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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

102 Beiträge, Schlüsselwörter: Ard Zdf Friedensappell Diktatur Medien

Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

08.12.2014 um 22:17
http://www.lokalkompass.de/dorsten/politik/ard-und-zdf-verschweigen-friedensappell-hochkaraetiger-politiker-kuenstler-un...

Ihre RegionStadtspiegel Dorsten / HalternDorstenPolitikARD und ZDF verschweigen Friedensappell hochkarätiger Politiker, Künstler und Intellektueller
ARD und ZDF verschweigen Friedensappell hochkarätiger Politiker, Künstler und Intellektueller

Es ist eine hochkarätige und überparteiliche Liste ehemaliger und aktiver Politiker, Künstler, Intellektueller und besorgter Bürger, die einen dringenden Appell wider die sich verschlimmernde Kriegstreiberei zeichneten:

Dr. Roman Herzog (Bundespräsident a.D.)
Dr. Dr. h.c. Burkhard Hirsch (Bundestagsvizepräsident a.D.)
Dr. Antje Vollmer (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a.D.)
Gerhard Schröder (Bundeskanzler a.D.)
Klaus von Dohnany (Der ehemalige Regierunsgcehf von Hamburg)
Eberhard Diepgen (Der ehemalige Regierungschef von Berlin)
Manfred Stolpe ( Der ehemalige Regierungschef von Brandenburg)
ehemalige SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel,
Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder,
Alt-Bundespräsident Roman Herzog
der Schauspieler Mario Adorf.
dazu ehemalige Bundesminister, Ministerpräsidenten, Botschafter und Staatssekretäre.

Sie alle appelierten an die Regierung, ihrer Verantwortung für den Frieden in Europa gerecht zu werden und an die Medien, ihrer Pflicht zur verantwortungsvollen und vorurteilsfreien Berichterstattung nachzukommen. Das ist eine ausgewachsene Ohrfeige sowohl für die Regierung, als auch die Medien – allen voran ARD und ZDF, denen als öffentlich-rechtliche Sender eine besondere Verantwortung zukommt.
Wie reagieren nun ARD und ZDF?

Die von transatlantischen Thinktanks unterwanderten Staatssender, die seit Monaten eine Lügen- und Desinformationskampagne gegen Russland, gegen das deutsche Volk und gegen den Frieden in Europa betreiben, berichteten mit keinem Wort über diesen besorgten Aufruf! Weder ARD “Tagesschau” oder “Tagesthemen”, noch ZDF “heute” sahen sich imstande über diesen historischen Appell, der nachmittags um 15.01Uhr auf ZEIT.de (hier geht es zum Aufruf) veröffentlicht wurde, zu informieren. Auf der Webseite tagesschau.de findet sich bis heute Mittag noch nicht der kleinste Hinweis.

Der Grund liegt wohl auf der Hand: Auch sie, die US-Propagandisten und Treiber des neuen Kalten Krieges werden in dem Aufruf frontal angegriffen. Dass sie sich nun anmaßen, diesen Appell schlicht und einfach totzuschweigen, als wäre ein Sturm in Asien oder ein Raketenstart in den USA wichtiger, als die Sorge um den Frieden in Europa, ist eine Unverfrorenheit ohne Beispiel und zeigt, wie weit es in diesen Sendern gekommen ist.
Die derzeitigen Entwicklungen waren absehbar.

Ich hatte bereits im April mit diesem Artikel vor diesen Entwicklungen gewarnt, die sich immer mehr abzeichnen.

Meine sehr verehrten Leserinnen und Leser, Medien können ein Segen aber auch ein Fluch sein, zumal wenn sie den Pfad der Objektivität und Sachlichkeit verlassen haben. Und aus einem anfänglich unguten Gefühl ist mittlerweile Gewissheit geworden, dass mit unseren Medien etwas nicht stimmt.

Alle großen Leitmedien haben den Pfad als "vierte Gewalt" im Staat verlassen. Dazu kann ich ihnen wärmstens das Buch "Gekaufte Journalisten" von Dr. Udo Ulfkotte - dessen Familie tatsächlich ursprünglich auch aus Dorsten stammt (Daher auch der Ortsteilname), empfehlen.

Dr. Ulfkotte zeigt in seinem Bestseller auf, wie die Medien von Lobbyisten unterwandert und korrumpiert wurden, anhand von mehr als 600 Quellenangaben, nennt er auch Roß und Reiter.

