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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

41 Beiträge, Schlüsselwörter: USA, Öl, Ölbohrungen, Us-senat

US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

17.03.2005 um 12:15
Anhang: 0,1518,druck-346869,00_oelalaska.txt (2,84 KB)
Der US-Senat hat das Bohren nach Erdöl und Erdgas in einem arktischen Naturschutzgebiet in Alaska genehmigt. Dies wohl nicht zuletzt auch, nachdem die Preise für ein Barrel Rohöl der Nordsee-Sorte `Brent` den Rekordwert von 55 US-Dollar überschritten haben.
Aber wenn es um die Wirtschaft geht, dann sind mittlerweile alle Mittel zum Zweck heilig - ein bisschen Krieg hier, ein bisschen Natur verschandeln dort. Und der Bürger hat wie immer die Klappe zu halten und das ganze zu finanzieren.
Viva la Wirtschaft - good bye Mutter Natur....


Ölbohrungen in Schutzgebiet



Senat unterstützt Bushs Energiepolitik

Der amerikanische Senat hat umstrittene Erdöl- und Erdgasbohrungen in einem arktischen Naturschutzgebiet in Alaska genehmigt. Die äusserst knappe Entscheidung bedeutet einen wichtigen Sieg für die Energiepolitik von Präsident Bush. Umweltschützer kämpfen seit Jahrzehnten gegen die Öffnung des Gebiets für Ölbohrungen. Die Küstenebene des Arctic National Wildlife Refuge ist Lebensraum für Millionen Zugvögel, Karibus und andere Tiere.

Mit 51 zu 49 Stimmen sprach sich der von den Republikanern von Präsident Bush dominierte Senat am Mittwochabend dafür aus, die Bohrerlaubnis dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr hinzuzufügen. «Dieses Projekt wird für ein Wachstum unserer Wirtschaft sorgen, indem es Arbeitsplätze schafft und sicherstellt, dass Unternehmen expandieren können», sagte Bush. Darüber hinaus mache es die USA weniger abhängig von Ölimporten.

Umweltschützer kündigten an, weiter für die Bewahrung des Gebiets zu kämpfen. Auch Befürworter des Entwurfs räumten ein, dass bis zu einer endgültigen Entscheidung noch viel Zeit vergehen könne. Die Kongressmitglieder müssen sich auf den Haushaltsentwurf einigen, was im vergangenen Jahr nicht der Fall war. Darüber hinaus fügte das Repräsentantenhaus die entsprechende Passage nicht in seinen Haushaltsentwurf ein. Der Unterschied muss in Verhandlungen ausgeräumt werden.

Das Arctic National Wildlife Refuge liegt im Nordosten von Alaska und ist das nördlichste Naturschutzgebiet der USA. Die rund 80'000 Quadratkilometer sind Lebensraum für zahlreiche Vogel-, Fisch- und Säugetierarten - darunter Karibus, Moschusochsen, Bären und Wale. 1960 wurde das Gebiet vom damaligen Präsidenten Dwight D. Eisenhower unter Schutz gestellt, um das einzigartige Ökosystem zu bewahren.
Pläne wiederholt gescheitert

Pläne, die Öl- und Gasvorkommen auszubeuten, waren wiederholt gescheitert, unter anderem in den 70er Jahren am damaligen Präsidenten Jimmy Carter, der das Schutzgebiet sogar vergrösserte, und in den 90er Jahren Jahren an Präsident Bill Clinton. Unter dem Gebiet werden fünf bis 16 Milliarden Barrel (das Fass zu 159 Liter) Öl vermutet.

Wie lange wird Mutter Natur diesem sinnlosen Treiben noch zusehen?
Haben Umweltschützer, die sich für eine Erhaltung der Artenvielfalt einsetzen, endgültig in der Wirtschaft ihren Meister gefunden?

Die Wahrheit ist seltsamer als die Fiktion, weil die Fiktion Sinn machen muss.


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

17.03.2005 um 12:36
Tja so ist das eben. Meine einzige (begründete) Hoffnung ist die, das die Natur
immer einen Weg findet. Und der Mensch wird wohl nicht mehr all zu lange
Teil ihres Plans sein *g*

Life is a bitch: it´s cheap, it´s fun and makes you fuckin´ crazy...


