
Empathie empfinden konnten wie andere Menschen.

Diese Schlussfolgerung ist in dem Zusammenhang auch sehr interessant ... Empathie wird überhaupt erst durch
das Selbstbewusstsein ermöglicht, was auch Sinn macht. Wie soll so jemand in der Lage sein sich in andere
hineinversetzen und mit zu fühlen, wenn er nicht mal realisieren kann, dass er selbst existiert.
Da habe ich wohl das falsche Wort verwendet, aber du scheinst gewusst zu haben, was ich meinte. Mit dem Bewusstsein hat man ja eine, ich nenne es, bewusste Kontrolle über das, was man tut, sprich einen freien Willen oder irre ich mich da? Ich habe gelesen, das es aber möglicherweise nicht so ist und wir nur sehr begrenzt über diesen freien Willen/Bewusstes handeln haben und fast auschließlich instinktiv handeln. Falls das mit dem instinktiven Handeln zutreffen sollte, wäre ein Bewusstsein eigendlich aus Biologischer Sicht vollkommen unnötig. Oder wie siehst du das?


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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

02.03.2016 um 15:35
SuperGehirn27 schrieb:Mit dem Bewusstsein hat man ja eine, ich nenne es, bewusste Kontrolle über das, was man tut, sprich einen freien Willen oder irre ich mich da?
Das ist kaum zu beantworten und ist sicherlich mehr eine Glaubensfrage. In einer deterministischen Realität sollte es keine
Zufälle geben, alles ist voraus bestimmt. Somit wären auch deine Handlungen schon bestimmt bevor sie sich ereignen. Sie
werden von deinem Verstand entschieden, anhand von Erfahrungen, eigenem Geschmack und Instinkten.
Eine wirklich Entscheidungsfreiheit wäre zutiefst nichtdeterministisch.
SuperGehirn27 schrieb:Falls das mit dem instinktiven Handeln zutreffen sollte, wäre ein Bewusstsein eigendlich aus Biologischer Sicht vollkommen unnötig.
Bewusstsein baut letztendlich auf Instinkten auf. Es ist nur eine höhere Schicht über
den Instinkten, welche deren Information aufnimmt und weiterverarbeitet, um dann
über das weitere Verhalten zu entscheiden.

Menschen fürchten sich, so wie zum Beispiel Elefanten, vor Leichen ihrer Artgenossen.
Wir haben instinktiv Angst davor, was uns vor potentiellen Gefahren schützen soll.
Die meisten Tiere die dieselbe instinktive Furcht empfinden flüchten dann einfach.
Das menschliche Bewusstsein hingegen gibt sich dem Instinkt weniger direkt hin und
bewertet erstmal die Situation (z.B "das ist nur ein Horrorfilm"), trotzdem empfinden wir
diese instinktive Angst genauso, aber wir handeln trotzdem meist weniger instinktiv als Tiere.

Es ist schwer vorzustellen, dass wir den Instinkt je ganz abstellen können, aber unser Bewusstsein
kann sehr wohl über den Instinkt triumphieren.


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Ist das Bewusstsein lebensnotwendig?

02.03.2016 um 16:09
ArnoNyhm schrieb:Bewusstsein baut letztendlich auf Instinkten auf. Es ist nur eine höhere Schicht über
den Instinkten, welche deren Information aufnimmt und weiterverarbeitet, um dann
über das weitere Verhalten zu entscheiden.

Menschen fürchten sich, so wie zum Beispiel Elefanten, vor Leichen ihrer Artgenossen.
Wir haben instinktiv Angst davor, was uns vor potentiellen Gefahren schützen soll.
Die meisten Tiere die dieselbe instinktive Furcht empfinden flüchten dann einfach.
Das menschliche Bewusstsein hingegen gibt sich dem Instinkt weniger direkt hin und
bewertet erstmal die Situation (z.B "das ist nur ein Horrorfilm"), trotzdem empfinden wir
diese instinktive Angst genauso, aber wir handeln trotzdem meist weniger instinktiv als Tiere.

Es ist schwer vorzustellen, dass wir den Instinkt je ganz abstellen können, aber unser Bewusstsein
kann sehr wohl über den Instinkt triumphieren.
Bedeutet also, das deiner Meinung nach der Mensch schon ein gewissen Spielraum hat, eigene Entscheidungen zu treffen und aus freien Stücken heraus zu entscheiden, was er macht, unabhängig vom Instinkt. Vorallem: Wie definierst du Instinkt?


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