Ebenso haben Max Uthoff und Claus von Wagner in ihrer Sendung "Die Anstalt - Das Netzwerk der Korrupten deutschen Journalisten" die Zusammenhänge der transatlantischen Organisationen mit den Medien aufgezeigt.

Und hier noch ein weiters Musterbeispiel für die Desinformation in unseren Medien:
Wir haben das Bild von dem "plündernden" Seperatisten in der Ukraine noch in Erinnerung?
Entlarvt! Westliche & deutsche Medien LÜGEN über angebliche Plünderung seitens der Separatisten in der Ukraine.


Wie sie auf meiner Homepage nachlesen können, habe ich über diese Machenschaften in den Deutschen Medien schon frühzeitig berichtet und empfehle ihnen einen Besuch dieser Seiten, alle Aussagen sind mit Quellen belegt und daher von jedermann/-frau überprüfbar.

Liebe Leser und Mitbürger, seien sie kritisch und informieren sie sich bitte auch alternativ.
Derjenige der nichts weiß, muss nun einmal das glauben was ihm vorgesetzt wird. Auch eine offensichtliche Lüge.

Es gibt keine Alternative zum FRIEDEN und schon gar nicht für uns Deutsche, das haben wir uns nach unseren Erfahrungen aus der Vergangenheit auf die Fahnen geschrieben und ich möchte sie bitten, mit mir gemeinsam den Medien und der Politik auf die Finger zu schauen und nötigenfalls auch auf selbige zu klopfen, damit sie ihrem Auftrag wieder gerecht werden.
Setzen auch sie sich für einen friedvollen, offenen und ehrlichen Dialog zwischen den Kontrahenten ein.

Denn nur unsere Passivität, lässt anderen Kräften die Möglichkeit ihre Interessen durchzusetzen und wenn es Geschäfte mit dem Krieg sind.

In diesem Sinne stehen auch sie auf und sagen: Nicht in meinem Namen!

Teile diese Artikels entstammen einem Artikel von den Seiten der Propagandaschau, einer Seite die es sich zur Aufgabe gemacht hat Propaganda in den Medien zu entlarven.


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

08.12.2014 um 22:32
@Zeitmaschine78

Bei Heise gibt es natürlich auch einen Artikel dazu.

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43533/1.html


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

08.12.2014 um 22:40
Es gab in zig Leitmedien dazu Berichterstattung, wo ist also die Diktatur? Diese Tatsache dürfte doch gegenteiliges belegen.

Und was Ulfkotte betrifft:
https://krautreporter.de/46--die-wahrheit-uber-die-lugen-der-journalisten
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/19612/udo-ulfkotte-wie-die-faz-mich-aus-den-faengen-des-bnd-rettete/


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

08.12.2014 um 22:42
univerzal schrieb:Es gab in zig Leitmedien dazu Berichterstattung
...welche natürlich objektiv und vorurteilsfrei war, versteht sich.


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

08.12.2014 um 22:43
@KillingTime
Gähn, leg mal ne neue Platte auf.


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

08.12.2014 um 22:47
Das gleiche Thema als transatlantische Greuelpropaganda bei Welt Online:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article135119551/Dieser-Russland-Aufruf-ist-ein-peinliches-Dokument.html

Die Kommentarfunktion wurde selbstverständlich umgehend geschlossen.


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

08.12.2014 um 22:49
Zeitmaschine78 schrieb:Die von transatlantischen Thinktanks unterwanderten Staatssender, die seit Monaten eine Lügen- und Desinformationskampagne gegen Russland, gegen das deutsche Volk und gegen den Frieden in Europa betreiben, berichteten mit keinem Wort über diesen besorgten Aufruf!
Warum sollen die von
Zeitmaschine78 schrieb:transatlantischen Thinktanks unterwanderten Staatssender
einen Appell der von transukrainischen Thinktanks unterwanderten ehemaligen Schröderregierung & Freunden veröffentlichen?