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t.durden
ehemaliges Mitglied

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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

17.03.2005 um 13:51
Wieso kauft hier Benzin.
Nachfrage Angebot

wenn ihr nur noch Bus Fahrrad Zug nehmt gibt es keine Nachfrage

und somit braucht man auch kein Angebot






1.) you do not talk about Fight Club
2.) geh auf meine HP http://www.keyzer-soze.de.vu/
3.) schreib ins Gästebuch
4.) :) Bitte :)


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

17.03.2005 um 13:57
Bus Fahrrad Zug

Achja, Bus und Zug verbrauchen kein Benzin, gut zu wissen...
und dann der Strom hier bei uns, da brauchst du also auch keinen Strom hier? hm, interessant...

Was wir brauchen ist ein allgemeiner Umstieg, was die Energie angeht.... und denkt dran, das Uran wird auch knapp

Achtung! Neue Sig:
Auch die Stimme des Gewissens hat mal Stimmbruch!!!

alle Tippfehler © by Oxayotel 2004-2005


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

17.03.2005 um 14:21
Wenn wundert das schon, die USA gehen über tausende von leichen wenn es um ihre Wirtschaft geht.


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t.durden
ehemaliges Mitglied

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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

17.03.2005 um 15:08
@Oxyhotel

1 Bus = 20 Autos
1x50 Liter oder 20x50 Liter

50€ oder 1000€

kapiert?

1.) you do not talk about Fight Club
2.) geh auf meine HP http://www.keyzer-soze.de.vu/
3.) schreib ins Gästebuch
4.) :) Bitte :)


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

17.03.2005 um 15:19
Klar ist es schonender Taylor... doch ich denke nicht das dies Langfristig den gewünschten Effekt bringt... das weniger das dann auf der Strasse verbraucht wird kauft dann die Industrie.... es braucht mehr als sparen... leider...

Achtung! Neue Sig:
Auch die Stimme des Gewissens hat mal Stimmbruch!!!

alle Tippfehler © by Oxayotel 2004-2005


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

17.03.2005 um 18:44
>>Tja so ist das eben. Meine einzige (begründete) Hoffnung ist die, das die Natur
immer einen Weg findet. Und der Mensch wird wohl nicht mehr all zu lange
Teil ihres Plans sein *g*<<

Seh ich auch so, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass genau die Menschen (Auch wir), die den größten Teil zur Zerstörung der Umwelt beitragen als letztes die Auswirkungen zu spüren bekommen.
Zum Beispiel die Ozonlöcher, die über Westeuropa und den USA verursacht werden/wurden sind über Asien und Australien(?) zu finden.

Naja:
Geld über alles! Zur Hölle mit der Natur!

Passt zu dem Spruch:
Terror über alles! Zur Hölle mit dem Frieden!

(Und jetzt bitte nicht falsch verstehen -_-)

"Die Knarre löst die Starre"


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echelon
ehemaliges Mitglied

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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

17.03.2005 um 18:55
Sorry ich weiss das ist eine ernste sache aber das erinnert mich alles an eine folge von : Hier kommt Bush!
Wo es um Bohrungen in Alsaka geht und man einen Inuti übereden möchte das er sagt das das alles ganz schön ist.

Nein im ernst,diese Meldung habe ich eigentlich schon sehr viel früher erwartet.Das Propblem an der Sache ist doch eigentlich das man dagegen nichts machen kann.Die USA machen was sie wollen,es ist ja schließlich ihr Planet und alles gehört ihnen.........

"Die Mehrheit unser Importe kommt aus dem Ausland" -Georg W. Bush


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midnightman
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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

17.03.2005 um 19:34
nicht nur die meldung, auch einige posts lösen brechreiz aus.


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

17.03.2005 um 19:41
Darf ich das auf mich beziehen?

"Die Knarre löst die Starre"


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

30.03.2005 um 07:12
Keine Lehren aus der Exxon Valdez-Katastrophe?