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

08.12.2014 um 22:53
Und wie das so ist, in einer anständigen Mediendiktatur, gibt es natürlich noch mehr Standpunkte als die Krawallos von Welt:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/russland-ukaine-putin-aufruf-ruprecht-polenz
http://www.dw.de/kommentar-russland-aufruf-offenbart-ahnungslosigkeit-über-osteuropa/a-18116684


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

08.12.2014 um 23:20
Zeitmaschine78 schrieb:Die von transatlantischen Thinktanks unterwanderten Staatssender, die seit Monaten eine Lügen- und Desinformationskampagne gegen Russland, gegen das deutsche Volk und gegen den Frieden in Europa betreiben, berichteten mit keinem Wort über diesen besorgten Aufruf! Weder ARD “Tagesschau” oder “Tagesthemen”, noch ZDF “heute” sahen sich imstande über diesen historischen Appell, der nachmittags um 15.01Uhr auf ZEIT.de (hier geht es zum Aufruf) veröffentlicht wurde, zu informieren. Auf der Webseite tagesschau.de findet sich bis heute Mittag noch nicht der kleinste Hinweis.

Der Grund liegt wohl auf der Hand: Auch sie, die US-Propagandisten und Treiber des neuen Kalten Krieges werden in dem Aufruf frontal angegriffen. Dass sie sich nun anmaßen, diesen Appell schlicht und einfach totzuschweigen, als wäre ein Sturm in Asien oder ein Raketenstart in den USA wichtiger, als die Sorge um den Frieden in Europa, ist eine Unverfrorenheit ohne Beispiel und zeigt, wie weit es in diesen Sendern gekommen ist.
Die derzeitigen Entwicklungen waren absehbar.
Ich glaub das gehört eher in die Rubrik Verschwörungen und nicht Politik?


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

09.12.2014 um 09:14
Befinden wir uns in einer Medien Diktatur ?
Ja.


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fabricius
ehemaliges Mitglied

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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

10.12.2014 um 05:45
Nie hatte man solche Möglichkeiten wie heute, sich alternativ zu informieren! Dank Internet.


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Warhead
ehemaliges Mitglied

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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

11.12.2014 um 04:01
@Zeitmaschine78
Die Taz hat darüber geschrieben,der Tagesspiegel,die Süddeutsche
Deutschlandradio hat darüber ein Feature gebracht und RBB-Inforadio auch
Ne Glotze hab ich erst gar nicht,seit Jahren schon nicht mehr,trotzdem bin ich bestens informiert,danke.
Wer spezielle Infos haben will kann diese sich ja mailen lassen,ich war mal im Newsverteiler der sozialen Bewegungen.Am Tag kamen so um die 200-400 Meldungen zusammen

-Bauern in Oaxaca enteignet
-Streik von Coca Cola Arbeitern in Kolumbien zusammengeschossen
-Demo in Delhi verboten
-Miscitos besetzen Bezirksgericht von Puerto Cabezas
-Marsch der Landlosen auf Lima beginnt
-Gewerkschaft der Wasserstapler gewinnt Prozess gegen XY

Das geht so den ganzen Tag lang,da wirste irgendwann irre...und total demotiviert überhaupt den Arsch noch für irgendeine Action hochzukriegen


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

11.12.2014 um 06:31
@Zeitmaschine78

Inwiefern ist die Tagesschau denn nun eine propagandaschau?

Da haben einige Leute ne Petition unterschrieben, de rman zustimmen kann oder nicht.
Was hat das mit 'Mediendiktatur' zu tun?

In Deutschland kannst du sowohl unbehelligt ein Medium betreiben bzw blogs, onlinezeitungen usw., außerdem ist in der medienlandschaft durchaus eine gewisse diversität gegeben.

Und auch ARD und ZDF sind bei weitem nicht so parteiisch und abhängig wie es da dargestellt wird.

Typischer Schall und Rauch thread


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

11.12.2014 um 06:32
Finds ja auch geil wie hier Leute die offenbar keine ahnung davon haben, was eine diktatur ist, sehr leichtfertig mit dem begriff umgehen.


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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

11.12.2014 um 08:20
@Narrenschiffer
@Zeitmaschine78
@univerzal
Das sind zwei Kommentare von diesem Artikel aus dem Eröffnungspost:
Zeitmaschine78 schrieb:http://www.lokalkompass.de/dorsten/politik/ard-und-zdf-verschweigen-friedensappell-hochkaraetiger-politiker-kuenstler-un...
Dieser Artikel wurde von Franz Josef Ferme aus Dorsten eingestellt.
Franz-Josef Ferme aus Dorsten | 10.12.2014 | 11:13
Sehr geehrter Herr Gross,

insgesamt 69 Jahre Gehirnwäsche scheinen gewirkt zu haben, wenn ich ihre Ausführungen lese.