USA will im Naturschutzpark Alaska nach Öl bohren

Die Havarie der Exxon Valdez vor der Küste Alaskas jährte sich letzte Woche zum sechzehnten Mal. Bei dem größten Öltanker-Unfall in der Geschichte der USA wurde 1989 ein vorher fast unberührtes, extrem empfindliches Naturgebiet mit 40.000 Tonnen Rohöl verseucht. Jetzt hat der US-Senat entschieden, das Naturreservat von Alaska für die Ölförderung zu öffnen. Nach Ansicht der Umweltschutzorganisation Greenpeace erlangt der Unfall damit wieder an Brisanz.

"Das gesamte Ökosystem hat sich bis heute nicht von der Ölkatastrophe erholt, doch der Ölmulti ExxonMobil plant neue Projekte", sagt Karsten Smid, Ölexperte von Greenpeace. "Die langfristigen Folgen der Katastrophe sind weitaus schlimmer als bisher vermutet. Bei unserer letzten Recherchetour 2004 haben Experten noch eimerweise Ölrückstände von der Exxon Valdez unter den Steinen gefunden."

Für Seeotter, Seehunde, Wale und für viele Vogelarten stellt die Küste Alaskas ihre Kinderstube dar. In den arktischen Regionen benötigt die Natur mehr Zeit als anderswo, um sich von einer Ölpest zu erholen. So nehmen Vögel, Meeresenten und Seeotter bei der Suche nach Futter immer noch ständig kleine, gesundheitsschädliche Mengen Öl auf. Doch statt solch langfristigen Auswirkungen bei der Gefahrenabschätzung von Ölunfällen stärker zu berücksichtigen, gibt der US-Senat nun Alaska zur Ölsuche frei.

Seit Jahrzehnten wolle die Ölindustrie im Naturschutzreservat "Arctic National Wildlife Refuge" von Alaska nach Öl bohren und dieses fördern. Immer wieder wurde ihnen bisher die Genehmigung verweigert. Doch Präsident George W. Bush, der die heimische Ölproduktion zum nationalen Sicherheitsbedürfnis erhoben hat, hat am 16. März im Senat mit einem denkbar knappen Ergebnis von 51 zu 49 Stimmen den Durchbruch errungen. Das Naturschutzgebiet, in dem bisher nur Moschusochsen, Karibus und Bären leben, ist eines der artenreichsten in den USA. Weil aber auch unter dem Boden Schätze sind, will dort nun die Ölindustrie eindringen - allen Umweltschutzprotesten zum Trotz.

"Bushs Motto ist: Lieber nach Öl bohren als Öl sparen," so Smid. "Aber aus dem vermeintlichen Mangel an Öl wird ihn ExxonMobil nicht heraus bohren können." Präsident Bush hat sich seit Jahren entschieden für die Öffnung des Naturschutzgebietes eingesetzt. Er will unabhängiger von Importen werden. Doch das Öl wird erst in 10 Jahren zur Verfügung stehen, und heute ist schon klar, dass gar nicht so viel Öl herauszuholen ist.

Treibende Kraft für die Erschließung ist der Lobbyverband "Arctic Power", der seit 1997 allein 1,7 Millionen Dollar für das Lobbying der Erschließung Alaskas ausgegeben hat. Während andere große Ölkonzerne wie BP, ChevronTexaco und ConocoPhillips der Lobbyorganisation den Rücken gekehrt haben, steckt der weltweit größte Ölmulti, ExxonMobil, hinter "Arctic Power". ExxonMobil hat bereits vor der Senatsentscheidung angekündigt, in Alaska nach Öl zu bohren, sobald das Naturschutzgebiet für die Ölförderung freigegeben wird. Greenpeace fordert den Stopp der Ölsuche. "Alaska darf nicht den Ölinteressen von ExxonMobil geopfert werden", so Smid.

(Greenpeace, 29.03.2005 - NPO)


Die Wahrheit ist seltsamer als die Fiktion, weil die Fiktion Sinn machen muss.


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

30.03.2005 um 07:31
amerika ist der könig der seifenblasen


Die Staaten blühen nur, wenn entweder Philosophen herrschen oder die Herrscher philosophieren.
Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit ist die vorgespielte Gerechtigkeit.
- Platon -


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

30.03.2005 um 07:31
Ich finde es eine Frechheit, dass die usa sich sowas zumassen. Die denken auch das sie alles machen können, die merken gar nicht wie sie unseren Planeten schaden und ihn zugrunderichten, denen gehts doch immer nur ums Geld


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no.fear
ehemaliges Mitglied

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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

30.03.2005 um 08:10
Sauerei!