Moderne Kriegsführung ist viel diffiziler Herr Gross, die US-Administration (nicht die Bevölkerung) geht sehr viel geschickter vor.

Es wird mit solchen Leuten wie z. B. einem Herrn Klitschko unter dem Deckmantel der Demokratie ein Umsturz angezettelt (Zitat Nuland: "Fuck the EU") Kostenpunkt waren selbst zugegebene 5 Milliarden $.

Was sie in den Medien aber nicht erfahren, ist:
"Die kriminelle Vergangenheit der Klitschko-Brüder"
http://balkanportal.info/vb/showthread.php?2135-Di...

Überlassen Sie Ihre USA- Propaganda besser ARD, oder ZDF und den gleichgeschalteten Mainstreammedien.

Die Sendeanstalten bekommen es leider auch noch mit jährlich 7 Milliarden € aus unseren Gebühren bezahlt.

Und welche Schäden damit angerichtet werden, das kann man in Ihrem obigen Kommentar nachlesen.

Glauben ist nun einmal nicht Wissen und um sich ein eigenes Urteil bilden zu können, muss man immer vorurteilsfrei beide Seiten anhören.

Anderenfalls denkt man nicht selbst, sondern wird gedacht.
Vielleicht fangen sie einfach einmal damit an, die Kommentare unter den Artikeln zu lesen, dann sollte auch ihnen ein Licht aufgehen.
Soviele Agenten kann der Kreml wohl unmöglich alle bezahlen.

JA und auch ich bin ein Putinversteher Herr Gross. Da habe ich gar kein Problem mit und NEIN ich werde nicht dafür bezahlt.

P.S.: Googeln sie einmal nach "Uranmunition Irak" und schauen sie sich die Bilder an. Das ist Munition die die USA und ihre verbündeten einsetzen Herr Gross, ich bin auf ihren Kommentar dazu gespannt.

Hier noch eine Empfehlung, eine Vorlesung eines Schweizer Historikers über die NATO.
NATO Geheimarmeen - Prof. Daniele Ganser



Peter Gross aus Bochum | 10.12.2014 | 12:10
Ganser, Ulfkotte...- da fehlen zwar noch einige, aber die Richtung wird schon mal deutlich.

Sage mir, was Du liest und ich sage Dir, wie Du tickst. Ich sage Ihnen, was Sie, Herr Ferme, lesen: Kopp- Verlag, Heise, Ria Novosti, Stimme Russlands, KenFM, RT sowie alles, was die AKL innerhalb der Linken so veröffentlicht.

Damit informieren Sie sich in der Tat sehr neutral, ausgewogen und so gar nicht gefärbt. Das ist sehr lobenswert, Herr Ferme. Nicht vielen Menschen ist es vergönnt, so aufgeklärt durch's Leben zu gehen.

Weshalb Sie allerdings über so so etwas speziellem wie Uranmunition sprechen wollen, irritiert ein wenig, aber sei's drum: Uranmunition wird von den USA, aber auch von Frankreich und Großbritannien eingesetzt, das stimmt. Aber auch von China. Oder Russland- fragen sie mal die Tschetschenen und die Afghanen.
http://www.lokalkompass.de/dorsten/politik/ard-und-zdf-verschweigen-friedensappell-hochkaraetiger-politiker-kuenstler-un...

Der Kommentar von Franz Josef Ferme zeigt ja so einen richtigen Putin-Liebhaber !
Und die "richtige Literatur" liest er ja auch !


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def
ehemaliges Mitglied

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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

11.12.2014 um 08:37
Medien Diktatur? Eher nicht... Journalisten die sich dem Meistbietenden anbiedern? Schon eher...


http://www.huffingtonpost.de/2014/05/02/medienkritik-journalisten_n_5252735.html

Medienkritik: Warum sich Journalisten und Leser immer schlechter verstehen

Mit der Kritik ist das so eine Sache: Kommt sie undifferenziert daher, neigt man viel zu schnell dazu, sie nicht ernst zu nehmen.

Vielen Journalisten geht das seit Monaten so. Immer wieder bekommen sie zu hören, sie seien Teil der „Systemmedien“, „gekaufte Schreiberlinge“ oder auch kurz „Lügner“.

Meist fallen solche Anfeindungen im Zusammenhang mit der Ukraine-Berichterstattung. Und es wäre nur allzu einfach, darüber hinweg zu hören. Bei aller Kritik an der Kritik, die genauso gut möglich wäre: Es ist wahr, dass der deutsche Journalismus ein Kommunikationsproblem hat.

Doch erst einmal zu den Vorwürfen: Sie haben es spätestens seit dieser Woche in den kulturellen Mainstream geschafft. Die Satiriker Max Uthoff und Claus von Wagner widmeten sich in der Sendung „Die Anstalt“ den Geschehnissen in der Ukraine und der anstehenden Europawahl. Immer wieder, bis zum Schluss der Sendung, klang deutliche Kritik an der Berichterstattung deutscher Journalisten durch.


"Die Anstalt" bringt vieles auf den Punkt

Einiges davon ist fragwürdig: So wird, wie so oft in den vergangenen Wochen, die Journalistin Gabriele Krone-Schmalz als Kronzeugin angeführt. Sie hatte im NDR-Medienmagazin „Zapp“ deutliche Kritik am Tenor der deutschen Ukraine-Berichterstattung geübt.

Dass sie selbst aber nicht unumstritten ist, zeigt ein offener Brief des langjährigen Russland-Korrespondenten Boris Reitschuster, der Krone-Schmalz unter anderem vorwirft, für Vorträge vom Kreml bezahlt worden zu sein.

Andererseits trifft die Satiresendung in vielen Punkten ins Schwarze. So ist die Verbindung zwischen Journalisten und oft elitären Think Tanks in der Tat ein Problem. Warum die Chefs der Auslandsressorts von "Süddeutscher Zeitung" und "FAZ" gleichzeitig im Beirat der staatlichen Bundesakademie für Sicherheitspolitik sitzen dürfen, lässt sich nur schwer erklären.

In den USA wäre das in vielen Verlagshäusern nicht möglich. Die Info, dass Springer-Mitarbeiter laut Arbeitsvertrag das transatlantische Verhältnis fördern sollen, macht in den Russland-Foren schon seit Monaten die Runde. Und sie ist wahr. Ebenso wie die Tatsache, dass es kaum einen Journalisten in Deutschland gibt, der in so vielen transatlantischen Organisationen tätig ist wie der ZEIT-Herausgeber Josef Joffe.

Journalisten in elitären Zirkeln

Natürlich ist jeder Journalist auch Staatsbürger und kann sich eben dort politisch engagieren, wo er will. Das Prekäre an den Zusammenhängen, die in der „Anstalt“ gezeigt wurden, ist aber der elitäre Kontext: Durch ihre Tätigkeit bei Institutionen, die nicht allen Bürgern offen stehen, erwecken Journalisten den Eindruck, sie würden ihre Berichterstattung in Hinterzimmern gemeinsam mit ihren mächtigen Freunden aushecken.

Das darf nicht sein. Vielleicht ist es auch deswegen Zeit, über die Wiederbelebung von Redaktionsstatuten nachzudenken, die solche Dinge klären könnten.

Doch das Kommunikationsproblem der Medien geht tiefer. Es ist nicht nur das Fremde im Handeln vieler Journalisten, das zu Kritik führt. Die Fremdheit mit dem Leser fängt schon in der Realitätswahrnehmung an.

Dazu trägt sicher bei, dass Journalisten eine sozial sehr eng geschlossene, homogene Gruppe sind. Eine Befragung der Friedrich-Ebert-Stiftung im Jahr 2008 hat gezeigt, dass Schüler der großen Journalistenschulen zu fast zwei Dritteln aus Beamtenhaushalten stammen.

Der Medienforscher Siegfried Weischenberg hatte in einer Befragung von 2006 festgestellt, dass nur neun Prozent der deutschen Journalisten aus Arbeiterfamilien kommen.

Ein weiteres Problem ist die Wirklichkeitswahrnehmung

Natürlich gibt es viele Journalisten, die trotz ihrer Herkunft aus Akademikerhaushalten genügend Interesse für die Lebenswelt derer aufbringen können, die kein Abitur haben. Neugierde sollte eigentlich in jedem Journalisten stecken. Doch oft genug klingt Dünkel aus journalistischen Texten heraus.