Aber: Wer Öl verbraucht darf sich über solche Auswirkungen nicht wundern.

Ähnliches Beispiel:
Ich habe mal auf einer Bürgerversammlung bezüglich eines geplanten Mobilfunkmasts teilgenommen, bei der es um die Aufklärung über das Strahlenrisikos ging (kritische Experten, andere Experten, Politiker, etc.). Die teilnehmenden Bürger waren alle gegen den Mobilfunkmast in der Nachbarschaft, ... aber da saßen doch tatsächlich einige Nachbarn rum, die ein Handy dabei hatten ... wie paradox ist das denn?

Eines ist aber sicher: Der Bürger hat seine Rolle eingenommen (määäääääh!) und frisst das Gras ohne zu fragen, woher es kommt. Wenn es ihm nicht schmeckt, dann blökt (mäh mäh mäh) und bockt er ein bisschen rum, und geht wieder weiterfressen.



Wer dumm stirbt, hat vielleicht besser gelebt ... wer schlau lebt, stirbt vielleicht besser! (no.fear)


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

14.09.2005 um 18:45
Vom Nationalpark zum Ölfeld

Ende September kommt es zur entscheidenden Abstimmung, ob Erdöl im größten Naturschutzgebiet Alaskas abgebaut werden darf

von Hubertus Breuer

Anchorage - Der Reporter ist nicht willkommen im Arctic Village. Auf einem Schotterweg geht er durch das Dorf, von den Vortreppen der Blockhäuser fliegen ihm skeptische Blicke der in dicke Jacken gehüllten Gwich'in-Frauen zu. Ein paar Jugendliche knattern auf Quads vorbei. "Journalisten haben uns nicht geholfen", erklärt Aaron Tritt, "Chief" des Dorfes, desillusioniert in einer fensterlosen Kammer eines Wellblechbaus, dem "Council Office". Mitunter flackert das Neonlicht, der Stromgenerator schwächelt. "Seit bald 20 Jahren kommt ihr Leute hierher, ihr stellt immer dieselben Fragen. Doch nach dem Öl wird jetzt wohl doch gebohrt."

Die 150-Seelen-Gemeinde liegt in der Tundra Alaskas, auf einer Hochebene mit besendürren Föhren und gelb und rot leuchtenden Moosen. Hier, 160 Kilometer nördlich des Polarkreises, befindet sich eines der größten Naturschutzgebiete der Welt, das Arctic National Wildlife Refuge (ANWR), so groß wie Österreich. Außerhalb der zwei, von Gwich'in -Indianern und Eskimos bewohnten Siedlungen gibt es keine Straßen oder Hütten, keinen Campingplatz. Statt dessen streifen Eisbären, Grizzlys, Moschusochsen und Wölfe durch die Wildnis - und 130 000 Karibus, von deren Jagd die Gwich'in leben.Deshalb sind im Dorf an diesem Herbsttag kaum Männer zu sehen. Die meisten sind in die verschneiten Berge entschwunden, um Karibus und Elche zu erlegen.

Seit 17 Jahren kämpft die Nation der Gwich'in-Indianer, die im Nordwesten Alaskas und westlichen Kanada leben, gegen die Ölbohrungen in der Küstenregion des Naturschutzgebietes, allen voran das kleine Arctic Village im Nirgendwo der Tundra. Jenseits des Gebirgsriegels im Norden kalben an einem Küstenstreifen mit fettem Sommergras alljährlich Abertausende Karibus, ehe sie mit den Jungen durchs Landesinnere ziehen. Die Gwich'in fürchten, die Ölförderung würde die Herde stark verkleinern und ihnen die Lebensgrundlage entziehen. Doch nicht nur die Gwich'in lehnen sich auf. Auch Naturschützer protestieren, damit würde die "Serengeti Amerikas", wie sie das 80 000 Quadratkilometer große Gebiet preisen, für immer zerstört.