Ein Beispiel aus dieser Woche ist die Berichterstattung zum Tode des Fernsehmoderators Heinz Schenk, der 21 Jahre lang die Sendung „Zum Blauen Bock“ moderiert hat und damit bis zu 20 Millionen Zuschauer vor den Fernseher lockte.

Sicherlich war der „Blaue Bock“ kein Bildungsfernsehen, sondern professionell gemachte Unterhaltung. Und doch transportierte die Sendung ein regionales Lebensgefühl. Etwas, das viele Menschen nicht in Worte fassen können, aber erkennen, wenn sie es sehen.

Heinz Schenk schrieb all seine Moderationen und Witze selbst. Er machte seinen Job so gut, dass er bald schon zum Inbegriff des „Hessen“ in Deutschland wurde. Damit gab er seinem identitätsarmen, nach dem Zweiten Weltkrieg künstlich zusammengefügten Bundesland ein Gesicht – genau das haben ihm viele seiner Landsleute bis heute nicht vergessen.

Schenk war einer der letzten echten volkstümlichen Künstler

Dass Schenk durchaus in der Lage war, seine mediale Rolle zu reflektieren, bewies er mit seinem Part als alternder, egozentrischer Entertainer Heinz Wäscher in Hape Kerkelings Show-Satire „Kein Pardon“.

Später war er einer von Deutschlands ersten „Silversurfern“ und erklärte älteren Menschen den Umgang mit Computern. Sein Vermögen übrigens soll in eine Stiftung übergehen, die junge Musiker und Kabarettisten fördern wird.

Vor diesem Hintergrund ist es schon bemerkenswert, was beispielsweise Spiegel Online-Autorin Jenni Zylka zu Schenk in ihrem Nachruf einfiel. Unter der Überschrift „Der Äppelwoi-Onkel der Nation“ heißt es: „Statt den souveränen Frauenheld gab er den medioker schmierigen, aber schlagfertigen Weinonkel der Nation, mit dem sich viele Zuschauer identifizieren konnten.“

Oder: „Er babbelte sich bis ins Fernsehen und übernahm 1966 die Vorzeigeshow des Hessischen Rundfunks, "Zum Blauen Bock", deren Namen bereits Niveau und Trunkenheitszustand der Zuschauer und Mitstreiter auf den Punkt brachte.“

Zylka stellt Schenk als berechnenden Simpel mit unsympathischer Physiognomie dar. Noch einfacher gestrickt ist dieser Logik zu Folge nur sein Publikum. Im vorletzten Absatz zitiert sie ein volkstümliches Gedicht Schenks, sie schließt mit dem Satz: „Keine neue Erkenntnis, aber da nickt der Bürger gerne mit.“

Als ihr Text erschien, hatten sich bereits Hunderte Menschen in das Online-Kondolenzbuch des Hessischen Rundfunks eingetragen.

Kleinbürger-Bashing

Mal abgesehen von der Frage, ob dies der richtige Tonfall für einen Nachruf ist: Der gesamte Text ist nichts anderes als unverstelltes Kleinbürger-Bashing.

Mehr unbewusst als bewusst hat Zylka damit aufgezeigt, woran es vielen Medien in Deutschland fehlt: Journalisten verstehen sich in Deutschland immer seltener als Mittler zwischen Klein- und Bildungsbürgertum.

Zwangsläufig wird Journalismus deshalb auch als etwas Elitäres wahrgenommen, weil die Lebenswirklichkeit von Nicht-Akademikern oder Landbewohnern in den Medien unterrepräsentiert ist. Und wenn sie doch vorkommt, schwingt im Subtext nicht selten ein Stück Verachtung mit.

So ist übrigens auch der Bedeutungsverlust von Regionalzeitungen zu erklären. Noch in den frühen 90er Jahren kam ihnen auf dem Land und in den mittelgroßen Städten eine wichtige politische Funktion zu: Sie waren ein Bildungsinstrument.

Im Gegensatz zu Lokalzeitungen boten sie eine gute Mischung als anspruchsvoller Politikberichterstattung und lokaler Information. Ein Konzept, das auch heute noch funktionieren könnte, wenn es in den Redaktionen noch genug Personal gäbe, das den steten Informationsstrom aus dem Netz einordnet und bewertet.