Unter dem Eindruck des "Katrina"-Hurrikans, gedrosselter Ölproduktion im Golf von Mexiko, beschädigter Raffinerien und schwindelerregender Benzinpreise stehen die Gwich'in und Umweltschützer jetzt jedoch weitgehend auf verlorenem Posten. Lange Jahre hatten ihre Bedenken Gewicht in Washington. Präsident Carter vergrößerte den Park während seiner Amtszeit per präsidialem Erlaß. Clinton legte 1995 ein Veto gegen die vom auch damals republikanischen Kongreß abgesegneten Bohrungen ein.

Doch George W. Bush drängt seit Jahren darauf, in der geschützten Landschaft zu drillen. Mit knapper Mehrheit - 51 zu 49 Stimmen - nahm der US-Senat im März den Antrag an, in der Wildnis nach Öl zu forschen. Jetzt gibt es für die Ölindustrie nur noch ein Hindernis auf dem Weg, das Ölvorkommen unter dem Permafrostboden anzuzapfen: das Repräsentantenhaus, in dem eine republikanische Mehrheit regiert. "Es ist völlig egal, was wir sagen; es geht längst nicht mehr um Argumente", wehrt Chief Tritt ab. In der Tat: Im letzten Akt kommt es womöglich bereits Ende September zur entscheidenden Abstimmung, nach der die Vorhut der Ölfirmen über ANWR ausschwärmen wird.

(Quelle: www.welt.de/data/2005/09/14/774521.html )
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Kriegen diese gierigen Ölmagnaten und Wirtschaftsbonzen nie den Hals voll?
Ausgerechnet eines der letzten Naturrefugien auf diesem Planeten soll dem Mammon geopfert werden, um der westlichen Welt kurzzeitige und vergängliche Vergnügungen zu bescheren.
Da scheint es auch egal zu sein, dass den dort lebenden Menschen ihre natürlichen Lebensressourcen genommen werden.
Ein ganzer bestehender Nationalpark soll industrialisiert und quasi nach Ölvorkommen durchgepflügt werden. Ist es das wirklich wert?
Mit jedem Ölfeuer, mit jedem Verbrennungsvorgang verbrauchen wir unsere eigene Lebensgrundlage, unseren lebenswichtigen Sauerstoff. Doch wer denkt schon darüber nach, wenn er in seinem Nobelschlitten zum nächsten Umweltkongress fährt....
Niemand weiß allerdings, wieviel Öl sich hoch im Norden tatsächlich verbirgt. Die einzigen Probebohrungen fanden dort in den achtziger Jahren statt. Die Ergebnisse sind bis heute unter Verschluß. Daher stehen öffentliche Schätzungen auf wackligen Beinen - und sind entsprechend weit gefaßt.
Fünf bis 16 Milliarden Barrel Öl, das Faß zu 159 Liter, vermuten Experten unter der Küstenebene. Offiziell geht die Behörde US Geological Survey davon aus, daß rund sieben Milliarden Barrel förderbar seien, weniger als der Jahresverbrauch der USA von 7,3 Milliarden Barrel.
Also ob die bestehenden Energieversorgungsprobleme durch die paar Liter Öl behoben werden könnten. Das ganze Problem wird einfach um eine weitere kleine Zeitspanne nach hinten verschoben.
Schöpfer, lass Hirn regnen....


Die Wahrheit ist seltsamer als die Fiktion, weil die Fiktion Sinn machen muss.


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

14.09.2005 um 19:33
das öl ist da, früher oder später wird danch gebohrt. also sollen sie ruhig bohren. außerdem zerstört diese bohrung die natur nicht in einem irreparablem ausmaß, wenn die bohrungen vorbei sind, werden pumpnen aufgestellt und dann ist es wieder ruhig, abundzu kommt mal einer kontrollieren, das öl fließt in einer pipeline.