Stattdessen fingen aber Anfang der Nullerjahre viele Zeitungen an, sich zu „regionalisieren“. Jobs in den Politik- und Nachrichtenredaktionen wurden gestrichen, lokale Meldungen schafften es nun bis auf die Titelseite.

Warum? Weil Verleger und Chefredakteure ihren Lesern unterstellten, sie würden sich ohnehin nur für das interessieren, was vor ihrer eigenen Haustür passierte. Spätestens das große öffentliche Interesse an außenpolitischen Themen wie dem Arabischen Frühling oder der Ukraine-Krise dürfte das widerlegt haben.

Die Leser wollen nicht immer nur schlechte Nachrichten hören

Auch der Umgang mit Themen spielt eine Rolle, wenn man das Kommunikationsproblem deutscher Journalisten beschreiben möchte. Denn genauso, wie es in der Welt der Leser und Zuschauer Missstände gibt, existieren dort auch schöne, motivierende oder trostspendende Geschichten.

Kritischer Journalismus ist wichtig. Ohne ihn wäre die Bundesrepublik keine freie Gesellschaft. Doch Journalismus ist nicht allein Kritisieren und Skandalisieren, sondern auch das Abbilden von Lebensrealitäten - um dadurch Lernprozesse anzustoßen. Auch eine positive Geschichte kann Menschen zum Nachdenken bringen.

Das alles sind nur Puzzlesteine. Wahrscheinlich kommt es täglich tausendfach vor, dass Autoren an dem vorbei schreiben, was Leser denken.

Und nicht immer ist das schlimm. Man stelle sich eine Medienwelt vor, in der Journalisten ihren Lesern nur noch nach dem Mund reden würden. Schnell wäre die Rede von einer „neuen Haltungslosigkeit“.

Denkanstöße sind wichtig, allein schon wegen der dabei freigesetzten Reibungsenergie. Was jedoch seltener wird, ist gegenseitiger Respekt.

Wenn kritische Autoren schnell mit dem Lafontaine-Bonmot „Schweinejournalist“ belegt werden, oder Journalisten voller Verachtung auf die Lebenswelt ihrer Leser blicken: Dann läuft im Kommunikationsprozess etwas schief.

Dass wir bereits an diesem Punkt angekommen sind, zeigen die atmosphärischen Störungen zwischen Medienmachern und Medienrezipienten der vergangenen Monate.

Für Journalisten ist das fatal: Sie leben schließlich davon, dass Leser ihnen vertrauen


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armleuchter
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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

11.12.2014 um 09:16
würde auch sagen, dass wir mainstreammedien/leitmedien haben, die nicht unabhängig sind, die zum teil wie geleichgeschaltet WIRKEN. Ich bin mir sicher , dass sie es de facto aber nicht sind.

Am deutlichsten ist das versagen als "vierte gewalt" zur Zeit bei der begleitung des NSU-prozesses zu beobachten. Die Berichterstattung in den leitmedien dazu ist obeflächlich , tendenziös und v.a staatstreu. manchmal könnte man meinen man sei in der DDR 2.0 gelandet.


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Juvenile
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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

11.12.2014 um 09:18
Nein, die Medien geben mir ja nicht vor was ich zu denken und zu glauben habe.


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def
ehemaliges Mitglied

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Befinden wir uns in einer Medien-Diktatur?

11.12.2014 um 09:28
Juvenile schrieb:Nein, die Medien geben mir ja nicht vor was ich zu denken und zu glauben habe.
Das stimmt schon.

Allerdings sagen dir die (Leit-)Medien ganz klar in welcher Schublade du zu stecken hast wenn du etwas "falsches" denkst und glaubst...

Und Medien die etwas anderes verlautbaren als die großen (Leit-)Medien finden sich ruckzuck in eine Ecke geschoben wieder.

Die Medien geben dir nicht vor was du zu glauben hast aber sie sagen dir klipp und klar was du für ein Trottel/Wutbürger/Rechter/Linker/ etc. bist wenn du nicht das glaubst und denkst, was sie erzählen.

Beispiel?

Du glaubst Russland hat nicht die Alleinschuld an der Ukrainekrise? du alter Putinversteher!

Du glaubst die Menschen die Montags in DD demonstrieren sind nicht nur trottelige Nazis? Bist wohl selber so ein braunes Dummerchen.

etc. pp.


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