Haltet eure Stellung! Söhne Gondors und Rohans, meine Brüder! In euren Augen sehe ich dieselbe Furcht, die auch mich verzagen ließe. Der Tag mag kommen, da der Mut der Menschen erlischt, da wir unsere Gefährten im Stich lassen und aller Freundschaft Bande bricht. Doch dieser Tag ist noch fern. Die Stunde der Wölfe und zerschmetterter Schilde, da das Zeitalter der Menschen tosend untergeht, doch dieser Tag ist noch fern! Denn heute kämpfen wir! Bei allem, was euch teuer ist auf dieser Erde, sage ich: Haltet stand, Menschen des Westens!


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Hansi
ehemaliges Mitglied

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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

15.09.2005 um 23:04
@Lightstorm
>>>Wenn wundert das schon, die USA gehen über tausende von leichen wenn es um ihre Wirtschaft geht.<<<

Tja,die "Wirtschaft" ist nicht ganz unwichtig, wann gab es eigentlich die letzte Hungersnot in den USA?
Schauen wir uns mal die Ergebnisse der Wirtschaftspolitik rivalisierender Staaten an:

Chinas "Großer Sprung nach vorn" 1959 - 1961 die größte Hungersnot des 20. Jahrhunderts, der schätzungsweise zwischen 20 bis 40 Mio. Menschen zum Opfer fielen.
In der 1922 an der Gründung der Sowjetunion beteiligten Ukrainischen SSR kam es 1932/33 durch die Zwangskollektivierung unter Stalin zu einer schweren Hungersnot (rund 4-6 Mio. Opfer).
Bengalen 1943: Unterernährung und Hunger führten zum Tod von über zwei Millionen Menschen.
1974, Bangladesh, ca. 100.000 Tote...usw...usw...

Obwohl der "Große Satan" USA ein Gemisch aller nur denkbaren Kulturen darstellt, haben sie noch immer ihre Bevölkerung verantwortungsvoll versorgt.



"Die Zukunft war früher auch besser" (Karl Valentin)


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

15.09.2005 um 23:21
@Hansi im unglück

Es geht nicht um die Menschen in den USA sondern es geht darum das es einfach so nicht weitergeht.Dieser Planet erreicht bald seine Grenzen und man darf nicht so rücksichtslos wirtschaften.
Die US-Politik ist eine Schande sowohl Innenpolitisch wie Außenpolitisch,(keiner sagt hier das china besser ist -viel schlechter).Denn in keinem anderen land ist die kriminalität höher,in keinem anderen land gibt es mehr obdachlose und und und ich könnte ewig so weiter machen.(mit keinem anderen land denke ich nicht an 3. welt länder sondern industrieländer).
gruß

Das schönste Erlebnis ist die Begegnung mit dem Geheimnisvollen. Sie ist der Ursprung jeder wahren Kunst und Wissenschaft.
Wer nie diese Erfahrung gemacht hat, wer keiner Begeisterung fähig ist und nicht starr vor Staunen dastehen kann, ist so gut wie tot: Seine Augen sind geschlossen... Albert Einstein


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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

15.09.2005 um 23:29
Solange das Geld regiert, solange wird auch die Natur ausgebeutet. Ölreserven anzuzapfen finde ich noch weniger bedenklich als z.B. die Rodung des Regenwaldes.

@ hansi

Verantwortlich ernährt hat die USA ihr Volk. Okay. Aber davon abgesehen...
Es gibt auch kaum noch Wald in den USA, und dereinst war der Bewuchs ähnlich dicht wie in Kanada.

Wenn die Weisheit mit dem Alter kommt, steckt die Menschheit noch in den Kinderschuhen
Schau dem Schicksal ins Gesicht, nicht auf die Schuhspitzen.
Vor Inbetriebnahme des Mundwerks: Gehirn einschalten.


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Obrien
ehemaliges Mitglied

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US-Senat erlaubt Ölbohrungen in Schutzgebiet

15.09.2005 um 23:37
Obwohl der "Große Satan" USA ein Gemisch aller nur denkbaren Kulturen darstellt, haben sie noch immer ihre Bevölkerung verantwortungsvoll versorgt

Ja,die USA produzieren mehr als genug zu essen...die Hälfte aller US-Amerikaner ist sogar zu dick...doch gibt es dort große Armut und es verhungern jährlich etwa 50.000 Menschen in den USA.

"Sei vergnügt solange du am Leben bist..."

"Nieder mit dem Großen Bruder"


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